Stadtspaziergänge und Hotels

Hotel Josefine, Wien

Es geht schon an der Tür los: Entspannter Jazz empfängt die Gäste in dem  schönen Jugendstilbau von 1895. Gleich neben der Treppe kann man in einer Phonothek selbst Platten aus einer großen Sammlung auflegen und dort chillen – solange man möchte. Die Zimmer sind im Salon-Stil der 1920er Jahre sehr gemütlich eingerichtet, die offenen Bäder bieten modernsten Komfort. In der Bar im Untergeschoss mit Samtsofas und ebensolchen Sesselchen vor grünem Marmor wird auch das liebevolle Frühstück an kleinen Tischchen auf Etageren serviert.
Was für ein Erlebnis! DZ ab ca 150 Euro. Foto: Hotel Josefine

Man merkt es sofort: Freiburg ist Universitätsstadt und deshalb voller junger Menschen – zu zweit, in kleinen oder großen Gruppen, auf Rädern oder zu Fuß, in Straßencafés und auf Parkbänken. Und natürlich gibt es viele, viele Kneipen und Cafés, Restaurants, Bäckereien und Imbissbuden. Freiburg ist jung und sehr lebendig, dabei stammt die wunderschöne, fast autofreie Altstadt großenteils aus dem 13. Jahrhundert.

Also, dann mal los: Vom Hauptbahnhof gehen wir durch die Eisenbahngasse zur Rathausgasse und bis zum Rathausplatz. Dort steht das Alte (von 1559) neben dem Neuen Rathaus (von 1545) und um die Ecke in der Turmstraße findet man die „Gerichtslaube“ (von 1303), die das erste Rathaus war. Jetzt sind Sie verwirrt, nicht wahr? Aber die Baujahre korrespondieren hier nun mal nicht mit den Namen.
Mitten auf dem hübschen Rathausplatz steht ein Brunnen mit der Figur des Bertold Schwarz,  einem Mönch, der im 14. Jahrhundert angeblich das Schwarzpulver entdeckt hat.
Weiter geht’s durch die Schusterstraße bis zur Eisenstraße, dort links ab und bis zum beeindruckenden Münsterplatz.…

Hotel Art Nouveau, Berlin

Wie charmant! Aber nicht nur das Hotel Art Nouveau ist bezaubernd, auch der Hotelier und seine Kollegen sind ganz reizend. Ihre 21 Zimmer sind unterschiedlich mit einer Mischung aus alten und Design-Möbeln eingerichtet, die Bäder sehr hübsch und praktisch. Fast am schönsten aber ist der betagte Fahrstuhl mit zwei Sitzbänken, mit dem man in einem typischen Berliner Altbau in der Leibnizstraße nicht weit vom Kudamm in den vierten Stock fährt. Das Hotel bietet ein Bio-Frühstück vom Büfett für 18 Euro und eine Dachterrasse für den Sundowner.
DZ ab ca 75 Euro. Foto: Hotel Art Nouveau

Wenn man als Wien-Tourist im Stephansdom und in der Hofburg war, nach Schönbrunn und in den Prater gepilgert ist, und wenn man die Spanische Hofreitschule, das Museum Albertina, den Naschmarkt und das eine oder andere Kaffeehaus besucht hat, dann ist es richtig erholsam, sich mal das ganz normale Leben der Österreicher in ihrer Hauptstadt anzuschauen.
Wir sind dazu einfach von der Shoppingmeile Mariahilfer Straße abgebogen in die Kirchgasse. Vorbei am Schnickschnackladen „Flying Tiger“, dem hübschen Babyausstatter „Herr und Frau Klein“, dem schicken Conceptstore „Kauf Dich glücklich“ mit Designermode für sie und ihn. An der Ecke Siebensterngasse kann man schon mal eine Pause einlegen, im Kulturzentrum „Cafe 7Stern“ mit Poetry Slam, Vorträgen und Lesungen bei einer Melange und hausgebackenem Kuchen.

