„Gärtnern ist die beste Therapie gegen Ungeduld. Gras wächst nicht schneller, wenn man es anschreit.“
Die deutsch-polnische Künstlerin Alicja Kwade, die sich in ihren Skulpturen und Installationen mit den Themen Raum, Zeit und Wirklichkeit auseinander setzt, in der Rubrik „Was ich früher gern gewusst hätte“ im Zeitmagazin vom 13.8.26.
Foto: siximuseum…

Die amerikanisch-polnische Historikerin und Autorin , die mit dem Pulitzer-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, in der Rubrik „Was ich früher gern gewußt hätte“ im Zeit-Magazin vom 18.6.2026.
In meiner Branche muss man im Herzen…immer Kind bleiben. Wenn wir aufhören, Kind zu sein, hören wir auf, zu imaginieren und zu empfinden. Unsere Vorstellungskraft altert schnell. Wir müssen uns erinnern, wie es war, im Garten herumzurennen und im Regen in eine Schlammpfütze zu springen.“
Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen zu seinem Kampf gegen die Deep-Fakes, in denen er angeblich Schlankheitspillen anpreist, im Stern Nr 19 vom 7. Mai 2026.
„Du kannst Pizza zu jeder Tageszeit essen. Auch morgens um neun. Und bestell Pizza mit Knoblauch und Zwiebeln beim ersten Date. Wenn er das nicht aushält, ist er eh nicht der Richtige..“
Hätte ich gewußt, wie toll es ist, Kinder zu haben, hätte ich mit 17 damit angefangen.
„Qualität hat ihre Berechtigung und kommt den Menschen zugute. Nur, wer sie nicht kennenlernen durfte, verzichtet auf sie. Wer sie erfahren hat, weiß, dass es sich lohnt, für sie zu sparen. Qualitativ hochwertige Dinge erziehen uns zu weniger Konsum, denn man bleibt ihnen treu und möchte sie nicht austauschen.“
„Es geht nicht darum, aus welchem Land ein Genozid kommt. Es geht darum, was Menschen anderen Menschen antun. Als Mensch trage ich auch Verantwortung für andere Menschen, ich denke, es ist zu einfach zu sagen: “Das ist nicht mein Problem.“ Das geht uns alle an. Da bin ich fest von überzeugt.“
„Ich koche mit Wein. Manchmal gebe ich ihn sogar ins Essen.“
„Wenn die Kinder größer werden, wird man selbst ein bisschen kleiner. Und trotzdem bleibt man abhängig: Wenn sie straucheln, strauchelt man mit. Wenn sie traurig sind, ist man es auch. Man fängt als Held an – und endet als Don Quijote.“
„Wir fühlen uns doch heute ständig schuldig: zu viel Zucker, zu viel Brot, zu viel Salz, zu viel Fett, nicht genügend Sport…Wir müssen uns auch irgendwo mal gehen lassen können und sollten nicht immer nur streng zu uns sein. Genießen zu können, ist wichtig.“
„Das wichtigste Gebot der Stunde ist, dass sich alle demokratischen Kräfte zusammenschließen und die Substanz von Freiheit und Demokratie verteidigen. Sonst dürfen wir uns streiten, so viel wir wollen. Aber in diesem einen Punkt müssen wir zusammenhalten.“
„Ich glaube nicht, dass gerade alle aus Überzeugung Glas oder Kalkstein verwenden. Das ist weniger eine ästhetische Entscheidung als eine Folge der Kommerzialisierung – sie macht alles austauschbar. Es ist der Markt, der heute unsere Umwelt prägt, und der Markt ist konservativ. Deshalb wird alles zunehmend mittelmäßig – ob Lebensmittel, Möbel oder Gebäude.“
“(Ich habe) gelernt, mich 40 Minuten auf die Hinterbacken zu setzen und gar nichts zu tun, mich in den zeit- und zustandslosen Raum zurückzuziehen, in dem man einfach nur ist. Heute erlebe ich das beispielsweise, wenn ich koche. Ich finde vollkommene Erfüllung im Zerschnippeln einer Möhre.“
„Nur weil dir dein Vater Ölwechsel und Fahrradreparieren beibringt, heißt das nicht, dass er dich für gleichberechtigt mit Jungs hält.“
“Licht ist fundamental bei meiner Arbeit, mein wichtigstes Baumaterial.“
“Trump und Trumpismus sind zwei verschiedene Phänomene. Wenn Trump nicht mehr existiert, wird es den Trumpismus weiterhin geben. Es ist eine besonders verdorbene Form des amerikanischen Konservatismus, des amerikanischen Isolationismus. Eine Phobie vor allem Fremden. Es ist amerikanischer Rassismus.“
“Das größte Glück empfinden wir, wenn wir anderen helfen, uns um andere kümmern. Das ist die Freude, die bleibt. Die anderen, die kleinen schnellen Freuden, sind wie Schokolade! Es gibt diesen Moment, in dem du denkst: Oh, Schokolade! Dann erlischt das Gefühl. Der Zuckerrausch ebbt ab.“
Weil wir Mütter sind, weil wir uns um unsere Familien kümmern müssen. Wir müssen immer jonglieren, wir haben nicht so viel Zeit wie die Männer. Deshalb produziere ich erst jetzt, da mein jüngstes Kind ein wenig älter ist. Wir Frauen haben einfach mehr Scheiße am Hacken.“