Ausstellungen

Barberini, Potsdam, ab 7.September
Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner
 
Allein 34 Werke von Claude Monet hat der Sammler Hasso Plattner jetzt dem Museum Barberini als Dauerleihgabe überlassen. Damit besitzt Potsdam nach Paris weltweit die meisten Bilder des Malers. Außerdem hat der Mäzen Gemälde von Auguste Renoir, Camille Pissaro, Alfred Sisley, Paul Signac und anderen Impressionisten ausgeliehen. So kann das Barberini jetzt etwa hundert wunderbare Landschafts-Bilder in seiner Dauerausstellung zeigen.
Foto: Claude Monet: Getreideschober, 1890, Öl auf Leinwand, 73 x 92,5 cm, Sammlung Hasso Plattner. Photo: Lutz Bertram, Berlin

Folkwang, Essen, 21.8. bis 29.11.2020
Keith Haring

85 Werke des Amerikaners Keith Haring (1958 bis 1990) hat man in Essen zusammengetragen: Gemälde, Zeichnungen, Plakate, Fotografien und Videos zeigen die enorme Bandbreite des Künstlers. Haring gilt als eines der Sprachrohre seiner Generation, das sich mit Themen wie Diktatur, Rassismus, Homophobie, Drogensucht, Aids, Kapitalismus und Umweltzerstörung auseinander setzte. Seine mehr als 5000 Subway Drawings, die er von 1980 bis 85 im Tunnelsystem der New Yorker U-Bahn sehr schnell, ohne die Kreide abzusetzen zeichnete, sind legendär und durch einen befreundeten Fotografen gut dokumentiert.
Foto: Folkwang

Guggenheim, Bilbao, Spanien, bis 4.4.2021
Olafur Eliasson: In Real Life

In Bilbao hat man jetzt dem dänisch-isländischen Künstler Olafur Eliasson (geb. 1967), der ein Studio in Berlin unterhält, eine umfassende Werkschau gewidmet. Mit dabei natürlich seine „Little Sun“, die Solarlampe für Gegenden ohne Strom, und in verschiedenen Hallen seine Experimente mit leuchtenden Spiralen, mit Wänden aus Naturmaterialien, mit farbigen Nebeln und mit Räumen, die vom schmelzenden Eis seiner Heimat hinterlassen werden. Ein Highlight der Schau ist sicher die „Big Bang Fountain“, bei der Licht aus dem ausströmenden Wasser scheinbar Skulpturen formt, die sofort wieder vergangen sind. Foto: Guggenheim

Tate Modern, London 12.3. bis 6.9.2020:
Andy Warhol

Zwanzig Jahre ist es her, dass in London zuletzt eine Andy Warhol Ausstellung gezeigt wurde. Nun befand die Tate Modern, es sei mal wieder an der Zeit, dem Ausnahmekünstler (1928 bis 1987) eine große Show zu widmen. In Zusammenarbeit mit dem Kölner Museum Ludwig trug man über 100 Werke zusammen, an denen die Entwicklung des Künstlers in den turbulenten Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern mit ihren großen sozialen, politischen und auch technischen Veränderungen nachzuvollziehen ist.
Zu sehen sind u.a. seine Bilder „Green Coca-Cola Bottles 1962“, „Marilyn 1962“, Selbstporträts von 1964, 1967 und 1986, „Mao 1972“ und „Dolly Parton 1985“.
Vom 10. Oktober 2020 bis zum 21. Februar 2021 ist die Ausstellung dann im Kölner Ludwig Museum zu sehen. Foto: Andy Warhol: Flowers © Foto:Tate, London

 

Wenzel-Hablik-Museum, Itzehoe bis 14.6.2020:
Glashäuser, Luftgebäude und Sternengrüße. Utopien des Bauens – Wenzel Hablik und der Briefzirkel „Gläserne Kette“

Der Maler, Grafiker und Kunsthandwerker Wenzel Hablik (1881 bis 1934) zweifelte an den traditionellen Wohnformen seiner Zeit und fragte 1920: “Wo steht es denn geschrieben, dass der Mensch ewig in „Ziegelkisten“ zu wohnen hat?“…

Bucerius Kunstforum, Hamburg 1.2. bis 10.5.2020:
David Hockney – Die Tate zu Gast

National Portrait Gallery 27.2. bis 28.6.2020
David Hockney: Drawing from Life
 

Wasser kann er malen wie kaum ein anderer: Der britische Maler, Graphiker, Fotograf und Bühnenbildner David Hockney (geb. 1937) lebte lange in Kalifornien und schuf dort seine berühmten Shower- und Poolbilder.

