Allgemein

„Entscheidend ist unser Wertekanon, und der ist ganz klar das Grundgesetz. Wer sich in diesem Wertekanon bewegt, hat jedes Recht, in Deutschland zugehörig zu sein und auch akzeptiert und respektiert zu werden. Und da ist es völlig egal, welcher Religion diese Person angehört. Im Gegenteil, das Grundgesetz verpflichtet uns dazu, das hintanzustellen.“.“

Justizministerin Katarina Barley in einem Interview mit der Zeit vom 22. März 2018. Foto: wikipedia

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Elbschlösschen, Rathen

Richtig schön wird es hier bei Sonnenuntergang, wenn kaum noch Ausflugsboote auf der Elbe unterwegs sind und alle wandernden Touristen ihre Ziele erreicht haben. Dann kann man auf der schönen Terrasse des Hotels die Ruhe, den Blick auf den Fluss und eine Rathmannsdorfer Forelle mit Gurkensalat genießen. Hier draußen kann man auch frühstücken, das üppige Büfett wird allerdings drinnen aufgebaut. Die Zimmer haben alle einen kleinen Balkon; von einigen ist die Elbe zu sehen. Sein Auto muss man auf der anderen Flussseite auf dem großen Parkplatz stehen und sich mit der Gierseilfähre übersetzen lassen, die durch die Strömung bewegt wird und von 4 Uhr 30 bis 1 Uhr nachts jede Menge Menschen über die Elbe bringt.
DZ ab ca. 100 Euro
Foto: CO

 

Mithelfen!

Bienen sind ganz erstaunliche kleine Wesen. Zwei Millionen Blüten fliegen sie für ein 450-Gramm-Glas Honig an und legen dabei etwa 80 000 Kilometer zurück. Und von den weltweit 25 000 bekannten Bienenarten sind nur sieben Arten Honigbienen. Dass die kleinen Brummer für uns lebenswichtig sind, weiß man ja mittlerweile, dass aber jeder Hobby-Gärtner zu ihrem und damit unserem Wohl beitragen kann, ist noch nicht überall bekannt. Die britische Journalistin und Hobby-Imkerin Sarah Wyndham Lewis hat jetzt ein Buch vorgelegt, mit dem jeder seinen Garten, seine Terrasse, seinen Balkon bienenfreundlich bepflanzen kann. Lange Listen von Gewächsen, sortiert nach Standort, Bodenbeschaffenheit und der Jahreszeit, in der sie blühen, ergänzt die Autorin mit vielen Fakten über Honigbienen, Grundlegendem über Nektar, Pollen und Propolis, einer antibiotischen, harzartigen Masse, und einer kurzen Entwicklungsgeschichte der Bienen überhaupt. Dazu gibt es wunderhübsche Illustrationen von James Lewis Weston.

Nach der Lektüre bin ich nicht nur froh, dass ich Lavendel gepflanzt habe und der Schnittlauch gerade Blüten treibt und deshalb nicht mehr im Rührei landen wird, sondern ich freue mich auch, dass die Margeriten auf meinem Nordbalkon keinen doppelten Blütenblätterkranz haben und die Bienen mit ihren kurzen Rüsseln so gut an den Nektar gelangen können.…

Antwerpen, Belgien: Das „Barock Jahr 2018“, das seit Juni in Antwerpen gefeiert wird, hat etliche Attraktionen zu bieten: So ist man auf den Spuren von Peter Paul Rubens in seinen Wohnräumen und seinem Atelier unterwegs, kann die außergewöhnliche Künstlerin Michaelina Wautier (1614-1689) entdecken und erfahren, wie Werke von zeitgenössischen Künstlern wie Chuck Close oder Edward Kienholz im Verhältnis zu Francisco Goyas Bildern stehen.

Foto: Veranstalter

Wittmann: „Vuelta“, die Rückkehr, hat der spanische Designer Jaime Hayon, seine Recamiere genannt, die er als Insel für einen Ruhebedürftigen erdacht hat. Der Samtbezug in knalligen Farben macht sie besonders gemütlich.

B&B: Der Italiener Antonio Citterio hat zu seinem viersitzigen Sofa „Atoll“ ein Daybed, eine Recamiere und einen Sessel designed, also eine ganze Sitzlandschaft. Mit feinem Leder bezogen wirkt Atoll am elegantesten.

