Ausstellungmarta_herford_unmoeglich2015_jonas_modell_intrapolis1960-65Der amerikanische Architekt Frank Gehry kann seine sensationellen Museumsbauten erst verwirklichen, seit man am Computer planen und das Ergebnis auch bauen kann. Seither gibt es immer mehr Bauten, die eigentlich Skulpturen sind.
Im Herforder Museum Marta, gebaut von Frank Gehry, hat man sich nun gefragt, wie wohl Entwürfe von Künstlern – Malern, Bildhauern oder Installationskünstlern – aussehen, die sich nicht an Bauvorschriften, Budget-Vorgaben, Bewohner-Wünsche und statische Bedingungen halten müssen? Entstanden ist eine spannende Ausstellung mit den unterschiedlichsten Träumen von Räumen – (un)möglichen eben. Mit dabei sind Theo van Doesburg, Isa Genzken, Wenzel Hablik, El Lissitzky, Thomas Schütte und viele andere.

Foto: Walter Jonas, Modell Intrapolis, 1960–65, DAM Frankfurt, © Stiftung Walter und R. M. Jonas

Stadtsp. 1 wikipediaBei der Ankunft merkt man noch nichts. Erst, wenn man Rotterdams Hauptbahnhof durch die große Halle verlässt und sich sofort umdreht, entfährt einem unwillkürlich ein „Wow“. „Die Spitztüte“ nennen die Einheimischen ihr gerade fertig gestelltes Wahrzeichen – eines von mehreren, dazu später mehr, die Centraal Station mit Metro, Nah- und Fernverkehr, mit Ladenstraße und Fahrrad-Parkhaus, die das niederländische Architektenteam „CS“ mit einem 250 m breiten, dynamisch emporragenden Dach versehen hat. Einfach gigantisch! Der Blick wird natürlich noch besser, wenn man über  den „Kruisplein“ bis zur Westersingel spaziert.

Stadtsp. 2 640px-Rodin_Rotterdam_01Zwischen Westersingel und der Parallelstraße Mauritsweg/Eendrachtsweg gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts einen Wassergraben, an dem entlang seit 2001- da war Rotterdam europäische Kulturhauptstadt – Skulpturen von Rodin und Picasso, Artschwager, Coop Himmelb(l)au und vielen anderen stehen, die sogenannte „Beeldenroute“  (Bilderroute).
Nach etwa achthundert Metern „Beelden“ erreicht man den Museumspark mit dem Architekturinstitut, dem Naturmuseum, der Kunsthalle – einem der ersten Bauten vom heute weltberühmten Rem Koolhaas – und dem Museum „Boijmans van Beuningen“,  einem gewichtigen 30er-Jahre-Bau mit vielen niedrigen Räumen und Kabinetten, in denen Rembrandt, Rubens und

cartoon-peter-butschkowDer Berliner Zeichner lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft. Cartoon-Abdruck kostenpflichtig 040-870956-57 www.butschkow.de

Unknown„Laut der Umfrage eines großen deutschen Nachrichtenmagazins gehöre ich nicht zu den zehn erotischsten Männern Deutschlands – aber ich kann auch mit dem elften Platz gut leben.”

Der Komiker Olaf Schubert, der auch als Gabi Schubert und als Michael Rock auftritt, und sich als Betroffenheits-Lyriker bezeichnet, auf seiner Website http://www.olaf-schubert.de/. Foto: Olaf Schubert/© Copyright Maren Uhlherr
Hotel lobby-15935--nh-atlanta-rotterdam_t2-z1wVon außen ist es ein unspektakulärer Kasten an einer viel befahrenen Hauptstraße nicht weit vom Hauptbahnhof. Aber in der Lobby des Hotels Atlanta ist noch die Art-Deco-Pracht von einst zu bewundern. Die Zimmer
sind klein aber sinnvoll eingerichtet, die Fenster sind nur einfach verglast, aber die Vorhänge sind dick und schwer, das Frühstücksbüfett, an dem
man schon ab fünf Uhr früh zulangen kann, ist so wie eigentlich überall, im
Restaurant kocht man chinesisch, und in der netten Bar gibt es kleine internationale Gerichte. Die interessante Innenstadt von Rotterdam mit ihrer eindrucksvollen Architektur ist nur fünf Gehminuten vom Hotel entfernt und in zehn Minuten erreicht man die spektakuläre neue Markthalle. DZ ab 59 Euro. Foto: NH-Hotels

