Ausstellungen

Kunstpalast, Düsseldorf
   

Diesen Palast muss man unbedingt besuchen. Die dreiflügelige Anlage um den Ehrenhof entstand 1926 und integrierte ein neobarockes Gebäude von 1902. 1999 gewann der Architekt Oskar Maria Ungers einen Wettbewerb und realisierte einen zentralen Kuppelbau mit zwei Skulpturenhöfen mit Glasdächern.
Durch die neueste Sanierung des Architekturbüros Sieber entstand in den letzten drei Jahren eine Folge von 49 Räumen, jeweils in einer anderen sanften Farbe gestrichen, in der 800 nach Themen geordnete Exponate aus elf Jahrhunderten gezeigt werden. Der durchgehende Holzfußboden, die vielen Fenster zum Innenhof und die zwei schicken Wendeltreppen, die die beiden Stockwerke verbinden, schaffen eine helle, freundliche Atmosphäre, in der man gern herumspaziert. Foto: CO

Bucerius Kunst Forum, Hamburg, 15.6. bis 22.9.2014
Watch!Watch!Watch! Henri Cartier-Bresson

Der Franzose Henri Cartier-Bresson (1908 bis 2004) begann 1930 zu fotografieren und wurde schnell bekannt für seine ungewöhnlichen, ganz auf die Magie des Augenblicks konzentrierten Schwarzweißbilder. So fotografierte er bei der Krönung Georgs VI. in London, war im Spanischen Bürgerkrieg dabei, schloss sich 1943 der Résistance an und nahm die geschlagenen deutschen Truppen 1945 beim Abzug auf. 1947 gründete er zusammen mit Robert Capa und anderen die Fotoagentur Magnum mit Sitz in New York. In den nächsten Jahren reiste er nach Indien, China, Indonesien, Mexiko, Kuba und auch in die Sowjetunion und brachte beeindruckende Reportagen mit.
Das Bucerius Kunst Forum zeigt jetzt 240 Aufnahmen aus den Jahren 1930 bis 1970; auch seine intimen Porträts von Coco Chanel, Simone de Beauvoir oder Henri Matisse sind zu sehen. Foto:  Henri Cartier-Bresson: Washington, USA, 1957, © 2024 Fondation Henri Cartier-Bresson / Magnum Photos

Caricatura Museum, Frankfurt

Das Museum für Komische Kunst residiert im Leinwandhaus von etwa 1400, einem der ältesten Profanbauten Frankfurts, der aussieht wie ein Schlösschen mit Zinnen und Türmchen. Über die Jahrhunderte diente es dem Tuchhandel, war mal Gericht und Gefängnis, mal Lazarett oder Schlachthaus, mal lebten dort Stadtschreiber oder Geisteskranke, und zeitweise gab es hier ein Stadtmuseum oder eine Galerie. Im Krieg schwer zerstört, wurde es schließlich 1984 wieder aufgebaut. Für den gelungenen Umbau zum Museum bekam das Architekturbüro Diezinger + Kramer 2011 den „best architect award“.
Im Erdgeschoss gibt es jetzt eine 250qm große, 6m hohe Halle mit einer rustikalen Holzdecke und einer Galerie mit Glasvitrinen. Im Obergeschoss befindet sich ein wunderschöner Saal mit sieben, sehr hohen Fenstern, durch die man auf den Dom schaut. Foto: Caricatura

16.5.2024 bis 16.2. 2025, Humboldt-Forum: 
Hin und Weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart

Der Palast der Republik, der Stolz der DDR,  stand einst, wo heute das Humboldt Forum steht, und dort wird jetzt die Geschichte des Palastes in einer Ausstellung dokumentiert. Mit 300 Exponaten erinnert man – von der Planung und Errichtung (1973-76) über die Nutzung für Kulturveranstaltungen und als Sitz der Volkskammer bis zum Abriß 2008 – an „Erichs Lampenladen“, wie der üppig illuminierte Bau in Erinnerung an den seinerzeitigen Staatsratsvositzenden Erich Honecker spöttisch genannt wurde. Zu sehen sind Entwürfe, Modelle, Plakate, Fotos und auch das Gemälde „Die rote Fahne“ von Willi Sitte. Außerdem kann man sich 50 Interviews anhören mit Menschen, die im Palast gearbeitet, ihn besucht oder aber bewusst gemieden haben.
Foto:  Treppe hinter dem Eingang zum Palast der Republik am Marx-Engels-Platz,© bpk / Herbert Fiebig

