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„Gärtnern ist die beste Therapie gegen Ungeduld. Gras wächst nicht schneller, wenn man es anschreit.“

Die deutsch-polnische Künstlerin Alicja Kwade, die sich in ihren Skulpturen und Installationen mit den Themen Raum, Zeit und Wirklichkeit auseinander setzt, in der Rubrik „Was ich früher gern gewusst hätte“ im Zeitmagazin vom 13.8.26.
Foto: siximuseum

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, sucht auch gelegentlich nach Brillen, Schlüsseln, Handschuhen etc.
Cartoon-Abdruck kostenpflichtig

Mercure Budapest City Center

Der Eingang zum Hotel Mercure in der beliebten Einkaufsstraße Vaci ist leicht zu übersehen, denn man muss durch die Bar „Winestone“ zur Rezeption. Dafür ist man aber mitten drin in der lebendigen Altstadt, zur Donau sind es nur hundert Meter. Die eleganten Zimmer haben gute Betten, offene Schränke, einen kleinen Sitzplatz und sind mit hübschen Tapeten dekoriert. Das Frühstücksbüfett ist ganz okay. DZ ab ca. 140 Euro.
Foto: Mercure

Welche Pracht!
Was macht eigentlich einen Cottage-Garten aus? Die britische Autorin Clare Foggett schreibt in der Einleitung ihres neuen Buches, Regeln und einen bestimmten Stil gebe es nicht mehr, wichtig seien vielmehr Schönheit und Fülle. Und diese These beweist sie mit siebzehn Gärten in England, deren Porträts sie mit herrlichen Bildern (von Jonathan Buckley) und informativen Texten vorstellt. Doppelseiten große Fotos zum Schwelgen wechseln sich mit vielen kleinen Bildern zur Identifikation einzelner Pflanzen ab. Und natürlich zeigt sie auch die Besitzer und erzählt von deren Leidenschaft, ihre Gärten zu kleinen Paradiesen zu machen.

Clare Foggett: Die schönsten Cottage-Gärten Englands. 256 S., mit Fotos von Jonathan Buckley. Gerstenberg. 40 Euro

Recyceltes Material  wird im 3D Drucker zu Vasen, Leuchten, sogar zu kleinen Tischen: Die Firma Recozy aus Ganderkesee möchte mit ihren Produkten zu einer nachhaltigeren Wohnwelt beitragen. Foto: Recozy
Blumenzwiebeln müssen jetzt bald gesetzt werden, damit im nächsten Frühjahr Tulpen und Zierlauch, Narzissen und Krokusse, Winterlinge und Schneeglöcken wieder Farbe in den Garten bringen. Bestellen kann man die Zwiebeln bei:
https://koenigliche-gartenakademie.de/collections/blumenzwiebeln-2026

Zum Weltkulturerbe zählen seit kurzem auch dreizehn Gebäude der finnischen Architekten Aino (1898-1976) und Elissa (1922-1994) Aalto, geehrt wird dadurch der „zutiefst menschliche Zugang ihrer Arbeit zum Modernismus“. Die meisten der Bauten, wie die Finnlandia-Halle, das Kulturhaus, das Privathaus und das Studio der Aaltos stehen in Helsinki, die anderen sind über ganz Finnland verteilt.
20 Jahre DDR Museum https://www.ddr-museum.de/de wurden gerade in Berlin gefeiert. Das Museum zeigt den Alltag und Inventar des vergangenen Staates und zählt zu den meist besuchten der Stadt. Hier erfährt man nicht nur etwas über die Mauer oder den Palast der Republik, hier lernt man auch DDR-Brettspiele und die heute fast schon legendäre Schrankwand Carat kennen.

Palast der Päpste, Avignon, Frankreich

Der riesige gotische Papstpalast wurde von 1334 bis 1370 erbaut, der ältere Teil bis 1342. Mit einer Nutzfläche von ca. 15 000 qm ist er einer der größten Paläste seiner Zeit. Insgesamt residierten hier drei Päpste und zwei Gegenpäpste, bis der Sitz 1377 wieder nach Rom verlegt wurde. Heute zählt der Bau in Avignon zum Weltkulturerbe.
Der Innenhof des neueren Teils, über den man ihn heute betritt, ist groß genug für Konzerte und Theateraufführungen, die hier auch regelmäßig stattfinden. Man schlendert dann durch sehr weitläufige aber völlig leere Räume, denn während der französischen Revolution wurde der Palast beschlagnahmt und das Inventar verkauft, nur einige eingemauerte Kamine und ein paar Wandmalereien gibt es noch zu sehen.
Seit 1947 werden die Räume für Ausstellungen genutzt, so konnte man hier schon Werke von Picasso und Matisse bewundern.
Fotos: wikipedia/CO

