Stadtspaziergänge und Hotels

Hotel Scandic, Aarhus, Dänemarkt

In der Halle mit der schicken Bar kann man prima abhängen, wenn man den Nachmittag durch die hübschen Altstadt von Aarhus geschlendert ist, die nur wenig Schritte vom Hotel entfernt ist. Ein halbes Stockwerk höher gelangt man ins Restaurant, in dem auch das üppige Frühstücksbüfett aufgebaut wird – wenn denn Corona das wieder zulässt. Die Zimmer sind zweckmäßig und die Bäder schlicht eingerichtet – alles bestens also für einen Städtetrip, der hoffentlich bald wieder möglich ist.
DZ ab ca 130 Euro. Foto: Hotel Scandic
 

„Nach Adam Riese macht das….“ Klar, kennt man den Spruch! Aber wer war Adam Riese? In Annaberg im Erzgebirge weiß man das, da gibt es in seinem ehemaligen Wohnhaus sogar ein kleines, sehr hübsches Museum, wo man seine Rechenbücher sehen 

kann. Adam Riese, oder Ries, Ris, Rise, Ryse oder sogar Reyeß (1492 oder 93 bis 1559) gilt als der Vater des modernen Rechnens, des Stellenwertsystems mit arabischen Zahlzeichen. Seine drei dicken Rechenbücher verfasste er, statt im üblichen Latein, in deutscher Sprache, dadurch fanden die Bücher größere Verbreitung. In Annaberg leitete er eine private Rechenschule, war für die sächsische Bergwerksverwaltung tätig und erfand die „Annaberger Brotordnung“, in der das bis dato schwankende Gewicht der Brotlaibe für einen Groschen, zwei Groschen und für Pfennigsemmeln festgelegt wurde.
Gegenüber dem kleinen Museum steht ein Büste Adam Rieses, denn natürlich wird der große Sohn der Stadt mit einem Denkmal geehrt.

Auch ein Denkmal – sogar mit Brunnen – direkt am Marktplatz hat Barbara Uthmann  (1514 bis 1575) bekommen.…

 

Kulturhotel Fürst Pückler Park, Bad Muskau 

Für Besucher des wunderschönen Fürst Pückler Parks in Bad Muskau ist der Standort des Hotels ideal. Vom Marktplatz sind es nur wenige Schritte zum Schloss und zum riesigen Parkgelände. Die Zimmer sind fürstlich eingerichtet und sehr ruhig, im Restaurant serviert man regionale Spezialitäten. Und das Museum im Schloss muss man gesehen haben! DZ ab ca 105 Euro.
Foto:  Kulturhotel Fürst Pückler

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Man ist sich nicht sicher, woher der Name Zwickau kommt. Entweder leitet er sich aus dem sorbischen Begriff „Swikawa“ ab, der wiederum angelehnt ist an den Namen Svarozic, den slawischen Gott der Sonne und des Feuers, denn am Fluss Mulde, an dem Zwickau liegt, gibt es auch heute noch Steinkohleflöze. Die andere Theorie geht auf eine Schrift von 1650 zurück, in der das Gebiet an der Mulde als „Schwanenfeld“ bezeichnet wurde, lateinisch „Cygnau“ (Cygnus = Schwan), als Beweis wird das Stadtwappen angeführt, in dem schon seit 1560 Schwäne zu sehen sind.

Das Stadtwappen kann man sich unter anderem im Museum „Priesterhäuser“ am Domhof anschauen. Das älteste der Priesterhäuser stammt von 1264, das gesamte Ensemble wurde 1466 fertiggestellt. Wie die Geistlichen und ihre Familien, Lehrer und Kirchenmitarbeiter dort damals lebten, wird im Museum sehr anschaulich gezeigt: Rußküchen, Sitzsteine und Kielbogentüren sind noch im Original erhalten. Außerdem zeigt das Museum Exponate aus 600 Jahren Stadtgeschichte.…

