Filme

Leid und Herrlichkeit

Das Überraschende ist die Stille. Hat man überhaupt schon mal einen so stillen Film von Pedro Almodóvar gesehen?
Es geht um den alternden, schwulen Regisseur Salvador Mallo (grandios gespielt von Antonio Banderas), der nicht mehr arbeiten kann, der unter grässlichen Schmerzen leidet und deshalb drogenabhängig wird, der seine Mutter vermisst (wie immer entzückend: Penélope Cruz) und sich an seine Kindheit, seinen langjährigen ersten Liebhaber und seine Anfänge in der Filmbranche in Madrid erinnert. Die poetische, subtil erzählte Geschichte wird als Biografie des Regisseurs interpretiert. Mehr dazu: www.filmstarts.de/kritiken/264147.html

Der Trafikant

Wunderbar besetzt und bis ins Detail liebevoll ausgestattet kommt die Verfilmung des großartigen Buchs von Robert Seethaler „Der Trafikant“ doch nicht an die Vorlage heran. Das liegt an den mythischen Traumsequenzen, die der Regisseur dem Text hinzu gefügt hat, und die in meinen Augen völlig überflüssig, manchmal sogar ärgerlich sind.

Aber Bruno Ganz als Sigmund Freud ist trotzdem absolut sehenswert. https://tobis.de/film/der-trafikant

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Gundermann

Gerhard Gundermann (1955 bis1998) war in der DDR ein bekannter Poet und Liedermacher – und Baggerfahrer. Der Film erzählt sein zerrissenes Leben rund um die Wendezeit, von seinen Auftritten, seiner Skepsis dem Staat gegenüber, seiner großen Liebe und seinem Verrat. Ein stiller, intensiver Film, der den Zuschauern das echte Leben in der DDR nahe bringt.
Wo der Film wann gezeigt wird finden Sie hier: www.gundermann-derfilm.de/…

Menashe

Er schlurft etwas nachlässig durch sein schwieriges Leben: Menashe Lustig ist gerade Witwer geworden, hat permanent Ärger mit seinem Chef im Supermarkt und seine jüdische Gemeinde in Brooklyn und sein Rabbi wollen ihn zwingen, schnell neu zu heiraten, sonst muss sein pfiffiger Sohn Lieven in einer Pflegefamilie aufwachsen. Menashe wehrt sich.

Der stille Film des liberalen Juden Joshua Weinstein, der eigentlich Dokumentarfilmer ist, wurde mit Laiendarstellern gedreht, und der unkonventionelle, witzige Menashe Lustig spielt sich selbst. Ein beklemmender Blick in die völlig fremde Welt einer geschlossenen, jüdisch-orthodoxen Gemeinde im heutigen New York.

Wo der Film wann gezeigt wird finden Sie hier: http://mindjazz-pictures.de/kinotermine/

Foto: Veranstalter…

Book Club:

Vier lesefreudige Freundinnen im besten Alter, gespielt von Jane Fonda (81), Diane Keaton (72), Candice Bergen (72) und Mary Steenburgen (65), besprechen seit vielen Jahren Bücher miteinander, die sie gelesen haben. Als es dann um den Sado-Maso-Bestseller „Fifty Shades of Grey“ geht, verändert sich das (Liebes)Leben der vier grundlegend – nicht zuletzt, weil die männlichen Parts von bewährten Alt-Stars wie Andy Garcia, Don Johnson, Ed Begley Jr. und Craig T. Nelson gespielt werden. Schön, sie alle mal wieder zu sehen. Die flotte Komödie hat ihren Kinostart am 12. September.

Foto: Veranstalter