Archiv für die Rubrik ‘Hotel’

Neu ist die Idee natürlich nicht, reizvoll bleibt sie trotzdem: Einzelne Künstler schmücken ein ganzes Hotel mit ihren Werken. Im Leipziger Art’otel ist das die Malerin Anna Tessenow, geboren 1978 in Mecklenburg und bis 2005 Meisterschülerin bei Prof. Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Ihre intensiven Porträts bekannter und unbekannter Menschen und ihre fröhlich-pastelligen Gebäude-Bilder hängen in Fluren und Räumen des Hotels.

Die Zimmer sind funktional und modern-schlicht eingerichtet (Allerdings fragt man sich, warum der Brückenschrank, unter dem man schläft, ein Rollbrett für den Fernseher hat, wenn der sinnvoller Weise auf dem Schreibtisch steht). Das …

„Woman-Friendly Rooms“ im Hotel Leonardo München + Berlin 

Eigentlich kann man sich schlecht vorstellen, dass die anderen Zimmer in den Leonardo Hotels in München und Berlin bewusst „Woman-Unfriendly“ eingerichtet sind. Diesen Eindruck wollte der Designer Andreas Neudahm, der für die Ausstattung verantwortlich ist, natürlich nicht erwecken. Er mchte vielmehr alleinreisenden Geschäftsfrauen Räume bieten, in denen sie nach einem anstrengenden Tag ausspannen können. Und weil Frauen das eben anders als Männer machen, gibt’s hier zum Beispiel „Frauenzeitschriften, Gelbrille, flauschigen Bademantel und großen Schminkbereich mit Vergrößerungsspiegel und alles in dezenten Farben.“ Dazu werden Prosecco und Wärmesocken, Beautydrinks (was’n das?) und Kuscheldecken, …

Wenn man von Norden kommt, erreicht man Bozen nicht weit hinter der Grenze zu Österreich, und doch spürt man sofort den lässigen Charme italienischer Städte. Kommt man von Süden, aus einem der chaotischen, lauten Orte Norditaliens, dann fühlt man sich gleich an die Eleganz und den Stil einer ehemaligen Monarchie erinnert. Es ist eben wieder einmal eine Frage der Perspektive. Aber egal, Bozen ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Am besten parkt man am Walther Platz oder sogar in der Tiefgarage unter ihm, dann ist man gleich mittendrin. Der attraktive Platz ist nach Walther von der Vogelweide benannt, dem …

Manche werden es altmodisch finden, das Dom Hotel in Köln. Aber sein ganz eigener Charme nimmt einen sofort für das Hotel ein. Der Service agiert diskret und perfekt. Die Lage mitten in der Altstadt ist erstklassig: gegenüber der gewaltige Dom, dahinter der Hauptbahnhof und rechts der Rhein. Von den meisten der elegant eingerichteten Zimmer mit modernstem Komfort hat man den direkten Blick auf den Dom, das Römisch-Germanische Museum und natürlich den lebendigen Domplatz. …

Wer die Ostsee mag, der ist hier richtig: Vorn das Meer mit breitem Sandstrand und langem Spazierweg auf der Promenade, hinten der große Stadtwald mit riesigen alten Bäumen. Das Hotel Vier Jahreszeiten im schönen Badeort Kühlungsborn, der 1938 durch den Zusammenschluss dreier Dörfer entstand, residiert in drei Jugendstilvillen. Es bietet gemütlich eingerichtete Zimmer, Suiten und Appartements in einem Neubau. Üppig gefrühstückt wird in der „Orangerie“, abends lockt das Restaurant „Seaside“ mit köstlichen Fischgerichten und die Bar mit Kamin und ausgesuchten Weinen. DZ mit Frühstück ab 105 Euro . Foto: ostsee-reisen.de

