Palast der Päpste, Avignon, Frankreich

Der riesige gotische Papstpalast wurde von 1334 bis 1370 erbaut, der ältere Teil bis 1342. Mit einer Nutzfläche von ca. 15 000 qm ist er einer der größten Paläste seiner Zeit. Insgesamt residierten hier drei Päpste und zwei Gegenpäpste, bis der Sitz 1377 wieder nach Rom verlegt wurde. Heute zählt der Bau in Avignon zum Weltkulturerbe.
Der Innenhof des neueren Teils, über den man ihn heute betritt, ist groß genug für Konzerte und Theateraufführungen, die hier auch regelmäßig stattfinden. Man schlendert dann durch sehr weitläufige aber völlig leere Räume, denn während der französischen Revolution wurde der Palast beschlagnahmt und das Inventar verkauft, nur einige eingemauerte Kamine und ein paar Wandmalereien gibt es noch zu sehen.
Seit 1947 werden die Räume für Ausstellungen genutzt, so konnte man hier schon Werke von Picasso und Matisse bewundern.
Fotos: wikipedia/CO…

In Wien kann man zur Zeit ganz alte Fotografien von damals noch sehr ungewöhnlichen Reisen betrachten. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts machten sich die ersten Fotografen bis nach Jerusalem, nach Indien, Japan und Ägypten auf. Die Albertina sammelt seit vielen Jahren Reisefotos, von denen sie jetzt eine große Auswahl zeigt, und erzählt dazu von den Schwierigkeiten solcher Reisen, schon allein die Mengen von Gepäck waren ein großes Hindernis. Gezeigt werden auch ein paar kolorierte Bilder.
Direkt an der Rhone steht in der Altstadt von Arles ein schönes Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, das bis ins 18. Jahrhundert vom Malteserorden bewohnt wurde. In der Französischen Revolution wurden die Besitztümer enteignet und nach und nach verkauft. Der Maler Jacques Réattu (1760-1833), der aus Arles stammte, erwarb ab 1796 schrittweise das große Konventsgebäude und angrenzende Ländereien als Atelier, Wohnhaus und Privatgarten. Nach dem Tod seiner Tochter Elisabeth Grange fiel das Anwesen an die Stadt und wurde 1868 in ein Museum verwandelt. Heute kann man in den altehrwürdigen Räumen das Werk Réattus, aber auch Zeichnungen von Picasso und wechselnde Ausstellungen anschauen.
Eigentlich unglaublich: Seit 2000 Jahren steht das Amphitheater in Nimes, erbaut nach dem Vorbild des römischen Kolosseums aus zu Quadern geformten 50 000 Tonnen Kalkstein von 5000 Arbeitern in fünf Jahren – ganz ohne Beton, Mörtel, Kräne oder Lastwagen.
Er hat Iggy Pop, Rammstein, Sting und Bono fotografiert, Thomas Kretschman, Nick Cave, Kate Blanchett und Daniel Brühl. Der Berliner Fotograf Olaf Heine, 1968 in Hannover geboren, inszeniert seine kunstvollen Bilder am liebsten in Schwarz/Weiß. Auch für seine Architektur-Aufnahmen in Brasilien verzichtete er auf Farbe, zeigte den großen Architekten Oscar Niemeyer (1907 – 2012) und dessen spektakuläre Bauten in klarem Schwarz/Weiß. Nebenher begann er Filme zu drehen, sein wichtigster – natürlich auch monochrom – ist die zwölfminutige Hommage an das Tacheles, das einst besetzte, dann abgerissene Kulturzentrum in der Berliner Oranienburger Straße.
Bis 1984 wurden hier Lokomotiven von 1800 Arbeitern gewartet, dann lag das Areal brach und viele Menschen in Arles waren arbeitslos. 2013 kaufte die Schweizer Milliardärin Maja Hoffmann, die in der südfranzösischen Stadt aufgewachsen ist, das gesamte Industriegelände, gründete die (nach ihren Kinder Lucas und Marina benannte) Luma Stiftung und engagierte den amerikanischen Architekten Frank Gehry zum Bau des Luma Museums. Für die Gestaltung des Parks gewann sie den belgischen Landschafts-architekten Bas Smets, der einen Teich anlegen, 500 Bäume und mehrere zehntausend Pflanzen setzen ließ. Dazwischen platzierte man ungewöhnliche Skulpturen.
Ein großer Name in einer kleinen Stadt: Gerhard Richter (geb. 1932 in Dresden), der als bedeutendster zeitgenössischer Maler gilt, zeigt im LUMA seine übermalten Fotos. In einem riesigen Saal, nur möbliert mit zwei Bänken in der Mitte, hängen mehr als hundert identisch gerahmte, gleich große Bilder auf Augenhöhe. Porträts, Naturaufnahmen und Wolkenformationen sind mit dicken Pinselstrichen, zarten Streifen oder feinen Punkten dekoriert, oft sind die Fotos darunter nicht mehr zu erkennen. Die Folge: Nicht wenige Besucher kommen irritiert oder sogar enttäuscht aus dieser Ausstellung.
Seit 1997 beschäftigt sich das Museum im Stadtteil Barmbek auf dem Gelände der ehemaligen New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH) mit Entwicklungen in der Welt der Arbeit. Nun wurde das Torhaus saniert und umgestaltet und soll sich der Frage „Wie wollen wir Arbeit in Zukunft gestalten?“ widmen. Dazu können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen mit digitalen Spielstationen, Medien, Ideenboards und klassischen Hands-On-Elementen beschäftigen. Der Eintritt ist kostenlos.
Zu Lebzeiten waren seine Arbeiten nicht vielen Menschen bekannt. 

Gerade ist er gestorben, der geniale, kanadisch-amerikanische Architekt Frank Gehry (geb. 1929), der u.a. das Museum Guggenheim in Bilbao, die Fondation Louis Vuitton in Paris und das Vitra Design Museum in Weil am Rhein entwarf, und der auch den 56m hohen Turm „Luma“ in Arles gebaut hat.
Sehr groß ist das Museum nicht, aber in dem Souterrain in der Wiener Löwengasse 28 kann man so einige Kleinode entdecken. Da hängt zum Beispiel Rembrandts „Selbstbildnis mit Saskia“ neben Vermeers „Christus und die Ehebrecherin“, und in einer Glasvitrine liegt eine Stradivari-Geige. Was für Schätze!
Alle zehn Minuten rasselt, klingelt, schnarrt die zimmergroße kinetische Skulptur los. Da drehen sich Räder, heben sich Gießkannen und Puppenköpfe, scheppern Blechdosen, Licht geht an und wieder aus.
de Saint Phalle (1939 – 2002), ihren fröhlich bunten Skulpturen und ihren Nanas aus Polyester. Dritter in dieser Ausstellung ist Pontus Hulten (1924 – 2006), der Gründungsdirektor des Moderna Museet in Stockholm und später des Centre Georges Pompidou in Paris, der das kreative Paar von Beginn an förderte und hier mit gewürdigt wird.
Zum 80. Geburtstag des Filmemachers und Fotografen Wim Wenders (am 14. August) widmet ihm die Bundeskunsthalle eine große Ausstellung, in der Szenen seiner Filme, Fotoarbeiten und auch Collagen und Zeichnungen von ihm gezeigt werden.