Und noch mehr

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Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Riehen/Basel: Der Schweizer Architekt Peter Zumthor wird den Erweiterungsbau  der Fondation Beyeler  planen. Bekannt wurde er durch sein Kunsthaus in Bregenz, das Kolumba Kunstmuseum in Köln und zuletzt durch das Los Angeles County Museum of Art. Das neue Museum wird privat finanziert. Die Pläne will Zumthor im Winter vorstellen.

Berlin: Die Internationale Tourismus-Messe hat das Reiseverhalten der Chinesen untersucht. Jeder fünfte Auslandsaufenthalt der insgesamt 45,2 Millionen Reisen führte nach Europa, die meisten Besucher kamen nach Deutschland. Am liebsten werden Rundreisen gebucht, gefolgt von Städtebesuchen, allerdings hat sich die Dauer seit 2007 etwa halbiert auf rund fünf Nächte. Die aber verbringen Chinesen am liebsten in 4- und 5-Sterne-Hotels.

nice-to-know-maurer-porcamiseriaSao Paulo/Brasilien: Der Münchener Licht-Designer Ingo Maurer hat soeben seinen zweiten Shop außerhalb Münchens eröffnet – in Sao Paulo; in Manhattan werden seine phantasievollen Leuchten schon geraume Zeit erfolgreich verkauft.  Im neuen Laden wird  natürlich auch seine Leuchte „Porca Miseria“ aus zersprungenem Porzellan angeboten.…

60 Jahre Ungarnaufstand – auch der Kinder. 23. Oktober, 1956 Budapest am Nachmittag: Demonstration vor dem Rundfunkgebäude – schräg gegenüber unserer Wohnung. Wir, mein Bruder (15) ich (17), sind dabei. Denn die Forderungen der Studentenschaft will man nicht senden. Etwas später fällt dort der erste Schuss aus einem Stasigewehr. Das erste Opfer des Aufstandes liegt vor unserem Haustor.
Am 24. tobt in ganz Budapest der Kampf: Die sowjetische Besatzungsarmee, sonst auf dem Land stationiert, gegen die ungarischen Verteidiger der Stadt. Beim Häuserkampf sind die Verteidiger im Vorteil: Sie kennen sich aus. Auf ungarischer Seite verhältnismäßig wenige erwachsene Militärs, sowjetische Deserteure, Arbeiter, viele Jugendliche, auch 13-, 14-jährige Kinder. Die Jugendlichen haben leuchtende Augen. Sie lernen schnell. Sie lieben Genosse Molotov und seinen Cocktail, womit man auf einen Schlag einen Panzer in die Luft jagen kann. Gekämpft wird um gut zu verteidigende Häusergruppen aber auch in Häuserzeilen. Auf einer Etage die Sowjets, auf der anderen die Ungarn.…

Zitat Kürthy„Steigen die Temperaturen, sinkt das Niveau.“

Bestseller-Autorin Ildikó von Kürthy in ihrer Brigitte-Kolumne „Problemzonen“ in der sie sich fragt, warum im Sommer so viele so verdammt schlecht angezogen sind. Brigitte Nr. 18 vom 17.08.2016.
Foto: colibri.bg

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Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.
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Meleghy- TheißDie Geisterfähre an der Theiß. Im Sommer des Jahres 1990, als ganz Ungarn voller Hoffnung das Ende des „real existierenden Sozialismus“ feierte, wurde ich von Freunden zum Reiten in ein Gestüt nach Ostungarn eingeladen. Ich fuhr mit dem Auto. „Du musst bei Lónya die Fähre nehmen, denn eine Brücke über die Theiß gibt es hier nicht – aber die Stelle findest selbst du“, klang mir noch im Ohr. Ich habe die Station tatsächlich gefunden. Sie war zauberhaft. Der breite grün-blaue Fluss, riesige Trauerweiden an den Ufern, die altersschwache Fähre, von einem knatternden Dieselmotor an einem Stahlseil hin- und hergezogen – märchenhaft.
An Bord meist ältere Frauen. Dunkle Kopftücher, abgewetzte Kleider, Fahrräder, Hacken, Spaten. Wenige Männer, die offensichtlich ebenfalls ihren Gemüse- oder Weingarten im Osten bestellen wollten. „Ein deutsches Auto“, sagte der Fährmann in nagelneuen Jeans, „und ein deutscher Herr, macht 2000 Forint (damals etwa drei Mark). Wenn der Herr allerdings nicht auf die Aushändigung einer Fahrkarte besteht, nur 1000 Forint.“…

04.09.16 bis 22.01.17, Fondation Beyeler, Riehen, Schweiz:  Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter. 60 Gemälde und der Almanach „Der Blaue Reiter“ der Künstlergruppe um Wassily Kandinsky und Franz Marc dokumentieren einen der schönsten Wendepunkte auf dem Weg zur Klassischen Moderne (Mo bis So 10 bis 18 Uhr, Mi bis 20 Uhr).

