Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow,
der in Berlin geboren wurde und heute in
Nordfriesland lebt und arbeitet, war Silvester
sehr aufmerksam.

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Hotel de Bourgogne, Macon, Frankreich

Spektakulär ist Macon eigentlich nicht, die kleine Stadt
an der Saone, 70 km nördlich von Lyon, aber ganz hübsch,
und wer auf einer Tour durch Frankreich ein nettes Hotel
zum Übernachten sucht, der wird hier fündig.
Das Hotel de Bourgogne hat 62 Doppelzimmer mit modernen
Bädern, bietet ein Frühstücksbüfett und hat sogar Parkplätze
mit E-Ladestation. Zum Bahnhof sind es 5 Minuten,
zum Fluss 8 Minuten zu Fuß. DZ ab ca 80 Euro. Foto: Hotel

Sie suchen einen Anlass, um mal wieder so richtig zu feiern? 

Im Februar bieten sich da diverse, auf die nicht alle kommen:

So ist der 2.2. der Tag des Murmeltieres,

der 3. der Tag des Karottenkuchens

und der 6. der Tag der lahmen Ente.

Der 15. Februar ist der Tag des Regenwurms,

am 23.2. begeht man den Tag des Hundekuchen,

und am 28. schließlich wird die Hosentasche gefeiert.

Alle Termine auf: https://www.kuriose-feiertage.de/kalender/

Europas Kulturhauptstädte 

sind 2026 das finnische Oulu und das slowakische Trencin. Geboten werden Kunst- und Foto-Ausstellungen, Kirchen- und Pop-Konzerte, eine riesige Karaoke-Party und ein Polar-Nacht-Festival (beides in Oulu), ein Film-Festval (Trencin) und noch vieles mehr.

Fondation Beyeler, Riehen/Basel noch bis 25.5.

                   Cézanne

Er gilt als Wegbereiter der klassischen Moderne, der Maler Paul Cézanne (1839-1906), der in der Provence lebte. Seine Zeitgenossen reagierten allerdings mit Unverständnis auf seine eigenwillige, den Kubismus vorwegnehmende Kunst, erst der Galerist Ambroise Vollard verhalf ihm 1895 mit einer Einzelausstellung in Paris zu größerer Bekanntheit.

Die Fondation Beyeler zeigt jetzt 80 Werke aus Cezannes Spätphase, Porträts, Landschaften und Ansichten seines Lieblingsbergs Montagne Sainte-Victoire.

Foto:Paul Cezanne, Baigneurs (Badende), ca. 1890, Öl auf Leinwand, 60,5 × 82,5 cm, Musée d’Orsay, Paris© GrandPalaisRMN (musée d’Orsay) / Hervé Lewandowski

 

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, kennt sich mit Yoga aus.

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Hotel Goldene Krone, Goslar

Es ist wirklich still hier, obwohl das Hotel an einer viel befahrenen Straße in Goslars Altstadt liegt und es zum quirligen Marktplatz nur 500 Meter sind. Das charmante, sehr alte Fachwerkhaus steht unter Denkmalschutz, hat aber hinter der Fassade 18 moderne Zimmer mit Kühlschrank, Wasserkocher und großzügigen Badezimmern. Das vielfältige Frühstücksbüfett wird im liebevoll dekorierten großen Saal serviert. Besondere Attraktion ist der schicke Billardraum.

DZ ab ca 111 Euro.

Luma, Arles

Vielleicht gehören Sie ja auch zu den Menschen, die Fuhlsbüttel nur im Zusammenhang mit dem Hamburger Flughafen „Helmut Schmidt“ kennen? Ja, der Airport gehört zum Stadtteil Fuhlsbüttel, aber es gibt dort noch einiges mehr zu entdecken. Die Alster zum Beispiel, die hier noch ein Fluss ist und erst in der Innenstadt zur Außen- und zur Binnenalster aufgestaut wurde. 37 km fließt die Alster von ihrer Quelle in Kayhude bis in die Elbe. In Fuhlsbüttel mäandert sie noch gemächlich durch üppig bewachsene Parkanlagen, durch die der lange Alsterwanderweg führt. Und direkt an der breiten Brücke findet man ein schönes, traditionelles Restaurant, „Zur Ratsmühle“ mit einer großen Terrasse direkt am Wasser.

