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Ausstellung_polidori-salle-de-bain-marie-antoinette-r.d.c.-cord-central-versailles_presseJuergen Teller PersonalIm Bett beginnt und endet meist unser Leben, und auch ein Drittel unserer Tage verbringen wir darin. Deshalb ist es kein Wunder, dass Künstler sich immer wieder des Bettes angenommen haben. Was dabei herausgekommen ist, dokumentiert jetzt das 21er Haus des Museums Belvedere in Wien: Es zeigt Fotos, Gemälde, Zeichnungen, Installationen, Skulpturen und Videoarbeiten, in denen das Bett – vom 16. Jahrhundert bis heute – eine zentrale Rolle spielt. Zu sehen sind etwa das Schlafgemach von Königin Marie Antoinette in Versailles, das britische Modell Kate Moss auf einem Foto von Jürgen Teller und natürlich auch John Lennon und Yoko Ono in ihren Flitterwochen, als sie vom Bett aus gegen den Krieg protestierten. Belvedere, Mi bis So 11 – 18 Uhr, Mi + Do bis 21 Uhr, Eintritt 19 Euro

Fotos: Robert Polidori, Salle de Bain, Marie-Antoinette, R.D.C. Cord Central, Versailles, 2006 /Juergen Teller, Young Pink Kate, London, 1998 C-Print, gerahmt
Manchmal ist es gut, wenn man schon vorher weiß, was einen erwartet. Und selbst, wenn es zur aktuellen Möbelmesse in Köln vom 19. bis 25. Januar nicht so schrecklich wichtig sein sollte, dass man einige Trends schon kennt – schaden tut’s auch nicht, oder?
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Produkte zio_loungechairfootstool_manga-300dpi-moooi
Produkt Zeitraum M11 2014-12-04 um 17.31.31

 

Moooi: Der holländische Designer Marcel Wanders zum Beispiel, der ja eigentlich für seine schrillen, bunten, überdimensionalen Entwürfe bekannt ist, stellt dieses Mal mit seinem Buffet „Zio“und dem „Zio Lounge chair“,  aus Eiche, Möbel vor, die fatal an die 1950er Jahre erinnern. Wahrscheinlich ist spießig wieder im Trend.  
Produkte NEOCRAFT_IrisCollection_F_01Selva: Eine andere Mode ist immer noch tonangebend und bei Selva schön zu sehen: Der schlanke, hohe Schrank „Lui & Lei“ des belgischen Designers Axel Enthoven ist mit glitzernden Swarovski-Steinen veredelt. Blink-Blink ist halt immer noch in!
Zeitraum: Schlichtes Design aus Massivholz bleibt auch weiterhin beliebt. Ein gutes Beispiel ist das Sideboard „M11“ von Mathias Hahn mit passendem Stuhl, das auch als Schreibtisch nutzbar ist.
Buch BlottnerDie Zeit der Landflucht scheint vorbei zu sein, sagen jedenfalls die Statistiken. Immer mehr Menschen wollen bewusst in den Großstädten leben, aber nicht auf viel Grün und üppige Natur verzichten. Gerade recht zu diesem Trend ist soeben das Buch „Stadtrefugien“ von Marion Hellweg erschienen. Die Münchener Einrichterin und Autorin hat dafür dreizehn schicke Reportagen von ansehnlichen Stadt-Wohnungen und -Häusern gesammelt, allerdings ist nur einmal eine Stadt im Hintergrund zu sehen – New York. Ansonsten: herrliche Gärten, gut gestaltete Innenhöfe und dicht bepflanzte Balkone. Wo die Wohnungen sind, wird nicht verraten, doch kann man aus den Vornamen der Bewohner erahnen, dass sich die meisten Refugien nicht in Deutschland befinden.
Aus der Unterzeile des Buchtitels – „Einrichtungsideen für urbanes Wohnen“ – sollte man nicht schließen, dass man hier erfährt, was urbanes vom ländlichen Wohnen unterscheidet, oder dass in den Texten konkrete, von vielen umsetzbare Ideen vorgestellt werden. Die „Stadtrefugien“ sind vor allem ein Coffeetable-Buch, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Marion Hellweg: Stadt Refugien. 160 Seiten, 209 Abbildungen, 39,90 Euro, Blottner
Foto: Blottner

Bücher becker_holly_becker2Praktisch. Wohnen kann jeder. Aber sich so einrichten, dass man sich rundum wohl fühlt in seinen vier Wänden, das kann eben nicht jeder. Und viele wissen dann auch nicht, wo das ungute Gefühl herkommt: Ist der Raum zu voll? Die Farben zu kalt? Das Licht falsch? Die Muster zu wild?

