Kulinarische KolumneDas in der Gastronomie einst kreierte Zauberwort „Regionalität“ hat längst auch den Lebensmittelhandel erreicht. Allerdings führen Produkte, die Label mit anheimelnden Aufschriften wie „Das Beste aus Bayern“ oder „Gutes aus Hessen“ tragen, angesichts der Übermacht global vermarkteter Waren ein sehr überschaubares Nischendasein und müffeln deswegen penetrant nach Greenwashing. Aber lassen wir einmal dahingestellt, ob es sich hier nur um Werbegetöse handelt, weil Marketingexperten erkannt haben wollen, dass Regionales wunderbar die Sehnsucht der Verbraucher nach Verlässlichkeit und Sicherheit bedient – letztlich geht es nur um den Umsatz. Dabei ist nicht überall, wo Region drauf steht, tatsächlich auch Region drin – man vertiefe sich einmal in das Kleingedruckte auf den Verpackungen. Abgesehen davon muss regional Produziertes in qualitativer Hinsicht keinesfalls besser sein als das von weit her Geholte. Und ob die gesamte regionale Wirtschaft davon profitieren kann, wie gern behauptet wird, muss ebenfalls angezweifelt werden. Überhaupt, was ist denn noch oder schon „Region“? Kann man beispielsweise Nordbayern und das vergleichsweise weit entfernte Südbayern noch als eine Region betrachten?

Vor den Toren von Hamburg gibt es ein kleines Dorf, in dem ein Landwirt angefangen hat, seinem Geflügel viel, viel Platz und Auslauf auf reichlich Stroh

Produkte 1 Fermob KopieOsterglockengelb ist die Frühlingsfarbe schlechthin. Kein Wunder also, dass der französische Gartenmöbel-Hersteller Fermob die Sitzgruppe „Kintbury“ auch in Knallgelb anbietet. Man nennt die Farbe dort allerdings Honig. Insgesamt werden die Möbel aus Stahlrohr und Stahlblech in 24 Varianten lackiert. Entworfen hat die schicke Gruppe der Londoner Designpapst Sir Terence Conran, dem an der Zusammenarbeit mit Fermob besonders „die langen Mittagessen in der Sonne mit einem Glas Wein“ gefallen haben.

Produkte 2 Etta BaumannEinen schönen Anblick hat man auch, wenn man sich „Etta“ vors Fenster hängt. Der prächtige Vorhang aus zartem Tüll und glitzernden Pailletten reflektiert das Sonnenlicht und gibt jedem Raum Glamour. Die elegante Etta von Creation Baumann gibt es in Gold, Silber und Schwarz.
 
Produkte 3 Supergrau PING! EXPERIMENT PE IIIhre Form wirkt so selbstverständlich, als wäre die Leuchte „Ping“ schon immer da gewesen. Dabei hat sie für das Material Porzellan eigentlich eine ungewöhnliche Größe: 45 x 27 cm. Hier hängt die Lampe, die es ganz klassisch in Schwarz und Grau oder frech-traditionell mit Zwiebelmuster gibt, über dem
Nice to know KapstadtKapstadt: Die südafrikanische Großstadt feiert als „World Design Capital 2014“ die kreative Szene mit Ausstellungen und einem Kongress, mit Workshops und Festivals. Unter anderem werden die „100 best Ideas“ des letzten Jahres prämiert und unter dem Titel „Driving Dreams“ ungewöhnliche Fortbewegungsmittel gezeigt. Am 15. März steigt außerdem ein riesiges Karnevalsfest.
 
Hella Jongerius 1Danskina: Der Teppichhersteller aus Amsterdam hat gerade bekannt gegeben, dass die niederländische Designerin Hella Jongerius ab sofort als Design Director die Verantwortung für zukünftige Produkte übernimmt. Hella Jongerius arbeitet bisher von ihrem Studio in Berlin aus für Firmen wie KLM, Ikea, Nymphenburg und Vitra.
 
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Schmetterlingssessel: Der „Butterfly Chair“, der 1938 von drei Architekten für ein argentinisches Planungsbüro entworfen wurde, steht jetzt seit 75 Jahren in der ständigen Ausstellung des Museum of Modern Art in New York. Der Deutsche Lizenznehmer Weinbaum feiert das mit einer Sonderedition aus tabakfarbenem Leder.  
 