Klaus K? Warum heißt ein Hotel in Helsinki Klaus K? Warum nicht Paul P? Oder Robert R? Natürlich gibt es einen Grund: Im „Rake Building“ von 1882 residierte nach einer Deutschen Schule für Mädchen und einem Musikinstitut ab 1938 eine Pension mit Restaurant namens Klaus Kurki, benannt nach dem Besitzer. 2005 übernahm das junge Hotelierspaar Mia und Marc Skvorc – sie Finnin, er Amerikaner – das Haus. Die beiden wollten ein modernes Design-Hotel daraus machen und gleichzeitig finnische Traditionen bewahren. So ließen sie von den kreativsten Köpfen des Landes Einrichtungskonzepte nach Motiven aus dem National-Epos Kalevala entwickeln, einer mystischen Erzählung …

Hat nicht jedes Mädchen schon mal davon geträumt, Prinzessin zu sein? Und in einem herrlichen Schloss zu wohnen, umsorgt von vielen dienstbaren Geistern? Im Hotel Maximilian in Regensburg kann man sich den Traum erfüllen, denn das Haus ist ein Schloss im Neo-Rokoko-Stil. Wunderbar verschnörkelt, mit Stuckdecken und Kronleuchtern, aber erst 1891 gebaut. Die Zimmer haben natürlich den Standard von heute. Das Hotel liegt am Rande der Altstadt, alles Sehenswerte (siehe unten) ist zu Fuß erreichbar. Nur die Maximilianstraße um die Ecke sollte man meiden, die ist ziemlich scheußlich. DZ ab ca. 135 €.

Fotos: Hotel Maximilian

Sie buchen ein Zimmer und bekommen zwei, Sie schauen beim Zähneputzen in den Garten und der steht senkrecht. Das kann nur das „Casa Camper“ in Barcelona sein, denn dort hat jedes Zimmer noch einen kleinen, extra Wohnraum mit Fernseher, Sofaecke und Hängematte, allerdings erreicht man ihn nur über den Flur, den alle benutzen. Der Waschtisch steht vor einem großen Fenster mit Blick in einen 18m hohen, vertikalen Mini-Palmengarten.
Das Hotel mit seinen 25 Zimmern und fünf Suiten liegt mitten im  Altstadtviertel El Raval, von der Dachterrasse hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Vorbildlich ist die ökologische Bilanz des …

Seinen Charme verbirgt das Hotel ziemlich gut. Von außen ist es ein langweiliger Kasten in tristem Grau. Läge es nicht an der Piazza Matteotti genau gegenüber dem grandiosen Teatro Olimpico, von Andrea Palladio 1580 entworfen, man würde es glatt übersehen. Auch ein Garten (giardino) ist nicht zu entdecken (und die – inaktuelle – Website ohnehin eher abschreckend).

Hotel_Vicenza2.jpgAber das Innenleben des Hotels ist bemerkenswert: Die Zimmer sind allesamt ebenso praktisch wie stilsicher mit gutem, modernen Design eingerichtet – unseres war mit Bücherrückentapeten ausgekleidet (Foto links), als schliefe man vor gefüllten Regalen. Die Dusche hinter Glas und der großzügige Waschtisch sind edel …

Die Königin unter den Hotels in Spaniens schönster Hafenstadt ist das Vier-Sterne-Hotel „Regina“ sicher nicht. Aber es hat ein paar bemerkenswerte Vorteile: Es ist nicht zu riesig – neunundneunzig modern, komfortabel und hübsch eingerichtete Zimmer in einem schön restaurierten Art-Deco-Bau; es bietet ein üppiges Frühstücks­büfett, Lobby und Bar sind gemütlich ausgestattet, Wi-Fi ist kosten­los und das Personal besonders freundlich.

Aber das Wichtigste ist die Lage: Das Regina steht hundert Meter von der Plaza Cataluña entfernt, und so ist man in fünf Geh-Minuten an den Ramblas und dem herrlichen Mercat de Sant Joseph, der alten Markthalle,  in zehn Minuten an den …