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 „Eine der Eigenschaften aller Fanatiker ist, dass sie keinen Sinn für Humor haben. Das ist bei Donald Trump oder Wladimir Putin übrigens nicht anders.“

Der Schriftsteller Salman Rushdie in einem Interview mit dem Stern Nr. 17 vom 18.4.2024.
Foto: wikipedia

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, weiß genau, was Männer bewegt.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

 

Parador de Segovia, Spanien

Die etwa 100 Paradores, die Hotels im Besitz des spanischen Staates, sind oft in historischen Gebäuden untergebracht, die dadurch vor dem Verfall gerettet werden konnten. Nicht so der in Segovia, drei Kilometer vor der Stadt auf einem Hügel gelegen, der 1976 erbaut wurde und auf den ersten Blick wie ein brutaler Betonbau aussieht.
Aber drinnen wird’s deutlich freundlicher. Die Zimmer sind großzügig mit Sitzecke in angenehmen Farben eingerichtet und haben alle einen Balkon mit Sicht auf die wunderschöne alte Stadt. Die riesige Halle mit Kamin und bequemen Sesseln bietet auch großen Gesprächsrunden genügend Platz, auf der kleinen Terrasse davor kann man den Sonnenuntergang über Segovia bei einem leckeren Drink genießen. Das vielfältige Frühstücksbüfett wird im Restaurant aufgebaut, in dem mittags und abends regionale Küche serviert wird.
DZ ab ca 200 Euro.
 Foto: CO

Lebensgeschichten

Der Architekt und Designer Matteo Thun, geboren 1952 in Südtirol, ist sicher einer der Vielseitigsten seiner Zunft. Er hat nicht nur 1981 die epochemachende Gruppe Memphis mit Ettore Sottsass zusammen gegründet und war Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, er entwarf u.a. auch mit seinem eigenen Büro Uhren für Swatch und Vasen für Tiffany, baute ein Hotel in Venedig und eines in Hamburg.
Kein Wunder, dass ihn eine normale Biografie nicht interessierte – lieber erzählte er der Autorin Sherin Kneifl 72 Geschichten aus seinem Leben. So erfährt man in ihrem gemeinsamen Buch auch Privates über seine Kindheit in einem Schloss bei Bozen, wo im Winter aus Kostengründen nur zwei Zimmer geheizt wurden, über eine seiner Großtanten, die mit Max Ernst und Picasso befreundet war, oder über Karl Lagerfeld, der alle seine ersten Entwürfe für Memphis auf einmal kaufte. Sehr hübsch auch die Anekdote mit Keith Haring, der Thun in Mailand besuchte, bevor er so richtig berühmt wurde und in Thuns Lieblingslokal einen weißen Pasta-Teller mit Filzstift bemalte.

8. Juni bis 8. September, Stade: Nach München und Salzburg zeigen jetzt die Museen Stade das vielfältige Werk der italienischen Künstlerin, Aktivistin und Dozentin Marinella Senatore. Die heute 47-Jährige wurde mit dokumentarischen Filmen, Workshops und Communityprojekten international bekannt.

ab 28. Juni , Hamburg: In der Kulturkirche Altona wird die Ausstellung „Michelangelos Sixtinische Kapelle“ immer donnerstags bis samstags gezeigt. Die 34 Fresken wurden eigens hierfür fotografiert und so riesengroß gedruckt, dass jedes Detail genau zu sehen ist.

28. Juni 2024 bis 26. Januar 2025, München: Unter dem Titel „Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life“ stellt das Museum Brandhorst 120 Arbeiten der beiden Freunde vor, die zum Teil gemeinsam entstanden sind.
Foto: Nan Goldin, Keith Haring & Andy Warhol at Palladium, 1985 © Nan Goldin, Courtesy Nan Goldin, New York

Dresden. Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, die ehemalige Robotron-Kantine zu kaufen und dort ein „Museum für zeitgenössische Künste“ einzurichten. Vom 7. Juni bis 5. Oktober 2025 wird dort erstmals im Rahmen der „Ostrale Biennale“  ausgestellt werden.