Maxalto: Auch von Antonio Citterio ist der kleine, kompakte Sessel „Caratos“, der nur 68 cm hoch, 68,5 cm breit und 67 cm tief ist. Mit seiner schlichten Form passt er in jede Einrichtung. Fotos: Hersteller…

Migranten, Einwanderer, Asylanten und die Politik –
von einem der weiß, wie es sich anfühlt, ein Fremder, ein Flüchtling zu sein

Die Urahnen der heutigen Ungarn kamen im neunten Jahrhundert als Flüchtlinge aus Asien nach Europa. Selbst heidnische, wilde Reiter  wurden sie von einer noch wilderen Horde verfolgt. Im Karpatenbecken fanden sie endlich ein Paradies: Flüsse und Seen voller Fisch, Wälder voller Wild. Kaum vollgegessen, überfielen sie halb Europa, bis sie 955 von Otto I. von Habsburg (ursprünglich Raubritter) am Lech vernichtend geschlagen wurden. Daraufhin wurden die Ungarn Christen, und Otto I. wurde Kaiser.

Heute benehmen sich Flüchtlinge gesitteter. Netzpolitik.org schreibt gekürzt, sinngemäß: In Deutschland zeigt die Kriminalität sinkende Tendenz; die Bundesrepublik „zählt zu den sichersten Ländern der Erde“. Ähnlich die konservative Neue Zürcher Zeitung: „Straftaten in Deutschland gehen zurück; der niedrigste Stand seit 1992, mit einer Aufklärungsquote von 55%, Rekordniveau.“ Und das, obwohl die Deutschen und die restlichen Europäer Flüchtlinge aufnehmen.…

Museum für Angewandte Kunst, Köln, 31.8. bis 24.3. 2019.:
Andy Warhol – Pop goes Art

Wissen Sie noch? Es gab mal so schwarze, runde Scheiben mit Rillen, da war Musik drauf, die hießen Schallplatten und hatten eine Papphülle. Mit diesen leeren Flächen beschäftigten sich natürlich auch Künstler, Andy Warhol (1928-1987) etwa, der geniale amerikanische Pop-Artist, der in 40 Jahren Covers für die unterschiedlichsten Genres, für Klassik, Pop, Rock, Jazz und Filmmusik entwarf. Das bekannteste ist wohl „Sticky Fingers“ für die Rolling Stones, aber in der Ausstellung im Kölner Museum für Angewandte Kunst werden auch Umschläge für LPs von Diana Ross, John Lennon, Paul Anka und das NBC Symphony Orchestra gezeigt. Ein weiteres Schmankerl:

Das Debütalbum der Gruppe „The Velvet Underground & Nico“, das Warhol auch produzierte und das bis heute Kultstatus genießt. Die Sängerin Nico (1939-1988) stammte aus Köln, und so wird die Ausstellung mit einem Wochenende (31.8. bis 2.9.) voller Konzerte begonnen: als Hommage an Nico, die dieses Jahr 80, und Warhol, der 90 geworden wäre.…

Das Auto lässt man am besten gleich außerhalb der Altstadt stehen, denn die Gassen sind eng, es gibt viele Einbahnstraßen und nur wenige Parkplätze. Außerdem ist die Altstadt von La Rochelle ziemlich übersichtlich und zu Fuß gut zu erkunden.

Zuerst strebt natürlich jeder dem „Vieux Port“, dem alten Hafen zu, der eine tausendjährige Geschichte aufzuweisen hat. Durch die vier der Stadt vorgelagerten Inseln, Ile de Ré, Ile d’Oleron, Ile d’Aix und Ile Madame ist der Hafen gut geschützt vor dem Wind des Atlantiks und natürlich auch vor etwaigen Angreifern. Am engen Eingang des Hafenbeckens, das heute über 320 Liegeplätze für Yachten verfügt, stehen sich die Türme „St. Nicolas“ und „Tour de la chaine“ gegenüber. Dort kann man noch einen Rest der dicken Eisenkette besichtigen, mit der

früher nachts die Hafeneinfahrt verschlossen wurde. Ein dritter Turm, der „Tour de la Lanterne“, der Leuchtturm, ist mit einer hohen Wehrmauer, auf der man spazieren kann, mit dem Turm St.

