Stadtspaziergänge und Hotels

Le Moulin des Chennevières, Giverny, Frankreich

Viele Hotels gibt es in dem kleinen Ort Giverny in der Normandie wirklich nicht. Die meisten Besucher des Monet-Gartens kommen mit dem Bus frühmorgens und sind am frühen Abend wieder weg. Und so entgeht ihnen das Hotel in der zauberhaften alten Mühle aus dem 17. Jahrhundert, das nur drei Doppelzimmer hat, durchweg etwas windschief, aber liebevoll eingerichtet. Das Frühstück wird von allen Gästen gemeinsam am großen Tisch in der Küche eingenommen. Sehenswert ist der Garten der Mühle: Auf drei Hektar schlängelt sich ein Flüsschen durch über hundert Jahre alte Bäume, man überquert das Wasser über eine romantische Brücke und kann sogar Wallabies beobachten. Und hier gibt es – im Gegensatz zu Monets Garten – praktisch keine Touristen. DZ ab 115 Euro. Foto: Le Moulin Chennevières

Etwas gruselig ist es schon! In der Mitte des rundum und an der Decke mit Holz getäfelten gar nicht besonders großen Raumes steht ein Marmortisch hinter einem Holzgeländer. Dort wurden schon im 17. Jahrhundert Leichen seziert, von einem Schlachter unter Aufsicht eines Medizin-Professors und unter den wachsamen Augen eines Kirchenvertreters. Das fand aber nur im Winter und nachts statt, denn sonst war es in Bologna einfach zu heiß. Die Holzwände sollten die Gerüche absorbieren, damit die rundum sitzenden und stehenden Medizinstudenten nicht umfielen. Zu riechen gibt es heute nichts mehr, aber die Vorstellung, wie hier einst seziert wurde, ist doch gewöhnungsbedürftig.
Das „Amphitheater der Anatomie“, dekoriert mit Wappen und geschnitzten, großen Figuren berühmter Chirurgen, die hier gelehrt haben, befindet sich in den kunstvoll ausgestatteten Räumen des Palazzo dell’ Archiginnasio, dessen Baubeginn auf 1564 datiert wird und in dem lange die Universität ihren Sitz hatte. Als offizielles Gründungsjahr des akademischen Lehrbetriebs gilt allerdings schon das Jahr 1088, und damit beherbergt Bologna die älteste Universität der westlichen Welt.…

Seehotel Huberhof, Uckermarck

Falls Sie die Uckermarck noch nicht kennen, dann müssen Sie unbedingt hin, wenn Sie sie kennen, wollen Sie sowieso wieder hin. Um zum Beispiel im zauberhaften Garten des Huberhofes direkt am Oberuckersee im Liegestuhl Luft und Licht und Landschaft zu genießen. Die Zimmer des Hotels sind eher rustikal, die Bäder ganz ordentlich, das Frühstück auf der wunderbaren Terrasse aber ist mehr als üppig. Und wenn man einen Sommerabend bei regionalen Spezialitäten draußen erleben möchte, dann sollte man schon mal frühzeitig den Urlaub 2019 planen. DZ ab 70 Euro. Foto: Seehotel Huberhof

Herrlich dieses Angebot! Natürlich gibt es Orangen und Clementinen, Melonen, Ananas und Kiwis, jede Sorte Tomaten, Möhren, Kohl und Zuccinis, nebenan Gewürze und Nüsse, ein Stück weiter Pulpo, Doraden und Scampis, und ganz hinten köstlichen Schinken und würzige Käse. Das muss das Paradies sein!

Nicht ganz – aber die Markthalle in Valencia hat wirklich ein riesiges, frisches, regionales Angebot, das zudem sehr ästhetisch und pieksauber arrangiert ist. Und die Halle selbst ist ein Kleinod des Jugendstils aus dem Jahre 1928. Der Kuppelbau aus Eisen, Glas und Keramikfliesen ist 30 Meter hoch und beherbergt auf zwei Ebenen 959 Marktstände.

