Stadtspaziergänge und Hotels

Hotel Saint Nicolas, La Rochelle

Wie romantisch!

La Rochelle hat mit 3200 Liegeplätzen den größten Yachthafen an der Atlantikküste und war in früheren Jahrhunderten überhaupt der größte Hafen in Frankreich. Das Meer war und ist sehr wichtig für die kleine Stadt. Aber es gibt eben auch eine sehenswerte Altstadt, eingefasst in eine begehbare Stadtmauer und viele Wehrtürme. Hier, wo man gerade noch das Meer riechen, es aber nicht sehen kann, liegt an einem kleinen malerischen Platz das Hotel Saint Nicolas in zwei alten Natursteinhäusern. Es hat 86 vor kurzem renovierte gemütliche Zimmer und (leider zu wenige) Parkplätze in einem kleinen Hinterhof. Das leckere Frühstück wird im verglasten Wintergarten serviert.
DZ ab ca. 77 Euro

Foto: Hotel Saint Nicolas

Ausgesprochen einladend – die Altstadt Bautzens

Was fällt Ihnen zu Bautzen ein? Der Senf wahrscheinlich, und die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch an den Begriff „gelbes Elend“ oder „Stasi-Knast“. Das Gefängnis in Bautzen wurde 1904 errichtet, damals für 1100 Häftlinge, und galt anfangs als sehr fortschrittlich. Zur Nazizeit waren hier politische Gegner von SPD und KPD, Zeugen Jehovas und kirchliche Gegner inhaftiert. Nach 1945 sperrten die Sowjets Kriegsverbrecher und später Stalinismus-Gegner unter unmenschlichen Bedingungen ein, bis zu 7000 Gefangene gleichzeitig. Nach zwei 1950 von der Volkspolizei der DDR brutal niedergeschlagenen Häftlingsaufständen wurde Bautzen auch im Westen bekannt und berüchtigt. Nach 1975 hielt die DDR hier unter anderen Menschen gefangen, die einen Ausreiseantrag gestellt hatten.
Unmittelbar neben dem Gefängnis, in dem heute bis zu 380 Straftäter einsitzen, befindet sich die Gräberstätte Karnickelberg mit einem Gedenkstein für die Opfer politischer Verfolgungen, die hier einst verscharrt wurden. Man muss sich den Knast am Stadtrand nicht unbedingt anschauen, aber dass es ihn noch gibt, sollte man zumindest wissen.…

Hotel Dömitzer Hafen
Der Ausblick ins Elbtal aus dem Panorama Cafe hoch über Dömitz, nicht weit von Ludwigslust, ist grandios. Da schlängelt sich der Strom ganz friedlich durch saftige Wiesen, hier mal ein Boot, dort ein Stand-up-Paddler, am Ufer ein paar Jogger und eine wohltuende Stille. So schmeckt das Sechs-Minuten-Frühstücksei vom Büfett gleich noch viel besser. Die freundlich eingerichteten Zimmer des Hotels erinnern an Kajüten, die Bäder haben Metallwände, das Restaurant im Erdgeschoss bietet regionale Spezialitäten wie Fische aus der Müritz und Steaks von Bio-Auerochsen der Vielanker Brauhaus Herde. DZ ab ca. 74 Euro.
Foto: Dömitzer Hafen

Wenn man morgens kurz vor halb zehn vor dem Eingang zu Monets Garten im kleinen normannischen Dorf Giverny steht, dann könnte man auf die Idee kommen, dass man den herrlichen Garten nur mit den paar anderen Neugierigen besichtigen kann, die gerade um einen herum stehen. Ist man dann aber erst einmal am Kassenhäuschen vorbei und durch den gigantischen Andenkenladen hindurch, dann muss man leider erkennen, dass mehrere Gruppen in Busstärke an einem anderen Tor hinein gelassen wurden. Monets Garten ist einfach immer voll, denn er ist in der ganzen Welt bekannt. Und er ist wirklich wunderschön!
Der verwitwete Maler Claude Monet (1840 bis 1926) mietete sich 1883 zusammen mit seinen beiden Söhnen, seiner späteren Frau Alice Hoschedé und deren sechs Kindern in Giverny ein und begann den Garten anzulegen. Sieben Jahre später konnte er das Anwesen kaufen und sogar noch angrenzendes Land dazu. Aus dem ehemaligen Nutzgarten machte er einen Ziergarten mit geraden Perspektiven und rankenden Pflanzengewölben.…