Kein Kaffee? Dann machen Sie doch im Siebensternpark eine Pause und schauen den Kids der Umgebung beim Spielen in Sand und Schlamm oder – im Sommer – unter der Wasserfontäne zu. Dazu bietet der Platz natürlich eine Sandkiste, eine Rutsche, Schaukeln, Wippen, eine Kletteranlage, Tischtennis, Basketball und Picknicktische – und immer jede Menge fröhlicher Kinder.…

Hotel am Schloss, Apolda

Wer bei dem Namen ein altes Gemäuer erwartet, liegt hier völlig schief, das Hotel ist ganz modern. Das eher schlichte Schloss gegenüber soll allerdings so alt wie die Wartburg sein, also aus dem Anfang des 12. Jahrhunderts stammen. Das Hotel teilt sich mit dem Kulturzentrum im Schloss einen schönen Innenhof mit großem Teich. Dort draußen kann man im Sommer auch frühstücken oder am Abend regionale Spezialitäten genießen. Die Zimmer sind mindestens 22qm groß und haben alle eine Sitzecke.
Der hübsche Marktplatz mit Rathaus und einigen Lokalen ist wenige Schritte entfernt, und zum Glocken-Museum https://glockenmuseum-apolda.de/, in dem über die Geschichte der dazugehörigen Glockengiesserei informiert wird, ist es auch nicht weit. DZ ab ca 105 Euro.
Foto: Hotel am Schloss

Zwischen Hamburg und Berlin hält der Zug immer in Spandau – und fast nie steigt jemand aus. Alle wollen schließlich in die Hauptstadt und haben keine Zeit für die kleine Schwester. Dabei lohnt sich ein Spaziergang durch Spandaus Altstadt auf einer Insel in der Havel am Zufluss der Spree auf jeden Fall!
Also aussteigen und über die stark befahrene Kreuzung vorm Bahnhof hinweg zum Rathaus in der Carl-Schurz-Straße gehen. Das wurde 1910 bis 1913 erbaut und nach starker Zerstörung im 2. Weltkrieg in den 50er Jahren wieder aufgebaut. Schauen Sie mal hinein, in der Vorhalle steht eine überraschende Skulptur, ein Junge auf einem Esel, der „Eselreiter“ von Bildhauer August Gaul von 1912.
Weiter geht’s in Richtung Marktplatz, der im Krieg vollständig zerstört und 1982 in heutiger Form errichtet wurde. Richtig alt ist das „Gotische Haus“ in der Breiten Straße 32. Der Kernbau soll um 1450 entstanden sein, brannte aber 1788 ab und wurde um 1800 im Stil des Klassizismus wieder aufgebaut.…

Hotel Star Inn, Dresden

Nicht nur, dass dieses feine Hotel mitten in Dresden liegt, es bietet auch ganz besondere Angebote. Möchten Sie vielleicht zum Marathon am 30. Oktober in die Stadt kommen? Im Hotel Star Inn können Sie ein Paket für 159 Euro buchen, zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück vom Büfett, Mineralwasser und einer Überraschung inklusive. Die Zimmer sind groß und hell, die Bäder praktisch, und vom Altmarkt ist es nicht weit zu den wunderbaren Museen, dem Zwinger und zur Elbe.
DZ ab ca 100 Euro. Foto: Star Inn

Nicht wenige sind ja der Meinung, nach Venedig könne man nicht mehr fahren: viel zu voll, zu anstrengend, Abstand halten völlig unmöglich. Bis vor kurzem kamen die meisten Touristen von riesigen Kreuzfahrtschiffen, die gewaltige Umweltschäden verursachten und der Stadt wenig einbrachten, denn Kreuzfahrer konsumieren wenig, gegessen wird meist auf dem Schiff.

All diese Probleme hat Venedigs kleine Schwester nie gehabt, Chioggia kennen nämlich nicht viele, dabei hat sie auch jede Menge zu bieten: viele Kanäle, enge Gassen, hübsche Häuser und sehr nette Lokale.

