Allgemein

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Artikel 1. Zurzeit wird die Würde offen infrage gestellt, sie wird Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Rasse, Religion verwehrt. Auch wenn es ein radikal kleiner Teil ist, der das tut – das ist ein fundamentaler Angriff auf unsere Basis. Wir müssen uns entschieden widersetzen. Wir brauchen eine Massenmobilisierung der Demokraten, einen Aufstand des Anstands.“

 

Der SPD-Politiker Martin Schulz in einem Gespräch mit der Schauspielerin Iris Berben in Chrismon Spezial vom 31. Oktober 2018.

Foto: spd

Unser Lieblings-Cartoonist hat eine neues Buch herausgebracht, und das ist das ideale Geschenk für Menschen jenseits der Fuffzig!…?? Ach nee, eigentlich können auch Middleager darüber lachen, oder sogar noch jüngere, denn „Was geht’n im Alter so ab, Alter?“ finden bestimmt auch Pubertiere lustig.

Carlsen /Lappan Verlag, 9,99 Euro

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Art Hotel Commercianti, Bologna

Die Lage des Hotels ist ideal, wenn man die Stadt Bologna zu Fuß anschauen möchte. Die Basilika San Petronio kann man nämlich aus den Zimmerfenstern fast anfassen, und die wunderbare Orgel ist vom Bett aus zu hören. Im Hotel residierte im 12 Jahrhundert das Rathaus, die verkohlten Reste eines verheerenden Feuers im Mittelalter sind heute noch zu sehen.

Die Zimmer sind groß, mit Sitzecke und Schreibtisch im klassischen Stil ausgestattet. Die Bäder haben ausreichend Ablageflächen und natürlich auch ein Bidet.

Das üppige Frühstückbüfett mit frischem Obst, leckeren Brotsorten, Säften und verschiedenem Käse ist für Italien völlig unüblich, wird aber gerne genossen. DZ ab ca. 130 Euro

Foto: Art Hotel Commercianti

Keine Bange, wenn Ihnen noch immer kein angemessenes Weihnachtsgeschenk eingefallen ist: Hier kommen Tipps für Bücher, die auch ohne Kerzen in alle Augen ein warmes Leuchten zaubern.

Fotobände:

Vom Zauber eines Anfangs
Heute ist sie natürlich ein Star mit internationalem Kultstatus, deren Fotos sorgfältig arrangierte Kompositionen sind, aber vor genau 50 Jahren, als die blutjunge Kunststudentin Annie Leibovitz den Pinsel mit der Kamera tauschte, entstanden noch ganz andere Bilder. Da ging sie für das US-Magazin „Rolling Stone“ mit zahllosen Bands auf Tournee, beobachtete US-Politiker im Wahlkampf, andere Promis beim Leben, und die Aufnahmen, die sie dabei gleichsam aus der Hüfte schoss, sind bis heute von einer umwerfenden Spontaneität. In diesem Band sind sie versammelt, und schon die Porträts auf dem Umschlag, die auf den Beifahrersitzen Dutzender Autos entstanden, sind großartige Dokumente aus einer Zeit, als Rockmusik noch mit der Hand gemacht wurde – und die Fotos genauso entstanden.

Annie Leibovitz: The Early Years 1970-1983.…

Der Trafikant

Wunderbar besetzt und bis ins Detail liebevoll ausgestattet kommt die Verfilmung des großartigen Buchs von Robert Seethaler „Der Trafikant“ doch nicht an die Vorlage heran. Das liegt an den mythischen Traumsequenzen, die der Regisseur dem Text hinzu gefügt hat, und die in meinen Augen völlig überflüssig, manchmal sogar ärgerlich sind.

Aber Bruno Ganz als Sigmund Freud ist trotzdem absolut sehenswert. https://tobis.de/film/der-trafikant

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Weihnachtssterne: 2017 verkauften deutsche Züchter im Inland 32 Millionen Weihnachtssterne, 80% davon waren rot. Der Anteil der Mini-Pflanzen von 9 bis 11 cm Toipfgröße stieg in den letzten Jahren auf 57%, denn mit den Kleinen werden offensichtlich in den letzten Jahren immer öfter festliche Tafeln geschmückt.
Weihnachtsriuale: In Japan gehen Familien gern gemeinsam zu Kentucky Fried Chicken und genießen das „Christmas Dinner“, das allerdings Monate vorher reserviert werden muss. Auf Madeira backt man traditionellen Honigkuchen „Bolo del Mel“ am Beginn des Weihnachtsfestes am 8. Dezember, das dann bis zum 15. Januar mit vielen öffentlichen Festen gefeiert wird. Das Städtchen Santa Claus in Georgia hat, seit seine Beowhner den Ort 1941 umbenannten, eine Noel Street, eine Candy Cane Street und einen December Drive, dort am Rathaus werfen Kinder ihre Wünsche in den Briefkasten, die dann bestimmt in Erfüllung gehen.
Weihnachtsheft: Sie können bestimmt noch Ideen für Geschenke und Dekorationen gebrauchen, und auch ein paar leckere Rezepte?…

