Geruchsproben, wie pervers. Nach 1989 hat man gelacht, weil es so unglaublich war. Da hat die Stasi doch wahrhaftig Klamotten unter Glas gebunkert, um gegebenenfalls Schäferhunde daran schnüffeln zu lassen und so Verdächtige zu identifizieren. Und jetzt steht man hier vor Vitrinen mit solchen Geruchsproben. Wirklich irreal.
Im Museum in der „Runden Ecke“, der ehemaligen Bezirksverwaltung der Staatssicherheit der DDR in Leipzig, die am 4. Dezember 1989 von Bürgerrechtlern besetzt wurde, stehen solche Geruchsproben neben Akten und Uniformen, Orden und Fahnen, Wanzen und kontrollierter Post, altmodischer Fototechnik und bizarren Maskierungen. Hier ist nicht viel verändert worden seit damals, es …
Archiv für die Rubrik ‘Stadtspaziergang’

- Anzeigen -
Quartier ist der programmatische Name des Stadtteilmagazins für die wachsende HafenCity in Hamburg, die historische Speicherstadt und das Katharinenviertel. Dieses Quartier verbindet eine reiche Vergangenheit mit der Idee einer avantgardistischen Zukunft. …
Immer schade, wenn man da, wo man gerade zu Besuch ist, die Landessprache nicht versteht. Auf dem riesigen Marktplatz im polnischen Krakau bedauert man es ganz besonders.

Der Platz ist der größte Europas, 200 mal 200 m groß, und bestimmt einer der lebendigsten. Etwa dreißig stets vollbesetzte Cafés säumen ihn, ein immerwährendes Stimmengewirr schwebt darüber, überall bilden sich Trauben um Straßenmusikanten, Jongleure, Gedichte Vortragende und andere ausdruckstarke Selbstdarsteller. Wie gern würde man verstehen, worüber geredet und gelacht wird!
Zum Trost lassen sich erschöpfte Touristen in eleganten Pferde-Kutschen gemütlich um den Platz fahren oder absolvieren die Besichtigung in einem offenen Sightseeing-Elektroauto …
Wenn man von Norden kommt, erreicht man Bozen nicht weit hinter der Grenze zu Österreich, und doch spürt man sofort den lässigen Charme italienischer Städte. Kommt man von Süden, aus einem der chaotischen, lauten Orte Norditaliens, dann fühlt man sich gleich an die Eleganz und den Stil einer ehemaligen Monarchie erinnert. Es ist eben wieder einmal eine Frage der Perspektive. Aber egal, Bozen ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Am besten parkt man am Walther Platz oder sogar in der Tiefgarage unter ihm, dann ist man gleich mittendrin. Der attraktive Platz ist nach Walther von der Vogelweide benannt, dem …
Schick ist es nicht, das Karolinen-, genannt Karoviertel. Aber das kleine Gebiet zwischen den imposanten Messehallen aus Glas, dem alten Schlachthof mit Backsteinfassade und dem Heiligengeistfeld, wo dreimal im Jahr das Volksfest „Hamburger Dom“ stattfindet, ist sympathisch bunt, rummelig – und ungeheuer kreativ.

Bevor man hier bummeln geht, wo 1633 eine Ölmühle gebaut und bei der Abwehr dänischer Truppen 1686 wieder zerstört wurde, muss man sich also unbedingt stärken. Zum Beispiel bei Martina Olufs, die in der Karolinenstraße 27, genau gegenüber der Station “Messehallen” der U-Bahn-Linie 2, ihr „Kochkontor“ (links) betreibt, in dem man in den neuesten Kochbüchern blättern und …
Ein ganzes Viertel für Design!
Mit einem eigenen – kostenlosen – Plan für Besucher, das hat wirklich nicht jede Stadt! Der Design District Helsinkis umfasst 25 Straßen und lässt sich prima zu Fuß erkunden. (www.designdistrict.fi) Um die Ecke vom Hotel Klaus K (siehe Rubrik “Hotel”) hat das Design Forum Finnland einen Shop, in dem man einen guten Überblick darüber bekommt, was in Finnland entworfen wurde und wird.
Das Forum organisiert weltweit Ausstellungen bekannter und unbekannter Designer, gibt Jahrbücher heraus und fördert junge Talente. Im Shop kann man die Objekte gleich kaufen. (www.designforum.fi)
So viele Plätze! Mal steht ein Brunnen in der Mitte, mal gibt es einen Markt oder eine Kirche, mal ist er riesig, mal ein Plätzchen, aber alle sind interessant und attraktiv, und an den meisten gibt es Cafés mit Stühlen vor der Tür.
In Regensburg kann man ganz vortrefflich lustwandeln. Am besten überquert man dazu erst einmal die Donau auf der „Steinernen Brücke“, die 336 Meter lang und acht Meter breit ist und bereits 1146 für ein Kreuzfahrerheer gebaut wurde. Lange war sie die einzige Brücke über die Donau zwischen Ulm und Wien. Später wurde sie Vorbild für andere Steinbrücken …
Es soll ja tatsächlich Frauen geben, die sich nicht für Handtaschen interessieren. Allen anderen – und deren Männern – empfehlen wir das „Taschenmuseum Hendrikje“ in Amsterdams Herrengracht, gleich hinter dem Rembrandtplein. Hier werden über 4000 Taschen (holländisch Tassen) , Beutel und Koffer – die ältesten stammen aus dem Mittelalter – gezeigt, an denen man Moden, Stile und gesellschaftliche Entwicklungen studieren kann: ein ziemlich ungewöhnliches, aber hoch interessantes Stück Kulturgeschichte.
Das Museum ist in einem prächtigen Grachtenhaus von 1664 untergebracht, in dem unter anderem zwei schön restaurierte Stilzimmer aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu sehen sind; und kleines Cafe gibt …
„Küss die Hand, Moderne“ heißt das Buch, das Eva Menasse über Wien und die Wiener herausgegeben hat und in dem man gut auf dem Hinflug schon mal schmökern kann. Helmut Qualtinger, Gabriel García Márquez, Joseph Roth, Elfriede Jelinek und viele andere äußern sich zu der viel geliebten, aufregenden Stadt.
Wenn Sie dann endlich da sind und vielleicht im gerade eröffneten, schicken Fleming’s Hotel in der Josefstädter Straße (www.flemings-hotels.com) oder im von Jean Nouvel gebauten Sofitel Stephansdom mit seiner gigantischen Halle, den vier unterschiedlichen Fassadenseiten und den drei Installationen der Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist (www.sofitel.coml) eingecheckt haben, dann …
Den schönsten Blick auf Stralsund hat man vom Wasser aus. Zum Beispiel von der Fähre, die von Altefähr auf Rügen nach Stralsund fährt. Von dort sehen die imposante Rügenbrücke, die 2007 eröffnet wurde, und die dahinter sich spannende alte Ziegelgrabenbrücke von 1936 über den Strelasund ganz filigran aus. Die Fähre nimmt direkt Kurs auf das „Ozeaneum“, das 2010 Europas Museum des Jahres war und in dem man die größte Ostsee-Ausstellung Europas bestaunen und etwas über die Artenvielfalt der Weltmeere erfahren kann. Das beeindruckende Gebäude stammt vom Architekturbüro Behnisch & Partner in Stuttgart, hat ein Gezeitenbecken mit 30-Minuten-Takt, ein 300 qm …


