Blue Notes
Hundert wäre er dieses Jahr geworden, mit 65 ist er gestorben: Miles Davis, einer der größten, wenn nicht der größte Jazz-Trompeter des 20. Jahrhunderts. Zwei Jahre vor seinem Tod empfing der ebenso geniale wie exzentrische Musiker in seinem Haus in Malibu, Florida den Fotografen Ralph Quinke und den Journalisten Marco Meier für eine große Geschichte, die 1989 in der August-Nummer der legendären Kulturzeitschrift „Du“ erschien und das Heft zum Bestseller machte. Jetzt, zum Jubiläum, ist die Story in überarbeiteter Form noch einmal in einem schönen großformatigen Buch erschienen – und mit einem besonderen Clou: Fotograf Quinke hat in seinem Archiv sein Davis-Material gesichtet und eine ganze Menge bislang unveröffentlichter Bilder hervorgeholt. Entstanden ist so eine Hommage an einen Künstler, der – empfindsam und schroff zugleich – dem Jazz ein paar unvergessliche blue notes hinzugefügt hat. Anschauen und am besten dazu das Jahrhundert-Album „Kind Of Blue“ hören. PM
Three Days In Malibu. 160 S., Scheidegger & Spiess. 68 Euro
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