Landgasthof Jüterbog

Wer Ruhe sucht, ist hier gut aufgehoben: Im Landgasthof gibt es schlichte Zimmer, ein sehr gutes Restaurant und eine gemütliche Terrasse im Innenhof. Der dazu gehörende Reiterhof bietet Schulpferde und Kutschfahrten, Leihräder und Skates können gemietet werden, und im Streichelzoo freut sich nicht nur Ziege Berta auf liebevolle Hände. Und drumherum kann man viel Natur genießen und mittelalterliche Orte entdecken. DZ ab ca 85 Euro. Foto:  Landgasthof Jüterbog

Die meisten Touristen kommen natürlich in die thüringische Stadt wegen der Wartburg, diesem imposanten Bauwerk hoch auf einem Berg, für das das Wort „trutzig“ erfunden worden zu sein scheint. Aber auch unten gibt es viel zu sehen. Wenn Sie vom Hauptbahnhof  in die Stadt gehen, kommen Sie am Karlsplatz am Lutherdenkmal vorbei, das hier seit 1895 steht und daran erinnert, dass der Reformator von 1498 bis 1501 als Schüler in Eisenach und von 1521 bis 1522 als Junker Jörg auf der Wartburg lebte.
Gehen Sie jetzt die Karlstraße entlang bis zum Marktplatz mit der Georgenkirche vom Ende des 11. Jahrhunderts. Hier predigte Luther – nach dem Wormser Edikt bereits auf der Flucht – am 2. Mai 1521, Johann Sebastian Bach wurde hier 1685 getauft und von 1708 bis 1712 musizierte hier Georg Philipp Telemann.

Gegenüber vom Gotteshaus steht das Stadtschloss von 1750, in dem seit 1931 das Thüringer Museum untergebracht ist.…

NH Hotel, Bingen

Freuen Sie sich schon mal drauf: Vor den Fenstern plätschert der Rhein vorbei, im Fluß steht in Sichtweite der berühmte Mäuseturm, am anderen Ufer erhebt sich ganz oben auf dem Weinberg das Niederwalddenkmal, und ein Stück weiter ist Rüdesheim zu erkennen. Was für eine Lage!
Das NH Hotel in Bingen bietet alles, was man so braucht, gemütliche Zimmer mit Tee- und Kaffeekocher, Safe und WLan, Flachbildschirm und Minibar, gut ausgestattetem Bad, Spa und gesundem Frühstück. Am Abend findet man wenige Schritte entfernt einige Lokale mit schönen Terrassen, die hoffentlich bald wieder geöffnet sind. DZ ab ca 60 Euro. Foto: NH

Hotel Amano Grand Central, Berlin

Zentraler geht es gar nicht: Direkt dem Hauptbahnhof gegenüber liegt das Hotel Amano mit schicker Bar und einer tollen Dachterrasse, die jedoch nur im Sommer geöffnet ist. Die Zimmer sind vom Bad durch Glasscheiben getrennt, alles ist schwarz-weiß eingerichtet und mit zarten Farbsprenkeln dekoriert. Das Frühstücks-Büfett ist lecker und einladend arrangiert.
DZ ab ca 63 Euro. Foto: Amano

In welcher Stadt kann man schon durch ein Kunstwerk spazieren?

Na, zum Beispiel in Aarhus, der zweitgrößten Stadt Dänemarks. Dort hat der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson auf das Dach des Kunstmuseums Aros einen runden, 150 Meter langen und 3 Meter breiten Glasgang, das Rainbow Panorama, gestellt. So kann man die Stadt und die Ostsee in allen Regenbogenfarben betrachten. Ein tolles Erlebnis!
Aber auch das Museum darunter ist sehenswert: Eine schneckenförmige Treppe (und einige Fahrstühle) verbindet die zehn Stockwerke, in denen viel Platz für Sonderausstellungen und eine ganze Etage der Installationskunst vorbehalten ist. Jährlich besuchen rund eine Millionen Interessierte das Aros, das als eins der 20 wichtigsten Museen weltweit gilt.
Von dort ist es nicht weit zum Freiluftmuseum „Den Gamle By“ , in dem man eine Zeitreise durch die dänische Geschichte machen kann, beginnend im Jahr 1864 über 1927 bis ins Jahr 1974. Besichtigen kann man Wohnhäuser, Innenhöfe und Ställe, Werkstätten von Schuster und Schneider.…

