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„Vor allem in Reportagen ist es wichtig, sich nicht nur von seinem Verstand leiten zu lassen, sondern auch das Herz mit einzubeziehen.“

Die ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf, die aus dem Krieg in der Ukraine berichtet, im „Medium Magazin“, zitiert im Meedia Newsletter.
Foto: zdf

Der Berliner Zeichner Peter Butschkow, der in Nordfriesland lebt und arbeitet, beschäftigt sich gern mit dem alltäglichen Leben. So auch in seinem Büchlein über den besten Freund des Menschen. Das herrliche Büchlein gibt es für 8,95 Euro.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

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Comfort Hotel Vesterbro, Kopenhagen

Vom Hauptbahnhof sind es nur wenige Meter bis zu diesem großen, freundlichen Hotel, und auch der Vergnügungspark Tivoli und die Fußgängerzone Stroget mit vielen Shops, Cafés und Restaurants sind schnell erreicht. Die Zimmer sind groß, nordisch-schlicht eingerichtet und mit riesigen Plakaten dekoriert. In der Halle locken viele bequeme Sofas und Sessel, das Frühstücksbüfett ist gut bestückt. Check-in ist übrigens an lustigen Kommoden mit bunten Schubladen.
DZ ab ca 217 Euro. Foto: Hotel Vesterbro

Kochen: So schmeckt Chemnitz

Drei Jahre hat man Zeit, sich durch dieses Buch zu kochen, denn Chemnitz ist erst 2025 Kulturhauptstadt, und zu diesem Anlass hat die Autorin Diana Drechsel schon mal „7 x 7 köstliche Rezepte“ gesammelt. Zwischendrin erzählt sie Wissenswertes aus allen Stadtteilen, zeigt davon einige Schwarzweiß-Aufnahmen und fordert auf, ein paar Stadtansichten nach Zahlen auszumalen. Doch der Clou sind die einfachen Rezepte mit den phantasievollen Namen: Felsendomer Tropfsteintopf oder schneller Wanderer oder Sex on the Schlossteich. Sie sind in drei Schwierigkeitsgrade eingeordnet und mit ein, zwei oder drei Silhouetten des Roten Turms, dem Wahrzeichen von Chemnitz, gekennzeichnet. Außerdem können sie mit Kommentaren versehen werden: Für wen und wann gekocht? War es gut? Mittel? Schlecht? Nochmal kochen: ja oder nein? Ein lustiges Buch, das Lust auf einen Chemnitz-Besuch macht und dem eigentlich nur ein paar schöne Rezeptfotos fehlen.

Diana Drechsel: Koch Mich! Chemnitz, 128 S., 24 Euro, Paperento Verlag, Foto: Paperento
 


 

Kunst: Hundert mal erklärt

Hätten Sie’s gewusst: Das Gemälde „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ zeigt nicht Jan Vermeers Hausmädchen Grit, wie es im Roman von Tracy Chevalier und im Film von Peter Webber behauptet wird.…

Centre Pompidou, Paris

„La Raffinerie“ nennen die Pariser ihr Kulturzentrum „Centre Georges Pompidou“ wegen der bunten Röhren für Wasser, Strom, Luft und die Rolltreppen für Besucher, die außen vor der Fassade hängen. Der Bau, der 1977 eröffnet und umgehend eine Sensation wurde, stammt von den Architekten Renzo Piano und Gianfranco Franchini aus Italien und dem Briten Richard Rogers, die den von Staatspräsident Georges Pompidou initiierten internationalen Architektenwettbewerb gewonnen hatten und eine damals völlig neue Art Museum planten. Etwa mit den Rolltreppen, die in ihren Glasröhren herrliche Ausblicke auf Paris bieten. Drinnen gibt es
auf zehn Ebenen über 12 000 qm Ausstellungsfläche für die ständige Sammlung, fast 6000 qm für Sonderausstellungen, eine Bibliothek, ein Theater, einen Shop und im obersten Stockwerk ein Restaurant. Foto: Centre Georges Pompidou

