Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr
als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Le Moulin des Chennevières, Giverny, Frankreich

Die Mühle aus dem 17. Jahrhundert

Viele Hotels gibt es in dem kleinen Ort Giverny in der Normandie wirklich nicht. Die meisten Besucher des Monet-Gartens kommen mit dem Bus frühmorgens und sind am frühen Abend wieder weg. Und so entgeht ihnen das Hotel in der zauberhaften alten Mühle aus dem 17. Jahrhundert, das nur drei Doppelzimmer hat, durchweg etwas windschief, aber liebevoll eingerichtet. Das Frühstück wird von allen Gästen gemeinsam am großen Tisch in der Küche eingenommen. Sehenswert ist der Garten der Mühle: Auf drei Hektar schlängelt sich ein Flüsschen durch über hundert Jahre alte Bäume, man überquert das Wasser über eine romantische Brücke und kann sogar Wallabies beobachten. Und hier gibt es – im Gegensatz zu Monets Garten – praktisch keine Touristen. DZ ab 115 Euro. Foto: Le Moulin Chennevières

100 Jahre Bauhaus ist für uns Anlass, ein paar Neuerscheinungen
zu seinem Jubiläum vorzustellen:

Das Bauhaus für Anfänger

Für die, die noch nicht viel über das Bauhaus wissen, ist dieses Buch ein idealer Einstieg. Es beginnt mit einem kurzen Überblick, was das Bauhaus überhaupt war, gefolgt von 24 Kurz-Biografien aller wichtigen Bauhäusler, danach gibt es jeweils ein Kapitel zu den Bauhaus-Standorten in Weimar, Dessau und Berlin. Das Buch endet mit einem Überblick über die tatsächlich gebaute Bauhaus-Architektur und einem kurzen Exkurs, was aus Lehrern und Schülern im und nach dem Krieg wurde.
Nach der Lektüre weiß man, was der Architekt Mies van der Rohe meinte, als er in seiner Rede zum 70. Geburtstag des ersten Bauhaus-Direktors Walter Gropius (bis 1928) am 18. Mai 1953 sagte: „Das Bauhaus war eine Idee, und ich glaube, dass die Ursache für den ungeheuren Einfluss, den das Bauhaus auf jede fortschrittliche Schule in der Welt gehabt hat, in der Tatsache zu suchen ist, dass es eine Idee war. Eine solche Resonanz kann man nicht mit Organisation erreichen und nicht mit Propaganda. Nur eine Idee hat die Kraft, sich soweit zu verbreiten.“

Christiane Kruse: Das Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin – Leben, Werke, Wirkung, 144 S., 148 Abb. Edition Braus. 19,95 Euro. Foto: Edition Braus

Das Haus des Bauhauses

Natürlich gibt es auch ein Gebäude, das zum Inbegriff des Bauhauses wurde. Walter Gropius (1883 bis 1969) baute „das Bauhaus“ 1925/26 in Dessau, in dem die „Hochschule für Gestaltung Bauhaus Dessau“ bis 1932 residierte. Die Stiftung Bauhaus Dessau hat jetzt ein Buch herausgegeben, in dem mit vielen stillen Fotos und kurzen Texten dokumentiert wird, wie das Haus heute nach den vollständigen Restaurierungen 1972 und 2006 aussieht. Im Anhang werden die unterschiedlichen Ausbildungs-Werkstätten und viele Bauhäusler in Kurzbiografien dargestellt.

Bauhaus Dessau – Architektur – Gestaltung – Idee. 144 S., 82 Abb. Jovis. 25 Euro Foto: Jovis

Auerbachs Bauhaus

Walter Gropius hatte schon einige Häuser gebaut, als er 1924 von dem Physiker Prof. Felix Auerbach und seiner Frau Anna den Auftrag für ihr privates Wohnhaus in Jena erhielt und hier erstmals alle Bauhaus-Kriterien umsetzen konnte. Das Gebäude wurde 1994/95 grundlegend restauriert und kann nach Absprache besichtigt werden.
Wer mehr wissen will, sollte zu diesem Buch greifen, in dem die Autoren neben Fotos, Zeichnungen und Grundrissen auch Abbildungen von Original-Briefen, Postkarten und Zeitungs-Annoncen zeigen. Dazu erzählen sie detailliert die Geschichte des Hauses von den ersten Plänen, über die Auswahl der Möbel bis hin zur Farbgestaltung. Einen großen Teil des Buches nimmt schließlich die Geschichte der Bewohner ein, die mit einem gemeinsamen Suizid nach der Machtergreifung 1933 endete.