Albertina, Wien noch bis 26.10.2026
Die Welt im Fokus

In Wien kann man zur Zeit ganz alte Fotografien von damals noch sehr ungewöhnlichen Reisen betrachten. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts machten sich die ersten Fotografen bis nach Jerusalem, nach Indien, Japan und Ägypten auf. Die Albertina sammelt seit vielen Jahren Reisefotos, von denen sie jetzt eine große Auswahl zeigt, und erzählt dazu von den Schwierigkeiten solcher Reisen, schon allein die Mengen von Gepäck waren ein großes Hindernis. Gezeigt werden auch ein paar kolorierte Bilder.
Foto: Raimund Stillfried von Rathenitz | Kaiserlicher Palast, Tokio, Japan, um 1875 | ALBERTINA, Wien. Dauerleihgabe der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt

Vom kleinen Park zwischen der Kathedrale und dem Fluss Neris aus kann man auf den Gedeminas Berg steigen oder man fährt von der Flussseite aus mit der Standseilbahn hinauf. Der achteckige Gedeminas Turm ist Rest einer Wehranlage und wurde mal als Arsenal, mal als Staatsgefängnis, heute als Museum zur Geschichte der Burg genutzt.
Zu Füßen des Bergs steht der „Palast der Großfürsten von Litauen“, der ursprünglich aus Holz im 13. Jahrhundert erbaut wurde, nach einem Großbrand 1610 zunächst im Stil des Manierismus aus Stein und später als prächtige Barockresidenz ausgebaut wurde. Hier fanden noch vor Paris und London die ersten Opernaufführungen Europas statt. Im 17. Jahrhundert wurde der Palast zerstört und Anfang des 19. Jahrhunderts schließlich ganz abgerissen. Der heutige Nachbau entstand erst von 2002 bis 2009, hier finden Staatsempfänge statt, und ein großartiges Museum zeigt die wechselvolle Geschichte Litauens.
Wir gehen jetzt wieder durch die lebendige Straße Pilles mit ihren verschiedenen Baustilen, kleinen Geschäften, Kunsthandwerkern, Kirchen und Hotels bis zum Rathausplatz, auf dem immer was los ist – mal ist Markt, mal eine Ausstellung, mal ein Fest.

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, 

kennt den Neid von Radfahrern.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig  

bis 7. Februar 2027: Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt zeigt „Too Hot – Heiße Städte – neue Wege“, um am Beispiel von 13 europäischen Städten kühle Lösungen für die immer dramatischere Klimakrise vorzustellen. Begleitet wird die Ausstellung von Vorträgen, Diskussionen und einem Podcast.

Das Belvedere in Wien hat ein neues Angebot: Die 24 Werke, die das Museum von Gustav Klimt besitzt, sind jetzt digital zu erleben. Unter https://sammlung.belvedere.at/collections/482201/gustav-klimt/objects/imageskann man sich alle Bilder anschauen, erklären und einordnen lassen und überhaupt alles Wissenswerte dazu erfahren.

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Museum Folkwang, Essen 

noch bis 8.11.2026

Ich, Gustave Courbet. Maler und Rebell 

Die idealisierte Ästhetik des Klassizismus und der Romantik war dem französischen Maler Gustave Courbet (1819-1877) suspekt, er wollte lieber die Realität darstellen, eins seiner frühen Bilder zeigt Steinklopfer bei der Arbeit. Das Museum Folkwang widmet Courbet jetzt eine große Retrospektive mit hundert Werken aus allen seinen Schaffensperioden. Die Schau ist in neun Kapitel aufgeteilt, die an seiner Biografie entlang seine bevorzugten Themen zeigen – von seinen zahlreichen Selbstporträts (deshalb der Titel der Ausstellung) über Landschaften und sozialen Realismus bis zu Politik und Exil, denn da er sich in der Pariser Kommune von 1871 engagiert hatte, musste er ins Schweizer Exil fliehen. Unter den 85 gezeigten Gemälden sind auch sein Selbstporträt „Le Désespéré“ (der Verzweifelte) und „L’Origine du Monde“ (der Ursprung der Welt) von 1866, das eine unverhüllte Vulva zeigt und mit dem Courbet. Foto: Wikipedia

Die Busse in Litauens Hauptstadt Vilnius zeigen nicht immer das Ziel der Fahrt an, oft sieht man ein rotes Herz und daneben steht „Ukraine“. Die gelbblaue Fahne der Ukraine weht überall im Stadtbild, an vielen Lokalen steht „Ukrainer willkommen“. Und weit oben an einem Hochhaus kann man sogar in großen Lettern lesen: Putin The Hague is waiting for you – Den Haag wartet auf Dich, Putin.Der Krieg ist hier allen sehr bewußt, trotzdem strahlt die Stadt Lebensfreude und Fröhlichkeit aus.

Und das nicht nur in Uzupis, was „jenseits des Flusses“ bedeutet, denn das Künstlerviertel erreicht man von der Altstadt aus über den Fluss Vilnia. Das Viertel, das seit den neunziger Jahren Künstler und Bohemiens anzog, erklärte sich 1997 zu einem unabhängigen Narrenstaat mit eigener Verfassung, die auf einem Schild an der Zugangsbrücke nachzulesen ist – auch auf Deutsch. Wer will, kann gegen kleines Geld sogar einen Stempel in seinen Pass bekommen.