„Du kannst Pizza zu jeder Tageszeit essen. Auch morgens um neun. Und bestell Pizza mit Knoblauch und Zwiebeln beim ersten Date. Wenn er das nicht aushält, ist er eh nicht der Richtige..“

Die Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker in der Kolumne „Was ich gern früher gewußt hätte“ im Zeit Magazin vom 5.2. 2026. Foto: Decker Bros

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, interessiert sich sehr für die Tierwelt.

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Hotel Jandia Princess, Fuerteventura, Spanien

Vier Kilometer Sandstrand und der Atlantik zu Füßen des Hotels Jandia Princess sind äußerst verlockend, allerdings muss man dazu hundert Stufen hinunter und später auch wieder raufsteigen. Aber das klingt schlimmer, als es ist. Und es lohnt sich! Das Hotel ist weitläufig angelegt, hat vier Pools, einen für Kinder, mehrere Bars und Restaurants, Fitnessraum und Sauna, eine Daddelhalle und einige Shops, und zu essen und trinken gibt es praktisch immer etwas Leckeres.

Die Zimmer in dreigeschossigen Bauten haben alle Balkons zum Meer, Sitzecke und großzügige Bäder.

Wenn dann auch noch die Sonne scheint, gibt es einfach nichts zu meckern! 5 Nächte im DZ ab 614 Euro. Foto: CO

Sehnsuchts-Gärten

Kreuz und quer von Nord nach Süd können Gartenfreunde mit diesem Buch durch Frankreich reisen und 27 herrliche Gärten besuchen: zum Beispiel den prachtvollen Küchengarten von Schloss Villandry an der Loire, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, oder Eyrignac im Perigord, der ganz den Formschnittgehölzen gewidmet ist. Der französische Fernsehmoderator Stéphane Marie, der wöchentlich eine Gartensendung präsentiert, will in diesem Buch die Vielfalt grüner Oasen in Frankreich zeigen.

Jeder Garten wird mit Adresse, Öffnungszeiten, Website und einem erklärenden Text vorgestellt. Allerdings sind einzelne Pflanzen nur für Kenner zu identifizieren, da Bildunterschriften fehlen.

Stéphane Marie: Die schönsten Gärten Frankreichs. Gerstenberg Verlag, 264 S., 36 Euro

 

Die schmecken einfach besser

Können Sie es auch kaum noch abwarten? Endlich raus auf Balkon und Terrasse, gute Luft und Sonne genießen, die ersten Pflanzen setzen und Beete und Kästen mit Blühendem füllen. Und frische Kräuter aussähen und später ernten, denn selbstgezogene schmecken einfach am besten! Wie man seinen Balkon in einen herrlichen Kräutergarten verwandelt, hat die Autorin, Illustratorin und Fotografin Lisana Hartl jetzt in ihrem Buch erklärt, welche Gefässe sich eignen, welche Kräuter auch auf einem Schattenbalkon gedeihen, welche sich mit welchen anderen vertragen, wie man das ganze Jahr immer würzige Kräuter hat und wie man damit kocht.

Ein wunderbares Buch, mit dem man sich jetzt schon mal auf den Frühling vorbereiten kann.

Lisana Hartl: Balkon-Kräuter-Ernte. Kosmos Verlag, 128 S., 20 Euro

12. bis 15. März: Die „Munich Design Days“  finden wieder auf der Praterinsel statt. Mit dabei sind u.a. Möbel-Firmen wie ClassiCon (siehe auch unten), Ligne Roset, Tecta und Zeitraum. Damit verbunden zeigt der „Münchener Stoff Frühling“ (12. bis 15. März) an verschiedenen Orten neue Stoffe,Teppiche und Tapeten. Ein kostenloser Shuttleservice verbindet die unterschiedlichen Adressen.

13. März bis 9. August: Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt die Ausstellung „Amazonia“ ca. 400 Werke (Gemälden, Plastiken, Fotos) von indigenen Völkern und will dabei auch die Zukunftsperspektiven der Bewohner des Amazonasgebietes dokumentieren.

Das 1966 vom ungarischen Bauhaus-Architekten Marcel Breuer (1902 bis 1981) in der New Yorker Madison Avenue gebaute Haus im brutalistischen Stil, in dem das Whitney Museum bis 2014 residierte und dessen Fassade unter Denkmalschutz steht, wurde vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron für das Auktionshaus Sotheby’s restauriert und behutsam umgebaut. Kurz nach der Eröffnung im November 2025 wurde dort das Gemälde „Porträt von Elisabeth Lederer“ vom Österreicher Gustav Klimt (1862 bis 1918) für die Rekordsumme von 236 Millionen Dollar versteigert. Foto: Sotheby’s

