Stadtspaziergänge und Hotels

Hotel Amedia, Berlin 

Spektakulär ist allenfalls die Rolltreppe, mit der man eigentlich vom Straßenniveau zur Rezeption im 1. Stock und zurück fahren soll, auf deren Richtungswechsel man jedoch gelegentlich ziemlich lange warten muss. Sonst gibt sich das Stadthotel Amedia eher konventionell: Die Zimmer sind ordentlich, die Bäder schön groß, gefrühstückt wird in der mit roten Kunstledersitzen bestückten Lobby. Aber die Lage; die ist das Beste an dem Hotel: direkt am Kurfürstendamm, nicht weit vom Savignyplatz, dem Bahnhof Zoo – und dem wunderbaren Literaturhaus in der Fasanenstraße.

DZ ab ca. 71 Euro

Foto: Hotel Amedia…

Wenn man das belgische Gent, die kleine Schwester von Brügge, erstmals abends betritt, dann ist man sofort überwältigt von dem lebendigen Zauber des Städtchens mit dem Beinamen „Manhattan des Mittelalters“ oder auch „Stadt des Lichts“.

630 entstand am Zusammenfluss von Schelde und Leie die St. Bavo Abtei und mit ihr die erste Ansiedlung. Das keltische Wort für Zusammenfluss hieß „Gand“ und so entstand der Name Gent. Im Mittelalter verdiente die Stadt viel am Tuchhandel, und immer lehnten sich die Bewohner gegen jede Art der Vorherrschaft auf. Im 16. Jahrhundert entstand die Genter Republik und die erste Universität wurde gegründet. Im 18. Jahrhundert legten die Bürger mit einer aus England nach Gent geschmuggelten Spinnmaschine die Grundlage für die industrielle Revolution. 1913 restaurierte und sanierte man die Stadt anlässlich einer Weltausstellung grundlegend.

Den eindeutig schönsten Platz bilden die Uferstraßen Graslei und Korenlei am Fluss Leie, denn an diesen Kais wurde ab dem 11.…

 

Hotel Metropole, Brüssel

Wäre nicht unmittelbar vor der Tür eine große Baustelle, dann hätte man das Gefühl: Ich bin in einem Märchenschloss! Eine riesige Halle mit Gewölbedecke, Rundbogenfenstern mit bunten Mosaiken, dunklen Holztresen und Marmorsäulen, mit Kristalllüstern und jeder Menge Spiegel, Lederfauteuils und dicken Teppichen machen jeden erst einmal sprachlos. Auch die Zimmer sind mit üppigen Stoffen, feinen Tapeten und vergoldeten Spiegeln ziemlich barockig eingerichtet. Allerdings gibt es auch Räume, die eindeutig in die Jahre gekommen sind und von denen man in einen hässlichen Hinterhof schauen muss. Dafür sind sie absolut ruhig, und die aktuellen Bauarbeiten auf der Place de Brouckère stören überhaupt nicht. Das Frühstück ist – wie in vielen solcher edlen Herbergen – viel zu teuer, aber das Hotel liegt so zentral, dass man fußläufig jede Menge Cafés und Bäcker findet, in denen man lecker preiswert frühstücken kann.DZ ab ca.125 Euro.  Foto: Hotel Metropole

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Eine Hochburg des Tourismus ist die kleine Stadt Mâcon, etwa sechzig Kilometer nördlich von Lyon, ganz und gar nicht. Aber wer Lust hat, den Franzosen mal im Alltag zuzuschauen, der ist hier richtig. 34000 Einwohner zählt der Ort an der Saone im Süden des Burgund heute, gegründet wurde er im 3. Jahrhundert v. Chr. Eine Furt führte hier einst durch den Fluss, bis die Römer eine Holzbrücke errichteten, die im 11. Jahrhundert von einer imposanten Bogenbrücke aus Stein ersetzt wurde, der heute noch rege genutzten Pont St. Laurent. Nicht weit entfernt von der Brücke steht das Denkmal für den berühmtesten Sohn der Stadt, Alphonse de Lamartine (1790 bis 1869). Er schrieb Gedichte, Romane, Theaterstücke, Opern, war Landedelmann und Bürgermeister, entwickelte sich zum Republikaner, hielt flammende Reden und war kurzzeitig Außenminister. In Frankreich kennt ihn jeder.