Hotel Weisser Hirsch, Hohnstein

Die gewaltige Burg Hohnstein aus dem 12. Jahrhundert thront hoch über dem Ort, genau gegenüber des Zugangs liegt das kleine, sehr nette Hotel, das auch auf den Namen Meister Bär hört. Der hübsche Biergarten liegt direkt an der viel befahrenen Straße und ist doch sehr einladend. Die großzügigen Zimmer sind hell, die Bäder klein, aber praktisch. Das Frühstücksbüfett lässt nichts zu wünschen übrig. Fahrräder kann man leihen und eigene nachts in der Parkgarage sichern. Wanderer bekommen üppige Lunchpakete gepackt, und zum Abendessen gibt es große Portionen regionaler Spezialitäten. Und: Die sächsische Schweiz liegt einem hier zu Füßen.

DZ ab ca. 120 Euro

Foto: CO

Sie ist schon sehr lange tot, aber noch heute ist Bingen ihretwegen in der ganzen Welt bekannt: Die Äbtissin und Universalgelehrte Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) hinterließ Schriften zu Religion, Medizin, Musik, Ethik und Naturkunde. Besonders ihre Kräuterkunde ist auch heute noch gut für Laien zu gebrauchen.

Natürlich hat das Binger „Museum am Strom“ eine Dauerausstellung zu der berühmten Dame, in der man sich umfassend über Leben und Werk dieser ungewöhnlich Frau informieren kann.

Aber die kleine Stadt am Rhein hat noch einiges mehr zu bieten: Den Mäuseturm zum Beispiel. Der steht seit dem 14. Jahrhundert auf einer kleinen Insel im Fluss und diente als Wachturm. Seinen Namen hat er einer Sage zu verdanken, wonachh der hartherzige Bischoff Hatto II. (gestorben 970) seine gefüllten Kornkammern dem hungernden Volk nicht öffnete und dafür von Mäusen in eben jenem Turm lebendig gefressen wurde.

Nicht weit davon findet man das Binger Loch, allerdings unterhalb der Wasseroberfläche, denn es wurde im 17.…

Hotel Fischerklause, Lütjensee

Die schöne Terrasse direkt am See wird man im November natürlich kaum nutzen können, als Trost liegt oft ein feiner Nebel über dem Lütjensee und macht ihn sehr geheimnisvoll. Ganz schön romantisch ist es also in der Fischerklause!
Am besten hat man eines der Zimmer mit Seeblick. Eingerichtet sind alle behaglich, frisch und hell mit praktischem Bad und bequemen Betten, in die man nach einem großartigen Abendessen nur zu gerne sinkt. Denn Hotelier Gerhard Retter serviert köstliche Forellen und Aal aus dem See oder Bratwurst vom Wildschwein und Rehkeule mit Birnen und Bohnen. Aber lassen Sie unbedingt noch Platz für einen Marillenknödel mit Vanilleeis!
Foto: CO

Natürlich laufen auch in Quimper in der Westbretagne reichlich Menschen gestreift herum. Sie sind eben schick, die bunten Ringel-Shirts, und von sehr guter Qualität. Jedenfalls, wenn man sie bei der Traditionsfirma Armor Lux kauft, die nördlich von Quimper ihren Sitz hat. Angeblich retteten gestreifte Hemden früher ins Meer gespülten Seeleuten das Leben, weil sie in den Wellen besser zu sehen waren. Egal, heute laufen Jean und Marie, James und Mary, Hans und Maria geringelt durch die Bretagne.
Im kleinen Quimper (ca 63 000 Einwohner) gibt es allein vier Armor Lux-Läden, einen genau gegenüber des Musée des beaux-arts von 1867 am Place Saint Corentin. Das Museum ließ der Comte Jean-Marie de Silguy (1785 bis 1864) für seine Sammlung aus Gemälden, Zeichnungen und Drucken aus mehreren Jahrhunderten errichten. Gleich nebenan steht die Kathedrale Saint-Corentin aus dem 12. Jahrhundert, die ab 1239 im gotischen Stil zu Ende gebaut wurde. Schon mit bloßem Auge kann man innen ihre Besonderheit erkennen: Sie hat einen Knick in der Hauptachse.…

