„Mir wird manchmal vorgehalten, ich sei zu gut gelaunt. Aber ich bin nun mal optimistisch, ich lache gerne. Wenn ich sauertöpfisch rumliefe, würde es der Sache auch nicht weiterhelfen. Außerdem sollen die Menschen ruhig sehen, dass Politik auch Spaß macht. Mich hat niemand dazu gezwungen, ich mache das gerne! Aber ich habe oft das Gefühl, so etwas verstößt gegen die Konventionen. Politiker müssen wohl eher an ihrem Amt leiden.“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze im politischen Fragebogen der Zeit
vom 20. Mai 2020.
Foto: Bundesregierung

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr
als 2 Millioen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig
www.butschkow.de

 

Art Hotel Weimar
Kunst gucken kann man im ganzen Hotel, in jedem Zimmer, im Frühstücksraum, in allen Fluren hängen Werke unbekannter Künstler, da kann man durchaus Kleinode entdecken. Das Hotel liegt in einer ruhigen Wohnstraße nicht weit vom Park an der Ilm. Von dort sind es gerade mal 800 Meter bis zum Goethehaus am Frauenplan, zu der phantastischen Anna Amalia Bibliothek und dem neuen Bauhaus Museum.
Die Zimmer sind sehr großzügig mit gefliestem Boden, das Bad ist funktional und das Frühstück üppig.
Fotos: Art Hotel Weimar

 

Garten:
Zum Träumen schön

Ein Sehnsuchtsort für Gartenliebhaber sind sicher die herrlichen Parkanlagen von Marrakesch. Aber wer weiß, wann man dort wieder hin kann? Als kleinen Ersatz und schönen Vorgeschmack auf eine spätere Reise empfehlen wir das Buch „Die Gärten von Marrakesch“, in dem zwanzig der schönsten vorgestellt werden.
Die eindrucksvollen Fotos machen Lust auf Olivenhaine, Zitrusplantagen, riesige Dattel- und zarte Hanfpalmen, in Form geschnittene  Pomeranzen, Papyrus, Bougainvilleen, Zypressen, Bananenstauden und Philodendren, Dazwischen maurische Paläste, Brunnen, Kanäle und Wasserbecken.
Die Autorin Angelika Gray beschreibt jeden Garten detailliert und erzählt von  deren Geschichte, die ältesten stammen schon aus dem 12. Jahrhundert. Eine kleine Karte, ein faktenreiches Glossar und alle wichtigen Besucherinformationen ergänzen das Buch.

Angelika Gray: Die Gärten von Marrakesch, 128 S., Gerstenberg Verlag, 19,95 Euro. Foto: Gerstenberg
 

Kultur:
 Weißwurst und Co.

Wir Nordlichter denken oft nur an Markus Söder, Weißwürste, viel Bier und Fußball, wenn es um Bayern geht. Deshalb war es wirklich an der Zeit, mal unseren Horizont zu erweitern, zum Beispiel mit diesem Buch, in dem u.a. von moderner Blasmusik, einem Kartoffel-Start-Up auf dem Viktualienmarkt und gruseligen Masken berichtet wird. In jedem Kapitel gibt es großzügige, anschauliche Fotos, einen unterhaltsamen Text und leckere Rezepte und dazu Tipps von ungewöhnlichen Menschen wie einer Waldbademeisterin oder der Äbtissin des Klosters Waldsassen, einer Kapitänin auf der Donau oder einem wilden Winzer. Vermissen tut man in dem inspirierenden Buch nur eine Karte, damit man sich auf eine Bayernreise besser vorbereiten kann.

Karin Lochner: Zu Gast in Bayern, 210 S., 39,95 Euro, Callwey Verlag
Foto: Callwey


Biografie:
Welch ein Leben!

Ein großer Erzähler ist er nicht, der Innenarchitekt, Designer und freie Journalist Rolf Everding, geboren 1933 in Schaumburg-Lippe. Aber sein Buch „Wiedersehen mit einem Leben“ ist auch kein Roman, in dem man eine Struktur, einen Spannungsbogen und eine lebendige Sprache erwarten darf. In 53 Kapiteln berichtet Everding vielmehr ausführlich und gern auch abschweifend von seiner Kindheit auf dem Dorf in der NS-Zeit, seiner Ausbildung in der Nachkriegszeit und seinem Berufsleben als Möbeldesigner, als Dozent in Detmold und schließlich als Journalist mit dem Schwerpunkt Golfreisen.
Vor allem die vielen Details aus einem „normalen“ deutschen Leben lohnen die Lektüre. So erfährt man, dass der junge Everding nicht Klavierspielen lernen konnte, weil sein Vater ein Akkordeon für 200 Zigaretten statt ein Piano eingetauscht hatte, und dass sein Opa dem Ortsgruppenleiter in SA-Uniform riet, sich die Geburtstagsgrüße sonstwo hinzustecken, ihm aber trotzdem ein Bier aufmachte. Und seine drei Jahre in einer Lungenheilanstalt und dem schwer erkämpften Studium in Detmold lässt Everding ebenso wenig aus wie seine Erlebnisse mit verfolgten Juden, misshandelten Kriegsgefangenen und hoffnungslosen Flüchtlingen.
Lesenswert auch für junge Menschen.