Von dort aus ist man auch in wenigen Minuten zu Fuß auf dem Friedhof Ohlsdorf , dem größten Parkfriedhof der Welt: 389 Hektar. 1877 wurde er eröffnet, heute gibt es. ca. 235 000 Grabstellen, 19 Mausoleen von Hamburger Familien, 12 Kapellen und 3 Feierhallen, 36 000 Bäume, 15 Teiche, 17km Straßen, zwei Buslinien, 1,2 Millionen Besucher jährlich und einen Naturlehrpfad auch noch. Also unbedingt einen Besuch wert.

Wendet man sich vom Restaurant in die entgegengesetzte Richtung, ist man nach ein paar Minuten am Erdkampsweg, der lebendigen Einkaufsstraße mitten in Fuhlsbüttel mit Supermarkt, Banken, Boutiquen und ein paar netten Cafes und Restaurants.

Übrigens ist es von hier aus auch nicht weit zur Straße „Am Hasenberge“. Der niedliche Name trügt, hier liegt das Gefängnis, gebaut 1879 für 800 Gefangene, umgangssprachlich genannt „Santa Fu“. Im Torhaus am Eingang Suhrenkamp gibt es eine Gedenkstätte, denn in der NS-Zeit hatte die SS hier ein Gestapogefängnis eingerichtet.

Vom Erdkampsweg geht es dann in den Wacholderweg, an dessen Ende findet man den gerade mal 10 000qm großen, denkmalgeschützten „Wacholderpark“. 1910 wurde er angelegt mit einer großen Wiese in der Mitte und wunderschönen Laubengängen aus Linden. Ein paar Bänke laden zum Ausruhen ein.

Um die Ecke liegt der U-Bahnhof Fuhlsbüttel, von dort fährt man wieder in die Innenstadt, oder man steigt an der Station Ohlsdorf um in die S-Bahn, dann ist man nach zehn Minuten am Flughafen. Der ist übrigens der älteste Deutschlands, eröffnet am 10. Januar 1911. Neun Jahre später zählte man schon mal 348 Starts und Landungen; 2024 waren es dann 126 268 Starts und Landungen mit 14 831 711 Passagieren. Gar keine Frage also: Fuhlsbüttel hat Potential.

Fotos: wikipedia, Ratsmühle, Hamburg Tourismus

„Qualität hat ihre Berechtigung und kommt den Menschen zugute. Nur, wer sie nicht kennenlernen durfte, verzichtet auf sie. Wer sie erfahren hat, weiß, dass es sich lohnt, für sie zu sparen. Qualitativ hochwertige Dinge erziehen uns zu weniger Konsum, denn man bleibt ihnen treu und möchte sie nicht austauschen.“

Die Mode-Designerin Jil Sander in einem Interview mit der Zeitschrift „Arcade“ (www.arcade-xxl.de). Foto: NYT

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, findet, Weihnachten kann gern etwas modernisiert werden.
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Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

Hotel Best Western Créqui, Lyon 

Schon die Lage ist ein angenehmer Kompromiss: In Lyons attraktive Altstadt jenseits der Rhone fährt man vom Best Western Créqui bequem mit der Straßenbahn, das Haus liegt in der Mitte zwischen dem Fluss und dem Bahnhof Part Dieu, an dem man aus Deutschland meist ankommt.
Das Hotel hat einen schön begrünten Innenhof, in dem man gerne sitzt und gut Kaffee trinken kann. Die Zimmer sind ruhig, gemütlich eingerichtet, die Bäder praktisch. Und zur berühmten Markthalle „Paul Bocuse“ sind es nur fünf Minuten zu Fuß, dort gibt es überaus leckere Spezialitäten.

DZ ab ca 120 Euro. Foto: CO

Kunst: Die Heroen

Sie waren Zeitgenossen, sind einander jedoch nie begegnet, aber der eine konnte sich immerhin bereits 1933 eine Ausstellung vorstellen, bei der beider Arbeiten zu sehen sind. Jetzt, über 90 Jahre später, ist sie endlich zustande gekommen, und siehe da: Ernst Ludwig Kirchner (Jahrgang 1880) und Pablo Picasso (Jahrgang 1881) sind zwei Heroen der Klassischen Moderne, deren Werk bemerkenswerte Parallelen aufweist. Nicht nur, dass sich beide als Originale ohne Vorbild verstanden, ihr künstlerisches Interesse galt auch ähnlichen Motiven. So entdeckten beide das Großstadtleben (mitsamt seinen dunkleren Seiten), einfühlsame Porträts entstanden, und ihre Bilder tanzender, badender, nackter Frauen zeugen von unbeschwerter Lebenslust. Und selbst bei der Hinwendung zur Abstraktion sind Gemeinsamkeiten unverkennbar: Ganz gaben sie die Figürlichkeit nie auf. Es gibt also viel Spannendes zu sehen in dieser Ausstellung (bis 18.1. in Münster, 15.2.-3.5.2026 in Davos); schade nur, dass die  Beiträge im Katalog das Vergnügen oft allzu hölzern geraten sind. PM

Katharina Beisiegel, Hermann Arnhold hrsg.: Kirchner. Picasso. 272 S., Wienand Verlag,    45 Euro.