Das Bucerius Kunstforum zeigt jetzt etwa 100 Werke aus über sechzig Jahren, die meisten hat die Tate London ausgeliehen. Am Beginn der Ausstellung läuft man „In the studio“ des Künstlers, ein Collagengemälde aus Foto, Zeichnung und Graphik von 2017. Da steht der Meister mit Sessel, Teppich und Staffelei, rundum hängen seine Bilder. Weiter geht es chronologisch  und beginnt  mit einem Druck von 1954, der Hockneys Mutter zeigt, und endet mit mit dem riesigen Gemälde „A closer Grand Canyon“ aus sechzig kleinen Bildern von 1998. Zu entdecken ist so Hockneys technische und stilistische Entwicklung.
Auch im Februar eröffnet in London eine Hockney – Ausstellung, die sich nur seinen Zeichnungen widmet.

Kunstpalast, Düsseldorf, 30.1. bis 24.5.2020:
Angelika Kauffmann – Künstlerin, Powerfrau, Influencerin

 

Was die Künstlerin wohl zu diesem Titel gesagt hätte? Natürlich wusste Angelika Kauffmann (1741 bis 1807) überhaupt nicht, was eine Powerfrau, geschweige denn eine Influencerin sein sollte.
Aber immerhin hieß es zu ihrer Zeit: „Die ganze Welt ist verrückt nach Angelika!“  Schon als Sechsjährige galt sie als zeichnerisches Wunderkind, eine Malausbildung erhielt sie von ihrem Vater, der Freskenmaler war und mit dem sie lange Jahre durch Italien und später durch England reiste. Zu Ruhm kam sie durch ihre feinsinnigen Porträts von Persönlichkeiten ihrer Zeit. Sie wurde wegen ihrer umfassenden Bildung und ihres künstlerischen Talents verehrt und galt laut Johann Gottfried Herder als „vielleicht kultivierteste Frau in Europa“.
Der Kunstpalast zeigt jetzt etwa 100 ihrer Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, aber auch Druckgrafiken und Kunsthandwerk nach Motiven der Malerin.

Foto: Angelika Kauffmann, Selbstbildnis mit der Büste der Minerva, um 1784, Öl auf Leinwand, 93 x 76,5 cm, Bündner Kunstmuseum, Chur, Depositum

Hamburger Kunsthalle, noch bis 1.3.2020:
Impressionismus. Meisterwerke aus der Sammlung Ordrupgaard

Das dänische Ehepaar Wilhelm (gestorben 1936) und Henny (gestorben 1951) Hansen begann 1916 gezielt, französische Malerei zu sammeln. Ihre spektakuläre Sammlung vermachten die Hansens schließlich dem dänischen Staat mit der Auflage, in ihrem Heimatort Ordrupgaard ein öffentliches Museum für die Sammlung zu schaffen. Von dort wurden jetzt Werke von Camille Pissarro, Eduard Manet, Edgar Degas, Claude Monet und anderen nach Hamburg ausgeliehen. Und weil die wunderbaren Bilder im zweiten Stock der Galerie der Gegenwart (und nicht, wie sonst bei Ausstellungen gerne üblich, im Keller) ausgestellt werden, sind sie ein Fest für die Augen.
Der hervorragende Katalog mit informativen und lesbaren Artikeln zu jedem Bild ist im Wienand Verlag erschienen.
Foto: CAMILLE PISSARRO (1830–1903) Blühende Pflaumenbäume in Éragny. Das Haus des Künstlers, 1894, Öl auf Leinwand, 60 x 73 cm Ordrupgaard, Kopenhagen© Foto: Anders Sune Berg

Royal Museums der schönen Künste, Brüssel, 11.10. bis 9.2.2020:
Dali & Magritte in Brüssel

Im Frühling 1929 lernten sie sich kennen: Der Katalane Salvador Dalí traf den Belgier René Magritte in Paris. Im selben Jahr besuchte Magritte Dali in seinem Heimatort Cadaqués und lernte dort auch Paul Éluard, Joan Miró und Luis Buñuel kennen. Es wurde ein surrealistischer Sommer. Das Brüsseler Museum zeigt jetzt mehr als hundert Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Filme und Objekte der beiden, und dokumentiert damit, wie sehr sich die großen Surrealisten beeinflussten.