Hotel Mermoz, Toulouse, Frankreich

Die Straße wirkt nicht sehr einladend, aber wenn man durch das Tor in den Innenhof gelangt ist, wird es französisch-charmant. Eine elegante Außentreppe führt ins freundliche Foyer. Die Zimmer sind nicht groß, aber liebevoll ausgestattet. Ein kleiner Innen- und ein etwas größerer Außenpool ergänzen den schmalen Fitnessraum. Frühstücken kann man auf einer ruhigen Terrasse im Grünen.
Und zu Fuß ist man in nicht einmal 10 Minuten im quirligen Zentrum von Toulouse. Hoffentlich kann man bald wieder hin! DZ ab ca 95 Euro. Foto: Mermoz

Ist es nicht mal wieder Zeit, ein Wochenende in Hamburg zu verbringen? Genau – und wenn Sie dann hier sind und Elphi, Reeperbahn und Michel erledigt haben, dann nehmen Sie sich mal drei Stunden Zeit und bummeln ein wenig durch Eppendorf. Dieses Dorf, 1140 erstmals als Eppenthorp erwähnt, ist der älteste Stadtteil Hamburgs.
Am besten fahren Sie aus der Innenstadt mit der U1 bis zur Haltestelle Hudtwalckerstraße, dort rechts die Straße entlang, sind Sie gleich am Theater „Komödie Winterhuder Fährhaus“, wo im Oktober Hardy Krüger jr. in „Arthur & Claire“ auf der Bühne steht. Gleich nebenan gibt es immer was zu lachen, im Lustspielhaus „Alma Hoppe“ wird jeden Abend Comedy vom Feinsten gegeben.

Falls Sie einen goldenen Oktober erwischt haben, gehen Sie gegenüber im Cafe Leinpfad  Kaffeetrinken. Sie sitzen dort direkt am Wasser, und auf dem Alsterkanal tummeln sich Kanus, Tretboote und viele Stand-up-Paddler, es gibt also immer was zu sehen – und oft auch hier zu lachen.…

Schloss Purschenstein, Neuhausen, Erzgebirge 
Wollten Sie nicht immer schon mal zum Wandern ins Erzgebirge? Vom wunderschönen Hotel Schloß Purschenstein kann man zum Beispiel ein Stück auf der Alten Salzstraße, die von Lübeck bis nach Sizilien führt, und an der idylischen Talsperre Rauschenbach vorbei spazieren, oder der Geschichte des Holzflößens auf einem Naturlehrpfad folgen. Einen Wanderführer stellt Ihnen das Hotel gern zur Verfügung.
So um 1200 wurde das Schloss gebaut, das von etwa 1352 bis 1945 im Besitz der Familie von Schönberg war. Bis 1989 nutzte die DDR das Anwesen als Kinderheim und später als Kulturhaus. Ab 1999 sanierten die neuen Besitzer das Gemäuer aufwendig und detailgenau und eröffneten ein Hotel für alle, die sich mal wie Königs fühlen möchten. Bei Führungen zu verschiedenen Themen wird den Besuchern die Geschichte des Schlosses näher gebracht.
Die Zimmer sind groß und mit schönen Antiquitäten eingerichtet, die Bäder luxuriös. Das Frühstück wird im Schlosssaal serviert, am Abend speist man im edlen Saal der Remise.…

Die zweitgrößte Stadt Niedersachsens ist weit über tausend Jahre alt; kein Wunder also, dass sie einiges zu bieten hat. Zum Beispiel die erste freistehende Großplastik des Mittelalters nördlich der Alpen: den Braunschweiger Löwen , den Herzog Heinrich, genannt der Löwe, um 1170 auf dem Domplatz aufstellen ließ. Die Bronzeplastik wiegt 880 kg und ist wohl ursprünglich vergoldet gewesen.
1173 begann der Bau des Doms nebenan www.braunschweigerdom.de , den Heinrich der Löwe als seine Grablege stiftete. Seine Frau Mathilde wurde dort 1189 und Heinrich selbst 1195 bestattet. Das Grabmal hat deren Sohn erst später in Auftrag gegeben, es wird wohl erst 1240 fertig geworden sein. Das bedeutendste Kunstwerk im Dom ist das sogenannte Imervard-Kreuz, sowohl sein Entstehungsjahr als auch die Identität des Künstlers Imervard sind unbekannt.
Gegenüber vom Gotteshaus steht die Burg Dankwarderrode, ein Nachbau vom Ende des 19. Jahrhunderts, der die niedergebrannte Burg von 1175 ersetzte. Heute residiert dort die mittelalterliche Abteilung des Herzog Anton Ulrich-Museums.…

