Hotel Motel One, Dresden
Es ist nicht das erste Motel one, das wir getestet haben. Die Zimmer sind hier in Dresden so wie überall: kleine Räume ohne Schnickschnack – kein Schrank, kein Telefon, keine Minibar, keine Kaffeemaschine – aber eine gute Matratze und ein funktionales Bad. Besonders ist in jedem Hotel dieser Kette die Halle, in der gefrühstückt wird und abends Drinks serviert werden. In Dresden am Zwinger ist sie riesig mit vielen kleinen Tischen und unterschiedlichen Sesseln, alles dekoriert mit Porzellanleuchten, Porzellantieren und blauweißen Deckelvasen aus Porzellan auf Tapeten. Schließlich ist Meissen nicht weit! DZ ab ca 94 Euro. Foto: Motel One…



Die Fußball-WM ist zwar bald vorbei, trotzdem sind kleine Rezepte für nette Abende sehr willkommen. Und da kommt dieses hübsche Büchlein gerade recht: Wer will schließlich den Abend in der Küche verbringen und seine Gäste sich selbst überlassen. Wiener im Schlafrock oder gefüllte Champignons lassen sich prima vorbereiten. Selbst Ofenkartoffeln mit verschiedenen Füllungen kann man fertig haben, bevor die Gäste kommen. Für einen Männerabend empfiehlt US-Koch- und Eventexpertin McMillan Chili-Cheeseburger und gegrillte Rippchen zu Ingwer-Shandy (mit Ginger- und Hoegaarden-Bier) und Mojito mit Minze. Also dann: Guten Appetit.
Zuerst die Vorgeschichte: Queen Mary von England, Ehefrau von König George V. und Großmutter der jetzigen Queen Elisabeth, besaß ein Puppenhaus im Maßstab 1:12, das heute noch in Windsor Castle besichtigt werden kann. Für die Bibliothek dieses Hauses steuerten 1924 bekannte Autoren wie Rudyard Kipling und Sir Arthur Conan Doyle Texte bei.…
Man stelle sich mal vor: Ein junger Mann aus Bremen studiert in München BWL, Französisch und Arabisch, geht nach Toronto, Hongkong, Dubai und schließlich nach Marokko, lernt dort die liebevolle Gastfreundschaft kennen. Er begeistert sich für das vielfältige Aroma frischer Nüsse und wunderbarer Gewürze des Orients. Und denkt sich: Das muss man doch kombinieren können! Fortan steht er in der Küche und experimentiert, röstet Erdnüsse mit Oregano und Chili, vermengt Cashews mit Curry und Mandeln mit Ingwer. Kevin Drasl ist 25, als er nach Bremen zurückkehrt und „Die Gewürznuss“ gründet. Vier Mischungen bietet er vorerst an, alle ohne Zucker, ohne Öl, ohne, Emulgatoren. „Gewürze auf Nuss“ oder „Gewürzpralinen ohne Schnickschnack“ nennt er sie und empfiehlt, sie zu Wein, Bier oder Gin Tonic zu knabbern. Oder kleingehackt auf Salat oder Suppe.
Der Verbraucher fasst sich doch an den Kopf, wenn er diesen mehrfach von Entscheidungsträgern geäußerten Satz hört: „Die Lebensmittel sind zu billig.“ Das klingt erstens wie eine Bezichtigung der Konsumenten, weil sie angeblich nur auf den Preis achten, und es ist auch eine. Seltsam: Wo ein Markt für irgendetwas ist, wird doch immer auch auf den Preis geachtet, oder? So ist das Prinzip. Klingt zweitens danach, dass Lebensmittel allein des Teurerseins wegen teurer werden sollten, denn, so die ärgerliche Begründung, in Nachbarländern, wo für Nahrung zum Teil deutlich mehr bezahlt werden müsse, funktioniere das System doch auch. Dieses eigenartige Argument unterschlägt die Tatsache, dass wir im Ausland vielfach um unsere günstigen Preise beneidet werden. Und handelt es sich, drittens, in Wirklichkeit nicht vielmehr um das Wehklagen der eigentlich doch gut funktionierenden Lebensmittelbranche, die giergeplagt noch mehr und noch mehr Profit machen möchte?
