„Es erscheint mir rätselhaft, welcher Zweck mit diesem Krieg überhaupt verfolgt werden soll. Ich wüsste wirklich nicht, wie er irgendjemandem einen Vorteil verschaffen sollte. Ganz offensichtlich nutzt er der Ukraine nicht, aber Russland ist er auch nicht besonders dienlich, was hat Putin aktuell von diesem Krieg? Niemand hat etwas davon. Wie die meisten Kriege ist auch dieser vollkommen sinnlos.“

Rolling Stone Mick Jagger (78) in einem Interview mit der Zeit vom 7. April 2022. Foto: wikipedia

 

Das neue Buch des Berliner Zeichners Peter Butschkow, der in Nordfriesland lebt und arbeitet, beschäftigt sich mit dem Kampf der Geschlechter. In wunderbaren Zeichnungen und feinen, kleinen Texten berichten Butschkow und seine Co-Autorin Caren Hodel von Schmutzfinken, Helden am Herd und ausgedehnten Shopping-Touren. Das herrliche Büchlein gibt es für 10 Euro.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

 

Radisson Blue Fürst Leopold, Dessau

Spektakulär ist das Haus ganz und gar nicht, eher ein schlichter Kasten mit einer großen Wiese davor. Aber die Zimmer sind großzügig und haben Kaffeemaschine, Safe und Bügeleisen, und in den Bädern gibt es selbstverständlich Regenduschen. Im Restaurant werden bodenständige Spezialitäten aus Sachsen-Anhalt angeboten.
Das neue Bauhaus Museum Dessau und die schöne Altstadt sind in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Zu den Häusern der Bauhaus-Meister muss man allerdings fahren. DZ ab ca 100 Euro. Foto: Radisson

Rosen: Die Prächtigen

Von Rosen versteht er viel, der Leiter der Royal Botanic Gardens in Kew bei London, Tony Hall ist nämlich auch verantwortlich für den dortigen Rosengarten mit 3000 stacheligen Schönheiten aus 160 verschiedenen Sorten.
Für sein hübsch gemachtes Büchlein hat er 78 verschiedene Rosen porträtiert mit Foto und/oder Zeichnung, Kurzbeschreibung und Besonderheiten. Dazu gibt es informative Texte zu Standorten, Pflege, Vermehrung, Hecken und Kübelpflanzen.
Ein attraktives Buch für Rosenfans – Anfänger und Fortgeschrittene.

Tony Hall: Rosen. 145 S., 26 Euro, Haupt Verlag Foto: Haupt Verlag

 

 


 

Kochen: Neue Heimat

Die traditionelle deutsche Küche hatte lange keinen guten Ruf: zu schwer, zu fett, zu fleischlastig. Doch das war einmal: Kit Schulte, umtriebige Expertin für Kunst und Kulinarik, hat 16 Jahre in den USA gelebt und war bei ihrer Heimkehr überrascht, wie sehr sich das Kochen in Deutschland verändert hatte. In ihrer umfangreichen Sammlung „Schöne Heimat“ hat sie nun traditionelle Rezepte zusammengetragen, sie noch mal leichter und frischer gemacht und dabei überwiegend regionale, saisonale Gemüse und Kräuter eingesetzt. So empfiehlt sie Spanisch Frikko, einen Eintopf aus Westfalen, und eine schwäbische Flädlesuppe, macht Lust auf ein Sellerieschnitzel mit Rotkohl und bietet auch drei Versionen von urdeutschem Kartoffelsalat an. Ergänzt werden die leckeren Rezepte mit tollen Bildern der Fotografin Nora Novak und im Anhang Zeichnungen der Illustratorin Claire Cook zu Gemüse und Kräutern.

Kit Schulte: Schöne Heimat, 265 S., 45 Euro, Callwey Verlag Foto: Callwey

 

 

Musée des Confluences, Lyon

Beeindruckend!