Foto: Salvador DALÍ – “The Path of the Enigma” (ca. 1981) | Work loaned by the Fundació Gala- Salvador Dalí, Madrid |
© Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí, Figueres

 

Deichtorhallen, Hamburg, 13.9. bis 5.1.2020:
Baselitz, Richter, Polke, Kiefer –
Die jungen Jahre der alten Meister

Mehr als hundert Gemälde der vier großen Maler zeigt die Ausstellung in den Deichtorhallen, die vorher in Stuttgart bewundert wurde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war jedenfalls schwer begeistert, als er die Ausstellung dort eröffnete. Thema sind die Frühwerke der Künstler, beginnend 1959 mit Georg Baselitz und endend 1977 mit Anselm Kiefer; der Schwerpunkt liegt in den 60er Jahren.
Mit dieser Ausstellung feiern die Deichtorhallen nicht nur ihr 30-jähriges Jubiläum, sondern auch 30 Jahre deutsche Einheit.

Foto: Georg Baselitz, Ein Grüner zerrissen, 1967 
Öl auf Leinwand, 162 x 131,5 cm
Staatsgalerie Stuttgart
© Georg Baselitz 2019

Kunsthaus, Zürich, 30.8. bis 8.12.2019:
Matisse-
Metamorphosen

Der große Franzose Henri Matisse (1869 bis 1954) war nicht nur Maler, Grafiker, Zeichner und Meister der Scherenschnitts, er schuf auch 82 Skulpturen, die meisten zwischen 1900 und 1910. Er wurde dabei vom Bildhauer Auguste Rodin (1840 bis 1917) inspiriert und nutzte für sein Werk „Der Knecht“ dasselbe Modell wie Kollege Rodin.
Das Kunsthaus Zürich dokumentiert jetzt anhand von über 70 Werken die bildhauerische Methode des Franzosen, der, von einer naturalistischen Darstellung seines Objektes ausgehend, immer weiter abstrahierte und dabei jeden Schritt in einer eigenen Skulptur festhielt. Dieser Verwandlungsprozess seiner Bronzen findet Parallelen in seinen Gemälden und Zeichnungen, die hier auch zu sehen sind. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotografien des Meisters bei der Arbeit und Fotos seiner Inspirationsquellen aus Afrika und aus der Antike, z.B. Aktbilder.

Fotos: matisse__jeannette_III_paris.jpg

Metropolitan Museum, New York, 3.7. bis 22.9.2019.:
Apollo’s Muse
The moon in the age of photography
                       und
Museum der Moderne, Salzburg, 20.7. bis 3.11.2019:
Fly me to the moon. 50 Jahre Mondlandung

 

In New York feiert man den 50. Jahrestag der Mondlandung am 20. Juli 1969 mit einer großen Foto-Ausstellung, in der Bilder des Erdtrabanten vom Beginn der Fotografie an bis heute gezeigt werden. Ergänzt werden die beeindruckenden Aufnahmen mit Drucken, Gemälden, Filmen und astronomischen Geräten.

In Salzburg zeigt man aus dem selben Anlass die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Mond durch die Jahrhunderte, beginnend in der Zeit Galileo Galileis und der Erfindung des Teleskops. Ein wichtiger Teil beschäftigt sich aber auch mit der politischen Situation, die der Mondlandung voraus ging, also zum Beispiel der ersten Erdumkreisung des sowjetischen Sputniks 1957, die eindrucksvoll Moskaus damaligen Vorsprung in der Raumfahrt zeigte. Zu sehen sind u.a. Werke von Coop Himmelb(l)au, Max Ernst, Hannah Höch, Andy Warhol, Niki de Saint Phalle, Pipilotti Rist, René Magritte, Fritz Lang und Ernst Ludwig Kirchner.…

Guggenheim, Bilbao, noch bis 9.9.2019.:
Gerhard Richter

Seestücke

 

Falls es einen Grund mehr braucht, diese großartige Stadt (siehe unten) zu besuchen, hier ist er: Das Guggenheim Bilbao zeigt Gerhard Richters „Seestücke“. Der Künstler (geb. 1932) gilt als „Picasso des 21. Jahrhunderts,“ seine Werke erzielen gigantische Preise auf Auktionen. Bereits 1968 entstanden die ersten Seestücke, nach Fotos in Schwarzweiß gemalt und dann verwischt, bis 1998 sollten es insgesamt 22 werden, in verschiedenen Größen und Formaten, später auch in Farbe und unterschiedlichen Stilen. „Einige meiner Bilder“, sagte Richter 1999 in einem Interview, „sind eine Hommage an Caspar David Friedrich.“

Geöffnet Di bis So 10 bis 20 Uhr.
Foto: Gerhard Richter, Seascape [Seestück], 1998 Oil on canvas 290 x 290 cm Guggenheim Bilbao Museoa © Gerhard Richter, VEGAP, Bilbao, 2019