– sponsored by SanLucar –
Das in der Gastronomie einst kreierte Zauberwort „Regionalität“ hat längst auch den Lebensmittelhandel erreicht. Allerdings führen Produkte, die Label mit anheimelnden Aufschriften wie „Das Beste aus Bayern“ oder „Gutes aus Hessen“ tragen, angesichts der Übermacht global vermarkteter Waren ein sehr überschaubares Nischendasein und müffeln deswegen penetrant nach Greenwashing. Aber lassen wir einmal dahingestellt, ob es sich hier nur um Werbegetöse handelt, weil Marketingexperten erkannt haben wollen, dass Regionales wunderbar die Sehnsucht der Verbraucher nach Verlässlichkeit und Sicherheit bedient – letztlich geht es nur um den Umsatz. Dabei ist nicht überall, wo Region drauf steht, tatsächlich auch Region drin – man vertiefe sich einmal in das Kleingedruckte auf den Verpackungen. Abgesehen davon muss regional Produziertes in qualitativer Hinsicht keinesfalls besser sein als das von weit her Geholte. Und ob die gesamte regionale Wirtschaft davon profitieren kann, wie gern behauptet wird, muss ebenfalls angezweifelt werden. Überhaupt, was ist denn noch oder schon „Region“?…
Koch Jamie Oliver verriet in einem Interview, das er noch vor dem gerade zurückliegenden Feiertagsmonstrum gab, bei ihm kämen zum Fest u. a. Bratkartoffeln auf den Tisch, „und zwar nicht irgendwelche. Es müssen die perfektesten Röstkartoffeln der Welt werden.“ Nun ja, soll er doch, aber ob man einem wie ihm diese auf den ersten Blick nach falscher Bescheidenheit müffelnde Pose abnehmen kann??
Zutaten für 6 Personen: 6 Jacobsmuscheln (am besten schottische), 3 Knoblauchzehen, 1/4 Chilischote, 450 g Erbsen (tiefgefroren), 1 Bio- Zitrone, Zitronensaft, 1 gelbe Paprika, 4 Schalotten, 30 g Butter, 2 El geschmacksneutrales Öl, 3 El Noilly Prat, 125 ml Geflügelfond, 125 ml Mineralwasser mit Kohlensäure, 2 El Creme fraiche, 1 Tl Puderzucker, Salz, weißer Pfeffer, wenig Mehl, Tasmansicher Pfeffer
Märchenstunde im Supermarkt. Da werden „Wildpfirsiche“ und „Wildnektarinen“ angeboten, die uns die Mär vom emsigen Sammler suggerieren, der irgendwo auf Früchte gestoßen ist, die fernab jeder Zivilisation reiften und natürlich niemals gespritzt wurden. Leider fehlt meist die konkrete Sortenangabe auf der Verpackung, „Wild—“ ist nämlich keine. Dabei könnte man auch selbst darauf kommen, dass die Natur heutzutage keine so gigantischen und obendrein unentdeckten Obstbestände mehr offenbart, dass daraus ganze Supermarktketten versorgt werden könnten. Oder nehmen wir den „Wildlachs“. Auch da will uns der Handel mit dem Dackelblick eines Märchenonkels beibringen, es handele sich um Fisch, der nicht aus Aquakulturen stammt. Ha! Eigentlich darf „Wildlachs“ nur ein Lachs heißen, der tatsächlich wild und ohne jedes menschliche Zutun gelebt hat – eine Fischart ist das jedenfalls nicht.
Selbst was Tolles aus Schokolade zaubern, ist gar nicht schwer.
Und da ja das Auge auch getröstet werden möchte, empfehlen wir die hübsch verpackten Tafeln der niederländischen
Hamburg hat es seit kurzem genauso gut wie Köln: Es gibt ein 

Einmal im Jahr bewerfen sich im spanischen Buñol Tausende von Menschen mit Tausenden Tonnen von Tomaten. Fein, denkt man gleich, dann kann das in Tausende Meter langen Folientunneln gezogene Gemüse nicht mehr auf den Teller kommen. Denn es gibt inzwischen Alternativen: Neben der roten Standardware aus den Gemüse-KZs liegen selbst in manchen Supermärkten alte Tomatensorten wie Ochsenherz, die grüne Evergreen oder die dunkelbraune Schwarzer Prinz. Und wer brächte die alten Sorten nicht automatisch mit einem unvergleichlichen, ursprünglichen Tomatengeschmack zusammen, wie man ihn heute gerade erst neu wieder kennenlernt? Haben Sie die Sorten aus dem Supermarkt einmal unvoreingenommen probiert? Und sich nicht vorher von den ungewöhnlichen Formen, Farben und Größen becircen lassen? Zum Teil schmecken diese oft unverschämt teuren Dinger so extrem nach gar nichts, sind von einer so mehlig trockenen Konsistenz und können eine so ledrige Schale haben, dass man das Stück im Mund schon gar nicht mehr runterschlucken möchte. Man fühlt sich regelrecht betrogen und muss sich beschämt eingestehen, das dämliche Opfer einer neuen (?)…
Einkochen? Was war das noch mal? Ach ja, eine Methode, Essen haltbar zu machen, die so um 1700 schon mal von einem gewissen Denis Papin ausprobiert, dann aber erst 1810 von dem Koch Nicolas Appert durchgesetzt wurde. Den typischen Gummiring erfand 1880 der Chemiker Rudolf Rempel, aber Erfolg damit hatte erst sein Kunde Johann Carl Weck – weshalb wir das Einkochen mittlerweile auch Einwecken nennen.