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„Keine künstliche Intelligenz wird mir das wohlige Gefühl von ner Pulle Rotwein im Kopp und Kartoffelpüree geben.“   

Fernsehkoch Tim Mälzer auf einer Konferenz in Hamburg, zitiert auf media.deam 9. Mai.

Foto: meedia

 

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in  Nordfriesland und hat schon weit mehr
als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Berghotel zum Edelacker, Freyburg, Unstrut

Am schönsten sitzt man auf der Terrasse hoch über dem hübschen Ort Freyburg an der Unstrut. Man schaut über sanfte Hügel ins Flusstal, hat die Reben des Weins vom nächsten Jahr vor Augen und kann dabei Kabeljau in Riesling oder Schweinemedaillons unter einer Bärlauchkruste genießen.
Die Zimmer des Berghotels sind ebenso zweckmäßig wie bequem eingerichtet, die Bäder praktisch, und das Frühstücksbüfett ist einladend bestückt mit allem, was morgens gut tut: Säfte, Brötchen, Eier, Wurst, Käse, Marmelade, Kaffee, Tee und Obst.  In Freyburg kann man übrigens die Sektkellerei Rotkäppchen besichtigen, und die schöne Stiftsdame Uta im Naumburger Dom ist auch nur 13 km entfernt. DZ ab ca. 118 Euro. Foto: Burghotel zum Edelacker

Von knisternden Chipstüten

Warum machen Chipstüten extra laute Knister-Geräusche, wenn man sie öffnet? Und warum halten wir ein Dessert auf einem weißen Teller für süßer als auf einem dunklen? Warum schmeckt teurer Wein vermeintlich besser als billiger? Mit all diesen und vielen anderen Fragen setzt sich der Professor für Experimentalpsychologie an der Universität Oxford in seinem Buch „Gastrologik“ auf höchst amüsante Weise auseinander. So erfährt man, dass bei lauten Hintergrundgeräuschen, wie zum Beispiel im Flugzeug, nicht mehr wahrgenommen wird, wie süß Kekse und wie salzig Chips wirklich sind, und dass man von kleinen Tellern weniger isst als von großen. Ein rosafarbenes Getränk wiederum kommt uns süßer vor als ein grünes, selbst wenn dieses 10 Prozent mehr Zucker enthält. Und eine Fertigbackmischung verkauft sich besser, wenn man noch ein Ei (oder anderes) hinzufügen muss, als wenn es ganz fertig aus der Packung kommt. In diesem Buch erfährt man jede Menge über uns Essende, was man bisher nicht wusste.…

Bis 30. November 2019: „Robert Schad – von Ort zu Ort“ ist ein sehenswertes Skulpturenprojekt mit 60 Stahl-Skulpturen des 1953 in Ravensburg geborenen Künstlers in der Region Bodensee-Oberschwaben. Hier können Sie die Kunst besuchen: www.schad-oberschwaben-skulptur.de
18. und 19. Juni: In der Königlichen Gartenakademie in Berlin kann man die Grundprinzipien der Beetgestaltung kennen lernen und dann einen Pflanzplan für sein eigenes Beet erstellen. Schnell anmelden: info@koenigliche-gartenakademie.de

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Moooi: Bei den New Yorker Designtagen stellte der niederländische Hersteller den Liberty Table aus amerikanischer Walnuss und den Kronleuchter Plant Chandellier mit Ästen aus Metall  vor.
Birkenstock: Nach den gesunden Schuhen nun also Betten zum rundum Wohlfühlen, der hessische Hersteller, 1774 gegründet vom Schumacher Johann Adam Birkenstock, bleibt nicht bei seinem Leisten und hat jetzt das Luxusbett Canberra, mit handgenähtem Anilin-Leder bezogen, vorgestellt.
Fermob: Die Outdoor-Lampenfamilie Balad hat Zuwachs bekommen. Die Miniversion ist nur 12 cm groß, hat drei Lichttemperaturen und leuchtet 10 bis 14 Stunden bis zur nächsten Aufladung.