Kunst: Die Pioniere

Sie waren Freunde und Liebende, Mentoren und Seelenverwandte – und Pioniere waren sie auch noch. Als sie Anfang der 1950er Jahre in New York auf der Bühne der zeitgenössischen Kunst auftauchten, machten sie die Stadt in kürzester Zeit zum Magneten der internationalen Avantgarde-Szene: der Komponist und Musiktheoretiker John Cage, der Choreograph und Tänzer Merce Cunningham sowie die drei Maler und Bildhauer Jasper Johns, Robert Rauschenberg und Cy Twombly. 
Den glorreichen Fünf ist jetzt die Ausstellung „Fünf Freunde“ im Kölner Museum Ludwig gewidmet (bis 11.01.2026), zu der ein famoser Katalog erschienen ist. Ausstellung und Buch dokumentieren nicht nur das intensive Beziehungsgeflecht dieser Künstler, sie lassen auch den grandiosen Auftakt der amerikanischen Moderne lebendig werden: Mehr als 180 Kunstwerke, Kostüme, Partituren, Archivalien, Fotos, Essays und Texte von Zeitzeugen erzählen von immenser Innovationskraft, kompromisslosem Aufbruch und ganz neuen Synergien, die bis heute nachwirken. UvS

Yilmaz Dziewior (Hrsg.): Fünf Freunde. 332 S., 415 farbige Abb., Schirmer/Mosel Verlag.
58 Euro. 

 


Kunst: Die Verschwiegenen

Die Düsseldorfer Kunstakademie zählte im 19. Jahrhundert zu den besten Ausbildungsstätten des Landes. Aber nur für Männer. Frauen war der Zugang verwehrt. Sie durften dort nicht studieren und konnten sich nur selten an Ausstellungen beteiligen. So entstand der männlich dominierte Kanon der Kunstgeschichte, wie wir ihn kennen.

Ein Katalogbuch zur Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast (noch bis 1.2.26) zeigt nun, wie Frauen rund um diesen Anziehungsort für künstlerische Talente trotz aller Widrigkeiten findige Karrierestrategien entwickelten. Rund 30 von ihnen wurden ausgewählt, ihre Biografien dokumentiert und nach dem Verbleib ihrer Arbeiten geforscht. So entstand ein faszinierendes Spektrum künstlerischer Vielfalt von Frauen, deren Werke zum Teil noch nie gezeigt wurden. Mit fundierten Aufsätzen zum historischen Umfeld und einem fabelhaft gedruckten Bildteil liefert der Band einen erhellenden Beitrag zu einem – bislang – versäumten Kapitel der Kunstgeschichte. UvS

Kathrin DuBois (Hrsg.):Künstlerinnen! Von Monjé bis Münter. 210 S., 220 meist farbige Abb., Hirmer Verlag, 50 Euro.

 


Kunst: Die Dünnen

Spindeldürr ist fast noch untertrieben: die Menschen, die Alberto Giacometti (1901-1966) ab den Vierzigern in seinem Pariser Atelier geformt hat, sind wirklich extrem dünn – und haben ihn zu einem der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts gemacht. Mal kaum größer als ein Zeigefinger, mal über zwei Meter hoch stehen und schreiten seine Figuren auf soliden Sockeln, und alle suchen sie offensichtlich ihren Platz in dem sie umgebenden Raum. Rund drei Dutzend dieser einsamen Wesen in einer fremden Welt sind noch bis 15. Februar in der Bremer Kunsthalle  zu sehen, daneben zeigt diese erste deutsche Giacometti-Retrospektive seit zehn Jahren eine Reihe von Köpfen und Zeichnungen. So sind an die 100 Werke zusammengekommen, die einmal mehr beweisen, mit welcher Beharrlichkeit der Schweizer Künstler an seinem ganz eigenen Menschenbild gearbeitet hat. PM

Hugo Daniel, Eva Fischer-Hausdorf Hrsg.: Giacometti. Das Maß der Welt. 208 S., 210 Abb. Schirmer/Mosel Verlag. 48 Euro.