Rolf Everding: Wiedersehen mit einem Leben. 160 Seiten, Tredition Verlag. 17,90 Euro Foto: Tredition

 


DVD:
Chloe

Er ist zwar schon zehn Jahre alt, aber immer noch aufregend:
Der Film „Chloe“ mit Julianne Moore, Liam Neeson und Amanda
Seyfried ist bis zum Ende spannend und verwirrt den Zuschauer
ziemlich. Wer lügt hier? Wer betrügt? Wer ist denn so naiv?
Der erotisch aufgeladene Thriller ist toll gespielt, herrlich ausgestattet
und beschert auf jeden Fall einen unterhaltsamen Abend. (Studiocanal)

Chloe DVD, 5,99 Euro Foto: Studiocanal

 

Driade: Das schicke Sideboard „Love“ hat der italienische Designer Fabio Novembre entworfen. Aus hochglänzendem MDF mit Metallbuchstaben gefertigt, lieferbar in zwei Größen mit zwei Fächern und zwei Schüben und Ton-in-Ton oder kontrastierend farbig lackiert. Ein Hingucker!
Design House Stockholm: Der Erfolg der Knotenkissen hat den Hersteller veranlasst, die Kissen (35x29x20cm groß) nun in insgesamt zwölf Farbtönen herauszubringen, von zartem Grau bis zu leuchtendem Orangerot. Fotos:Hersteller

 
 

 
 
 

Guggenheim, Bilbao, Spanien, bis 4.4.2021
Olafur Eliasson: In Real Life

Licht ist seine Spezialität

In Bilbao hat man jetzt dem dänisch-isländischen Künstler Olafur Eliasson (geb. 1967), der ein Studio in Berlin unterhält, eine umfassende Werkschau gewidmet. Mit dabei natürlich seine „Little Sun“, die Solarlampe für Gegenden ohne Strom, und in verschiedenen Hallen seine Experimente mit leuchtenden Spiralen, mit Wänden aus Naturmaterialien, mit farbigen Nebeln und mit Räumen, die vom schmelzenden Eis seiner Heimat hinterlassen werden. Ein Highlight der Schau ist sicher die „Big Bang Fountain“, bei der Licht aus dem ausströmenden Wasser scheinbar Skulpturen formt, die sofort wieder vergangen sind. Foto: Guggenheim

Kunstdrucke: Damit man nie wieder auf seine Lieblingsbilder verzichten muss, weil alle Museen geschlossen sein müssen, gibt die Fondation Beyeler  in Riehen bei Basel jetzt Kunstdrucke ihrer schönsten Gemälde heraus. Monet und Picasso gibt es ab 65 Franken, einen Hopper bekommt man schon für 49 Franken.
Badekultur: Am 5.Juli eröffnet in Bad Rappenau bei Heilbronn das weltweit erste Bikini Art Museum (BAM) über die erfolgreiche Geschichte der Bademode – natürlich mit vielen Fotos von leicht bekleideten Weltstars wie Ursula Andress, Grace Kelly, Marilyn Monroe und nicht zu vergessen Brigitte Bardot, dazu Politiker in Badehosen, Skulpturen, Gemälde und selbstverständlich auch echte Bikinis. Schauen Sie doch mal rein: www.bikiniartmuseum.com

Nachrichten aus einem kleinen Land

Unser Autor

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

                                          

 

                                                                    Früher war’s doch besser
Nach einer repräsentativen Umfrage findet eine deutliche Mehrheit der Ungarn, dass sie in den letzten Jahren des Kommunismus, der Kadar-Ära, besser gelebt hat als heute. Selbst 54 % der Wähler der Regierungspartei Fidesz sind dieser Meinung, obwohl sie auch die negativen Seiten des alten Regimes sehen.  

