Zitate

„Wir müssen dann mit aller Kraft deutlich machen: Kultur ist kein Sahnehäubchen, sondern Grundnahrungsmittel! Kultur muss
man sich auch in schlechten Zeiten leisten, auch in strukturschwachen Regionen…….Kultur ist systemrelevant, weil sie unsere Demokratie stärkt.“

Die neue Staatsministerin für Kultur und Medien Claudia Roth in einem Interview mit der „Zeit“ vom 9. Dezember. Foto: Claudia Roth

 

„Seit ich herausgefunden habe, dass ich nicht Mozart bin, ist mir alles wurscht.“

Der Schauspieler Ulrich Wildgruber (1937 bis 1999) zitiert in der „Zeit“
vom 16. September 2021. Foto: wikipedia

 

„Den Klimawandel zu bekämpfen wird die große Herausforderung der kommenden Jahrzehnte sein. Da reicht es nicht zu sagen: Es wird entweder schlimm oder nicht ganz schlimm. Es müsste heißen: „I have a dream.“ Wir denken unsere Welt noch einmal anders und neu.“

Die Autorin Juli Zeh in einem Interview im Spiegel vom 28.9.20 Foto: wikipedia

 

„Immer nur zu meckern auf das blöde Scheiß-System, das ist schön bequem.“

Die Punkrockband „Die Ärzte“ im Song „Our Bass Player Hates This Song“ auf ihrem neuen Album „Dunkel“. Zitiert im Tagesspiegel vom 25. September. Foto: Die Ärzte

„Merkel hat es perfektioniert, die Richtlinienkompetenz zu haben, aber mit dem, was politisch passiert, irgendwie nicht in Verbindung gebracht zu werden. Alle reden über das Versagen von Andreas Scheuer, und sie wird wie die Bewohnerin eines anderen Planeten betrachtet, die nichts damit zu tun hat, dass er immer noch in ihrem Kabinett sitzt.“

Kevin Kühnert, Vizechef der SPD, in einem Gespräch mit Ricarda Lang, Grüne, und Ria Schröder, FDP, im Stern Nr. 30 vom 22. Juli. Foto: Jusos

 

„Gute Freunde müssen nicht einer Meinung sein.“

Der amerikanische Präsident Joe Biden beim letzten Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Washington zum Streit um Nord Stream 2. Zitiert im Tagesspiegel vom 16. Juli.
Foto: wikipedia

 

„Ohne Lesen käme ich nicht durchs Leben. Wenn ich ein Buch ausgelesen habe, fange ich sofort das nächste an. Ohne ein Buch zu sein, hat etwas von freiem Fall. Unterhalb meiner Welt ist ein Netz aus den Welten der Bücher, das mich trägt und hält.“

Die Schriftstellerin Judith Hermann (geb. 1970) in „Fragen an das Leben“ in Chrismon 6/2021.

Foto: judithhermann.de

„Markus Söder ist vor allem laut und omnipräsent…Ja, er sagt sogar dem Navi, wo es langgeht.“

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, über Bayerns Ministerpräsidenten. Zitiert in der Süddeutschen Zeitung.
Foto: wikipedia

„Unser Gesetz schreibt vor, dass Unternehmen in Deutschland dafür sorgen müssen, dass in ihren Lieferketten die Menschenrechte eingehalten werden. Das bedeutet zum Beispiel: keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit, ein angemessener Lohn.“

Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zum von ihm durchgesetzten Lieferkettengesetz in einem Interview mit der Zeit, Nr. 10 vom 4. März 2021.
Foto: CDU/CSU

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„Wenn ich in den Wald gehe, sehe ich zwar Natur, aber auch sterbende Bäume. Und Menschen, die einen Geländewagen fahren, ohne Gelände in der Nähe….“

Der Arzt, Kabarettist und Entertainer Dr. Eckart von Hirschhausen im Gespräch mit Ildikó von Kürthy in Brigitte 5/2021
Foto: www.hirschhausen.com

„Kommt jemand mit rassistischen Sprüchen, darf man nicht denken: Ach, mit Onkel Theo können wir nicht reden. Sondern gerade mit Onkel Theo! Das sind die Momente, in denen man sich entscheiden muss. Am gefährlichsten ist Gleichgültigkeit.“

 

Der Schriftsteller Volker Kutscher, Autor der Roman-Vorlagen zur TV-Serie „Babylon Berlin“, in Chrismon 1/21 zu „Fragen an das Leben“. Foto: wikipedia