Altes Rathaus, Leipzig

Das Alte Rathaus gilt als einer der bedeutendsten Profanbauten der Renaissance in Deutschland. 1360 wurde ein Rathaus in Leipzig erstmals erwähnt, in der heutigen Form entstand es 1556, eine Geheimkammer aus dem Jahr 1483 blieb erhalten und kann heute als Schatzkammer besichtigt werden. Das Gebäude ist 93,2 m lange und 20,6 m breit, der Turm ist 41 m hoch. Bemerkenswert ist der asymmetrische Aufbau des Rathauses, der dadurch entstand, dass auf einem ursprünglichen Haus gebaut und das Treppenhaus an dieser Stelle  übernommen wurde.
Zeitweilig arbeitete hier auch ein Schöffengericht, deshalb wurden im Keller Gefängniszellen eingebaut, die man ebenfalls noch anschauen kann.
Ende des 19. Jahrhunderts war das Gebäude als Rathaus zu klein, der Stadtrat zog in einen Neubau um. Das Alte Rathaus wurde 1943 bei einem Luftangriff schwer beschädigt, der Dachstuhl brannte aus. Nach der Restaurierung wurde der Bau zum Museum umgebaut, in dem heute die Stadtgeschichte Leipzigs gezeigt wird.

Albertina, Wien, bis 14.7.2024: 
Roy Lichtenstein. Zum 100. Geburtstag

Der Amerikaner Roy Lichtenstein (1923-1997) gehört neben Andy Warhol zu den Stars der Pop Art. Die Albertina zeigt jetzt mehr als 90 Gemälde, Skulpturen und Grafiken, darunter viele Leihgaben aus internationalen Museen wie dem New Yorker Moma und dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid. Zu sehen sind u.a. Lichtensteins Frühwerke aus den 1960er Jahren, seine Gemälde von Objekten aus der Werbung und eine seiner riesigen Brushstroke-Skulpturen, bei denen ein scheinbar spontaner Pinselstrich auf die Werke der Expressionisten Jackson Pollock und Willem de Kooning Bezug nimmt.
Foto:  Albertina

Museum für angewandte Kunst, Frankfurt

Die Villa Metzler neben dem heutigen Museum entstand 1804 für den Apotheker Peter Salzwedel als Sommerhaus vor der Stadt. 50 Jahre später erwarb sie der Bankier Georg Friedrich Metzler und baute sie aus. In den quadratischen, dreistöckigen Bau zog 1928 ein Altersheim ein, 1960 kaufte die Stadt Frankfurt das Haus als Museum für Kunsthandwerk. Heute wird dort die Wohnkultur der letzten 200 Jahre gezeigt.
1980 übernahm der amerikanische Architekt Richard Meier den Grundriss der Villa für sein Konzept des Museumsneubaus, das sich an der klassischen Moderne orientiert. 1985 wurde das Ensemble aus drei neuen Kuben, die sich mit der Villa Metzler zu einem Quadrat fügen, eröffnet. Daneben wurde ein öffentlicher Park angelegt. Die schneeweißen Neubauten sind geprägt durch große Fensterflächen und lichtdurchflutete, großzügige Ausstellungsräume.
Foto: Museum für angewandte Kunst

Kunstmuseum, Basel, 2.3. bis 18.8.2024: 
Dan Flavin – Widmungen aus Licht

Der Amerikaner Dan Flavin (1933 -1996) gilt als Pionier der Minimal Art, er wurde durch seine Arbeiten mit industriell gefertigten Leuchtstoffröhren bekannt. Das Kunstmuseum zeigt 58 Werke, die Flavin Personen oder Ereignissen widmete, zum Beispiel Jasper Johns und Henri Matisse oder dem Hinterhalt, bei dem vier Soldaten im Vietnamkrieg ums Leben kamen. Flavin ordnete seine Lichtobjekte schon in den 60er Jahren zu bestimmten „Situationen“ an, aus denen er ganze Installationen entwickelte. Parallel zur Ausstellung bietet das Kunstmuseum ein umfangreiches Programm wie etwa die Kinder-Vernissage am 1. März unter dem Titel:  „Licht an!“ Foto:  Kunstmuseum Basel

