Schillerhaus, Leipzig
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Schillerhaus, Leipzig
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Museum der Arbeit, Hamburg
Seit 1997 beschäftigt sich das Museum im Stadtteil Barmbek auf dem Gelände der ehemaligen New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH) mit Entwicklungen in der Welt der Arbeit. Nun wurde das Torhaus saniert und umgestaltet und soll sich der Frage „Wie wollen wir Arbeit in Zukunft gestalten?“ widmen. Dazu können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen mit digitalen Spielstationen, Medien, Ideenboards und klassischen Hands-On-Elementen beschäftigen. Der Eintritt ist kostenlos. Foto: shmh…
Bundeskunsthalle, Bonn, noch bis 23. August:
Peter Hujar – eyes open in the dark
Zu Lebzeiten waren seine Arbeiten nicht vielen Menschen bekannt. Dabei war der amerikanisch-ukrainische Fotograf Peter Hujar (geb. 1934), der 1987 an den Folgen seiner Aidserkrankung starb, eine zentrale Figur der New Yorker Downtown-Szene, die überwiegend Porträts von Freunden, Liebhabern und gern auch von sich selbst machte. Doch erst nach seinem Tod wurde er als Chronist gesellschaftlicher und sexueller Veränderungen der 70er und 80er Jahre erkannt.Die Bundeskunsthalle stellt sein Werk erstmals in Deutschland aus; gleichzeitig (19.3. bis 28.6.) zeigt auch der Gropius Bau in Berlin Bilder des Fotografen.
Foto: Peter Hujar, Gary Schneider Contortion (II), 1979 © The Peter Hujar Archive / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Courtesy of The Peter Hujar Archive / ARS, New York, and Pace Gallery, Fraenkel Gallery, Maureen Paley, and Mai36…
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Fondation Beyeler, Riehen/Basel noch bis 25.5.
Cézanne
Er gilt als Wegbereiter der klassischen Moderne, der Maler Paul Cézanne (1839-1906), der in der Provence lebte. Seine Zeitgenossen reagierten allerdings mit Unverständnis auf seine eigenwillige, den Kubismus vorwegnehmende Kunst, erst der Galerist Ambroise Vollard verhalf ihm 1895 mit einer Einzelausstellung in Paris zu größerer Bekanntheit.
Die Fondation Beyeler zeigt jetzt 80 Werke aus Cezannes Spätphase, Porträts, Landschaften und Ansichten seines Lieblingsbergs Montagne Sainte-Victoire.
Foto:Paul Cezanne, Baigneurs (Badende), ca. 1890, Öl auf Leinwand, 60,5 × 82,5 cm, Musée d’Orsay, Paris© GrandPalaisRMN (musée d’Orsay) / Hervé Lewandowski…
Luma, Arles
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Museé Orsay, Paris
Was für eine Pracht! Und das war einmal ein Bahnhof mitten in Paris!
Entstanden ist er auf einem Grundstück direkt an der Seine, wo einst das Palais d’Orsay stand, das 1871 abbrannte. Am 14. Juli 1900 wurde der pompöse Neubau während der Weltausstellung eingeweiht, samt Hotel, in dem große Bankette und Tagungen stattfanden. Hotel und Bahnhof wurden auch gern als Kulisse genutzt, so drehte Orson Welles 1962 hier seinen Film „Der Prozess“ nach Franz Kafka.
Der Zugverkehr nahm allerdings – nicht zuletzt dank zu kurzer Bahnsteige – immer mehr ab, sodass man Mitte der siebziger Jahre tatsächlich darüber diskutierte, das Gebäude abzureißen und ein modernes Hotel zu errichten. 1977 dann initiierte der französische Präsident Giscard d’Estaing die Umwandlung in ein Museum, und 1978 wurde das Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt.
Das Innere gestaltete die italienische Architektin und Designerin Gae Aulenti sehr behutsam um. Die große Bahnhofshalle bekam mehrere Nebengalerien mit darüber liegenden begehbaren Balkonen; unterm Dach und im ehemaligen Hotel entstanden große Ausstellungssäle.…
Fälschermuseum, Wien
Sehr groß ist das Museum nicht, aber in dem Souterrain in der Wiener Löwengasse 28 kann man so einige Kleinode entdecken. Da hängt zum Beispiel Rembrandts „Selbstbildnis mit Saskia“ neben Vermeers „Christus und die Ehebrecherin“, und in einer Glasvitrine liegt eine Stradivari-Geige. Was für Schätze!
Und die haben eins gemeinsam: Sie sind allesamt gefälscht.