Hotel Al Capello Rosso, Bologna

Die Lage ist geradezu ideal: Kaum 200 Meter vom Dom und der Piazza Maggiore entfernt steht in einer ruhigen Gasse das kleine, feine Hotel – nicht nur für Rothaarige. Alle Hotelzimmer sind unterschiedlich dekoriert, von knallblauen Wänden mit weißer Schrift über sattrote mit jeder Menge gerahmter Schwarzweiß-Porträts bis zu wandgroßen Comics. Die Bäder hat man praktisch und unspektakulär ausgestattet. Das Frühstücksbüfett war vor Corona recht einladend. Das Hotel öffnet wieder ab 23. August. DZ ab ca 110 Euro.
Foto: Al Capello Rosso

Dieses Mal beginnen wir unseren Stadtspaziergang ganz geruhsam, mit einem ausgiebigen Frühstück im romantischen Garten des Cafes „Zum Händel“  in der Großen Nikolaistraße. Der Hinterhof steht voller hoher Bäume, dazwischen gibt es hübsch bepflanzte Beete, große Sonnenschirme und jede Menge liebevolle Dekorationen. Auch im Lokal im Souterrain gibt es vieles zu entdecken: Pflanzen, Kerzen und Vasen, Trödel und Antiquitäten.  Und das Frühstück ist köstlich!
Nebenan steht – nicht sehr überraschend – das Händelhaus, in dem der Barockkomponist Georg Friedrich Händel 1685 geboren wurde und bis 1703 lebte (gestorben ist er 1759 in London). Heute beherbergt es ein Museum mit Dokumenten zu Händels Lebensgeschichte und seinem Werk, dazu historische Musikinstrumente.

Anschließend sind es nur wenige Schritte bis zum Marktplatz mit dem Händeldenkmal, der dreischiffigen Hallenkirche St. Marien, dem 84m hohen RotenTurm von 1506, einem Stadthaus von 1894 und dem schlichten Ratshof von 1928. Nehmen Sie auf einer der Bänke Platz und sehen Sie dem lebendigen Treiben vor sich ein wenig zu.…

Art Hotel Weimar
Kunst gucken kann man im ganzen Hotel, in jedem Zimmer, im Frühstücksraum, in allen Fluren hängen Werke unbekannter Künstler, da kann man durchaus Kleinode entdecken. Das Hotel liegt in einer ruhigen Wohnstraße nicht weit vom Park an der Ilm. Von dort sind es gerade mal 800 Meter bis zum Goethehaus am Frauenplan, zu der phantastischen Anna Amalia Bibliothek und dem neuen Bauhaus Museum.
Die Zimmer sind sehr großzügig mit gefliestem Boden, das Bad ist funktional und das Frühstück üppig.
Fotos: Art Hotel Weimar

 

Man würde sich wirklich nicht wundern, käme einem hier eine Dame in schwingendem, knöchellangem Rock mit riesigem Strohhut oder zierlichem Sonnenschirm entgegen – auf der Atlantik-Promenade im normannischen Badeort Cabourg an der Cote Fleurie (Blumenküste). Ende des 19. Jahrhunderts war sie hier sicher ein vertrauter Anblick.
1850 entdeckte der Pariser Anwalt Henri Durand-Morimbau das kleine Fischerdorf mit 370 Einwohnern und kaufte nach und nach alle strandnahen Grundstücke. 1854 ließ er das erste Casino aus Holz errichten, und ab 1860 entstanden 200 wunderschöne Villen an der heute drei Kilometer langen prächtigen Promenade. Der breite Sandstrand ist sogar vier Kilometer lang. Paul Leroux, ein junger Architekt aus Caen, entwarf den Plan für den neuen Ort Cabourg-les-Bains, in dem alle Straßen sternförmig vom Grand Hotel ausgingen.

