Bemerkenswertes Bauen

Nicht alles, was zur Zeit in Deutschland gebaut wird, sieht von außen spektakulär aus. Sicher, da sind Hamburgs ganzer Stolz, die Elbphilharmonie, und die nicht so geliebte Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in Berlin. Aber es gibt auch jede Menge Neubauten, sanierte Altbauten und clevere Umbauten, die ihre Qualitäten im Innern entfalten. Da ist zum Beispiel die Aktivhaus-Siedlung in Winnenden aus 38 in Holzrahmenbauweise gefertigten Modulen, die erst für Flüchtlinge, später als Sozialwohnungen vergeben werden. Oder – ganz anders – das winzige Haus in einer Baulücke in einer denkmalgeschützten Hauszeile in Köln, das nur eine Grundfläche von 10 x 3,5 m hat.
95 der auf der Nominierungsliste für das Deutsche Architektur Jahrbuch versammelten Bauten haben die drei Herausgeber kurz und knapp mit je zwei Fotos, Grundriss, Umgebungsplan und kompaktem Text für diesen Führer zusammengefasst. Mit dem ebenfalls abgedruckten QR Code lässt sich jedes Bauwerk auch ohne Buch finden.

Yorck Förster, Christina Gräwe, Peter Cachola Schmal: Architekturführer Deutschland. 224 S. DOM Publishers. 28 Euro. Foto: DomPublisher

Einfach besser Kochen

Wie schwitzt man eigentlich Zwiebeln an? Und wie viel ist

15.-21. Januar: In Köln findet wieder die Internationale Möbelmesse statt, die im letzten Jahr 1361 Aussteller aus 51 Ländern und 104 000 Fachbesucher hatte. Freitag, Samstag und Sonntag ist dann für jedermann geöffnet. Wer übers Internet Tickets bucht, zahlt nur 8 Euro.
17. Januar-13. Februar: In Umbrien, hauptsächlich in Perugia, wird Karneval gefeiert, ganz ohne Alaaf und Helau aber mit grellen Verkleidungen und jeder Menge Konfetti.
19.-21.Januar: Der erste von vielen Gartenkursen der „Königlichen Gartenakademie“ in Berlin wird in diesem Jahr zum Thema „Gestalten Sie Ihren eigenen Garten“ von Gabriella Pape veranstaltet.
31. Januar-4. Februar: Im belgischen Gent wird das Lichtfestival gefeiert. Internationale Lichtkünstler illuminieren die historische Altstadt, das Kunstviertel und erstmals auch Industriebauten.

Da Vinci in Abu Dhabi: Das teuerste Gemälde der Welt, „Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci, ging für 450 Millionen Dollar an einen unbekannten Bieter. Das Bild, dessen Herkunft und Provenienz nicht vollständig geklärt ist, wird zukünftig im Louvre Abu Dhabi zu sehen sein.
Die Trendfarbe des Jahres: Das Institut Pantone hat wie in jedem Jahr auch für 2018 die Farbe des Jahres gekürt, diesmal ist es ein sattes Lila, das „Ultra Violet“. Die schöne Farbe gibt es auf Möbeln, Stoffen, Kleidung und Glas. Einfach herrlich!

Neues Jahr – neue Möbel. Noch sind sie nicht in unseren Wohnungen angekommen, erst einmal zeigt man sie auf den Messen des Frühjahrs in Köln, Frankfurt und Mailand. Ein paar Beispiele gibt es hier schon mal vorab, im Original sieht man sie im Kölner MAKK unter dem Titel „It’s not about everything – it’s about the best.

 

Ligne Roset: Papai heißt das neue Sofa des italienischen Design-Duos Paolo Lucidi und Luca Pevere.

 

Riviera Maison: Der Stuhl „Amsterdam City“ aus Kunststoff sieht aus wie gepolstert.

 

 

 

More: Der Hamburger Designer Peter Fehrentz hat eine Bar namens „Harri“ geschaffen.