Holly Becker, die amerikanische Autorin, Journalistin und erfolgreiche Bloggerin, die in Norddeutschland lebt, gibt in ihrem neuen Ratgeber „Wunderbare Wohnideen“ alle ihre kleinen Tipps und Tricks preis, zum Beispiel diesen: Wenn das Zimmer unruhig wirkt, legen Sie alle gemusterten Dinge nebeneinander, so finden Sie das schwarze Schaf, das nicht passt. Oder: Stellen Sie nur Dinge offen auf, die Sie wirklich mögen. Und besonders wichtig: Fotografieren Sie Ihre Wohnung. Am Computer entdeckt man Störenfriede sofort.
In acht Schritten erklärt die Autorin, wie man seinen persönlich Stil findet und ihn auch umsetzt, von der ersten Idee, der Materialsammlung und einem Moodboard bis zum finalen dekorativen I-Tüpfelchen. Holly Becker: Wunderbare Wohnideen, 208 Seiten, 24,95 Euro, Callwey.
Foto: Callwey

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„Ich frage mich oft, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie nur nebeneinander wohnen und sich ab und zu besuchen.“

Die amerikanische Schauspielerin Katharine Hepburn (1907 bis 2003) war 26 Jahre lang mit ihrem Kollegen Spencer Tracy (1900 bis 1967) liiert, lebte aber nie mit ihm in einer gemeinsamen Wohnung. Foto: wikipedia
Hotel_bs_weinterrasse_abends_neuMan muss die tägliche Telenovela „Rote Rosen“ nicht lieben, muss sie nicht einmal kennen, um sich hier wohl zu fühlen. Das attraktive 4-Sterne-Haus liegt im Wasserviertel, dem historischen Hafen der Stadt Lüneburg, eine knappe Auto-Stunde von Hamburg entfernt. Die 128 edel eingerichteten Zimmer und Suiten sind verteilt in acht wunderbar restaurierte Speicher und eine Mühle, dazu gibt es drei romantische Märchensuiten im 500 Jahre alten Wasserturm. Vier Restaurants, eine Bar und ein 400 qm großes Spa auf der Mühleninsel verschönen den Aufenthalt zusätzlich. Nicht zu vergessen die Stadt selbst mit ihren pittoresken Gassen und Plätzen, mit drei beeindruckenden Kirchen und einem Wasserturm, den man besteigen kann. Aber natürlich gibt es auch Führungen zu den Drehorten der „Roten Rosen“. Hotel Bergström, Lüneburg DZ ab 149 Euro. Foto: Bergström
Stadtsp 2 der-hauptmann-von-koepenickStadtsp 1 alt_koep_luft_vollbildDa steht er. Direkt am Eingang zum Rathaus lehnt er an der Treppe. Der Hauptmann von Köpenick ist zwar eher klein, aber er wirkt stolz und selbstbewusst und ist nicht zu übersehen. Der „geniale Kerl“, wie ihn Kaiser Wilhelm II. angeblich genannt hat, ist jetzt aus Bronze, aber er bringt noch immer jeden zum Lächeln und der Stadt eine Menge Touristen.
Friedrich Wilhelm Voigt (1849 bis 1922) war eigentlich Schumacher und schon mehrfach im Gefängnis gewesen, als er am 16. Oktober 1906 in der Uniform eines Hauptmannes des preußischen Garde-Regiments, die er bei einem Trödler erstanden hatte, mit einem Trupp Soldaten ins Rathaus eindrang, den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse raubte. Ganz Preußen lachte, Voigt bekam vier Jahre Gefängnis, wurde aber vom Kaiser nach zwei Jahren begnadigt. Mittwochs und samstags um 11 Uhr marschiert er übrigens immer noch mit seinen Mannen zum Ratskeller!
IFStadtsp 3a wikipedia-Köpenick_-_Rathaus_3Der (und der übrige Tatort) entstand 1901 bis 1904 im Stil der Backsteingotik, dekoriert mit schönen Jugendstilelementen
 Ausstellung 21. Balloon Dog (Magenta), 1994-2000 ∏ Jeff KoonsEr gilt als der letzte der großen „Pop Art“-Künstler und ist höchst umstritten: Jeff Koons, geboren 1955, ist spätestens seit seiner Ehe (1991-98) mit der italienischen Porno-Queen Cicciolina, bürgerlich Illona Staller, und der damals entstandenen Bilder-Serie „Made in Heaven“ das enfant terrible, der Igittigitt-Künstler der Gegenwart. Trotzdem (oder gerade deshalb?) werden für seine quietschbunten Bilder und überdimensionalen Skulpturen – Hunde, Hasen, Herzen oder Popeye – astronomische Summen gezahlt.
Das Centre Pompidou zeigt jetzt in Zusammenarbeit mit dem Whitney Museum in New York und dem Guggenheim Museum in Bilbao eine Retrospektive mit rund einhundert Exponaten.
Buster Keaton.tifMit dabei sind der „Hoover“-Staubsauger von 1980 und das „Lifeboat“ aus Bronze (1985), „Buster Keaton“ (1988) und das „Hanging Heart“ (1994), genau wie der „Glass Dildo“ von 1990, der „Lobster“(2003) und der „Gazing Ball“ von 2013. Man muss Koons’ Kunst wirklich mal im Original gesehen haben, um den Hype um ihn wenigstens ansatzweise zu verstehen. Sie ist schon eindrucksvoll. Übrigens: Sponsor H&M bringt extra zur Ausstellung eine „Ballon Dog“ Tasche heraus, die es nur im Store an den Champs Elysées und auf
Produkte 1 Artek-Lights-Golden-Bell-golden-bells-1000Produkte 2  Artemide choose_gallery2129277-960x540Artek: Zeitlos schön ist sie, die Hängeleuchte „Golden Bell“, die das finnische Architekten- und Designer-Paar Aino und Alvar Aalto schon 1937 für das Restaurant Savoy in Helsinki entworfen hat. Heute gibt es die „Glocke“ auch in verchromtem Stahl und in Schwarz oder Weiß.

