Stadtspaziergänge und Hotels

Die kleine Gloria hat Kraft. Schließlich befördert sie den ganzen Tag jede Menge aufgeregte Touristen und langmütige Einheimische den steilen Berg hinauf. „Ascensor da Gloria“ ist eine ziemlich alte, ziemlich niedliche Standseilbahn. Sie fährt vom Lissaboner „Praca de Restauradores“ mit seinem Teatro Eden, einem Großkino von 1931, in dem heute ein Hotel ist, 265 m hoch, überwindet dabei eine Höhe von 48 m und eine Steigung von 18 %. Seit 1885 ächzen Gloria und ihre Vorfahren dort hinauf. Oben hat man dann aus dem kleinen Park „Jardim de Sao Pedro de Alcantara“ einen großartigen Überblick über die Altstadt.
 
Wieder unten spaziert man vorbei an dem schönen Bahnhof „Rossio“ von 1890 am gleichnamigen Platz, der im sogenannten manuelinischen Stil mit hufeisenförmigen Eingängen erbaut wurde. Benannt ist der prachtvolle Stil nach König Manuel I., der von 1495 bis 1521 regierte und Portugal zu wirtschaftlichem und kulturellem Aufschwung verhalf.
Gleich neben dem Bahnhof findet man übrigens ein sehr nettes Restaurant, das „Leao d’Ouro“ mit schönen Fliesenbildern an den Wänden und Cataplana – einem im typischen Kupfertopf mit Deckel gegarten Eintopf –, schwarzem Schwein und viel frischem Fisch auf der Speisekarte.
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foto angela 2014 IMG_#A32E1Von Gastautorin Angela Oelckers, die zwölf Jahre als Cheredakteurin und 5 Jahre als Ressortleiterin in verschiedenen Wohn- und Frauenmagazinen vorzuweisen hat, und heute ein eigenes Redaktionsbüro in Hamburg führt.  angela.oelckers@gmx.net

Entspannung für Fortgeschrittene

Stadtsp 1 Abfahrt, copyright Lohnkutscherei BlattnerIm Allgäu ist alles Landschaft: wilde, romantische, liebliche, schroffe, nützliche und oft auch gefährliche. Wenn an einem späten Herbsttag die Gipfel der Hochalpen verschneit glänzen und im Tal alles in knalligen Farben leuchtet, mutet sie geradezu kitschig an. Das Wetter meint es gut mit soviel Schönheit, während sich andernorts zäh der Nebel hält, scheint hier gern strahlend die Sonne. So kommen die meisten Besucher wegen der Landschaft her, zum Wandern oder Skifahren. Zack, von der Bahn auf den Wanderweg oder in die Gondel. Dabei hat das Örtchen Oberstdorf, die südlichste Gemeinde Deutschlands und im Jahr 1141 durch die Weihe-Inschrift in der Kirche erstmals urkundlich erwähnt, auch Einiges zu bieten. Durchaus dörflichen Charme etwa, alte Häuser im Allgäuer Bauernstil und traditionelle oberstdorf stillachtalGeschäfte, erstklassige Restaurants und regionale Spezialitäten.…

Malchow 2015Wie schön, endlich mal kein Büfett! Zum Frühstück serviert eine reizende junge Dame statt dessen eine Etagere mit Schinken und Melone, mit Frischkäse und Schnittlauch, mit Leberpastete und Gürkchen. Dazu gibt es knusprige Brötchen aus der hauseigenen Backstube, frischen Kaffee und einen leckeren Smoothie – und alles mit Blick auf den herrlichen Malchower See. Auch aus den meisten der schick eingerichteten Zimmer mit großem Doppelbett und Sofa, mit extra gutem Leselicht und riesigem Flachbildschirm hat man freien Blick aufs Wasser. Und in der Dependance, zu der man über eine der wenigen Drehbrücken Norddeutschlands geht, gibt es sogar ein Plätzchen direkt am See. Übrigens: die gemütlichen Hotelzimmer haben Namen wie Fantasie, Übermut, Sinfonie oder Sehnsucht. Und wer nicht gestört werden möchte, hängt eine kleine Schiefertafel an die Tür, darauf steht: Wir träumen noch! Hotel Rosendomizil, Malchow, Mecklenburg Vorpommern, DZ ab 79 Euro Foto: Klaus Hemme…

