Allgemein

„Immer nur zu meckern auf das blöde Scheiß-System, das ist schön bequem.“

Die Punkrockband „Die Ärzte“ im Song „Our Bass Player Hates This Song“ auf ihrem neuen Album „Dunkel“. Zitiert im Tagesspiegel vom 25. September. Foto: Die Ärzte

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in  Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.
Jetzt gibt es wieder ein neues Buch von ihm: „Je älter man wird, desto komischer werden die anderen“.
Ein wichtiges Thema, mit dem er sich in Cartoons und Texten auseinander setzt. Dabei geht es um Gesundheit und Eitelkeit im Alter, um Fernsehen und Versicherungen und um zwei Herren, von denen der eine eine Seebestattung, der andere aber ein Bier möchte.
Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

 

 

 

Hotel Rosamunda, Clusano, Italien

Wie wunderbar! Die Zimmer des charmanten Hotels „Rosamunda“ haben kleine Balkons mit herrlichem Blick auf den hübschen Iseosee. Da kann man wirklich getrost ein paar ruhige Tage verbringen, denn der kleine Ort Clusano ist nicht überlaufen.
Die Zimmer haben begehbare Kleiderschränke und große, etwas antiquierte Bäder. Das Hotel hat ein sehr gutes Restaurant in einem Wintergarten, in dem man gegen den abendlichen Wind geschützt ist. Hier wird auch morgens ein leckeres Frühstück serviert.
DZ ab ca 90 Euro. Foto: CO

Kunst:  Spiel mit dem Raum

Gelernt hat er Maschinenbau. Doch nach dem Studium zog es den frischgebackenen Ingenieur zu einer ganz anderen Disziplin: zur Kunst. Und die hatte alsbald einen neuen Star. Seit Mitte der 1920er Jahre schuf Alexander Calder, 1898 in in Lawnton im US-Staat Pennsylvania geboren, mit unerschöpflicher Phantasie immer neue Skulpturen, mal winzig klein, wie sein berühmter aus Draht zusammengebogener „Zirkus“, mal riesengroß, wie sein stählernes Ensemble „Tetes et Queue“. Das zählt zu den bedeutendsten Schätzen der gerade wieder eröffneten Neuen Nationalgalerie in Berlin, das dem Amerikaner denn auch gleich seine erste Ausstellung „Minimal/Maximal“ widmete. Vor allem sind dort nun bis zum 13. Februar 2022 viele Mobiles zu sehen, als deren Erfinder Calder gilt: fragile, sorgsam austarierte abstrakte Kompositionen, bei denen oft schon ein Windstoß genügt, um sie in Schwingung zu versetzen, und die ihren Schöpfer zu einem Pionier der kinetischen Plastik machten. Bilder geben ihre Eleganz nur begrenzt wider, dennoch beweist dieser zur Ausstellung erschienene Katalog, mit welch spielerischem Einfallsreichtum der 1976 gestorbene Künstler arbeitete.…

3. Oktober: Seit 31 Jahren gibt es die Deutsche Einheit, und das wird gefeiert unter dem Titel : Deutschland singt.  Um 19 Uhr stimmen Chöre und Privatleute zehn Lieber gemeinsam an, darunter die eigens komponierte Hymne „Die Hoffnung lebt zuerst.“ Wo man sich trifft steht auf www.3oktober.org. Auf youtube singen verschiedene Künstler schon mal vorab von 15 bis 17 Uhr.

15. bis 29. Oktober: In Augsburg wird das „Wunder Mozart“ gefeiert. Unter dem Motto „Mozarts Europa – Europas Mozart“ wird mit neun Konzerten an den einzigartigen Komponisten erinnert. Details: www.mozartstadt.de

20. bis 24. Oktober: In Frankfurt findet endlich wieder die Buchmesse statt. Natürlich mit strengem Hygienekonzept. Gastland ist in diesem Jahr Kanada. Foto:3Oktober

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Brühl: „Amber“  heißt das schicke Sitzsystem von Roland Meyer-Brühl. Man bekommt Einzelsessel, Zwei- und Dreisitzer, Ecksofas, Liegen, Hocker, alles in vielen Stoff- und Lederqualitäten und in jeder Menge Farben. Ein Fest für die Augen – und den Hintern!
Ames: Geflochten werden sie in Kolumbien aus Bejuco, einer einheimischen Kletterpflanze, das Design stammt vom deutschen Designer Sebastian Herkner: Die Caribe Natural Kollektion besteht aus Sesseln, Tischen, Stühlen und neu einem kleinen Sofa.
Guzzini: Die Firma, seit langem bekannt für attraktive Kunststoffprodukte, stellt jetzt aus zermahlenen Petflaschen ein Granulat her und macht daraus die Serie „Tierra“. Schicke Schalen, Teller, Platten, Becher, Karaffen und Boxen – und alles mit gutem Gewissen produziert!
Fotos: Hersteller/trendXpress

