Pension Zum alten Rathaus, Gemünd, Eifel. Welch schöne Überraschung! Das erdbeerfarbene Haus mit Bäckerei und Café am großen Parkplatz vor dem alten Rathaus im sensationsfreien Kurort Gemünd verbirgt im Obergeschoss fünf großzügige Gästezimmer mit Balkon, Teebereiter und intelligent aufgeteiltem Bad. Es riecht ganz wunderbar nach Wald, denn die Zimmer sind rundum holzgetäfelt, sie haben Boxspringbetten und sanfte Beleuchtung. Die fröhliche Frau Müller sorgt für ein leckeres Frühstück mit frischen Brötchen, die ihr Mann aus der Bäckerei heraufschickt, und auch noch für weitere Wegzehrung, denn die meisten Gäste sind Wanderer, die zu Fuß die Eifel erkunden. DZ ab ca. 100 Euro inkl. Frühstück. Foto: CO…
Stadtspaziergänge und Hotels
So beschaulich geht es in dieser schönen alten Stadt noch zu: Die junge Frau rollt auf ihrem schweren, schwarzen Hollandrad die kleine Gasse entlang über den in frühes Sonnenlicht getauchten Platz vor der „Onze Lieve Vrouwebasiliek“. Die Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert und war einst Mittelpunkt der Stadt Maastricht. Die französischen Besatzer nutzten sie Ende des 18. Jahrhunderts als Pferdestall, aber seit dem 19. Jahrhundert wird hier wieder gebetet.
Die frühe Radfahrerin strampelt vorsichtig an den hochgestellten Korbstühlen der Cafés vorbei, grüßt den Straßenfeger, umkurvt den kleinen Milchtransporter, und stoppt vor der weit offenen Tür der Basilika. Eine ganze Weile verharrt sie bewegungslos mit Blick auf den Altar, bekreuzigt sich schließlich und steigt ganz entspannt wieder auf ihr Fahrrad und radelt davon.
Wenn Sie von hier Richtung Maas gehen, stoßen Sie bald auf die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, die um 1230 gebaut wurde. Am anderen Ufer des Flusses liegt der Stadtteil Wyck mit dem Kulturzentrum Centre Céramique und dem spektakulären Kunstmuseum Bonnefanten, das der italienische Architekt Aldo Rossi gebaut hat und das 1995 eröffnet wurde.…
Hotel Mercure Beaux Arts, Lyon, Frankreich. Mittendrin in der Innenstadt von Lyon residiert das 4-Sterne-Hotel in einem wunderschönen Haus aus dem 19. Jahrhundert, das zum UNESO-Weltkulturerbe gehört. Wenn man dann allerdings das Pech hat, eins der kleinen Zimmerchen zum Innenhof im zweiten oder dritten Stock zu erwischen, dann ist es ziemlich dunkel, und man muss sich weit aus dem Fenster beugen, um den strahlend blauen Himmel zu sehen. Dafür ist es sehr ruhig, was ja auch ein Vorteil ist, so nah am belebten Place des Jacobins. Sonst ist alles vorhanden, was man braucht: ein gutes Bett, eine Minibar und im Bad eine Regendusche unter der Decke. Für Croissant und Cafe au Lait empfiehlt sich eine der vielen Bars in der Umgebung, das Frühstück im Hotel ist viel zu teuer.
DZ ab ca. 118 Euro. Foto: CO…
Natürlich ist unsere Hauptstadt immer eine Reise wert. Das finden auch jede Menge Menschen in anderen Teilen der Welt, die Stadt ist unentwegt voller Touristen aus Japan und Italien, aus China und den USA, aus Belgien und aus Skandinavien. Und alle schlendern durch das Brandenburger Tor und über den Alexanderplatz, um den Reichstag herum, über den Potsdamer Platz, zum Schloss Bellevue und den Kurfürstendamm entlang. Alles sehenswert, keine Frage, aber es gibt noch so viel mehr zu sehen.