Barcelona: In der spanischen Stadt wurde gerade der Torre Glòries eröffnet, ein 125 Meter hoher Turm, in dessen 30. Etage eine 360-Grad-Plattform einen Rundumblick auf die Stadt bietet. Im Turm gibt es Kunstausstellungen. Eintrittskarten für 15 Euro können über www.miradortorreglories.com gebucht werden. Foto: Torre Glòries
Wien: Am 14. Mai hat in Österreichs Hauptstadt ein Museum  für „Schwarze Kultur und Black Music“ eröffnet, in dem eine multimediale Sammlung die Kunst und die Geschichte farbiger Künstler in Österreich und Deutschland dokumentiert. Mit dabei sind Arabella Kiesbauer, Roberto Blanco, Billy Mo und Milli Vanilli.…

18. Juni bis 25. September: In Kassel findet die Documenta 15 statt, diesmal kuratiert vom indonesischen Künstler-Kollektiv Ruangrupa. An über 30 Orten – darunter das Fridericianum, das Hessische Landesmuseum, der Nordstadtpark und die Karlsaue – zeigen 54 Künstler ihre neuesten Werke.
1. Juni bis 26. August: Im Hamburger Auswanderer Museum  gibt es „Lisas und Mads fantastische Reise durch Raum und Zeit“ zu sehen, eine riesige Installation aus 500 000 Legosteinen. Auf 400 qm reist man ins Alte Rom, in den Wilden Westen und ins Weltall.…

Endlich! Nach zwei Corona-Jahren, in denen keine Messe stattfinden konnte, treffen sich vom 7. bis zum 12. Juni Designer, Hersteller und Wohn-Fans aus aller Welt in Mailand wieder zum Salone del Mobile, um im Messezentrum und in vielen Galerien in der Innenstadt das schöne Wohnen zu feiern.
So zeigt die italienische Firma B&B den Sessel „Le Bambole“ von Mario Bellini, Konkurrent Cor seinen Lounge-Sessel „Jalis“ des Designerduos Jehs+Laub. Besonders sehenswert: Die Londonerin Bethan Gray und ihre neue Kollektion aus Stoffen, Teppichen, Glas und Keramik in der Galerie Rosanna Orlandi.…

Museum Barberini, Potsdam 4.6. bis 25.9.22
Die Form der Freiheit. Internationale Abstraktion nach 1945
 

Weg mit dem Blumenbeet und dem Traktorfahrer: Der abstrakte Expressionismus in den USA und die informelle Malerei in Europa entstanden nach dem 2. Weltkrieg als Reaktion auf die zuvor dominanten Stilrichtungen. Die jungen Künstler diesseits und jenseits des Atlantiks setzen sich mit Form, Farbe und Material auseinander, und verabschiedeten sich von figürlichen Motiven.
Das Museum Barberini zeigt jetzt rund 100 Arbeiten von Jackson Pollock und Lee Krasner, von Mark Rothko und  Barnett Newman, von Antoni Tàpies und Jean Dubuffet und vielen anderen.
Die Ausstellung entstand zusammen mit der Albertina in Wien und dem Munchmuseet in Oslo, wo sie später gezeigt wird.

Foto: Mark Rothko, Ohne Titel, 1958, Acryl und Öl auf Leinwand, 142,6 x 157,8 cm, National Gallery of Art, Washington, D.C., Geschenk der Mark Rothko Foundation, Inc.© Kate Rothko Prizel & Christopher Rothko/VG Bild-Kunst, Bonn 2022 Image courtesy of the National Gallery of Art, Washington, DC

Wasser ist in Kiel natürlich ein großes Thema. Schon wenn man am Hauptbahnhof aus dem Zug steigt, riecht es nach Meer. Dabei liegt Kiel gar nicht direkt an der Ostsee, sondern an der Kieler Förde,  einem 17 km langen, sich verbreiterndem Wasserweg, der früher Schleswig von Holstein trennte und heute tief genug für Kreuzfahrtschiffe ist, die man auch gleich vom Bahnhof  aus sehen kann. Verlassen Sie sich übrigens nicht darauf, dass Sie am Bahnhof einen Stadtplan bekommen können, das Tourismusbüro, hier genannt „Welcome Center“, finden Sie erst in in der 200 Meter entfernten Straße Ziegelteich Ecke Andreas-Gayk-Straße. Dort können Sie sich auch über die Fähre informieren, mit der Sie kreuz und quer durch die Förde und dann bis nach Schilksee  an der offenen Ostsee schippern können. In Schilksee wurden 1972 die Olympischen Segelwettbewerbe ausgetragen, und jedes Jahr im Juni (diesmal 18. bis 26.) findet dort das größte Segelsportereignis der Welt statt, die Kieler Woche.…