Hotel Radisson, Wien

Es riecht nach Pferd. Natürlich nicht drinnen, aber kaum tritt man vor die Tür des Hotel Radisson in der Wiener Herrengasse, hat man sie in der Nase. Es sind aber nicht die Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule, sondern die tapferen Tiere vor den Fiakern, die hier ihre Duftmarken setzen. Auch das Getrappel ist oft zu hören. Die Lage des Hotels ist nämlich optimal zum Erkunden der wunderbaren Stadt.
Die Zimmer sind ansprechend eingerichtet und mit mindestens 23 qm angenehm groß, W-Lan ist selbstverständlich kostenlos. Hotelhalle, Bar und Restaurant sind mit modernem Design ziemlich stylisch möbliert. DZ ab ca. 159 Euro. Foto: CO

Sie sind schon eine lobenswerte Erfindung, diese „Hop-on-hop-off“- Busse. Da lässt man sich bequem durch eine Stadt schaukeln, schaut von oben auf Straßen und Plätze und in Wohnungen hinein, steigt mal aus und wieder zu, und bekommt auch noch in verschiedenen Sprachen alles Wichtige erzählt. Klasse!

In Kopenhagen zum Beispiel fahren mehrere Linien schräg gegenüber vom Hauptbahnhof ab, direkt am Tivoli. Einmal im Leben muss man sich übrigens die „Tivoli Gardens“ anschauen, die es seit 1843 gibt und die mit ihren Karussellen, Kettenschaukeln, Achterbahnen, Imbissbuden, Piratenschiff und Drachenbooten im Jahre 2016 etwa 4,6 Millionen Besucher anlockten. Eintritt: 110 dänische Kronen (ca. 14,80 Euro).

Der Bus bringt uns als nächstes zum „Carlsberg Glyptoteket Museum“ , das unbedingt einen Zwischenstopp wert ist. Gegründet wurde es 1897 vom Bierbrauer Carl Jacobsen (1842-1914), der ein passionierter Sammler war und seine Gemälde und Skulpturen bereits 1888 der Öffentlichkeit gestiftet hatte. Seit ein paar Jahren gibt es einen beeindruckenden Anbau, in dem wunderbare Bilder von Impressionisten wie Monet, Renoir und Cézanne, und Post-Impressionisten wie van Gogh, Toulouse-Lautrec und Gauguin hängen.…

Parkhotel Görlitz

Ruhig ist es hier, denn das Hotel mit 185 Zimmern liegt zwischen Stadtpark und der Neisse. Also schaut man entweder nach Polen hinüber auf hübsch restaurierte Häuser oder in dichtes Grün. Die Zimmer sind groß und sehr komfortabel mit Sitzecke und Wasserkocher, die Bäder praktisch eingerichtet. Das Frühstücksbüfett ist abwechslungsreich und üppig bestückt. Und zu Fuß ist man in zehn Minuten in der wunderbar restaurierten Altstadt von Görlitz.
DZ ab ca. 85 Euro Foto: Parkhotel Görlitz

Viel gehen muss man in Ingolstadt eigentlich nicht: Die gesamte Altstadt direkt an der Donau ist recht übersichtlich, und alles Wichtige liegt an und nahe der Fußgängerzone Ludwigstraße. Und die beginnt am Paradeplatz vor dem Neuen Schloss, einem Profanbau, der ab 1430 gebaut und Ende des 15. Jahrhunderts erheblich erweitert wurde. Heute beherbergt er das „Bayerische Armeemuseum“ , das sein Konzept so beschreibt: „Die Aufgabe des Bayerischen Armeemuseums ist, auf der Grundlage seiner Sammlungen die kritische und historisch genaue Reflexion von Militär und kriegerischer Gewalt in der Geschichte und ihrer Auswirkungen auf Mensch, Gesellschaft und Staat darzustellen.“Na denn!