Da ist zum Beispiel der Savignyplatz nicht weit vom Kudamm. Bereits 1862 wurde hier ein Platz angelegt, der 1887 nach dem Juristen Friedrich Carl von Savigny benannt wurde. Seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts sind die Grünflächen mit Sitzlauben und Staudenrabatten eingefasst, und zwei identische Bronzeskulpturen von 1931 – eine ist ein Nachguss von 1955 – „Knabe mit Ziege“ stehen sich im kleinen Park gegenüber. Der Platz wird von der viel befahrenen Kantstraße durchschnitten, und trotzdem nutzen Einheimische und Touristen die Bänke gern zum Ausruhen.…
Hotel Gutshof Sparow, Sparow, Mecklenburg-Vorpommern. Wo hat man das schon: ein Kirchlein auf dem Hotelgelände. Auf dem weitläufigen „Gutshof Sparow“ steht es an einem großen Fischteich, über den eine schmale, geschwungene Holzbrücke führt. Für romantische Hochzeiten einfach ideal! Zum alten Gutshaus sind in den letzten fünfzehn Jahre einige Neubauten dazu gekommen, mit großzügigen Zimmern und Suiten. Im Garten kann man Schach spielen und grillen, Kinder dürfen das Piratenschiff „Santa Sparow“ erobern, während die Eltern sich beim Tennis oder Squash messen, in der Sauna sitzen oder schwimmen, E-Bike fahren oder kegeln. Und der nächste See ist auch nur zehn Gehminuten entfernt. Ein üppiges Frühstück gibt es im Wintergarten, deftige Brotzeiten werden in der Jagdstube serviert. Wem das immer noch zu wenige Angebote sind, der kann auch noch Beauty-Behandlungen und Kochkurse buchen oder seinen Jagdschein machen. DZ ab ca. 74 Euro. Foto: Hotel Sparow…
Die Schlange vor der Tiefgarage unter der Kathedrale La Seu ist immer lang. Hier wollen halt viele gleich bei der Einfahrt nach Palma ihr Auto loswerden. Aber es gibt noch mehr Parkplätze, zum Beispiel die Garage an der Placa de la Feixina. Wenn Sie dann Ihren Wagen gut verstaut haben und die Avinguida Argentina überqueren, sind Sie schon drin im neuen In-Viertel „Santa Catalina“.
Finca Sa Galera, Ca’s Concos, Mallorca. Der schönste Platz ist sicher auf der Terrasse unter Palmen, Pinien und blühender Bougainvillea, auf der gefrühstückt wird und abends engagierte Köche Feines vom iberischen Schwein und Leckeres vom Meeresgetier servieren. Aber auch im weitläufigen Garten des schicken Landhotels oder am mittelgroßen Pool lässt es sich gut aushalten. Geschmackvoll eingerichtete Zimmer gibt es in verschiedenen Größen ab 16 qm, immer mit Himmelbett und Klimaanlage. Sauna, Jacuzzi und Fitnessraum sind auch vorhanden, und Massagen und Beauty-Behandlungen werden angeboten. Wem es irgendwann zu still und zu friedlich wird, der kann sich ein Fahrrad leihen und ist nach 6,3 km im munteren Städtchen Santanyi mit vielen Lokalen und schönen Shops. Und ein paar attraktive Strände sind nicht weit. DZ ab ca. 130 Euro.
Fotos: Horst Conrad …
Ein bisschen unscheinbar ist sie schon, die Himmelpfortgasse in Wiens erstem Bezirk. Und auch der Eingang zum Winterpalais des Prinzen Eugen von Savoyen (1663-1736) macht erst einmal nicht viel her. Aber dann steigt man im „Prunkstiegenhaus“ die Treppe hinauf – und wähnt sich in einer ganz anderen, prächtigeren Zeit. Das barocke Ambiente aus strahlend weißem Kaiserstein, in dem Atlanten als Stützen der Treppe dienen, ist ein beeindruckendes Beispiel hervorragender Steinmetzarbeit. Dieses Stiegenhaus ist wirklich eines Palastes würdig! Und erst die Säle voller Deckengemälde, edler Parkettböden, goldgerahmter Spiegel, Seidentapeten und strahlender Kronleuchter! Prinz Eugen war erfolgreicher Feldherr, Präsident des Hofkriegsrates und Statthalter der österreichischen Niederlande (heute etwa Belgien und Luxemburg), das Palais war sein Winterdomizil, im Sommer lebte er im wenige Kilometer entfernten Belvedere. Der Bau in der Himmelpfortgasse wurde 1697 begonnen und in mehreren Phasen bis 1719 fertig gestellt. Als Prinz Eugen 1736 starb, versteigerte seine Erbin und Nichte Anna Viktoria seinen Besitz.