 


Kunst: Die Nackten

Ein Auftrag mit Folgen bis heute: „Die Geburt der Venus“, gemalt von Sandro Botticelli 1486. Bestellt nicht, wie damals üblich, von der Kirche, sondern wahrscheinlich von einem Mitglied der Medici-Familie. Fortan war die nackte Venus das Maß aller Dinge, so sollten Frauen sein: wunderschön, wohlproportioniert, liebenswert und tugendhaft.
Die britische Kunsthistorikerin Amy Dempsey startet ihr neues Buch „Der weibliche Körper in der Kunst“ mit Botticellis Venus und zeigt anschließend Bilder, Skulpturen und Fotos nackter Frauen durch die Jahrhunderte und ordnet sie ein. Mit dabei „Die große Odaliske“, gemalt 1814 von Jean-Auguste-Dominique Ingres, die generell weibliche Schönheit und keine konkrete Person darstellt. „Olympia“ von Éduard Manet dagegen, 1863 entstanden, stellt eine konkrete, selbstbewußt schauende Pariser Kurtisane dar. 1993 dann zeigt die iranische Künstlerin Shirin Neshat in ihrem Foto „I am its secret“ ihr halb verschleiertes Gesicht, beschrieben mit einem schwarz-roten Text in Farsi, einem Gedicht, in dem es um Hoffnung und Liebe geht aus vorrevolutionären Zeiten.
Amy Dempsey erklärt in ihrer sehr lesenswerten Einleitung, dass Frauen von der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert dargestellt wurden als „die Guten, die Bösen und die Hässlichen“ und dass sie zeigen will, wie diese Darstellungen im Laufe der Zeit hinterfragt, demontiert und ersetzt wurden. Das gelingt der Autorin so überzeugend, dass es viel Freude macht, ihren Einsichten zu folgen.

Amy Dempsey: Der weibliche Körper in der Kunst. 240 S., Laurence King Verlag, 38 Euro.

 


Kunst: Die Atmenden

Sie sind sehr klein oder bis zu 100 Meter groß, es gibt sie schon seit 359 Millionen Jahren – also eigentlich immer schon, sie sind wunderschön und für uns lebenswichtig: Bäume.
Kein Wunder, dass sie auch in der Kunst von der Höhlenmalerei an ein Thema waren, wie eine Gruppe von Wissenschaftlern – u.a. Botaniker, Biochemiker, Arboretum-Mitarbeiter, Kunstgeschichtler – jetzt in einen fulminanten Prachtband mit 300 Gemälden, Zeichnungen, Fotos und Skulpturen beweist. Sortiert wurden die Bilder nicht historisch oder alphabetisch, sondern in Paaren, um interessante Vergleiche oder Kontraste hervorzuheben. So steht „Der rote Baum“ von Piet Mondrian von 1910 einem im Londoner Nebel durch einen Park gehenden Mann, fotografiert 1951 von Robert Frank, gegenüber. Und dem „Porträt von Luther Burbank“, gemalt 1931 von Frida Kahlo, wurde „Der Baum der Schlachten“ beigeordnet, einer Illustration des französischen Gelehrten Honoré Bouvet von 1390. Caspar David Friedrichs „Hünengrab im Schnee“ von 1807 wird durch ein Schwarz-Weiß-Foto einer uralten Eibe von Tacita Dean von 2006 ergänzt.
Jedes Bild wird in einem kleinen Text erklärt, im Anhang gibt es eine zeitliche Einordnung, Biografien der meisten Künstler, ein Glossar und einen ausführlichen Index.
Ein großartiges Buch, in dem man immer wieder blättern, gucken und lesen kann.

Dr. Giovanni Aloi: Bäume – der Atem der Welt, 352 S., Midas Verlag, 59 Euro. 

 


Kunst: Die Fabelhaften

„Das Einhorn ist magisch…Es ist in keinem Zoo als lebendes Tier zu sehen, aber zugleich allgegenwärtig – in der Popkultur, als Werbung oder in den Kinderzimmern“, erklärt der Kurator Michael Philipp zu seiner Ausstellung „Einhorn – das Fabeltier in der Kunst“ im Potsdamer Museum Barberini (noch bis zum 1.2.26), zu der dieser mächtige Katalog erschienen ist. 150 Gemälde, Grafiken, Skulpturen und Teppiche aus mehreren Jahrhunderten werden darin gezeigt, beschrieben und eingeordnet. Dazu gibt es lesenswerte Essays u.a. zur angeblichen Existenz des Einhorns, seiner mythischen, religiösen und naturkundlichen Bedeutung. Und im Anhang folgt man seiner Spur durch 2500 Jahre in Reiseberichten und in der Literatur.
Fazit: Ein umfassendes Werk von 400 Seiten über ein ganz fabelhaftes Tier.