Auf jede echte Stradivari – so erfährt man hier – sind etwa 200 Kopien in Umlauf. Der Rembrandt etwa stammt von Edgar Mrugalla (1938 bis 2016), der zugab, etwa 3000 Gemälde nachgemalt zu haben. Und den Vermeer malte Han van Meegerens (1889 bis 1947) 1942 und verkaufte ihn an Hermann Göring. Als der Maler nach dem Krieg wegen Feindbegünstigung angeklagt wurde, gestand er seine Fälschungen ein.
Auch Konrad Kujau (1938 bis 2000) , dem Fälscher der Hitler-Tagebücher für das Magazin Stern von 1983, ist eine Vitrine gewidmet.
Ein durchaus interessanter, vielfältiger Museums-Besuch also, der mit einem Einkauf lustiger Postkarten, Accessoires und Bücher im Shop ergänzt werden kann.…
Grand Palais, Paris, noch bis 4. Januar 2026
Niki de Saint Phalle, Jean Tinguely, Pontus Hulten
Alle zehn Minuten rasselt, klingelt, schnarrt die zimmergroße kinetische Skulptur los. Da drehen sich Räder, heben sich Gießkannen und Puppenköpfe, scheppern Blechdosen, Licht geht an und wieder aus.
Das Werk des Schweizer Künstlers Jean Tinguely (1925 – 1991) ist derzeit im Grand Palais in Paris zu sehen, kombiniert mit Arbeiten seiner Frau Niki
de Saint Phalle (1939 – 2002), ihren fröhlich bunten Skulpturen und ihren Nanas aus Polyester. Dritter in dieser Ausstellung ist Pontus Hulten (1924 – 2006), der Gründungsdirektor des Moderna Museet in Stockholm und später des Centre Georges Pompidou in Paris, der das kreative Paar von Beginn an förderte und hier mit gewürdigt wird.
Noch bis zum 4. Januar 2026 ist diese muntere Ausstellung, die so richtig Spaß macht, zu sehen. Foto: Grand Palais…
Industriemuseum, Chemnitz
Was für eine Vielfalt: Gleich am Eingang stehen Autos auf einem silbernen Band, darunter ein Trabbi mit Zelt auf dem Dach neben einem Cabrio vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Untergeschoss kann man später eine Textilstraße mit den unterschiedlichsten Spinnmaschinen und Webstühlen besichtigen.
Das großartige Industriemuseum in Chemnitz residiert in einer ehemaligen Giesserei, 3500 qm groß, das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Zu besichtigen in dem 1992 eröffneten Museum ist die 220jährige sächsische Industriegeschichte mit einer Lokomotive, einer Karosserieschweißanlage, mit der Melitta-Filtertüte, einem Knopfannähautomaten und vielen anderen erstaunlichen Dingen. Unbedingt besuchen! Foto: CO…
Bundeskunsthalle, Bonn, 1. August bis 11. Januar 2026
W.I.M. Die Kunst des Sehens
Zum 80. Geburtstag des Filmemachers und Fotografen Wim Wenders (am 14. August) widmet ihm die Bundeskunsthalle eine große Ausstellung, in der Szenen seiner Filme, Fotoarbeiten und auch Collagen und Zeichnungen von ihm gezeigt werden.
Und so kann man noch einmal Ausschnitte aus „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ von 1972 sehen, „Der Amerikanische Freund“ von 1977, „Der Himmel über Berlin“ von 1987 und den mit einer Oscar-Nominierung geehrten Film „Buena Vista Social Club“ von 1999, aber auch aus seiner Dokumentation über Anselm Kiefer „Anselm – das Rauschen der Zeit“ von 2023. Requisiten, Produktionsunterlagen und ein „Audiowalk“, in dem Wenders einzelne Stationen seiner Karriere kommentiert, runden den Überblick über ein eindrucksvolles Werk ab, das nun schon mehr als fünf Jahrzehnte umfasst. Foto: Bruno Ganz im „Der Himmel über Berlin“…
Gut Hohen Luckow, Mecklenburg Vorpommern
1707 ließ Christoph von Bassewitz das repräsentative Herrenhaus in Hohen Luckow ca. 20 km von Rostock entfernt im barocken Stil errichten. Mit etwa 1000 Hektar Land gehörte das Gut schon damals zu einem der größten in Mecklenburg.
Heute bewirtschaftet man hier 2700 ha Acker, 65 ha Grünland und 65 ha Wald, außerdem gibt es 3000 Milchkühe.