Bücher Berlins Finest 1_1Bücher  Berlins Finest 2_1Exklusiv: Wer die Nase voll hat von Modeketten a la Zara und Hasi & Mausi, der muss einfach mal zum Shoppen nach Berlin. Kleine Mädchen gehen dort am besten zu „Goldig“ und decken sich mit rosa Blumenprints ein oder zu „Spitze“, wo Vintage groß geschrieben wird. Saftiges Biobrot kauft man anschließend im „Endorphina“,  eingelegte Salzzitronen bei „Goldhahn & Sampson“ und herbe Preiselbeeren im „Senfsalon“. Und woher hat man all die Tipps und Adressen? Aus Berlin’s Finest, den kompakten Büchern mit jeweils 50 ausgesuchten Geschäften. Also einfach einen Stadtplan daneben legen und eine erfolgversprechende Shoppingtour zusammen stellen. Viel Spaß!

Mathias Helfert: Berlin’s Finest – 50 exquisite Lebensmittelgeschäft, 158 Seiten, 14,95 Euro, Edition Braus. Julia Stelzner: Berlin’s Finest – 50 besondere Modeläden, 158 Seiten, 14,95 Euro, Edition Braus. Foto: Edition Braus
Bücher Amalie-loves-Denmark---Mein-Kopenhagen-BuchFröhlich: Die Marketing-Expertin und ehemalige Reisebürobesitzerin Inken Henze ist erklärter Deko-Fan und liebt Kopenhagen schon immer. Seit 2011 bloggt sie auf www.amalielovesdenmark.com über ihre Dänemark-Leidenschaft. Die besten Voraussetzungen also, all ihre gesammelten Adressen und Insidertipps mal in einem Buch zusammenfassen. Und das hat sie wirklich liebevoll gemacht. Von Stadtteil zu Stadtteil, Straße für Straße zeigt die Autorin Designshops und Modeläden, Wohn- Showrooms und Schmuckboutiquen, genau wie angesagte Coffeeshops, stylische Hotels, In-Bars und Smørrebrød-Lokale. Dazu gibt es ausführliche Beschreibungen mit schönen Fotos, einen Stadtplan mit markierten Highlights und eine Adressenliste nach Straßen sortiert. Besonders praktisch: Dem schweren Band ist ein handlicher Mini-Deko-Guide zum Mitnehmen beigelegt.
Inken Henze: Mein Kopenhagen. 160 Seiten,  24,95 Euro Busse-Seewald Foto: Busse-Seewald
Bücher The_Taste_of_Istanbul Bücher Istanbul DorlingLecker: Eigentlich gibt es nur Menschen, die aus Istanbul zurück kommen und völlig begeistert sind. Was für eine Stadt! Lebendig, fröhlich und alles sooo lecker! Für die, die da waren, und die, die hin wollen, und überhaupt für alle, die sich für die türkische Küche interessieren, sind jetzt zwei wunderschöne Bücher erschienen. Im einen, von Harris und Loftus, gibt es im Anhang eine Beschreibung der wichtigsten, hier oft unbekannten Zutaten, wie zum Beispiel Salep (Knabenkrautpulver) oder Pul Biber (getrockneter Chili). Im anderen eine Auflistung der wichtigsten türkischen Begriffe wie ekmek (Brot) oder nohut (Kichererbse). Davor bieten beide Bücher natürlich jede Menge schmackhafte Rezepte und herrliche Fotos von appetitlichen Speisen – und von dieser prächtigen Stadt.
The Taste of Istanbul – Die echte türkische Küche. 208 Seiten, 19,95 Euro, Edition Fackelträger. Andy Harris, David Loftus: Istanbul – Türkische Küche – traditionell, orientalisch und modern mediterran. 208 Seiten, 19,95 Euro, Dorling Kindersley Fotos: Edition Fackelträger/ Dorling Kindersley
Die Zeit der Einkuschler ist niemals vorbei, das konnte man jetzt in Köln auch wieder eindrucksvoll feststellen. War es vor einigen Jahren noch das Cocooning, mit dem man sich von der Außenwelt erholte, so gibt es jetzt das Bedürfnis, sich in der eigenen Wohnung gegen Einflüsse und Störungen der anderen Mitbewohner zu wappnen. Bestens geeignet dafür sind die neuen Hochlehner, Sofas und Sessel, in denen man sich prima abschirmen kann.
IFProdukte 3  Roset Beau Fixe Inga SempePoltrona Frau IFnennt das Sofa „Gran Torino“ von Jean-Marie Massaud ein „kleines Stückchen Architektur“, das mit vielen Kissen und einem Beistelltisch aus Eisen kombiniert wird. Gran Torino kann von 165 cm bis 305 cm in vier Breiten bestellt werden. Signet – bewegende Formen hat für seinen „Matheo“ schon die Auszeichnung „Interior Innovation Award – Selection 2015“ vom Rat für Formgebung erhalten. Gewürdigt wurde dabei einerseits das Gefühl der Geborgenheit für den Sitzenden und andererseits die ausgeklügelte Technik, denn der Tellerfuß hat einen Return-Beschlag, so dass der Sessel sich immer wieder in seine Grundposition zurückdreht. Auch
Rembrandt - Self Portrait J910070Das Rijksmuseum, das nach zehnjähriger Renovierung seit anderthalb Jahren wieder eröffnet ist, empfängt seine Besucher mit einer spektakulären, Licht-durchfluteten Eingangshalle – ganz modern mit viel Glas. Die andere, die „große Halle“ aber wurde völlig restauriert und glänzt wieder mit Freskos an den Wänden und einem beeindruckenden Terrazzo-Fußboden. Die Exponate wurden jetzt chronologisch gehängt, so findet man nur die „Nachtwache“ von Rembrandt van Rijn (1606 bis 1669) an ihrem angestammten Platz.
„Der späte Rembrandt“ beschäftigt das Museum in diesem Frühjahr mit der weltweit größten Ausstellung, die es jemals gab. Über 90 Gemälde, Zeichnungen und Drucke aus der Zeit von 1652 bis zu seinem Tod kommen aus aller Welt zusammen. Dabei wird ein Schwerpunkt auf Rembrandts Experimente mit Farbe und Licht, mit Graphiken und Maltechniken in dieser Zeit gelegt. Zusätzlich bietet das Museum geführte Spaziergänge zu Rembrandts Wirkungsstätten in Amsterdam an. Rijksmuseum, täglich 9 – 17 Uhr, Eintritt 17,50 Euro Foto: Self portrait with two circles, Rembrandt Harmensz. van Rijn, c. 1665-1669. The Iveagh Bequest, Kenwood House, London

