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„Sie sollen mir widersprechen in der Sache und mir nicht unterstellen, ich hätte von Tuten und Blasen keine Ahnung, weil ich schon ein paar Jahre älter bin und ein bisschen mehr mitbekommen habe als die Jüngeren.“

Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, 80, in dem Gespräch „Das geht mit 81“ mit der Ex-Politikerin Gesine Schwan, 80, der Ärztin Irmela Müller- Stöver, 80, und Mister Tagesthemen Ulrich Wickert, 81, in der „Zeit“ vom 21. März 2024.
Foto: Wolfgang Thierse

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, hat auch Erfahrungen mit dem Home-Office.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de 

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Superbude, Hamburg

Luxus? Nein, aber lebendig , lässig und ziemlich lustig geht es in den drei Hamburger Superbuden zu. In den Stadtteilen Altona, St. Georg und St. Pauli ist eben immer was los. Die Zimmer sind alle phantasievoll und praktisch eingerichtet, große Familienzimmer für bis zu sechs Personen kann man auch bekommen, das reichhaltige, gesunde Frühstück kostet 15 Euro. Auf der Website kann man sich schon mal Tipps für den Hamburg-Besuch anschauen, sogar eine hilfreiche Packliste ist vorhanden. DZ ab ca 80 Euro. Foto: Superbude

Plätze für die Seele

Welcher Ort für jemanden zum „Soul Place“ wird, ist natürlich ganz individuell. Der eine braucht tiefe Stille oder fröhliche Lebendigkeit, der andere beeindruckende Architektur oder großartige Natur. Der Verlag Reise Know How hat sich das zum Prinzip für seine Reiseführer gemacht. In diesem gibt der Autor Dr. Andreas Drouve, gelernter Germanist, Hispanist und Völkerkundler, seine spanischen Seelenplätze preis – achtzig an der Zahl.Dazu gehören so bekannte wie La Seu, die Kathedrale in Palma de Mallorca, oder Ronda, die kleine Stadt mit dem großen Canyon, aber auch einsame Buchten im Naturpark Cabo de Gata-Nijar oder der Friedhof von Alcoi. Jedem Platz ist eine Doppelseite gewidmet mit Fotos, ausführlicher Beschreibung und Begründung, warum es ein Soul Place ist, und außerdem hilfreichen Adressen, Webseiten und Terminen. In einer Übersichtskarte sind alle „Soul Places“ eingezeichnet – man muss also nur noch hinfahren.

Andreas Drouve: Soul Places Spanien– Die Seele Spaniens spüren.

Potsdam/Hamburg. Sage noch einer, Kunst sei eine Sache für kleine Minderheiten: Die Ausstellung „Caspar David Friedrich – Kunst für eine neue Zeit“ in der Hamburger Kunsthalle  wurde von sage und schreibe 325 000 Interessierten besucht. Und im Potsdamer Museum Barberini  hat man bei der Schau „Munch Lebenslandschaft“ immerhin 184 600 Besucher gezählt. Eigentlich kein Wunder – Kunst macht offensichtlich viele Menschen glücklich.

9. bis 12. Mai, Hamburg: Und schon wieder feiert der Hafen Geburtstag, diesmal ist es der 835. Wie immer darf man sich auf Schiffsparaden, ein Schlepperballett, ein Feuerwerk, eine Licht-, Musik- und Drohnenshow und jede Menge kulinarischer Überraschungen freuen.
12. Mai, Muttertag: Wer noch eine kleine Aufmerksamkeit für die Mutter sucht, der wird bestimmt bei Gmundner Keramik  fündig. Wie wäre es denn zum Beispiel mit der „Herzerl“ – Schale? Foto: Gmundner
noch bis 24 November, Venedig: Zum 60. Mal findet die Biennale in der Lagunenstadt www.labiennale.org statt und gibt eine Übersicht über zeitgenössische Kunst aus aller Welt in Länder-Pavillons .