Das gelb gestrichene Herrenhaus mit roten Fensterumrandungen bekam im 18. Jahrhundert zwei Seitentürme, in einem befinden sich heute Gästezimmer.
Unbedingt sehenswert ist der Rittersaal im zweiten Stock mit seiner herrlichen Stuckdecke und dem vergoldeten Kamin. Hier finden regelmäßig Konzerte statt. Im ersten Stock kann man eine große Fayencen- und Terrinen-Sammlung aus dem 17. und 18. Jahrhundert bewundern, die prächtigen Gefäße waren einst der Mittelpunkt jeder barocken Tafel.
Und auch im öffentlich zugänglichen Park rund ums Herrenhaus gibt es Sehenswertes: Hier stellen überwiegend Mecklenburger Künstler ihre Skulpturen aus. Foto: Gut Hohen Luckow…
Kunsthalle Hamburg, noch bis 12. Oktober
Rendezvous der Träume–
Surrealismus und Deutsche Romantik
Eine überaus spannende Gegenüberstellung von Werken der deutschen Romantiker wie Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge und Surrealisten wie Max Ernst, René Magritte und Meret Oppenheim ist der Hamburger Kunsthalle hier gelungen. Dabei stehen 230 surrealistische Arbeiten etwa 70 romantischen gegenüber. Unterteilt ist die weitläufige Ausstellung in verschiedene Bereiche: Das „Rendezvous der Freunde“ etwa widmet sich dem 1924 gegründeten Kreis der Surrealisten und ihren Bezügen zu Romantikern wie Novalis, von Günderode und Brentano. In den „Passagen“ beschäftigt man sich mit Naturphänomenen wie Wolken und Wald, Meret Oppenheim liest eigene Gedichte, und es gibt interaktive Angebote. Im letzten Bereich „Kosmos“ geht es um das gesamte Universum.
Neben den vielen Gemälden, Fotos und Objekten gibt es auch Filme zu sehen; ausführliche Texttafeln erläutern außerdem einzelne Bilder und ganze Bereiche. Und weil das Angebot dieser Ausstellung riesengroß ist, sollte man getrost einen zweiten Besuch erwägen.…
Vasa Museum, Stockholm
Was für eine Geschichte: 332 Jahre und 8 Monate lag das schwedische Kriegsschiff Vasa unter Wasser in den Schären vor Stockholm. Am 10. August 1628 war es unmittelbar nach dem Auslaufen nach nur 1300 Metern Fahrt in Schräglage geraten, durch die geöffneten Stückpforten voll Wasser gelaufen und gesunken. Wahrscheinlich ertranken 30 der etwa 200 Menschen an Bord. 1956 entdeckte der schwedische Hobbyforscher Anders Franzén die Vasa, und 1961 konnte sie gehoben werden. Fast zwanzig Jahre lang wurde das Schiff restauriert und schließlich 1988 in ein eigens gebautes Museum geschleppt, das am 15. Juni 1990 von König Carl XVI. Gustaf eröffnet wurde. Und seither kann man sich von sechs Stockwerken aus die stolze Vasa ansehen, und drumherum erfährt man in zahlreichen Schaukästen vom Leben auf so einem Schiff und kann gerettete Gegenstände betrachten.
Foto: CO…
Fondation Louis Vuitton, Paris, noch bis 31. August 2025
David Hockney 25
Mehr als 400 Werke des Briten David Hockney (geb. 1937) stellt die Fondation Louis Vuitton in allen ihren Räumen aus. Gezeigt werden seine Arbeiten – Gemälde, Zeichnungen und digitale Werke – von 1955 bis 2025, einige Bilder sind extra für diese Ausstellung entstanden. Im Erdgeschoss kann man seine ersten, zum Teil riesigen Bilder erkunden, mit dabei sind zum Beispiel „Portrait of My Father“ von 1955 und „A bigger Splash“ von 1967. Im ersten Stock beeindrucken Werke, die sich mit der Normandie und ihren Landschaften beschäftigen und Hockneys Referenzen an Cézanne, Van Gogh und anderen belegen.
Eine überwältigende Schau, die es in dieser Fülle noch nicht gegeben hat.
Foto: David Hockney, 27th March 2020, No. 1, 2020
iPad painting printed on paper, mounted on 5 panels Exhibition Proof 2 364.09 x 521.4 cm (143.343 x 205.276 Inches) © David Hockney…
Schloss Gottorf , Schleswig Holstein
Was für eine Pracht! Von außen ist das Schloss Gottorf nicht so spektakulär, aber vor allem die Säle im ersten Stock mit ihren Schätzen aus mehren Jahrhunderten sind wunderschön.
