„Das Haus – Interiors on Stage“ ist die Simulation eines Wohnhauses auf der Kölner Möbelmesse: eine Bühne, auf der sich jedes Jahr ein anderer Designer präsentieren darf. Die vergangene Woche gezeigte Installation stammt von dem jungen deutschen, der bereits für viele verschiedene Firmen Entwürfe geliefert hat. Sein „Haus“ ist rund und hat keine festen Wände. Die einzelnen Bereiche – Garten, Wohnen, Essen, Kochen – sind mit transparenten, fließenden Stoffen abteilbar, nur für Bad und Schlafraum wählte Herkner blickdichte Vorhänge, alle Stoffe sind beweglich und können neben- oder voreinander gezogen werden. Herkner plädiert damit gegen Abschottung und für ein Wohnen, das für jeden offen ist. Eine bewohnbare Willkommenskultur sozusagen.

 
Purebed-Calm

Purebed-Calm

Dimora

Dimora

Palais

Palais

Lounge

Lounge

Diese Idee entspricht so gar nicht dem Trend der übrigen Messeneuheiten. Dort geht es mehr ums Einigeln in den eigenen vier Wänden, um behagliches, nicht gerade offenes Wohnen.
Dafür hat Sebastian Herkner auch ein Beispiel geliefert: sein Bett „Purebed-Calm“ (bei Schramm) hat ein hohes, gebogenes Rückenteil, das den Schläfern das Gefühl von Schutz bietet.
Natürlich wurden auch auf anderen Messeständen schöne Boxspringbetten präsentiert: Andreas Weber, ebenfalls ein deutscher Designer mit großen Erfolgen, zeigte sein gepolstertes, sehr hohes Betthaupt „Lounge“ bei Treca.
 
Das Modell „Dimora“ mit zwei unterschiedlichen Kopfteilen in zwei Höhen, einem integrierten Schlaflicht und mit 30 Bezugsstoffen zur Wahl hat Ruf-Bett International mit der Zeitschrift ZuhauseWohnen zusammen entwickelt.

Wer tagsüber mal relaxen möchte, liegt auf den zahlreichen „Daybeds“ und Recamieren richtig, zum Beispiel auf dem „Palais“ von Marco Dessi für Wittmann, an dem es eine Ablage mit Anschlüssen für iPad und Co. gibt, falls man zwischendurch doch arbeiten will.

Desk

Desk

Sol

Sol

Ohnehin scheinen viele Möbler davon auszugehen, dass immer mehr zuhause gearbeitet wird. Jedenfalls sah man eine Menge zierliche Schreibtische: „Desk“ aus Holz und Metall bei Driade, bei Team 7 „Sol – der smarte Solitär“, der auch als Schminkplatz benutzt oder ohne Beine an die Wand geschraubt werden kann.
 
 
 
 
 
Ginger and Fred

Ginger and Fred

Mell

Mell

Oder das ganz mit Leder bezogene Tisch-und-Stuhl-Ensemble „Ginger und Fred“ bei Poltrona Frau und „Mell“ bei Interlübke in Senfgelb lackiert. Mehr als ein Laptop passt aber natürlich nicht auf die kleinen Arbeitsplatten.
 
Von neuen Sitzlandschaften, gar nicht mutigen Farbtrends und lustigen Accessoires berichten wir im nächsten KuNo.
Fotos: CO/Hersteller