Der Ort liegt an der Südspitze der Lagune von Venedig, etwa 50 km von der Stadt entfernt. Es gibt eine wunderbare Verbindung per Schiff und Bus – Linie 11 – über die Inseln Santa Maria del Mare und Lido di Venezia, die gut eineinhalb Stunden dauert, aber besonders charmant ist. Die Fähre legt am Terminal direkt vor dem Hotel Grande Italia ab. Wenn man in diesem schönen, alten Hotel ein Zimmer zum Wasser bekommt, kann man im Morgengrauen die ersten Fahrgäste beobachten, die zur Arbeit nach Venedig übersetzen.…

Hotel am See, Grevesmühlen

Schade, dass zwischen See und Hotel eine viel befahrene Straße vorbeiführt, aber nach hinten zum großen Parkplatz sind die schlichten Zimmer ganz ruhig. Die Bäder sind groß und gut ausgestattet. Das vielseitige Frühstück wird im Restaurant mit Glasanbau serviert, wo man abends Spanferkelbraten oder Sauerfleisch vom Wildschwein genießen kann. Und dann: Ab in die Sauna! DZ ab ca 85 Euro. Foto: Hotel am See

Am besten sucht man sich eine Bleibe mittendrin und fährt von dort aus sternförmig zu den Schlössern der Loire. Wir haben uns bei Monts südlich von Tours in eine alte Mühle in einem privaten Park eingemietet und von der Terrasse über der Indre erstmal den Bibern beim Dammbauen zugeschaut. Danach konnten wir morgens gut ausgeruht gleich zu einem der bedeutendsten Schlösser aufbrechen,  nach Chambord zwischen Blois und Orléans.
„Sie können sich nicht vorstellen, wie ungewöhnlich schön es ist. Alle Formen der Magie, der Poesie, der Exzentrik kommen in der bewunderswerten Eigentümlichkeit dieses Palastes der Feen und Ritter zum Ausdruck“, schwärmte der französische Schriftsteller Victor Hugo (1802 -1885) am 7. Mai 1825 in dem Brief an einen Freund. Und besser kann man es auch heute noch nicht erläutern, was dieser Bau mit

seinen vielen Türmen und Türmchen, seinen Gewölben und Sälen, seinen Kabinetten und Terrassen in einem auslöst. Und dann erst diese Treppe!…

Hotel am Dom, Greifswald

Weit von der imposanten Kirche entfernt ist das Hotel in der Tat nicht, und auch zum quirligen Marktplatz sind es nur ein paar Schritte. Das Hotel am Dom residiert in einem schön restaurierten Bürgerhaus von 1595, hat nur wenige, einfach aber solide ausgestattete Zimmer, in der Gaststätte im Parterre wird ein leckeres Frühstück serviert, und einen Parkplatz gibt es auch.
DZ ab ca 95 Euro. Foto: Hotel am Dom

 

Natürlich möchte man die Mona Lisa wenigstens einmal im Leben sehen, und im Louvre gibt es noch so viele Meisterwerke mehr zu entdecken, von Dürer und Titian, von Vermeer und Goya, von Rembrandt und Tintoretto, von Delacroix und Rubens. Aber das Museum ist riesig – angeblich gibt es dort 480 000 Kunstwerke – und der Ansturm der Besucher ist immer enorm. Also schauen wir uns diesmal nur die Glaspyramide im Innenhof des Louvre an, die über dem unterirdischen Eingang steht. Die hat der chinesisch-amerikanische Architekt Ieoh Ming Pei auf Wunsch von Staatspräsident Francois Mitterand 1985 entworfen. Sie ist 21,65 m hoch, 35,42 m breit, wiegt 180 Tonnen und besteht aus 603 rautenförmigen und 70 dreieckigen Glassegmenten. Immer noch sehr beeindruckend!
Jetzt überqueren wir die Seine auf der Pont du Carroussel, einer Brücke von1939, die eine marode von1834 ersetzte. Hier ist die Seine 125 m breit.