Fotos: Kapstadt/Danskina/Weinbaum

Berlin: Die „Königliche Gartenakademie“ kennt ihre unruhigen Geister unter den Gartenfreunden und legt schon mal los. Zum Beispiel mit dem Kursangebot „Frühlingsfit: Wie bereite ich meinen Garten auf die neue Gartensaison vor?“ am 8. März von 10 bis 13 Uhr. Und wer keinen Garten hat, lernt „Neue Balkonideen für alte Hasen“ am 19. März von 17 bis 18 Uhr kennen. Noch mehr Kurse unter www.koenigliche-gartenakademie.de

München: Vom 8. bis 16. März (täglich 9 bis 19 Uhr)  findet im Stadtmuseum die „8. Münchner Bücherschau junior“ statt, veranstaltet vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Landeshauptstadt München: Mit spannenden Lesungen für Kinder ab 4 Jahren, mit Workshops und Ausstellungen und Ausflügen an verschiedene Buchorte wie Funkhaus und Verlag. Mit dabei sind die Autoren Christine Merz mit ihrer „Lea Wirbelwind“ und David Safier mit „28 Tage“. www.muenchner-buecherschau-junior.de
 

Ausstellungen RoomServiceVorabflyerHomepageNews2Was für eine interessante Idee: Seit wir reisen, lernen wir Hotelzimmer und Lobbies, Speisesäle und Bars, Treppenhäuser und Tiefgaragen und viele fremde Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen kennen. Kein Wunder also, dass sich Künstler immer wieder diesem Thema angenommen haben.

Was dabei William Turner und Martin Kippenberger, Diane Arbus und Andreas Gursky und vielen anderen eingefallen ist, zeigt jetzt die Kunsthalle Baden Baden in einer eindrucksvollen Ausstellung. Gleichzeitig ermöglicht ein Parcours durch mehrere Hotels, dem „Mythos Hotel“ direkt vor Ort nachzuspüren. Dabei sind in Gästezimmern, Lobbies, Garagen und Besenkammern etwa Arbeiten von Cindy Sherman und anderen zu entdecken.
Ein zusätzliches Highlight wird sicherlich das Event werden, mit dem der Kurator Hans Ulrich Obrist an ein Projekt von 1993 anknüpfen wird, als er in einem 12 qm großen Hotelzimmer eine Ausstellung mit siebzig Künstlern veranstaltet. Spannend.
Kunsthalle Baden Baden, Di bis So 10 – 18 Uhr, Mi/Do 10 – 20 Uhr, Eintritt 7 Euro. Foto: Kunsthalle Baden Baden

Ausstellung vitra-konstantin-grcic-waver-01_zoomEr ist ganz sicher der bedeutendste deutsche Designer unserer Zeit. Der 1965 geborene Konstantin Grcic lernte Möbeltischler, studierte in London und war dann Assistent von Jasper Morrison. 1991 gründete er sein eigenes Studio in München und arbeitet seither für viele namhafte internationale Hersteller. Seine raffiniert schlichte Leuchte „Mayday“ von 1999 schaffte es ins Museum of Modern Art in New York, und sein „Chair One“ von 2004 ist bereits ein Design-Klassiker. Grcic hat schon eine ganze Reihe von Design-Preisen erhalten und gestaltete im Jahr 2012 den deutschen Pavillon auf der 13. Architektur-Biennale in Venedig. Jetzt widmet das Vitra-Design Museum dem Mann, der seinen Gestaltungsstil in schöner Bescheidenheit als „einfach“ statt etwa als minimalistisch bezeichnet, erstmals eine Einzelausstellung, die einen Überblick über sein Gesamtwerk gibt und gleichzeitig auch ein Kunst-Projekt ist: Konstantin Grcic hat mehrere Rauminstallationen eigens für die Ausstellung entwickelt, in denen er seine persönlichen Visionen für unser zukünftiges Wohnen und Leben darstellt.

Vitra Design Museum, täglich 10 – 18 Uhr,  Eintritt 10 Euro. Foto: Vitra

IFStadtsp. 2 joelow-res-lobby-gramercy-park-hotelDie einen finden, dass so etwas in unseren überwiegend demokratischen Zeiten gar nicht geht. Den anderen ist die Demokratie ausnahmsweise mal egal, sie freuen sich einfach an dem Grün, auch wenn sie es nur durch Gitterstäbe genießen können.

Denn der 8.000 qm große Gramercy Park mitten in Manhattan mit seinen riesigen Bäumen, bunten Beeten, geharkten Wegen, Statuen, Kunstobjekten und Holzbänken ist in Privatbesitz. Allerdings gehört er nicht einer Einzelperson, sondern den Bewohnern der etwa sechzig Häuser rund um die Anlage, die ihren Schlüssel mit gekauft oder gemietet haben.
 