Barbara Happe, Martin S. Fischer: Haus Auerbach von Walter Gropius, 136 S., Jovis. 39,90 Euro. Foto: Jovis

 

Die Meinung der Fachleute
Die klare Sachlichkeit und schnörkellose Strenge des Bauhaus-Stils – das war 1919 etwas völlig Neues und Faszinierendes. Und auch der Versuch, Architektur, Kunst und Kunsthandwerk zusammenzuführen, elektrisierte seinerzeit viele. Und heute? Dr. Sandra Hofmeister, Chefredakteurin der „Edition Detail“, hat weltweit hundert Statements von hundert Architekten eingesammelt. So erklärt der Südtiroler Architekt und Designer Matteo Thun, dass die Gruppe Memphis ohne das Bauhaus nicht entstanden wäre: Er und seine Mitstreiter wollten der „grauen Bauhaus-Maus“ damals „bunte mit Emotionen gefüllte Objekte“ entgegen setzen. Kollege Daniel Libeskind wiederum, polnisch-amerikanischer Architekt u.a. des Jüdischen Museums Berlin, betrachtet die Prinzipien von einst noch immer als kategorischen Imperativ: „Noch heute verstehe ich Gestaltung im Sinne des Bauhauses als eine ethische Herausforderung und einen grundlegenden Ansatz für den Aufbau einer besseren Gesellschaft.“
Ergänzt wird der lesenswerte Band durch eine Einführung der Autorin und hundert Mini-Biografien der Architekten.

Sandra Hofmeister: Mein Bauhaus – 100 Architekten zum 100. Geburtstag eines Mythos. 240 S. Edition Detail. 29,90 Euro Foto: Edition Detail

Lebensläufe
Nicholas Weber leitet seit langem die Albers Foundation in Connecticut und hat viel Zeit mit dem Bauhaus-Künstlerpaar Josef und Anni Albers verbracht. Ihn interessierten die Menschen hinter den Bauhaus-Ikonen, und so hat er für sein Buch die „Bauhaus-Bande“, bestehend aus Walter Gropius, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Ludwig Mies van der Rohe und eben Anni und Josef Albers, detailliert und kenntnisreich porträtiert.
Das flott geschriebene 500-Seiten-Werk ist unterhaltsam zu lesen und hat jede Menge bisher unbekannte Informationen zu bieten.

Nicholas Fox Weber: Die Bauhaus-Bande – Meister der Moderne. 545 S., DOM Publishers. 48 Euro Foto: DOM Publishers

Lustvoll gebaut
Mit dem Bauhaus hat dieses Buch eigentlich gar nichts zu tun, aber es ist sehr unterhaltsam. Das Prinzip ist schnell klar: Auf einer Vorderseite sieht man eine merkwürdige Lebensmittel-Skulptur, zum Beispiel einen dicken Büffelmozzarella, das nächste Foto zeigt, wem der Klops verblüffend ähnelt, nämlich der Allianz Arena in München. Oder man betrachtet Zwiebelviertel aufgeschichtet auf einer Knäckebrotscheibe, und richtig: das erinnert an Sydneys Oper. Fünf im Kreis aufrecht gestellte Bananen stellen die Kathedrale von Brasilia dar.
Schnurrig wie das Buch ist seine Entstehung: Die Autoren suchten nach einem Geschenk für einen Architekten und begannen, Ikonen der Baugeschichte aus Lebensmitteln nachzubauen. So findet man jetzt in dem lustigen Bändchen Haribo-Konfekt als Hundertwasserhaus, eine Weißwurst als schiefen Turm von Pisa, Käse als Elbphilharmonie in Hamburg, Brüssels Atomium aus Weintrauben und Zahnstochern und das Kolosseum in Rom aus Zwieback.

Katharina Empl und andere: Bauschmaus – Ein kulinarisch-architektonisches Rätselbuch. 176 S., DVA. 15 Euro Foto: DVA

100 Jahre Bauhaus wird natürlich in ganz Deutschland das ganze Jahr über mit Ausstellungen und Vorträgen gefeiert. In Halle befasst man sich mit „Wege der Moderne“, in Gera ist man „…der Sachlichkeit verpflichtet“, und in Weimar dreht es sich in einer Ausstellung um die Nationalversammlung: „Demokratie aus Weimar“. Alle Veranstaltungen findet man gesammelt auf der Website https://veranstaltungen.bauhaus100.de/de/widget/calendar/
2019 finden in den Kirchen der Hansestadt wieder Konzerte im Rahmen des Hamburger Orgel-Sommers statt. In diesem Jahr wird dabei an den 300. Todestag Arp Schnitgers (1648 bis 1719) erinnert, des genialen Orgelbauers, der in Norddeutschland viele klangvolle Instrumente hinterlassen hat. Die größte erhaltene Schnitger-Orgel steht in Hamburgs Hauptkirche St. Jacobi. www.orgelstadt-hamburg.de/veranstaltungen/