Ausstellung_kippenberger8.9.16 bis 27.11.16, Bank Austria Kunstforum, Wien: Martin Kippenberger. Die Werkschau beschäftigt sich mit Martin Kippenbergers (1953 bis 1997) bevorzugtem Medium, der Sprache – als Text im Bild, als Bildtitel, als Wortwitz, als Reim und in Form von Künstlerbüchern, Stickern und Plakaten (täglich 10 bis 19 Uhr, Fr bis 21 Uhr). Foto: Kunstforum

09.09.16 bis 22.01.17, Bundeskunsthalle Bonn: Der Rhein – Eine europäische Flussbiografie. 2000 Jahre Kulturgeschichte werden am Beispiel des mächtigen Stroms erzählt; das Spektrum reicht von den Römern und dem Bau gotischer Kathedralen über schreckliche Kriege bis hin zu blumiger Rheinromantik. Ausgestellt werden 300 Gemälde und Fotos, Skulpturen und Zeichnungen von u.a.

Zitat Mark_Twain_life_1900s„Reisen ist fatal für Vorurteile, Bigotterie und Engstirnigkeit.“
Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain (1835 -1910), berühmt durch die Abenteuer von „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“, über die Risiken und Nebenwirkungen, wenn man unterwegs ist. Zitiert auf Spiegel.de und als Motto für unsere sommerlichen Kultur-Notizen eigentlich ganz gut geeignet. Foto: wikipedia

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Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

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Nice to know Pool-1 ©Gansevoort Park AvenueNice to know ©SohoHouseBerlin_House1606_33Nice to know TD_Bronte-2687Berlin, London, New York. Sightseeing vom Pool aus, da muss man sich nicht anstrengen und hat trotzdem den Überblick. Immer mehr Hotels bieten Bassins auf dem Dach an, z.B. das Soho-House in Berlin, das Berkeley in London und das Gansevoort Park Avenue in New York. Herrlich, im warmen Wasser zu dümpeln und dem Sonnenuntergang über Manhattan zuzuschauen.

Und noch einmal London. Der Designer Tom Dixon und sein Studio haben gerade das neue Restaurant “Bronte“ (Strand 1-3) eingerichtet. Spektakulär: Der rosa Bartresen, knallgrüne Nischen und die offene Terrasse unter Arkaden und mit Blick auf den Trafalgar Square. Trotz Brexit muss man also mal wieder hin.

Fotos: Secret escapes/Tom Dixon

Meleghy-promo_999_enBudapest, diesmal nur kurz aber wichtig: In Ungarn gibt es weder einen Minister für Gesundheit, noch einen für Schule und Unterricht. Die Jobs erledigen Staatssekretäre. Dafür gibt es einen schwer arbeitenden Herrn Minister, zuständig für Nationale Feiertage. Ist das nicht wunderbar? Die Orban-Regierung weiß was wichtig ist – und was nicht.  
Dazu wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern eiserne Gesundheit, viel Klugheit, unerschütterliche gute Laune und schöne Ferien! Kalamata, Griechenland. Ihr Peter Meleghy
Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de.

Zitat_scholten-baijings-photography-freudenthal-verhagen-forweb-moooiDas ist ein großes Privileg: Arbeitet man mit dem Menschen, den man liebt, gibt es das Gefühl von Konkurrenz nicht.“

Stefan Scholten, die männliche Hälfte des holländischen Design-Duos Scholten/Baijings, in einem Interview mit dem Zeitmagazin Nr 16/2016. Foto: moooi

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schmitz-becker-busch8Kunst-Schmitz-BeckerIn Nettetal am Niederrhein fand vom 5. bis 15. August zum 11. Mal das Künstlersymposium im Atelier der Initiatoren Klaus und Barbara Schmitz-Becker statt. Wieder sind 10 Künstler aus dem In- und Ausland eingeladen, zusammen zu arbeiten, zu leben, zu feiern. Auch in diesem Jahr sind Künstler und Konzeptioner aus Deutschland (Krefeld, Moers, Kleve, Nettetal, Berlin) und Tschechien dabei. Es entstanden Arbeiten unterschiedlichster Disziplinen, Naturskulpturen und Installationen, Grafiken und Fotos, die am 14. August der interessierten Öffentlichkeit als ein sogenannter „Schautag an den Arbeitsplätzen der Künstler“ gezeigt wurden. Vom 15.-30. Oktober wird die Ausstellung mit den entstandenen Arbeiten zu sehen sein. Interessierte Journalisten können sich direkt mit Barbara Schmitz-Becker in Verbindung setzen.
Fotos: Veranstalter

Nice to knowTate_Modern_HdM_1829London. Die Tate Modern hat einen spektakulären Anbau bekommen: Das „Switch House“, vom Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen, 260 Millionen Pfund teuer und 65 m hoch, ähnelt einer gedrehten Pyramide, hat eine Backsteinfassade und bietet im zehnten Stock eine riesige Terrasse mit einem grandiosen Rundum-Blick über London. Durch den Neubau erweitert das Museum für Moderne Kunst seine Ausstellungsfläche um 60% und kann damit mehr von seiner Sammlung zeigen, die seit dem Jahr 2000 um 75% gewachsen ist.