Schon die Geschichte seiner Entstehung ist dramatisch. 2001 hatte das österreichische Architekturbüro Coop Himmelb(l)au den Wettbewerb für ein neues Museum in Lyon gewonnen. 2002 begann die Planung, 2006 war Baubeginn, eröffnet wurde es erst 2014. Und gekostet hat es nicht 60 Millionen Euro wie geplant, sondern 270 Millionen.
Aber dafür ist das Haus, das nach seinem Standort am Zusammenfluss (Con-fluence) von Rhone und Saone benannt wurde, auch ziemlich eindrucksvoll. Die Architektur aus viel Stahl, Glas, Beton und Aluminium gleicht einer gigantischen Skulptur, die 190m lang, 90m breit und 41m hoch und damit schon fast ein wenig einschüchternd ist. Die Eingangshalle mit Kassen, Treppen, Brasserie, Cafe, Shop und einem spitzen Glas-Trichter zum Auffangen des Regenwassers sollte ein Treffpunkt für die Lyoner werden. Da das Museum aber abseits der Stadt zwischen Flüssen und Schnellstraßen steht, konnte das Ziel bisher nicht erreicht werden.
Die Ausstellungsräume sind insgesamt 3000 qm groß und fensterlos. In ihnen wird die Menschheitsgeschichte seit dem 16. Jahrhundert bis heute dokumentiert.
Foto: Coop Himmelblau/ Sergio Pirrone

Deutschland entdecken: Zwischen Mannheim und Bayreuth gibt es jede Menge Burgen und Schlösser, alle sehr sehenswert. Auf www.burgenstrasse.de kann man eine interessante Reise planen, praktische Tipps bekommen, Hotels finden und Prospekte bestellen.
DDR Museum: Bis zum 31 Oktober zeigt das Berliner Museum die Sonderausstellung „Ein Land und seine Helden – 25 Geschichten aus der DDR“. Vorgestellt werden bekannte Menschen wie Katharina Witt und Robert Havemann, und heute weniger bekannte wie der Bergmann Adolf Hennecke, der 1948 die Norm beim Kohleabbau um stolze 387 Prozent übererfüllte.

Documenta 15:  100 Tage lang – vom 18.Juni – 25. September – findet in Kassel wieder die wichtigste internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst statt, die 1955 erstmals veranstaltet wurde. Kuratiert wurde die diesjährige Documenta vom indonesischen Kollektiv „ruangrupa“.

Museum of Modern Art, New York 1.5. bis 10.9.22
Matisse: The Red Studio
 

Viele Künstler haben ihre Ateliers gemalt, oft mit sich selbst an der Staffelei. Nicht so Henri Matisse (1869-1954), der sein Studio im Pariser Vorort Issy-les-Moulineaux 1911 in intensives Rot tauchte, obwohl es weiß gestrichen war, den Raum nur durch feine Striche andeutete und sich selbst aussparte. Sein Gemälde „The Red Studio“ gilt heute als eines der Hauptwerke der klassischen Moderne.
Es steht jetzt im Mittelpunkt einer Ausstellung im Museum of Modern Art in New York, wo es erstmals den im Bild dargestellten Objekten, Zeichnungen und Gemälden gegenüber gestellt wird. Daneben werden weitere Arbeiten gezeigt, die eine Verbindung zum Roten Studio haben. Foto: Henri Matisse: The Red Studio (1911), MoMa, New York

Die Promenade von Alghero

Über die Promenaden von Alghero zu spazieren, ist ein großes Vergnügen. Vom Strand Lido di Giovanni in der weitläufigen Bucht führt der Weg an der breiten Hauptstraße entlang in Richtung Hafen, in dem viele kleine und große Segel- und Motorboote vor Anker liegen. Genau dort beginnt dann die Promenade auf der historischen Stadtmauer, die die  Altstadt vor Angriffen vom Meer aus schützte.

Der Hafen mit Segel- und Motorbooten

Sie wurde einst von katalanischen Eroberern massiv ausgebaut, als sie Alghero 1354 besetzten, die Einheimischen vertrieben und Katalanen ansiedelten. Noch heute sprechen viele „Algheresisch“, einen katalanisch geprägten Dialekt. Auf der Promenade mit Cafés und Restaurants stehen noch uralte Kanonen. Der Blick über das Meer hinüber zur Halbinsel Capo Caccia ist besonders bei Sonnenuntergang spektakulär.
Am Ende der Promenade, an der Torre S. Giacomo, biegt man dann links in die engen, mit uralten Steinen gepflasterten Gassen

