D 14844Hübsch angezogen sein, das wollten Menschen – nicht nur weibliche – immer schon, auch in schweren Zeiten. Und wenn Baumwoll- und Seiden-Stoffe ebenso rationiert waren wie Metalle für Knöpfe und Gürtelschnallen, kam man oft erst recht auf findige Ideen. Das Kriegsmuseum in London zeigt jetzt, wie in den 1940er Jahren aus Uniformen flotte Kostüme und aus Metallresten abgestürzter Flugzeuge Schmuckstücke entstanden. Zu sehen ist also laut Museum nicht eine Geschichte vom Ende der Mode, sondern eine von Kreativität und Innovationen.
Imperial War Museum, London, täglich 10 bis 18 Uhr, Eintritt 10 £
Foto: IWM
Stadtsp. 1a._staatsgal05Die Postmoderne ist ja nun auch schon lange nicht mehr modern. Aber es macht immer noch Freude, die Staatsgalerie in Stuttgart zu besuchen. Der britische Architekt James Stirling (1926 – 1992) hatte 1977 den internationalen Wettbewerb zur Erweiterung der Alten Staatsgalerie gewonnen, die von 1838 bis 42 gebaut worden war. Die Neue Staatsgalerie gilt als sein Meisterwerk, in dem er viel baugeschichtlich, regional und überregional zitierte. Mit Travertin und Sandstein verkleideten, historisierenden Bauformen setzte er grasgrüne Fenster, pinkfarbene und blaue Handläufe und bunte Stahlträger entgegen, wodurch das schwungvolle Haus leicht und verspielt – eben postmodern – wirkt. Selbstverständlich war es umstritten. Die Besucher aber lieben das Museum auch heute noch.

Steht man vor seinem etwas erhöhten Eingang, dann hat man derzeit einen guten Blick auf die gigantische Baustelle „Stuttgart 21“ zum Umbau des Hauptbahnhofs und der Verlegung der Bahntrassen unter die Erde. 2022 soll das Projekt fertig gestellt sein – heißt es zur Zeit, dann wird es insgesamt 6,526 Milliarden Euro gekostet haben – hieß es 2013, nachdem man 2009 noch mit 4,526 Milliarden gerechnet hatte. Aber wer weiß, vielleicht werden die Stuttgarter ihren Bahnhof dereinst

VIRGINIA WOOLFOne can not think well, love well, sleep well, if one has not dined well.

Mit diesem Zitat der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf (1882-1941) überschrieb das chinesische Designer-Paar Rosanna Hu und Lyndon Neri seinen Entwurf für ein Esszimmer im „Haus 2015“ auf der Kölner Möbelmesse im Januar. Foto: wikipedia

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Der Berliner Zeichner lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig 040-870956-57 www.butschkow.de

Hotel Maritim STU_055_Bar_ulm_[5726]Von der hässlichen Riesenbaustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof sind es nur zwei Stationen mit der schicken Stadtbahn bis zum Berliner Platz, dann vorbei an der Liederhalle noch 300 Meter in die „Seidenstraße“ – und schon ist man am Glitzerpalast „Maritim Hotel“. Die großzügige Lobby hat eine verspiegelte Decke und viele Messinggeländer, im Café L’Espresso ist der kleine Schwarze stark und heiß, und in der einladenden Piano Bar schmecken die Drinks schon am frühen Abend. Die 555 Zimmer sind bis zu 85 qm groß, mit viel Holz und warmen Naturtönen geschmackvoll eingerichtet, die Bäder bieten ausreichend Abstellfläche, das Frühstücksbüfett ist vielseitig bestückt. Ins benachbarte Cinemaxx mit seinen sechs Kinosälen sind es nur hundert Meter, und Jogger und Spaziergänger haben den Hoppenlau-Park in unmittelbarer Nähe. Dort war von 1626 bis 1961 ein Friedhof, einige Grabstellen sind noch zu sehen, zum Beispiel die vom Verleger Johann Friedrich Cotta, gestorben 1832, und vom Schriftsteller Wilhelm Hauff, gestorben 1827. Ziemlich geschichtsträchtig also, das Hotel-Ambiente. DZ ab 164 Euro. Foto: Maritim Hotels

Cover FlüsseSprudelnd: Sie fließen durch malerische Landschaften, idyllische Täler, historische Orte und eindrucksvolle Städte, sind 115 km (Nahe) bis 2857 km (Donau) lang und bieten Erholung für Millionen Menschen: Deutschlands Flüsse. Seit sie nicht mehr als Kloaken missbraucht werden und Touristen sich für Kreuzfahrten auf und Fahrradtouren an ihnen begeistern, sind Rhein, Donau, Elbe und Oder wieder richtig interessant geworden. Das Autorenpaar Leander und Mina Brandt legt jetzt einen dicken Band mit prachtvollen Fotos und ausführlichen Beschreibungen der großen sechs – Rhein, Weser, Ems, Donau, Elbe und Oder – und vieler ihrer Nebenflüsse vor. Da möchte man am liebsten sofort losreisen!