COR: Auf der Möbelmesse in Köln im Januar stellte Cor das neue Sofa (mit passendem Sessel) „Avalanche“ des Mailänder Designbüros Metrica vor. Das Besondere: Die Rückenlehne lässt sich hochklappen, so wird die Sitztiefe vergrößert.
Bonaldo: Einen großen, schweren Tisch zeigte Bonaldo. „Art“ hat ein stabiles Metalltrapez plus zwei Beine als Untergestell, die Platte gibt es aus verschiedenen Materialien.
Fritz Hansen: Den Stuhl „Drop“ hat Arne Jacobsen schon vor 60 Jahren entworfen, nun hat Fritz Hansen ihn wieder aufgelegt – in vier frischen Farbtönen.
Cane Line: Das schicke Daybed für Terrasse oder Garten heißt „Peacock“, Pfau, obwohl das Möbel nur in Grau zu haben ist. Das Kunststoff-Geflecht ist UV- resistent; der Vogel selbst ist 219 cm breit, 199 cm tief, 96,5 cm hoch und wiegt 44,2 kg.

Avalanche von COR

Art von Bonaldo

Drop von Fritz Hansen

Peacock von Cane Line

 

Stilwerk-Hotels: Der Design-Händler Stilwerk mit Häusern in Hamburg, Berlin und Düsseldorf eröffnet Mitte 2019 sein erstes Hotel in Hamburg, danach folgen je eines in Travemünde und Rotterdam und eines am Wulmsberg in der Lüneburger Heide. Die Hotels werden im Stil von Einzelhäusern mit einer zentralen, für alle Gäste zugänglichen Wohnküche mit erstklassigen Möbeln der Stilwerk-Vertragshändler eingerichtet. So soll Design auf Zeit erlebbar gemacht werden.
Metropolitan Museum of Art: Das New Yorker Museum und seine beiden Dependancen, das Met Cloisters und das Met Breuer, haben im letzten Jahr 7,36 Millionen Besucher gehabt. Allein die David Hockney Ausstellung sahen sich 363 877 Menschen an.

Unser Autor

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

PROTEST, PROTEST, PROTEST!

Wie zwei ehemalige Freunde des ungarischen Ministerpräsidenten immer wieder schmunzelnd berichten, kamen sie zu dritt nach dem Abitur zusammen aus ihrem Dorf nach Budapest. Froh, in der Großstadt zu sein, betranken sie sich und zertrümmerten ihr Zimmer im Studentenheim.
Ich habe die böse Befürchtung, dass Viktor Orbán Ähnliches mit ganz Ungarn im Sinn hat. Ein neuerliches trauriges Beispiel ist das sinnlose „Versklavungsgesetz“ (bis zu 400 Überstunden im Jahr, die innerhalb von drei Jahren bezahlt werden sollen – wenn der Arbeitnehmer bis dahin weder stirbt noch kündigt. Ist eines davon eingetreten, braucht der Unternehmer nicht zu zahlen).

Dagegen protestiert inzwischen das ganze Land. Wie bei einer Veranstaltung im ostungarischen Debrecen der Gewerkschafts-Sprecher einer großen Gummifabrik berichtete, arbeiten er und seine Kollegen täglich bis zu zwölf Stunden, zudem leisten sie Überstunden. Dabei machen sie wegen der Übermüdung Fehler über Fehler: Unfälle, Verletzte, unbrauchbare Maschinen. Das kostet immens viel Geld – und durch das neue Gesetz kann es noch schlimmer werden. So flüchtet, wer nur kann. Selbst ohne die Familie.

Demo in Budapest

Das bemerkenswert Neue in Ungarn: Auch Lehrer und Studenten halten nicht mehr den Mund. Anfang Januar gab es eine Feier in der renommierten Wissenschafts-Uni Eötvös Loránt, kurz ELTE:
Voller Festsaal, viel Prominenz. Eine Professorin begrüßt die verehrten Gäste. Doch kaum hat sie ihren Mund geschlossen, stehen ca. 30 Studenten von ihren (recht früh besetzten) Stühlen in der ersten Reihe auf und skandieren (gut eingeübt, klar, verständlich und laut) ihre Kritik an der Vertreibung der international anerkannten Central Europayen University aus Budapest nach Wien (dort wurde der George-Soros-Stiftung freudig Asyl gewehrt). Anschließend folgten die studentischen Forderungen: Korrekte staatliche Stipendien (in Ungarn nennt man den Gebührenerlass bei Bedürftigkeit „Stipendium“); bewohnbare Studentenheime; echte Hilfen zum Studentenleben. Die Veranstalter beendeten das studentische Intermezzo mit ohrenbetäubender Musik.