Meisterhäuser, Dessau

Das Baukastenprinzip ist der Begriff, der meist im Zusammenhang mit den Meisterhäusern in Dessau genannt wird. Denn das war die Idee des Architekten und Gründers des Bauhauses Walter Gropius, der 1925/26 unterschiedlich hohe kubische Körper zu Doppelhäusern und einem Einzelhaus stapelte, damit die Bauhausmeister und ihre Familien hier wohnen konnten. Geprägt wurden die Häuser mit Flachdächern, großen Fenstern, Terrassen, Türen zum Garten in fast jedem Raum im Parterre und einem strahlend weißen Anstrich. Nach schweren Schäden durch die Bombardierung 1945 und die Vernachlässigung zu DDR-Zeiten wurden die Häuser nach 1990 aufwändig restauriert und können heute zum Teil besichtigt werden. Foto: Bauhaus

Staatliches Museum für Archäologie, Chemnitz, noch bis 28.4.2024: 

Home Sweet Home – Archäologie des Wohnens

Aus den Gräbern erfährt man heute, wie unsere Vorvorvorfahren und womit sie gelebt haben. Denn den Toten wurde oft Hausrat für ihr nächstes Leben mitgegeben.  So fand man frühe Prunksessel und mobile Kochstellen, Trinkschalen, Becher und sogar eine Ruheliege aus Kupfer auf den unterschiedlichsten Friedhöfen. Auch in den Höhlen, in denen die Steinzeitmenschen Schutz suchten, blieben frühe Beispiele zurück, Windschirme gegen die Witterung etwa und Gefäße für die Vorratshaltung.
In Chemnitz zeigt man jetzt, wie im Laufe der Jahrtausende das Zuhause, wie wir es kennen, entstand.  Auch zu sehen sind jüngere Beispiel: der Nachttopf etwa, den schon Napoleon benutzt haben soll, und der Küchenstuhl, den angeblich Walter Ulbricht gebaut hat. Foto:  Museum für Archäologie
  

Stedeljik, Amsterdam

Auf den ersten Blick sieht er aus wie eine Badewanne auf Glasfüßen, der neue Teil des Museums Stedeljik in Amsterdam.
Der alte Teil des Museums für Moderne Kunst stammt von 1895 und wurde einst im Stil der Neorenaissance für den Nachlass des Kunstsammlers Pieter Lopez Suasso erbaut. Der zweite ist eben jene gigantische „Badewanne“ ohne Fenster – wie die Architekten von Benthem Crouwel ihren Neubau nannten. Zwischen 2004 und 2012 wurde das alte Gebäude völlig renoviert und bekam mit dem extrem modernen Anbau eine Erweiterung. Der ebenerdige, großzügige Eingangsbereich ist völlig verglast und beherbergt jetzt neben den Kassen und der Garderobe einen schönen Shop. Vom Eingang gelangt man über das alte Treppenhaus in die Ausstellungsetagen, auf denen eine sehr beeindruckende Sammlung von klassischer Moderne, Expressionismus, de Stijl, Pop Art und Arte Povera zu sehen ist. 
Foto: Stedeljik 

Caricatura Museum, Frankfurt, noch bis 12.5.2024: 

Ach was! Loriot zum Hundertsten
 

Sie haben vielleicht auch vor kurzem  „Weihnachten bei Hoppenstedts“ in der ARD gesehen? Das macht doch Lust, nach Frankfurt zu fahren und sich die wunderbare Ausstellung zu Loriots Hundertstem anzusehen!  
Sie würdigt Victor von Bülow (1923 bis 2011) als Zeichner, Autor, Regisseur und Schauspieler und dokumentiert, von seinen frühen Cartoons für „Quick“ und „Stern“ über Phasenzeichnungen für seine Trickfilme und Fotos von Sketchen mit der kongenialen Evelyn Hamann und anderen bis zu Drehbüchern seiner Filme, alles Wichtige über diesen einzigartigen Künstler. Dazu zeigen andere Cartoonisten Loriot gewidmete Bilder unter dem Titel „Er lebe hoch!“. FOTO: Caricatura