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„Corona beweist: Du kannst Dich Jahrzehnte mit universitärer Forschung zum Thema beschäftigen, hast nen Professor Doktor erarbeitet und bist mit globaler Wissenschaft vernetzt, um gut Bescheid zu wissen, aber Karl-Günther aus Bottrop klickt 30 Sekunden durch Facebook und weiß es besser.“

Aus der Rede zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Professor Dr. Christian Drosten, zitiert auf der Website www.haeft.de
Foto: Bundespresseamt

„Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.“

 

Albert Schweitzer, 1875 bis 1965, Arzt, Philosoph, Organist, Theologe, wurde als Urwaldarzt bekannt, denn er gründete 1913 ein Krankenhaus in Labaréné, Gabun. 1952 bekam er den Fridensnobelpreis. Zitiert auf www.studienscheiss.de
Foto: wikipedia

„Genau wie beim Nudelkochen ist es mit den Sorgen – wir machen uns immer zu viele davon“

Sinnspruch – zitiert in „Leben jetzt“ Nr 9/20, dem Magazin der Steyler Missionare .. und Variationen. Foto: Häfft Verlag…

„Man darf in Deutschland gegen Flüchtlinge sein, man darf deutschnational sein und kann Zuwanderung ablehnen. Das alles ist in diesem Land erlaubt. Nicht erlaubt ist es, zur Gewalt aufzurufen oder sie anzuwenden.“

Sigmar Gabriel, ehemaliger Vizekanzler, Außenminister und Vorsitzender der SPD, derzeit Aufsichtsrat der Deutschen Bank und von Siemens, in einem Streitgespräch mit Jürgen Opitz, dem Bürgermeister von Heidenau, wo Gabriel 2015 rechtsradikale Randalierer als „Pack“ bezeichnete. Abgedruckt in der „Zeit“ vom 3. September 2020. Foto: wikipedia

„Seit ich weniger Zucker esse, nicht mehr rauche und das Kiffen sein lasse, wird das Gehirn immer schneller. Das ist geil, das genieße ich sehr. Klarer Kopf ist eigentlich die geilste Droge.“

Der Schauspieler und Fotograf Armin Rohde, der eigentlich Armin Kurt Rohde – Baron von Schilling heißt, in einem Interview mit dem Stern vom 13. August 2020.
Foto: Wikipedia

„In meinem Leben hat mich nichts mehr inspiriert und bewegt als Menschen. Das Gefühl zu teilen brauche ich wie die Luft zum Atmen. „Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehen.“ Dieser Satz von Beethoven ist mir heilig, weil er einfach genau das beschreibt: Es geht um teilen, nicht ums Besitzen.“

Der deutsch-russische Pianist Igor Levit in Chrismon 7/8 2020 in der Rubrik „Fragen an das Leben“. Levit stammt aus einer jüdischen Familie, ist Mitglied der Grünen und engagiert sich für Fridays for Future. Er ist Professor in Hannover und lebt in Berlin.
 

Foto: wikipedia

„Mir wird manchmal vorgehalten, ich sei zu gut gelaunt. Aber ich bin nun mal optimistisch, ich lache gerne. Wenn ich sauertöpfisch rumliefe, würde es der Sache auch nicht weiterhelfen. Außerdem sollen die Menschen ruhig sehen, dass Politik auch Spaß macht. Mich hat niemand dazu gezwungen, ich mache das gerne! Aber ich habe oft das Gefühl, so etwas verstößt gegen die Konventionen. Politiker müssen wohl eher an ihrem Amt leiden.“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze im politischen Fragebogen der Zeit
vom 20. Mai 2020.
Foto: Bundesregierung

„Wir dürfen nicht auf Straßenumfragen reagieren, die sind unerheblich. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten.“

Eckart von Hirschhausen, Arzt und Fernsehmoderator, im „Politischen Fragebogen“ der Zeit vom 2. April 2020.
Foto: Hirschhausen

 

„Ich glaube, ich bete nicht. Nicht zu Gott! Aber ich bitte und hoffe, und oft höre ich mich im Kopf beten und weiß nur nicht die richtige Adresse zum Abschicken. Vielleicht hört es ja trotzdem jemand oder etwas, oder es fliegt ins Universum und verpufft und kommt als Regen wieder runter!“

Die Schauspielerin Lina Beckmann auf die Frage „Hilft Beten?“ in der Zeit vom 8. April 2020.
Foto: Schauspielhaus Hamburg