Der Blick von der Dachterrasse ist einfach grandios, man schaut über die gesamte Altstadt bis hinunter zum Fluss Tejo. Einen kleinen Pool und eine Bar gibt es da oben auch. Die Zimmer im Hotel Lisboa Liberdade sind in warmen Farben gehalten, geradlinig und zweckmäßig eingerichtet, die Bäder könnten allerdings mal wieder renoviert werden. Das Personal ist extrem freundlich, in der kleinen, netten Bar im Foyer serviert man leckere Drinks und Fußballüber-tragungen rund um die Uhr. Das Restaurant, in dem auch ein üppiges Frühstück serviert wird, wirkt zwar nicht ganz so einladend, aber zum Glück liegt das Hotel an der breiten Prachtstraße Avenida da Liberdade nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt, und dort kann man fast an jeder Ecke die verlockenden Natas und einen anständigen Kaffee bekommen.
Touristen trifft man hier selten, aber die Hamburger besuchen ihren Stadtpark ganz oft und überaus zahlreich. Schon in den ersten Frühlingstagen, wenn bemützte Cabriofahrer vorwitzig das Verdeck zurückklappen, tummeln sich Spaziergänger und Jogger, Radelfahrer und Skater, Nordic-Walker und Hundesitter, bolzende Jungs und schicke Winterhuder an Fitnessgeräten, Kinderwagen-Schieber und Großfamilien mit Picknickdecken, enthusiastische Griller und schüchterne Pubertiere mit der ersten Freundin – kurz tout Hambourg im größten Grün der Stadt.
Im sierichschen Gehölz steht das 1885 erbaute, mittlerweile denkmalgeschützte Forsthaus und seit 1915 ein imposanter Wasserturm, der ab 1930 dann zum Planetarium wurde. Zur Zeit wird der Bau restauriert und erweitert und bleibt deshalb bis Anfang 2017 geschlossen.
Hotel Hombergen 101, Nettetal. Zugegeben – der Nabel der Welt ist anderswo. Aber wer zum Radeln oder Wandern an den Niederrhein fährt, wer Venlo erkunden oder in Roermond shoppen möchte, der ist bei Elisabeth Schneider gut aufgehoben. Ihre drei Appartements bieten Boxspringbetten und Sitzgruppen, W-Lan und Terrassen, großzügige Bäder und ein liebevolles, ganz persönliches Frühstück. Und dann noch diese Ruhe! DZ ab ca. 75 Euro. Foto: Jutta Höfs …


Promotion. Das Palm Garden Resort findet man in Zentralvietnam, im Ort Hoi An, das zum Weltkulturerbe gehört. Das Resort liegt inmitten eines tropischen Gartens. Die traumhafte Anlage ist traditionell gebaut, aber mit zeitgemäßem Luxus ausgestattet. Das Fünf-Sterne-Hotel hat insgesamt 214 Zimmer und Bungalows, die zwischen 35 und 70qm groß sind. Strandbar und Restaurant laden zu romantischen Stunden unterm Sternenhimmel ein. Auch massiert wird am Strand. Wer es lieber privater mag, kann sich im schönen Spa verwöhnen lassen. Oder man legt sich einfach an den Strand unter schattenspendende Palmen, wenn man vom Shoppen aus dem wuseligen, farbenfrohen Städtchen Hoi An mit dem Hotelshuttle zurück gekehrt ist. Wie herrlich!
Tatsächlich – sie klappern. Silves, die kleine Stadt in Südportugal, nicht weit von Faro an der Algarve, ist ein Hotspot für Störche. Und die klappern mit ihren langen Schnäbeln! Die Adebare sind in erster Linie nicht ihren Partnern treu, sondern ihren Nestern, und davon gibt es in Silves auf praktisch jedem Turm, jedem Pfeiler, jeder hohen Mauer bisweilen ziemlich ausladende Exemplare. Im April sind jeweils zwei fleißige Tiere dabei, ihre Nester auszubauen und für die Brut vorzubereiten. Und nähert sich ein fremder Artgenosse, dann wird geklappert, was die Schnäbel hergeben!
Tatsächlich – man wohnt mitten im Dschungel. Die zweigeschossigen Häuschen des Hotels auf der Halbinsel Cancun mit riesigen Terrassen oder Balkonen, mit offenen Bädern, in denen salziges Wasser aus der Dusche kommt, und Küchen mit Gasherd und großem Kühlschrank, stehen unter Schatten spendenden Fächerpalmen so weit aus einander, dass man die nächste Hütte nur schemenhaft sieht.
Trotzdem sind es zum weißen Sandstrand nie mehr als hundert Meter. Und dort schwingen Matratzen für zwei sanft unter geflochtenen Palmendächern. Himmlisch!