Hamburger Kunsthalle, 15.12.23 bis 21.4.24: 

Caspar David Friedrich
Kunst für eine neue Zeit
 

Das romantische Verhältnis des Menschen zur Natur war das zentrale Thema von Caspar David Friedrich (1774 bis 1840). Anläßlich seines 250. Geburtstages zeigt die Hamburger Kunsthalle mehr als 60 Gemälde und etwa 100 Zeichnungen, dazu ausgewählte Werke seiner Künstlerfreunde und zeitgenössische Arbeiten von 20 internationalen Künstlern, die sich mit dem Werk Friedrichs auseinandergesetzt haben.
Anschließend an die Hamburger Ausstellung widmen auch die Alte Nationalgalerie in Berlin und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden dem großen Ausnahmemaler eine Retrospektive.

FOTO: Caspar David Friedrcih (1774-1840), Der Watzmann, 1824/25, Öl auf Leinwand, 135x170cm, Staatliche Museen Berlin, Alte Nationalgalerie@bpk/Nationalgalerie, SMB, Leihgabe der Deka Bank/ Andreas Kilger

Albertina Modern, Wien, noch bis 21.1.20

Österreich – Deutschland

Malerei 1970 bis 2020

Die Gegenüberstellungen sind verblüffend: Die Albertina Modern zeigt zeitgenössische Kunst aus Österreich und Deutschland und stellt dabei aus der eigenen Sammlung interessante Paarungen vor, die in den vielen Räume für einen schwungvollen Rhythmus sorgen. Da hängen die Großformate von Xenia Hauser neben denen von Neo Rauch, die von Arnulf Rainer neben denen von Gerhard Richter und die von Maria Lassnig neben den Überkopfbildern von Georg Baselitz. So entstehen 13 spannende Dialoge, die dem Besucher dieser sehenswerten Ausstellung die Einsicht vermitteln, dass in der Kunst Nationalstile weitgehend abgedankt haben.
Foto: Xenia Hausner | EXILES 3, 2017 | ALBERTINA, Wien – Familiensammlung Haselsteiner © Xenia Hausner / Bildrecht Wien, 2023  

Kunsthalle Bremen, 7.10. 2023 bis 18.2.2024:

Geburtstagsgäste
Monet bis van Gogh

 

Den 200. Geburtstag des Bremer Kunstvereins feiert die Kunsthalle mit Meisterwerken der französischen Malerei aus der Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts. Damals machte der Direktor Gustav Pauli sein Haus zu einem der führenden Museen moderner Kunst in Deutschland. Mit dabei sind Bilder von Manet, Renoir, Degas und Courbet – neben den namensgebenden Monet und van Gogh.

Foto: Vincent van Gogh, Porträt Armand Roulin, 1888, Foto: Museum Folkwang Essen – ARTOTHEK

 

Grassimuseum, Leipzig

Wie ein Schloss ist das Museum angelegt, mit zwei großen Innenhöfen und zwei kleinen Hofgärten. Der Bau entstand 1925-29, nachdem das ursprüngliche Haus – bezahlt aus dem der Stadt vererbten Vermögen des Bankiers Franz Dominic Grassi – viel zu klein geworden war. Erbaut wurde es am Johannisplatz  zwischen Johanniskirche , die im Krieg ausbrannte, und dem alten Johannisfriedhof, der bereits 1228 für die Bestattung verstorbener Leprakranker genutzt wurde und auf dem auch Namensgeber Grassi 1880 bestattet wurde.Heute ist der Friedhof ein „musealer Park“, der gern für Spaziergänge besucht wird.
Der stattliche Bau bietet in der Mitte drei Museen ausreichend Platz: Im Musikinstrumentenmuseum der Universität Leibzig zeigt man unter vielem anderen eine Orgel von 1724, ein Spinett von 1693 und einen Kontrabass von 1662. Im Völkerkundemuseum gibt es Schamanenkleidung von 1870, Bronzen aus Benin von 1600 und einen Ahnenaltar von 1914 zu entdecken.
Das Museum für angewandte Kunst gilt als das schönste der drei.

