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„Die Wahrheit über den Geschäftsmann Trump ist: Er ist der Einzige, der jemals mit einem Kasino in Atlantic City pleite gegangen ist. Das muss man erst mal schaffen.“

Der indisch-amerikanische Schriftsteller Salman Rushdie, der in seinem Roman „Die satanischen Verse“ von 1988 angeblich den Islam beleidigte und deshalb seither von einer iranischen Fatwa mit dem Tode bedroht wurde, in einem Interview mit dem Stern Nr. 34 vom 18.8.2022. Das Interview wurde vor dem Attentat auf Rushdie am 12. August geführt. Foto: wikipedia

Der Berliner Zeichner Peter Butschkow, der in Nordfriesland lebt und arbeitet, beschäftigt sich gern mit dem alltäglichen Leben. Zum Beispiel mit der Ehe.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

Hotel am See, Grevesmühlen

Schade, dass zwischen See und Hotel eine viel befahrene Straße vorbeiführt, aber nach hinten zum großen Parkplatz sind die schlichten Zimmer ganz ruhig. Die Bäder sind groß und gut ausgestattet. Das vielseitige Frühstück wird im Restaurant mit Glasanbau serviert, wo man abends Spanferkelbraten oder Sauerfleisch vom Wildschwein genießen kann. Und dann: Ab in die Sauna! DZ ab ca 85 Euro. Foto: Hotel am See

Fotografie: Ausdruckstark

Sie war eigentlich immer unterwegs. Und fast immer hatte sie eine Kamera dabei, die ihr schon früh so vertraut war, dass sie zu ihrem „dritten Auge“ wurde, wie sie einmal feststellte. Und vielleicht war es gerade diese intensive Symbiose, die Sibylle Bergemann, 1941 in Berlin geboren und 2010 in Margaretenhof nordwestlich von Berlin gestorben, schon zu DDR-Zeiten zu einer international bekannten Fotografin machte, ein Renommee, das bis zu ihrem Tod eher noch wuchs. Vor allem ihre Mitarbeit an der Ost-Berliner Modezeitschrift „Sibylle“ machte sie bekannt, doch der gelernten Sekretärin, die ihr eigentliches Handwerk schließlich bei dem legendären DDR-Fotografen Arno Fischer lernte, gelangen bei ihrem Unterfangen, die „Vielfalt menschlicher Empfindsamkeit“ darzustellen, auch eindrucksvolle Porträts, Reise-Reportagen und andere Dokumentaraufnahmen. Über ein Jahrzehnt begleitete sie die Fertigstellung des Berliner Marx-Engels-Denkmals, und auch dem DDR-Wohnungsprojekt P 2 widmete sie eine Serie. Die ganze erstaunliche Vielfalt ihrer Arbeit ist noch bis Mitte Oktober in der Berlinischen Galerie zu besichtigen, der Katalog informiert zudem über den Werdegang der Fotografin und einzelne Aspekte ihres Werks.…

La Ciutat de les Arts i les Ciències, Valencia
 

Die Stadt der Künste und Wissenschaften in Valencia wurde 1998 eingeweiht. Geplant und gebaut hat das Ensemble von sechs extravaganten Bauten und einer futuristischen Brücke der Architekt Santiago Calatrava, zusammen mit dem bereits 1997 gestorbenen spanisch-mexikanischen Bauingenieur Felix Candela.
Besonders bekannt wurde Calatrava, der 1951 in der Nähe von Valencia geboren wurde, dort und in Zürich

studierte und heute in der Schweiz lebt, mit Brücken und Bahnhöfen. Seine ebenso eleganten wie spektakulären Entwürfe wirken oft wie riesige Skulpturen, was ihm bei Kritikern gelegentlich den Vorwurf einbrachte, er orientiere sich nicht an der Funktion der Bauten. Seinem Ruhm hat das nicht geschadet.
Für den Park in Valencia, der im ausgetrockneten Flussbett des Turia entstanden und 350 000 qm groß ist, haben die Architekten das größte Aquarium Europas mit 45 000 Tieren und ein riesiges 3D-Kino in Form eines menschlichen Auges mit einer konkaven 900m langen Leinwand gebaut, ein Naturwissenschaftliches Museum mit interaktiven Ausstellungen, das an ein Segel erinnert, ein schiffähnliches Opernhaus, einen Skulpturengarten, eine Brücke und eine große Veranstaltungshalle.…