Schräg gegenüber ist gleich das nächste Schmuckstück dieser wunderbaren, geschichtsträchtigen Stadt zu finden. Hinter einer

unspektakulären Fassade versteckt sich die Seidenbörse, La Lonja de la Seda , die 1469 als Ölmarkt gegründet wurde. Von 1483 bis 1533 wurde an dem bedeutendsten Gebäude der profanen Gotik in Europa gebaut. Nachdem man den Turm, den mit Zitrusbäumen bepflanzten Innenhof und einen großen Saal mit herrlichem Fußboden-Mosaik bewundert hat, steht man schließlich in einer riesigen, etwa 30m hohen säulengestützten Halle, in der mehrere Jahrhunderte lang mit Seide gehandelt wurde.…

Art Hotel Commercianti, Bologna

Die Lage des Hotels ist ideal, wenn man die Stadt Bologna zu Fuß anschauen möchte. Die Basilika San Petronio kann man nämlich aus den Zimmerfenstern fast anfassen, und die wunderbare Orgel ist vom Bett aus zu hören. Im Hotel residierte im 12 Jahrhundert das Rathaus, die verkohlten Reste eines verheerenden Feuers im Mittelalter sind heute noch zu sehen.

Die Zimmer sind groß, mit Sitzecke und Schreibtisch im klassischen Stil ausgestattet. Die Bäder haben ausreichend Ablageflächen und natürlich auch ein Bidet.

Das üppige Frühstückbüfett mit frischem Obst, leckeren Brotsorten, Säften und verschiedenem Käse ist für Italien völlig unüblich, wird aber gerne genossen. DZ ab ca. 130 Euro

Foto: Art Hotel Commercianti

Da schwebt er! Der Bronzeengel mit dem Gesicht der Malerin Käthe Kollwitz hängt in einer dunklen
Ecke des Domes und ist viel größer als erwartet. Ernst Barlach hat ihn zur 700-Jahr-Feier des Güstrower Domes 1927 geschaffen, er sollte als Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges dienen. „Für mich hat während des Krieges die Zeit stillgestanden. Sie war in nichts anderes Irdisches einfügbar. Sie schwebte. Von diesem Gefühl wollte ich in dieser im Leeren schwebenden Schicksalsgestalt etwas wiedergeben,“ kommentierte Barlach (1870 – 1938) sein Werk. Das Gesicht seiner Kollegin sei ihm eher zufällig auf die Skulptur geraten, behauptete er auch gern. 1937 verunglimpften die Nazis den Schwebenden als ‚entartete Kunst‘, 1941 ließen sie ihn einschmelzen. Die Original-Gussform wurde im Krieg versteckt, und so konnten Nachgüsse entstehen, einer hängt heute in Köln, einer in Schleswig und eben dieser im Güstrower Dom.
Gegenüber steht das John Brinckmann-Gymnasium, in dem der Schriftsteller Uwe Johnson (1934 – 1984) 1952 sein Abitur machte, nachdem er mit Mutter und Schwester fünf Jahre in Güstrow gelebt hatte.…

L’Hotel Particulier, Bordeaux

Wie charmant! Vom kleinen Innenhof geht es über verschiedene Stiegen in die Zimmer und Apartments, jedes anders eingerichtet, aber alle mit einer gekonnten Mischung aus modernen Möbeln und Antiquitäten. Die Bäder sind groß und praktisch, das Frühstück akzeptabel. Das Hotel ist sehr ruhig, obwohl es nur hundert Meter bis zur Kathedrale und dem Rathaus von Bordeaux sind. Auf dem schönen Platz davor kann man im Cafe Francais prima mit einem Cafe aux lait sitzen und den Franzosen beim Kirchgang zuschauen. DZ ab ca. 90 Euro.

Foto: L’Hotel Particulier

Diesmal: Naumburg

Na endlich! Im dritten Anlauf wurde jetzt der Naumburger Dom als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Wer dieses großartige Ensemble besucht, versteht wirklich nicht, warum es so lange gedauert hat.
Naumburg liegt an der „Straße der Romanik“ mitten in Sachsen-Anhalt, und der Dom ist ein beeindruckendes Beispiel für die Baukunst der Romanik, hat aber auch schon Elemente der Frühgotik. Weltberühmt wurde er wegen der zwölf einzigartigen, lebensgroßen Stifterfiguren, die ein unbekannter Meister geschaffen hat. Unter ihnen die „schönste Frau des Mittelalters“, Uta von Naumburg . Man vermutet, dass es sich um Uta von Ballenstedt (1000? bis 1046), die Ehefrau des Markgrafen Ekkehard II. von Meißen handelt, allerdings sprechen die Krone und ihr Mantel eher dagegen, außerdem war sie schon 200 Jahre tot, als die Figuren geschaffen wurden. Für das 13. Jahrhundert noch völlig unüblich, zeigen alle Stifter realistische Gesichtszüge mit einer außerordentlichen Ausdruckskraft. Utas Gesicht wurde denn auch immer wieder – besonders im Nationalsozialismus – als Sinnbild der reinen, deutschen Frau gesehen.…