Altonaer Museum, Hamburg
13.9. bis 9.10.2023
World Press Photo 2023

Seit 1955 werden alljährlich die besten internationalen Pressefotografen ausgezeichnet. Bereits zum zweiten Mal gibt es die prämierten Bilder des vorherigen Jahres im Altonaer Museum in Hamburg zu sehen. Diesmal sind Fotos u.a. zu den Themen Klimakrise, Krieg in der Ukraine, die Taliban in Afghanistan, die Demenzkranken in Afrika und die Proteste im Iran zu entdecken.
Foto: Altonaer Museum/ Ahmad Halabisaz

 

Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Schloss Gottorf, Schleswig
noch bis 3. September 2023
Christo und Jeanne-Claude. Paris. New York. Grenzenlos.
 

Mit rund 80 Werken – Fotos, Zeichnungen, Objekten – zeichnet die Ausstellung den Lebensweg der beiden großen Verpackungskünstler  nach, beginnend in Paris, wo sich Jeanne-Claude (1935 – 2009) und der aus Bulgarien geflohene Christo (1935 – 2020) Ende der 50er Jahre kennenlernten. Die Verhüllung 1995 des Reichstages in Berlin und des Arc de Triomphe in Paris 2021, ein Jahr nach Christos Tod, gelten als die wichtigsten Werke des Paares. Aber in der Ausstellung kann man auch den eisernen Vorhang von Paris (1961-62), „The Gates“ (2005) im Central Park New York und „The Floating Pears“ (2016) auf dem Iseosee in Italien näher kennenlernen.
Und man darf auch selbst kreativ werden: Auf der Empore gibt es viele Papierschirmchen und Eddings in allen Farben. Die bemalten Schirmchen steckt man zu vielen anderen in eine bunte Wand!

Skulpturenpark Waldfrieden, Wuppertal

Kurz nach Beginn des 2. Weltkriegs kaufte der Lackfabrikant Kurt Herberts 1940 in Wuppertal am Hesselnberg eine Villa mit großem Anwesen, die 1943 bei Luftangriffen fast ganz zerstört wurde. Nach Kriegsende ließ der Unternehmer den Architekten Franz Krause auf den Resten die Villa Waldfrieden errichten, die als Musterbeispiel „organischer Architektur“ gilt und unter Denkmalschutz steht. 2006 kaufte der britische Bildhauer Tony Cragg das Grundstück, ließ das Haus restaurieren und verwandelte das gesamte Gelände in einen aufregenden Skulpturenpark, in dem heute Kunstwerke von Henry Moore, Joan Miro und natürlich von Tony Cragg stehen. Sonderausstellungen, Führungen, Vorträge, Workshops und Konzerte machen den Waldfrieden immer wieder zu einem lohnenden Ziel. Und ein hübsches Café mit hausgebackenem Kuchen gibt es auch.
Fotos: CO

National Portrait Gallery, London, noch bis 1.10.23
Paul McCartney Photographs 1963-64 – Eyes of the Storm
 

Die „Beatlemania“ ist zur Zeit wieder in London ausgebrochen: Paul McCartney hat 250 seiner privaten Fotos aus den Jahren 1963/64 für diese Ausstellung zusammengestellt. Noch nie gezeigte Momentaufnahmen, die er mit einer 35mm-Kamera in Liverpool, London, Paris, New York, Washington und Miami eingefangen hat, als die erste Beatlemania gerade den Globus heimsuchte. Da gibt es Bilder, wo vier junge Männer halb ungläubig, halb übermütig erleben, wie sie berühmt werden, wo Ringo seinen Pilzkopf schleudert und John mit Brille eher wie ein Lehrer statt wie ein Rockstar aussieht.
Zur Ausstellung gibt es einen Katalog, der auf Deutsch bei Beck erschienen ist und 49,90 Euro kostet. Foto: Paul McCartney: John und George, Ringo, Paris 1964