Leander und Mina Brandt: Deutschlands Flüsse, 384 Seiten, 39,95 Euro, Edition Fackelträger. Foto: Edition Fackelträger
Cover highgroveRoyal: Einst hat man ihn verspottet, weil er angeblich mit seinen Pflanzen sprach. Großbritanniens ewiger Kronprinz, His Royal Highness, der Prince of Wales. Heute weiß man, den Pflanzen hat es bestimmt nicht geschadet, denn sein Garten „Highgrove“ ist ein Paradies. Als Charles das Anwesen 1980 übernahm, war der riesige Garten an dem Haus von 1796 in einigermaßen verwahrlostem Zustand. Heute gibt es dort einen Seerosengarten, eine Lindenallee, Wildblumenwiesen und ein Baumhaus, einen Japanischen Moos- und einen Küchengarten, einen Azaleen- und einen Thymianweg, eine Rosenpergola und einen Cottage-Garten. „Ich glaube, ich habe recht schnell gelernt“, schreibt Charles im Vorwort zum Buch der britischen Autorin Bunny Guiness, „dass Eile in der Gartengestaltung selten klug ist.“ Und so führen die herrlichen Fotos mit ausführlichen, erklärenden Texten den Leser gemächlich durchs grünende Jahr, vom verschneiten Küchengarten über den Frühling an der Sonnenuhr und den Sommerwiesen im Teppichgarten bis zum bunten Laub im Arboretum. Wer das Anwesen selbst nicht besichtigen kann, hat mit diesem Band einen würdigen Ersatz.
Charles, Prinz von Wales, Bunny Guiness: Highgrove – ein Jahr im königlichen Garten. 240 Seiten,  39,95 Euro, Busse-Seewald. Foto: Busse-Seewald
Cover VerzweigtGewachsen: Der erste Baum der Menschheit war wohl der der Erkenntnis, von dem Adam und Eva besser nicht gegessen hätten. Auf Kinderzeichnungen tauchen neben einem Haus und einem Auto auch meist Bäume auf, zwar stilisiert aber gut erkennbar. Und die meisten von uns schmücken Weihnachten ganz traditionell einen Tannenbaum. Wenn man erst einmal darüber nachdenkt, fallen einem viele Situationen ein, in denen Bäume wichtig für uns sind. Wir finden sie schön, sie zu betrachten beruhigt uns. In Gedichten stehen sie fest verwurzelt, besungen wird „mein Freund, der Baum“. Sie werden oft unendlich alt und nähren derweil uns und viele Tiere; sie stehen für den Kreislauf des Lebens und für die Natur schlechthin. Kein Wunder also, dass die beiden Kuratoren Andrea Firmenich und Johannes Janssen für die soeben zu Ende gegangene Ausstellung „Verzweigt“ im Bad Homburger Museum Sinclair-Haus eine Fülle von Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Filmen und Rauminstallationen zeitgenössischer Künstler gefunden haben, die sich mit dem Thema Baum beschäftigen. Da ist Sigmar Polke mit der Skizze eines geschmückten Tannenbaums, da sind Mark Wagner mit seiner Collage aus Dollarnoten und Laura Ford mit ihrer Installation aus Stahl und Samt „Tree Girl with Birds“. Im
Produkte 1 collect-00002-bDie ganz großen Trends waren auf der Möbelmesse in Köln im Januar ja nicht zu finden, aber viele kleine konnte man durchaus entdecken.
So hat die Düsseldorfer Firma Schönbuch sich an die eleganten Sekretäre früherer Jahrhunderte mit den vielen Geheimfächern erinnert und seine Serie „Collect“ aus Kommoden, Konsolen, Frisiertischen und Schränken aufgelegt. Man stelle sich vor: Achtzehn Schublädchen für Liebesbriefe, Geschmeide und Lippenstifte!
Produkte 2 _Mueller_Koii_10Richtig spektakulär ist die Konstruktion der Outdoor-Liege „Koii“ von Müller Möbelwerkstätten „Koii“ besteht aus Birkenschichtholz-Latten, bezogen mit LKW-Plane, die auseinander geklappt und aufgerollt werden können. Genial!
Produkte 3  Brühl amber-0201-bProdukte 4 team7_bank_yps_slide3Viel zu sehen waren in diesem Jahr höhere Rückenlehnen, so auch bei Brühl. Die Serie „Amber“ bietet verschiedene Sofas und Sessel mit absenkbaren Rücken- und Armlehnen, größerer Sitztiefe oder eben einer erhöhten Rückenlehne. Sehr bequem!
Sitzbänke am Esstisch sind noch immer angesagt, jetzt auch gern mal ohne Lehne. Team 7 bietet zu seinem schon bekannten „Fixtisch“ denn auch mehrere Varianten von „Yps“ an: Als Eckbank mit
Ausstellungmarta_herford_unmoeglich2015_jonas_modell_intrapolis1960-65Der amerikanische Architekt Frank Gehry kann seine sensationellen Museumsbauten erst verwirklichen, seit man am Computer planen und das Ergebnis auch bauen kann. Seither gibt es immer mehr Bauten, die eigentlich Skulpturen sind.
Im Herforder Museum Marta, gebaut von Frank Gehry, hat man sich nun gefragt, wie wohl Entwürfe von Künstlern – Malern, Bildhauern oder Installationskünstlern – aussehen, die sich nicht an Bauvorschriften, Budget-Vorgaben, Bewohner-Wünsche und statische Bedingungen halten müssen? Entstanden ist eine spannende Ausstellung mit den unterschiedlichsten Träumen von Räumen – (un)möglichen eben. Mit dabei sind Theo van Doesburg, Isa Genzken, Wenzel Hablik, El Lissitzky, Thomas Schütte und viele andere.