Spree Balance, Burg im Spreewald

Wer den ganzen Tag durch die romantischen Kanäle des Spreewalds gepaddelt ist, der braucht sicher eine ergiebige Dusche, ein behagliches Bett, herrliche Ruhe und was Leckeres auf dem Teller. Im Hotel Spree Balance am Rande von Burg wird all das geboten, übrigens auch für Nichtpaddler, die sich lieber durch die Kanäle staken lassen. Die Zimmer sind groß und in warmen Farben eingerichtet, die Bäder einladend, die Betten breit, die Matratzen genau richtig hart und im Restaurant gibt es ein reichhaltiges Frühstück. Abends kann man sich einen „Spreewälder Gurkenteller“ mit Griebenschmalzstulle oder ein Meerrettichschnitzel mit Bratkartoffeln gönnen.
DZ ab ca. 130 Euro. Foto: spree balance

Lyon ist viel zu groß – mehr als 500 000 Einwohner – , um die Stadt zu Fuß kennen zu lernen. Nur den Altstadt-Kern rund um den riesigen Platz Bellecour auf der Halbinsel zwischen Saone und Rhone sollte man auf einem Spaziergang erkunden. Der Bellecour ist 62 000 qm groß und damit der drittgrößte Platz Frankreichs. In der Mitte des sonst leeren Areals steht ein Reiterstandbild König Ludwig XIV, von den Lyonern nur „das Pferd“ genannt. Im Winter dient der Platz als Eisbahn und für ein Riesenrad, im Sommer finden hier Konzerte, Feste und auch mal Demonstrationen statt.

Direkt am Platz ist das Tourismusbüro und dort fahren auch die Hop-on-hop-off-Busse ab. Zuerst geht es dann zum Place des Jacobins, der 1556 gebaut und 1856 mit einem kolossalen Brunnen geschmückt wurde. Er gilt als der schönste Platz Lyons und wurde ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Auf den Bänken rundherum trifft man sich abends und schaut den privaten Tanzgruppen zu, die hier auch mal Tango tanzen.…

Ponte Sisto, Rom

Wie der Name schon vermuten lässt, liegt das Hotel in der Gasse gegenüber der gleichnamigen Brücke über den Tiber und so nur zehn Gehminuten vom Ausgehviertel Trastevere entfernt. Die Zimmer sind groß, mit edlen Materialien eingerichtet und haben elegante Bäder. Das Frühstück ist typisch italienisch, also hauptsächlich süß. Absolut großartig aber ist die Dachterrasse, von der man den Petersdom und die Engelsburg wunderbar sehen kann und auf der zum Aperitif in der Dämmerung kleine Häppchen gereicht werden.
DZ ab ca. 130 Euro. Foto: Hotel Ponte Sisto

Bierfreunde müssen natürlich Guinness an der James Street im Westen von Dublin besuchen. Und dort an der „Vermächtnistour“ teilnehmen, einem Rundgang durch die Brauerei, auf dem man von einem Tag im Jahre 1759 hört, an dem Arthur Guinness mit der Stadt einen Pachtvertrag über 9000 Jahre für das Gelände abschloss. Seither wird hier „Stout“ gebraut. Die Tour endet selbstverständlich mit einem schwarzen Pint in der „Gravity Bar“ im 7. Stock und einem grandiosen Rundblick über Dublin.
Wer weiter stechenden Durst hat, geht von der James Street einfach nach Osten die High Street und die Lord Edward Street entlang vorbei an City Hall und Dublin Castle direkt ins schwer angesagte Amüsierviertel Temple Bar, mit einer im übrigen Europa kaum zu übertreffenden Kneipendichte.