Wenn man also die Lexington Avenue von Norden her oder vom Flatiron Building die 22. Straße aus Westen kommt, betritt man rund um den Park eine ganz eigene Welt. Man würde sich nicht wundern, käme eine Lady im bodenlangen Kleid mit Sonnenschirm in einer Pferdekutsche vorgefahren.

Gleich an der Ecke Lexington und 21. Street könnte sie aussteigen, dort steht das Gramercy Park Hotel. Um 1830 im Renaissance-Stil errichtet und 1925 zum ersten Mal neu gestaltet, ist es bis heute vor allem bei Künstlern, Schriftstellern, Schauspielern und Designern beliebt. 1926 schloss Humphrey
Bunt sei zukünftig ein Muss, von jetzt ab wären farbenfrohe Möbel angesagt, berichtete der WDR am Montag Morgen, dem 13. Januar, vom Beginn der Internationalen Möbelmesse in Köln, und: Man lebe nun nicht mehr in Uni; Muster auf Stoffen, Polstern und Bezügen wären im Kommen. Der WDR muss eine andere Messe besucht haben oder zumindest in ganz anderen Hallen gewesen sein.
 
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Wir können nur von den üblichen Farbtönen berichten, Grau, Braun, Beige, Cappuccino und Sand ­– immer wieder kombiniert mit elegantem Schwarz. Muster waren nur ganz selten zu entdecken, hier mal ein Blümchen, dort ein Streifen, selbst die einstmals so kühne Firma Bretz hat die heftigen Dessins abgeschafft.
 
IFBloß das Deutsche Tapeten-Institut wollte Zeichen setzen und behauptete, „Tapete macht aus Wänden ein Zuhause“. Dazu zeigte es einen Wohnraum mit Streublümchen an Wänden, Decke und auf dem Boden und ein Bad rundherum mit riesigen Goldfischen tapeziert.
 
image42950.tifAnsonsten: Bodenständige Möbel mit guten Details. Esstische zum Beispiel sind nach wie vor riesengroß und aus

IFMit der Rolltreppe zum Dom. Klingt ja erst einmal ziemlich abwegig, oder? Aber wenn man etwa im August Siena besichtigt, ist man dafür ausgesprochen dankbar. Dann sind die Straßen der kleinen Stadt nämlich brechend voll mit Touristen, und es ist heiß und stickig, und es riecht nach schweren Düften und ein bisschen auch nach Moder und feuchten Wänden. Wenn man sich dann den Gang durch die überfüllten Gassen ersparen kann, sollte man das unbedingt tun.

IFAm besten parkt der Siena-Besucher auf dem großen Platz „Stadio Communale“. Von dort hat man schon mal eine grandiose Aussicht auf den beeindruckenden schwarz-weiß-gestreiften Dom und die imposante Basilika San Domenico. Dahinter liegt hoch oben das gigantische „Fortezza Medicea“.
Wer später noch die Kraft hat, sollte hinauf fahren, es besichtigen und die „Enoteca Italiana“ besuchen. Dort gibt es ein Restaurant, eine Bar und einen riesigen Weinkeller, in dem man so gut wie jeden toskanischen Wein finden und probieren kann.
Aber erst mal hinein in die Altstadt, über die „Piazza Gramsci“ und gleich rechts den Hügel hinunter. Unten gluckert – relativ unbemerkt von den Touristenströmen – der Brunnen „Fontebranda“, der

IFExpressionismus in Deutschland und Frankreich. Er gilt als Gegenbewegung zum französischen Impressionismus und als Weiterentwicklung der Klassischen Moderne französischer Künstler wie Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Henri de Toulouse-Lautrec: der deutsche Expressionismus. Das Kunsthaus Zürich zeigt jetzt mit 107 Meisterwerken, wie sich 37 deutsche Maler mit ihren französischen Kollegen auseinandergesetzt haben. Vertreten sind etwa Franz Marc, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Erich Heckel, Kees van Dongen, deren Werke Anfang des 20. Jahrhunderts in damals wegweisenden Ausstellungen gezeigt wurden. Zusätzlich kann man historische Materialien wie Quellentexte, Fotografien und Pressestimmen anschauen. Leihgeber für diese Ausstellung, die anschließend nach Los Angeles und Montreal reist, sind u.a. die Britische Tate in London, das Metropolitan Museum in New York, das Musée d’Orsay in Paris und die Nationalgalerie in Berlin. In dem umfangreichen Katalog findet man 200 Farbabbildungen und mehrere Essays führender Experten.