Bad Ischl, Österreich. Am 12. Juni eröffnet in den kaiserlichen Stallungen und im Marmorschlössl die Ausstellung „Ai Weiwei – Transcending Borders“ (bis 27.10.), für die der Künstler eine große Installation und zusammen mit der Keramikmanufaktur Gmundner kleinere Objekte geschaffen hat.

Kafka: Der Todestag des Dichters jährt sich am 3. Juni zum 100. Mal. Aus diesem Anlass gibt es jetzt seine drei unvollendeten Romane „Der Verschollene. Der Prozess. Das Schloss“ als Hörbuch gelesen u.a. von Peter Simonischek.

 

Lissabon. Den gesamten Juni wird in Portugals Hauptstadt auf Straßen und Plätzen zu Ehren des Schutzpatrons der Stadt, des Heiligen Antonius, mit Paraden, viel Musik und Tanz die „Festas de Lisboa“ gefeiert. Ein Highlight ist die Vermählung von – aus vielen Bewerbern ausgelosten – 16 Paaren, denn der Heilige Antonius ist auch der Patron der Liebenden.…

Kunstpalast, Düsseldorf
   

Diesen Palast muss man unbedingt besuchen. Die dreiflügelige Anlage um den Ehrenhof entstand 1926 und integrierte ein neobarockes Gebäude von 1902. 1999 gewann der Architekt Oskar Maria Ungers einen Wettbewerb und realisierte einen zentralen Kuppelbau mit zwei Skulpturenhöfen mit Glasdächern.
Durch die neueste Sanierung des Architekturbüros Sieber entstand in den letzten drei Jahren eine Folge von 49 Räumen, jeweils in einer anderen sanften Farbe gestrichen, in der 800 nach Themen geordnete Exponate aus elf Jahrhunderten gezeigt werden. Der durchgehende Holzfußboden, die vielen Fenster zum Innenhof und die zwei schicken Wendeltreppen, die die beiden Stockwerke verbinden, schaffen eine helle, freundliche Atmosphäre, in der man gern herumspaziert. Foto: CO

Bucerius Kunst Forum, Hamburg, 15.6. bis 22.9.2014
Watch!Watch!Watch! Henri Cartier-Bresson

Der Franzose Henri Cartier-Bresson (1908 bis 2004) begann 1930 zu fotografieren und wurde schnell bekannt für seine ungewöhnlichen, ganz auf die Magie des Augenblicks konzentrierten Schwarzweißbilder. So fotografierte er bei der Krönung Georgs VI. in London, war im Spanischen Bürgerkrieg dabei, schloss sich 1943 der Résistance an und nahm die geschlagenen deutschen Truppen 1945 beim Abzug auf. 1947 gründete er zusammen mit Robert Capa und anderen die Fotoagentur Magnum mit Sitz in New York. In den nächsten Jahren reiste er nach Indien, China, Indonesien, Mexiko, Kuba und auch in die Sowjetunion und brachte beeindruckende Reportagen mit.
Das Bucerius Kunst Forum zeigt jetzt 240 Aufnahmen aus den Jahren 1930 bis 1970; auch seine intimen Porträts von Coco Chanel, Simone de Beauvoir oder Henri Matisse sind zu sehen. Foto:  Henri Cartier-Bresson: Washington, USA, 1957, © 2024 Fondation Henri Cartier-Bresson / Magnum Photos

 

Sie schreien ziemlich laut und klingen wie kleine Kinder, die Pfauen im herrlichen Park „Campo Grande“ mitten in Valladolid, der schon 1877 angelegt wurde, 115 000 qm groß ist und bevölkert mit zutraulichen Eichhörnchen, schlanken Tauben, schnatternden Enten, schwarzen Schwänen und eben lautstarken Pfauen. Der Campo ist dreieckig mit einer breiten, gepflasterten Mittelachse, von der links und rechts geschwungene Wege abgehen, die zu einem kleinen See, zwei kunstvollen Brunnen, einem Spielplatz, einer winzigen Bühne und der Voliere für die Tauben führen. Überall stehen Bänke unter den dicht belaubten hohen Bäumen und zwischen den bunt bepflanzten Beeten.
Aber die einstige Hauptstadt des Königreichs Kastilien hat natürlich noch viel mehr zu bieten. Verlässt man den Campo in Richtung „Plaza Mayor“ steht man sofort auf der „Plaza de Zorrilla“ mit einem großen Brunnen und der Statue des Poeten José Zorrilla (1817 bis 1893), der in Valladolid geboren wurde. An der einen Seite des Platzes befindet sich die „Academia de Caballeria“, ein imposantes Gebäude mit Türmen, Zinnen und Rundbögen in dem heute das Militärmuseum untergebracht ist.

