Allgemein

„Der Pessimist ist der einzige Mist, auf dem nichts wächst.“

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (73) in einem Interview im Zeit Magazin vom 6.6.2019 Foto: wikipedia

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland udn hat schon weit mehr als 2 Millioen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Schlosshotel Klaffenbach, Chemnitz

Das erwartet man wirklich nicht: Kaum hat man die hässliche Innenstadt von Chemnitz hinter sich gelassen und ist nach Süden gefahren, schon steht man mitten in einem Idyll: dem 1560 vollendeten Wasserschloss Klaffenbach. Der markante Renaissancebau, für rund zwei Jahrhunderte im Besitz der Grafen von Taube, ab 1935 für den Reichsarbeitsdienst und von 1947 bis 1989 als Jugendwerkhof für Mädchen nicht gerade ruhmreich genutzt, wurde von 1991 bis 1995 umfangreich und kenntnisreich saniert. Nun finden im Schloss Konzerte statt, und im U-förmigen Nebengebäude residiert das Hotel mit feinem Restaurant und großer Terrasse im Innenhof mit Blick aufs Schloss. Die Zimmer sind nicht besonders groß, aber stilsicher und behaglich eingerichtet. Und im Schlosspark kann man schön flanieren …                                                           oder Golf spielen. DZ ab ca. 110 Euro Foto: CO

Ab in die Küche

Jetzt ist Apfelzeit!  Die kompakte Frucht ist nicht nur lecker, sie liefert auch reichlich Vitamin A und C, Magnesium und Ballaststoffe. Etwa 30.000 Apfelsorten werden weltweit kultiviert, gerade mal elf davon stellt James Rich, der von einem Apfelhof in Somerset stammt, in seinem Buch vor. Aber die hundert Rezepte aus Familientradition, die der Autor hier preisgibt, können natürlich auch mit anderen Äpfeln zubereitet werden. Huhn-Apfel-Crumble mit Boskop zum Beispiel oder Apfel-Käse-Scones mit Cox Orange. Den Rezepten vorangestellt ist das Kapitel „Alles über Äpfel“ und eine kleine Familiengeschichte des Autors.
James Rich: Äpfel – Rezepte aus dem Obstgarten, 224 S., at Verlag, 25 Euro Foto: at Verlag

 


Auf an die Donau

Angesichts durchhängender Regalbretter in den Buchhandlungen: Braucht die Welt wirklich noch einen weiteren Wien-Reiseführer? Wenn er so kurzweilig und informativ ist wie dieser hier – unbedingt ja. In acht Spaziergängen führt er, nach einer Einleitung mit Basis-Fakten, durch Österreichs geschichtsträchtige Hauptstadt, und als Schmankerl gibt’s zu jedem Abschnitt noch ein Interview mit einem vor Ort lebenden Insider.

Stimmt, es ist erst Oktober, aber Sie wissen ja, der ganz frühe Vogel sammelt schon mal Geschenkideen – müssen ja nicht alle bis Weihnachten warten! Wir haben uns schon mal umgeschaut und hätten da den einen oder anderen Vorschlag:
Für die fitte Großmama gibt es zum Beispiel „Rätsel to go“: ein buntes Büchlein für die Handtasche mit Sudokus, Kreuzworträtseln und Knobeleien (8,95 Euro, Moses). Für Fans des skandinavischen Designs bieten sich die schicken Seifenspender oder das Abwaschset aus Bürstenständer und Spülmittelspender in elegantem Grau, Schwarz oder Weiß an ( Zone). Der Liebsten (oder sich selbst) macht man bestimmt mit einer Keramik-Pfanne eine große Freude, hat sie doch ein integriertes Öl-Dosiersystem. So hat man nie zu viel Fett in der Pfanne (ab ca 60 Euro, ELO).  Für die verwöhnten Schwiegereltern schließlich wäre bestimmt ein Joouly richtig. Der ist einerseits eine Leuchte, die in neun verschiedenen Farben strahlt, andererseits ist er ein Cooler für zwei Weinflaschen gleichzeitig, drittens ist er eine Box, über die man per Handy seine Lieblingsmusik in den Garten überträgt, und viertens kann man ihn als Blumenvase nutzen und am Griff durch die Gegend tragen.…

12. Oktober bis 5. Mai 2020:

Zum 25.Geburtstag des Groninger Kunstmuseums  wird eine große Schau „Mondo Mendini – the world of Alessandro Mendini“ gezeigt. Der vergangenen Februar gestorbene Mendini, einer der Pioniere des modernen italienischen Designs, hat das Museum damals zusammen mit Michele de Lucchi, Philippe Starck und Coop Himmelb(l)au gebaut. Die Ausstellung hat der gebürtige Mailänder kurz vor seinem Tod noch selbst zusammengestellt. Foto: Museum

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Die Grenzöffnung Ungarns in Richtung Österreich, vor                                                      30 Jahren  – und die Vorgeschichte