IFDie allermeisten Hamburg-Touristen lustwandeln an der Binnenalster und am Jungfernstieg mit seinen attraktiven Geschäften und besteigen vielleicht sogar einen der Alsterdampfer, die hier ablegen. Deutlich weniger Gäste sind schon an der 164 ha großen, etwa 2,8 km langen Außenalster beim Joggen oder Spazierengehen, beim Fahrradfahren oder Grillen auf den angrenzenden Wiesen anzutreffen. Und nur wenn die Alster mal richtig zufriert und dann endlich, endlich von den vorsichtigen Behörden freigegeben wird, tummeln sich auf der Alster Glitscher und Eisläufer zwischen Bratwurstbuden und Glühweinständen.
Aber die wenigsten überqueren am nördlichen Ende der Außenalster die Krugkoppelbrücke mit dem fantastischen Blick auf die Stadt, um dann in den Leinpfad einzubiegen.
Wie schade! Der Leinpfad gehört nämlich zu den schönsten Straßen Hamburgs. Hier wurden früher Alsterschuten an Leinen den Fluss hinauf gezogen, wenn sie leer waren von Frauen, beladen von Pferden, und so heißt der einst sehr schmale Weg seit 1866 Leinpfad.
Hier, am östlichen Rand des Flusses Alster, kurz bevor er in die einst künstlich angelegte Außenalster fließt, stehen einige der prachtvollsten Villen der Stadt.
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IFZur Place de Clichy sind es nur 300 Meter, der berühmte Friedhof „Le Cimetière de Montmartre“, auf dem Jacques Offenbach, Heinrich Heine und Edgar Degas begraben sind, ist nur ein paar Schritte entfernt, und zur Basilika Sacré Coeur geht es 500 Meter den Hügel hinauf durch ziemlich belebte Gassen und Sträßchen, in denen Kneipe neben Kneipe lockt und abends das Leben tobt. Der richtige Standort also für alle, die in Paris nicht nur den Eiffelturm und den Louvre sehen möchten. Das Hotel Mercure ist von außen ein großer langweiliger Kasten, aber schon die Halle ist einladend möbliert, die Treppe hat sogar ein gewissen glamourösen Schwung. Die Zimmer sind klein, aber sinnvoll eingerichtet, und das Personal ist ausgesprochen reizend.

Hotel Mercure Paris Montmartre DZ ab 136 Euro. Foto: CO…

Da kommen sie. Der erste hört auf zu kraulen, richtet sich auf und steigt über die letzte Welle, zieht schon am Reißverschluss seines Neoprenanzuges und läuft den Strand hoch, vorbei an den applaudierenden Schaulustigen. Nach 1,9 km Schwimmen in der Ostsee ist der erste Teil des „Ironman 2015“ in Binz auf Rügen geschafft. Tausend Sportler aus 33 Nationen nahmen in diesem Jahr teil, und ihr diesjähriger Durchgang lieferte eigentlich eine gute Vorlage, das schöne Seebad samt Umgebung kennenzulernen.
Nach dem Schwimmen ging es barfuss auf einem Teppich durch die Paul- und Hans-Beimler Straße zum Hauptbahnhof, gebaut 1938 und heute direkt mit München, Köln, Frankfurt und Wien verbunden. Dort wechselten die Athleten in ihre Radfahrerkluft und schwangen sich in den Sattel: zur 90 km Fahrradtour.

Die Zuschauer hatten derweil Zeit, sich die eindrucksvolle Bäderarchitektur anzuschauen. Die „Villa Salve“ zum Beispiel, Strandpromenade 41, die 1899 im italienischen Neorenaissance-Stil erbaut und 1993 liebevoll restauriert wurde.
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Hotel WöhlerWeinhaus Wöhler, Schwerin. Natürlich lohnt ein Besuch in dem schönen, alten Fachwerkhaus, das 2001 aufwendig restauriert wurde, das ganze Jahr, aber besonders zwischen 8. Juli und 14. August 2016: Dann serviert das hauseigene Restaurant im idyllischen Innenhof ein leckeres Opern-Menü, wenn die meisten der Hotelgäste des Weinhauses Wöhler zu den Schweriner Schlossfestspielen anreisen – in diesem Jahr wurde La Traviata openair gegeben, im nächsten wird es Aida sein.  Ein Absacker-Weinchen nach der Aufführung hält die gemütliche Bar natürlich auch bereit. Die sehr großen Zimmer und Bäder sind bieder aber sinnvoll eingerichtet, das üppige Frühstücksbüfett bietet auch verwöhnten Gaumen eine große Auswahl, und das Personal ist absolut reizend. DZ ab 80 Euro. Foto: Weinhaus Wöhler…

UnknownUnser neuer Kolumnist, der Ungar Peter Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de.

WISSEN SIE, WAS SIE FÜR EINEN BESUCH IN BUDAPEST GUT GEBRAUCHEN KÖNNEN? EIN SCHWEIZER TASCHENMESSER, WENIGSTENS ABER EINE HAARKLAMMER.

Besonders wichtig sind diese Utensilien, wenn man die charmante alte U-Bahn benutzen möchte. Denn die meisten hübschen Kioske, wo man früher Fahrkarten kaufen konnte, sind inzwischen geschlossen.

Bleiben also die Fahrkarten-Automaten auf der Straße vor den Stationen. Ihre Benutzung ist unkompliziert. Ob einfache Fahrt, Umsteigen, Tageskarte – Geld in den Schlitz, die Karte kommt heraus. Hat man die Fahrkarte mit Forint-Münzen bezahlt, gibt es selten Probleme. Wenn man aber einen größeren Schein in den Schlitz geschoben hat und darauf wartet, dass ein kleinerer Schein aus dem Rückgabe-Schlitz herauskommt – kann man unter Umständen lange warten.