Die Ursprünge des Anwesens gehen auf eine Burg aus dem 14. Jahrhundert zurück, schließlich entstand ein Renaissanceschloss auf den Grundmauern, das Ende des 17. Jahrhunderts zu einer barocken Residenz umgestaltet wurde. Heute residiert hier das Museum für Kunst und Kulturgeschichte.
Unbedingt ansehen muss man sich die gotische Halle mit der Bogendecke, entstanden um 1500, in der ab 1667 die herzogliche Bibliothek untergebracht war. Auch im Saal Friedrichs III. von 1625 ist die Decke ganz besonders: Sie wurde vom Stukkateur Hans Georg Ritteln mit plastischen Fruchtbündeln dekoriert. Die Schlosskapelle von 1590 mit Empore für den Adel und Betstube für die Herzogfamilie ist noch immer in ihrem erbauten Zustand. Nicht so der Hirschsaal von 1595, der 1931 rekonstruiert wurde, nur der Hirsch über dem Kamin ist noch als Original erhalten.…
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Unsere Geschichte – Diktatur und Demokratie nach 1945
Es ist wirklich eine einzigartige Dauer-Ausstellung, die man im Leipziger zeitgeschichtlichem Forum besuchen kann. Gezeigt wird deutscher Alltag in der Nachkriegszeit, in beiden deutschen Staaten, während der friedlichen Revolution und nach der Wiedervereinigung. Da steht ein Trabbi neben Jeans in Ost und West, zeigen Fotos das Schlangestehen vor dem Konsum, LP-Sammlungen dokumentieren den Geschmack westdeutscher Jugendlicher, und Plakate, Postkarten und Schriftstücke zeigen den wechselnden Zeitgeist. Und die handschriftlichen Notizen von Günter Schabowski zur neuen Reisereglung, die 1989 zur Grenzöffnung führte, fehlen selbstverständlich auch nicht.
Eine großartige Ausstellung, die man sich immer wieder ansehen sollte.
Foto: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig…
Schloss Nymphenburg, München
Schloss Nymphenburg wurde 1664 als Sommerresidenz von Kurfürst Ferdinand Maria und seiner Frau Henriette Adelaide von Savoyen anlässlich der Geburt ihres Sohnes Max Emanuel nach italienischen Vorbildern errichtet. Zunächst bestand es nur aus einem mächtigen kubischen Pavillon, der aber dann von Sohn Max Emanuel ab 1701 um die etwas kleineren Gebäude rechts und links samt verbindender Galerien erweitert wurde. Ab 1715, nach fast zehn Jahren in Paris, ließ Max Emanuel vom Hofbaumeister Joseph Effner und dem französischen Gartenarchitekten Dominique Girard Nymphenburg als vollkommen symmetrische „Idealstadt“ entwerfen und bauen. Dazu wurden Nebengebäude zu Hofgevierten, ein halbkreisförmiges Rondell und fünf kleinere Schlösser im Park errichtet. Auch die Innenräume wurden kostbar ausgestattet, so gilt die Amalienburg als Kleinod des Rokoko. 1792 öffnete Kurfürst Karl Theodor den Park für die Öffentlichkeit.
Heute kann man auch das Geburtszimmer von König Ludwig II. von Bayern im Schloss besichtigen. Foto: CO…
Museum der Arbeit, Hamburg
Ab 1863 baute man in der Hansestadt den Bach Barnebeke (daraus entstand der Name Barmbek) zum Osterbekkanal um, an dem sich dann mehrere Fabriken niederliessen. Mit dabei war die New York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH), die aus dem Hafen importierten Kautschuk bekam und zu Hartgummi- Produkten wie Kämmen oder Tabakpfeifen verarbeitete. 1954 gab die NYH den Firmensitz auf.
1997 zog in die schön restaurierten Fabrikgebäude das Museum der Arbeit ein, das die Geschichte der Arbeit in Hamburg seit der Industrialisierung ausstellt. Gezeigt werden Maschinen, Werkzeuge, Kleidung und viele Fotos, erzählt werden Lebensgeschichten von vielen Arbeitern. In einer großen Druckerwerkstatt kann man die Entwicklung des graphischen Gewerbes verfolgen. Im Hof des Museums steht u.a. das Schneiderad (380 Tonnen schwer, Durchmesser 14,2 m), genannt T.R.U.D.E (Tief runter unter die Elbe), mit dem zwischen 1997 und 2000 die Elbe untertunnelt wurde. Foto: Die T:R:U:D:E am Museum der Arbeit hamburg.de…
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