Bild: Ernst Ludwig Kirchner, Strasse, Berlin, 1913, Öl auf Leinwand, 120,6 x 91,1 cm, The Museum of Modern Art, New York, erworben 1939
Kunsthaus Zürich, Di bis So 10 – 18 Uhr, Mi/Do 10 – 20 Uhr, Eintritt: 22 SFr. Foto: Kunsthaus Zürich
 
 

Kolumne Bratkartoffeln_1024_768Koch Jamie Oliver verriet in einem Interview, das er noch vor dem gerade zurückliegenden Feiertagsmonstrum gab, bei ihm kämen zum Fest u. a. Bratkartoffeln auf den Tisch, „und zwar nicht irgendwelche. Es müssen die perfektesten Röstkartoffeln der Welt werden.“  Nun ja, soll er doch, aber ob man einem wie ihm diese auf den ersten Blick nach falscher Bescheidenheit müffelnde Pose abnehmen kann??

Doch halt. Als der einstige hessische Ministerpräsident Roland Koch damit kokettierte, das Kochen gehöre zu seinen Leidenschaften, beschloss man beim Wochenmagazin Stern, seine Künste am Herd zu testen. Und zwar sollte er Bratkartoffeln zubereiten. Ach. Konnte es nicht etwas Besonderes sein, etwa ein Trüffelsoufflé, rosagebratenes Lammcarré oder Gänseleberpastete?
Bratkartoffeln, gähn, hat doch schon unsere Omma immer so gut gemacht. So what?
Ist es nicht so, dass wir, wenn wir essen gehen, uns bei Freunden bewirten lassen oder selbst für Gäste kochen, mehr oder weniger immer nur das Besondere im Focus haben? In unserem fröhlichen Paradies des Vollsortiments – oder sollte man besser sagen: in der stickigen Hölle des Überflusses – ist der Überdruss zum Motor für die Jagd nach dem Besonderen geworden. Man muss sich schon ganz schön anstrengen, um etwas zu

Der Garten der Virginia Woolf von Caroline ZoobSein Garten und ihr Werk. Jedes Kind braucht einen Namen, jedes Buch braucht einen Titel. Natürlich macht der Name Virginia Woolf auf dem Cover mehr Eindruck als der von Leonard Woolf. Aber ein bisschen geschummelt ist es schon, denn der Garten, der in diesem Buch ausführlich beschrieben und gezeigt wird, ist eigentlich das Werk von Leonard Woolf, dem Ehemann Virginias, der ihn plante, gestaltete und viel mehr bearbeitete als seine schriftstellernde Gattin, die dies in ihrem Tagebuch auch bestätigte:  Der Garten sei „allein Leonards Werk“.

Die Autorin Caroline Zoob, die von 2000 bis 2011 selbst „Monks House“, das Haus der Woolfs auf dem Anwesen, bewohnte und sich um den Garten kümmerte, hat seine Geschichte und das Leben seiner Besitzer kenntnisreich und liebevoll beschrieben. 1919 hatten Leonard und Virginia das kleine Haus mit wenig Komfort, aber einem großen Garten mit Apfel-, Pflaumen-, Kirsch- und Feigenbäumen, mit Himbeeren und Johannisbeeren, mit Kohl, Kartoffeln, Erbsen und Artischocken, mit Rosen und Dahlien in Sussex für 700 Pfund gekauft. In den folgenden Jahren legte Leonard Mühlstein-Terrassen und einen Italienischen Garten an, grub Teiche in die Wiesen und gestaltete Rabattenwege, säte, schnitt,

von-stackelberg Hotel von Stackelberg courtyardDie Geschichte der Familie von Stackelberg reicht zurück bis ins 13. Jahrhundert: Damals tauchte der Name in Köln auf, etwa hundert Jahre später in Riga. Heute findet man Nachkommen außer in Mitteleuropa auch in Skandinavien, den USA und Südafrika.

Die Villa in Tallinn war nur eines der Anwesen des Baron Theophil von Stackelberg, geboren 1838 in Estland, und seiner Frau Alexandrine von Rehekampff aus Dorpat, dem heutigen Tartu. 
visitestoria-comDas Anwesen wurde 1875 fertig gestellt und bereits nach sechs Jahren verkauft. 2010 wurde das Haus komplett renoviert und bietet heute alle Annehmlichkeiten eines Stadthotels inklusive W-Lan und Flatscreens, einem Spa-Bereich mit Massagen und Beauty-Anwendungen, einer Bar und einem ordentlichen Restaurant. Und zur attraktiven Alexander-Newski-Kathedrale muss man nur einen kleinen Hügel hinauf.
DZ ab ca 70 Euro. Foto: von Stackelberg