„Sie sollen mir widersprechen in der Sache und mir nicht unterstellen, ich hätte von Tuten und Blasen keine Ahnung, weil ich schon ein paar Jahre älter bin und ein bisschen mehr mitbekommen habe als die Jüngeren.“

Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, 80, in dem Gespräch „Das geht mit 81“ mit der Ex-Politikerin Gesine Schwan, 80, der Ärztin Irmela Müller- Stöver, 80, und Mister Tagesthemen Ulrich Wickert, 81, in der „Zeit“ vom 21. März 2024.
Foto: Wolfgang Thierse

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, hat auch Erfahrungen mit dem Home-Office.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de 

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Superbude, Hamburg

Luxus? Nein, aber lebendig , lässig und ziemlich lustig geht es in den drei Hamburger Superbuden zu. In den Stadtteilen Altona, St. Georg und St. Pauli ist eben immer was los. Die Zimmer sind alle phantasievoll und praktisch eingerichtet, große Familienzimmer für bis zu sechs Personen kann man auch bekommen, das reichhaltige, gesunde Frühstück kostet 15 Euro. Auf der Website kann man sich schon mal Tipps für den Hamburg-Besuch anschauen, sogar eine hilfreiche Packliste ist vorhanden. DZ ab ca 80 Euro. Foto: Superbude

Plätze für die Seele

Welcher Ort für jemanden zum „Soul Place“ wird, ist natürlich ganz individuell. Der eine braucht tiefe Stille oder fröhliche Lebendigkeit, der andere beeindruckende Architektur oder großartige Natur. Der Verlag Reise Know How hat sich das zum Prinzip für seine Reiseführer gemacht. In diesem gibt der Autor Dr. Andreas Drouve, gelernter Germanist, Hispanist und Völkerkundler, seine spanischen Seelenplätze preis – achtzig an der Zahl.Dazu gehören so bekannte wie La Seu, die Kathedrale in Palma de Mallorca, oder Ronda, die kleine Stadt mit dem großen Canyon, aber auch einsame Buchten im Naturpark Cabo de Gata-Nijar oder der Friedhof von Alcoi. Jedem Platz ist eine Doppelseite gewidmet mit Fotos, ausführlicher Beschreibung und Begründung, warum es ein Soul Place ist, und außerdem hilfreichen Adressen, Webseiten und Terminen. In einer Übersichtskarte sind alle „Soul Places“ eingezeichnet – man muss also nur noch hinfahren.

Andreas Drouve: Soul Places Spanien– Die Seele Spaniens spüren.

Potsdam/Hamburg. Sage noch einer, Kunst sei eine Sache für kleine Minderheiten: Die Ausstellung „Caspar David Friedrich – Kunst für eine neue Zeit“ in der Hamburger Kunsthalle  wurde von sage und schreibe 325 000 Interessierten besucht. Und im Potsdamer Museum Barberini  hat man bei der Schau „Munch Lebenslandschaft“ immerhin 184 600 Besucher gezählt. Eigentlich kein Wunder – Kunst macht offensichtlich viele Menschen glücklich.

9. bis 12. Mai, Hamburg: Und schon wieder feiert der Hafen Geburtstag, diesmal ist es der 835. Wie immer darf man sich auf Schiffsparaden, ein Schlepperballett, ein Feuerwerk, eine Licht-, Musik- und Drohnenshow und jede Menge kulinarischer Überraschungen freuen.
12. Mai, Muttertag: Wer noch eine kleine Aufmerksamkeit für die Mutter sucht, der wird bestimmt bei Gmundner Keramik  fündig. Wie wäre es denn zum Beispiel mit der „Herzerl“ – Schale? Foto: Gmundner
noch bis 24 November, Venedig: Zum 60. Mal findet die Biennale in der Lagunenstadt www.labiennale.org statt und gibt eine Übersicht über zeitgenössische Kunst aus aller Welt in Länder-Pavillons .