Ministerpräsident: Realitätsfremd
Viktor Orbán gebärdet sich immer mehr als Diktator. Er entscheidet alles allein, seine Vasallen, die gut davon leben, folgen ihm. So glaubt er tatsächlich, dass niemand in Ungarn merkt, wie er EU-Gelder stiehlt.
Dass er schon als junger Politiker mit der Realität recht willkürlich umging, zeigt der Bericht einer Frau, die im März 1988 kurz nach der Gründung der Fidesz-Partei beitrat und bei einer Feier mit Orbán und zwei Freundinnen an einem Tisch saß. Er sprach lange über die glänzende Zukunft. Schließlich verabschiedete er sich: „Auf Wiedersehen meine Herren!“ Die Berichterstatterin, die bald die Partei verließ, sagte: „Aber Viktor, merkst du denn nicht, dass du hier am Tisch der einzige Mann bist?“ Die Antwort: „Nehmt es als Kompliment!“

Der Turnlehrer auf dem Bügelbrett

Zur Quarantänezeit unterrichten in Ungarn – wie in anderen Ländern auch – Lehrerinnen und Lehrer per Skype,
E-Mail, Facebook usw. Der Turnlehrer eines Gymnasiums in Makó, Südungarn, László Vesenyi, zeigte seinen Schülerinnen und Schülern, wie man daheim schwimmen lernt. Auf dem Video, das er ihnen schickte, sah man ihn in

kreatives Schwimmen

seinem Arbeitszimmer mit Bademütze, Schutzbrille und Schwimmdress. Vor ihm ein (gut verstärktes) Bügelbrett. Das erklettert der mehr-als-100-Kilo-Mann und zeigt die verschiedenen Schwimmarten, Brust-, Kraul- und Rückenschwimmen – gut sichtbar, verständlich und nachmachbar. Seine Schulleitung verbot ihm allerdings den Unterricht auf dem Bügelbrett, wenn auch zu spät, und verdonnerte ihn dazu, seine fortan geplanten Stunden vor dem Unterricht dem Direktor schriftlich zu zeigen. Inzwischen – zum Glück – ist das Schuljahr zu Ende. So hat Turnlehrer Vesenyi Zeit noch zu überlegen, ob er die Schule verlässt. Er meint jetzt,
er werde wohl gehen.
Anschauen kann man sich seine Schwimmübungen, wenn man „Tornatanár a vasalódeszkán“ googelt.

Corona-Zeit zu Ende
Am 16. Juni hat das ungarische Parlament einstimmig beschlossen: Die Epidemie ist vorbei. Wird wohl so sein, wenn selbst die Opposition das meint. Cafés und Restaurants waren schon seit Tagen offen; Theater und Kinos zogen jetzt nach. Es ist allerdings auch höchste Zeit: Während der Quarantäne haben die Ungarn durchschnittlich drei Kilo zugenommen – viele natürlich wesentlich mehr.
Das Spoon Restaurant (rechts) in Budapest darf wieder besucht werden.
Fotos: Blikk/ privat
 

Der unendliche Strand von Cabourg

Man würde sich wirklich nicht wundern, käme einem hier eine Dame in schwingendem, knöchellangem Rock mit riesigem Strohhut oder zierlichem Sonnenschirm entgegen – auf der Atlantik-Promenade im normannischen Badeort Cabourg an der Cote Fleurie (Blumenküste). Ende des 19. Jahrhunderts war sie hier sicher ein vertrauter Anblick.
1850 entdeckte der Pariser Anwalt Henri Durand-Morimbau das kleine Fischerdorf mit 370 Einwohnern und kaufte nach und nach alle strandnahen Grundstücke. 1854 ließ er das erste Casino aus Holz errichten, und ab 1860 entstanden 200 wunderschöne Villen an der heute drei Kilometer langen prächtigen Promenade. Der breite Sandstrand ist sogar vier Kilometer lang. Paul Leroux, ein junger Architekt aus Caen, entwarf den Plan für den neuen Ort Cabourg-les-Bains, in dem alle Straßen sternförmig vom Grand Hotel ausgingen.

Die Architektur in Vabourg ist unbedingt sehenswert

Begeisterter Besucher des feinen Badeorts war der Schriftsteller Marcel Proust (1871-1922), nach dem die Promenade jetzt benannt ist. Proust wohnte zwischen 1907 und 1914 jeden Sommer im frisch erbauten Grand Hotel, angeblich in Zimmer 414, und schrieb hier große Teile seines Werkes „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, in dem Cabourg als „Balbec“ auftaucht. Deshalb heißt auch das Restaurant des Grand Hotel „Le Balbec“. Der Hotelbau gilt als einer der schönsten noch erhaltenen der Belle Epoque.
Startet man hier zu einem kleinen Bummel, durchquert man zuerst den charmanten „Jardin du Casino“ mit der Statue von Charles Bertrand, dem Eigentümer des Grundstücks, der 1907 das alte Holzkasino abreissen und das prächtige Grand Hotel erbauen ließ. Die meisten der von hier fächerförmig abgehenden Straßen sind reine Wohnstraßen mit beeindruckenden Villen und üppigen Gärten. Gehen Sie die Avenue de la Mer entlang, hier tobt das – touristische – Leben mit Andenkenläden, Bars, Restaurants, Cafés und Creperien, meist mit schönen Terrassen an der Straße.
Schließlich kommt man am Rathaus und dem Tourismusbüro, dann auf der Avenue de Hippodrome am Friedhof vorbei über das kleine Flüsschen La Divette und schon ist man am Hippodrome, der berühmten Pferderennbahn, auf der im Sommer normalerweise viele Rennen stattfinden und immer heftig gewettet wird.
Falls Sie hier nichts gewinnen, können Sie den Weg zurück gehen, und im Casino im Grand Hotel Ihr Glück versuchen. Oder Sie stürzen sich in die Fluten des Atlantiks und genießen Sonne, Meer und den nostalgischen Charme von Cabourg.