Beim Hinausgehen winkten mir drei der (ELTE-) Studenten zu, die ich wenige Tage zuvor bei ihrer Belobigung kennen gelernt hatte. Ihre Dreiergruppe im zweiten Semester Ökonomie war bei einem internationalen Wettbewerb durch mehrere Runden hindurch – Wirtschaftssimulation, Mikroökonomie, Spielelemente, Marktelemente, Benimmökonomie und Umweltökonomie – unter 87 ähnlichen Gruppen aus 32 Ländern auf Platz 1 gelandet. Ob die drei Herren nach ihrem Abschluss in Ungarn bleiben werden?
Und noch eine Demo: In der südungarischen Stadt Szeged wurden kürzlich bei einer Protestveranstaltung Aufnahmen von früheren Reden Orbáns (als er und seine Partei noch in der Opposition waren) vorgespielt. Darunter der Satz: „In einer Demokratie hat das Volk das Recht, eine unwürdige Regierung davon zu jagen.“Der Haken: In Ungarn gibt es keine Demokratie mehr.
Fotos: privat

Fondation Beyeler, Basel/Riehen, 13.1. bis 26.5. 2019:
Picasso Panorama (13.1. bis 5.5.) und
Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode (3.2. bis 26.5.)

Pablo Picassos „Femme en chemise

Über dreissig Werke des Ausnahme-Künstlers Pablo Picasso (1883 bis 1973) besitzt die Fondation Beyeler und hat damit eine der besten Picasso-Sammlungen überhaupt. Seit dem 13. Januar (noch bis 5. Mai) wird sie bei Beyeler prominent gezeigt. In der zweiten Ausstellung werden Werke aus der Blauen und der Rosa Periode zu sehen sein, die zwischen 1901 und 1906 entstanden sind und zu den bedeutendsten Bildern am Anfang der Klassischen Moderne zählen.
Geöffnet täglich 10-18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr.
Foto: Pablo Picasso, Femme en chemise (Madeleine), 1904–1905, Öl auf Leinwand, 72,7 x 60 cm, London, Tate, Hinterlassen C. Frank Stoop, 1933 © Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich, Foto: © Tate, London 2018

Das Amphitheater der Anatomie

Etwas gruselig ist es schon! In der Mitte des rundum und an der Decke mit Holz getäfelten gar nicht besonders großen Raumes steht ein Marmortisch hinter einem Holzgeländer. Dort wurden schon im 17. Jahrhundert Leichen seziert, von einem Schlachter unter Aufsicht eines Medizin-Professors und unter den wachsamen Augen eines Kirchenvertreters. Das fand aber nur im Winter und nachts statt, denn sonst war es in Bologna einfach zu heiß. Die Holzwände sollten die Gerüche absorbieren, damit die rundum sitzenden und stehenden Medizinstudenten nicht umfielen. Zu riechen gibt es heute nichts mehr, aber die Vorstellung, wie hier einst seziert wurde, ist doch gewöhnungsbedürftig.
Das „Amphitheater der Anatomie“, dekoriert mit Wappen und geschnitzten, großen Figuren berühmter Chirurgen, die hier gelehrt haben, befindet sich in den kunstvoll ausgestatteten Räumen des Palazzo dell’ Archiginnasio, dessen Baubeginn auf 1564 datiert wird und in dem lange die Universität ihren Sitz hatte. Als offizielles Gründungsjahr des akademischen Lehrbetriebs gilt allerdings schon das Jahr 1088, und damit beherbergt Bologna die älteste Universität der westlichen Welt. Studiert haben hier zum Beispiel Erasmus von Rotterdam und Pier Paolo Pasolini, und als Professoren lehrten Umberto Eco und Romano Prodi.

Die riesige Basilika San Petronio

Schlendert man nun von der Piazza Galvani durch die Arkaden der Via dell’ Archiginnasio, dann erreicht man nach drei Minuten die Piazza Maggiore mit der Basilika San Petronio, dem Palazzo Comunale – heute das Rathaus –, dem Palazzo Podesta von etwa 1200 und um die Ecke dem Neptunbrunnen. Apropos Arkaden: Bologna hat 38 km sehr hohe Arkaden, so konnten auch Reiter im Schatten bleiben!
Die Basilika San Petronio ist mit einem umbauten Raum von 258 000 m3 die weltweit größte Backsteinkirche überhaupt. Baubeginn war 1390, die Fassade ist bis heute unvollendet. In der Basilika wurde Karl V. 1530 zum König von Italien gekrönt.
Der Neptunbrunnen mit seiner 3,35 m hohen Bronzeskulptur auf einem Sockel mit Delphinen und Sirenen wurde 1563 errichtet und wird liebevoll „der Riese“ genannt.
Von der Piazza Maggiore spazieren wir jetzt durch die kleine Gasse Via Pescherie Vecchie. Sollten Sie gerade einen kleinen Hunger verspüren, dann sind sie hier richtig. Viele winzige Lokale haben ihre Tisch vor der Tür stehen, und man serviert überall zumindest eine ordentliche Pasta. Und der Weißwein ist immer gut gekühlt!