Wir gehen lieber die Ludwigstraße weiter und biegen in die Hallstraße ein. So gelangen wir auf den Theaterplatz, an dem das Alte Schloss aus dem 13. Jahrhundert liegt, auch genannt Herzogskasten, weil hier die Ingolstädter Herzöge residierten, bis es Ende des 17. Jahrhunderts zum Kornspeicher umgebaut wurde. Heute befindet sich dort die Stadtbücherei.…

Hotel Amedia, Berlin 

Spektakulär ist allenfalls die Rolltreppe, mit der man eigentlich vom Straßenniveau zur Rezeption im 1. Stock und zurück fahren soll, auf deren Richtungswechsel man jedoch gelegentlich ziemlich lange warten muss. Sonst gibt sich das Stadthotel Amedia eher konventionell: Die Zimmer sind ordentlich, die Bäder schön groß, gefrühstückt wird in der mit roten Kunstledersitzen bestückten Lobby. Aber die Lage; die ist das Beste an dem Hotel: direkt am Kurfürstendamm, nicht weit vom Savignyplatz, dem Bahnhof Zoo – und dem wunderbaren Literaturhaus in der Fasanenstraße.

DZ ab ca. 71 Euro

Foto: Hotel Amedia

Wenn man das belgische Gent, die kleine Schwester von Brügge, erstmals abends betritt, dann ist man sofort überwältigt von dem lebendigen Zauber des Städtchens mit dem Beinamen „Manhattan des Mittelalters“ oder auch „Stadt des Lichts“.

630 entstand am Zusammenfluss von Schelde und Leie die St. Bavo Abtei und mit ihr die erste Ansiedlung. Das keltische Wort für Zusammenfluss hieß „Gand“ und so entstand der Name Gent. Im Mittelalter verdiente die Stadt viel am Tuchhandel, und immer lehnten sich die Bewohner gegen jede Art der Vorherrschaft auf. Im 16. Jahrhundert entstand die Genter Republik und die erste Universität wurde gegründet. Im 18. Jahrhundert legten die Bürger mit einer aus England nach Gent geschmuggelten Spinnmaschine die Grundlage für die industrielle Revolution. 1913 restaurierte und sanierte man die Stadt anlässlich einer Weltausstellung grundlegend.

Den eindeutig schönsten Platz bilden die Uferstraßen Graslei und Korenlei am Fluss Leie, denn an diesen Kais wurde ab dem 11.…

 

Hotel Metropole, Brüssel

Wäre nicht unmittelbar vor der Tür eine große Baustelle, dann hätte man das Gefühl: Ich bin in einem Märchenschloss! Eine riesige Halle mit Gewölbedecke, Rundbogenfenstern mit bunten Mosaiken, dunklen Holztresen und Marmorsäulen, mit Kristalllüstern und jeder Menge Spiegel, Lederfauteuils und dicken Teppichen machen jeden erst einmal sprachlos. Auch die Zimmer sind mit üppigen Stoffen, feinen Tapeten und vergoldeten Spiegeln ziemlich barockig eingerichtet. Allerdings gibt es auch Räume, die eindeutig in die Jahre gekommen sind und von denen man in einen hässlichen Hinterhof schauen muss. Dafür sind sie absolut ruhig, und die aktuellen Bauarbeiten auf der Place de Brouckère stören überhaupt nicht. Das Frühstück ist – wie in vielen solcher edlen Herbergen – viel zu teuer, aber das Hotel liegt so zentral, dass man fußläufig jede Menge Cafés und Bäcker findet, in denen man lecker preiswert frühstücken kann.DZ ab ca.125 Euro.  Foto: Hotel Metropole

Eine Hochburg des Tourismus ist die kleine Stadt Mâcon, etwa sechzig Kilometer nördlich von Lyon, ganz und gar nicht. Aber wer Lust hat, den Franzosen mal im Alltag zuzuschauen, der ist hier richtig. 34000 Einwohner zählt der Ort an der Saone im Süden des Burgund heute, gegründet wurde er im 3. Jahrhundert v. Chr. Eine Furt führte hier einst durch den Fluss, bis die Römer eine Holzbrücke errichteten, die im 11. Jahrhundert von einer imposanten Bogenbrücke aus Stein ersetzt wurde, der heute noch rege genutzten Pont St. Laurent. Nicht weit entfernt von der Brücke steht das Denkmal für den berühmtesten Sohn der Stadt, Alphonse de Lamartine (1790 bis 1869). Er schrieb Gedichte, Romane, Theaterstücke, Opern, war Landedelmann und Bürgermeister, entwickelte sich zum Republikaner, hielt flammende Reden und war kurzzeitig Außenminister. In Frankreich kennt ihn jeder.