Fotos: Tourismusbüro Cabourg

„Wir dürfen nicht auf Straßenumfragen reagieren, die sind unerheblich. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten.“

Eckart von Hirschhausen, Arzt und Fernsehmoderator, im „Politischen Fragebogen“ der Zeit vom 2. April 2020.
Foto: Hirschhausen

 

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millioen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

 

Weinhaus Uhle Schwerin
Der „kluge Hans“ war wohl der ungewöhnlichste Mitarbeiter, den das Weinhaus Uhle in Schwerin, das es seit etwa 1750 gibt, jemals hatte. Das Shetlandpony Hans brachte nämlich Anfang des 20. Jahrhunderts meist ohne menschliche Begleitung Weinfässer aus dem Lager zum Stammhaus und ließ dabei immer der Straßenbahn die Vorfahrt.
Heute gibt es neben dem Weinhandel ein Bistro und ein Hotel mit Restaurant. Die großen, hellen Zimmer sind elegant ausgestattet und sehr ruhig, obwohl das Hotel mitten in der lebendigen Altstadt liegt. Im herrlichen Festsaal mit historischer Vertäfelung wird ein wunderbares Frühstück serviert. Und abends kann man hier Spanferkel oder Schweriner Aal genießen.
Fotos: Weinhaus Uhle

Fotos:

Dramen des Alltags

Auch wenn es der Titel behauptet: Märchen werden hier nicht erzählt – dafür ist der russische Alltag denn doch zu profan. Aber ungewöhnlich sind diese Bilder schon, denn Frank Herfort, 1979 in Leipzig geboren und nach seinem Fotografie-Studium in Hamburg seit über zehn Jahren immer wieder in Russland unterwegs, hat einen sehr genauen Blick für das Abseitige, sanft Bizarre und Groteske. Und so hat er den alten Mann, der nächtens auf dem Bett sitzt und Akkordeon spielt, weil er nicht schlafen kann, ebenso festgehalten wie den ausgestopften Elefanten, der verloren im Erdgeschoss des Zoologischen Museums in Moskau herumsteht, weil er zu schwer ist, um an seinen eigentlichen Platz in einem oberen Stockwerk gebracht zu werden.  Kleinere Dramen sind hier also durchaus mit etwas Phantasie zu besichtigen, und wer wissen will, wie es in einem Russland ohne Propaganda aussieht, erhält hier zumindest erhellende Einblicke. PM

Frank Herfort: Russian Fairy Tales. 160 S. 88 Abb. Kerber. 38 Euro. Foto: Kerber
 

 

Roman:
 
Kindheit mit Untiefen

Welcher Autor traut sich schon, in den Zeiten von Stakkato und ClipArt lange, sehr lange Sätze zu schreiben? Michael Frank, langjähriger Mitteleuropa-Korrespondent der „Süddeutschen Zeitung“ traut sich das in seinem Roman „Schmalensee“, und mit steigender Lesebegierde taucht man in diesen Fluss der Erzählung, diese Jeremiade im Geiste von Bohumil Hrabal. Keine wirklich fröhliche Kindheitsgeschichte, wenn auch vieles schmunzeln macht, was der Autor da aus dem Mittenwald der fünfziger Jahre, am Rande des kleinen Schmalensees, berichtet: ein karges, aber aufregendes Winterkinderleben in einer erzkatholischen Welt, mit sieben Geschwistern, bitterarmen Verhältnissen, die dennoch den jähzornigen Vater, einen Musiker, nicht hindern, das einzige Spielzeug, ein Schaukelpferd, mit ein paar Axtschlägen zur Beilegung eines Streits zu zerschlagen. Die geliebte, ebenso fromme wie überforderte Mutter, Feuer auf dem zugefrorenen See und weicher Teer, in dem man steckenbleibt…ein Lesevergnügen mit Untiefen. Franks lebhafte Lebensbilder bleiben hartnäckig im Gedächtnis haften. SST
Michael Frank: Schmalensee, 252 S., Picus Verlag, 22 Euro Foto: Picus


Kunst:

Ein Schwergewicht des Barock

Dass Anthonis van Dyck zu den Großmeistern des Barock zählt, bewies jetzt wieder die große Ausstellung in der Münchener Alten Pinakothek, die im Februar zu Ende ging. Und besonders gut konnte man dort die Entwicklung des Malers an den Selbstporträts studieren, die aus New York und St. Petersburg ausgeliehen und dem der Pinakothek gehörenden gegenübergestellt wurden.
Der Künstler wurde 1599 in Antwerpen geboren und kam schon als Zehnjähriger bei einem Maler in die Lehre. Ab 1618 arbeitete der nun Selbständige für Peter Paul Rubens, der ihn sehr beeinflusste, bevor er 1620 nach London ging, wo etliche seiner wichtigsten Bilder entstanden und wo er 1641 auch starb.
Seit mehreren Jahren gibt es in München ein Forschungsprojekt zu van Dyck, das in dem ungeheuer schweren Katalog zur Ausstellung detailliert erörtert wird. Die lesenswerten Essays schildern und analysieren wichtige Aspekte zu Leben und Werk des flämischen Genies.
Hg. Miriam Neumeister: Van Dyck – Gemälde von Anthonis van Dyck, 420 S., 495 Abb. 49,90 Euro, Hirmer Verlag. Foto: Hirmer


 

Kochen:

Nachhilfe fürs gute Gewissen

Die Unterzeile „Das Kochbuch, das die Welt verändert“ klingt natürlich ziemlich vollmundig. Aber auch kleine Schritte von vielen bringen Veränderung, und so ist dieses Buch eine gute Hilfe für jeden, der Lebensmittel nicht verschwenden, nachhaltig kochen und essen oder mehr über unsere Nahrung wissen möchte. Neben vielen einfach nach zu kochenden Rezepten und attraktiven Fotos gibt es Tipps zu gesunder, ausgewogener Ernährung, zu bewusstem Umgang mit Energie, zu richtigem Einkaufen und kreativer Resteverwertung. Im letzten Kapitel werden Fragen erörtert: Welchen Fisch soll man essen? Welches Fett ist gut und welches schlecht? Welche Auswirkungen hat Zucker auf unsere Gesundheit? Ist ökologisch und nachhaltig dasselbe? Unser Resümee: Die Unterzeile ist nicht zu Unrecht etwas vollmundig!

Johann Rockström: Eat Good – Das Kochbuch, das die Welt verändert. 224 Seiten, Gerstenberg. 34 Euro. Foto: Gerstenberg
 

 

 
DVD:
 

Hotel Lux

Vielleicht gehören Sie ja auch – wie wir – zu denen, die Bully Herbig nur als viel- und wahnsinnig schnell sprechenden Blödler abgestempelt haben, der zwar oft ganz lustig aber auf Dauer etwas nervig ist. Und dann schaut man sich „Hotel Lux“ von 2011 an und ist höchst amüsiert und leistet Bully jede Menge Abbitte.
Denn zusammen mit Jürgen Vogel mimt er ein Komiker-Duo, das im Berlin der frühen dreissiger Jahre sein Geld mit der Verhohnepipelung von Hitler und Stalin verdient. Autsch, das geht natürlich schief, beide müssen schließlich abhauen und treffen sich in Moskau im legendären Emigranten-Hotel Lux wieder. Dank einer Verwechslung wird Bully Wahrsager für Stalin persönlich, und das Tohuwabohu nimmt seinen Lauf. Ein irrsinnig komischer und politisch eigentlich völlig korrekter Spaß! (Constantin Film)

Hotel Lux DVD, 6,99 Euro Foto: Constantin Film


 

Schlösserland Sachsen: Der Duft von Apfelsinen zieht magisch nach Sachsen. In Dresden hat einst August der Starke (1670 bis 1733) im Zwinger eine Orangerie etabliert, und so sind dort auch in diesem Jahr wieder 76 Bäumchen im Innenhof zu bewundern. 130 Pomeranzen oder Bitterorangen hat der Barockgarten Großsedlitz zu bieten, und auch im Schlosspark Pillnitz verströmt die seit 4000 Jahren kultivierte Pomeranze ihren Duft. Da bietet sich eine Schnuppertour doch geradezu an!
Königliche Gartenakademie: Im Juni geht es jetzt auch in Berlin wieder los, in der Gartenakademie kann man Kurse belegen und zum Beispiel Grundlegendes zum Umgang mit der Königin der Gartenblumen lernen: der manchmal robusten, manchmal kapriziösen Rose.
B&B Italia:   Der italienische Möbelhersteller hat gerade einen Podcast „The Couch“ (auf Englisch) gestartet, in dem sich Designer und Design-Theoretiker über Möbel und ihre Geschichten unterhalten. Gäste sind zum Beispiel Design-Größen wie Piero Lissoni und Antonio Citterio.