Museum der Arbeit, Hamburg

Seit 1997 beschäftigt sich das Museum im Stadtteil Barmbek auf dem Gelände der ehemaligen New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH) mit Entwicklungen in der Welt der Arbeit. Nun wurde das Torhaus saniert und umgestaltet und soll sich der Frage „Wie wollen wir Arbeit in Zukunft gestalten?“ widmen. Dazu können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen mit digitalen Spielstationen, Medien, Ideenboards und klassischen Hands-On-Elementen beschäftigen. Der Eintritt ist kostenlos. Foto: shmh

Pantonchiar

Die Entwürfe sind alt, die Möbel aber immer noch aktuell: Der dänische Designer Verner Panton (1926 bis 1998) führte die Pop Art ins Möbeldesign ein. 1959 entwickelte er für Vitra den Pantonchair aus Vollplastik, der zur Ikone wurde. Zum 100. Geburtstag des Designers gibt Vitra nun eine Sonderedition von 2000 Exemplaren des Stuhls in besonders schönen Farbtönen

Bibendum

heraus. Auch hundert Jahre alt wird der Sessel Bibendum der irischen Architektin und Designerin Eileen Gray (1878 bis 1976), zu dem sie vom Michelin-Männchen inspiriert wurde, dem dicken Maskottchen des französischen Reifenherstellers Michelin. Die Lizenz zur Produktion von Grays Entwürfen liegt heute bei der Münchener Firma ClassiCon, die jetzt eine Sonderserie von 100 nummerierten und signierten  Bibendum in sandfarbenem Nubukleder anbietet. Fotos: Vitra, ClassiCon

Bundeskunsthalle, Bonn, noch bis 23. August:

Peter Hujar – eyes open in the dark

Zu Lebzeiten waren seine Arbeiten nicht vielen Menschen bekannt. Dabei war der amerikanisch-ukrainische Fotograf Peter Hujar (geb. 1934), der 1987 an den Folgen seiner Aidserkrankung starb, eine zentrale Figur der New Yorker Downtown-Szene, die überwiegend Porträts von Freunden, Liebhabern und gern auch von sich selbst machte. Doch erst nach seinem Tod wurde er als Chronist gesellschaftlicher und sexueller Veränderungen der 70er und 80er Jahre erkannt.Die Bundeskunsthalle stellt sein Werk erstmals in Deutschland aus; gleichzeitig (19.3. bis 28.6.) zeigt auch der Gropius Bau in Berlin Bilder des Fotografen.

Foto: Peter Hujar, Gary Schneider Contortion (II), 1979 © The Peter Hujar Archive / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Courtesy of The Peter Hujar Archive / ARS, New York, and Pace Gallery, Fraenkel Gallery, Maureen Paley, and Mai36

Goslar

Boteros Dicke

Da, wo die beiden Dicken stehen, da geht’s in die Stadt. Wenn Sie also mit dem Zug in Goslar ankommen, gehen Sie gegenüber vom Hotel Achtermann in die Rosentorstraße durch das noch teilweise erhaltene Tor in der ehemaligen Stadtmauer, 5m stark und 16m hoch, und da stehen sie, die beiden Runden aus Bronze, 2,20m hoch und 2m breit. „Mann mit Stock, Frau mit Schirm“ ist eine Plastik des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero (1932 bis 2023), die 1989 von der Stadt und einem Mäzen angekauft werden konnte.

„Mann mit Stock, Frau mit Schirm“ ist eine Plastik des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero (1932 bis 2023), die 1889 von der Stadt und einem Mäzen angekauft werden konnte.

Die beiden schauen die Straße entlang, die geradewegs in die Innenstadt mit all seinen schönen Fachwerkhäusern führt.

Fachwerk überall

Am Markt 1 steht das Rathaus vom Anfang des 14. Jahrhunderts mit Arkaden und imposanter Freitreppe. Gehen Sie unbedingt hinein, es gibt einen beeindruckenden Sitzungssaal, den sogenannten Huldigungssaal, von 1520, der rundum mit Tafelgemälden verkleidet ist. Anschauen kann man ihn allerdings nur durch Glasscheiben, da er vor zu vielen atmenden Besuchern geschützt werden muss. Eine multimediale Inszenierung erklärt Details und Geschichte des Saals.

Um die Ecke erreicht man den Schuhhof, den ältesten Platz Goslars, an dem früher das Gildehaus der Schuhmacher stand, das 1780 abbrannte. Aber immer noch stehen hier wunderschöne Fachwerkhäuser mit Arkaden. Lust auf eine Kaffeepause? Dann gehen Sie ins Hirsch Café, eine ehemalige Apotheke mit gut erhaltener Einrichtung. Der Kaffee schmeckt großartig. (Und erst der Kuchen!)