Foto: Walter Jonas, Modell Intrapolis, 1960–65, DAM Frankfurt, © Stiftung Walter und R. M. Jonas

Stadtsp. 1 wikipediaBei der Ankunft merkt man noch nichts. Erst, wenn man Rotterdams Hauptbahnhof durch die große Halle verlässt und sich sofort umdreht, entfährt einem unwillkürlich ein „Wow“. „Die Spitztüte“ nennen die Einheimischen ihr gerade fertig gestelltes Wahrzeichen – eines von mehreren, dazu später mehr, die Centraal Station mit Metro, Nah- und Fernverkehr, mit Ladenstraße und Fahrrad-Parkhaus, die das niederländische Architektenteam „CS“ mit einem 250 m breiten, dynamisch emporragenden Dach versehen hat. Einfach gigantisch! Der Blick wird natürlich noch besser, wenn man über  den „Kruisplein“ bis zur Westersingel spaziert.

Stadtsp. 2 640px-Rodin_Rotterdam_01Zwischen Westersingel und der Parallelstraße Mauritsweg/Eendrachtsweg gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts einen Wassergraben, an dem entlang seit 2001- da war Rotterdam europäische Kulturhauptstadt – Skulpturen von Rodin und Picasso, Artschwager, Coop Himmelb(l)au und vielen anderen stehen, die sogenannte „Beeldenroute“  (Bilderroute).
Nach etwa achthundert Metern „Beelden“ erreicht man den Museumspark mit dem Architekturinstitut, dem Naturmuseum, der Kunsthalle – einem der ersten Bauten vom heute weltberühmten Rem Koolhaas – und dem Museum „Boijmans van Beuningen“,  einem gewichtigen 30er-Jahre-Bau mit vielen niedrigen Räumen und Kabinetten, in denen Rembrandt, Rubens und

cartoon-peter-butschkowDer Berliner Zeichner lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft. Cartoon-Abdruck kostenpflichtig 040-870956-57 www.butschkow.de

Unknown„Laut der Umfrage eines großen deutschen Nachrichtenmagazins gehöre ich nicht zu den zehn erotischsten Männern Deutschlands – aber ich kann auch mit dem elften Platz gut leben.”