Siette Chiese

Danach durch die Gasse, einmal links, einmal rechts über die Piazza della Mercanzia, und schon ist man auf der Piazza Santo Stefano, einem großen dreieckigen Platz ohne Autos, an dem die Kirche Santo Stefano liegt, die aus sieben Kirchen besteht, weshalb sie auch „Siette Chiese“ genannt wird. Geplant wurde sie im 12. Jahrhundert nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem, und bis heute kann man von einer in die nächste wandeln, durch Kreuzgänge, Innenhöfe und kleine Gärten.
Sehr beeindruckend!
Auf dem Rückweg empfehlen wir den Weg durch die Via Caprarie und die Via degli Orefici, und dort sollten Sie dem Shop „Eataly“ einen Besuch abstatten. Wohl dem, der Italienisch lesen kann, denn der kann im Untergeschoss mit der Buchhandlung herrlich stöbern. Alle anderen werden sicher oben fündig, denn dort gibt es wunderbare Pastasoßen, ungewöhnliches Salz, Schokoladen, Bonbons, Nüsse und jede Menge Gewürze, alle sehr hübsch verpackt. Dazu natürlich Wein und Käse. Köstlich!

Asinelli und Garisenda,
die Geschlechtertürme

Um die Ecke stehen die beiden letzten Geschlechtertürme der Stadt: Asinelli (97,20 m hoch) und Garisenda (48 m hoch). Einst sollen es mal 180 in Bologna gewesen sein, durch die jede Familie ihre Bedeutung ausdrücken wollte.
Die beiden schiefen Türme sind das Wahrzeichen Bolognas, und wer gut zu Fuß ist, kann im Asinelli nach etwa 500 Stufen die spektakuläre Aussicht auf einen der schönsten und geschichtsträchtigsten Orte in der Emilia-Romagna genießen.
Alle anderen gehen jetzt auf die Piazza Maggiore und genehmigen sich einen Aperitif. Na dann, cin cin!

Fotos: CO

„Ohne das Bauhaus gäbe es unsere Art zu denken, zu fühlen und zu handeln wahrscheinlich nicht: Wenn man nichts mehr hinzufügen und nichts mehr weglassen kann, ist das Produkt fertig.“

 

Das Designduo Jehs + Laub, genauer Markus Jehs und Jürgen Laub, zu „Hundert Jahre Bauhaus“ im Magazin Arcade, Jan. 2019. Foto: fritz hansen

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in  Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Seehotel Huberhof, Uckermarck

Falls Sie die Uckermarck noch nicht kennen, dann müssen Sie unbedingt hin, wenn Sie sie kennen, wollen Sie sowieso wieder hin. Um zum Beispiel im zauberhaften Garten des Huberhofes direkt am Oberuckersee im Liegestuhl Luft und Licht und Landschaft zu genießen. Die Zimmer des Hotels sind eher rustikal, die Bäder ganz ordentlich, das Frühstück auf der wunderbaren Terrasse aber ist mehr als üppig. Und wenn man einen Sommerabend bei regionalen Spezialitäten draußen erleben möchte, dann sollte man schon mal frühzeitig den Urlaub 2019 planen. DZ ab 70 Euro. Foto: Seehotel Huberhof

Amerika ganz anders

Auch wenn sich die USA als politische Weltmacht gerade verabschieden – eine Weltmacht in Sachen Kunst sind sie seit dem 2. Weltkrieg bis heute geblieben. Aber wie sah es eigentlich davor in den Ateliers zwischen New York und San Francisco aus? Diese Frage beantwortet derzeit eine große Ausstellung im Kölner Wallraf-Richartz-Museum, und so opulent wie die museale Retrospektive auf 300 Jahre ist auch der Katalog dazu ausgefallen. Der Rückblick ist spannend: Nach höchst epigonalen Anfängen, einem 19. Jahrhundert voller Stilleben und Historiengemälde (und ein wenig „Native Art“ der Ureinwohner) kam mit der legendären „Armory Show“ von 1913 die große Zäsur: Amerikas Kunst fand zu sich selbst. Der ruppige Realismus der „Ash Can School“ (dt. „Mülleimerschule“) brach als erster mit den aus Europa importierten akademischen Traditionen; mit den dramatischen Anfängen des Abstrakten Expressionismus endet der epische Überblick in diesem mächtigen Wälzer. Zurück bleibt ein Betrachter mit lahmem Arm und der Erkenntnis „Irgendwie schon toll, diese Amis!“

 

Es war einmal in Amerika. 300 Jahre US-Amerikanische Kunst. 576 S., 541 Abb. Wienand. 49,80 Euro Foto: Wienand

 

Zwischen Himmel und Erde

Eissalat (crisphead) heißt das doppelseiten-große Bild in diesem Prachtband, aber es könnten auch Papierschnipsel oder überfrorene Cornflakes sein. Jedenfalls entdeckt man immer mehr schöne Formen und Strukturen, je länger man hinschaut. Die Bildlegende verrät nur, dass das Foto am Lake Abraham in Kanada entstand.