Unser Autor

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

 

                               Vom Wahrsager, dem Retter und dem Schnüffler

 

Der Wahrsager
Anfang April sah der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán eine schreckliche Corona-Welle auf Ungarn, besonders auf Budapest, zurollen. Flugs ordnete er an, 10.000 Krankenhaus-Betten frei zu machen (Ärzte und Pfleger sprechen von weit höheren Zahlen). Dafür wurden viele meist alte Patienten mit verschiedenen chronischen Krankheiten schlicht nach Hause geschickt. Eine Pflegerin berichtete im Oppositionssender schluchzend, dass alle, die sie bis dahin betreut hatte, bald starben.
Zwar blieb die gefährliche Welle aus – die Aktion war trotzdem nützlich: Pfleger und Ärzte konnten entlassen, Gehälter und Verpflegung eingespart werden.

Der Retter
Immerhin starben nicht alle entlassenen Kranken. Mehrere von ihnen wohnen seither auf dem Land und werden von Verwandten und Freunden gepflegt. Und wenn etwas Schlimmes passiert, ihr Zustand sich etwa dramatisch verschlechtert, rufen sie Gábor. Der ist ein längst pensionierter Krankentransporteur mit einem uralten Rettungswagen – und außerdem ein wanderndes Krankenhaus-Lexikon. Er weiß immer, in welcher Anstalt in der Nähe gerade Platz und kundiges Personal zu finden ist. Das ist in Ungarn eine Kunst.

Der Schnüffler

Ein Schnüffler wie Goffi

Diese Geschichte beginnt mit der elfjährigen Emma. Sie leidet an Zöliakie, einer seltenen und zugleich schwersten Form von Gluten-Empfindlichkeit, die nur 0,7 bis 1 Prozent der Menschen befällt.
Gluten ist ein Eiweiß in Fleisch und Käse, befindet sich aber auch im Weizen und anderen Getreidesorten.
Bei den Betroffenen bekämpft das Immunsystem bei Gluten-Verzehr die Darmwand und verursacht Schäden und Schmerzen. Bei Emma genügen dazu winzige Spuren von Gluten. So war für sie die Angst schwer zu ertragen, besonders bei Einladungen etwas zu essen.
Nach langem Suchen hatte Emmas Mutter von Hunden gehört, die für Menschen nicht wahrnehmbare Mengen Gluten erschnüffeln können. Zudem hörte sie von einem Hundetrainer in Slowenien, der seine Kunst in den USA gelernt hatte. Obendrein trainiert der Mann die Hunde zusammen mit deren Besitzern online. Und das Beste: er hatte viele gute Empfehlungen.
Also gingen Emma und ihre Mutter in ein Budapester Hundeasyl, lernten dort Goffi, einen Mischling mit schwarzen Locken, kennen und mögen, und nahmen ihn gegen eine Spende mit nach Hause.
Die Ausbildung dauerte zwei Jahre, hat umgerechnet 30.000 € gekostet, und ist durch eine Sammlung in der Familie zusammen gekommen. Dafür beschnüffelt Goffi heute alles, bevor es Emma isst, und bellt geradezu empört, wenn sich darin auch nur ein Molekül (winziger als winzig) Gluten befindet.
Goffi braucht natürlich Bewegung, er darf allerdings nicht stundenlang durch Budapest spazieren, denn die vielen groben Gerüche schaden seiner superfeinen Nase.
Emma liebt ihn – selbstverständlich. Und sie behauptet, Goffi könne nicht nur schnüffeln – sondern auch lächeln.

Fotos: privat

 

In diesem Jahr kann man endlich mal das tun, was man sich schon so lange vorgenommen hat: Deutschland entdecken!
Und da wir ja gerade nach dem langen Lockdown und den immer gleichen vier Wänden so richtig Lust auf Natur und Grün und üppige Blumenwiesen haben, fahren wir doch einfach mal an der Elbe entlang ins niedersächsische Wendland. Kurz hinter Lüneburg – natürlich auch einen ausgiebigen Ausflug wert – pflegen in Niendorf bei Bienenbüttel Marianne und Heinrich Burmester ihren 4000 qm großen historischen Bauern- und Rosengarten  , der schon 1909 angelegt wurde. Hier duften alte Rosensorten mit jeder Menge Kräutern um die Wette, zweihundert verschiedene Gehölze stehen neben nach Farben bepflanzten Staudenbeeten. Am 20. und 21. Juni (und am 5.und 6. September) darf der Garten besichtigt werden: www.offene-gaerten-uelzen.de

Kerstin Diedenhofens Skulpturen machen Spaß

Ein kleiner Ausflug lohnt sich auch nach Tosterglope (vom Rosengarten knapp 30km), denn dort lebt und arbeitet die Künstlerin Kerstin Diedenhofen, deren Skulpturen für draußen und drinnen so richtig Spaß machen. Sie sollten sich aber unbedingt anmelden: www.kerstindiedenhofen.de  Übrigens gibt Kerstin Diedenhofen auch Bildhauerkurse.