Nachrichten aus einem kleinen Land

 

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

NACHRICHTEN AUS DEM TOLLHAUS

Flucht der Schwestern und Ärzte

Im einzigen Krankenhaus der westungarischen Kleinstadt Ajka haben, wegen andauernder Überlastung und miserabler Ausrüstung, alle Schwestern der Intensiv-Station gekündigt. Ihnen folgten die Narkoseärzte. Eine Katastrophe für die Stadt und Umgebung.
Da es in Ungarn keinen Gesundheitsminister gibt, erhob dazu der zuständige „Minister Für menschliche Kraftquellen“ seine Stimme (die wörtliche Übersetzung seines Titels ist auch auf Ungarisch nicht verständlicher). Er sagte: Die wichtigste Medizin sei das Einhalten der christlichen „Zehn Gebote“.
Immerhin wurde im Parlament die Frage gestellt, welches der Gebote besonders streng einzuhalten sei: Etwa „Du sollst nicht – EU-Gelder –stehlen“? Leider blieb der Minister eine Antwort schuldig.…

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln, noch bis 24.3. 2019:

Es war einmal in Amerika

300 Jahre US-Amerikanische Kunst

120 Werke aus dreihundert Jahren amerikanischer Kunst-Geschichte – von 1650 bis 1950 – zeigt man jetzt in Köln erstmals in Deutschland. Mit dabei sind Gemälde von Edward Hopper, Mark Rothko, George Bellows, Jackson Pollock und Georgia o´Keeffe, Fotografien von Alfred Stieglitz und Skulpturen von Quincy Adams Ward und vielen anderen mehr. 130 Werke sind Leihgaben aus den USA, gezeigt werden auch Beispiele der Native American Art. Eine wirklich sehenswerte Show.

 

Geöffnet Di-So 10-18 Uhr, 1. + 3. Do bis 22 Uhr.…

Da schwebt er! Der Bronzeengel mit dem Gesicht der Malerin Käthe Kollwitz hängt in einer dunklen
Ecke des Domes und ist viel größer als erwartet. Ernst Barlach hat ihn zur 700-Jahr-Feier des Güstrower Domes 1927 geschaffen, er sollte als Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges dienen. „Für mich hat während des Krieges die Zeit stillgestanden. Sie war in nichts anderes Irdisches einfügbar. Sie schwebte. Von diesem Gefühl wollte ich in dieser im Leeren schwebenden Schicksalsgestalt etwas wiedergeben,“ kommentierte Barlach (1870 – 1938) sein Werk. Das Gesicht seiner Kollegin sei ihm eher zufällig auf die Skulptur geraten, behauptete er auch gern. 1937 verunglimpften die Nazis den Schwebenden als ‚entartete Kunst‘, 1941 ließen sie ihn einschmelzen. Die Original-Gussform wurde im Krieg versteckt, und so konnten Nachgüsse entstehen, einer hängt heute in Köln, einer in Schleswig und eben dieser im Güstrower Dom.
Gegenüber steht das John Brinckmann-Gymnasium, in dem der Schriftsteller Uwe Johnson (1934 – 1984) 1952 sein Abitur machte, nachdem er mit Mutter und Schwester fünf Jahre in Güstrow gelebt hatte.…

„Einer der ersten Schritte auf dem Weg, sich selbst besser zu verstehen, besteht darin, all diese Mythologien und Illusionen über ein individuelles Selbst mit freiem Willen hinter sich zu lassen. Die Leute, die an den freien Willen glauben, sind am einfachsten zu manipulieren.“

Der israelische Historiker und Bestseller-Autor Yuval Noah Harari in einem Interview mit der Zeit vom 20. September 2018.…

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

L’Hotel Particulier, Bordeaux

Wie charmant! Vom kleinen Innenhof geht es über verschiedene Stiegen in die Zimmer und Apartments, jedes anders eingerichtet, aber alle mit einer gekonnten Mischung aus modernen Möbeln und Antiquitäten. Die Bäder sind groß und praktisch, das Frühstück akzeptabel. Das Hotel ist sehr ruhig, obwohl es nur hundert Meter bis zur Kathedrale und dem Rathaus von Bordeaux sind. Auf dem schönen Platz davor kann man im Cafe Francais prima mit einem Cafe aux lait sitzen und den Franzosen beim Kirchgang zuschauen. DZ ab ca. 90 Euro.