Alle anderen biegen von der High Street in die Patrick Street ab und besuchen erst einmal St. Patrick’s Cathedral , Irlands größte Kirche, erbaut 1191 bis 1270. Das Gotteshaus wurde lange Zeit wenig genutzt und verfiel,  der Lordprotektor Oliver Cromwell (1599 bis 1658) nutzte es sogar als Pferdestall.…

Elbschlösschen, Rathen

Richtig schön wird es hier bei Sonnenuntergang, wenn kaum noch Ausflugsboote auf der Elbe unterwegs sind und alle wandernden Touristen ihre Ziele erreicht haben. Dann kann man auf der schönen Terrasse des Hotels die Ruhe, den Blick auf den Fluss und eine Rathmannsdorfer Forelle mit Gurkensalat genießen. Hier draußen kann man auch frühstücken, das üppige Büfett wird allerdings drinnen aufgebaut. Die Zimmer haben alle einen kleinen Balkon; von einigen ist die Elbe zu sehen. Sein Auto muss man auf der anderen Flussseite auf dem großen Parkplatz stehen und sich mit der Gierseilfähre übersetzen lassen, die durch die Strömung bewegt wird und von 4 Uhr 30 bis 1 Uhr nachts jede Menge Menschen über die Elbe bringt.
DZ ab ca. 100 Euro
Foto: CO

Das Auto lässt man am besten gleich außerhalb der Altstadt stehen, denn die Gassen sind eng, es gibt viele Einbahnstraßen und nur wenige Parkplätze. Außerdem ist die Altstadt von La Rochelle ziemlich übersichtlich und zu Fuß gut zu erkunden.

Zuerst strebt natürlich jeder dem „Vieux Port“, dem alten Hafen zu, der eine tausendjährige Geschichte aufzuweisen hat. Durch die vier der Stadt vorgelagerten Inseln, Ile de Ré, Ile d’Oleron, Ile d’Aix und Ile Madame ist der Hafen gut geschützt vor dem Wind des Atlantiks und natürlich auch vor etwaigen Angreifern. Am engen Eingang des Hafenbeckens, das heute über 320 Liegeplätze für Yachten verfügt, stehen sich die Türme „St. Nicolas“ und „Tour de la chaine“ gegenüber. Dort kann man noch einen Rest der dicken Eisenkette besichtigen, mit der

früher nachts die Hafeneinfahrt verschlossen wurde. Ein dritter Turm, der „Tour de la Lanterne“, der Leuchtturm, ist mit einer hohen Wehrmauer, auf der man spazieren kann, mit dem Turm St.

Le Grand Large, Ile d’Oleron, Frankreich

Der Blick aufs Meer ist einfach wunderbar. Die Zimmer haben große Glasfronten, und weil man den Strand wegen der Düne nicht sehen kann, hat man das Gefühl, hier ganz allein zu sein. Herrlich!

Im Parterre gibt es kleine Terrassen mit Liegestühlen vor den Zimmern.

Zum langen, weißsandigen Strand sind es nur wenige Meter, aber wer bequem ist, kann in den kleinen hoteleigenen Pool plumpsen oder in den Whirlpool. Die Insel Oleron ist bekannt für köstliches Meeresgetier, und auch im rundum verglasten Hotel-Restaurant im Obergeschoss serviert man Hummer, Austern, Mies- und Jacobsmuscheln. Wenn dann noch die Sonne scheint, ist man dem Paradies schon sehr nahe.        DZ  ab ca. 100 Euro. Foto: Le Grand Large

Natürlich ist man nicht allein auf diesem schönen Areal. Jeder Tourist schaut sich schließlich den Rathausplatz von Wismar an. Denn „Am Markt“ stehen nicht nur das Rathaus und die Wasserkunst, dort findet man auch wunderbar restaurierte Bürgerhäuser, in denen heute Restaurants mit einladenden Terrassen residieren. Da ist zum Beispiel der „Alte Schwede“ , das älteste Bürgerhaus Wismars. Es entstand um 1380 im Stil der Backsteingotik mit dem typischen treppenförmigen Giebelaufbau, seinen Namen erhielt das Haus erst zur Zeit der schwedischen Herrschaft (1648 bis 1803). Seit 1878 lädt darin ein Restaurant zu Mecklenburger Spezialitäten. Gleich nebenan befindet sich das Reuterhaus , in dem 1859 der plattdeutsche Erzähler Fritz Reuter mit dem Verleger Dethloff Carl Hinstorff einen Vertrag über die Herausgabe seiner Schriften abschloss. Die DDR ließ das Haus vollständig verfallen, aber nach 1988 wurde es rekonstruiert. Das Hotel Reuterhaus bietet heute zehn Zimmer, und im Restaurant serviert man Soljanka, Ente nach Mecklenburger Art und gebratenen Dorsch.…

Wenn Sie auch zu denen gehören, denen die Selfie-Stangen-Mode mächtig auf die Nerven geht, hier die gute Nachricht: In Rom begegnet man den Dingern zwar immer noch rudelweise an der  und am Fontana di Trevi, aber sonst kann man ihnen ganz gut entgehen.