„Bei der Polizei ist es (…) gut, dass ich keine Journalistin mehr bin. Die haben keinen Bock, mit Journalisten zu reden.“

Die Krimi-Autorin Simone Buchholz, die in Hamburg St. Pauli lebt, in einem Interview mit dem Straßenmagazin Hinz&Kunzt vom Juni 2018.

Foto: wikipedia

 

 

 

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und
hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige
Postkarten verkauft.

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Le Grand Large, Ile d’Oleron, Frankreich

Der Blick aufs Meer ist einfach wunderbar. Die Zimmer haben große Glasfronten, und weil man den Strand wegen der Düne nicht sehen kann, hat man das Gefühl, hier ganz allein zu sein. Herrlich!

Im Parterre gibt es kleine Terrassen mit Liegestühlen vor den Zimmern.

Zum langen, weißsandigen Strand sind es nur wenige Meter, aber wer bequem ist, kann in den kleinen hoteleigenen Pool plumpsen oder in den Whirlpool. Die Insel Oleron ist bekannt für köstliches Meeresgetier, und auch im rundum verglasten Hotel-Restaurant im Obergeschoss serviert man Hummer, Austern, Mies- und Jacobsmuscheln. Wenn dann noch die Sonne scheint, ist man dem Paradies schon sehr nahe.        DZ  ab ca. 100 Euro. Foto: Le Grand Large

Lecker, lecker!

Die Fußball-WM ist zwar bald vorbei, trotzdem sind kleine Rezepte für nette Abende sehr willkommen. Und da kommt dieses hübsche Büchlein gerade recht: Wer will schließlich den Abend in der Küche verbringen und seine Gäste sich selbst überlassen. Wiener im Schlafrock oder gefüllte Champignons lassen sich prima vorbereiten. Selbst Ofenkartoffeln mit verschiedenen Füllungen kann man fertig haben, bevor die Gäste kommen. Für einen Männerabend empfiehlt US-Koch- und Eventexpertin McMillan Chili-Cheeseburger und gegrillte Rippchen zu Ingwer-Shandy (mit Ginger- und Hoegaarden-Bier) und Mojito mit Minze. Also dann: Guten Appetit.

Kate McMillan: Samstag Abend – Snacks und Drinks zum Teilen – oder auch nicht, 104 S., Callwey, 20 Euro Foto: Callwey

Ganz und gar zauberhaft

Zuerst die Vorgeschichte: Queen Mary von England, Ehefrau von König George V. und Großmutter der jetzigen Queen Elisabeth, besaß ein Puppenhaus im Maßstab 1:12, das heute noch in Windsor Castle besichtigt werden kann. Für die Bibliothek dieses Hauses steuerten 1924 bekannte Autoren wie Rudyard Kipling und Sir Arthur Conan Doyle Texte bei.…

Binz auf Rügen: Die NIXE hat wieder eröffnet. Und wie schön: Das feine Jugendstilhotel an der Binzer Promenade mit nur 16 Suiten, das jetzt zum ein paar hundert Meter entfernten Hotel am Meer gehört, hat seinen intimen Charakter behalten. Nach wie vor gibt es Doppelbadewannen mit Meerblick, bunt illuminierte Bäder mit Regenduschen und Kamine in einigen Zimmern. Im Herbst soll auch das Restaurant wieder seinen Betrieb aufnehmen, jetzt serviert man dort ein abwechslungsreiches Frühstück. Doppelzimmer ab 150 Euro.

Mechelen, Belgien: Nördlich von Brüssel steht der Hof van Busleyden , ein beeindruckender Bau aus der frühen Renaissance, in dem der Humanist Hieronymus van Busleyden (ca. 1470 bis 1517) u.a. Erasmus und Thomas More empfing. Seit kurzem ist das vollständig restaurierte Gebäude als Museum für Stadtgeschichte wieder eröffnet.