 

 

Schönbuch: Der Servierwagen von Sebastian Herkner heißt „Grace“.

TON: Den „Chips Lounge Chair“ hat die Tschechin Lucie Koldova entworfen, die in diesem Jahr auch „Das Haus 2018“ auf der Kölner Messe gestaltet.
Fotos: Stylepark

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Hilfe!Hilfe!Hilfe

In den Ländern, in denen sich die Regierungen nicht oder nur unzulänglich um die sozialen Belange ihrer Bürger kümmern, tun das gewöhnlich andere. In Ungarn sind es oft die Familien, und das nicht nur auf dem Land, sondern auch in Budapest. Außerdem kümmern sich kirchliche und private Organisationen. Aber auch die Menschen auf der Straße helfen einander. Selbst bei Kleinigkeiten.
Eine häufige Szene: Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm steigt in eine Straßenbahn. Sofort springen zwei Frauen und ein, zwei Knaben auf und bieten ihre Plätze an. Oder: Eine Frau in der U-Bahn kämpft (aussichtslos) mit dem verhedderten breiten Träger ihrer Seitentasche und der Kapuze auf ihrem Rücken. Ein junger Mann hinter ihr fragt, ob er helfen könne, erntet ein glückliches „Jaaa“, bringt die Sache in Ordnung und bekommt einen Dank mit breitem Lächeln.
Wenn ein Blinder aus der Stadt-Bahn mit den hohen Stufen aussteigen will, kommen

19. 1. bis 18.3.: Photobastei. Zürich
Meister des 20. Jahrhunderts – der andere Blick
Ein Streifzug durch private Sammlungen und die Fotogeschichte

Einen eindrucksvollen Überblick über die Fotografie im vergangenen Jahrhundert geben die jetzt in Zürich gezeigten 140 Bilder von 90 Kamerakünstlern. Der Bogen reicht von dem Pariser Eugène Atget, der seine Stadt am liebsten an unscheinbaren Orten festhielt, bis zu Porträtisten unserer Zeit wie Martin Parr, Modefografen wie F.C. Gundlach und Sozialdokumentaren wie Sebastiao Salgado. Die Aufnahmen stammen aus verschiedenen privaten Sammlungen in Deutschland und der Schweiz. Mit dabei sind auch Werke von Berenice Abbott, Diane Arbus, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Robert Lebeck, Ruth Orkin, August Sander, Karin Szèkessy und Wim Wenders.
Foto:

Noch bis 18.3.: Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
Madame d’Ora. Machen Sie mich schön!

Sie hatte sie alle vor der Kamera, die Schönen ihrer Zeit. Die Wienerin Dora Philippine Kalmus (1881-1963), die sich später Madame d’Ora nannte, fotografierte die Primaballerina Anna Pawlowa, den Operettenstar Fritzi Massary, die Modeikone Coco Chanel, den Schriftsteller Arthur Schmitzler und viele andere. 1940 musste die Jüdin aus Paris fliehen und versteckte sich in Österreich. Mit der Prtominenz war es nun vorbei: 1945/46 dokumentierte sie das Flüchtlingselend

Wenn man morgens kurz vor halb zehn vor dem Eingang zu Monets Garten im kleinen normannischen Dorf Giverny steht, dann könnte man auf die Idee kommen, dass man den herrlichen Garten nur mit den paar anderen Neugierigen besichtigen kann, die gerade um einen herum stehen. Ist man dann aber erst einmal am Kassenhäuschen vorbei und durch den gigantischen Andenkenladen hindurch, dann muss man leider erkennen, dass mehrere Gruppen in Busstärke an einem anderen Tor hinein gelassen wurden. Monets Garten ist einfach immer voll, denn er ist in der ganzen Welt bekannt. Und er ist wirklich wunderschön!
Der verwitwete Maler Claude Monet (1840 bis 1926) mietete sich 1883 zusammen mit seinen beiden Söhnen, seiner späteren Frau Alice Hoschedé und deren sechs Kindern in Giverny ein und begann den Garten anzulegen. Sieben Jahre später konnte er das Anwesen kaufen und sogar noch angrenzendes Land dazu. Aus dem ehemaligen Nutzgarten machte er einen Ziergarten mit geraden Perspektiven und rankenden Pflanzengewölben. Er wählte Blumen nach Farben und Wuchshöhe aus und sorgte vom Frühjahr bis spät in den Herbst für Blütenpracht. Er selbst kommentierte das so: “An meinem