Knesebeck_Zuhause_Cover_GE_AR_CS6.inddNice to know Sé de Lisboa IMünchen. Der Verlag Knesebeck hat ein ganz besonderes Buch herausgegeben: „Zuhause kann überall sein“, ein Willkommensbuch für die Kleinsten, erscheint auf Deutsch und Arabisch und erzählt die Geschichte vom Mädchen Wildfang, das seine Heimat verlassen muss, sich erst sehr fremd fühlt und dann langsam erkennt, dass es auch anderswo heimisch werden kann. Das Bilderbuch wurde bereits mit dem „Leipziger Lesekompass 2016“ ausgezeichnet. Der Verlag spendet 3000 Exemplare, die von der „Deutschen Kinder und Jugendstiftung“ u.a.

Der jüdische Witz in Budapest

Vorbemerkung: In der ungarischen Hauptstadt gibt es neun funktionierende Synagogen, darunter eine der größten und schönsten Europas, mehrere jüdische Theater, zwei Klezmer-Bands, einige koschere Restaurants, jüdische Cafés und  Konditoreien – in einem bäckt die Mutter des Inhabers mittwochs den besten Strudel der Stadt.
In diesem Milieu betritt Kohn das Café Spinoza und sieht dort seine Freunde Grün und Schwarz bei einem bizarren Spiel: Grün nimmt aus einer Schale voller Pflaumen eine Frucht, hält sie Schwarz unter die Nase und fragt: „Ganz oder gequetscht?“ Schwarz tippt auf ganz. Grün drückt zu und sagt: „Sie ist doch gequetscht, du hast verloren.“ Er wirft die zerquetschte Pflaume in eine andere Schale, wischt seine Hand ab und kassiert von Schwarz hundert Forint. In der nächsten Runde tippt Schwarz auf gequetscht.  Diesmal drückt Grün nicht zu und sagt: „Du siehst doch, sie ist ganz“ – und Schwarz hat wieder verloren. Kohn sieht entsetzt zu und sagt: „Schwarz, du bist ja völlig meschugge!

Ich glaube nicht, dass ich irgendetwas besitze, das ich nicht auf einem Flohmarkt gekauft habe.“

Ingvar Kamprad, Ikea-Gründer und einer der reichsten Männer der Welt, in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehsender TV4 über seine bevorzugte Quelle für Kleidung, abgedruckt im Magazin „Möbel Kultur“ 3/2016. Foto: Ikea

peter-butschkow-dickPeter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

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Nice to know london_moooi_exterior_1London. Der niederländische Design-Verlag Moooi eröffnet seinen ersten Showroom in London in einer prächtigen restaurierten Villa im trendigen Stadtteil Fitzrovia. Dort kann man sich davon überzeugen, wie wunderbar das exzentrische Design Mooois in alte Räume passt.

Nice to know Longchamp_Mindscapes_1Paris. Das Modehaus Longchamp renoviert und erweitert seinen Shop in der Rue Saint Honoré. Für die Zeit des Umbaus hat der amerikanische Künstler Ryan McGinness die Fassade spektakulär verhüllt: Viele schwarz gerahmte Flächen, die wie Fenster wirken, zeigen traumähnliche Bilder mit unruhigen Ornamenten in leuchtenden Farben.

Nice to know DahliengartenLindau. Noch ist es zu früh, aber planen kann man ja schon mal: Ab dem 10. August öffnen Stefan Seufert und sein Team wieder ihre großartige „Dahlienschau“ in Lindau-Reutin. Was 2002 als Hobby mit 60 Dahliensorten begann ist heute ein Park mit über 700 Sorten. Die viele Arbeit kann nur mit freiwilligen Helfern geleistet werden, darunter viele Jugendliche, die bei Stefan Seufert im Rahmen eines sozialen Projektes Geborgenheit erleben und Verantwortung zu übernehmen lernen.…

Zu Beginn der 1980er Jahre wurde es immer schwieriger, den Unterricht an der Medizinischen Universität Semmelweis in Budapest aufrechtzuerhalten. Die rettende Idee hatte ein Anatom: Weil der Numerus Clausus in Westdeutschland viele junge Leute ohne Einser-Notendurchschnitt daran hindere, Arzt zu werden, und weil es zudem dort genügend Eltern gebe, die dennoch bereit und in der Lage seien, die Ausbildung ihrer Kinder zu finanzieren, solle man sich um diese Gruppe kümmern. 1983 begann in Budapest der Unterricht auf Deutsch. Die Lehranstalt stellte sich in den deutschen Großstädten vor, und ich sorgte in den Regionalzeitungen mit kleinen Meldungen für Werbung. Bald führte ich auch Interviews mit deutschen Gaststudenten und schrieb Artikel in den großen deutschen Tageszeitungen. In einem meiner Artikel für die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete ein deutscher Student begeistert, dass bei den Anatomie-Übungen jeder Student eine eigene Leiche präparieren könne. Ich erinnerte mich an meine Anatomiekurse in Mainz mit vier Kommilitonen um ein „Objekt“ herum und war ebenfalls begeistert.…