Artemide: Deutlich jünger ist die Leuchten-Serie „Choose“ des italienischen Designers Matteo Thun. Die Steh-, Hänge-, Wand- und Tischleuchte mit einem Schirm aus rotem Polycarbonat oder Pergamentpapier stammt von 2005, ist aber schon ein Klassiker.

Produkte 3a MaurerI_Ricchi_Poveri_Silver_Bzzzz_Detail_4C Produkte 3b MaurerI_Ricchi_Poveri_Toto_black_web1400Bildschirmfoto 2014-11-25 um 17.25.51Ingo Maurer: Auch der „Lichtpoet“ aus München hat einen alten Entwurf neu aufgelegt. Seine Leuchte „WillyDilly“ von 1983 mit dem gedrehten Schirm aus weißem Karton, ist jetzt innen in Pink oder Orange zu haben. Sieht schick aus! Auch seinen schlichten Entwurf einer Glühlampe auf stabilem Draht, genannt „I Ricchi Poveri“ gibt es jetzt neu: mit Micky- Maus-Ohren, genannt  “Toto”oder mit aufgesteckter Libelle,

Keine Lust mehr, sich im Museum in die lange Schlange vor der Kasse zu stellen? Oder gar quer durch die Republik zu reisen, um eine hochgelobte und spannende Ausstellung zu besuchen? Und sich statt dessen lieber daheim auf dem Sofa an Kunst (Fotografie, Design oder auch Mode) delektieren? Da weiß KuNo Rat. Aus dem Füllhorn der herbstlichen Neuerscheinungen haben wir jetzt, da andere Buchvorstellungen zunehmend scheuen, beherzt und mit sicherem Blick eine gute Handvoll Titel ausgewählt, die – nun ja – den Museumsbesuch nicht ganz ersetzen, aber zumindest den Spaß an der Kunst wachhalten. Und da Weihnachten vor der Tür steht: Verschenken lassen sich diese Bände auch ganz vortrefflich.