Romantische Ecken im Park Michaelshof

Weiter geht’s nach Sammatz in die „Garten- und Parkanlagen am Michaelshof“ , einem drei Hektar großen Gelände mit 500 verschiedenen Rosenarten, einem Dahliengarten, einem Tropengewächshaus mit exotischen Pflanzen, einem Heilpflanzengarten und einem großen Teich, an dem Tribünen vor einer Bühne stehen, auf der Konzerte stattfinden. Außerdem gibt es hier den Arche-Hof mit Kühen und Schafen, Pferden und Eseln, Schweinen, Ziegen und jeder Menge Geflügel. Streicheln durchaus erwünscht!
Ein Hofladen ist auch vorhanden, wo man Eier und Käse der Tiere kaufen kann. Aber natürlich muss man unbedingt das Café mit seiner großen Terrasse, den wunderbaren Kuchen und Torten und dem selbstgemachten Bio-Eis besuchen – herrlich!
Auf dem Michaelshof leben mehr als dreissig Kinder und Jugendliche in sechs Wohngruppen, die unter körperlichen oder geistigen Störungen leiden und denen hier Sicherheit und Geborgenheit in phantastischer Umgebung geboten wird. Schauen Sie sich dieses kleine Paradies unbedingt an!
Von Sammatz aus ist es nicht mehr weit nach Lübeln bei Lüchow. Dort zeigt das „Rundlingsmuseum Wendlandhof“ , wie das Leben im 18. und 19. Jahrhundert in einem Rundlingsdorf im Wendland aussah. Neben Bauern- und Kräutergarten und weitläufigen Streuobstwiesen gibt es in diesem Freilichtmuseum eine Töpferei, eine Schmiede, ein Backhaus und eine Stellmacherei zu erleben.  Im Trachtenhaus sind Kostüme aus verschiedenen Epochen zu bewundern, und im Heimathaus von 1773 sieht alles aus wie damals. Zum Schluß des Rundgangs weiß man dann auch, warum das Wendland Wendland heißt, wer die Wenden waren, und was es mit den Rundlingen auf sich hatte.

Eindeutig ein Barockgarten

Etwas ganz anderes gibt es wenige Kilometer entfernt zu erleben: Der Barockgarten von Eva Kohlrusch  . Die Journalistin, engagierte Gartenliebhaberin und Verfechterin der Symmetrie, hat diesen ganz erstaunlichen Heckengarten seit 1989 angelegt. Auf 15000 qm gibt es zwanzig unterschiedliche Gartenräume zu entdecken: einen Brunnen mit Buchseinfassung zum Beispiel, einen Lavendelkreis, einen Staudengarten und noch viel mehr.

Fotos:CO/MuseenSH/Holsteiner Hof/VG Eutin-Süsel

Lina Beckmann

„Ich glaube, ich bete nicht. Nicht zu Gott! Aber ich bitte und hoffe, und oft höre ich mich im Kopf beten und weiß nur nicht die richtige Adresse zum Abschicken. Vielleicht hört es ja trotzdem jemand oder etwas, oder es fliegt ins Universum und verpufft und kommt als Regen wieder runter!“

Die Schauspielerin Lina Beckmann auf die Frage „Hilft Beten?“ in der Zeit vom 8. April 2020.
Foto: Schauspielhaus Hamburg

Kunst: Goya und andere
Kann ja sein, dass man doch noch eine Chance hat, diesen spannenden Überblick über die Umbruchszeit der europäischen Kunst im 18. Jahrhundert zu sehen. Zur Zeit meint man in der Hamburger Kunsthalle, dass die Ausstellung „Goya, Fragonard, Tiepolo – Die Freiheit der Malerei“ bis zum 30. Mai verlängert werden kann.
Sollte es dann doch nicht gehen, weil Corona alle Museumsbesuche verhindert, so ist der ausführliche Katalog ein guter Ersatz. Neben ausgezeichneten Abbildungen der Gemälde hat die Herausgeberin Sandra Pisot viele renommierte Autoren zu Themen wie den unterschiedlichen Bildsprachen der drei Maler, der Freiheit ihrer Zeichenkunst, dem Reiz des Skizzenhaften und anderen Aspekten zu Wort kommen lassen.

Sandra Pisot: Goya, Fragonard, Tiepolo – Die Freiheit der Malerei, 336 S., 316 Abb. Hirmer, 45 Euro

Roman: Wiener G’schichten

Lorenz Prischinger und seine drei Tanten haben ein bewegtes Leben erst im Waldviertel, dann in Wien. Als Onkel Willi, der Mann von Tante Hedi, plötzlich stirbt, begeben sich Lorenz und seine Tanten auf eine abenteuerliche Reise mit der tiefgefrorenen Leiche, denn der Onkel wollte unbedingt in seiner montenegrischen Heimat bestattet werden. Klingt morbide – aber welch ein Spaß!