Schlendert man jetzt weiter am Fluss entlang, dann erreicht man bald das Rathaus aus dem 18.…

 

Hotel Heidehof, Moraas 

Moraas im Landkreis Ludwigslust-Parchim, nur 30 km von der Landeshauptstadt Mecklenburg Vorpommerns Schwerin entfernt, hat weniger als 500 Einwohner – und ein romantisches Hotel. Der ehemalige Bauernhof wurde liebevoll restauriert und bietet ordentliche Zimmer und ein sehr gutes Restaurant, das für Wildspezialitäten und hausgebackenen Kuchen bekannt ist. Das leckere Büfett-Frühstück wird in der rustikal eingerichteten Gaststube oder auf der großen Terrasse am Teich serviert. DZ ab ca. 78 Euro. Foto: CO

Sehenswerte Plätze von historischer Bedeutung hat Wien wirklich mehr als genug. Eine besondere Attraktion ist der Platz „Am Hof“, der 1155 durch den Bau einer Residenz für Heinrich Jasomirgott aus dem Hause Babenberg, einem österreichischen Herzogengeschlecht, entstand, gebildet aus einem Häuserkomplex rund um einen Platz – den Hof. Im Laufe der Jahrhunderte fanden hier Minnesang-Wettbewerbe mit Walther von der Vogelweide statt, für kaiserliche Hochzeiten und Hinrichtungen nutzte man ihn, zwei Päpste hielten Reden, und hier stand auch die Litfaßsäule, durch die man im Film „Der dritte Mann“ (1948) in Wiens Kanalisationssystem einsteigen konnte. Statt der Litfaßsäule steht dort natürlich seit 1648 die Mariensäule, zuerst aus Sandstein, seit 1667 dann aus Bronze. Die vier Putten am Sockel, auf dem Maria Immaculata hoch oben steht, symbolisieren den erfolgreichen Kampf gegen Hunger, Krieg, Unglauben und die Pest. Zu den wunderbar restaurierten Häusern am Platz gehören die Kirche am Hof von 1386,  das Zeughaus (Nr 10), in dem heute die Berufsfeuerwehr residiert, das Collaltopalais (Nr 13), in dem 1762 der sechsjährige Wolfgang Amadeus Mozart das erste Mal auftrat, und der erste Stahlbetonbau Wiens mit klassizistischer Verkleidung – knapp hundert Jahre alt -, in dem heute das Hotel Park Hyatt Vienna beheimatet ist.…

Hotel Elch, Nürnberg. Mögen Sie modernes Design im Hotelzimmer? Oder soll es lieber gediegen elegant eingerichtet sein? Oder etwas skurril mit Holztäfelung, rosa Wänden und Geweih-Leuchte an der Decke? Im Hotel Elch gibt es jede Kategorie, dazu freundliches Personal und ein leckeres Frühstückbüfett. Und dann liegt das Hotel auch noch mitten in der Altstadt nicht weit von der Kaiserburg, dem Albrecht Dürer- und dem Stadtmuseum Fembo-Haus, und sogar die berühmten Rostbratwürstchen im Bratwursthäusle sind zu Fuß zu erreichen.
DZ ab ca.89 Euro. Foto: Hotel Elch

 

 Stadtspaziergang diesmal: Cluny, Frankreich

Die meisten Besucher kommen entweder wegen der berühmten Pferdezucht oder wegen der riesigen Abtei, die im Mittelalter als Zentrum des geistlichen Lebens in Europa galt. Die Pferde hat Cluny, eine Kleinstadt von knapp 5000 Einwohnern 90 km nördlich von Lyon, Kaiser Napoleon zu verdanken. Der nämlich beschloss 1806, dass er für seine Kriegszüge mehr Pferde an verschiedenen Standorten brauchte. Und so kann man bis heute wunderschöne Tiere – Vollblüter, Ponys und Zugpferde – in den 200 Jahre alten Ställen des Nationalgestüts bewundern.
Für die Ställe ließ Napoleon übrigens Teile der Abtei, die 910 von Wilhelm dem Frommen, Herzog von Aquitanien und Graf von Macon, gegründet worden war, abreißen. In unserer Zeit kann man von der durch die Jahrhunderte immer wieder erweiterten Kloster-Anlage nur noch den kleineren Teil besichtigen. Die letzte Messe, die in der Abteikirche von zwölf Mönchen gefeiert wurde, fand am 25. Oktober 1791 statt, danach fielen große Teile den Wirren der Französischen Revolution zum Opfer.…