Wenn Sie nun doch Lust auf ein Museum haben, schlendern Sie am Fluss entlang über den Quai Voltaire bis zum Musée d’Orsay , das in einem ehemaligen, immer noch imponierenden Bahnhof von 1897 residiert.…

Comfort Hotel Vesterbro, Kopenhagen

Vom Hauptbahnhof sind es nur wenige Meter bis zu diesem großen, freundlichen Hotel, und auch der Vergnügungspark Tivoli und die Fußgängerzone Stroget mit vielen Shops, Cafés und Restaurants sind schnell erreicht. Die Zimmer sind groß, nordisch-schlicht eingerichtet und mit riesigen Plakaten dekoriert. In der Halle locken viele bequeme Sofas und Sessel, das Frühstücksbüfett ist gut bestückt. Check-in ist übrigens an lustigen Kommoden mit bunten Schubladen.
DZ ab ca 217 Euro. Foto: Hotel Vesterbro

Wasser ist in Kiel natürlich ein großes Thema. Schon wenn man am Hauptbahnhof aus dem Zug steigt, riecht es nach Meer. Dabei liegt Kiel gar nicht direkt an der Ostsee, sondern an der Kieler Förde,  einem 17 km langen, sich verbreiterndem Wasserweg, der früher Schleswig von Holstein trennte und heute tief genug für Kreuzfahrtschiffe ist, die man auch gleich vom Bahnhof  aus sehen kann. Verlassen Sie sich übrigens nicht darauf, dass Sie am Bahnhof einen Stadtplan bekommen können, das Tourismusbüro, hier genannt „Welcome Center“, finden Sie erst in in der 200 Meter entfernten Straße Ziegelteich Ecke Andreas-Gayk-Straße. Dort können Sie sich auch über die Fähre informieren, mit der Sie kreuz und quer durch die Förde und dann bis nach Schilksee  an der offenen Ostsee schippern können. In Schilksee wurden 1972 die Olympischen Segelwettbewerbe ausgetragen, und jedes Jahr im Juni (diesmal 18. bis 26.) findet dort das größte Segelsportereignis der Welt statt, die Kieler Woche.…

Radisson Blue Fürst Leopold, Dessau

Spektakulär ist das Haus ganz und gar nicht, eher ein schlichter Kasten mit einer großen Wiese davor. Aber die Zimmer sind großzügig und haben Kaffeemaschine, Safe und Bügeleisen, und in den Bädern gibt es selbstverständlich Regenduschen. Im Restaurant werden bodenständige Spezialitäten aus Sachsen-Anhalt angeboten.
Das neue Bauhaus Museum Dessau und die schöne Altstadt sind in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Zu den Häusern der Bauhaus-Meister muss man allerdings fahren. DZ ab ca 100 Euro. Foto: Radisson

Über die Promenaden von Alghero zu spazieren, ist ein großes Vergnügen. Vom Strand Lido di Giovanni in der weitläufigen Bucht führt der Weg an der breiten Hauptstraße entlang in Richtung Hafen, in dem viele kleine und große Segel- und Motorboote vor Anker liegen. Genau dort beginnt dann die Promenade auf der historischen Stadtmauer, die die  Altstadt vor Angriffen vom Meer aus schützte.

Sie wurde einst von katalanischen Eroberern massiv ausgebaut, als sie Alghero 1354 besetzten, die Einheimischen vertrieben und Katalanen ansiedelten. Noch heute sprechen viele „Algheresisch“, einen katalanisch geprägten Dialekt. Auf der Promenade mit Cafés und Restaurants stehen noch uralte Kanonen. Der Blick über das Meer hinüber zur Halbinsel Capo Caccia ist besonders bei Sonnenuntergang spektakulär.
Am Ende der Promenade, an der Torre S. Giacomo, biegt man dann links in die engen, mit uralten Steinen gepflasterten Gassen

der Altstadt. Lassen Sie sich treiben, die Altstadt ist klein, hat aber einiges zu bieten.…