Stadtsp 1. wikipediaLa_Rambla_2009-06-10Über die Ramblas schlendert natürlich jeder Tourist, aber auch Einheimische flanieren hier gern an den Blumenständen mit ihren bunten Buketts und den Straßenkünstlern in abenteuerlichen Verkleidungen vorbei. Das Wort „La Rambla“ stammt aus dem Hispano-Arabischen und bedeutet Flussbett. Aber ob hier wirklich einmal der Fluss Mallo die Schneeschmelze aus dem Collserola-Gebirge ins Mittelmeer spülte, ist ungewiss. Der heutige Prachtboulevard, der von Platanen aus dem Jahre 1859 gesäumt wird, führt von der Plaça de Catalunya bis zum Hafen und trennt den Stadtteil El Raval vom Barri Gotic, dem ältesten Viertel aus dem 14. Jahrhundert.

IFDie Ramblas sind 1258 Meter lang, und wenn man von der Plaça de Catalunya in Richtung Meer spaziert, dann muss man ungefähr in Höhe der Blumenstände unbedingt rechts abbiegen, zum wunderbar wuseligen „Mercat de la Boqueria“. Der überdachte Markt existiert seit 1840 und bietet Fisch und Fleisch, Gemüse und Obst, Nüsse und Süßigkeiten. An mehreren Ständen werden leckere Tapas und kleine Mittagsgerichte angeboten. Auf dem Platz stand einst der Konvent San Josep, der 1835 abgerissen wurde.

Kein Hafen ohne Leuchtturm. Aber dieser hat auch noch Kranhäuser und ein eigenes Siebengebirge. Der Leuchtturm im Kölner Rheinauhafen ist eine Skulptur des Bildhauers Lutz Fritsch, eine 23 Meter hohe Säule auf einem dreistufigen Betonsockel. Oben dreht sich ein grün-rotes Quadrat im Wind. Und auch wenn der hier im Januar knatterkalt sein kann, ist der Rheinauhafen ein lohnendes Ziel.
Hin kommt man aus der Innenstadt mit der Stadtbahn Linie 15 oder 16. Aussteigen am Elisabeth-Treskow-Platz, dort steht der Leuchtturm.
Stadtsp.rheinauhafen-andrehuenselerGehen Sie erst einmal zum Wasser: Hier gibt es seit dem 16. Jahrhundert einen Hafen, zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde er kräftig ausgebaut, und die ersten Dampfschiffe verkehrten zwischen Rotterdam und Köln. Seit 2001 ist der Hafenbetrieb vollständig eingestellt, und seit 2002 entstand hier ein neuer Stadtteil.
Stadtsp. 92_hafen023siegengebirge_panoramaSchlendern Sie einfach mal stromaufwärts, dann erreichen Sie bald das Siebengebirge, ein 177 Meter langes, 30 Meter hohes, sechsgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus. Der ehemalige Speicher war 1909 als einer der ersten Stahlbetonskelettbauten in Deutschland entstanden. Auf der Rheinseite fragt man sich allerdings, warum das Gebäude Siebengebirge genannt wird, hier hat es nämlich