 

 

 

 

 

Fotos: Hersteller

 

Heiraten am Strand: Das Standesamt auf der Nordseeinsel Juist bietet jetzt auch Trauungen am Strand an. Romantischer geht’s ja gar nicht!
Mehr Möbel kaufen:  Die Creditplus Bank hat bei einer repräsentativen Befragung von 2000 Teilnehmern über 16 Jahren herausgefunden, dass 52% der Deutschen in den nächsten drei Monaten Wohnzimmermöbel anschaffen wollen, 40% planen den Kauf eines neuen Betts. Quelle: https://bit.ly/2Z1EY7T
Neue Heimat für Bienen: Den bedrohten Tieren kann man helfen, wenn man ihre Lieblingsblumen in den Garten oder auf den Balkon pflanzt, also Lavendel und Kapuzinerkresse, Lupine und Astern, Efeu und Ringelblumen, Salbei, Rosmarin und Thymian. Mehr dazu: www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben

Handschriften: Wie sah wohl die Handschrift von Franz Kafka aus? Oder die von Henri Matisse? Oder Rasputin? Der Brasilianer Pedro Correa do Lago hat sie alle erworben, mehr als 100 000 Schriftproben umfasst seine Sammlung. 140 davon aus etwa 900 Jahren kann man jetzt in dem Band „Zauber der Schrift“ der Kuratorin für historische Manuskripte, Christine Nelson, anschauen.…

Guggenheim, Bilbao, noch bis 9.9.2019.:
Gerhard Richter

Seestücke

 

Falls es einen Grund mehr braucht, diese großartige Stadt (siehe unten) zu besuchen, hier ist er: Das Guggenheim Bilbao zeigt Gerhard Richters „Seestücke“. Der Künstler (geb. 1932) gilt als „Picasso des 21. Jahrhunderts,“ seine Werke erzielen gigantische Preise auf Auktionen. Bereits 1968 entstanden die ersten Seestücke, nach Fotos in Schwarzweiß gemalt und dann verwischt, bis 1998 sollten es insgesamt 22 werden, in verschiedenen Größen und Formaten, später auch in Farbe und unterschiedlichen Stilen. „Einige meiner Bilder“, sagte Richter 1999 in einem Interview, „sind eine Hommage an Caspar David Friedrich.“

Geöffnet Di bis So 10 bis 20 Uhr.
Foto: Gerhard Richter, Seascape [Seestück], 1998 Oil on canvas 290 x 290 cm Guggenheim Bilbao Museoa © Gerhard Richter, VEGAP, Bilbao, 2019

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Ganz schön mutig war das, was man Anfang der 1990er Jahre in Bilbao entschied. Die Industriestadt hatte lange von ihren Stahlwerken, dem Hafen und ihren Banken gelebt, doch die Zeiten waren vorbei. Also beschloss die Stadtregierung mit Bürgermeister Inaki Azkuna (1943 bis 2014) Spektakuläres, um die Stadt wieder attraktiv zu machen:
Sir Norman Foster, der große britische Architekt, wurde mit dem Bau einer Untergrundbahn beauftragt, deren Ausgänge von der Bevölkerung heute liebevoll „Fosteritos“ genannt werden. Der berühmteste spanische Architekt Santiago Calatrava entwarf die dynamische Fußgänger-Brücke „Zubizuri“  über den Nervion, und  die irakisch-britische Architektin Zaha Hadid baute ein Bankgebäude.

Und das absolute Highlight, das sensationelle Guggenheim Museum, stammt vom kalifornischen Architekten Frank O. Gehry. Die Stadt hat sehr viel Geld in die Hand genommen – etwa 100 Millionen Dollar – und mit dem legendären Direktor Thomas Krens des Guggenheim Museums New York einen 20-Jahres-Vertrag geschlossen: Bilbaos Museum gehörte zur Guggenheim Familie, wurde von dort bespielt und die Stadt zahlte alles.…

„Ich will, dass Ihr in Panik geratet.“   

Die sechzehnjährige schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in ihrer Rede vor „der selbsternannten globalen Elite“ beim Weltwirtschaftsforum  im Januar in Davos, zitiert in der Süddeutschen Zeitung vom 27. April 2019.
Foto: wikipedia

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in  Nordfriesland und hat schon weit mehr
als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Hotel Schloss Gamehl, Gamehl bei Wismar