Sieben Kontinente bereiste der Fotograf Tom Jacobi und brachte weiße Bilder von atemberaubenden Landschaften mit, so wie crisphead eben. Mal sind es entlaubte Bäume auf Tasmanien, mal steile Felsen, genannt Seven Sisters, in Sussex, England. Ergänzt werden die beeindruckenden Fotos mit einfühlsamen Texten von Gattin Katharina Jacobi, in denen sie beschreibt, wo und wie die Aufnahmen entstanden.

 

Tom Jacobi: Into the light – between heaven and earth, between light and darkness.144 S., 70 Abb. Hirmer Verlag. 49,90 Euro.  Foto: Hirmer

 

Spielen kann man überall

Düstere Hinterhöfe, trostlose Trümmerhaufen, hässliche Gleisanlagen – egal: Wenn Kinder spielen wollen, dann spielen sie eben. Und die Großstadt Berlin wird unversehens zu einem riesigen Erlebnispark, in dem es jeden Tag etwas Neues zu entdecken gibt. Das war um 1900 schon so und am Ende des letzten Jahrhunderts noch immer so. Nur gut, dass Fotografen wie Willy Römer oder Friedrich Seidenstücker das alles – den Karton auf dem Kopf und das Gespritze im Planschbecken – mit ihrer Kamera festgehalten haben: So ist aus ihren Aufnahmen, im redlichen Schwarzweiß versteht sich, jetzt ein bezaubernder kleiner Bildband geworden, der aufs schönste beweist, dass schon ein bisschen Phantasie genügt, um den öden Alltag in ein lustiges Abenteuer zu verwandeln.

 

Kindheit in der großen Stadt. 128 S. 90 Abb. Edition Braus. 14,95 Euro. Foto: Edition Braus

 

1.1.: Traditionell wird am Neujahrstag in Prerow auf dem Darß um 14 Uhr die Badesaison eröffnet. Meist laufen dabei mehr als 500 Teilnehmer in bunten Kostümen ins Meer. Zum Aufwärmen gibt es am Strand Glühwein, Musik und klatschende Bewunderer.

10. bis 12.1.: Das Münchener Hotel Königshof wird neu gebaut. Bevor das alte schließt, gibt es einen Möbelbazar, bei dem Interieur und Weine verkauft werden.

14. bis 20.1.: Die internationale Möbelmesse findet wieder in Köln statt. An den Publikumstagen (Freitag bis Sonntag) kann nach den Fachleuten auch die Öffentlichkeit die neuesten Wohntrends bestaunen.

Lustige Leuchten

Moooi: Das holländische Designer-Duo Kranen/Gille hat für Moooi fünf Wandleuchten „The Party“  aus Keramik entworfen, die verschiedene Gesichter zeigen. Zusammen stellen die fünf eine Familie dar. Ach so, schönes Licht geben sie natürlich auch noch.

Die Stehleuchte Tress

Foscarini: „Tress“  hat der italienische Designer Marc Sadler seine Leuchte für Foscarini genannt. Es gibt sie als Hänge-, Tisch, Wand- und große Stehleuchte. Sie besteht aus einem Geflecht von Verbundmaterial und gibt durch ihre teils geschlossenen, teils offenen Flächen ein sehr interessantes Licht.

 

Farbe des Jahres 2019

Neue Farbe: Und wieder hat das amerikanische Farbinstitut Pantone einen Farbton des Jahres gekürt. 2019 heißt er „Living Coral“ und orientiert sich an Korallenriffen.

Schön frostig!

Kalte Herberge: Seit nunmehr 30 Jahren versammeln sich Künstler im schwedischen Jukkasjärvi in Lappland und bauen ein temporäres Hotel ganz aus Eis. 2018 haben 34 Künstler aus 13 Ländern ganz unterschiedliche Zimmer gebaut, die bis April zu mieten sind, dann fließt das geschmolzene Eis wieder in den Fluss Artic Torne.

Lange Tafel: Wer im Urlaub gerne kocht und mit großer Familie und vielen Freunden tafeln möchte, der braucht ein Ferienhaus mit großem Tisch. Ob in der Schweiz, in Deutschland, Italien oder Spanien, auf www.urlaubsarchitektur.de findet man sie.

 

Meldungen aus einem kleinen Land, Peter Meleghy berichtet aus Ungarn

Unser Autor

Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Webseite www.ungarnaktuell.de , außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com 

Die freiwillige Versklavung – Es reicht, Orban!