Der Komiker Olaf Schubert, der auch als Gabi Schubert und als Michael Rock auftritt, und sich als Betroffenheits-Lyriker bezeichnet, auf seiner Website http://www.olaf-schubert.de/. Foto: Olaf Schubert/© Copyright Maren Uhlherr
Hotel lobby-15935--nh-atlanta-rotterdam_t2-z1wVon außen ist es ein unspektakulärer Kasten an einer viel befahrenen Hauptstraße nicht weit vom Hauptbahnhof. Aber in der Lobby des Hotels Atlanta ist noch die Art-Deco-Pracht von einst zu bewundern. Die Zimmer
sind klein aber sinnvoll eingerichtet, die Fenster sind nur einfach verglast, aber die Vorhänge sind dick und schwer, das Frühstücksbüfett, an dem
man schon ab fünf Uhr früh zulangen kann, ist so wie eigentlich überall, im
Restaurant kocht man chinesisch, und in der netten Bar gibt es kleine internationale Gerichte. Die interessante Innenstadt von Rotterdam mit ihrer eindrucksvollen Architektur ist nur fünf Gehminuten vom Hotel entfernt und in zehn Minuten erreicht man die spektakuläre neue Markthalle. DZ ab 59 Euro. Foto: NH-Hotels

Bücher Berlins Finest 1_1Bücher  Berlins Finest 2_1Exklusiv: Wer die Nase voll hat von Modeketten a la Zara und Hasi & Mausi, der muss einfach mal zum Shoppen nach Berlin. Kleine Mädchen gehen dort am besten zu „Goldig“ und decken sich mit rosa Blumenprints ein oder zu „Spitze“, wo Vintage groß geschrieben wird. Saftiges Biobrot kauft man anschließend im „Endorphina“,  eingelegte Salzzitronen bei „Goldhahn & Sampson“ und herbe Preiselbeeren im „Senfsalon“. Und woher hat man all die Tipps und Adressen? Aus Berlin’s Finest, den kompakten Büchern mit jeweils 50 ausgesuchten Geschäften. Also einfach einen Stadtplan daneben legen und eine erfolgversprechende Shoppingtour zusammen stellen. Viel Spaß!