Die alte Stadtmauer

der Altstadt. Lassen Sie sich treiben, die Altstadt ist klein, hat aber einiges zu bieten.
Die Kathedrale Santa Maria  zum Beispiel, die 1593 geweiht wurde und in der es einige außergewöhnliche Skulpturen zu sehen gibt. Sie ist gotisch erbaut, hat aber im 19. Jahrhundert ein neoklassisches Portal vorgesetzt bekommen.
Oder die Kirche San Michele, ein eher schlichter Bau von 1612, der aber von einer mit bunten Majolika belegten Kuppel gekrönt wird, die zum Wahrzeichen Algheros wurde.
Besuchen Sie das hübsche, kleine Theater  an der Piazza del Teatro und das Museum del Corallo , in dem man die Bedeutung der Korallen für die Geschichte Algheros erfahren kann.
Decken Sie sich mit frischem Obst, leckerem Fisch und Spezialitäten in der kleinen Markthalle ein. Und wenn Sie noch nach Mitbringseln suchen, in den engen Gassen gibt es jede Menge kleine Läden, wo Sie auch die Spezialität der Insel kaufen können: Bottarga – der getrocknete Rogen der Meeräsche, den man als Pulver in Gläsern bekommt. Er macht jedes Fischgericht herzhafter. Die Italiener streuen ihn gern auf – wie kann es anders sein – Pasta. Fotos: CO

„Ich habe Hollywood nie als Olymp begriffen, schon eher als Industrie – die wie jede andere Industrie zu 95 Prozent Schrott produziert. Und ein paar ganz wenige Juwele hervorbringt.“

Oscarpreisträger Christoph Waltz in einem Interview mit der Zeit am 10. März. Foto: wikipedia

 

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in  Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

Hotel Gut Immenhof, Malente

Das Herrenhaus vom Immenhof

Erinnern Sie sich an Oma Jantzen, Dr. Pudlich, Dick und Dalli? Die vier waren die Hauptpersonen im 1955 gedrehten Film „Die Mädels vom Immenhof“. Der Film war ein solcher Kassenschlager, dass der damalige Drehort Gut Rothensande in Schleswig-Holstein längst Immenhof heißt – und der ist vor kurzem ein wunderbares Hotel geworden. Die liebevoll eingerichteten Zimmer (mit schönen Möbeln aus guten Materialien) gruppieren sich wie die Suiten und Ferienwohnungen im Herrenhaus und in Nebengebäuden um einen riesigen Innenhof. Im Stall stehen ein paar putzige Ponys und in der Reithalle nebenan  schöne Pferde; im ehemaligen Kuhstall kann man besonders köstlich speisen. Das Hotel liegt direkt am Kellersee und hat einen Steg ins Wasser, an dem auch Schiffe anlegen. DZ ab ca 188 Euro. Foto: CO

Klar sind Mücken manchmal lästig, und vor Spinnen ekeln sich jede Menge Menschen. Aber wenn man sich mal mit Insekten beschäftigt und zum Beispiel die blaugrüne Mosaikjungfer – eine Libelle – oder Roesels Beißschrecke – eine Heuschrecke – genauer anschaut oder sich über Käfer informiert, von denen es 350 000 Arten gibt, dann erfährt man verblüffende Details, etwa dass die Larven des Mehlkäfers inzwischen Plastik fressen.
Nachzulesen sind derlei Fakten in drei neuen Büchern, die zudem höchst anschaulich dokumentieren, wie wichtig Insekten für das Leben auf der Erde sind. Das erste, „Insekten retten die Welt“, wendet sich an Kinder ab 8 Jahren. Es erläutert mit hübschen Zeichnungen und kurzen Texten, was Insekten überhaupt sind, welche Aufgaben sie erfüllen und wie jeder von uns sie schützen kann.
Das zweite, „Insektenwelt für Ahnungslose“, stammt von der Biologin und Comic-Zeichnerin Véro Mischitz, die mit 431 fröhlichen, detaillierten Zeichnungen anregen möchte, sich mit Insekten zu beschäftigen. Sie erklärt, wo man sie findet, wie man sie einsammelt und bestimmt und was man mit seinem Insektenwissen anfangen kann. Das dritte Buch schließlich, „Facettenreiche Insekten“, entstand parallel zu der Ausstellung „ProInsekt“  (bis Oktober 2021) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und wendet sich an Interessierte Laien und Fachleute. Es beschäftigt sich hauptsächlich mit der Gefährdung der kleinen Lebewesen und was man jetzt tun kann, um die Artenvielfalt zu erhalten. Fotos: Verlage