 

Der ungarische Ministerpräsident und Vater der Nation hat im Spätherbst entdeckt, dass seine Untertanen mehr arbeiten, mehr Überstunden machen möchten. Und weil sie dies im eigenen Land nicht können, wandern sie ins Ausland ab.

Das galt es, möglichst schnell zu verhindern. Also ließ er ein neues Gesetz schaffen, das Anfang Dezember etwas knirschend, von Pfiffen und Buhrufen begleitet, im Parlament wenn auch nicht abgesegnet, so doch immerhin angenommen wurde.

Danach können Arbeitnehmer und Arbeitgeber – freiwillig – einen Vertrag schließen. Von da an leiht der Arbeitnehmer seinen Lohn für bis zu 400 Überstunden seinem Arbeitgeber. Der Arbeitgeber verspricht den Lohn für die Überstunden innerhalb von drei Jahren zurückzuzahlen. Während dieser Zeit ist es für den fleißig arbeitenden und geduldig wartenden Arbeitnehmer allerdings nicht ratsam, zu kündigen. Denn auch das steht im Gesetz: Dann verliert er sein ausgeliehenes Geld. So soll er an die wesentlich besser bezahlten Jobs im westlichen Ausland möglichst gar nicht erst denken. Das Ziel ist ja, die Abwanderung zu stoppen, die gerade unter der Orbán-Regierung steil angestiegen ist.  

Die Regierung betont die Freiwilligkeit zwischen den (doch etwas ungleichen) Vertragspartnern. Und viele einfache Arbeiter erkennen die Falle nicht. Dafür spricht die Opposition umso lauter über Versklavung, übers Ausgeliefert-sein an die Gnade einer Firma – und geht auf die Straße. Neu ist, dass viele Studenten aus Solidarität mitmarschieren.

Die Demos waren riesig

Am Samstag, dem 15. Dezember, dauerten die Protestmärsche in Budapest bereits drei Tage. Dabei wurden abwechselnd die verschiedenen Donaubrücken für Autos unpassierbar, was die Fahrer jedoch gelassen hinnahmen. Die Polizei sprühte schon mal Tränengas, es gab Verhaftungen, Geldstrafen, immerhin keine Schlagstöcke.

Offensichtlich hat das „Versklavungs-Gesetz“ die Protestparteien endlich zusammengeführt. Am Sonntag, dem 16. Dezember protestierte schließlich das ganze Land gegen die gesamte Politik der Orbán-Regierung, so auch gegen die Ernennung der Richter an Verwaltungsgerichten durch die Regierung. Andererseits war man für den Anschluss Ungarns an die Europäische Staatsanwaltschaft.  

In Budapest zogen ca. 40.000 Menschen vors Parlament. Alle Oppositionsparteien und alle Gewerkschaften waren dabei. Besonders bemerkenswert waren die vielen, insgesamt elf, klugen Reden von Politikerinnen. Die Audi-Gewerkschaft ??? bekundete ihre Solidarität. Aus dem Ausland nahm eine Gruppe teil, die ein Transparent trug: „Wir sind gekommen, um Überstunden machen zu dürfen!“ Es herrschte eine wunderbare Stimmung.

Und selbst in den Provinzstädten protestierten jeweils Hunderte. Motto: Orbán verschwinde! Wir werden keine Sklaven!

Um Mitternacht in den staatlichen Nachrichten im Radio: Kein Wort über die Demonstrationen.    Foto: Daily Hungary

Tate Modern, London, 23.1. – 6.5. 2019:

Pierre Bonnard – The Colour of Memory.

Nach zwanzig Jahren widmet man sich in London wieder einmal dem französischen Maler Pierre Bonnard (1867 bis 1947) und konzentriert sich auf seinen außergewöhnlichen Umgang mit Farben nach 1912. Da Licht eine zentrale Rolle in seinen Gemälden spielte, zählt man ihn zu den Post-Impressionisten, obwohl er eigentlich einen ganz eigenen Stil entwickelte, dem er zeitlebens treu blieb.

Die Ausstellung wurde zusammen mit der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen und dem Kunstforum in Wien organisiert und wird in Wien vom 10.10.2019 bis 12.1.2020 zu sehen sein.

Geöffnet täglich 10-18 Uhr, Fr + Sa bis 22 Uhr. Foto: Tate Modern

Herrlich dieses Angebot! Natürlich gibt es Orangen und Clementinen, Melonen, Ananas und Kiwis, jede Sorte Tomaten, Möhren, Kohl und Zuccinis, nebenan Gewürze und Nüsse, ein Stück weiter Pulpo, Doraden und Scampis, und ganz hinten köstlichen Schinken und würzige Käse. Das muss das Paradies sein!

