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Hotel Ayre Astoria, Valencia

Vom Frühstücksraum im siebten Stock sieht man bis zum Mittelmeer, davor die Altstadt von Valencia und am Rand die Spitzen der „Ciutat de les Arts i les Ciències“ (Stadt der Kunst und Wissenschaft), die der Ausnahme-Architekt Santiago Calatrava seiner Heimatstadt gebaut hat.
Auf der anderen Hotelseite blickt man auf die kleine Plaza Rodrigo Botet mit einem hübschen Brunnen unter Platanen.
Die Zimmer des Hotels sind mit dunklen Möbeln gemütlich eingerichtet, das Bad ist groß und praktisch. Das Büfett zum Frühstück ist typisch südeuropäisch mit vielen süßen Teilchen bestückt – aber Toast und Eier gibt es auch. Unbedingt besuchen muss man die Bar im Erdgeschoss, dort laufen auf einer riesigen Leinwand wichtige Fußballspiele, und spanische Großfamilien bewundern die gegenseitigen Schnäppchen aus Unmengen von schicken Tüten.
DZ ab ca. 120 Euro. Foto: Hotel Ayre

Mehr vom Meer

Sie waren die Stars des deutschen Impressionismus: Max Slevogt und Max Liebermann und das nicht zuletzt dank ihres rührigen Berliner Galeristen Paul Cassirer. 1908 besuchten ihn die beiden Maler in seinem Ferienhaus im holländischen Noordwijk, und dieses Treffen (bei dem auch Lovis Corinth noch kurz dabei ist) erwies sich als so ergiebig, dass ihm das Landesmuseum Mainz vergangenes Jahr eine ganze Ausstellung widmete, die von diesem informativen und detailreichen Katalog begleitet wurde. Im Mittelpunkt stand dabei Slevogt, dessen 150. Geburtstag sich 2018 jährte: So tauchte pünktlich zum Jubiläum seine bis dahin unbekannte „Skizze mit Flagge“ auf, eines von vier Gemälden, die der dem Meer und dem Strandleben nicht sonderlich gewogene Slevogt in Noordwijk malte. Sie können mit Arbeiten von Liebermann verglichen werden, der den maritimen Motiven deutlich mehr zugetan war. Fast noch interessanter: Eine ganze Reihe von Grafiken und Zeichnungen und zahlreiche Briefe, die nicht nur eine Sicht auf diesen Sommerurlaub sondern auch Einblicke in das Verhältnis der beiden Künstler untereinander und zu ihrem Händler gewähren.…

9. bis 14. April: In Mailand findet die Internationale Möbelmesse statt +++++ 20./21. April: Schnuppertauchen in der Ostsee für Kinder ab acht Jahren in Kühlungsborn +++++20./21. April: Drachenflugtage in Büsum –und vom Himmel regnet es Süßigkeiten!+++++ 17. April bis 6. Oktober: Bundesgartenschau in Heilbronn mit viel Natur und 5000Veranstaltungen aus Musik, Tanz, Spot und Kultur.…

 

New York: Ab Anfang 2020  wird die Stadt eine weitere Attraktion zu bieten haben: Im neu erbauten Stadtteil „Hudson Yard“ wird es im 100. Stock des Gebäudes 30 Hudson Yard in 335 Metern Höhe eine gläserne

Aussichtsplattform geben, mit dem Namen Edge, denn sie wird offen 20 Meter aus dem Gebäude herausragen. Wagemutige sind in 60 Sekunden mit dem Fahrstuhl oben.  Mehr unter www.HudsonYardsNewYork.com
Jubiläen: Die Firma Weishäupl – das ist die mit den wunderschönen Streifenstoffen auf ihren Gartenmöbeln – feiert in diesem Jahr ihr 50- jähriges Bestehen, mittlerweile unter der Leitung des Firmengründers und sei

 

ner zwei Kinder. Im August wird dann groß gefeiert. Bereits sein 70. Firmenjubiläum begeht der italienische Hersteller Kartell, der mit seinen Kunststoffmöbeln von bekannten Designern wie Ron Brad, Patricia Urquiola und Philippe Starck berühmt wurde. Aus diesem Anlass zeigt Kartell vom 10. April bis 12. Mai in Mailand eine Ausstellung zu seiner Firmengeschichte.