Schlendert man jetzt weiter am Fluss entlang, dann erreicht man bald das Rathaus aus dem 18.…

 

Hotel Heidehof, Moraas 

Moraas im Landkreis Ludwigslust-Parchim, nur 30 km von der Landeshauptstadt Mecklenburg Vorpommerns Schwerin entfernt, hat weniger als 500 Einwohner – und ein romantisches Hotel. Der ehemalige Bauernhof wurde liebevoll restauriert und bietet ordentliche Zimmer und ein sehr gutes Restaurant, das für Wildspezialitäten und hausgebackenen Kuchen bekannt ist. Das leckere Büfett-Frühstück wird in der rustikal eingerichteten Gaststube oder auf der großen Terrasse am Teich serviert. DZ ab ca. 78 Euro. Foto: CO

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Sehenswerte Plätze von historischer Bedeutung hat Wien wirklich mehr als genug. Eine besondere Attraktion ist der Platz „Am Hof“, der 1155 durch den Bau einer Residenz für Heinrich Jasomirgott aus dem Hause Babenberg, einem österreichischen Herzogengeschlecht, entstand, gebildet aus einem Häuserkomplex rund um einen Platz – den Hof. Im Laufe der Jahrhunderte fanden hier Minnesang-Wettbewerbe mit Walther von der Vogelweide statt, für kaiserliche Hochzeiten und Hinrichtungen nutzte man ihn, zwei Päpste hielten Reden, und hier stand auch die Litfaßsäule, durch die man im Film „Der dritte Mann“ (1948) in Wiens Kanalisationssystem einsteigen konnte. Statt der Litfaßsäule steht dort natürlich seit 1648 die Mariensäule, zuerst aus Sandstein, seit 1667 dann aus Bronze. Die vier Putten am Sockel, auf dem Maria Immaculata hoch oben steht, symbolisieren den erfolgreichen Kampf gegen Hunger, Krieg, Unglauben und die Pest. Zu den wunderbar restaurierten Häusern am Platz gehören die Kirche am Hof von 1386,  das Zeughaus (Nr 10), in dem heute die Berufsfeuerwehr residiert, das Collaltopalais (Nr 13), in dem 1762 der sechsjährige Wolfgang Amadeus Mozart das erste Mal auftrat, und der erste Stahlbetonbau Wiens mit klassizistischer Verkleidung – knapp hundert Jahre alt -, in dem heute das Hotel Park Hyatt Vienna beheimatet ist.…

Hotel Elch, Nürnberg. Mögen Sie modernes Design im Hotelzimmer? Oder soll es lieber gediegen elegant eingerichtet sein? Oder etwas skurril mit Holztäfelung, rosa Wänden und Geweih-Leuchte an der Decke? Im Hotel Elch gibt es jede Kategorie, dazu freundliches Personal und ein leckeres Frühstückbüfett. Und dann liegt das Hotel auch noch mitten in der Altstadt nicht weit von der Kaiserburg, dem Albrecht Dürer- und dem Stadtmuseum Fembo-Haus, und sogar die berühmten Rostbratwürstchen im Bratwursthäusle sind zu Fuß zu erreichen.
DZ ab ca.89 Euro. Foto: Hotel Elch…

 

 Stadtspaziergang diesmal: Cluny, Frankreich

Die meisten Besucher kommen entweder wegen der berühmten Pferdezucht oder wegen der riesigen Abtei, die im Mittelalter als Zentrum des geistlichen Lebens in Europa galt. Die Pferde hat Cluny, eine Kleinstadt von knapp 5000 Einwohnern 90 km nördlich von Lyon, Kaiser Napoleon zu verdanken. Der nämlich beschloss 1806, dass er für seine Kriegszüge mehr Pferde an verschiedenen Standorten brauchte. Und so kann man bis heute wunderschöne Tiere – Vollblüter, Ponys und Zugpferde – in den 200 Jahre alten Ställen des Nationalgestüts bewundern.
Für die Ställe ließ Napoleon übrigens Teile der Abtei, die 910 von Wilhelm dem Frommen, Herzog von Aquitanien und Graf von Macon, gegründet worden war, abreißen. In unserer Zeit kann man von der durch die Jahrhunderte immer wieder erweiterten Kloster-Anlage nur noch den kleineren Teil besichtigen. Die letzte Messe, die in der Abteikirche von zwölf Mönchen gefeiert wurde, fand am 25. Oktober 1791 statt, danach fielen große Teile den Wirren der Französischen Revolution zum Opfer.…