CartoonHonorarpflichtiges Copyright: Peter Butschkow

Der Berliner Zeichner und Cartoonist lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat bereits mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft. www.butschkow.de

 

 

Zitat KaiDiekmann… guter Journalismus kostet Geld, und wo kein Geld ist, da ist auch kein guter Journalismus. Die Kostenlos-Kultur bringt die Branche um.“

Der Chefredakteur von “Bild“, Kai Diekmann, in einem Interview mit dem Lufthansa-Magazin „exclusive“ vom Dezember 2013­. Foto: wikipedia

Ausstellung Hesse Titelbild_Verso_Arasio_Hermann_Hesse_1925Werke aus dem Nachlass Heiner Hesse. Der Literatur-Nobelpreisträger Hermann Hesse – er bekam den Preis 1946 –  war nicht nur ein rebellischer Jugendlicher, er litt auch schon früh an Depressionen, gegen die ihm ein Arzt das Malen empfahl. Als er nach dem Ende seiner ersten Ehe ins Tessin zog, wo er bis zu seinem Lebensende 1962 lebte, beschäftigte er sich intensiv mit dem Aquarellieren und Zeichnen in der Natur. 1918 begann er dann auch seine Gedichte zu illustrieren. Schon 1920 konnte er seine Aquarelle erstmals in der Basler Kunsthalle zeigen, und 1922 hatte er zusammen mit Emil Nolde eine Ausstellung in Winterthur.

Im Kunsthaus Stade kann man jetzt die Entwicklung des bildnerischen Werks Hermann Hesses an einem kleinen Teil seiner fast 2500 hinterlassenen Gemälde, Gouachen und Zeichnungen verfolgen. Die ausgestellten Arbeiten stammen aus der Sammlung von Heiner Hesse, einem der drei Söhne Hesses. Ergänzt wird die Schau mit dem Briefwechsel zwischen Vater und Sohn.
 
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit Illustrationen, kolorierten Federzeichnungen und Aquarellen (29,80 Euro/Hatje Cantz). Kunsthaus, Di, Do, Fr 10 – 17 Uhr, Mi 10 ­– 19 Uhr, Sa + So 10 – 18 Uhr,

Liebe Journalisten-Kollegen, als ich noch stellvertretende Chefredakteurin von LIVING AT HOME war, wünschte ich mir oft journalistische Anregungen für die Magazin-Seiten. Und schon seit über 3 Jahren gibt es so etwas – von mir – kostenlos. Bitte helfen Sie deshalb mit, dass es diesen Service noch lange gibt, indem Sie einfach nur alle übernommenen Meldungen verlinken und uns kurz Bescheid geben. Vielen Dank. Und über Anzeigen bzw. Promotions der Wohn-, Food-, Tourismus- und Kultur-Branche freuen wir uns ebenfalls. Denn nur so haben alle (Journalisten + Unternehmen) etwas davon. KuNo? Yes! Ihre Christiane Osterhof

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Riga singt. Riga liest. Und Riga leuchtet. Im Jahr 2014 ist Riga nämlich Kulturhauptstadt Europas und bietet jede Menge spannende Veranstaltungen. Zum Beispiel die „World Choir Games“, zu denen 20 000 Sänger aus neunzig Ländern erwartet werden. Den ganzen Juli schmettern überall in der Stadt Chöre nach Herzenslust.
Auch zum Auftakt des Jahres sind die Straßen voll. Ende Januar wird eine internationale Menschenkette Bücher von Hand zu Hand aus der alten „Lettischen Nationalbibliothek“ in die neue im „Palast des Lichtes“ reichen, einem spektakulären Bau am Ufer der Daugava.
Und im November wird Riga beim größten Lichterfest Europas eine ganz Woche lang von lettischen Lichtkünstlern illuminiert. Alle Veranstaltungen findet man auf Deutsch auf der Website www.riga2014.info.
 
Riga 1 _Jugendstil_HausfassadeAber natürlich hat die Hauptstadt Lettlands auch genug andere Attraktionen zu bieten. Ein Drittel der Altstadt etwa sind nämlich wunderbar restaurierte Jugendstilbauten mit üppigen Portalen, fein ziselierten Balkonen, Blüten und Ranken, in strahlendem Weiß mit goldenen Schmuckelementen, mit Türmchen und Säulen, Tierfiguren und steinernen Göttern. Da kann man sich wirklich nicht satt sehen www.latvia.travel/de/jugendstil-riga.

Die allerschönsten Häuser stehen in der Straße „Elisabetes Iela“. Und wenn man dort schon mal ist, sollte man sich