Unter vielen, vielen anderen neuen Möbeln zeigte man im April auf der Mailander Möbelmesse auch diese Neuigkeiten:

Driade:  „Freeze me“ nennt die slowenische Designerin Nika Zupanc ihre Kommode mit Spiegel, die es auch in Weiß und Schwarz gibt.
Cor:Das neue Sofa des Designstudios „Altherr Désile Park“ ist nach einer Wüsten-Oase benannt: „Siwa“ soll die Wohlfühlinsel im Wohnraum sein.
Item Amsterdam:  Der Barschrank feiert sein Comeback! Der lustige Schrank von „Studio Roderick Vos heißt „Belly“ und bekennt sich zu einem Bierbauch.
Made in Ratio: Den aus einem Stück Sperrholz unter Dampf geformte Sessel „Cowrie“ hat der tasmanische Designer Brodie Neill erdacht.
Fatboy:  „Fred’s Stuhl“ ist für draußen konzipiert, er ist aus Aluminium, stapelbar, mit oder ohne Armlehnen zu haben, und in der Sitzfläche läßt ein Schlitz den Regen ablaufen. Und lächelt dabei!
Fotos: Hersteller

Caricatura Museum, Frankfurt

Das Museum für Komische Kunst residiert im Leinwandhaus von etwa 1400, einem der ältesten Profanbauten Frankfurts, der aussieht wie ein Schlösschen mit Zinnen und Türmchen. Über die Jahrhunderte diente es dem Tuchhandel, war mal Gericht und Gefängnis, mal Lazarett oder Schlachthaus, mal lebten dort Stadtschreiber oder Geisteskranke, und zeitweise gab es hier ein Stadtmuseum oder eine Galerie. Im Krieg schwer zerstört, wurde es schließlich 1984 wieder aufgebaut. Für den gelungenen Umbau zum Museum bekam das Architekturbüro Diezinger + Kramer 2011 den „best architect award“.
Im Erdgeschoss gibt es jetzt eine 250qm große, 6m hohe Halle mit einer rustikalen Holzdecke und einer Galerie mit Glasvitrinen. Im Obergeschoss befindet sich ein wunderschöner Saal mit sieben, sehr hohen Fenstern, durch die man auf den Dom schaut. Foto: Caricatura

16.5.2024 bis 16.2. 2025, Humboldt-Forum: 
Hin und Weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart

Der Palast der Republik, der Stolz der DDR,  stand einst, wo heute das Humboldt Forum steht, und dort wird jetzt die Geschichte des Palastes in einer Ausstellung dokumentiert. Mit 300 Exponaten erinnert man – von der Planung und Errichtung (1973-76) über die Nutzung für Kulturveranstaltungen und als Sitz der Volkskammer bis zum Abriß 2008 – an „Erichs Lampenladen“, wie der üppig illuminierte Bau in Erinnerung an den seinerzeitigen Staatsratsvositzenden Erich Honecker spöttisch genannt wurde. Zu sehen sind Entwürfe, Modelle, Plakate, Fotos und auch das Gemälde „Die rote Fahne“ von Willi Sitte. Außerdem kann man sich 50 Interviews anhören mit Menschen, die im Palast gearbeitet, ihn besucht oder aber bewusst gemieden haben.
Foto:  Treppe hinter dem Eingang zum Palast der Republik am Marx-Engels-Platz,© bpk / Herbert Fiebig

„Das Kino formt Erinnerungen – und Erinnerungen formen die Geschichte.“

Der ukrainische Regisseur Mstyslaw Tschernow über die Macht des Films in seiner Dankesrede bei der Oscar-Verleihung am 10. März in Hollywood. Den Preis erhielt er für seinen Dokumentarfilm „20 Days in Mariupol“. Zitiert in der SZ vom 11.März 24. Foto: Wikipedia

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, hat ein neues Buch veröffentlicht, in dem er sich die Mühen des Alters vornimmt: Influencer und Impfgegner, WhatsApp und Zigeunerschnitzel, TikTok und Fremdschämen.  Caren Hodel hat ein paar lustige Texte beigesteuert.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de 