Victoria & Albert Museum, London, 6.4.19. bis16.2.2020.:
Mary Quant

Das Zentrum der „Swinging Sixties“, als in Politik, Kultur und Mode so ziemlich alles ins Rutschen kam, war London mit seiner Carnaby Street, dem spargeldünnen Model Twiggy, dem Kultfilm „Blow Up“ – und der Modemacherin Mary Quant (geb. 1934), die mit ihren Miniröcken und Hotpants die Gesellschaft schockte. Ihr hat jetzt das Victoria & Albert Museum eine Ausstellung gewidmet.
Sie erzählt eine spannende Geschichte: Die Lehrertochter eröffnete schon 1955 ihre Boutique „Bazaar“ in der Kings Road, im selben Haus betrieb sie mit Ihrem Mann Alexander Plunkett-Greene und einem Freund das Restaurant „Alexander“, das rasch sehr beliebt wurde. Weil die Standard-Mode, die Quant für ihre Boutique kaufen konnte, sie zunehmend langweilte, begann sie, eigene Entwürfe produzieren zu lassen, die ihr schnell aus den Händen gerissen wurden. Ihre Miniröcke, farbigen Strumpfhosen, ihre Kosmetik-Linie und nicht zuletzt ihre Hot Parts machten sie zum Star Londons.…

Er heißt „Bunter Garten“ und das zu Recht. Der Stadtpark von Mönchengladbach bietet gerade jetzt viele farbenprächtige Beete, Büsche, Hecken und Bäume, alles blüht und lockt jede Menge Spaziergänger, Jogger, Gassi-Geher und spielende Kinder an (Auch unsere Hundefreundin Tapsi und ihr Frauchen sind ganz vernarrt in den Garten). Der Park, zu dem auch der Kaisergarten und der Botanische Garten gehören, ist etwa 30 ha groß und wurde schon 1890 angelegt, eine seiner Attraktionen ist eine riesige Vogelvoliere mit 200 Tieren. Die Grünanlage erstreckt sich vom Hauptfriedhof bis zur Kaiser Friedrich Halle, die zur Zeit renoviert wird. Sie wurde 1903 im Jugendstil erbaut, und bietet ab dem Sommer wieder Konzerte, Theater, Lesungen und andere Veranstaltungen an.
Wenn man jetzt durch das nahegelegene Gründerzeitviertel zwischen Schiller- und Adenauerplatz spaziert, dann muss man einfach immer wieder stehen bleiben, den Kopf in den Nacken legen und die wunderschön restaurierten Fassaden bewundern. Damit dieses Viertel so erhalten bleibt und mehr gewürdigt wird, hat sich eine Gruppe Bewohner zum Verein „Initiative Gründerzeitviertel“ zusammengeschlossen, der Feste und andere Aktionen veranstaltet.…

„Ich bin muslimische Alevitin… Mein Gott ist eine Frau: eine Göttin der Gerechtigkeit!…Letztlich ist es egal, ob jemand Alevitin ist, Christ oder Jüdin. Viel wichtiger ist es doch, gut und gerecht zu bleiben. Ich kenne Atheistinnen, die sind die tollsten Menschen. Und Gläubige, die echt böse sind.“

Die Wissenschaftlerin und Rapperin Dr. Reyhan Sahin, alias Lady Bitch Ray, in Chrismon 2/2019. Foto: wikipedia

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr
als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Poggio a Poppi, Italien

Wenn man es endlich geschafft hat, die immer schmalere, im Sommer meist staubige Sandpiste am Friedhof vorbei hinauf bis zur Hügelkuppe zu fahren, dann liegt einem nicht nur die Toskana zu Füßen, man ist auch in einem überaus charmanten Agriturismo angekommen. Die Zimmer sind groß und typisch toskanisch mit dunklen Holzmöbeln eingerichtet. Die Bäder sind modern und behaglich mit ausreichend Ablageflächen ausgestattet.
Im Pool gibt es im Sommer Wassergymnastik, das Frühstück ist üppig, das Restaurant bietet liebevoll zubereitete Spezialitäten und auch Kochkurse. Die hübschen Orte Poppio und Bibbiena liegen in Sichtweite. DZ ab 80 Euro. Foto: Poggio a Poppi

Vive la France!