Hotel Gut Immenhof, Malente

Erinnern Sie sich an Oma Jantzen, Dr. Pudlich, Dick und Dalli? Die vier waren die Hauptpersonen im 1955 gedrehten Film „Die Mädels vom Immenhof“. Der Film war ein solcher Kassenschlager, dass der damalige Drehort Gut Rothensande in Schleswig-Holstein längst Immenhof heißt – und der ist vor kurzem ein wunderbares Hotel geworden. Die liebevoll eingerichteten Zimmer (mit schönen Möbeln aus guten Materialien) gruppieren sich wie die Suiten und Ferienwohnungen im Herrenhaus und in Nebengebäuden um einen riesigen Innenhof. Im Stall stehen ein paar putzige Ponys und in der Reithalle nebenan  schöne Pferde; im ehemaligen Kuhstall kann man besonders köstlich speisen. Das Hotel liegt direkt am Kellersee und hat einen Steg ins Wasser, an dem auch Schiffe anlegen. DZ ab ca 188 Euro. Foto: CO

Früher hatte der Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein schlechtes Image. Dort waren zwar die Mieten billig, aber sonst war nichts los.
Das hat sich geändert, seit einigen Jahren hat die große Elbinsel Wilhelmsburg einiges zu bieten.
Wer’s überprüfen will, nimmt am besten die S-Bahn bis zur Haltestelle Veddel und besteigt dort den Bus Nr 13. Der fährt erst am Deich entlang, auf dem gern mal Schafe unterwegs sind, und kommt bald danach am Stübenplatz an. Dort findet mittwochs und samstags von 7 bis 13 Uhr ein üppiger Wochenmarkt   mit Obst aus dem Alten Land, mit Fischfrikadellen und Koteletts vom Landfleischer statt.

Zwei Haltestellen weiter mit dem Bus 13 ist man an der Veringstraße/Mitte. Links herum geht’s zum Energiebunker, einem riesigen Luftschutzbunker von 1942, der 60 Jahre als Ruine vor sich hin gammelte. Zur Internationalen Bauausstellung (IBA) 2006 wurde er zum Energiebunker mit Solarenergie, Biomethan und einer Holzfeuerungsanlage umgebaut, der heute über 1500 Haushalte mit Strom und Wärme aus erneuerbarer Energie versorgt.…

Hotel Krone, Herxheim-Hayna

Falls Sie sich mal eine kleine Auszeit im Frühling gönnen möchten, das Hotel Krone in der Pfalz bietet großzügige Zimmer, einen Wellnessbereich mit Außen- und Innenpool, mit Sauna, Dampfbad und Eisbrunnen, mit Massagen und kosmetischen Behandlungen. Ein Fitnessraum und Tennisplätze stehen bereit, ausserdem vermietet das Hotel Fahrräder für Ausflüge in die umliegenden Wälder. Und abends werden die Gäste in den Pfälzer Stuben mit köstlichen Spezialitäten der Region verwöhnt.
EZ ab ca 110 Euro. Foto: Hotel Krone

Was es hier alles zu sehen gibt! Im Überseemuseum Bremen, gleich neben dem Hauptbahnhof, kann man den Regenwald und afrikanische Masken, die Inselwelt Ozeaniens und Stickerei von Indianern und Tausende von anderen Objekten von allen Kontinenten entdecken. Das Motto des ersten Museumsdirektors, des Zoologen Hugo Schauinsland (1857 -1937) – der tatsächlich so hieß -: „Die ganze Welt unter einem Dach“ gilt auch heute noch. In Sonderausstellungen werden Themen wie zur Zeit Korallenriffe oder junge Wildtiere aus aller Welt gezeigt, ab September kümmert sich das Museum dann um Insekten. Ein einziger Besuch kann diese Vielfalt allerdings niemals erschließen, nach einem ersten Rundgang geht man eher ziemlich verwirrt von dannen.

Wenn Sie wieder draußen und nicht mit dem Zug gekommen sind, dann nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit für den schönen Bahnhof. Er wurde von 1885 bis 1889 im Stil der Neorenaissance erbaut. An der Fassade sind Bilder (Schifffahrt, Eisenbahn und Reichsadler) und Wappen (Bremen, Hannover, Hamburg, Köln) angebracht, in der Halle wurde 1957 ein Wandmosaik eingebaut: eine Werbung für die Zigarettenfabrik Martin Brinkmann, die dafür Renovierungsarbeiten bezahlte.…