 

Museum Abteiberg, Mönchengladbach
 

Als die Planung für das Museum Abteiberg 1972 begann, war es für die meisten Menschen noch nicht so normal wie heute, Museen zu besuchen. Deshalb setzte der österreichische Architekt Hans Hollein auf Transparenz. Die Mönchengladbacher sollten von der Straße ins Museum schauen können und so ihre Scheu überwinden.
Holleins Entwurf ist von oben nach unten geplant. Der große, sehr helle Eingangsbereich liegt auf

Straßenhöhe. Die Ausstellungsräume sind kleeblattartig auf verschiedenen Ebenen aufgefächert, oft mit Tageslicht durch Dachfenster beleuchtet. Übergänge, Brücken und Durchblicke machen die Räume lebendig, ohne der Kunst die Schau zu stehlen. Von der untersten Ebene hat man Zugang zum Skulpturengarten.
Die Geschichte der Sammlung begann 1902 mit der Gründung eines Museumsvereins, der 1922 mit einer Kollektion expressionistischer Werke und wenig später einem Wohnhaus beschenkt wurde. 1937 diffamierten die Nazis etliche Werke als entartet und konfiszierten sie. Nach dem Krieg setzte man in Mönchengladbach schon früh auf aktuelle Kunst, so hatte Joseph Beuys hier seine erste Museumsausstellung.

Vitra Design Museum, Weil am Rhein, bis 6. März 2022
Here we are! Frauen im Design 1900 – heute

Fast die Hälfte der Design-Studenten ist heute weiblich, denn Frauen haben sich in dieser Disziplin mittlerweile ganz gut durchgesetzt. Wie es dazu kam und welche Frauen daran großen Anteil hatten, zeigt jetzt die Ausstellung „Here we are“ im Vitra Design Museum.

Die Schau ist in vier Bereiche geteilt, die sich zeitlich eingrenzen lassen: Es beginnt um das Jahr 1900 in Europa und den USA, gefolgt von den ersten Erfolgen weiblicher Designer zwischen 1920 und 1950. Die beiden letzten Teile beschäftigen sich mit der Zeit bis Ende der 1980er Jahre und bis heute.
Am Beispiel von etwa 80 Designerinnen wird die Geschichte industriell gefertigter Formen anschaulich gemacht. Mit dabei sind Werke von Charlotte Perriand und Eileen Gray, Ray Eames und Hedwig Bollhagen, Patricia Urquiola und Hella Jongerius.
Foto: Key Visual der Ausstellung »Here We Are!«

Vom Theater in der Josefstadt (Josefstädter Str. 26)   hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört. 1788 wurde es gegründet und ist damit das älteste Theater Wiens, das noch bespielt wird. Ludwig van Beethoven und Richard Wagner dirigierten hier, Max Reinhardt und Otto Preminger inszenierten, Marlene Dietrich und O.W. Fischer, Curd Jürgens und Helmut Qualtinger spielten. Im Oktober wird nun das Dramolett „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen“ von Thomas Bernhard mit Claus Peymann in der Titelrolle gespielt.  Also, falls Sie dann gerade in Wien sind…

Doch die Josefstadt ist auch ohne die berühmte Bühne einen Besuch wert. Schräg gegenüber vom Theater findet man zum Beispiel die „Alte Löwenapotheke“ (Josefstädter Str. 25), 1782 im Haus neben dem Schauspielhaus gegründet und 1816 als erstes Haus Wiens mit Gaslaternen beleuchtet.

Wenn Sie jetzt schon Lust auf eine Kaffeepause haben, die „Kurkonditorei Oberlaa“, sechs Hausnummern weiter, hat eine hübsche Terrasse im Hinterhof und höchst leckere Torten.…

„Merkel hat es perfektioniert, die Richtlinienkompetenz zu haben, aber mit dem, was politisch passiert, irgendwie nicht in Verbindung gebracht zu werden. Alle reden über das Versagen von Andreas Scheuer, und sie wird wie die Bewohnerin eines anderen Planeten betrachtet, die nichts damit zu tun hat, dass er immer noch in ihrem Kabinett sitzt.“

Kevin Kühnert, Vizechef der SPD, in einem Gespräch mit Ricarda Lang, Grüne, und Ria Schröder, FDP, im Stern Nr. 30 vom 22. Juli. Foto: Jusos

 

Der Berliner Zeichner Peter Butschkow lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millioen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.
Und natürlich hat er sich in letzter Zeit viel Neues einfallen lassen.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig.