Michael Philipp, Béatrice de Chancel-Bardelot u.a.: Einhorn – das Fabeltier in der Kunst, 400 S., Prestel Verlag, 49 Euro.

 


Fotografie: Die Realistischen

Ihre üppige Badeschönheit aus dem Jahr 1939 ist längst eine Ikone der Fotografie, und auch viele andere ihrer oft ebenso empathischen wie schockierend realistischen Bilder zählen zu den Meisterwerken des Genres  – dabei hat Lisette Model (1901-1983) nie eine einschlägige Ausbildung absolviert. Die Autodidaktin aus einer jüdischen Wiener Familie wollte eigentlich Sängerin werden, ehe sie um 1933 die Kamera für sich entdeckte und nach ihrer Emigration zunächst nach Frankreich und 1938 in die USA mit dokumentarischen Serien wie “Promenade Des Anglais“, „Lower East Side“ oder „Sammy’s Bar“ bekannt wurde. Ein Motiv müsse einen treffen wie ein „Schlag in die Magengrube“ lautete ihr Credo, wie oft ihr das mit ihren Aufnahmen gelungen ist, kann man zum einen in diesem großformatigen Katalog und zum anderen bis zum 22. Februar 2026 in der Wiener Albertina und vom 18. März bis 7. Juli 2026 im Kunstfoyer der Versicherungskammer München überprüfen. PM

 Damarice Amao u.a.: Lisette Model. 256 S., Prestel Verlag. 49 Euro. 

 


Garten: Die Schönsten

Ein Fest für die Augen! Die Fotografin Sabrina Rothe hat für ihr neues Buch vier besonders schöne Gärten dokumentiert. Mit viel Geduld hat sie ihre Motive ins richtige Licht gesetzt, sodass man auf den großen, doppelseitigen Szenen richtig ins Schwelgen gerät.
Kurze Texte führen in jeden Garten ein, im Anhang erfährt man in knappen Bildunterschriften, welche Pflanzen abgebildet sind.
Nützlich wären noch kleine Grundrisse gewesen, damit man Aufteilung und Zusammenhang der Bäume, Sträucher und Blumen nachvollziehen kann.

Sabrina Rothe: Gärten – Vom Festhalten der Zeit. 156 S., Wienand Verlag 38 Euro. 

 


Wohnen: Die Ideen-Geber

Die Britin Lucy Gough ist keine Innenarchitektin, sondern sie bezeichnet sich als Raumgestalterin, der besonders die kleinen Verschönerungen am Herzen liegen. In ihrem neuen Buch erklärt sie etwa die Sache mit den „Moodboards“, auf denen man Ideen für Farben, Materialien und Strukturen für einen Raum zusammenträgt und so ein Konzept entwickelt. Anhand von vielen Beispielen gibt sie Ratschläge für den Umgang mit Farben: So setzt man leuchtende Farben besser nicht in Räumen wie Schlaf- und Arbeitszimmer ein, da man dort eine ruhige Atmosphäre braucht. Und auch zu Fußböden, kleinen Räumen oder dem Einrichten von Regalen hat sie jede Menge Tipps.
Ein anregendes Buch, das Lust auf hübsche Veränderungen in den eigenen vier Wänden macht.

Lucy Gough: Home Style – Die schönsten Ideen für Dein Zuhause, 224 S., Callwey Verlag, 29,95 Euro.


Wir verlosen je fünf CDs von

Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, gelesen von Gert Westphal. Der Audio Verlag, 20 Euro.

Der einzige Roman von Rainer Maria Rilke erschien 1910 als „fingiertes Tagebuch“ des Malte Laurids Brigge mit Aufzeichnungen über seine Kindheit, seine Zeit in Paris und seine Gedanken zu historischen Ereignissen. Der Roman wurde von der Zeit-Bibliothek und auch von Le Monde in die 100 Bücher des Jahrhunderts aufgenommen.

und 5 CDs von:
Rainer Maria Rilke: Weihnachten mit Rilke. Briefe und Gedichte, 
gelesen von August Diehl. Der Audio Verlag, 14 Euro.

Für Rilke war Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres. Seine schönsten Weihnachtsgedichte und seine liebevollen Briefe an Familie und Freunde werden hier von August Diehl vorgetragen.

Wer eine CD gewinnen möchte schickt bitte eine Email an: christiane@oster-meyer.de,
Betrifft: Rilke. 
Das Los entscheidet. Der Gewinn geht Ihnen per Post zu.