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H2 Hotel, Leipzig

Direkt am Hauptbahnhof finden Sie das schlichte, aber praktische Hotel, in dem es auch Familienzimmer gibt. Die Doppelzimmer sind 20qm groß, die Bäder klein, aber intelligent eingerichtet. Das Frühstücksbüfett ist erstaunlich vielfältig mit Rührei und frischem Schnittlauch, Müsli mit Nüssen, frischem Obstsalat und verschiedenen Joghurtsorten. Zum Messegelände fährt um die Ecke eine Straßenbahn ab, in die Innenstadt zur Thomaskirche, den Passagen und Museen kann man wunderbar zu Fuß gehen. DZ ab ca 100 Euro.  Foto: H2 Hotel

Welche Pracht

„Für Cottage-Gärten“, schreibt der britische Fotograf und Autor Mark Bolton, „gibt es keine Regeln…..jeder kann so einen wilden, bescheidenen und genügsamen Garten gestalten“. Damit wir Leser aber doch ein bisschen Hilfe bekommen, hat Bolton dieses Buch gemacht. Darin erläutert er, wie er seinen kleinen Garten angelegt und mit viel Geduld zu großer Pracht gebracht hat. Er nimmt uns mit durchs Gartenjahr, erklärt, was wann gemacht werden muss, empfiehlt Werkzeuge und Pflanzgefäße, wirbt für einen Schuppen und einen Komposthaufen, und nicht zuletzt gibt der Fotograf Tipps, wie man sein Paradies im Bild festhält. Ergänzt wird der üppige Band mit vier Reportagen anderer Gärten und einem ausführlichen Pflanzenregister.
Ein Buch zum Schwelgen – auch für Balkonbesitzer.

Mark Bolton: Ich träume von einem Cottage-Garten 224 S., Callwey, 39,95 Euro. Foto: Callwey

 
Welche Freude

Ach, was waren das für Zeiten, als das Glück von Abermillionen Musikfans in einer 30 mal 30 Zentimeter großen Papphülle steckte, die man ebenso stolz wie sorgsam nach Hause brachte, dort noch mal eingehend das Bild vorne drauf betrachtete, um dann eine runde Scheibe hervorzuziehen und sie vorsichtig auf einen Plattenteller zu legen und dann…Vorbei.

Yoko Ono:Music of the mind. Noch bis 1. September zeigt die Tate Modern in London (in Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf) mehr als 200 Arbeiten der Künstlerin aus den letzten 70 Jahren.
Wildplastic im Supermarkt. Aus eingesammeltem, wild in der Natur herumliegendem Plastik werden bereits Müllbeutel und Versandtaschen hergestellt. Nun bekommt man auch Toilettenpapier in wildem Plastik verpackt.

16.- 21. 4. Mailand: Die weltgrößte Möbelmesse mit Ausstellern aus 37 Ländern zeigt, was es Neues gibt – bei Sofas und Sesseln, Betten und Schränken, Teppich, Küchen und Leuchten. (siehe auch weiter unten)
21.4. – 25.8. Dortmund: Im Museum am Ostwall gibt es jetzt eine Ausstellung für Familien unter dem Titel „Kopfüber in die Kunst“.
Räume gefüllt mit Schaumstoff und Stoffbahnen, mit Farben und Licht laden Kinder und Eltern ein, ganz neue Erfahrungen zu machen.…

Unter vielen, vielen anderen neuen Möbeln zeigt man im April in Mailand auch diese Neuigkeiten:

 

Moooi: Marcel Wanders sieht seinen Sessel „Kisss“ als Hommage an Salvador Dalis Sofa „Lips“ von 1936. Kisss gibt es in wunderschönen Farben für eine fröhliche Runde.