Foto: L’Hotel Particulier

Pflanzen-Show
Natürlich haben Sie schon davon gehört, dass der rote Fingerhut extrem giftig ist. Weniger als ein Gramm seiner Blätter bringen einen Erwachsenen um. Aber wussten Sie, dass die weiß umrandeten Flecken wie ein Hinweis auf Insekten wirken: Hier gibt’s Nektar? Dabei schaffen es nur die starken Hummeln an die tief sitzenden Staubbeutel zu gelangen.
Bienen sind unglaublicherweise auch in dichten Buchenwäldern unterwegs, denn der zarte kleine Sauerklee mit seinen herzförmigen Blättern produziert reichlich Nektar, den die kleinen Brummer sehr lieben.
Diese und noch viele andere interessante Fakten zu hundert Pflanzen, die man kennen sollte, hat der Schweizer Botaniker Adrian Möhl für sein Buch gesammelt und die Zeichnerin Denise Sonney hat sie alle wunderhübsch porträtiert.
Ein kleiner Nachteil des informativen Buches: Für Nicht-Kenner sind die Pflanzen nach den Zeichnungen kaum zu identifizieren.
Adrian Möhl, Denise Sonney: Deutschlands Flora amabilis – 100 Pflanzen, die Sie kennen sollten, 224 S., Hirmer, 25 Euro Foto: Hirmer

Sterneküche – zum Nachkochen
Der französische Koch Michel Troisgros hält seit 20 Jahren drei Michelin-Sterne und wurde 2018 zum „Besten Koch der Welt“ beim „Chefs World Summit“ gewählt, einem Treffen aller Spitzenköche in Monaco.…

Gundermann

Gerhard Gundermann (1955 bis1998) war in der DDR ein bekannter Poet und Liedermacher – und Baggerfahrer. Der Film erzählt sein zerrissenes Leben rund um die Wendezeit, von seinen Auftritten, seiner Skepsis dem Staat gegenüber, seiner großen Liebe und seinem Verrat. Ein stiller, intensiver Film, der den Zuschauern das echte Leben in der DDR nahe bringt.
Wo der Film wann gezeigt wird finden Sie hier: www.gundermann-derfilm.de/…

Köln: Im Museum Ludwig ist jetzt das fast 10 Meter breite und etwa 7 Meter hohe Bild „Katze“ des früh verstorbenen Künstlers Michel Majerus (1967 bis 2002) zu sehen, das 2017 angekauft wurde. Sein Werk gilt als deutsche Antwort auf die internationale, monumentale Architektur und die expressive Malerei der frühen 1990er Jahre.
New York: Am 3. Dezember hat ein neues Musical am Broadway Premiere: „The Cher Show“ erzählt von 60 Jahren Ruhm, 35 Hits, zwei Ehemännern, einem Grammy, einem Oscar und einem Emmy für die amerikanische Ausnahmekünstlerin Cher.
Berlin: Der Audio Verlag hat gerade die „Edition Simenon“ herausgebracht – sämtliche Maigret-Romane, ungekürzt gelesen von Walter Kreye und andere Romane gelesen von Christian Berkel, Ulrich Noethen und anderen Schauspielern. Preise ab ca. 10 Euro. Am 14. November liest Walter Kreye im Pfefferberg Theater, Schönhauser Allee, Berlin. Anwesend wird auch John Simenon sein, der Sohn Georges Simenons.…

 

  9. November, Hamburg: „Grindel leuchtet“ auch in diesem Jahr wieder. Zur Erinnerung an die Progromnacht vor 80 Jahren stellen die Anwohner des Grindelviertels – und alle, die sonst mitmachen möchten – Kerzen neben die Stolpersteine vor ihren Haustüren. Ab 16 Uhr 30 leuchtet Grindel!

Samstags und sonntags 13 Uhr, Weil am Rhein: Das Vitra Schaudepot bietet an Wochenenden immer um 13 Uhr einen geführten Rundgang durch seine Design-Sammlung auf Deutsch und um 14 Uhr auf Englisch. Zu sehen bekommt man Möbel-Entwürfe von u.a. Alvar Aalto, Charles & Ray Eames, Gerrit Rietveld und Ettore Sottsass.