„Damals dachte ich, wir würden uns in die richtige Richtung bewegen, in Richtung einer Welt, in der wir den Rassismus hinter uns lassen. Ich habe mich getäuscht.“

Die amerikanische Regisseurin Kathryn Bigelow in einem Interview mit dem Stern Nr 47/17 zu ihrem neuen Film „Detroit“ und der Frage, wie es war, Obama zu begegnen. Foto: wikipedia

Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Hotel Weisser Hirsch, Hohnstein

Die gewaltige Burg Hohnstein aus dem 12. Jahrhundert thront hoch über dem Ort, genau gegenüber des Zugangs liegt das kleine, sehr nette Hotel, das auch auf den Namen Meister Bär hört. Der hübsche Biergarten liegt direkt an der viel befahrenen Straße und ist doch sehr einladend. Die großzügigen Zimmer sind hell, die Bäder klein, aber praktisch. Das Frühstücksbüfett lässt nichts zu wünschen übrig. Fahrräder kann man leihen und eigene nachts in der Parkgarage sichern. Wanderer bekommen üppige Lunchpakete gepackt, und zum Abendessen gibt es große Portionen regionaler Spezialitäten. Und: Die sächsische Schweiz liegt einem hier zu Füßen.

DZ ab ca. 120 Euro

Foto: CO

 

 

Ja, Weihnachten kommt auch in diesem Jahr wieder so plötzlich, und die Frage, was schenkt man wem, ist wie immer noch lange nicht beantwortet. Doch Hilfe ist nah. Wir haben eine Auswahl für Sie getroffen, wobei wir finden: Kunst geht immer, sei sie von alten oder neuen Meistern, gepinselt oder geknipst, gesammelt oder gekocht.

Kalender des Jahres

Sie glauben, Sie kennen das Meer? Weil es immerhin gut zwei Drittel unseres Planeten bedeckt? Dann sehen Sie sich doch mal an, was der Hamburger Fotograf Harald Schmitt mit seiner Kamera auf See beobachtet hat. Auf zwölf großformatigen Blättern zeigt er in diesem Kalender für 2018, in welch vielfältiger und wahrhaft atemberaubender Form uns das nasse Element begegnet. Denn ob es nun das sanfte Kräuseln vieler kleiner Wellen ist, die düstere Majestät des Meeresspiegels bei einem fernen Sonnenuntergang oder das Funkeln des Tageslichts auf munteren Wogen: viel mehr Romantik und Drama war nie und viel mehr Magie auch nicht. Ein Jahr lang begleiten uns diese umwerfend schönen Aufnahmen – am Ende ist man fast traurig, dass 2018 vorbei ist.

Harald Schmitt: Die Farben des Meeres. 12 Blätter (Format 100 x 54 cm).

Käse: Falls Sie dieses Mal keine Gans servieren möchten, bei Alpenweit gibt’s Käse und Speck, Schüttelbrot und Vinschgerl, Senf, Öl und Pesto – alles zum Bestellen. Und man kann ein Catering buchen, dann liefert die nette Frau Schönberger eine reichhaltige Auswahl für ein perfektes Käsebüfett mit vielen Gästen.

Ostsee: Ab sofort ist das Urlaubsmagazin Ostseeküste mit neuen Geschichten aus der Region, Tipps für Radwanderwege, kulinarischen Höhepunkten und Sightseeing zwischen Sandstränden und Backsteingotik zu haben. Kostenlos und prima zur Vorbereitung und -freude auf den nächsten Sommer. www.ostseeferien.de/kataloge

Puma: Die legendäre Sportmarke gab vor kurzem zur Feier des 50. Geburtstages ihres Sneakers „Suede 50“ neue Kooperationen bekannt: So wird der Schuh 2018 unter anderen von Karl Lagerfeld, Hello Kitty, Swarovski und Barbie gestaltet. Aber darauf gehen soll man immer noch können.