Vorbei an der Kirche St. Cosmas und St. Damian geht es zum Hohen Weg, dort steht das Patrizierhaus „Brusttuch“ von 1526, so wegen der ansteigenden Dachneigung genannt, mit schönen Schnitzereien.

Seit 1870 ist das Haus ein Hotel und bietet mit der „Butterhanne“ ein gutes Restaurant.

Ein paar Häuser weiter steht das 1254 gegründete Hospiz „Großes Heiliges Kreuz“, in dessen großer „Däle“ heute acht kleine Stübchen als Ateliers für Kunsthandwerker dienen. Dort gibt es Seifen und Lederwaren, Schmuck und Bürsten. Reinschauen lohnt sich!

Der Kaisersaal in der Pfalz

Um die Ecke kommen Sie dann zum Wahrzeichen Goslars, der Kaiserpfalz aus dem 11. Jahrhundert, einem Palast, in dem die damals noch reisenden Könige und Kaiser des Mittelalters zeitweise residierten.

Im Untergeschoss ist eine Ausstellung über die Pfalz zu sehen.

Der Kaisersaal im Obergeschoss hat eine enorme Größe: 47 mal 16 Meter. Alle Wandflächen sind mit Historiengemälden gefüllt, die die Geschichte mittelalterlicher Herrscher erzählen, von Karl dem Großen (748 bis 814) bis zum Staufer Konradin (1252 bis 1268).

Unterm Dach, im Biedermeierzimmer, residiert heute das Standesamt Goslars, ein richtig schöner Platz zum Heiraten.

lsberg

Museum Rammelsberg

Und jetzt: Hinauf auf den Rammelsberg, dort wurde mehr als 1000 Jahre lang Erz abgebaut, heute ist der Komplex ein spannendes Bergbaumuseum. Sie können mit einer Grubenbahn in die Unterwelt fahren, sich durch Stollen führen lassen und verschiedene Ausstellungen über das Leben und die Arbeit der Bergleute besuchen.

Zum guten Schluss bietet das „Casino“ Bergmannsstullen, einen Bergsteigereintopf oder eine Harzer Brockensuppe. Das gibt verbrauchte Energie zurück! Foto: CO

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow,
der in Berlin geboren wurde und heute in
Nordfriesland lebt und arbeitet, war Silvester
sehr aufmerksam.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig

Hotel de Bourgogne, Macon, Frankreich

Spektakulär ist Macon eigentlich nicht, die kleine Stadt
an der Saone, 70 km nördlich von Lyon, aber ganz hübsch,
und wer auf einer Tour durch Frankreich ein nettes Hotel
zum Übernachten sucht, der wird hier fündig.
Das Hotel de Bourgogne hat 62 Doppelzimmer mit modernen
Bädern, bietet ein Frühstücksbüfett und hat sogar Parkplätze
mit E-Ladestation. Zum Bahnhof sind es 5 Minuten,
zum Fluss 8 Minuten zu Fuß. DZ ab ca 80 Euro. Foto: Hotel

Sie suchen einen Anlass, um mal wieder so richtig zu feiern? 

Im Februar bieten sich da diverse, auf die nicht alle kommen:

So ist der 2.2. der Tag des Murmeltieres,

der 3. der Tag des Karottenkuchens

und der 6. der Tag der lahmen Ente.

Der 15. Februar ist der Tag des Regenwurms,

am 23.2. begeht man den Tag des Hundekuchen,

und am 28. schließlich wird die Hosentasche gefeiert.

Alle Termine auf: https://www.kuriose-feiertage.de/kalender/

Europas Kulturhauptstädte 

sind 2026 das finnische Oulu und das slowakische Trencin. Geboten werden Kunst- und Foto-Ausstellungen, Kirchen- und Pop-Konzerte, eine riesige Karaoke-Party und ein Polar-Nacht-Festival (beides in Oulu), ein Film-Festval (Trencin) und noch vieles mehr.

Fondation Beyeler, Riehen/Basel noch bis 25.5.

                   Cézanne

Er gilt als Wegbereiter der klassischen Moderne, der Maler Paul Cézanne (1839-1906), der in der Provence lebte. Seine Zeitgenossen reagierten allerdings mit Unverständnis auf seine eigenwillige, den Kubismus vorwegnehmende Kunst, erst der Galerist Ambroise Vollard verhalf ihm 1895 mit einer Einzelausstellung in Paris zu größerer Bekanntheit.

Die Fondation Beyeler zeigt jetzt 80 Werke aus Cezannes Spätphase, Porträts, Landschaften und Ansichten seines Lieblingsbergs Montagne Sainte-Victoire.

Foto:Paul Cezanne, Baigneurs (Badende), ca. 1890, Öl auf Leinwand, 60,5 × 82,5 cm, Musée d’Orsay, Paris© GrandPalaisRMN (musée d’Orsay) / Hervé Lewandowski