 

 

15. November: Ein ganz ungewöhnliches Weihnachtsheft liegt ab heute am Kiosk: „Weihnachten – heute so schön wie früher“ bietet natürlich Geschenke, Deko-Ideen und Rezepte, aber darüberhinaus erzählt es in spannenden Reportagen, Biografien und Porträts, in Liedern und Gedichten von dem Weihnachtsgefühl, das wir uns alle wünschen – und das völlig anzeigenfrei.…

Und schon ist es wieder so weit: Weihnachten naht und damit der ewige Geschenke-Terror. Entspannen Sie sich, wir haben schon mal ein paar Vorschläge gesammelt, mit denen Sie sowohl Ihre Mutter, den Liebsten und auch Tante Erika beglücken können:
Ritzenhoff: Ein glänzendes Geschenk nicht nur für Queen Mum – oder Papa, jedenfalls für alle Gin–Freunde. Dieses Glas hat der Designer Shinobu Ito gestaltet, es kostet 24,50 Euro.
Fleur Ami: Die handgefertigten Vasen aus mundgeblasenem Glas in Blau und Violett sind auch ohne Blumen schöne Hingucker. Die kleine kostet 47, die große 84 Euro.
Gmundner Keramik: Die Österreicher schätzen Traditionen, und wir mögen den Toni! Den Skiläufer gibt es in Rot, Grau und Grün, die Espresso-Tasse kostet 30,80 Euro.
Wittkemper living: Ein ziemlich kostbares Geschenk macht man sich vielleicht doch am besten selbst. Die Sterne Caligula aus vernickeltem Edelstahl wiegen 3,5 Kilo und kosten fast 400 Euro. Aber schön sind sie!…

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Sozialistische Unmoral und die römische Kirche – Gegensätze, die sich sanft
ineinanderfügen – können

Anfang der 1980er Jahre sah ich während meiner ersten Reportagen in Budapest immer wieder kleine Autos der Marke Fiat 500, „Cinquecento“. Sie trugen römische Kennzeichen und viele von ihnen waren feuerrot lackiert. Drinnen saß immer ein junges, offensichtlich glückliches Paar. Sie Ungarin, er Italiener.
Auffällig waren die Gefährte schon deshalb, weil es damals in Budapest wenige Autos gab, und diese wenigen kamen aus der Deutschen, Rumänischen oder der Tschechischen Demokratischen Republik, und waren nicht gerade hübsch oder gar lustig – und schon gar nicht rot. Zudem sah man glückliche Auto-Insassen in der ungarischen Hauptstadt ohnehin selten.

Das Glück und des Rätsels Lösung lag in den Genen und der Erziehung der Insassen versteckt.…

Staatsgalerie, Stuttgart, 23.11. bis 10.3. 2019:
Marcel Duchamp
100 Fragen. 100 Antworten.

Henri-Robert-Marcel Duchamp (1887 bis1968) war ein französisch-amerikanischer Maler und Bildhauer, der auch exzessiv Schach spielte.
Besonders bekannt wurde er durch seine Readymades, zum Kunstobjekt erklärte Alltagsgegenstände. In Stuttgart zeigt man jetzt die vielen dem Museum gehörenden Werke wie zum Beispiel den bekannten „Flaschentrockner“ neben bedeutenden Leihgaben aus großen Museen.
Ergänzt wird die spannende Ausstellung mit dem Duchamp-Archiv des Schweizer Forschers Serge Stauffer, der dem Künstler 1960 100 Fragen gestellt, und 100 Antworten erhalten hatte.

Geöffnet Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr.
Foto: Marcel Duchamp, La Bagarre dÁusterlitz (Die Schlägerei von Austerlitz), 1921. Öl auf Holz, Glas, Objekt: 62,8 x 28,7 x 6,3; Holzsockel: 5x 33 x20,2; Gesamthöhe: 67,8cm, Staatsgalerie Stuttgart,
@ Association Marcel Duchamp/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Diesmal: Naumburg

Na endlich! Im dritten Anlauf wurde jetzt der Naumburger Dom als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Wer dieses großartige Ensemble besucht, versteht wirklich nicht, warum es so lange gedauert hat.
Naumburg liegt an der „Straße der Romanik“ mitten in Sachsen-Anhalt, und der Dom ist ein beeindruckendes Beispiel für die Baukunst der Romanik, hat aber auch schon Elemente der Frühgotik. Weltberühmt wurde er wegen der zwölf einzigartigen, lebensgroßen Stifterfiguren, die ein unbekannter Meister geschaffen hat. Unter ihnen die „schönste Frau des Mittelalters“, Uta von Naumburg . Man vermutet, dass es sich um Uta von Ballenstedt (1000? bis 1046), die Ehefrau des Markgrafen Ekkehard II. von Meißen handelt, allerdings sprechen die Krone und ihr Mantel eher dagegen, außerdem war sie schon 200 Jahre tot, als die Figuren geschaffen wurden. Für das 13. Jahrhundert noch völlig unüblich, zeigen alle Stifter realistische Gesichtszüge mit einer außerordentlichen Ausdruckskraft. Utas Gesicht wurde denn auch immer wieder – besonders im Nationalsozialismus – als Sinnbild der reinen, deutschen Frau gesehen.…