Hotel 1Hotel Sachsenhof, Klingenberg, Schleswig-Holstein
Meistens muss man zweimal hinschauen, denn dass der weiße Baumwollschirm über der Hängeleuchte eine Oma-Unterhose aus dem vorvorigen Jahrhundert ist und die Bettdecke ein Frosch ziert oder der Lampenstiel eigentlich ein Flamingo ist, merkt man nicht sofort. Lichterketten hängen an den Gardinen und Engelbilder an den Wänden. Die Bettwäsche ist rotweiß kariert oder mit Schäferszenen geschmückt. Manche Gäste des Hotels Sachsenhof finden das Ambiente und die üppige Dekoration vielleicht kitschig, wir fanden es lustig und romantisch. Dass sich je zwei Zimmer ein Bad auf dem Flur teilen, ist auch nicht weiter schlimm. Der Sonntags-Brunch nämlich ist phantastisch, reichhaltig, lecker und sehr liebevoll gemacht. Da fahrn wir wieder hin!
DZ ab ca.55 Euro
 

Foto: CO…

STADTSP. wikipedia2017-03-21 um 13.33.43
Wer beruflich in Mailand ist – zum Beispiel zur Möbelmesse „Salone del Mobile“ vom 4. bis 9. April – , hat selten eine Chance, viel mehr als das Messegelände und ein paar Showrooms nicht weit vom Dom zu sehen. Meist ist nicht mal genügend Zeit, sich in die Schlange vor dem Gotteshaus einzureihen, um den riesigen Marmorpalast von 1386, in dem 40 000 Menschen Platz haben, zu besichtigen und auf die Dachterrasse hinauf zu steigen. Der Dom ist übrigens die einzige Kirche in Mailand, wo Sie Eintritt bezahlen müssen! Gar nichts – außer dem Preis für einen Espresso vielleicht – kostet Sie hingegen der Besuch des Dachterrassen-Cafés im Kaufhaus „La Rinascente“ genau gegenüber, von wo Sie einen Stadtsp. 2herrlichen Blick auf den Dom und halb Mailand haben. Nach dem Kaffee sind es nur wenige Schritte zur berühmten Galleria Vittorio Emanuele II mit den Luxus-Boutiquen und der Glaskuppel über dem achteckigen Platz  und dem unmittelbar dahinter liegenden Opernhaus „La Scala“, dessen Ruf gigantisch, dessen Anblick aber eher bescheiden ist.…

Hotel Schloss UlrichshusenWer Karten für das Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano im Rahmen der „Festspiele Mecklenburg Vorpommern“ im Schloss Ulrichshusen und auch noch eines der 19 Gästezimmer ergattert hat, der darf sich wahrlich geadelt fühlen.
Das Wasserschloss von 1562, das 1624 abbrannte, wieder aufgebaut wurde, 1987 wieder Opfer des Feuers wurde, und nach wechselnden Eigentümern durch die Jahrhunderte nach der Wende von der Erbauerfamilie von Maltzahn wieder gekauft und wunderschön restauriert wurde, gilt als eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke Mecklenburgs. Außer im Schloss gibt es in den umliegenden Gebäuden Zimmer, Suiten und Ferienwohnungen, alle edel und liebevoll eingerichtet. Das Restaurant „Am Burggraben“ bietet regionale Wildgerichte, im Frühstückszimmer hat man den freien Blick auf den Ulrichshuser See und den Schlosspark. Einfach königlich!

Schloss Ulrichshusen/Mecklenburg-Vorpommern. DZ ab ca. 130 Euro. Foto: Schloss Ulrichshusen

 

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Stadtsp 1Gar keine schlechte Idee! Erst mal eine kleine Stärkung im Bratwursthäusle  am Rathausmarkt, in dem seit 1313 Rostbratwürste auf Buchenholzfeuer gegrillt und auf Zinntellern serviert werden. Ob man sich aber für die sechs, acht oder zwölf kleinen Würste mit Weinsauerkraut entscheidet oder doch lieber für Knöchle (Eisbein) oder Schäufele (gebackene Schweinschulter) mit Kloß, ist eigentlich wurscht, auf jeden Fall ist man schon mal kulinarisch in Franken und seiner geschichtsträchtigen Kapitale angekommen.

Stadtsp 2Ein guter Auftakt, um sich danach das „Stadtmuseum Fembohaus“  ein paar Schritte die Burgstraße hinauf anzuschauen. In dem Prachtbau aus der Renaissance, er entstand zwischen 1591 und 1596, residiert seit 1953 das Stadtmuseum. Früher ließ hier die „Homännische Landkartenoffizin“ Karten in Kupfer stechen.

Den Rundgang sollte man im vierten Obergeschoss beginnen, dort steht das „Tönende Stadtmodell“, ein Mini-Nürnberg aus Holz, dazu gibt es eine zwölfminütige Inszenierung mit Lichteffekten und erzählter Geschichte. Sehr eindrucksvoll!