Weihnachten: In ganz Europa wird Jesu Geburtstag süß gefeiert. In Österreich isst man Kletzenbrot – Sauerteig mit Rosinen, Nüssen und gedörrten Birnen -, auf Mallorca trinkt man heiße Schokolade und genießt dazu das Schmalzgebäck Ensaimades, in der Lombardei serviert man frittierte Gnocchi aus Zucker, Eiern Mehl und Sahne, und die Isländer backen Laufabraud aus Milch, Zucker und Mehl. Auch die Dänen haben einen traditionellen Nachtisch: den Ris à l’amande – Milchreis

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Magenbitter & koschere Geister

Seine Majestät, Kaiser Joseph II. von Österreich, in Personalunion mit sich selber Ungarischer König, hatte wieder einmal zu viel gegessen. Er litt an Völlegefühl. So fragte er seinen jüdisch-ungarischen Leibarzt: „Hams net was dagegen, Zwack?“

Dr. Josef Zwack fiel sogleich die revolutionäre Idee ein – Majestät möge weniger essen –, das aber wagte er nicht zu sagen. Ein anderes Mittel hatte er nicht. Niemand hatte es – bis der Medicus nach längerem Nachdenken sich an die Kräutermixturen seiner seligen Großmutter erinnerte. Und bereits ein Jahr später, 1790, präsentierte er sein bittersüßes Elixier aus insgesamt 40 Wurzeln und Kräutern, dazu 40 Prozent Alkohol. Der Kaiser befand, es sei einzigartig und nannte es Unicum. Die Produktion des ersten Magenbitters begann 1840 in Budapest. Ab 1904 unterstützte den ohnehin florierenden Absatz ein Plakat, das bis heute als das berühmteste des Landes gilt: Ein Mann im endlosen Meer, mit nasser schütterer Haarpracht lächelt

Falls Sie weiter oben bei der Kunst keine passenden Geschenke für Ihre Lieben gefunden haben, können wir Ihnen noch etwas ganz Besonderes anbieten:

Lotte  heißt der Jahreshase 2018 von Fürstenberg aus feinem Porzellan, der sich diesmal auf dem Rücken aalt. Jahrelange Sammler haben schon eine ganze Familie von sitzenden, hoppelnden, hockenden und ruhenden Hasen im Regal. Lotte gibt es wie immer 11,6 cm groß für 32 Euro. Eine Auflage von 260 Stück ist vergoldet und 14 cm groß für je 385 Euro und 26 Lottes sind handbemalt, 14 cm groß und kosten je 654 Euro.

Na denn, frohe Ostern!

 

Fotos: Hersteller

 

Noch bis 4. März: Unteres Belvedere, Wien

Die Kraft des Alters

Wie gehen wir mit dem Altern um? Die Betroffenen nennt man einerseits Best Agers, andererseits werden sie aus dem Arbeitsmarkt aussortiert. „Siebzig ist das neue Fünfzig“, stellte die „Welt“ schon 2013 fest; Anti-Aging-Produkte sind der boomende Beleg für anhaltende Jugendlichkeit.
Mit dem Thema haben sich natürlich auch Künstler auseinander gesetzt.
In Wien zeigt man jetzt mit 174 Werken alte und neue Perspektiven, Chancen und auch Grenzen des Alterns auf. Mit dabei sind u.a. Arbeiten von Rosemarie Trockel, Daniel Spoerri und Egon Schiele, Pablo Picasso, Annie Leibovitz und Käthe Kollwitz, Gustav Klimt, Johannes Grützke und Lovis Corinth. Die Kuratorin Sabine Fellner möchte mit der Ausstellung u.a. die Frage beantworten: „Hat die Kunst neue „Alter-native“ Entwürfe anzubieten?
Foto:: Margot Pilz, Anti Aging, 2010, Daniela Beranek, © Margot Pilz

 

Sie ist schon sehr lange tot, aber noch heute ist Bingen ihretwegen in der ganzen Welt bekannt: Die Äbtissin und Universalgelehrte Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) hinterließ Schriften zu Religion, Medizin, Musik, Ethik und Naturkunde. Besonders ihre Kräuterkunde ist auch heute noch gut für Laien zu gebrauchen.