Nein, einen normalen Reiseführer mit akkuraten Ortsangaben, Hotel- und Restauranttipps und was dergleichen nützliche Infos mehr sind, den hat Manfred Hammes nicht geschrieben. Aber wer die Kulturlandschaft Südfrankreich kennenlernen will, der stößt in diesem 700-Seiten-Band auf eine Schatzkiste, die im wahrsten Sinne des Wortes überquillt. Denn der Autor, seit über 30 Jahren in der Gegend unterwegs, kennt sie alle: Alle Künstler, Schriftsteller und Musiker, alle Köche, Literaten und Weltenbummler, die sich je an Frankreichs Mittelmeerküste samt Hinterland aufgehalten haben – von den Einheimischen ganz zu schweigen. In 16 lesefreundlichen Postkarten (sprich: Kapiteln) breitet er sein enzyklopädisches Wissen kurzweilig und anekdotenreich aber durchaus nicht systematisch aus, und die einzige Warnung, die angesichts dieser Faktenfülle beherzigt werden sollte: Übers Festlesen nicht vergessen, irgendwann auch loszufahren. PM
Manfred Hammes: Durch den Süden Frankreichs – Literatur, Kunst, Kulinarik. 704 S., ca. 1300 Abb. Nimbus Verlag. 29,80 Euro Foto: Nimbus Verlag

 

Geliebter Garten

Das neue Werk des Autoren Georg Möller und des Fotografen Gary Rogers ist mal ein ganz anderes Gartenbuch.…

16. bis 31.März, Wismar: Zum 17. Mal finden in der Stadt an der Ostsee die Wismarer Heringstage statt. Am Eröffnungstag ziehen die Köche der Stadt – begleitet von einer Blaskapelle – mit dem frischen Fang vom Hafen zum Marktplatz, wo dann die Heringe gebraten und verkauft werden. Alle teilnehmenden Restaurants bieten zudem bis Ende des Monats ganz verschiedene Heringsgerichte an. Mehr dazu: www.heringstage-wismar.de
17.März, Ballinstadt, Hamburg: Jeden 17. März feiern die Iren den St. Patricks Day, bei dem an den Heiligen Patrick (385 bis 461), den ersten Bischof von Irland, erinnert wird, mit dem die Christianisierung des Landes begann. Auch Hamburgs Auswanderer Museum würdigt diesen Tag der Geschichte und den Traditionen der grünen Insel, u.a. mit Vorträgen. Und im Restaurant bekommt man natürlich Irish Stew vorgesetzt.…

Ligne Roset: Das neue Sofa von Marie Christine Dorner „L’imprevu“ (das Unerwartete) hat gerade den German Design Award 2019 gewonnen. Schiebt man zwei der Sofas mit den mit Gänsefedern gefüllten Kissen zusammen, hat man eine Liegefläche von 160×200 cm.
Brühl: Der Designerin Kati Meyer-Brühl ist mit dem Sofa „Airy“ und seinen beweglichen Rücken- und Seitenlehnen ein höchst flexibles System zum Sitzen und Liegen gelungen.
Riviera Maison: Der elegante Sessel „Contessa“ hat einen Samtbezug in fünf Farbtönen. Ein passendes kleines Sofa gibt es ebenfalls.
Bonaldo: Die schwungvolle Rückenlehne des Sofas „Lovy“ ziert jetzt auch das „Lovy Bed“ . Heruntergebogen kann sie als Ablagefläche genutzt werden.…

100 Jahre KitchenAid: Als der amerikanische Ingenieur Herbert Johnston 1908 einen Bäcker dabei beobachtete, wie der mit einem schweren Eisenlöffel mühsam Brotteig rührte, dachte er sich, das müsse doch einfacher gehen. Also machte er sich ans Werk und erfand die weltweit erste Küchenmaschine. 1919 gab es dann das erste elektrische Modell für Privathaushalte; seit den 50er Jahren ist KitchenAid auch für seine fröhliche Farbpalette bekannt.…

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Die Agentur des Teufels

Im warmen Frühling 2017 wurde Ungarn mit Plakaten übersät, auf denen ein grinsender George Soros zu sehen war. Daneben der Satz: „Lassen wir es nicht zu, dass er zuletzt lacht!“
Auf den ersten Blick dachte ich: Keine überwältigende Kampfansage an die Opposition. Selbst schlichte Gemüter werden kaum darauf hereinfallen – es ging um die Parlamentswahl 2018. Ich hatte mich geirrt. Es war maßgeschneidert schlicht. Denn bald kamen Plakate mit der Botschaft, der Milliardär und gebürtige Ungar Soros habe einen Geheimplan, Europa mit Einwanderern zu fluten. Und das war schon etwas ordentlich Angsteinflößendes. Angstmachen ist zwar nicht gerade neu, aber immer noch wirksam. Orbán siegte denn auch 2018 mit Zweidrittel-Mehrheit.…

Tate Britain, 27.3. bis 11.8.2019
Van Gogh und Großbritannien

Die berühmte Sonnenblumen-Serie, die Vincent van Gogh (1853-1890) 1888 in Arles malte und von der heute ein Gemälde der National Gallery in London gehört, werden selten ausgeliehen, da der gelbe Farbton durch UV-Licht langsam bräunlich wird. Aber in dieser Ausstellung, in der 45 Gemälde van Goghs seine Beziehung zu Großbritannien dokumentieren, sind sie dabei. Der Maler hat zwischen 1873 und 1876 in London gelebt und sich dort für britische Kultur begeistert, er ließ sich von Malern wie John Constable und John Everett Millais und Autoren wie William Shakespeare und Charles Dickens inspirieren. Ergänzt wird die Ausstellung mit Bildern von Francis Bacon, die nach dem Selbstportrait van Goghs entstanden sind.