Schon mal rohe Roulade probiert? Das ist neben Heidschnucke, Heidehonig, Heidegeist (Schnaps) und Heidesand (Kekse) eine Spezialität in Celle, die auch gern als „Löwenfutter“ bezeichnet wird. Dazu wird eine ganz dünne Scheibe Rindfleisch aus der Oberschale mit Senf bestrichen, mit Speck und Zwiebeln belegt, und mit einer speziellen Gewürzmischung – geheim, geheim! – verfeinert, dann aber eben nicht geschmort. Jedes Lokal rollt seine eigene spezielle Gewürzmischung mit hinein. Gibt es zum Beispiel im Restaurant „Bier-Akademie“ als Vorspeise oder Hauptgang mit Graubrot oder knusprigen Bratkartoffeln. Für Fleisch-Liebhaber ein Hochgenuss!

Aber beileibe nicht der einzige. In der Celler Altstadt findet man jedenfalls auffällig viele Restaurants, mit deutscher, italienischer oder internationaler Küche, es gibt Chinesen und Griechen, Steakhäuser und jede Menge nette Cafes. Das Museum-Café zum Beispiel am Markt, gleich neben der Stadtkirche St. Marien von 1308 und dem alten Rathaus mit dem Tourismusbüro, serviert als Spezialität Bienenstich und Maracuja-Torte.

Celle hat fast fünfhundert Fachwerkhäuser, alle gut restauriert und sehr hübsch bemalt.…
Was für eine Pracht! Schon von draußen kann man die riesige Lobby mit ihren Marmorsäulen, Spiegeln, rosa Kronleuchtern und dem goldgefliesten Rezeptionstresen bewundern. Falls Sie Sonntag Abend hereinschauen: Dann wird dort Tatort geguckt, das ist Kult!Hotel Reichshof Hamburg. DZ ab ca. 126 Euro. Foto: Reichshof Hamburg…
Von dort sind es nur ein paar Schritte zum Grand Place oder Grote Markt, dem zentralen, sehr lebendigen Platz mit gotischem Rathaus und barocken Fassaden.
Es sind nur drei Stationen mit der U-Bahn (oder sechs mit dem Bus) vom Hotel bis ins Zentrum, aber Touristen trifft man wenige, hier findet das normale Leben statt. Die Zimmer im Hotel sind groß und hell, was man nach dem langen schwarzen Flur gar nicht erwartet. Das Frühstücksbüfett ist gut und sehr reichlich bestückt, das Personal absolut reizend, die Cocktails in der hübschen Bar sind exzellent gemixt, obwohl man dort immer Fußball gucken muss, und wenn man zufällig Geburtstag hat, während man im Doubletree nächtigt, dann findet man abends ein Fläschchen Portwein und eine kleine Schokoladentorte auf seinem Zimmer vor. Wie nett ist das denn!
Alles gut also im Hilton in Lissabon? Nicht ganz, das Bad im dunkel getönten Glaskasten muss man schon mögen. Beim Duschen (mit einer total unpraktischen Armatur) hat man Blickkontakt zum Bett, Ablagefläche um den Waschtisch gibt es fast gar nicht, das Licht reicht nicht zum Schminken, ein Vergrößerungsspiegel wird schmerzlich vermisst, und die Tür zum dunklen Glaskasten verschließt entweder das ganze Bad oder das finstere WC.…
Wenn das Wetter mitspielt, hat Meran eigentlich alles, was man so braucht. Ringsum ziemlich beeindruckende Berge, Wasser, das mitten durch den Ort rauscht und an dem es sich vortrefflich spazieren lässt, eine beschauliche Altstadt mit vielen hübschen Lädchen unter ehrwürdigen Arkaden und jede Menge gemütliche Kneipen, wo Tiroler Speck und Spinatknödel noch die meisten glücklich gemacht haben.

Plötzlich Prinzessin! Kaum hat man das Hotel Steigenberger Wiltcher’s in Brüssel, einen beeindruckenden Art-Deco-Bau, betreten, fühlt man sich augenblicklich als Königliche Hoheit. Schon die Halle ist extrem stilvoll, Marmorfußboden, üppige Vorhänge, warme Farbtöne, viele bequeme Sitzgruppen. Die 225 Zimmer und 42 Suiten sind mit schicken Sesseln, kleinen Schreibtischen und gutem Leselicht am geräumigen Bett ausgestattet, die Marmorbäder außerordentlich elegant. Nur den Wasserdruck hätte man sich etwas stärker gewünscht. Das Frühstück auf der Terrasse ist ein Erlebnis. Überhaupt, wäre nicht Brüssel vor der Tür zu besichtigen, könnte man das 5-Sterne-Haus durchaus mehrere Tage rund um die Uhr genießen.