Natürlich hat das Binger „Museum am Strom“ eine Dauerausstellung zu der berühmten Dame, in der man sich umfassend über Leben und Werk dieser ungewöhnlich Frau informieren kann.

Aber die kleine Stadt am Rhein hat noch einiges mehr zu bieten: Den Mäuseturm zum Beispiel. Der steht seit dem 14. Jahrhundert auf einer kleinen Insel im Fluss und diente als Wachturm. Seinen Namen hat er einer Sage zu verdanken, wonachh der hartherzige Bischoff Hatto II. (gestorben 970) seine gefüllten Kornkammern dem hungernden Volk nicht öffnete und dafür von Mäusen in eben jenem Turm lebendig gefressen wurde.

Nicht weit davon findet man das Binger Loch, allerdings unterhalb der Wasseroberfläche, denn es wurde im 17. Jahrhundert in ein Riff gesprengt, das bis dahin die

„Wir haben uns schon an zu vieles gewöhnt, an einen rauen, unverschämten Ton, Shitstorms, Beleidigungen, Lügen, an eine Maßlosigkeit im Urteil über andere. Die grundlegenden Regeln menschlichen Anstands stehen in Frage. Aber was ist das eigentlich genau: Anstand?“

Der Autor Axel Hacke zu seinem neuen Buch „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“ in der Literaturbeilage der Zeit vom Oktober 2017. Foto: wikipedia

Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Hotel Fischerklause, Lütjensee

Die schöne Terrasse direkt am See wird man im November natürlich kaum nutzen können, als Trost liegt oft ein feiner Nebel über dem Lütjensee und macht ihn sehr geheimnisvoll. Ganz schön romantisch ist es also in der Fischerklause!
Am besten hat man eines der Zimmer mit Seeblick. Eingerichtet sind alle behaglich, frisch und hell mit praktischem Bad und bequemen Betten, in die man nach einem großartigen Abendessen nur zu gerne sinkt. Denn Hotelier Gerhard Retter serviert köstliche Forellen und Aal aus dem See oder Bratwurst vom Wildschwein und Rehkeule mit Birnen und Bohnen. Aber lassen Sie unbedingt noch Platz für einen Marillenknödel mit Vanilleeis!
Foto: CO

Zum Sammeln

In der „Kleinen Reihe der Künstlerbiografien“ des Wienand Verlages sind jetzt die Bände 9 und 10 „Max Liebermann“ und „Egon Schiele“ erschienen. Und hoch willkommen sind sie, denn die erfolgreiche Serie bringt uns Nicht-Fachleuten die Lebensgeschichten bekannter Künstler näher, ordnet ihre Arbeiten ein und erklärt ihre Bedeutung auf ebenso kurze wie unterhaltsame Weise. Kleine Exkurse etwa zur „Wiener Secession“ (Egon Schiele) oder zur „Liebermann Villa als Künstlerhaus“ ergänzen die knapp 100 Seiten umfassenden Bücher. Formatbedingt (9,5 x 6,5 cm) sind die Abbildungen der Gemälde natürlich begrenzt. Aber wenn die Bände ihre Leser dazu bringen, mal wieder ins Museum zu gehen, haben sie ihr Ziel doch wirklich erreicht.

Martin Fass: Max Liebermann, ca. 98 S., Wienand Verlag, 12,95 Euro
Martina Padberg: Egon Schiele, ca. 98 S., Wienand Verlag, 12,95 Euro
Foto: Wienand Verlag