Zitate

 

„Qualität hat ihre Berechtigung und kommt den Menschen zugute. Nur, wer sie nicht kennenlernen durfte, verzichtet auf sie. Wer sie erfahren hat, weiß, dass es sich lohnt, für sie zu sparen. Qualitativ hochwertige Dinge erziehen uns zu weniger Konsum, denn man bleibt ihnen treu und möchte sie nicht austauschen.“

Die Mode-Designerin Jil Sander in einem Interview mit der Zeitschrift „Arcade“ (www.arcade-xxl.de). Foto: NYT

„Es geht nicht darum, aus welchem Land ein Genozid kommt. Es geht darum, was Menschen anderen Menschen antun. Als Mensch trage ich auch Verantwortung für andere Menschen, ich denke, es ist zu einfach zu sagen: “Das ist nicht mein Problem.“ Das geht uns alle an. Da bin ich fest von überzeugt.“
Der Regisseur Fatih Akin in einem Interview anlässlich seines neuen Films „Amrum“ mit dem Magazin „Sleek“ Nr 86/ Herbst 2025. Foto: wikipedia

„Ich koche mit Wein. Manchmal gebe ich ihn sogar ins Essen.“

Der amerikanische Schauspieler, Komiker und Drehbuchautor W.C. Fields (1880-1946), zitiert in vielen Zitatsammlungen.

Foto: wikipedia

„Wenn die Kinder größer werden, wird man selbst ein bisschen kleiner. Und trotzdem bleibt man abhängig: Wenn sie straucheln, strauchelt man mit. Wenn sie traurig sind, ist man es auch. Man fängt als Held an – und endet als Don Quijote.“

Der Journalist Tillmann Prüfer in seiner Kolumne „Prüfers Töchter“ im Zeit Magazin vom 30. April 2025.
Foto: Tillmann Prüfer

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„Wir fühlen uns doch heute ständig schuldig: zu viel Zucker, zu viel Brot, zu viel Salz, zu viel Fett, nicht genügend Sport…Wir müssen uns auch irgendwo mal gehen lassen können und sollten nicht immer nur streng zu uns sein. Genießen zu können, ist wichtig.“

Vitalie Taittinger, Präsidentin des französischen Champagner-Herstellers Taittinger, der noch immer ein Familienunternehmen ist, in einem Interview mit der „Zeit“ vom 15. Mai 2025.
Foto: Vitalie Taittinger

„Das wichtigste Gebot der Stunde ist, dass sich alle demokratischen Kräfte zusammenschließen und die Substanz von Freiheit und Demokratie verteidigen. Sonst dürfen wir uns streiten, so viel wir wollen. Aber in diesem einen Punkt müssen wir zusammenhalten.“

Der Linken Politiker Gregor Gysi in einem Interview mit dem Magazin „Sleek“ Nr. 84 vom Frühjahr 2025. Foto: wikipedia

„Ich glaube nicht, dass gerade alle aus Überzeugung Glas oder Kalkstein verwenden. Das ist weniger eine ästhetische Entscheidung als eine Folge der Kommerzialisierung – sie macht alles austauschbar. Es ist der Markt, der heute unsere Umwelt prägt, und der Markt ist konservativ. Deshalb wird alles zunehmend mittelmäßig – ob Lebensmittel, Möbel oder Gebäude.“

Der britische Architekt Sir David Chipperfield in einem Interview im Zeit Magazin vom 3.4.2025. Foto: wikipedia

“(Ich habe) gelernt, mich 40 Minuten auf die Hinterbacken zu setzen und    gar nichts zu tun, mich in den zeit- und zustandslosen Raum  zurückzuziehen, in dem man einfach nur ist. Heute erlebe ich das beispielsweise, wenn ich koche. Ich finde vollkommene Erfüllung im Zerschnippeln einer Möhre.“

 
Der Autor Frank Schätzing in der Rubrik „Fragen an das Leben“ in Chrismon 3/25. Foto: wikipedia

„Nur weil dir dein Vater Ölwechsel und Fahrradreparieren beibringt, heißt das nicht, dass er dich für gleichberechtigt mit Jungs hält.“

Die Schauspielerin und Autorin Caroline Peters in der Rubrik „Was ich gern früher gewusst hätte“ im Zeit Magazin vom 24.12. 2024. Foto: jozo pr

“Licht ist fundamental bei meiner Arbeit, mein wichtigstes Baumaterial.“

Der italienische Architekt Renzo Piano, geboren 1937, der u.a. das Centre Pompidou (mit Richard Rogers und Gianfranco Franchini) in Paris, das Museum Nemo in Amsterdam und die Fondation Beyeler in Riehen/Basel baute, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 18. Januar 2025. Foto: wikipedia