Wolfratshausen: Der für elegante Vollholzmöbel bekannte Hersteller „Zeitraum“ hat sich mit der Holz-Werkstatt „Kreislauf“ zusammengetan, wo man sein in die Jahre gekommenes Lieblingsmöbel reparieren und aufarbeiten lassen kann. Unter dem Motto „Reparieren statt Konsumieren“ wird der nachhaltige Ansatz zukünftig noch mit mehr Werkstätten verfolgt werden. Mehr dazu: www.zeitraum-moebel.de/de/reparieren-statt-konsumieren/
Amsterdam: Gut essen und Kunst gucken gleichzeitig, dass kann man im neuen Restaurant „Capital kitchen“. Der Designer und Künstler Maarten Spruyt hat die ehemalige Diamantenbörse mit lustigen, schönen, aufregenden Skulpturen, Objekten und Gemälden eingerichtet. Foto: Capital kitchen

11. September: Am Tag des offenen Denkmals führt der Chef selbst durchs Haus! Museumsdirektor Dr. Volker Kielstein begleitet seine Gäste durchs 1915 fertiggestellte Haus Schulenburg in Gera und erzählt aus der wechselvollen Geschichte der von dem Architekten Henry van de Velde entworfenen Pracht-Villa.
21.-24. September: In Hamburg findet endlich wieder das schon legendäre Reeperbahn Festival statt. 470 Konzerte von Künstlern aus 30 Ländern lassen den Kiez auf St. Pauli wieder vibrieren!
25. September: Und noch ein Konzert in Hamburg: Unter dem Titel „Sing4Life“ gibt es ein Benefizkonzert für die Aids-Hilfe im Schmidtchen Theater. Die Künstler stammen aus Afrika, USA, Brasilien und England.
28. September bis 2. Oktober: Zürich veranstaltet eine neue Kunstmesse, den Art Salon, in dem 28 Galerien ihre aktuellen Künstler vorstellen.…

Kartell: Der italienische Möbelhersteller hat sich mit Illycafe zusammengetan und aus ausgemusterten Kaffeekapseln einen Stuhl entwickelt, den es nur in Schwarz gibt. Das Design stammt von Antonio Citterio. Tolle Idee!

Driade: Für die Möbelmesse in Mailand ließ Driade unter der Leitung ihres Artdirektors Fabio Novembre junge Künstler ihre Ideen präsentieren. Herausgekommen ist u.a. der Sessel „Cocky“ vom italienischen Rapper Sfera Ebbasta. Ziemlich lustig! Fotos: Hersteller

Ehem. Galeria Kaufhof (UG), Mönckebergstraße 3, Hamburg, noch bis 3.10.22
The Mystery of Banksy: Yes
Photographs, Paintings, Films, 1948 – 2013
 

Nur wenige wissen, wer Banksy ist. Vermutet wird, dass er 1973 oder 1974 in der Nähe von Bristol geboren wurde. Aber es gibt auch Hinweise, es könne sich um ein Kollektiv von Street Art- Künstlern handeln.
Weltweit bekannt wurde Banksy 2018, als sein Bild „Love is in the bin“ unmittelbar nach seiner Versteigerung bei Sotheby’s geschreddert wurde. In der aktuellen Hamburger Ausstellung, die noch in weiteren europäischen Städten gezeigt wird, bekommt man einen guten Überblick über das Werk dieses Ausnahme-Künstlers, der mit Schablonen lustige, anklagende, aufklärende und fast immer hochpolitische Graffitis an öffentlichen Plätzen auf Wände sprüht. Wer nach dem Besuch dieser ebenso wichtigen wie sehenswerten Ausstellung mehr erfahren will: Ein umfassender, informativer Katalog über das Werk von Banksy ist im Midas Verlag für 29,95 Euro erschienen. Foto:  Banksy Ausstellung Hamburg

Am besten sucht man sich eine Bleibe mittendrin und fährt von dort aus sternförmig zu den Schlössern der Loire. Wir haben uns bei Monts südlich von Tours in eine alte Mühle in einem privaten Park eingemietet und von der Terrasse über der Indre erstmal den Bibern beim Dammbauen zugeschaut. Danach konnten wir morgens gut ausgeruht gleich zu einem der bedeutendsten Schlösser aufbrechen,  nach Chambord zwischen Blois und Orléans.
„Sie können sich nicht vorstellen, wie ungewöhnlich schön es ist. Alle Formen der Magie, der Poesie, der Exzentrik kommen in der bewunderswerten Eigentümlichkeit dieses Palastes der Feen und Ritter zum Ausdruck“, schwärmte der französische Schriftsteller Victor Hugo (1802 -1885) am 7. Mai 1825 in dem Brief an einen Freund. Und besser kann man es auch heute noch nicht erläutern, was dieser Bau mit

seinen vielen Türmen und Türmchen, seinen Gewölben und Sälen, seinen Kabinetten und Terrassen in einem auslöst. Und dann erst diese Treppe!…