Markt in einer Jugendstilhalle

Nicht ganz – aber die Markthalle in Valencia hat wirklich ein riesiges, frisches, regionales Angebot, das zudem sehr ästhetisch und pieksauber arrangiert ist. Und die Halle selbst ist ein Kleinod des Jugendstils aus dem Jahre 1928. Der Kuppelbau aus Eisen, Glas und Keramikfliesen ist 30 Meter hoch und beherbergt auf zwei Ebenen 959 Marktstände.

Schräg gegenüber ist gleich das nächste Schmuckstück dieser wunderbaren, geschichtsträchtigen Stadt zu finden. Hinter einer

In der Säulenhalle wurde mit Seide gehandelt

unspektakulären Fassade versteckt sich die Seidenbörse, La Lonja de la Seda , die 1469 als Ölmarkt gegründet wurde. Von 1483 bis 1533 wurde an dem bedeutendsten Gebäude der profanen Gotik in Europa gebaut. Nachdem man den Turm, den mit Zitrusbäumen bepflanzten Innenhof und einen großen Saal mit herrlichem Fußboden-Mosaik bewundert hat, steht man schließlich in einer riesigen, etwa 30m hohen säulengestützten Halle, in der mehrere Jahrhunderte lang mit Seide gehandelt wurde. Die Lonja de la Seda gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die barocke Bemalung der Kirche

Jetzt geht es durch ein paar kleine Gassen zur Calle Caballeros, dort findet man bei Nummer 35 einen versteckten, schmalen Gang zum Eingang der Kirche San Nicolas de Bari y San Pedro Martir . Eine weitere Attrakltion von Valencia: Der ursprüngliche Bau wurde 1238 vollendet und zwischen 1419 und 1455 im gotischen Stil renoviert, zwischen 1690 und 1693 malte und dekorierte man das Innere im barocken Stil, und in den letzten drei Jahren hat man diese Dekorationen auf das Schönste restauriert. Das Ergebnis: Ein überwältigender Bilderrausch!

Schlendern Sie jetzt an den kleinen Läden in der Calle Caballeros vorbei bis zur Plaza de la Virgen mit der Basilika de la Virgen de los Descamparados, der Kathedrale Santa Maria und dem Neptun-Brunnen. Hier tagt jeden Donnerstag mittags um Punkt zwölf das Wassergericht  und das seit dem Jahre 960. Die acht gewählten Laienrichter fällen Urteile zur Verteilung des (einst sehr kostbaren) Wassers aus dem Fluss Turia auf die Valencia umgebenden Felder. Das Wassergericht gilt als die älteste Rechtsinstitution in Europa und wurde einst von den Arabern eingeführt. Heute gibt es nur noch wenige Streitfälle, wie das Wasser genutzt werden soll, trotzdem tagt das Gericht und wird mittlerweile als Touristen-Attraktion geschätzt.

Plaza Rodrigo Botet

Kaffeepause? Da sind Sie an der Plaza de la Reina richtig. Rund um den hübschen Platz gibt es diverse Lokale mit Stühlen draußen. Lassen Sie sich nieder, genießen Sie einen Cortado und schauen Sie den Spaniern beim Leben zu. Hier fahren auch die Hop-on-hop-off-Busse zu allen Sehenswürdigkeiten ab, darunter die spektakuläre City of Arts and Sciences , die der Architekt Santiago Calatrava seiner Heimatstadt gebaut hat, und natürlich geht es auch ans Meer, an die breiten Mittelmeerstrände.

Wenn der Kaffee Sie gestärkt hat, dann sollten Sie sich jetzt gleich um die Ecke die Plaza Redonda ansehen. Der tatsächlich völlig runde Platz entstand 1840 als Fischmarkt, heute gibt es hier Stände mit Kunsthandwerk.

Und nun? Auf in die Carrer San Vicente Martir 6, ins Restaurant Sagardi  .

Im ersten Stock speist man gediegen an rustikalen Holztischen, im Parterre locken herrliche Tapas, die auf dem Tresen immer frisch und sehr appetitlich angeboten werden. Man nimmt sich einen Teller, belädt ihn mit so vielen Köstlichkeiten, wie man essen kann, bestellt dazu einen frischen, knatterkalten Weißwein – und genießt! Foto: CO

 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Artikel 1. Zurzeit wird die Würde offen infrage gestellt, sie wird Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Rasse, Religion verwehrt. Auch wenn es ein radikal kleiner Teil ist, der das tut – das ist ein fundamentaler Angriff auf unsere Basis. Wir müssen uns entschieden widersetzen. Wir brauchen eine Massenmobilisierung der Demokraten, einen Aufstand des Anstands.“

 

Der SPD-Politiker Martin Schulz in einem Gespräch mit der Schauspielerin Iris Berben in Chrismon Spezial vom 31. Oktober 2018.

Foto: spd