Unter vielen, vielen anderen neuen Möbeln zeigte man im April auf der Mailander Möbelmesse auch diese Neuigkeiten:

Driade:  „Freeze me“ nennt die slowenische Designerin Nika Zupanc ihre Kommode mit Spiegel, die es auch in Weiß und Schwarz gibt.
Cor:Das neue Sofa des Designstudios „Altherr Désile Park“ ist nach einer Wüsten-Oase benannt: „Siwa“ soll die Wohlfühlinsel im Wohnraum sein.
Item Amsterdam:  Der Barschrank feiert sein Comeback! Der lustige Schrank von „Studio Roderick Vos heißt „Belly“ und bekennt sich zu einem Bierbauch.
Made in Ratio: Den aus einem Stück Sperrholz unter Dampf geformte Sessel „Cowrie“ hat der tasmanische Designer Brodie Neill erdacht.
Fatboy:  „Fred’s Stuhl“ ist für draußen konzipiert, er ist aus Aluminium, stapelbar, mit oder ohne Armlehnen zu haben, und in der Sitzfläche läßt ein Schlitz den Regen ablaufen. Und lächelt dabei!
Fotos: Hersteller

Caricatura Museum, Frankfurt

Das Museum für Komische Kunst residiert im Leinwandhaus von etwa 1400, einem der ältesten Profanbauten Frankfurts, der aussieht wie ein Schlösschen mit Zinnen und Türmchen. Über die Jahrhunderte diente es dem Tuchhandel, war mal Gericht und Gefängnis, mal Lazarett oder Schlachthaus, mal lebten dort Stadtschreiber oder Geisteskranke, und zeitweise gab es hier ein Stadtmuseum oder eine Galerie. Im Krieg schwer zerstört, wurde es schließlich 1984 wieder aufgebaut. Für den gelungenen Umbau zum Museum bekam das Architekturbüro Diezinger + Kramer 2011 den „best architect award“.
Im Erdgeschoss gibt es jetzt eine 250qm große, 6m hohe Halle mit einer rustikalen Holzdecke und einer Galerie mit Glasvitrinen. Im Obergeschoss befindet sich ein wunderschöner Saal mit sieben, sehr hohen Fenstern, durch die man auf den Dom schaut. Foto: Caricatura

16.5.2024 bis 16.2. 2025, Humboldt-Forum: 
Hin und Weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart

Der Palast der Republik, der Stolz der DDR,  stand einst, wo heute das Humboldt Forum steht, und dort wird jetzt die Geschichte des Palastes in einer Ausstellung dokumentiert. Mit 300 Exponaten erinnert man – von der Planung und Errichtung (1973-76) über die Nutzung für Kulturveranstaltungen und als Sitz der Volkskammer bis zum Abriß 2008 – an „Erichs Lampenladen“, wie der üppig illuminierte Bau in Erinnerung an den seinerzeitigen Staatsratsvositzenden Erich Honecker spöttisch genannt wurde. Zu sehen sind Entwürfe, Modelle, Plakate, Fotos und auch das Gemälde „Die rote Fahne“ von Willi Sitte. Außerdem kann man sich 50 Interviews anhören mit Menschen, die im Palast gearbeitet, ihn besucht oder aber bewusst gemieden haben.
Foto:  Treppe hinter dem Eingang zum Palast der Republik am Marx-Engels-Platz,© bpk / Herbert Fiebig

„Das Kino formt Erinnerungen – und Erinnerungen formen die Geschichte.“

Der ukrainische Regisseur Mstyslaw Tschernow über die Macht des Films in seiner Dankesrede bei der Oscar-Verleihung am 10. März in Hollywood. Den Preis erhielt er für seinen Dokumentarfilm „20 Days in Mariupol“. Zitiert in der SZ vom 11.März 24. Foto: Wikipedia

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, hat ein neues Buch veröffentlicht, in dem er sich die Mühen des Alters vornimmt: Influencer und Impfgegner, WhatsApp und Zigeunerschnitzel, TikTok und Fremdschämen.  Caren Hodel hat ein paar lustige Texte beigesteuert.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de 

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