Zitate

Auch in der Küche kann es nicht schaden, wenn das Selbstbewusstsein ein kleines bisschen größer ist als das Talent.

Die Redakteurin Elisabeth Raether im Zeit Magazin Nr. 36/2018 vom 29. August zum Thema „Hühnchen für Geduldige.“
Foto: m-vg

Ich habe ein Problem mit dem Begriff Alltagsrassismus. Es geht eher um eine unterschwellige, oft auch gedankenlose Form der Diskriminierung. Ein Beispiel: Ich war kürzlich Speaker auf einer Managerveranstaltung, hatte den Hauptvortrag zu digitalen Geschäftsmodellen zu halten. Ich war also auch entsprechend angezogen. Kurz vor dem Auftritt bin ich noch mal auf die Toilette gegangen – im Waschraum bin ich dann von einem angesprochen worden. “Da fehlt Toilettenpapier.“ Der Mann hat nicht groß reflektiert, dem war einfach klar: Ein Mann mit dieser Hautfarbe in dieser Umgebung – das muss der Toilettenmann sein. Das ist schon maximal herabwürdigend.

Der Gründer und Manager mehrerer Start Ups Richy Ugwu in einem Interview mit dem Stern Nr. 33 vom 9.8.18.  Foto: Linkedin

„Entscheidend ist unser Wertekanon, und der ist ganz klar das Grundgesetz. Wer sich in diesem Wertekanon bewegt, hat jedes Recht, in Deutschland zugehörig zu sein und auch akzeptiert und respektiert zu werden. Und da ist es völlig egal, welcher Religion diese Person angehört. Im Gegenteil, das Grundgesetz verpflichtet uns dazu, das hintanzustellen.“.“

Justizministerin Katarina Barley in einem Interview mit der Zeit vom 22. März 2018. Foto: wikipedia

„Bei der Polizei ist es (…) gut, dass ich keine Journalistin mehr bin. Die haben keinen Bock, mit Journalisten zu reden.“

Die Krimi-Autorin Simone Buchholz, die in Hamburg St. Pauli lebt, in einem Interview mit dem Straßenmagazin Hinz&Kunzt vom Juni 2018.

Foto: wikipedia

 

 

 

Ich versuche, mich mit guten Menschen zu umgeben. Dann geht es mir auch gut.

Die Hamburger Musikerin Anna Depenbusch in einem Interview mit dem
Haspa Magazin im März 2018
Foto: wikipedia

 

 

 

„Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.“

Der amerikanische Autor Mark Twain (1835 bis 1910), der eigentlich Samuel Langhorne Clemens hieß,
wurde mit den Abenteuern von Tom Sawyer und Huckleberry Finn bekannt. Er beschrieb den
alltäglichen Rassismus und war wegen seiner humoristischen Beobachtungen besonders beliebt.

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„Als ich für die Reutlinger Lokalzeitung schrieb, wurde ich überall hingeschickt, vom Hasenzüchter- bis zum Schützenverein. Am Anfang fand ich alles seltsam, bis ich begriff: Diese Dinge sind den Leuten wichtig. Welches Recht habe ich, mich darüber zu erheben und so zu tun, als ob meine Hobbys die besseren wären?“

Der Grüne Cem Özdemir im Zeit-Magazin vom 8.2.2018. Foto: oezdemir.de

„Aber das hat doch oft etwas Befremdliches, wenn man bei Männern mit deutlich jüngeren Partnerinnen erkennt: Hier ist die Frau eindeutig als Accessoire geplant oder als Wiederholungsschleife.“

Der Comedian Bastian Pastewka in einem Gespräch mit der Moderatorin Bärbel Schäfer in Chrismon 1/2018.

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„Ein gut gefüllter Ausschnitt ist eine Falle, die wir Frauen selbst aufstellen. Aber die Falle ist nicht für Sie, lieber Herr Brüderle, sie ist verdammt noch mal für Brad Pitt.“

Die Komikerin Carolin Kebekus in einem ihrer Bühnenprogramme, zitiert in einem Interview mit der Zeit Nr 47 vom 16. November 2017.
Foto: Carolin Kebekus

„Damals dachte ich, wir würden uns in die richtige Richtung bewegen, in Richtung einer Welt, in der wir den Rassismus hinter uns lassen. Ich habe mich getäuscht.“

Die amerikanische Regisseurin Kathryn Bigelow in einem Interview mit dem Stern Nr 47/17 zu ihrem neuen Film „Detroit“ und der Frage, wie es war, Obama zu begegnen. Foto: wikipedia