Bildschirmfoto 2014-11-25 um 17.18.54Gesichter. Zur Kamera greifen sie schon seit einiger Zeit kaum noch, jedenfalls nicht aus beruflichen Gründen – aber das müssen sie auch nicht: Barbara Klemm, geboren 1939, und Stefan Moses, geboren 1928, zählen längst zu den großen Fotografen der Nachkriegszeit. Über Jahrzehnte prägten ihre Bildreportagen den optischen Auftritt von Magazinen und Zeitungen wie dem Stern und der Frankfurter Allgemeinen; vor allem ihre einfühlsamen Porträts, in denen sie Prominenz ebenso genau und unsentimental darstellten wie unbekannte Mitmenschen, verschafften ihren rasch Ansehen und

Hotel AchatEs ist nicht gerade in der Innenstadt gelegen, das Hotel Achat, um genau zu sein sind es – laut Hotel-Homepage – 8 km in die City, 9 km zum Hauptbahnhof und 46 km zum Flughafen von München. Aber da es nur 200 Meter zur nächsten U-Bahn Station sind, ist man doch relativ schnell in der Stadt. Und das Hotel ist schön ruhig mit Blick ins Grüne, die Zimmer sind gemütlich, die Bäder intelligent eingerichtet, das Personal sehr, sehr freundlich und im Restaurant serviert man doch tatsächlich Steckrübeneintopf und Bachforelle, Quitten-Ingwer-Risotto und Blaubeerquiche mit Zimtparfait.  Und Ihren vierbeinigen Liebling dürfen Sie auch mitbringen!

DZ ab 105 Euro, Foto: Achat Hotels

butschkowBildschirmfoto 2014-11-25 um 17.09.31Der Berliner Zeichner lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft. Cartoon-Abdruck kostenpflichtig 040-870956-57. Übrigens: 24 Postkarten mit Butschkows Karrikaturen gibt es jetzt auch als Adventsaufsteller für nur 9,99 Euro! Zu Bestellen über www.butschkow.de

Zitat Ingo Maurer by Artcurial„Ich bin überzeugt, dass Menschen, die abends in trübe Stimmung verfallen, zu Hause ein trübes Deckenlicht haben.“

Der als „Lichtpoet“ bekannte Designer Ingo Maurer, 82, in einem Interview mit dem Zeitmagazin vom 16. Oktober 2014. Foto: c/Ingo Maurer

Bildschirmfoto 2014-10-27 um 09.48.55Bildschirmfoto 2014-10-27 um 09.48.43„Wir wehren uns gegen die Haltung in unserer Gesellschaft, alles Alte zu zerstören, nur um etwas Neues zu bauen. Das Neue muss nicht immer besser sein.“
Das chinesische Designer-Duo Lyndon Neri und Rosanna Hu, das auf der Kölner Möbelmesse im Januar seinen Entwurf zum „Haus 2015“ vorstellen wird, zitiert im Einrichter-Magazin „arcade“, Oktober 2014. Foto: neri&hu

Cartoon-ButschkowHonorarpflichtiges Copyright: Peter Butschkow. Der Berliner Zeichner und Cartoonist lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat bereits mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft. www.butschkow.de.

IFDas Pferd ist natürlich lange tot. Aber die Liese, einst Lieblingspferd von Friedrich Wilhelm, dem illegitimen Sohn des schwedischen Königs Frederik I., das von seinem Wagenknecht Behrens bis ans Lebensende liebevoll versorgt wurde, ist Namensgeberin des Hotels „Ole Liese“. Behrens erhielt nämlich von dem dankbaren Königssohn die Schanklizenz.
Und so residiert das Hotel seit 200 Jahren auf Gut Panker neben einer Trakehnerzucht, dem Herrenhaus mit Kapelle und mehreren attraktiven Shops in verschiedenen wunderschön restaurierten Häusern.