 

Bundeskunsthalle, Bonn, 17.5. bis 15.9.2019.:
Goethe – Verwandlung der Welt +
Goethes Gärten

Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832) war bekanntlich nicht nur Deutschlands größter Dichterfürst, er war auch Jurist und Minister, beschäftigte sich mit Farbenlehre, Mineralogie, Botanik und Geologie. Nur folgerichtig also, dass die Bundeskunsthalle seiner Persönlichkeit, seinem Werk und seiner Nachwirkung jetzt eine große Schau widmet, in der Beispiele aus Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Theater, Film und Musik gezeigt werden. Mit dabei sind Werke von Caspar David Friedrich, Auguste Rodin, William Turner, Paul Klee, Andy Warhol und Ólafur Elíasson.
Gleichzeitig gibt es auf dem Dach der Bundeskunsthalle eine Landschaft zu sehen, die die zentralen Motive der Gärten Goethes in Weimar nachempfindet. In seinem Anwesen an der Ilm legte der Dichterfürst damals nicht nur einen Nutzgarten mit Obst und Gemüse an, er plante auch einen kleinen englischen Landschaftsgarten und Blumenbeete für seine botanischen Experimente.

Geöffnet Di + Mi 10 – 21 Uhr, Do bis So 10 bis 19 Uhr bis 22 Uhr.…

Victoria & Albert Museum, London, 6.4.19. bis16.2.2020.:
Mary Quant

Das Zentrum der „Swinging Sixties“, als in Politik, Kultur und Mode so ziemlich alles ins Rutschen kam, war London mit seiner Carnaby Street, dem spargeldünnen Model Twiggy, dem Kultfilm „Blow Up“ – und der Modemacherin Mary Quant (geb. 1934), die mit ihren Miniröcken und Hotpants die Gesellschaft schockte. Ihr hat jetzt das Victoria & Albert Museum eine Ausstellung gewidmet.
Sie erzählt eine spannende Geschichte: Die Lehrertochter eröffnete schon 1955 ihre Boutique „Bazaar“ in der Kings Road, im selben Haus betrieb sie mit Ihrem Mann Alexander Plunkett-Greene und einem Freund das Restaurant „Alexander“, das rasch sehr beliebt wurde. Weil die Standard-Mode, die Quant für ihre Boutique kaufen konnte, sie zunehmend langweilte, begann sie, eigene Entwürfe produzieren zu lassen, die ihr schnell aus den Händen gerissen wurden. Ihre Miniröcke, farbigen Strumpfhosen, ihre Kosmetik-Linie und nicht zuletzt ihre Hot Parts machten sie zum Star Londons.…

Tate Britain, 27.3. bis 11.8.2019
Van Gogh und Großbritannien

Die berühmte Sonnenblumen-Serie, die Vincent van Gogh (1853-1890) 1888 in Arles malte und von der heute ein Gemälde der National Gallery in London gehört, werden selten ausgeliehen, da der gelbe Farbton durch UV-Licht langsam bräunlich wird. Aber in dieser Ausstellung, in der 45 Gemälde van Goghs seine Beziehung zu Großbritannien dokumentieren, sind sie dabei. Der Maler hat zwischen 1873 und 1876 in London gelebt und sich dort für britische Kultur begeistert, er ließ sich von Malern wie John Constable und John Everett Millais und Autoren wie William Shakespeare und Charles Dickens inspirieren. Ergänzt wird die Ausstellung mit Bildern von Francis Bacon, die nach dem Selbstportrait van Goghs entstanden sind.

Geöffnet täglich 10-18 Uhr.
Foto: Fünfzehn Sonnenblumen vom August 1888, National Gallery , London

Fondation Beyeler, Basel/Riehen, 13.1. bis 26.5. 2019:
Picasso Panorama (13.1. bis 5.5.) und
Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode (3.2. bis 26.5.)

Über dreissig Werke des Ausnahme-Künstlers Pablo Picasso (1883 bis 1973) besitzt die Fondation Beyeler und hat damit eine der besten Picasso-Sammlungen überhaupt. Seit dem 13. Januar (noch bis 5. Mai) wird sie bei Beyeler prominent gezeigt. In der zweiten Ausstellung werden Werke aus der Blauen und der Rosa Periode zu sehen sein, die zwischen 1901 und 1906 entstanden sind und zu den bedeutendsten Bildern am Anfang der Klassischen Moderne zählen.
Geöffnet täglich 10-18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr.
Foto: Pablo Picasso, Femme en chemise (Madeleine), 1904–1905, Öl auf Leinwand, 72,7 x 60 cm, London, Tate, Hinterlassen C. Frank Stoop, 1933 © Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich, Foto: © Tate, London 2018

Tate Modern, London, 23.1. – 6.5. 2019:

Pierre Bonnard – The Colour of Memory.