 

Hotel O’Kathedral, Antwerpen

Genau gegenüber der riesigen Kathedrale steht dieses kleine, charmante Hotel. Rezeption, Bar, Frühstücksraum und Restaurant im Parterre sind alles eins. Und auch die Zimmer sind sehr klein, die meisten bemalt, alle mit Ausblick auf die kolossale Kirche. Badewanne und Waschtisch sind vom Bett nur durch eine Glasscheibe getrennt, für Schamhafte gibt es aber einen Vorhang.
Das solide Frühstück wird coronabedingt  zur Zeit mit Brottüte, frischem Orangensaft, Eiern, Wurst und Käse am Tisch serviert.
DZ ab ca 100 Euro. Foto: Hotel O´Kathedral

Ratgeber:  Reste vermeiden

Natürlich wollen wir alle keine Ressourcen verschwenden, wir wollen möglichst nichts wegwerfen, Plastik vermeiden, nur Gesundes essen und ausschließlich Naturprodukte an unseren Körper lassen. Aber wie macht man das im Alltag, im Detail?
Flaschen und Papier zu sammeln und einen Einkaufsbeutel mitzunehmen, das haben wir mittlerweile gelernt, das ist für die meisten längst selbstverständlich. Aber wie zum Beispiel kann man umweltfreundlicher putzen? Oder welche Materialien ersetzen Plastik in der Küche? Mit all diesen Fragen hat sich die Ingenieurin Kerstin Mayer, die heute als Nachhaltigkeits-Coach in Stuttgart arbeitet, für ihr überaus hilfreiches Buch „Zero Waste“ auseinander gesetzt. Sie geht darin durch alle Räume der Wohnung, gibt Tipps, erklärt Hintergründe, liefert Infos und Adressen, stellt dem Leser kleine Aufgaben und liefert Listen für Ersatzprodukte. Statt Klarspüler für den Geschirrspüler empfiehlt sie beispielsweise in Wasser gelöste Zitronensäure.

Kerstin Mayer: Zero Waste – ohne Stress.  128 S. Kosmos Verlag. 16 Euro.

Möbelmesse: Vom 5. bis 10. September findet endlich wieder ein „Supersalone“ in Mailand statt. Alles, was Rang und Namen hat in der Möbelbranche, zeigt seine Neuigkeiten. So ist Kartell mit einem neuen Sofa von Designer Rodolfo Dordoni vertreten. Es heißt K:Wait.
Visiodrom: In Wuppertals Gaskessel – 47m hoch und 38m im Durchmesser – wurde ein Visidrom eröffnet. Auf einer 360 Grad Rund-Leinwand werden mit 29 Projektoren neue Welten aus Licht und Musik gezeigt. In den Untergeschossen gibt es Ausstellungen – zur Zeit Fotos zum Thema „Humans“ –  und auf dem Dach einen Panorama-Rundgang. Foto:Hersteller

Pirelli: Der Kalender des italienischen Reifenherstellers galt lange Zeit als Inbegriff der erotischen Fotografie und wurde nur an Freunde des Hauses verschenkt. Nun gibt es Neues: Der Kalender 2022 heißt „On the Road“ und wird von Bryan Adams fotografiert. Er zeigt Größen der Musikbranche wie Jennifer Hudson, Iggy Pop oder Cher und sehr wenig nackte Haut.
Foto: © From the backstage of the 2022 Pirelli Calendar by Bryan Adams, photos by Alessandro Scotti.