butschkow-einatmen

Ausstellung_polidori-salle-de-bain-marie-antoinette-r.d.c.-cord-central-versailles_presseJuergen Teller PersonalIm Bett beginnt und endet meist unser Leben, und auch ein Drittel unserer Tage verbringen wir darin. Deshalb ist es kein Wunder, dass Künstler sich immer wieder des Bettes angenommen haben. Was dabei herausgekommen ist, dokumentiert jetzt das 21er Haus des Museums Belvedere in Wien: Es zeigt Fotos, Gemälde, Zeichnungen, Installationen, Skulpturen und Videoarbeiten, in denen das Bett – vom 16. Jahrhundert bis heute – eine zentrale Rolle spielt. Zu sehen sind etwa das Schlafgemach von Königin Marie Antoinette in Versailles, das britische Modell Kate Moss auf einem Foto von Jürgen Teller und natürlich auch John Lennon und Yoko Ono in ihren Flitterwochen, als sie vom Bett aus gegen den Krieg protestierten. Belvedere, Mi bis So 11 – 18 Uhr, Mi + Do bis 21 Uhr, Eintritt 19 Euro

Fotos: Robert Polidori, Salle de Bain, Marie-Antoinette, R.D.C. Cord Central, Versailles, 2006 /Juergen Teller, Young Pink Kate, London, 1998 C-Print, gerahmt
Manchmal ist es gut, wenn man schon vorher weiß, was einen erwartet. Und selbst, wenn es zur aktuellen Möbelmesse in Köln vom 19. bis 25. Januar nicht so schrecklich wichtig sein sollte, dass man einige Trends schon kennt – schaden tut’s auch nicht, oder?
swa_03
Produkte zio_loungechairfootstool_manga-300dpi-moooi
Produkt Zeitraum M11 2014-12-04 um 17.31.31

 

Moooi: Der holländische Designer Marcel Wanders zum Beispiel, der ja eigentlich für seine schrillen, bunten, überdimensionalen Entwürfe bekannt ist, stellt dieses Mal mit seinem Buffet „Zio“und dem „Zio Lounge chair“,  aus Eiche, Möbel vor, die fatal an die 1950er Jahre erinnern. Wahrscheinlich ist spießig wieder im Trend.  
Produkte NEOCRAFT_IrisCollection_F_01Selva: Eine andere Mode ist immer noch tonangebend und bei Selva schön zu sehen: Der schlanke, hohe Schrank „Lui & Lei“ des belgischen Designers Axel Enthoven ist mit glitzernden Swarovski-Steinen veredelt. Blink-Blink ist halt immer noch in!
Zeitraum: Schlichtes Design aus Massivholz bleibt auch weiterhin beliebt. Ein gutes Beispiel ist das Sideboard „M11“ von Mathias Hahn mit passendem Stuhl, das auch als Schreibtisch nutzbar ist.
Buch BlottnerDie Zeit der Landflucht scheint vorbei zu sein, sagen jedenfalls die Statistiken. Immer mehr Menschen wollen bewusst in den Großstädten leben, aber nicht auf viel Grün und üppige Natur verzichten. Gerade recht zu diesem Trend ist soeben das Buch „Stadtrefugien“ von Marion Hellweg erschienen. Die Münchener Einrichterin und Autorin hat dafür dreizehn schicke Reportagen von ansehnlichen Stadt-Wohnungen und -Häusern gesammelt, allerdings ist nur einmal eine Stadt im Hintergrund zu sehen – New York. Ansonsten: herrliche Gärten, gut gestaltete Innenhöfe und dicht bepflanzte Balkone. Wo die Wohnungen sind, wird nicht verraten, doch kann man aus den Vornamen der Bewohner erahnen, dass sich die meisten Refugien nicht in Deutschland befinden.
Aus der Unterzeile des Buchtitels – „Einrichtungsideen für urbanes Wohnen“ – sollte man nicht schließen, dass man hier erfährt, was urbanes vom ländlichen Wohnen unterscheidet, oder dass in den Texten konkrete, von vielen umsetzbare Ideen vorgestellt werden. Die „Stadtrefugien“ sind vor allem ein Coffeetable-Buch, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Marion Hellweg: Stadt Refugien. 160 Seiten, 209 Abbildungen, 39,90 Euro, Blottner
Foto: Blottner

Bücher becker_holly_becker2Praktisch. Wohnen kann jeder. Aber sich so einrichten, dass man sich rundum wohl fühlt in seinen vier Wänden, das kann eben nicht jeder. Und viele wissen dann auch nicht, wo das ungute Gefühl herkommt: Ist der Raum zu voll? Die Farben zu kalt? Das Licht falsch? Die Muster zu wild?