Wer Ruhe sucht, der ist hier richtig. Der winzige Ort Gamehl hat nur eine Bushaltestelle, ein paar Häuser – und eben das Schloss. Das ist seit 600 Jahren – mit Ausnahme der DDR-Zeit – im Besitz der Familie von Stralendorff. Allerdings wurde der jetzige Bau erst 1860 errichtet, nachdem das alte Schloss abgerissen worden war. Im Jahr 2000 wurde es grundsaniert und in ein Hotel umgewandelt. Die neunzehn Zimmer und Suiten sind groß und hell und gemütlich eingerichtet.
Für das üppige Frühstück sollte man sich viel Zeit nehmen. Wintergarten, Terrasse und der wunderbare Garten laden zum Verbummeln eines ganzen Tages ein; wer lieber reitet, Golf spielt oder Fahrrad fährt, wird auch nicht enttäuscht. Abends bietet das ausgezeichnete Restaurant lokale Spezialitäten. Und wem partout nach noch mehr Abwechslung ist: Wismar und Kühlungsborn sind nicht weit.
DZ ab ca. 90 Euro. Fotos: CO

Hier spielte die Musik

Sein Haus „Wahnfried“  in Bayreuth bezeichnete Richard Wagner während der zweijährigen Bauzeit von 1872 bis 74 mehrfach als „Ärgersheim“, da die Presse regelmäßig über eine „Luxusvilla“ berichtete. Da wollten Kollegen nicht zurückstehen: Das Jugendstilhaus von Richard Strauss in Garmisch Partenkirchen, das er sich 1907/08 von den Tantiemen für seine Oper Salome bauen ließ, zeugt bis heute von seinem Bedürfnis, all seine Kostbarkeiten nah bei sich zu haben. Und auch Franz Lehar bevorzugte einen opulenten Einrichtungsstil in seiner Villa in Bad Ischl, die er 1912 gekauft hatte. Georg Friedrich Händel wiederum wohnte in London gleich neben Jimi Hendrix, allerdings in einem anderen Jahrhundert.
Das Buch Komponistenhäuser bietet Biografien und Geschichten über 27 berühmte Komponisten und zeigt in schönen, stillen Fotos ihre Häuser und Wohnungen. Nicht nur für Musikliebhaber ein sehenswerter Band.

Bodo Plachta (Text), Achim Bednarz (Fotos): Komponistenhäuser – Wohn- und Arbeitsräume berühmter Musiker aus fünf Jahrhunderten, 192 S., DVA, 50 Euro.…

Die Mailänder Möbelmesse im April hat wieder jede Menge Neuheiten gezeigt. Eine Auswahl zeigen wir hier von links nach rechts:
1. Sessel Corallo mit passendem Fußhocker von Bonaldo
2. Sitzgruppe Carator von Maxalto
3. Sofalandschaft Dock von B&B
4. Sessel Italic von Driade, Design Fabio Novembre
5. Liege Wireflow von Driade, Design Michel Rojkind
6. Sofa Erica von B&B outdoor
7. Esszimmerstuhl You low Armchair von Coedition, Design Nichetto Studio
8. Sofaliege Ribes von B&B outdoor
9. Esstisch mit Stühlen Twiggy von Woodnotes, Design Ilkka Suppanen
10. Teppich Indigo Macaque von Moooi
11. Bett Ella mit Kopfteil Flair von Schramm
12. Leuchte Nightbloom von Lladro, Design Marcel Wanders
13. Leuchte  OOP’Sala von Ingo Maurer Fotos: Hersteller

Bauhaus Design: Die Online-Plattform cultous.de hat jetzt eine neue Rubrik: Bauhaus Design. Dort findet man Teppiche von Gunta Stölzl und Anni Albers, KPM Vasen mit Bauhaus Dekor, kleine Gliederpuppen nach Oskar Schlemmer und sein berühmtes Gemälde der Bauhaus-Treppe.
Novum: Den Kollegen der Zeitschrift Novum – World of Graphic Design ist wieder einmal etwas ganz Besonderes gelungen: In ihrer neuesten Ausgabe gibt es viel zu schauen und zu fühlen, sie zeigen Beispiele zum Thema „Packaging“ und was im Print Bereich heute alles möglich ist.
Krabben fischen: Mal auf große Fahrt mit Fischern gehen? In Büsum kein Problem: Gruppen ab 20 Personen können mit der MS Hauke rausfahren und Seesterne, Krebse, Krabben und anderes Meeresgetier mit Netzen aus den Fluten ziehen. Bis auf die Krabben geht alles zurück ins Wasser. Die Krabben werden sofort gekocht, gepuhlt und aufgegessen. Schulklassen sind willkommen. Foto: Cultous…