„Wir haben uns schon an zu vieles gewöhnt, an einen rauen, unverschämten Ton, Shitstorms, Beleidigungen, Lügen, an eine Maßlosigkeit im Urteil über andere. Die grundlegenden Regeln menschlichen Anstands stehen in Frage. Aber was ist das eigentlich genau: Anstand?“

Der Autor Axel Hacke zu seinem neuen Buch „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“ in der Literaturbeilage der Zeit vom Oktober 2017. Foto: wikipedia

Mir gefällt es nicht, dass die Presse immer über die furchtbaren Leute sprechen will.
Es gibt viele furchtbare Leute. Aber die Presse sollte auf die tollen Leute aufmerksam machen.“

Die britische Schauspielerin Vanessa Redgrave, 80, die sich als Menschenrechtsaktivistin für Flüchtlinge einsetzt, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 28. September 2017. Foto: wikipedia

„Kürzlich sagte ein amerikanischer Politiker, er sehe keinen Grund, warum Männer für die Kosten einer Geburt aufkommen sollten. Mir fiele da ein entscheidender Grund ein.“

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (geb. 1939) in einem Interview anlässlich des Erscheinens ihres neuen Buches „Das Herz kommt zuletzt“ in der Zeit vom 6. April 2017. Foto: wikipedia

 

„Das Geheimnis des Lebens ist die Ehrlichkeit und ein sauberes Spiel; wenn du das vortäuschen kannst, hast du es geschafft.“

 

Der amerikanische Komiker und Schauspieler Groucho Marx (1890 bis 1977), Kopf der legendären Marx-Brothers, kommentierte schon Jahrzehnte vor den Ereignissen unsere Auseinandersetzungen mit Fakenews und dem derzeitigen amerikanischen Präsidenten.

(zitiert auf gedankenwelt.de)

Foto: wikipedia

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„Und ich denke, wenn man einen Stuhl kauft, will man keine Skulptur sondern vor allem einen Platz zum Sitzen.“

Der italienische Designer Antonio Citterio in einem Interview mit der Zeitschrift Elle Decoration Mai/Juni 2017.

Foto: Antonio Citterio

 

Eines der wichtigsten Elemente einer Demokratie ist die Unabhängigkeit staatlicher Institutionen. Eine Demokratie ist keine gewählte Diktatur, in der ein Präsident machen kann, was er will.“

Der in Deutschland aufgewachsene Politologe Yascha Mounk, Sohn polnischer Eltern, der in Harvard forscht und lehrt und der ein Buch mit dem Titel „Echt, Du bist Jude?“ herausgebracht hat, in einem Interview mit dem Stern, Nr. 21 vom 18.Mai, zum Thema Trump und die Demokratie.

Foto: Yascha Mounk

Wenn ich überhaupt einen Funken Talent habe – was ich nie von mir behaupten würde -, dann liegt er in der Fähigkeit, dort zu sein, wo ich bin, und das zu tun, was ich gerade tue. Wenn ich auf einer Stoffmesse in Paris bin, dann bin ich dort und nirgendwo anders. Das Gleiche ist es, wenn ich eine Rolle spiele.

Der mehrfach für den Oscar nominierte amerikanische Schauspieler John Malkovich in einem Interview mit dem Stern vom 2.3.2017 anlässlich seines Auftritts in der Elbphilharmonie mit dem Stück „Just call me God“.

Foto: wikipedia…

„Meine Devise ist: Saisonal, regional, von Nord bis Süd, von Ost bis West, inklusive Nord- und Ostsee und die Binnenseen…Pasta mit Sauce käme natürlich schon wegen der extremen Kleckergefahr für Staatsgäste überhaupt niemals infrage.“

Jan-Göran Barth, seit 17 Jahren Küchenchef im Amtssitz des Bundespräsidenten, in einem Interview im Magazin „Der Feinschmecker“ April 2017.

Foto: jan-göran-barth.de…

Zitat 220px-Paul_Auster_BBF_2010_Shankbone„Die Wahl dieser gefährlichen, verrückten Person, deren Namen ich nicht einmal aussprechen kann, weil mir davon schlecht wird, ist das Schlimmste, das ich als amerikanischer Bürger jemals erlebt habe.“

Der amerikanische Autor Paul Auster im Stern 6/2017 über den neuen Präsidenten der USA.

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Zitat jpg„Es gibt in der Welt noch Menschen, die nicht wissen, wo in Deutschland Hamburg liegt. Das wird sich wahrscheinlich ändern.“

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz anlässlich der Eröffnung der Elbphilharmonie am 11. Januar im Hamburger Abendblatt.

Foto: hafencitynews