Vea Kaiser: Rückwärtswalzer, Roman, Kiepenheuer & Witsch, 22 Euro

 

Film: Sittenbild

Sind Sie Downtown-Abbey-Fan? Dann mögen Sie bestimmt auch „Middlemarch“, die facettenreiche Geschichte eines kleinen Provinzstädtchens im England des 19. Jahrhunderts. Verfasst hat sie die Autorin Marie Ann Evans unter dem Pseudonym George Eliot, um die bornierte Klassengesellschaft ihrer Zeit und besonders die Benachteiligung der Frauen zu kritisieren. 2015 wählten internationale Literaturkritiker „Middlemarch“ zum bedeutendsten englischen Roman. Die kurzweilige BBC-Verfilmung in sieben Teilen (auf drei DVDs) ist zwar schon gut zweieinhalb Jahrzehnte alt, aber dank so vorzüglicher Schauspieler wie Juliet Aubrey in der Hauptrolle immer noch sehenswert.
Middlemarch, DVD, Weltbild, 15,99 Euro.
Fotos: Verlage

Solidarität
In Hamburg gibt es am 12. Mai ein Solidaritätsfestival im Literaturzelt unter dem Motto: Keiner kommt, alle machen mit!  So sollen Spenden gesammelt werden (Nicht-Eintritt 22 Euro) für die Kulturschaffenden der Hansestadt.
Malerisch
Der auf Kunst, Architektur und Fotografie spezialisierte Verlag Hatje Cantz erzählt auf einer neuen Website www.art-on-the-beat.com digitale Geschichten rund um Bücher und Ausstellungen. So gibt es den Trailer zu Wim Wenders’ Film zu sehen, den er zur großen Edward-Hopper-Ausstellung der Fondation Beyeler produziert hat, und eine Führung durch die Retrospektive mit Kurator Ulf Küster. Außerdem kann man ein Gespräch der Kuratoren zum Konzept der Wiener Beethoven-Ausstellung hören.
Für Kids
Das Schlösserland Sachsen bietet auf seiner Homepage  jetzt einen Malwettbewerb zum Kinderbuch „Kater Arthur von Schloss Rochsburg“, eine Sofatour durchs Schlösserland und eine Schatzsuche in der Albrechtsburg an.
Verlängerung
Dem Museum Stade  ist es gelungen, die Ausstellung „Jeanne Mammen. Alles zu ihrer Zeit“ bis zum 30. August zu verlängern. Hoffentlich kann man die Bilder dieser lange Zeit zu Unrecht vergessenen Berliner Malerin (1890-1976) bis dahin wirklich sehen.
Sehnsucht
Wer es nur schwer aushalten kann, dass er zur Zeit Wien nicht besuchen darf, dem seien die besten Wien-Filme ans Herz gelegt: „Before Sunrise“ zu Beispiel, in dem Julie Delpy und Ethan Hawke 1995 verliebt durch die Donau-Metropole schlendern. Orson Welles’ „Dritter Mann“ natürlich, der im Nachkriegs-Wien durch die Kanalisation hetzt. Oder „Die Frau in Gold“, dem Film um Gustav Klimts Gemälde „Die goldene Adele“, das einst von den Nazis beschlagnahmt und erst nach vielen Mühen den Erben zurückgegeben wurde.
Mehr Vorschläge gibt es auf www.wien.info/de/lifestyle-szene/wien-filme

Früher die große Ausnahme, heute ganz alltäglich: Arbeiten zuhause. Damit das auch in kleinen Wohnungen problemlos geht, hat die Berliner Firma Ambivalenz ihr Klappmöbelsystem „Fläpps“ entwickelt. Flache Paneele werden an die Wand geschraubt und zu Regal oder Schreibplatte ausgeklappt, dazu gibt es einen passenden Stuhl.
Die legendäre Firma Thonet hat mit dem filigranen Schreibtisch „S 1200“ aus Stahlrohr ein Designobjekt herausgebracht, das bereits jetzt das Potential zum Klassiker hat und bereits mit mehreren Designpreisen ausgezeichnet wurde.
Mehr Skulptur als Arbeitstisch ist „Mass“, das neue Objekt aus Mangoholz mit Messingverkleidung von Tom Dixon. Der Tisch ist sehr massiv und wirkt durch die glänzende Oberfläche gleichzeitig ausgesprochen edel. So holt man sich bestimmt das Chef-Feeling nach Hause!
Schick darf es natürlich auch gern auf dem Tisch zugehen, zum Beispiel mit den berühmten bunten Streifen des Designers Paul Smith auf auf dem Kugelschreiber „849“ von Caran d’Ache . Schon die Verpackung kann sich sehen lassen!
Für fröhliche Unterbrechung bei der harten Arbeit sorgen ganz bestimmt die Schalentiere der Porzellandesignerin Laura Strasser , die ihre Müslischalen mit herrlichen Phantasietieren bemalt hat: Zur Wahl stehen das Goldspätzchen, der Elegock oder der Flederfisch!

Fläpps

Thonet

Mass

Caran d’Ache

Der Palmohrhase