Geöffnet täglich 10-18 Uhr.
Foto: Fünfzehn Sonnenblumen vom August 1888, National Gallery , London

Sie sieht alt aus, die Altstadt von St. Malo, aber sie ist es nur in Teilen. Denn die Alliierten bombardierten die Stadt 1944, weil der deutsche Besatzungskommandant Oberst von Aulock nicht kapitulieren wollte. Dadurch wurden 85% der Altstadt zerstört, nur die gewaltige Festungsmauer blieb praktisch unbeschädigt. Aber die Einwohner von St. Malo bauten ihre Stadt nach alten Plänen sofort wieder auf, so wie sie im 15. und 16. Jahrhundert entstanden war.
Parkplätze gibt es natürlich nur außerhalb der Stadtmauer, aber dort sind sehr viele vorhanden, und das Tourismusbüro an der „Grand Porte“ hält kleine Stadtpläne bereit.
Von hier sind es nur wenige Schritte durch das Große Tor der Stadtmauer zur Place

Chateaubriand mit dem schönen Hotel France & Chateaubriand von 1882 mit einer einladenden Brasserie. Benannt ist das Hotel nach St. Malos größtem Sohn, dem Dichter und späteren Botschafter u.a. in Berlin, Francois-René de Chateaubriand (1768 bis 1848), der auf eigenen Wunsch auf der seiner Heimatstadt vorgelagerten Insel „Grand Bé“ anonym begraben wurde.…

„Mach Dir einen so schönen Plan B, dass Du Dich freust,
wenn Plan A schief geht.“

Die Luxemburger Köchin Lea Linster in Brigitte 2/2019.

Foto: Linster

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr
als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Le Moulin des Chennevières, Giverny, Frankreich

Viele Hotels gibt es in dem kleinen Ort Giverny in der Normandie wirklich nicht. Die meisten Besucher des Monet-Gartens kommen mit dem Bus frühmorgens und sind am frühen Abend wieder weg. Und so entgeht ihnen das Hotel in der zauberhaften alten Mühle aus dem 17. Jahrhundert, das nur drei Doppelzimmer hat, durchweg etwas windschief, aber liebevoll eingerichtet. Das Frühstück wird von allen Gästen gemeinsam am großen Tisch in der Küche eingenommen. Sehenswert ist der Garten der Mühle: Auf drei Hektar schlängelt sich ein Flüsschen durch über hundert Jahre alte Bäume, man überquert das Wasser über eine romantische Brücke und kann sogar Wallabies beobachten. Und hier gibt es – im Gegensatz zu Monets Garten – praktisch keine Touristen. DZ ab 115 Euro. Foto: Le Moulin Chennevières

100 Jahre Bauhaus ist für uns Anlass, ein paar Neuerscheinungen
zu seinem Jubiläum vorzustellen:

Das Bauhaus für Anfänger

Für die, die noch nicht viel über das Bauhaus wissen, ist dieses Buch ein idealer Einstieg. Es beginnt mit einem kurzen Überblick, was das Bauhaus überhaupt war, gefolgt von 24 Kurz-Biografien aller wichtigen Bauhäusler, danach gibt es jeweils ein Kapitel zu den Bauhaus-Standorten in Weimar, Dessau und Berlin. Das Buch endet mit einem Überblick über die tatsächlich gebaute Bauhaus-Architektur und einem kurzen Exkurs, was aus Lehrern und Schülern im und nach dem Krieg wurde.
Nach der Lektüre weiß man, was der Architekt Mies van der Rohe meinte, als er in seiner Rede zum 70. Geburtstag des ersten Bauhaus-Direktors Walter Gropius (bis 1928) am 18. Mai 1953 sagte: „Das Bauhaus war eine Idee, und ich glaube, dass die Ursache für den ungeheuren Einfluss, den das Bauhaus auf jede fortschrittliche Schule in der Welt gehabt hat, in der Tatsache zu suchen ist, dass es eine Idee war.…