Und dann wandert man durch die schön restaurierten Räume und informiert sich über die spannende Geschichte der Stadt an der Pegnitz: Von der Macht der Kaiserstadt erfährt man und vom Nürnberger Rat im 14.…

Hotel_hamptonbreakfastbuffet_26_425x303_FitToBoxSmallDimension_CenterHotel Hampton by Hilton, Berlin. Wo gibt es denn so was? Kostenfreies Frühstück! Und dann auch noch mit Rühr- oder Spiegelei, Speck und Würstchen, Pancakes und Ahornsirup, mit Kaffee, Tee und Sekt, Obst, Müsli und Joghurt und selbstverständlich frischen Brötchen. Dass mehrere TV-Geräte gleichzeitig stummgeschaltete Nachrichten übertragen, ist sicher den amerikanischen Gästen zu verdanken. Die Zimmer des Hotels sind großzügig, die Betten bequem, die Bettwäsche ist extrem einladend und die Bäder sind mit allem ausgestattet, was der Reisende so braucht. Und dann liegt das Hotel auch noch keine 200 Meter vom Savigny-Platz und 500 Meter vom Bahnhof Zoo entfernt. Nichts Negatives? Doch, in einigen Zimmern sollte man die Fenster nicht öffnen, da rattert nämlich keine zehn Meter entfernt die S-Bahn vorbei. DZ ab ca. 84 Euro. Foto: Hampton…

Es gibt viele Gründe, nach Colmar zu fahren, allen voran natürlich Matthias Grünewalds großartiger Isenheimer Altar von 1515. Aber auch das Münster und das Pfisterhaus, überhaupt die ganze Altstadt mit ihren wunderschönen Fachwerkbauten und auch La Petite Venise, Klein-Venedig, die Brunnen und die vielen schönen Plätze mit Kneipen und Restaurants sind einen Besuch wert. Am einfachsten ist es übrigens, wenn man mit „Le petit train blanc“, der kleinen weißen Eisenbahn, durch Colmar zuckelt. Das kostet etwa 7 Euro, dauert knapp 35 Minuten, und man bekommt alles zu sehen und in sechzehn Sprachen zu hören, was wichtig ist. Und danach besucht man alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß.

Stadtsp5Zuerst natürlich den Isenheimer Altar: Fünfhundert Jahre sind die drei sogenannten Wandelbilder alt, die auf zwei festen und vier drehbaren Flügeln die Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung Jesu und alle Apostel als Schnitzplastiken zeigen. Auf einem Seitenflügel ist der Heilige Antonius dargestellt, der Schutzpatron des Klosters war, für das der Altar entstand.…

hotel-le-theatreMittendrin, am größten Platz der lebendigen Altstadt von Maastricht, am Vrijthof, liegt das kleine Hotel Le Theatre mit nur zwanzig großzügigen, strahlend weißen Zimmern mit bequemen Boxspringbetten und ganz neuen Bädern. Das namensgebende Theater ist nicht weit und dient auch als Konzerthalle des Limburg Symphonie Orchesters.

Die Gästezimmer liegen im Hinterhaus und sind völlig ruhig, aber vor dem Hotel tobt das Leben mit jeder Menge Kneipen und Restaurants, und alle stellen Tische und Stühle vor die Tür. In die Tiefgarage eine Straße weiter fährt man tief hinunter wie in ein Bergwerk, aber dort steht der Wagen sicher und einigermaßen preisgünstig. Hotel Le Theatre, Maastricht, Holland. DZ ab ca. 100 Euro. Foto: CO…

stadtsp-1-pimrose-hillstadtsp-4Eingeweihte Kreise (yes!) behaupten, dass man Silvester in London unbedingt auf dem Primrose Hill verbringen müsste – wenn man nicht gerade bei Victoria und David, Elton und David oder Kate und William eingeladen war. Denn nur oben auf dem Hügel, immerhin 78m über der Stadt, kann man völlig kostenlos das gigantische Feuerwerk über London bewundern und gleichzeitig sicher sein, nicht von Böllern getroffen zu werden, denn  Feuerwerk ist im Park verboten. In der angrenzenden Regent’s Park Road hat einst übrigens Friedrich Engels gewohnt, heute soll dort irgendwo Jamie Oliver residieren. Den soll man auch gelegentlich in dem schönen griechischen Lokal  „Lemonia“ sehen können. Silvester servierte man dort köstliches Lamm-Schaschlik, gegrillten Thunfisch und üppige Moussaka und nachher noch Apple Pie mit Vanilleeis. Herrlich!