„Aber die Idee, Putin etwas zu geben, damit er sich beruhigt, ist widersinnig. Wenn du einem Banditen etwas gibst, glaubt er, dass er dir alles wegnehmen kann.“

Der ehemalige Oligarch und Chef des russischen Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowskij, der zehn Jahre in einem Straflager saß, in einem Gespräch mit dem Stern Nr. 28 vom 7.7.2022
Foto: wikipedia

Der Berliner Zeichner Peter Butschkow, der in Nordfriesland lebt und arbeitet, beschäftigt sich gern mit dem alltäglichen Leben. Dieses Mal mit der Wohnungssuche.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

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Hotel am Dom, Greifswald

Weit von der imposanten Kirche entfernt ist das Hotel in der Tat nicht, und auch zum quirligen Marktplatz sind es nur ein paar Schritte. Das Hotel am Dom residiert in einem schön restaurierten Bürgerhaus von 1595, hat nur wenige, einfach aber solide ausgestattete Zimmer, in der Gaststätte im Parterre wird ein leckeres Frühstück serviert, und einen Parkplatz gibt es auch.
DZ ab ca 95 Euro. Foto: Hotel am Dom

 

Kunst: Kühl und objektiv

Weg mit dem ekstatischen Expressionismus, und mit heroischen Schlachtengemälden hatte man erst recht nicht mehr viel am Hut – nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs war Umdenken unter Deutschlands Künstlern angesagt. Kühle Objektivität statt wirre Emotionalität sollte fortan ihre Arbeiten prägen; die „Neue Sachlichkeit“, wie der Kunsthistoriker Georg Friedrich Hartlaub die Richtung alsbald nannte, wollte die moderne Zeit ebenso präzise wie kritisch darstellen. Die bis dahin weitgehend ignorierte Fotografie spielte dabei eine wichtige Rolle, und so stellt die aktuelle Pariser Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ (die ab Oktober im Museum Louisiana bei Kopenhagen gezeigt wird) denn auch August Sanders strenge Aufnahmen von „Menschen des 20. Jahrhunderts“ in den Mittelpunkt. Die Werke der anderen Künstler sind mindestens so beeindruckend: bitterböse Porträts von George Grosz und Otto Dix etwa, verblüffende Fotomontagen von Sasha Stone oder kühne Entwürfe der Bauhaus-Stars Walter Gropius und Marcel Breuer. Viel Zeit blieb den Revolutionären allerdings nicht: Die Nazis machten der großartigen Vielfalt nach 1933 rasch ein rabiates Ende.…

National Museum of African American History & Culture, Washington, USA

Von weitem sieht es aus wie ein wuchtiger, dunkler Klotz, geformt wie ein Tellerstapel: das Museum für die Geschichte und Kultur der Afro-Amerikaner, das von Präsident Obama am 24. September 2016 direkt an der Mall unweit des Capitols in Washington eingeweiht wurde.
Entworfen hat es der ghanaisch-britische Architekt David Adjaye, der schon in England, Afrika, Südkorea, USA und Russland gebaut hat. Nähert man sich dem Museum, dann erst sieht man, dass Adjaye dem Gebäude ein Ornament aus Metall vorgehängt hat, das an die Handwerkskunst von Sklaven erinnert. Auch für die Form der drei oberen Geschosse hat er sich ein Vorbild in Afrika gesucht: die dreigestaffelte Krone des Stammes der Yoruban in West-Afrika. Da in Washington kein Bauwerk höher als das Capitol sein darf, hat der Architekt auch drei Etagen in die Erde hinein geplant. Im untersten Stockwerk beginnt der Rundgang mit den Anfängen des Sklavenhandels im 15.…

La Palma: Der Vulkanausbruch auf der kleinen Kanareninsel La Palma. ist im September ein Jahr her, dabei wuchs die Insel, und ein neuer Vulkan entstand. Jetzt kann man eine geführte, 5km lange Wanderung buchen, auf der über die Geschichte und Geologie der Insel aufgeklärt wird. Dabei kommt man dem Krater des neuen Vulkans bis auf 100m nahe.
Berlin: Im Museum der Dinge wird noch bis 31. Oktober die Ausstellung „Dinge ordnen“ gezeigt. Von der Krimskrams-Dose über Sammlungsordner bis zu Archivschränken kann man hier überraschende Entdeckungen machen.
Finnland: Im August findet in Oulu  wieder die Luftgitarren-Weltmeisterschaft statt, die seit 26 Jahren unter dem Motto „Du kannst keine Waffen halten, während du Luftgitarre spielst“ stattfindet.…

