Goslar

Boteros Dicke
Da, wo die beiden Dicken stehen, da geht’s in die Stadt. Wenn Sie also mit dem Zug in Goslar ankommen, gehen Sie gegenüber vom Hotel Achtermann in die Rosentorstraße durch das noch teilweise erhaltene Tor in der ehemaligen Stadtmauer, 5m stark und 16m hoch, und da stehen sie, die beiden Runden aus Bronze, 2,20m hoch und 2m breit. „Mann mit Stock, Frau mit Schirm“ ist eine Plastik des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero (1932 bis 2023), die 1989 von der Stadt und einem Mäzen angekauft werden konnte.
„Mann mit Stock, Frau mit Schirm“ ist eine Plastik des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero (1932 bis 2023), die 1889 von der Stadt und einem Mäzen angekauft werden konnte.
Die beiden schauen die Straße entlang, die geradewegs in die Innenstadt mit all seinen schönen Fachwerkhäusern führt.

Fachwerk überall
Am Markt 1 steht das Rathaus vom Anfang des 14. Jahrhunderts mit Arkaden und imposanter Freitreppe. Gehen Sie unbedingt hinein, es gibt einen beeindruckenden Sitzungssaal, den sogenannten Huldigungssaal, von 1520, der rundum mit Tafelgemälden verkleidet ist. Anschauen kann man ihn allerdings nur durch Glasscheiben, da er vor zu vielen atmenden Besuchern geschützt werden muss. Eine multimediale Inszenierung erklärt Details und Geschichte des Saals.
Um die Ecke erreicht man den Schuhhof, den ältesten Platz Goslars, an dem früher das Gildehaus der Schuhmacher stand, das 1780 abbrannte. Aber immer noch stehen hier wunderschöne Fachwerkhäuser mit Arkaden. Lust auf eine Kaffeepause? Dann gehen Sie ins Hirsch Café, eine ehemalige Apotheke mit gut erhaltener Einrichtung. Der Kaffee schmeckt großartig. (Und erst der Kuchen!)
Vorbei an der Kirche St. Cosmas und St. Damian geht es zum Hohen Weg, dort steht das Patrizierhaus „Brusttuch“ von 1526, so wegen der ansteigenden Dachneigung genannt, mit schönen Schnitzereien.
Seit 1870 ist das Haus ein Hotel und bietet mit der „Butterhanne“ ein gutes Restaurant.
Ein paar Häuser weiter steht das 1254 gegründete Hospiz „Großes Heiliges Kreuz“, in dessen großer „Däle“ heute acht kleine Stübchen als Ateliers für Kunsthandwerker dienen. Dort gibt es Seifen und Lederwaren, Schmuck und Bürsten. Reinschauen lohnt sich!

Der Kaisersaal in der Pfalz
Um die Ecke kommen Sie dann zum Wahrzeichen Goslars, der Kaiserpfalz aus dem 11. Jahrhundert, einem Palast, in dem die damals noch reisenden Könige und Kaiser des Mittelalters zeitweise residierten.
Im Untergeschoss ist eine Ausstellung über die Pfalz zu sehen.
Der Kaisersaal im Obergeschoss hat eine enorme Größe: 47 mal 16 Meter. Alle Wandflächen sind mit Historiengemälden gefüllt, die die Geschichte mittelalterlicher Herrscher erzählen, von Karl dem Großen (748 bis 814) bis zum Staufer Konradin (1252 bis 1268).
Unterm Dach, im Biedermeierzimmer, residiert heute das Standesamt Goslars, ein richtig schöner Platz zum Heiraten.
lsberg

Museum Rammelsberg
Und jetzt: Hinauf auf den Rammelsberg, dort wurde mehr als 1000 Jahre lang Erz abgebaut, heute ist der Komplex ein spannendes Bergbaumuseum. Sie können mit einer Grubenbahn in die Unterwelt fahren, sich durch Stollen führen lassen und verschiedene Ausstellungen über das Leben und die Arbeit der Bergleute besuchen.
Zum guten Schluss bietet das „Casino“ Bergmannsstullen, einen Bergsteigereintopf oder eine Harzer Brockensuppe. Das gibt verbrauchte Energie zurück! Foto: CO