Brühl: Das Sofa „bongo bay lounge“ kann als Solist ebenso bestehen wie aneinander gereiht als Ecksofa. Einen Einzelsessel gibt es auch. In Knallrot natürlich besonders schick! Fotos: Hersteller

Altes Rathaus, Leipzig

Das Alte Rathaus gilt als einer der bedeutendsten Profanbauten der Renaissance in Deutschland. 1360 wurde ein Rathaus in Leipzig erstmals erwähnt, in der heutigen Form entstand es 1556, eine Geheimkammer aus dem Jahr 1483 blieb erhalten und kann heute als Schatzkammer besichtigt werden. Das Gebäude ist 93,2 m lange und 20,6 m breit, der Turm ist 41 m hoch. Bemerkenswert ist der asymmetrische Aufbau des Rathauses, der dadurch entstand, dass auf einem ursprünglichen Haus gebaut und das Treppenhaus an dieser Stelle  übernommen wurde.
Zeitweilig arbeitete hier auch ein Schöffengericht, deshalb wurden im Keller Gefängniszellen eingebaut, die man ebenfalls noch anschauen kann.
Ende des 19. Jahrhunderts war das Gebäude als Rathaus zu klein, der Stadtrat zog in einen Neubau um. Das Alte Rathaus wurde 1943 bei einem Luftangriff schwer beschädigt, der Dachstuhl brannte aus. Nach der Restaurierung wurde der Bau zum Museum umgebaut, in dem heute die Stadtgeschichte Leipzigs gezeigt wird.

Albertina, Wien, bis 14.7.2024: 
Roy Lichtenstein. Zum 100. Geburtstag

Der Amerikaner Roy Lichtenstein (1923-1997) gehört neben Andy Warhol zu den Stars der Pop Art. Die Albertina zeigt jetzt mehr als 90 Gemälde, Skulpturen und Grafiken, darunter viele Leihgaben aus internationalen Museen wie dem New Yorker Moma und dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid. Zu sehen sind u.a. Lichtensteins Frühwerke aus den 1960er Jahren, seine Gemälde von Objekten aus der Werbung und eine seiner riesigen Brushstroke-Skulpturen, bei denen ein scheinbar spontaner Pinselstrich auf die Werke der Expressionisten Jackson Pollock und Willem de Kooning Bezug nimmt.
Foto:  Albertina

Wie angenehm! Die gesamte Altstadt von Buxtehude ist Fußgängerzone, so kann man auch einfach mitten auf der Straße stehen bleiben und die schönen Fachwerkhäuser entspannt betrachten. Allerdings sind nicht alle Fachwerkhäuser richtig alt, denn 1911 brannten viele ab, wurden aber dann wieder aufgebaut und erinnern so mit den Originalen an die lange Geschichte
der kleinen Stadt im Alten Land südlich der Elbe. 959 wird das Bauerndorf das erste Mal urkundlich als „Buochstadon“ erwähnt, daraus entsteht Anfang des 12 Jahrhunderts „Buchstadihude“, womit vermutlich ein Fluss-Anleger an einer Buchenstätte gemeint ist. 1285 gründet der Bremer Erzbischof Giselbert von Brunckhorst die Stadt Buxtehude, die 1328 Stadtrecht erhält und ab 1363 als Mitglied der Hanse geführt wird.
Für weitere Bekanntheit sorgte das Jahr 1840, als der Schriftsteller Wilhelm Schroeder die Tierfabel „Dat Wettlopen twischen den Hasen un den Swinegel up de lütje Haide bi Buxtehude“ (Plattdeutsch für: Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel auf der kleinen Heide bei Buxtehude) veröffentlichte, die bereits 1843 von den Brüdern Grimm in ihre Hausmärchen übernommen wurde.

“Der beste Platz für einen Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar,    geräuschlos und leicht zu entfernen.“

Loriot – bürgerlich Vicco von Bülow – (1923 bis 2011) zitiert in der Frankfurter Ausstellung „Ach was – Loriot zum Hundertsten“. Foto: Loriot