„Es erscheint mir rätselhaft, welcher Zweck mit diesem Krieg überhaupt verfolgt werden soll. Ich wüsste wirklich nicht, wie er irgendjemandem einen Vorteil verschaffen sollte. Ganz offensichtlich nutzt er der Ukraine nicht, aber Russland ist er auch nicht besonders dienlich, was hat Putin aktuell von diesem Krieg? Niemand hat etwas davon. Wie die meisten Kriege ist auch dieser vollkommen sinnlos.“

Rolling Stone Mick Jagger (78) in einem Interview mit der Zeit vom 7. April 2022. Foto: wikipedia

 

Das neue Buch des Berliner Zeichners Peter Butschkow, der in Nordfriesland lebt und arbeitet, beschäftigt sich mit dem Kampf der Geschlechter. In wunderbaren Zeichnungen und feinen, kleinen Texten berichten Butschkow und seine Co-Autorin Caren Hodel von Schmutzfinken, Helden am Herd und ausgedehnten Shopping-Touren. Das herrliche Büchlein gibt es für 10 Euro.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

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Radisson Blue Fürst Leopold, Dessau

Spektakulär ist das Haus ganz und gar nicht, eher ein schlichter Kasten mit einer großen Wiese davor. Aber die Zimmer sind großzügig und haben Kaffeemaschine, Safe und Bügeleisen, und in den Bädern gibt es selbstverständlich Regenduschen. Im Restaurant werden bodenständige Spezialitäten aus Sachsen-Anhalt angeboten.
Das neue Bauhaus Museum Dessau und die schöne Altstadt sind in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Zu den Häusern der Bauhaus-Meister muss man allerdings fahren. DZ ab ca 100 Euro. Foto: Radisson

Rosen: Die Prächtigen

Von Rosen versteht er viel, der Leiter der Royal Botanic Gardens in Kew bei London, Tony Hall ist nämlich auch verantwortlich für den dortigen Rosengarten mit 3000 stacheligen Schönheiten aus 160 verschiedenen Sorten.
Für sein hübsch gemachtes Büchlein hat er 78 verschiedene Rosen porträtiert mit Foto und/oder Zeichnung, Kurzbeschreibung und Besonderheiten. Dazu gibt es informative Texte zu Standorten, Pflege, Vermehrung, Hecken und Kübelpflanzen.
Ein attraktives Buch für Rosenfans – Anfänger und Fortgeschrittene.

Tony Hall: Rosen. 145 S., 26 Euro, Haupt Verlag Foto: Haupt Verlag

 

 


 

Kochen: Neue Heimat

Die traditionelle deutsche Küche hatte lange keinen guten Ruf: zu schwer, zu fett, zu fleischlastig. Doch das war einmal: Kit Schulte, umtriebige Expertin für Kunst und Kulinarik, hat 16 Jahre in den USA gelebt und war bei ihrer Heimkehr überrascht, wie sehr sich das Kochen in Deutschland verändert hatte. In ihrer umfangreichen Sammlung „Schöne Heimat“ hat sie nun traditionelle Rezepte zusammengetragen, sie noch mal leichter und frischer gemacht und dabei überwiegend regionale, saisonale Gemüse und Kräuter eingesetzt.…