Es begann bereits nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die damalige Sowjetunion beklagte mit 37 Millionen Toten den größten Menschenverlust. Staats- und Parteichef Stalin wollte so etwas für alle Zukunft verhindern. So entstand, nach Verhandlungen mit den anderen Siegermächten, ein Schutzwall vor der Westgrenze der UdSSR aus Ländern, auf die er somit Einfluss bekam. Zu diesem „Ostblock“ gehörten Polen, die DDR, die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Dort gelang es Stalin, eine Art europäischen Sozialismus unter seiner Überwachung einzuführen. Natürlich gab es Widerstand. Den ungarischen Aufstand 1956, darauf die Rache der Partei mit Hinrichtungen; den ebenfalls zerschlagenen Prager Frühling 1968. Doch Jahre später dann der allererste Erfolg mit weitreichender Wirkung zumindest für Polen: Die Gründung der freien Gewerkschaft Solidarnosc 1980.…

Royal Museums der schönen Künste, Brüssel, 11.10. bis 9.2.2020:
Dali & Magritte in Brüssel

Im Frühling 1929 lernten sie sich kennen: Der Katalane Salvador Dalí traf den Belgier René Magritte in Paris. Im selben Jahr besuchte Magritte Dali in seinem Heimatort Cadaqués und lernte dort auch Paul Éluard, Joan Miró und Luis Buñuel kennen. Es wurde ein surrealistischer Sommer. Das Brüsseler Museum zeigt jetzt mehr als hundert Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Filme und Objekte der beiden, und dokumentiert damit, wie sehr sich die großen Surrealisten beeinflussten.

Foto: Salvador DALÍ – “The Path of the Enigma” (ca. 1981) | Work loaned by the Fundació Gala- Salvador Dalí, Madrid |
© Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí, Figueres

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Ein wahrhaft malerisches Städtchen: Céret, 35 km südwestlich von Perpignan und 180 km nördlich von Barcelona gelegen, hat nur knapp 8000 Einwohner und ist in Frankreich wegen seiner sehr früh reifen Kirschen – das erste Körbchen bekommt traditionell der Staatspräsident – und sein exzellentes Kunstmuseum bekannt. Aber das mittelalterliche Städtchen ist auch aus anderen Gründen sehenswert.
Da ist zuerst einmal die Teufelsbrücke, Pont du Diable, erbaut 1321 bis 1341, die einen einzigen Bogen über 45 m spannt und damit im Mittelalter die größte halbkreisförmige Bogenspann-Steinbrücke der Welt war. Wenn man auf die Stadt zufährt, sieht man sie links neben der Autobrücke von 1939, rechts eine steinerne Eisenbahnbrücke von 1883. Ihren Namen hat sie übrigens dank der Legende, dass der Teufel die Brücke in einer einzigen Nacht aufgebaut haben soll.
Am Rande der Altstadt mit ihren schmalen Gassen gibt es große Parkplätze, in der Stadt ist man am besten zu Fuß unterwegs.…

„Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale.“

Der Maler Pablo Picasso (1881 bis 1973), zitiert auf www.spruch-des-tages.org.
Foto: wikipedia

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck ist kostenpflichtig: www.butschkow.de

Hotel Barcelo, Bilbao

Das famose Guggenheim Museum kann man vom Hotel aus zwar nicht sehen, aber zu Fuß ist man in zehn Minuten dort. Museum und Hotel liegen an verschiedenen Seiten des Flusses Ria, an dem man auf einer breiten Promenade spazieren kann. Die Hotelzimmer sind behaglich eingerichtet, die Bäder ausreichend groß, das Frühstücksbüfett lässt nichts zu wünschen übrig, und die Bar in der Lobby lockt mit kühlen Cocktails. Vor dem Hotel steht übrigens eine (fast) lebensgroße Kuh!
DZ ab ca. 130 Euro Foto: CO

Spannende Blicke hinter berühmte Fassaden

Wußten Sie, dass der Einsteinturm in Potsdam die Relativitätstheorie darstellen soll? Und dass das Taj Mahal im indischen Agra ein gewaltiges Mausoleum ist, das ein Groß-Mogul im 17. Jahrhundert für seine verstorbene Lieblingsfrau errichten ließ? 50 markante Gebäude aus der ganzen Welt werden in diesem Buch vorgestellt – das National Museum of African American History and Culture in Washington mit seinem filigranen Fassaden-Gitter ebenso wie die Hagia Sophia in Istanbul, die zwischen 532 und 562 erbaut, aber erst 1453 zur Moschee geweiht wurde. Der Clou des schönen Bandes: die 3D-Zeichnungen, in denen der Illustrator Robbie Polley überaus plastisch zeigt, wie das Innenleben all dieser großartigen Gebäude aussieht.
John Zukowsky: Architektur – Einblicke in Konstruktion und Details, 304 S., Prestel Verlag, 45 Euro
Foto: Prestel

Neugierige Blicke in appetitliche Töpfe

 

Ganz unbekannt ist die orientalische Küche bei uns ja nicht mehr, aber wer kann schon Rote-Beete-Mutabal oder Kishkamel-Moussaka zubereiten?…

 

Klosterwelten: Wahrscheinlich kennen Sie das Leben im Kloster auch nur aus dem Fernsehen. „Um Himmels Willen“ kann man da nur sagen, denn dass es hinter Klostermauern ganz anders zugeht, kann man jetzt in einem Sonderheft der Steyler Missionare „Klosterwelten“ nachlesen. In dem gut gemachten Heft erzählt der Pater Anselm Grün von seinen täglichen Ritualen, man bekommt einen Einblick in paradiesische Klostergärten und erfährt, welches Kraut wogegen gewachsen ist. Für 4,90 zu beziehen über www.klosterwelten-magazin.de.