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website ,www.ungarnaktuell.deaußerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

                 Unterricht in Diskriminierung & Viktors seltsame Reisen

Attila ist zwanzig Jahre jung, will Sozialarbeiter werden und studiert das Fach in Budapest. Er kommt gut voran, seine Lehrer mögen ihn, besonders der, mit dem Attila eine gewisse Ähnlichkeit hat: dichte schwarze Locken und eine gräulich-braune Haut. Beide sind Roma. Und das ist im Ungarn von heute nicht lustig.
Attila wird nur allzu oft von Polizisten auf der Straße angehalten und muss seinen Personalausweis zeigen, dazu erklären, wohin er gehe und auch schon mal seine Taschen leeren. Kürzlich, als er mit seinem Lehrer unterwegs war, musste der sogar seine Schuhe ausziehen, um zu beweisen, dass er dort kein Rasiermesser oder eine andere Waffe versteckt hatte.…

Bundeskunsthalle, Bonn, 17.5. bis 15.9.2019.:
Goethe – Verwandlung der Welt +
Goethes Gärten

Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832) war bekanntlich nicht nur Deutschlands größter Dichterfürst, er war auch Jurist und Minister, beschäftigte sich mit Farbenlehre, Mineralogie, Botanik und Geologie. Nur folgerichtig also, dass die Bundeskunsthalle seiner Persönlichkeit, seinem Werk und seiner Nachwirkung jetzt eine große Schau widmet, in der Beispiele aus Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Theater, Film und Musik gezeigt werden. Mit dabei sind Werke von Caspar David Friedrich, Auguste Rodin, William Turner, Paul Klee, Andy Warhol und Ólafur Elíasson.
Gleichzeitig gibt es auf dem Dach der Bundeskunsthalle eine Landschaft zu sehen, die die zentralen Motive der Gärten Goethes in Weimar nachempfindet. In seinem Anwesen an der Ilm legte der Dichterfürst damals nicht nur einen Nutzgarten mit Obst und Gemüse an, er plante auch einen kleinen englischen Landschaftsgarten und Blumenbeete für seine botanischen Experimente.

Geöffnet Di + Mi 10 – 21 Uhr, Do bis So 10 bis 19 Uhr bis 22 Uhr.…

Am besten fährt man mit der U4 bis zum nagelneuen Endbahnhof „Elbbrücken“, der vom Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner gebaut und am 6. Dezember letzten Jahres eröffnet wurde. Er erinnert mit seiner eleganten Struktur an ähnliche Bauten des spanischen Architekten Santiago Calatrava und ist wirklich sehenswert.
Daneben entsteht ein neuer S-Bahnhof an der Linie vom Hauptbahnhof nach Harburg.
Wenn man aus dem schicken U-Bahnhof tritt, steht man erst einmal auf einer gigantischen Baustelle rund um einen Stichkanal der Elbe mit dem Baakenhafen und davor dem noch zu bauenden Amerigo-Vespucci-Platz. An der rundherum führenden Versmannstraße entsteht bis 2030 das letzte Stück der Hamburger Hafencity mit vielen Wohnungen, Büros und Geschäften. Die wird dann 127 ha groß sein, 7500 Wohnungen für etwa 15 000 Menschen und bis zu 45 000 Arbeitsplätze bieten, und soll (Elphi und Maritimes Museum, Hafencity-Uni und verschiedene andere Bildungseinrichtungen inklusive) ein hoffentlich lebendiges Wohnquartier werden.
Seit 2016 leben hier allerdings noch bis 2020 in einem Containerdorf mitten in der Einöde an der Kirchenpauerstraße etwa 700 Flüchtlinge.…

„An Indien mag ich die Kultur der Nachhaltigkeit und des Respekts. Ich kenne niemanden dort, der Schuhe oder einen Toaster wegwirft, weil sie kaputt sind. Stattdessen werden Dinge repariert… Ich frage mich, warum wir im Westen (….) allem huldigen, was neu ist. Warum brauchen wir ein neues Smartphone – nur weil es neu ist?.“   

Die indische Designerin Nipa Doshi, die mit ihrem Mann Jonathan Levien in London lebt und zusammen mit ihm als Duo Yoshi Levien u.a. für B&B Italia entwirft, im ZEIT Magazin vom 17. Januar 2019. Foto: doshilevien

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in  Nordfriesland und hat schon weit mehr
als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

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