 

Buglife, Qu Lan: Insekten retten die Welt. 48 S., 14,90 Euro, Laurence King Verlag

Véro Mischitz: Insektenwelt für Ahnungslose. 128 S., 18 Euro, Kosmos Verlag

Martin Husemann und andere: Facettenreiche Insekten. 272 S., 25 Euro, Haupt Verlag

Ceelings : Das Licht kommt aus der Hand, und die sitzt unter der Decke! Mit der Hand aus ABS Kunststoff versteckt man den Kabelanschluss der Deckenleuchte ganz originell.
Egg Table : 1952 entwarf Arne Jacobsen den Ess- oder Schreibtisch „Egg“ für die dänische Firma Fritz Hansen. Jetzt wurde er wieder aufgelegt und ist nun mit einer Walnussplatte zu bekommen.
Acapulco :  Der federleichte Gartenstuhl mit Kunststoff-Bespannung erinnert an die 60er Jahre und wird in in einer ganzen Palette von Farben angeboten. Fotos: Hersteller/Trendxpress

Ceelings

Egg-Table

Acapulco

Tate Gallery of Modern Art, London

 

Tate Modern in London

Schon die „Bankside Power Station“, das riesige 1952 in Betrieb genommene und 1981 abgeschaltete Ölkraftwerk an der Themse in London, hatte das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron umgebaut und zum Museum „Tate Modern“ gemacht. Am 11. Mai 2000 wurde es eröffnet. Bereits vier Jahre später begannen die Architekten einen spektakulären Anbau zu planen, der 12 Jahre später fertig war: eine 64m hohe, verdrehte Pyramide auf dreieckiger Grundfläche mit 11 Ebenen und 21000 qm Ausstellungsfläche; schmale horizontale Fensterbänder unterbrechen die mit Ziegeln verkleidete Fassade, die von nahem wie perforiert wirkt. Im obersten Stock gibt es eine Aussichtsterrasse und ein Restaurant.
Im Erdgeschoß mit Café und Buchhandlung treffen Alt- und Neubau aufeinander, und auf einer imposanten geschwungenen Treppe aus Beton erreicht man die ehemaligen Öltanks im Untergeschoss, die schon seit 2012 Ausstellungsräume sind. Die Kunst wird im Neubau in klassischen Räumen mit überwiegend künstlichem Licht präsentiert. Foto: Tate Modern

 

Städel Museum, Frankfurt, bis 19. Juni
Renoir – Rococo Revival
 

Die Werke des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir (1841 – 1919) orientierten sich früh an Sujets und Techniken des Rokoko, die Mitte des 19. Jahrhunderts wieder beliebt wurden. Lebensfreude war sein großes Thema, so taucht etwa die Schaukel, die schon 100 Jahre vorher die Leichtigkeit (und Wankelmütigkeit) der Liebe symbolisierte, auf etlichen seiner Bilder auf. Das Städel zeigt jetzt insgesamt 120 Werke, darunter auch Arbeiten von 23 Künstlern, die Renoir Anregung für seine eigenen Fete Galantes-, Boudoir- und Landschaftsbilder gaben. Mit dabei sind Leihgaben aus London, Paris, Washington, New York und Los Angeles.
Foto: Pierre-Auguste Renoir, Frau mit Sonnenschirm in einem Garten, 1875/Städel Museum

 

Péter Pál Meleghy (1939 – 2022)

 

Péter Pál Meleghy

Wir sind sehr traurig: Unser langjähriger Kolumnist Péter Pál Meleghy ist gestorben. Er lieferte uns launige Geschichten und interessante Nachrichten aus Ungarn, hatte jeden Monat Neues, Lustiges, Pikantes, auch mal Empörendes zu berichten.
Geboren wurde er in Budapest, 1956 flüchtete er nach dem gescheiterten Ungarn-Aufstand mit Mutter und Bruder nach Deutschland. Er arbeitete als Jazzpianist, als Sänger und Tänzer, studierte ein wenig Medizin, Germanistik und Indologie und begann nach einem Volontariat in Hamburg als freier Autor für Zeitschriften und den Rundfunk und schrieb diverse Bücher.
Unser Freund und Kollege starb nach kurzer, schwerer Krankheit am 19. Februar in seiner Heimatstadt. Sein letzter Wunsch: dass seine Asche in die Donau gestreut würde.
Er wurde ihm erfüllt.  Foto: privat