Knallbunte Küchen : Seit zehn Jahren stellt die Firma „Popstahl“ individuelle Küchen aus Stahlblech her, und die können in den schönsten Farben geliefert werden. Von leuchtendem Sonnengelb über Grasgrün bis zu Himmelblau ist alles möglich. Fotos: Hersteller

8. September: Am Tag des offenen Denkmals  sind ca. 8000 deutsche Denkmale für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Programm kann auf der Website nach Regionen, Gattungen und auch nach barrierefreiem Zugang durchsucht werden.
14. bis 22. September: In London veranstaltet Englands Star-Designer Tom Dixon in seinem Cool Office in Kings Cross das Event „TouchySmellyFeelyNoisyTasty“  mit Workshops, Podiumsdiskussionen und Parties, bei denen er seine neuesten Entwürfe vorstellt. Anmelden kann man sich unter press@tomdixon.net…

Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Webseite www.ungarnaktuell.de , außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com 

Das Hauptpostamt in Budapest und die Großbuchstaben
Das Amt für den Postverkehr liegt an der brüllend lauten Großen Ringstraße in einem riesigen, heruntergekommenen Gebäude. Es ist auch für mich zuständig. Und weil mir meine Verwandtschaft meine Post aus Hamburg per Einschreiben nachschickt, bin ich dort häufiger Gast. Der riesige, längliche Saal für „benachrichtigte Sendungen“ (welch ein Unsinn!) besteht aus einem breiten Gang von ca. drei mal dreißig Metern, in dem die Kundschaft mehr oder weniger geduldig wartet, und einem genauso langen aber dreimal so breiten Raum, darin ein Durcheinander von Briefen und Paketen teils in Regalen, teils am Boden. Zwischen den beiden Teilen eine lange Theke mit offenen Schaltern und den Postangestellten dahinter.

Vor Parlamentswahlen bekommen die Rentner des Bezirks vom Ministerpräsidenten regelmäßig je 10.000 Forint (33.-€) geschenkt, die sie in ebendiesem Raum abholen können.…

Deichtorhallen, Hamburg, 13.9. bis 5.1.2020:
Baselitz, Richter, Polke, Kiefer –
Die jungen Jahre der alten Meister

Mehr als hundert Gemälde der vier großen Maler zeigt die Ausstellung in den Deichtorhallen, die vorher in Stuttgart bewundert wurde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war jedenfalls schwer begeistert, als er die Ausstellung dort eröffnete. Thema sind die Frühwerke der Künstler, beginnend 1959 mit Georg Baselitz und endend 1977 mit Anselm Kiefer; der Schwerpunkt liegt in den 60er Jahren.
Mit dieser Ausstellung feiern die Deichtorhallen nicht nur ihr 30-jähriges Jubiläum, sondern auch 30 Jahre deutsche Einheit.

Foto: Georg Baselitz, Ein Grüner zerrissen, 1967 
Öl auf Leinwand, 162 x 131,5 cm
Staatsgalerie Stuttgart
© Georg Baselitz 2019

Wie der Name Greifswald entstanden ist, darüber gibt es mehrere Vermutungen. Die hübscheste geht so: Die Mönche des Klosters Eldena , das 1199 unter dem Namen Kloster Hilda an der Mündung des Flusses Ryck gegründet worden war, schickten eine Abordnung aus, die einen guten Platz für eine Stadtgründung suchen sollte. Sie lief am Fluss entlang durch den Wald und stieß bald auf eine Lichtung, auf der ein Greif (Wappentier aus Adler und Löwe) brütete. Das war der richtige Platz!
Der Wald ist längst abgeholzt, und Greife hat man hier auch schon lange nicht mehr gesehen, dafür gibt es jetzt jede Menge Studenten.

Die Uni wurde schon 1456 gegründet und ist damit eine der ältesten in Mitteleuropa. Die heute über 10000 Studenten stammen aus über 90 Ländern, was die Stadt lebendig und sehr international macht.
Das Hauptgebäude der Uni mit einer barocken Aula und einem noch immer zu besichtigenden Karzer wurde zwischen 1747 und 1750 errichtet, die Bibliothek daneben hat Martin Gropius von 1880 bis 1882 gebaut.…

„Je älter man wird, desto früher ist es spät.“

Anonymus, verewigt auf einer Postkarte.
Foto: wikipedia

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

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