Holly Becker, die amerikanische Autorin, Journalistin und erfolgreiche Bloggerin, die in Norddeutschland lebt, gibt in ihrem neuen Ratgeber „Wunderbare Wohnideen“ alle ihre kleinen Tipps und Tricks preis, zum Beispiel diesen: Wenn das Zimmer unruhig wirkt, legen Sie alle gemusterten Dinge nebeneinander, so finden Sie das schwarze Schaf, das nicht passt. Oder: Stellen Sie nur Dinge offen auf, die Sie wirklich mögen. Und besonders wichtig: Fotografieren Sie Ihre Wohnung. Am Computer entdeckt man Störenfriede sofort.
In acht Schritten erklärt die Autorin, wie man seinen persönlich Stil findet und ihn auch umsetzt, von der ersten Idee, der Materialsammlung und einem Moodboard bis zum finalen dekorativen I-Tüpfelchen. Holly Becker: Wunderbare Wohnideen, 208 Seiten, 24,95 Euro, Callwey.
Foto: Callwey

Zitat Katharine_Hepburn_promo_pic


„Ich frage mich oft, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie nur nebeneinander wohnen und sich ab und zu besuchen.“

Die amerikanische Schauspielerin Katharine Hepburn (1907 bis 2003) war 26 Jahre lang mit ihrem Kollegen Spencer Tracy (1900 bis 1967) liiert, lebte aber nie mit ihm in einer gemeinsamen Wohnung. Foto: wikipedia
Hotel_bs_weinterrasse_abends_neuMan muss die tägliche Telenovela „Rote Rosen“ nicht lieben, muss sie nicht einmal kennen, um sich hier wohl zu fühlen. Das attraktive 4-Sterne-Haus liegt im Wasserviertel, dem historischen Hafen der Stadt Lüneburg, eine knappe Auto-Stunde von Hamburg entfernt. Die 128 edel eingerichteten Zimmer und Suiten sind verteilt in acht wunderbar restaurierte Speicher und eine Mühle, dazu gibt es drei romantische Märchensuiten im 500 Jahre alten Wasserturm. Vier Restaurants, eine Bar und ein 400 qm großes Spa auf der Mühleninsel verschönen den Aufenthalt zusätzlich. Nicht zu vergessen die Stadt selbst mit ihren pittoresken Gassen und Plätzen, mit drei beeindruckenden Kirchen und einem Wasserturm, den man besteigen kann. Aber natürlich gibt es auch Führungen zu den Drehorten der „Roten Rosen“. Hotel Bergström, Lüneburg DZ ab 149 Euro. Foto: Bergström
Stadtsp 2 der-hauptmann-von-koepenickStadtsp 1 alt_koep_luft_vollbildDa steht er. Direkt am Eingang zum Rathaus lehnt er an der Treppe. Der Hauptmann von Köpenick ist zwar eher klein, aber er wirkt stolz und selbstbewusst und ist nicht zu übersehen. Der „geniale Kerl“, wie ihn Kaiser Wilhelm II. angeblich genannt hat, ist jetzt aus Bronze, aber er bringt noch immer jeden zum Lächeln und der Stadt eine Menge Touristen.
Friedrich Wilhelm Voigt (1849 bis 1922) war eigentlich Schumacher und schon mehrfach im Gefängnis gewesen, als er am 16. Oktober 1906 in der Uniform eines Hauptmannes des preußischen Garde-Regiments, die er bei einem Trödler erstanden hatte, mit einem Trupp Soldaten ins Rathaus eindrang, den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse raubte. Ganz Preußen lachte, Voigt bekam vier Jahre Gefängnis, wurde aber vom Kaiser nach zwei Jahren begnadigt. Mittwochs und samstags um 11 Uhr marschiert er übrigens immer noch mit seinen Mannen zum Ratskeller!
IFStadtsp 3a wikipedia-Köpenick_-_Rathaus_3Der (und der übrige Tatort) entstand 1901 bis 1904 im Stil der Backsteingotik, dekoriert mit schönen Jugendstilelementen