Mathias Helfert: Berlin’s Finest – 50 exquisite Lebensmittelgeschäft, 158 Seiten, 14,95 Euro, Edition Braus. Julia Stelzner: Berlin’s Finest – 50 besondere Modeläden, 158 Seiten, 14,95 Euro, Edition Braus. Foto: Edition Braus
Bücher Amalie-loves-Denmark---Mein-Kopenhagen-BuchFröhlich: Die Marketing-Expertin und ehemalige Reisebürobesitzerin Inken Henze ist erklärter Deko-Fan und liebt Kopenhagen schon immer. Seit 2011 bloggt sie auf www.amalielovesdenmark.com über ihre Dänemark-Leidenschaft. Die besten Voraussetzungen also, all ihre gesammelten Adressen und Insidertipps mal in einem Buch zusammenfassen. Und das hat sie wirklich liebevoll gemacht. Von Stadtteil zu Stadtteil, Straße für Straße zeigt die Autorin Designshops und Modeläden, Wohn- Showrooms und Schmuckboutiquen, genau wie angesagte Coffeeshops, stylische Hotels, In-Bars und Smørrebrød-Lokale. Dazu gibt es ausführliche Beschreibungen mit schönen Fotos, einen Stadtplan mit markierten Highlights und eine Adressenliste nach Straßen sortiert. Besonders praktisch: Dem schweren Band ist ein handlicher Mini-Deko-Guide zum Mitnehmen beigelegt.
Inken Henze: Mein Kopenhagen. 160 Seiten,  24,95 Euro Busse-Seewald Foto: Busse-Seewald
Bücher The_Taste_of_Istanbul Bücher Istanbul DorlingLecker: Eigentlich gibt es nur Menschen, die aus Istanbul zurück kommen und völlig begeistert sind. Was für eine Stadt! Lebendig, fröhlich und alles sooo lecker! Für die, die da waren, und die, die hin wollen, und überhaupt für alle, die sich für die türkische Küche interessieren, sind jetzt zwei wunderschöne Bücher erschienen. Im einen, von Harris und Loftus, gibt es im Anhang eine Beschreibung der wichtigsten, hier oft unbekannten Zutaten, wie zum Beispiel Salep (Knabenkrautpulver) oder Pul Biber (getrockneter Chili). Im anderen eine Auflistung der wichtigsten türkischen Begriffe wie ekmek (Brot) oder nohut (Kichererbse). Davor bieten beide Bücher natürlich jede Menge schmackhafte Rezepte und herrliche Fotos von appetitlichen Speisen – und von dieser prächtigen Stadt.
The Taste of Istanbul – Die echte türkische Küche. 208 Seiten, 19,95 Euro, Edition Fackelträger. Andy Harris, David Loftus: Istanbul – Türkische Küche – traditionell, orientalisch und modern mediterran. 208 Seiten, 19,95 Euro, Dorling Kindersley Fotos: Edition Fackelträger/ Dorling Kindersley
Die Zeit der Einkuschler ist niemals vorbei, das konnte man jetzt in Köln auch wieder eindrucksvoll feststellen. War es vor einigen Jahren noch das Cocooning, mit dem man sich von der Außenwelt erholte, so gibt es jetzt das Bedürfnis, sich in der eigenen Wohnung gegen Einflüsse und Störungen der anderen Mitbewohner zu wappnen. Bestens geeignet dafür sind die neuen Hochlehner, Sofas und Sessel, in denen man sich prima abschirmen kann.
IFProdukte 3  Roset Beau Fixe Inga SempePoltrona Frau IFnennt das Sofa „Gran Torino“ von Jean-Marie Massaud ein „kleines Stückchen Architektur“, das mit vielen Kissen und einem Beistelltisch aus Eisen kombiniert wird. Gran Torino kann von 165 cm bis 305 cm in vier Breiten bestellt werden. Signet – bewegende Formen hat für seinen „Matheo“ schon die Auszeichnung „Interior Innovation Award – Selection 2015“ vom Rat für Formgebung erhalten. Gewürdigt wurde dabei einerseits das Gefühl der Geborgenheit für den Sitzenden und andererseits die ausgeklügelte Technik, denn der Tellerfuß hat einen Return-Beschlag, so dass der Sessel sich immer wieder in seine Grundposition zurückdreht. Auch
Rembrandt - Self Portrait J910070Das Rijksmuseum, das nach zehnjähriger Renovierung seit anderthalb Jahren wieder eröffnet ist, empfängt seine Besucher mit einer spektakulären, Licht-durchfluteten Eingangshalle – ganz modern mit viel Glas. Die andere, die „große Halle“ aber wurde völlig restauriert und glänzt wieder mit Freskos an den Wänden und einem beeindruckenden Terrazzo-Fußboden. Die Exponate wurden jetzt chronologisch gehängt, so findet man nur die „Nachtwache“ von Rembrandt van Rijn (1606 bis 1669) an ihrem angestammten Platz.
„Der späte Rembrandt“ beschäftigt das Museum in diesem Frühjahr mit der weltweit größten Ausstellung, die es jemals gab. Über 90 Gemälde, Zeichnungen und Drucke aus der Zeit von 1652 bis zu seinem Tod kommen aus aller Welt zusammen. Dabei wird ein Schwerpunkt auf Rembrandts Experimente mit Farbe und Licht, mit Graphiken und Maltechniken in dieser Zeit gelegt. Zusätzlich bietet das Museum geführte Spaziergänge zu Rembrandts Wirkungsstätten in Amsterdam an. Rijksmuseum, täglich 9 – 17 Uhr, Eintritt 17,50 Euro Foto: Self portrait with two circles, Rembrandt Harmensz. van Rijn, c. 1665-1669. The Iveagh Bequest, Kenwood House, London

Stadtsp 1. wikipediaLa_Rambla_2009-06-10Über die Ramblas schlendert natürlich jeder Tourist, aber auch Einheimische flanieren hier gern an den Blumenständen mit ihren bunten Buketts und den Straßenkünstlern in abenteuerlichen Verkleidungen vorbei. Das Wort „La Rambla“ stammt aus dem Hispano-Arabischen und bedeutet Flussbett. Aber ob hier wirklich einmal der Fluss Mallo die Schneeschmelze aus dem Collserola-Gebirge ins Mittelmeer spülte, ist ungewiss. Der heutige Prachtboulevard, der von Platanen aus dem Jahre 1859 gesäumt wird, führt von der Plaça de Catalunya bis zum Hafen und trennt den Stadtteil El Raval vom Barri Gotic, dem ältesten Viertel aus dem 14. Jahrhundert.

IFDie Ramblas sind 1258 Meter lang, und wenn man von der Plaça de Catalunya in Richtung Meer spaziert, dann muss man ungefähr in Höhe der Blumenstände unbedingt rechts abbiegen, zum wunderbar wuseligen „Mercat de la Boqueria“. Der überdachte Markt existiert seit 1840 und bietet Fisch und Fleisch, Gemüse und Obst, Nüsse und Süßigkeiten. An mehreren Ständen werden leckere Tapas und kleine Mittagsgerichte angeboten. Auf dem Platz stand einst der Konvent San Josep, der 1835 abgerissen wurde.