Musée des Confluences, Lyon

Schon die Geschichte seiner Entstehung ist dramatisch. 2001 hatte das österreichische Architekturbüro Coop Himmelb(l)au den Wettbewerb für ein neues Museum in Lyon gewonnen. 2002 begann die Planung, 2006 war Baubeginn, eröffnet wurde es erst 2014. Und gekostet hat es nicht 60 Millionen Euro wie geplant, sondern 270 Millionen.
Aber dafür ist das Haus, das nach seinem Standort am Zusammenfluss (Con-fluence) von Rhone und Saone benannt wurde, auch ziemlich eindrucksvoll. Die Architektur aus viel Stahl, Glas, Beton und Aluminium gleicht einer gigantischen Skulptur, die 190m lang, 90m breit und 41m hoch und damit schon fast ein wenig einschüchternd ist. Die Eingangshalle mit Kassen, Treppen, Brasserie, Cafe, Shop und einem spitzen Glas-Trichter zum Auffangen des Regenwassers sollte ein Treffpunkt für die Lyoner werden. Da das Museum aber abseits der Stadt zwischen Flüssen und Schnellstraßen steht, konnte das Ziel bisher nicht erreicht werden.
Die Ausstellungsräume sind insgesamt 3000 qm groß und fensterlos.…

Deutschland entdecken: Zwischen Mannheim und Bayreuth gibt es jede Menge Burgen und Schlösser, alle sehr sehenswert. Auf www.burgenstrasse.de kann man eine interessante Reise planen, praktische Tipps bekommen, Hotels finden und Prospekte bestellen.
DDR Museum: Bis zum 31 Oktober zeigt das Berliner Museum die Sonderausstellung „Ein Land und seine Helden – 25 Geschichten aus der DDR“. Vorgestellt werden bekannte Menschen wie Katharina Witt und Robert Havemann, und heute weniger bekannte wie der Bergmann Adolf Hennecke, der 1948 die Norm beim Kohleabbau um stolze 387 Prozent übererfüllte.…

Documenta 15:  100 Tage lang – vom 18.Juni – 25. September – findet in Kassel wieder die wichtigste internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst statt, die 1955 erstmals veranstaltet wurde. Kuratiert wurde die diesjährige Documenta vom indonesischen Kollektiv „ruangrupa“.…

Museum of Modern Art, New York 1.5. bis 10.9.22
Matisse: The Red Studio
 

Viele Künstler haben ihre Ateliers gemalt, oft mit sich selbst an der Staffelei. Nicht so Henri Matisse (1869-1954), der sein Studio im Pariser Vorort Issy-les-Moulineaux 1911 in intensives Rot tauchte, obwohl es weiß gestrichen war, den Raum nur durch feine Striche andeutete und sich selbst aussparte. Sein Gemälde „The Red Studio“ gilt heute als eines der Hauptwerke der klassischen Moderne.
Es steht jetzt im Mittelpunkt einer Ausstellung im Museum of Modern Art in New York, wo es erstmals den im Bild dargestellten Objekten, Zeichnungen und Gemälden gegenüber gestellt wird. Daneben werden weitere Arbeiten gezeigt, die eine Verbindung zum Roten Studio haben. Foto: Henri Matisse: The Red Studio (1911), MoMa, New York

Über die Promenaden von Alghero zu spazieren, ist ein großes Vergnügen. Vom Strand Lido di Giovanni in der weitläufigen Bucht führt der Weg an der breiten Hauptstraße entlang in Richtung Hafen, in dem viele kleine und große Segel- und Motorboote vor Anker liegen. Genau dort beginnt dann die Promenade auf der historischen Stadtmauer, die die  Altstadt vor Angriffen vom Meer aus schützte.

Sie wurde einst von katalanischen Eroberern massiv ausgebaut, als sie Alghero 1354 besetzten, die Einheimischen vertrieben und Katalanen ansiedelten. Noch heute sprechen viele „Algheresisch“, einen katalanisch geprägten Dialekt. Auf der Promenade mit Cafés und Restaurants stehen noch uralte Kanonen. Der Blick über das Meer hinüber zur Halbinsel Capo Caccia ist besonders bei Sonnenuntergang spektakulär.
Am Ende der Promenade, an der Torre S. Giacomo, biegt man dann links in die engen, mit uralten Steinen gepflasterten Gassen

der Altstadt. Lassen Sie sich treiben, die Altstadt ist klein, hat aber einiges zu bieten.…

„Ich habe Hollywood nie als Olymp begriffen, schon eher als Industrie – die wie jede andere Industrie zu 95 Prozent Schrott produziert. Und ein paar ganz wenige Juwele hervorbringt.“

Oscarpreisträger Christoph Waltz in einem Interview mit der Zeit am 10. März. Foto: wikipedia