“Trump und Trumpismus sind zwei verschiedene Phänomene. Wenn Trump nicht mehr existiert, wird es den Trumpismus weiterhin geben. Es ist eine besonders verdorbene Form des amerikanischen Konservatismus, des amerikanischen Isolationismus. Eine Phobie vor allem Fremden. Es ist amerikanischer Rassismus.“

Der amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen in einem Interview mit dem Stern vom 15. August 24, knapp drei Monate vor der US-Wahl. Foto: wikipedia

“Das größte Glück empfinden wir, wenn wir anderen helfen, uns um andere kümmern. Das ist die Freude, die bleibt. Die anderen, die kleinen schnellen Freuden, sind wie Schokolade! Es gibt diesen Moment, in dem du denkst: Oh, Schokolade! Dann erlischt das Gefühl. Der Zuckerrausch ebbt ab.“

Der Schauspieler Richard Gere, gerade 75 geworden, in einem Interview mit dem Stern Nr. 46 vom 8. November. Foto: wikipedia

Weil wir Mütter sind, weil wir uns um unsere Familien kümmern müssen. Wir müssen immer jonglieren, wir haben nicht so viel Zeit wie die Männer. Deshalb produziere ich erst jetzt, da mein jüngstes Kind ein wenig älter ist. Wir Frauen haben einfach mehr Scheiße am Hacken.“

Die Schauspielerin Kate Winslet zum Thema Frauen und ihre Alltagsbelastungen in einem Interview mit der „Zeit“ vom 12. September 24 anläßlich ihres neuen Films „Die Fotografin“.
Foto: wikipedia

„In Italien waren wir immer die Tedeschini, die kleinen Deutschen. Aber da war keine Aggression. In Deutschland waren wir Ausländer… Ich bin diesem Land inzwischen sehr verbunden und dankbar. Gerade meine schlechten Erfahrungen mit Deutschland zeigen, wie sehr sich dieses Land in mancher Hinsicht zum Guten verändert hat.“

Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der „Zeit“, in einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom 28.5.2024. Foto: wikipedia

 “Mit über 80 kann ich sehr gelassen sein, ich bin meinen Weg gegangen. Ich muss mir jetzt nichts mehr beweisen, das ist wunderbar. Ich darf mittags schon Schnapspralinen essen, wenn mir danach ist.“

Elke Heidenreich (geb. 1943), Schriftstellerin und Journalistin, in einem Gespräch mit der Schriftstellerin Caroline Wahl (geb. 1995) in Chrismon 7/2024. Foto: wikipedia

„Rahn, Müller, Brehme, Götze. Wir stehen in einer Reihe. Aber am Ende, nüchtern betrachtet, haben wir einfach ein Tor geschossen.“

Der Fußballer Mario Götze in einem Interview mit dem Zeit Magazin vom 6.6.24 über sein entscheidendes Tor im Endspiel der Weltmeisterschaft 2014 in Rio gegen Argentinien.
(Helmut Rahn (1929 -2003) schoss 1954 gegen Ungarn das 3:2; Gerd Müller  (1945 – 2021) trat das Siegtor gegen die Niederlande 1974, und Andy Brehme (1960 – 2024) gelang das 1990 in Rom gegen Argentinien.) Foto: wikipedia

 „Eine der Eigenschaften aller Fanatiker ist, dass sie keinen Sinn für Humor haben. Das ist bei Donald Trump oder Wladimir Putin übrigens nicht anders.“

Der Schriftsteller Salman Rushdie in einem Interview mit dem Stern Nr. 17 vom 18.4.2024.
Foto: wikipedia

„Sie sollen mir widersprechen in der Sache und mir nicht unterstellen, ich hätte von Tuten und Blasen keine Ahnung, weil ich schon ein paar Jahre älter bin und ein bisschen mehr mitbekommen habe als die Jüngeren.“

Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, 80, in dem Gespräch „Das geht mit 81“ mit der Ex-Politikerin Gesine Schwan, 80, der Ärztin Irmela Müller- Stöver, 80, und Mister Tagesthemen Ulrich Wickert, 81, in der „Zeit“ vom 21. März 2024.
Foto: Wolfgang Thierse

„Das Kino formt Erinnerungen – und Erinnerungen formen die Geschichte.“

Der ukrainische Regisseur Mstyslaw Tschernow über die Macht des Films in seiner Dankesrede bei der Oscar-Verleihung am 10. März in Hollywood. Den Preis erhielt er für seinen Dokumentarfilm „20 Days in Mariupol“. Zitiert in der SZ vom 11.März 24. Foto: Wikipedia