bis 25. September: In Kassel in der Alten Brüderkirche zeigt der Teppichdesigner Jan Kath (geb 1972) seine Kollektion „Rug Bombs“ , aus Wolle und Seide geknüpfte Bodenbilder mit Panzern, Kampfjets und Bombenhagel. Kath möchte damit seine Verzweiflung über die Weltlage ausdrücken. Foto: Jan Kath
bis 31. März 2023: Das BikiniART-Museum in Bad Rappenau läßt zum 11. Todestag von Amy Winehouse die Besucher einen Blick in ihren Kleiderschrank werfen. Bühnenoutfits, Alltagskleidung und auch Bademode der ebenso genialen wie exzentrischen Sängerin gibt es da zu sehen.…

Auf der Mailänder Möbelmesse im Juni wurden wieder wunderbare neue Möbel vorgestellt. Diese zum Beispiel:
Wittmann: Die österreichischen Möbelwerkstätten Wittmann haben u.a. das Sofasystem „Blocks“ des Designer-Duos Neri und Hu (Lyndon Neri und Rossana Hu) , das in Shanghai und London arbeitet, vorgestellt. Das Sofa „Blocks“ läßt sich mit Eckelementen, Viertelelementen und Hockern erweitern.
Knoll: Der italienische Designer Piero Lissoni hat seinem Sofa „Panoramic“ viel Schwung mitgegeben. Man kann es zu zweit nebeneinander oder gegenüber, zu Dritt nebeneinander oder auch ganz allein auf der Recamiere besitzen. Und einen großen Hocker gibt es auch.
Roche Bobois: „Bubble“ sieht tatsächlich aus, als seien viele Blasen nebeneinander platziert. Das Sofa gibt es in verschiedenen Größen und kräftigen Farbtönen. Es stammt aus dem Atelier des  französischen Designers Sacha Lakic, der auch Elektroautos entworfen hat.
Kenneth Cobonpue:  „Dragnet“ – Schleppnetz hat der  philippinische Designer Kenneth Cobonpue seinen von Fischernetzen inspirierten Sessel genannt.…

International Center of Photography, New York, noch bis 12. September 2022
William Klein: Yes
Photographs, Paintings, Films, 1948 – 2013

In Deutschland ist er nicht vielen bekannt, der New Yorker Fotograf William Klein (geb.1928), dessen Großeltern Ende des 19. Jahrhunderts aus Ungarn in die USA eingewandert waren und der heute längst zu den Großen seines Metiers gehört. 1948 ging er nach Paris und widmete sich im Atelier von Fernand Léger der Malerei, beschäftigte sich dann mit Fotografie, Grafik-Design, Dokumentarfilmen und dem Büchermachen.
Zurück in den USA brachte ein Auftrag der American Vogue ihn zur Modefotografie und von dort zur Street-Photography. Klein machte Bildbände über New York, Rom, Moskau und Tokio und drehte Filme über den Broadway, über Cassius Clay und die Black Panther – alles jetzt im International Center of Photography zu bewundern. Und woher kommt der Titel der Ausstellung? Ihm sei alles zugefallen, verriet der Vielseitige vor ein paar Jahren, er habe immer nur sagen müssen „Yes“.…

Natürlich möchte man die Mona Lisa wenigstens einmal im Leben sehen, und im Louvre gibt es noch so viele Meisterwerke mehr zu entdecken, von Dürer und Titian, von Vermeer und Goya, von Rembrandt und Tintoretto, von Delacroix und Rubens. Aber das Museum ist riesig – angeblich gibt es dort 480 000 Kunstwerke – und der Ansturm der Besucher ist immer enorm. Also schauen wir uns diesmal nur die Glaspyramide im Innenhof des Louvre an, die über dem unterirdischen Eingang steht. Die hat der chinesisch-amerikanische Architekt Ieoh Ming Pei auf Wunsch von Staatspräsident Francois Mitterand 1985 entworfen. Sie ist 21,65 m hoch, 35,42 m breit, wiegt 180 Tonnen und besteht aus 603 rautenförmigen und 70 dreieckigen Glassegmenten. Immer noch sehr beeindruckend!
Jetzt überqueren wir die Seine auf der Pont du Carroussel, einer Brücke von1939, die eine marode von1834 ersetzte. Hier ist die Seine 125 m breit.

Wenn Sie nun doch Lust auf ein Museum haben, schlendern Sie am Fluss entlang über den Quai Voltaire bis zum Musée d’Orsay , das in einem ehemaligen, immer noch imponierenden Bahnhof von 1897 residiert.…