Nach zwanzig Jahren widmet man sich in London wieder einmal dem französischen Maler Pierre Bonnard (1867 bis 1947) und konzentriert sich auf seinen außergewöhnlichen Umgang mit Farben nach 1912. Da Licht eine zentrale Rolle in seinen Gemälden spielte, zählt man ihn zu den Post-Impressionisten, obwohl er eigentlich einen ganz eigenen Stil entwickelte, dem er zeitlebens treu blieb.

Die Ausstellung wurde zusammen mit der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen und dem Kunstforum in Wien organisiert und wird in Wien vom 10.10.2019 bis 12.1.2020 zu sehen sein.

Geöffnet täglich 10-18 Uhr, Fr + Sa bis 22 Uhr. Foto: Tate Modern

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln, noch bis 24.3. 2019:

Es war einmal in Amerika

300 Jahre US-Amerikanische Kunst

120 Werke aus dreihundert Jahren amerikanischer Kunst-Geschichte – von 1650 bis 1950 – zeigt man jetzt in Köln erstmals in Deutschland. Mit dabei sind Gemälde von Edward Hopper, Mark Rothko, George Bellows, Jackson Pollock und Georgia o´Keeffe, Fotografien von Alfred Stieglitz und Skulpturen von Quincy Adams Ward und vielen anderen mehr. 130 Werke sind Leihgaben aus den USA, gezeigt werden auch Beispiele der Native American Art. Eine wirklich sehenswerte Show.

 

Geöffnet Di-So 10-18 Uhr, 1. + 3. Do bis 22 Uhr.…

Staatsgalerie, Stuttgart, 23.11. bis 10.3. 2019:
Marcel Duchamp
100 Fragen. 100 Antworten.

Henri-Robert-Marcel Duchamp (1887 bis1968) war ein französisch-amerikanischer Maler und Bildhauer, der auch exzessiv Schach spielte.
Besonders bekannt wurde er durch seine Readymades, zum Kunstobjekt erklärte Alltagsgegenstände. In Stuttgart zeigt man jetzt die vielen dem Museum gehörenden Werke wie zum Beispiel den bekannten „Flaschentrockner“ neben bedeutenden Leihgaben aus großen Museen.
Ergänzt wird die spannende Ausstellung mit dem Duchamp-Archiv des Schweizer Forschers Serge Stauffer, der dem Künstler 1960 100 Fragen gestellt, und 100 Antworten erhalten hatte.

Geöffnet Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr.
Foto: Marcel Duchamp, La Bagarre dÁusterlitz (Die Schlägerei von Austerlitz), 1921. Öl auf Holz, Glas, Objekt: 62,8 x 28,7 x 6,3; Holzsockel: 5x 33 x20,2; Gesamthöhe: 67,8cm, Staatsgalerie Stuttgart,
@ Association Marcel Duchamp/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Gropius Bau, Berlin, noch bis 7.1. 2019.:
Bestandsaufnahme Gurlitt
Ein Kunsthändler im Nationalsozialismus

Es war ein unglaublicher Fund, den die Staatsanwaltschaft 2012 in der Wohnung von Cornelius Gurlitt (1932-2014), dem Sohn und Erben des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895-1956) machte. 1280 Kunstwerke beschlagnahmte man in Gurlitts Münchener Wohnung, später dann noch einmal 220 Werke in Salzburg. In der Ausstellung, die die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern zusammen organisiert haben, werden jetzt etwa 250 Werke aus Gurlitts Sammlung gezeigt, die unter dem Verdacht standen, NS-Raubkunst zu sein. Mit dabei sind Bilder von Otto Dix, Marc Chagall, Henri Matisse, Auguste Renoir, Emil Nolde und Max Liebermann, viele davon galten 1937/38 als „entartete Kunst“. Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit dem Begriff der Provenienz und dem Schicksal der Vorbesitzer, zum Beispiel von Georges Mandel, geborenem Rothschild, dem das „Porträt einer jungen Frau“ von Thomas Couture zugeordnet werden konnte, oder der Familie Wolffson, die einige Blätter von Adolph von Menzel an Hildebrand Gurlitt verkaufen musste, um 1941 fliehen zu können.…