 

Guggenheim Bilbao
 

Ende des 20. Jahrhunderts war Bilbao eine verfallende Stadt. Werften, Bergbau und Stahlfirmen waren veraltet, konnten auf dem Weltmarkt nicht mehr mithalten und mussten aufgeben. Da schloß die Stadtregierung mit dem amerikanischen Guggenheim Konzern einen spektakulären Vertrag: Die Stadt stellte das Grundstück und Geld, Guggenheim seine Kunst und das Management.
Die Bevölkerung war entsetzt, das viele Geld solle man doch lieber in die Infrastruktur investieren. Doch der Bürgermeister der Stadt, Inaki Azkuna, setzte sich durch: Der „durchgeknallte“, kanadische Architekt Frank Gehry (geb. 1929) bekam den Auftrag, das große Areal am Fluß Nervión mit einem riesigen Museum zu bebauen.
Sein aufregender Bau, 1997 eröffnet, hat keine Ecken und Kanten, dafür jede Menge Wellen, Bögen und Kurven. Manche erinnert er an eine halbe Artischocke, andere an ein Schiff und ganz andere an einen geköpften Fisch ohne Schwanzflosse. Die Titanhülle schimmert silbern und passt gut zum spanischen Kalksandstein, innen ist alles lichtdurchflutet, wirkt leicht und verspielt mit vielen Erkern, Türmchen, Nischen, Fenstern und Oberlichtern.

Kunstwerk Carlshütte, Büdelsdorf, noch bis 10. Oktober 21
NordArt – internationale Kunstausstellung

Es ist sicher nicht die ganz große Kunst, die es im norddeutschen Büdelsdorf auf 22000 qm zu sehen gibt, aber schon die alte Eisengießerhalle und der schöne Park sind  absolut sehenswert. Wie seit 1999 in (fast) jedem Jahr hat eine Jury unter Chefkurator Wolfgang Gramm wieder Gegenwartskunst von mehr als 200 Bewerbern aus vielen Teilen der Welt zusammengetragen. Und so wandelt man gemächlich durch das Industriedenkmal der Carlshütte, gegründet 1827 und 1997 stillgelegt, und freut sich – mal mehr, mal weniger – an riesigen Skulpturen und Installationen, an Gemälden, Fotos und Computeranimationen. Der herrliche Park mit kleinem Teich und romantischer Brücke hat viel Platz für beeindruckende Skulpturen.
Auch in diesem Jahr werden der NordArt-Preis und ein Publikumspreis im September in der „Nacht der langen Lichter“ (21.9.) vergeben. Foto: Nordart

Nachrichten aus einem kleinen Land

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

                                      

                                                       Es wird gefeiert!

Die verschiedenen jüdischen Vereine, Glaubensrichtungen, Gruppen und ihre Freunde feiern in Budapest, wie jedes Jahr Ende des Sommers, dass die gut 100 000 Juden der Stadt unbehelligt hier leben können – trotz solcher Beschimpfungen wie „Sch…Jude!“ In diesem Jahr bieten sich zur Feier gut 20, zum Teil frisch renovierte, Synagogen an, darunter die zweitgrößte der Welt in der „Tabak Straße“, dazu viele kleine Gebetshäuser, aber auch die Tische und Stühle auf den Gehsteigen vor den kleinen jüdischen Restaurants. Das Essen ist zwar nicht immer koscher, schmeckt aber – und man ist (weitgehend) unter sich.      
Die größte Feier des Landes findet alljährlich Ende August zum Gründungstag des christlichen Königreichs Ungarn im Jahre 1000 durch Stephan I.…

Die lombardische Stadt Bergamo, rund 50km nordöstlich von Mailand gelegen, ist zweigeteilt. Das moderne Bergamo liegt unten am Fuß eines Hügels – aber die große Attraktion, die Oberstadt, liegt oben auf dem Berg.Die „Citta Alta“, vermutlich eine Gründung der Gallier, die 196 v.Chr. von den Römern erobert wurde, steht heute ganz unter Denkmalschutz. Sie ist umgeben von einer fast sechs Kilometer langen Stadtmauer  aus dem 16. Jahrhundert, die seit kurzem auch zum Weltkulturerbe gezählt wird. Die Sicht auf die Citta Alta von unten ist wirklich überwältigend!
Hinauf kommt man eher mühsam zu Fuß oder leichter per Bus oder spektakulärer mit einer Standseilbahn, und das seit 1887.
Sie fährt von der Viale Vittorio Emanuele II in wenigen Minuten hinauf zur Piazza Mercato delle Scarpe. Von dort ist man schnell auf der Piazza Vecchia, dem Mittelpunkt der Altstadt, mit dem eckigen Glockenturm, dem löwengeschmückten Brunnen in der Mitte und dem Palazzo della Ragione, dem Rathaus von 1198.…

„Gute Freunde müssen nicht einer Meinung sein.“

Der amerikanische Präsident Joe Biden beim letzten Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Washington zum Streit um Nord Stream 2. Zitiert im Tagesspiegel vom 16. Juli.
Foto: wikipedia