Früher hatte der Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein schlechtes Image. Dort waren zwar die Mieten billig, aber sonst war nichts los.
Das hat sich geändert, seit einigen Jahren hat die große Elbinsel Wilhelmsburg einiges zu bieten.
Wer’s überprüfen will, nimmt am besten die S-Bahn bis zur Haltestelle Veddel und besteigt dort den Bus Nr 13. Der fährt erst am Deich entlang, auf dem gern mal Schafe unterwegs sind, und kommt bald danach am Stübenplatz an. Dort findet mittwochs und samstags von 7 bis 13 Uhr ein üppiger Wochenmarkt   mit Obst aus dem Alten Land, mit Fischfrikadellen und Koteletts vom Landfleischer statt.

Der Energiebunker

Zwei Haltestellen weiter mit dem Bus 13 ist man an der Veringstraße/Mitte. Links herum geht’s zum Energiebunker, einem riesigen Luftschutzbunker von 1942, der 60 Jahre als Ruine vor sich hin gammelte. Zur Internationalen Bauausstellung (IBA) 2006 wurde er zum Energiebunker mit Solarenergie, Biomethan und einer Holzfeuerungsanlage umgebaut, der heute über 1500 Haushalte mit Strom und Wärme aus erneuerbarer Energie versorgt. Eine Ausstellung informiert über die Entwicklung des Bunkers und des Stadtteils Wilhelmsburg. Auf dem Dach kann man dann im Cafe Vju  bei Kaffee und Kuchen den Ausblick nach Hamburg mit Elbphilharmonie und Michel und über ganz Wilhelmsburg genießen. Zur Zeit ist allerdings nur samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Veringkanal

Geht man von der Bushaltestelle rechts herum, erreicht man bald den Veringkanal, benannt nach seinen Erbauern Carl und Hermann Vering, die die schmale Wasserstraße 1894 erbauen ließen und so eine Verbindung zum Hamburger Hafen herstellten. Auf der einen Seite des Kanals siedelte sich Industrie an, auf der anderen Seite entstanden Wohnungen für die Arbeiter. Heute gibt es an dem schnurgeraden, 1,7km langen Gewässer Spazierwege und Grünanlagen.
Weiter mit dem Bus bis zum Rathaus Wilhelmsburg in der Mengestraße 19. Das schöne rote Gebäude wurde 1902/03 auf einem Acker errichtet und sollte schon damals das Zentrum des aufstrebenden Stadtteils werden. Aber erst 2013 wurde der nächste Schritt zur Erfüllung dieses Vorhabens getan, im Rahmen der IBA wurde gegenüber ein eigenwilliger Neubau für die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt nach dem Entwurf der Berliner Architekten „Sauerbruch Hutton“ erbaut. Der 200 Meter lange Bau mit den markanten bunten Streifen schlängelt sich an der Mengestraße entlang.

Die neue Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Hinter dem Rathaus am Rande des Inselparks gibt es 180 Wohnungen, die „Modelle für das Wohnen der Zukunft“ sein sollen, außerdem ist dort Platz für 2000 Arbeitsplätze in Häusern, die teils aus neuen Baumaterialien errichtet wurden, teils auf dem Wasser stehen und zudem besonders preisgünstig sind.
Und dann sind Sie auch schon im 85 Hektar großen Inselpark mit Rhododendrongarten und  Rosenboulevard, mit

Das Wälderhaus

Spielplätzen, Schwimm- und Basketballhalle, mit Skatepark und Nordwandhalle, mit Restaurant und Grillplatz und natürlich vielen Beeten, Bäumen und Wiesen.
Und dem Wälderhaus mit Hotel, dem Forum Wald mit einer Ausstellung zum Thema Holz und einem Restaurant mit großer Terrasse. Denn jetzt – genau – haben Sie nach soviel Abwechslung wirklich eine Kaffeepause verdient.
Fotos: CO

 

„Aus guten Vorsätzen machen wir Musik.“

Werbetafel am Eingang zur Hamburger Music Academy im Januar 2022.
Foto: CO

 

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in  Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de