Das junge Pächterpaar Birthe und Oliver Domnick hat die 22 großzügigen Zimmer – mit schicken Betten von „Panker Design“ – alle hell in nordischen Pastelltönen eingerichtet. In den beiden Restaurants des Gutes tischt der junge Chefkoch Volker Fuhrwerk regionale Köstlichkeiten wie gerösteten Ostsee-Dorsch und Rehbock mit Pfefferkirsche auf. Man muss Loriot, der sich im Gästebuch verewigt hat, wirklich recht geben: „Hier möchte ich nie wieder weg …“ Hotel Ole Liese DZ ab 129 Euro. Foto: CO

Bücher matisse_cut_outs_trade_va_gb_3d_04807_1405210943_id_769366Schnipp-schnapp. Ein stabiler Tisch muss schon her, um dieses Trumm von einem Buch angemessen zu würdigen, aber das ist den Aufwand wert: Alle Scherenschnitte von Henri Matisse, einem der bedeutendsten Meister der Klassischen Moderne, sind in diesem mächtigen Band versammelt, über 130 Arbeiten. „Zeichnen mit der Schere“ nannte der 1869 geborene Künstler diese Technik; auf einer Reise nach Tahiti 1930 experimentierte er zum ersten Mal damit. Doch erst als der fast 80-Jährige so krank wurde, dass er den Pinsel nicht mehr halten konnte, konzentrierte er sich ganz auf die „Cut-Outs“, und bis zu seinem Tod 1954 schuf er Werke, die mit ihren kühnen Linien und intensiven Farben zu den Höhepunkten seiner Kunst zählen. In diesem Sommer waren sie in der Londoner Tate Modern zu sehen; wer die Ausstellung versäumt hat, bekommt hier einen ganz ordentlichen Ersatz, zumal auch ein Blick auf das restliche Werk des großen Franzosen geworfen wird.
Henri Matisse: Cut-Outs. Zeichnen mit der Schere. 334 Seiten, 49,99 Euro, Taschen. Foto: Taschen

Bücher Prestel_xlQuiiiiiietsch. Karl Drais, der deutsche Erfinder, der 1817 eine Laufmaschine – später genannt Draisine – gebaut und damit den Vorläufer des heutigen Fahrrades erfunden hatte, würde sich bestimmt freuen über den Kultstatus, den Zweiräder zur Zeit haben. Und über all die Auswirkungen wie schicke Shops und intelligente Parkplätze, wie extra Fahrwege und spezielle Brücken. Es tut sich viel rund ums Fahrrad. Der Londoner Autor Gavin Blyth, selbst leidenschaftlicher Radler, hat sich in der Welt umgeschaut und dabei eine grandiose Brücke des spanischen Architekten Santiago Calatrava in Kanada gefunden, in Lissabon entdeckte er ein geniales, graphisches System zur Auszeichnung von Fahrradwegen, und in den USA verblüffte ihn eine „Bike Fix Station“, an der man sein Rad selbst reparieren kann. In seinem Buch „Velo City“ hat er all diese zukunftsorientierten Ideen zusammen getragen. Zum Beispiel auch die: Fahrradständer aus bunten Metallbuchstaben, genannt „Goodmorning Technology“.
Gavin Blyth: Velo City, 160 Seiten, 200 farbige Abbildungen, 29,95 Euro, Prestel Foto: Prestel

Trend: Wie leben wir in 40 Jahren? fragte Ikea anlässlich seines 40. Geburtstages einige Designer, Architekten und Medienmenschen und versammelte die Antworten in einem „Trendbook 2054“. Technik wird dann noch mehr das Leben bestimmen, meinen die einen, die anderen sehen Nachhaltigkeit weiterhin als Hauptthema. Einfacher wird das Leben werden, weil die Ressourcen für unsere Luxusleben dann erschöpft sind, aber wir werden mobiler und risikobereiter sein, behaupten einige. Ein spannend gemachtes Heft zum Stöbern, Schmunzeln und auch zum Nachdenken – hier kann man es herunterladen.

Nice to know- MonsKulturhauptstadt: Von der kleinen belgischen Stadt Mons 65 km südlich von Brüssel haben sicher noch nicht viele gehört. Sie ist Kulturhauptstadt 2015 und spätestens dann eine Reise wert. Was es da zu sehen gibt? Ein Rathaus von 1458 an einem großartig restaurierten Platz; ein Haus, in dem van Gogh gelebt hat; eine Stiftskirche; ein Museum der schönen Künste mit einer großen Van Gogh-Ausstellung; Musikfeste und Installationen in alten Gassen; Theateraufführungen draußen und in einem Congress-Center, gebaut von Daniel Libeskind. Das Motto des Jahres in Mons heißt: „Where Technology meets Culture!“ Also nichts wie hin! Mehr … »