Man sollte die Regent’s Park Road allerdings eher im Hellen besuchen, dort gibt es nämlich viele kleine, feine Läden, Cafés und Restaurants, das „Sweet Things“ zum Beispiel, wo man quietschbunte, handgemachte Mini-Cupcakes bekommt, oder „Spice“ mit seinen trendigen Sneakern, oder „Graham & Green“ mit coolen Designer-Möbeln, handgeknüpften Teppichen und schrillen Accessoires.…

hotelHotel de Bourgogne, Cluny, Frankreich
Gegenüber ist der Eingang zur berühmten, tausend Jahre alten Abtei von Cluny, und auch zum Nationalen Gestüt mit den wunderschönen Pferden, gegründet 1806 von Napoleon, sind es nur wenige Schritte. Das Hotel de Bourgogne beherbergt schon seit 1817 Gäste, unter anderen wohnte hier der bekannte Poet Alphonse de Lamartine (1790-1869). Dreizehn Zimmer und drei Apartments stehen zur Verfügung, es gibt einen hübschen kleinen Garten und eine alte Scheune, in der Autos geparkt werden können. Die kleinen Zimmer sind vielleicht etwas bieder eingerichtet, aber sehr ruhig, und die Atmosphäre ist familiär und entspannt. DZ ab ca. 90 Euro. Foto: CO…

Der Kini (1845–1886) hat schon gewusst, wo es richtig schön ist. Deshalb steht sein Märchenschloss Neuschwanstein ja auch am Ammergebirge im Allgäu mit einem Rundumblick auf den schönen Bannwald-, den Forggen-, Hopfen- und Weißensee, den Flusslauf des Lech – und auf das malerische Füssen, das schon seit 1286 Stadtrecht hat. Auch wenn König Ludwig II.  sein „Ideal der mittelalterlichen Burg mit modernster Technik“ niemals vollendet erlebt hat, so ist Neuschwanstein doch ein würdiges Denkmal geworden. Das royale Stück Glamour steht dem republikanischen Deutschland und dem Allgäuer Städtchen mit seinen rund 15 000 Einwohnern ziemlich gut – finden jedenfalls Tausende von internationalen Gästen im Jahr.

stadtsp-1Fährt man an Füssen vorbei und biegt kurz vor dem Märchenschloss scharf nach rechts ab, dann wird man mit einem atemberaubenden Anblick belohnt: Beim Lechfall stürzt das Wasser des Flusses über fünf natürliche Stufen zwölf dramatische Meter in die Tiefe und fließt dann in die verengte Lechschlucht und ist wieder der friedlich dahinströmende Fluss.…

index2 Mitten in einem Wohngebiet direkt am Frankfurter Zoo übernachtet man im Hotel Alexander absolut ruhig. Zu Fuß ist man in 10 Minuten in der turbulenten Bergerstraße und in 15 Minuten am Main, gleich neben der neuen EZB. Die Zimmer sind großzügig, schön hell und bequem eingerichtet, die Bäder mit genügend Ablagefläche ausgestattet, und WLan ist überall kostenlos verfügbar.

indexDie Tiefgarage ist teuer, aber angesichts allgemeiner Parkplatznot fast unvermeidlich, das Frühstücksbüfett ausgesprochen üppig. Und der Service absolut reizend.
Alexander am Zoo, Frankfurt. DZ ab ca. 137 Euro inkl. Frühstück. Foto: Alexander am Zoo…

stadtsp-1Sofort setzt das „historische Gefühl“ ein, dieser Respekt vor dem, was man früher alles so geschaffen hat. In diesem Fall ist es die Porta Nigra in Trier, vor der man staunend den Kopf in den Nacken legt. Das imposante Stadttor  – 30 m hoch, 36 m breit und 25,5 m tief – aus Sandstein wurde 180 n. Chr. von den Römern erbaut, schon im Mittelalter war der Stein verwittert, daher der Name Nigra – schwarz. Die Römer hatten Trier bereits 16 v. Chr. gegründet, so ist sie die älteste Stadt Deutschlands. Eine 6,5 km lange Mauer umschloss damals die Stadt, die Porta Nigra war das Nordtor und bestand aus 7200 Steinquadern, von denen jeder bis zu 6 Tonnen wiegen konnte. Kein Wunder also, dass es wohl fast vier Jahre gedauert hat, die Porta Nigra zu bauen. Um 1035 ließ der Trierer Erzbischof Poppo zu Ehren des heilig gesprochenen Mönches Simeon das Stadttor in eine Kirche umbauen, was die Porta Nigra wohl vor dem Verfall und späterem Abriss bewahrt hat.…