Denn glücklicherweise gibt es auch in Roms Innenstadt noch Plätze, an denen man nur wenigen Touristen begegnet. Zum Beispiel auf der kleinen Piazza Mattei mit der Fontana delle Tartarughe, dem Schildkrötenbrunnen. Der Brunnen wurde 1588 fertig gestellt und sollte acht Delphine tragen, da der Wasserdruck aber zu schwach war, wurden nur vier Delphine aus Bronze eingesetzt. 1658 kamen dann auf Betreiben von Papst Alexander VII. vier Schildkröten hinzu, von denen 1979 eine gestohlen wurde. Heute sind alle vier Schildkröten Kopien.

Der Platz ist umgeben von schönen Palästen, die alle einst der Familie Mattei gehörten. In einem davon befindet sich „La Yogurteria di Piazza Mattei“, in der es phantastischen Frozen Yogurt gibt.…

Schlossgut Groß Schwansee

Eine schnurgerade 200 Meter lange Allee führt vom Schloss direkt zur Ostsee, und im Park gibt es einen alten Schloss- und einen neuen Naturschwimmteich. Im wunderschön restaurierten Herrenhaus von 1745 kann man in zehn großen Zimmern, im neugebauten Parkgebäude in 53 luxuriösen Räumen übernachten, zusätzlich stehen 13 Ferienwohnungen zur Verfügung.

Im ehemaligen Pferdestall bietet die Brasserie ein leckeres Büfett-Frühstück, der Wellnessbereich Massagen und Kosmetik-Anwendungen an, und in der Veranstaltungshalle finden u.a. Konzerte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern statt. Wer sich hier nicht wohl fühlt, dem ist nicht zu helfen.

DZ ab ca. 118 Euro Foto: CO

Deutschlands schöne Ecken entdecken ist immer eine gute Idee. Wie wäre es also mal mit Parks? Die übrigens sogar für Menschen ohne grünen Daumen durchaus eine Reise wert sind. Denn viele Anlagen sind ja auch geschichtlich ziemlich interessant, und Muskau und Wörlitz gehören bereits zum Unesco-Welterbe.

Also auf nach Muskau an Sachsens Grenze zu Polen.

Der Landschaftspark in der Oberlausitz ist 830 ha groß, wurde zwischen 1815 und 1845 von Hermann Fürst von Pückler-Muskau und seiner Frau Lucie von Hardenberg angelegt und hat eindeutig englische Vorbilder. 1845 musste der Fürst seinen Park aus Geldnot verkaufen, begann aber sofort mit der nächsten Anlage: Branitz – später mehr davon.

Zuerst schauen wir uns Muskau vom Fahrrad aus an, denn der Park ist ja riesig. Gleich hinter dem Schlossteich, an dem das alte und das neue Schloss liegen, geht es über die erste der insgesamt elf Brücken über die Neiße und einen Seitenarm – die Hermannsneiße – durch üppige Wiesen bis zum Eichsee, der 1832 ausgehoben und geflutet wurde, und von dort über die englische Brücke nach Polen (Ausweis nicht vergessen!).…

Landhaus Wörlitzer Hof, Wörlitz

Zum berühmten Park sind es nur ein paar Schritte, und die meisten Gäste sind ja seinetwegen hier. Der Wörlitzer Park mit Schloss, Marstall und Synagoge, mit Kirche, Venustempel und Pantheon, mit Inseln, Grotten und vielen Brücken wurde von 1769 bis 1773 angelegt und 1813 erweitert. Seit 2000 gehört die 112,5 Hektar große Gartenanlage zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Der Wörlitzer Hof hat helle, freundliche Zimmer, die etwas in die Jahre gekommen sind. Das üppige Frühstücksbüfett wird im Restaurant aufgebaut und ist ausgesprochen einladend. Drinnen und draußen kann man regionale Spezialitäten genießen. Wellness- und Freizeitangebote sind selbstverständlich. DZ ab ca. 105 Euro Foto: Hotel Wörlitzer Hof