Begeisterter Besucher des feinen Badeorts war der Schriftsteller Marcel Proust (1871-1922), nach dem die Promenade jetzt benannt ist. Proust wohnte zwischen 1907 und 1914 jeden Sommer im frisch erbauten Grand Hotel, angeblich in Zimmer 414, und schrieb hier große Teile seines Werkes „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, in dem Cabourg als „Balbec“ auftaucht.…

Weinhaus Uhle Schwerin
Der „kluge Hans“ war wohl der ungewöhnlichste Mitarbeiter, den das Weinhaus Uhle in Schwerin, das es seit etwa 1750 gibt, jemals hatte. Das Shetlandpony Hans brachte nämlich Anfang des 20. Jahrhunderts meist ohne menschliche Begleitung Weinfässer aus dem Lager zum Stammhaus und ließ dabei immer der Straßenbahn die Vorfahrt.
Heute gibt es neben dem Weinhandel ein Bistro und ein Hotel mit Restaurant. Die großen, hellen Zimmer sind elegant ausgestattet und sehr ruhig, obwohl das Hotel mitten in der lebendigen Altstadt liegt. Im herrlichen Festsaal mit historischer Vertäfelung wird ein wunderbares Frühstück serviert. Und abends kann man hier Spanferkel oder Schweriner Aal genießen.
Fotos: Weinhaus Uhle

In diesem Jahr kann man endlich mal das tun, was man sich schon so lange vorgenommen hat: Deutschland entdecken!
Und da wir ja gerade nach dem langen Lockdown und den immer gleichen vier Wänden so richtig Lust auf Natur und Grün und üppige Blumenwiesen haben, fahren wir doch einfach mal an der Elbe entlang ins niedersächsische Wendland. Kurz hinter Lüneburg – natürlich auch einen ausgiebigen Ausflug wert – pflegen in Niendorf bei Bienenbüttel Marianne und Heinrich Burmester ihren 4000 qm großen historischen Bauern- und Rosengarten  , der schon 1909 angelegt wurde. Hier duften alte Rosensorten mit jeder Menge Kräutern um die Wette, zweihundert verschiedene Gehölze stehen neben nach Farben bepflanzten Staudenbeeten. Am 20. und 21. Juni (und am 5.und 6. September) darf der Garten besichtigt werden: www.offene-gaerten-uelzen.de

Ein kleiner Ausflug lohnt sich auch nach Tosterglope (vom Rosengarten knapp 30km), denn dort lebt und arbeitet die Künstlerin Kerstin Diedenhofen, deren Skulpturen für draußen und drinnen so richtig Spaß machen.…

Im Flur hängen fünf Gemälde des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751 bis 1829), genannt Goethe-Tischbein, im Raum daneben findet man ein Stillleben, das Katharina die Große zur Entspannung gemalt hat, und in der Kapelle steckt die heutige Orgel in einem von Arp Schnitger 1693 geschaffenen Gehäuse. Wo es das gibt? In Moskau? Oder Weimar? Keineswegs, das alles findet man im Schloss der kleinen Kreisstadt Eutin in Schleswig- Holstein.

Das Wasserschloss hat eine lange wechselvolle Geschichte, zuerst erwähnt wurde ein Haus an diesem Platz direkt am See im Jahre 1156. In den nächsten Jahrhunderten entstanden mehr Häuser, die allmählich zu einer Burg mit einem Zaun umschlossen wurden. 1689 brannte der Komplex ab und wurde dann als Schloss mit Festsaal, Wohnräumen, Kapelle und Kachelöfen wieder aufgebaut. Und so kann man den schönen Bau nach Ende der Corona-Zeit hoffentlich bald wieder besichtigen. Aber der wunderbare Park mit Küchengarten, imposanter Lindenallee und Orangerie darf weiterhin besucht werden.…