Slowakei: Wer über 62 Jahre alt ist, kann seit einiger Zeit in der Slowakei kostenlos alle Züge in der zweiten Klasse benutzen.…

6. Juli, Tag des Kusses: Angeblich haben die Briten ihn erfunden, den Tag des Kusses. Zu Beginn der 90er Jahre sollen nicht wenige Menschen in England der eher prüden Margaret-Thatcher-Ära überdrüssig gewesen sein, und mit dem Welt-Kuss-Tag wollten sie ein Zeichen setzen. Ist ihnen gelungen:
Auch der längste Kuss – 31 Stunden, 30 Minuten, 30 Sekunden – fand am 6./7. Juli 2005 in London statt.
Eigentlich egal, wo und warum der Tag entstanden ist, es ist einfach eine charmante Idee, den Kuss zu feiern. Am besten natürlich mit tausend Küssen. Foto: Grüsse.de…

Nachrichten aus einem kleinen Land

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

DER VERSCHWUNDENE DRITTE GEIGER

In jedem Roma-Quintett gibt es – natürlich – einen tonangebenden Primasch. Er spielt die erste Geige, also die Melodien, Solo-Einlagen, außerdem leitet er die Gruppe. Der zweite Geiger verziert, untermalt das Thema, und beide zusammen sind die musikalische Abteilung des kleinen Orchesters. Stehbass- und Zymbalspieler bilden die Rhythmusgruppe – ergänzt durch den dritten Geiger, der kurze Grundtöne beisteuert und der Musik eine gewisse Würze gibt.

Im Gegensatz zum Jazz, wo jedes Musikstück, meist vom Pianisten, den Mitspielern angesagt wird, beginnt Roma-Musik mit zwei Takten Vorspiel des Primasch. Daraus wissen alle anderen, welches Stück, in welcher Tonart, in welcher Geschwindigkeit dran ist. Einen Dirigenten braucht eine derartige kleine – oft aber sehr feine – Gruppe nicht.…

Hamburger Kunsthalle, bis Ende 2019.: >>mit+ein-ander<<

Der dänische Künstler mit isländischen Wurzeln, Olafur Eliasson, geboren 1967 in Kopenhagen, hat für die Hamburger Galerie der Gegenwart ein ausgesprochen geistreiches Steckspiel erfunden, mit dem Kinder ihre eigenen Skulpturen entwerfen, zusammenbauen und ausstellen können. Darüber hinaus gibt es im „Hamburger Kinderzimmer“ ein paar versteckte Spielstationen und unterschiedliche Kunstwerke. Jedes Kind bekommt außerdem eine Wanderkarte quer durch das Museum zu verschiedenen Rätseln und Abenteuern. Großartige Idee!

Geeignet für Kinder ab sechs Jahren mit Familie, geöffnet Di-Fr 15-18 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr.  Foto: Kunsthalle

Natürlich ist man nicht allein auf diesem schönen Areal. Jeder Tourist schaut sich schließlich den Rathausplatz von Wismar an. Denn „Am Markt“ stehen nicht nur das Rathaus und die Wasserkunst, dort findet man auch wunderbar restaurierte Bürgerhäuser, in denen heute Restaurants mit einladenden Terrassen residieren. Da ist zum Beispiel der „Alte Schwede“ , das älteste Bürgerhaus Wismars. Es entstand um 1380 im Stil der Backsteingotik mit dem typischen treppenförmigen Giebelaufbau, seinen Namen erhielt das Haus erst zur Zeit der schwedischen Herrschaft (1648 bis 1803). Seit 1878 lädt darin ein Restaurant zu Mecklenburger Spezialitäten. Gleich nebenan befindet sich das Reuterhaus , in dem 1859 der plattdeutsche Erzähler Fritz Reuter mit dem Verleger Dethloff Carl Hinstorff einen Vertrag über die Herausgabe seiner Schriften abschloss. Die DDR ließ das Haus vollständig verfallen, aber nach 1988 wurde es rekonstruiert. Das Hotel Reuterhaus bietet heute zehn Zimmer, und im Restaurant serviert man Soljanka, Ente nach Mecklenburger Art und gebratenen Dorsch.…

 

 

 

Ich versuche, mich mit guten Menschen zu umgeben. Dann geht es mir auch gut.

Die Hamburger Musikerin Anna Depenbusch in einem Interview mit dem
Haspa Magazin im März 2018
Foto: wikipedia

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

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