Als mir dies das erste Mal passierte, erschien sogleich eine gute Fee, obendrein hübsch und eine geübte U-Bahn-Fahrerin, mit einer Haarklammer und erklärte mir: „Der Geldschein möchte gern heraus – doch leider kann er nicht durch den Schlitz, weil der vermutlich mit feinem Klopapier verstopft wurde.

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Radler und Wanderfreunde wissen es natürlich längst, aber auch der Rest der Welt darf ruhig erfahren, dass am Niederrhein geradezu ideale Bedingungen für Naturfreunde herrschen. Nettetal zum Beispiel, eine Gemeinde aus sechs Ortschaften, die seit dem 1. Januar 1970 zur Stadt zusammengeschlossen sind, liegt kurz hinter Viersen direkt an der holländischen Grenze und hat neben den malerischen Flüssen Nette und Renne zwölf hübsche Seen und viele dichte Waldgebiete zu bieten.

Ein guter Startplatz zur Erforschung der Gegend ist der Krickenbecker See im Naturschutzgebiet. Dort gibt es einerseits ein schönes Hotel mit Restaurant und hauseigener Backstube und andererseits das „Infozentrum der Biologischen Station Krickenbecker See e.V.“, in dem man ausführliche Dokumentationen über Fauna und Flora der Umgebung und über z. B. das Rohrdommel-Projekt und die Lebensweise der ortsansässigen Biber bekommt. Das Infozentrum bietet auch geführte Wanderungen und Fahrrad-Exkursionen zu Fischottern, Fledermäusen, Wildtieren und Wasservögeln an.

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IFDrei verschiedene Rundwanderwege von maximal 10 km Länge starten hier an der Fußgängerbrücke über die Seen Hinsbecker und Glabbacher Bruch direkt am Schloss Krickenbeck, das jetzt ein Tagungshotel ist.…

IFWyndham, Frankfurt Wer zwischen den zwei hässlichen Hochhäusern gegenüber den Main sehen kann, der hat wirklich Glück. Das Hotel Wyndham steht nämlich in der zweiten Reihe am Fluss. Aber wer sucht sich schon ein Stadthotel nach der Aussicht aus? Genau. Und diese komfortable Herberge mit den schicken Designermöbeln im Foyer ist gerade mal zehn Gehminuten vom Museumsufer und fünfzehn vom Römer entfernt. Die Zimmer sind mit Schreibtisch und Ruhesessel, mit Espressomaschine und Wasserkocher, mit sehr guten Matratzen und vielen Kissen ausgestattet. Das Licht im Bad kommt aus einer kreisrunden, in den Spiegel integrierten Leuchte, reichlich Ablagefläche ist auch vorhanden. Die gut bestückte Bar mitten im Foyer lädt nicht nur zu einem Absacker ein. DZ ab 139 Euro. Foto: CO
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Diese Stadt ist natürlich immer eine Reise wert, schließlich hat sie den Stephansdom und die Hofreitschule zu bieten, Schloss Schönbrunn und Schloss Belvedere. Aber in diesem Jahr wird auch noch die Ringstraße 150 Jahre alt, und das feiert man gleich mit mehreren Ausstellungen. Im Jüdischen Museum gibt es noch bis 18. Oktober „Ringstraße. Ein jüdischer Boulevard“ und im wunderschönen Prunksaal der Nationalbibliothek „Wien wird Weltstadt. Die Ringstraße und ihre Zeit“ bis zum 1. November zu sehen.

Der Bau des Prachtboulevards  begann 1857, als Kaiser Franz Josef I. beschloss, die mittelalterlichen Festungsanlagen rund um die Innenstadt und das davor entstandene Glacis mit Alleebäumen, Fußwegen und Laternen abzureißen, denn die Stadt wuchs und brauchte mehr Platz. „Es ist Mein Wille…“ begann das Dekret seiner Majestät, mit dem er das gewaltige Projekt für die nächsten 50 Jahre in Gang setzte. Zur Finanzierung der offiziellen Bauten wie dem Parlament und dem Burgtheater wurden Grundstücke an Privatleute verkauft, und so entstanden jede Menge Prachtbauten an der Ringstraße.
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Hotel Sofitel-14Strahlendweiß ist das Zimmer. Wände, Möbel, Badausstattung, Bettwäsche und auch der Fußboden, alles ist wunderbar weiß. Man kann aber auch ein Zimmer ganz in lichtem Grau oder elegantem Schwarz haben. Das Hotel Sofitel am Wiener Schwedenplatz ist ziemlich schick. Der berühmte französische Architekt Jean Nouvel hat 18 Stockwerke mit 182 Zimmern, mit Konferenzräumen, einem Wellness-Bereich und riesigem Foyer gefüllt. Und oben drauf hat er ein Restaurant gesetzt mit zehn Meter hohen Fenstern und gigantischem Blick auf Stephansdom, Hofburg und Rathaus. Dort, im Le Loft, bereitet der drei-Sterne-Koch Antoine Westermann französische und österreichische Spezialitäten zu. Eine richtige Luxusherberge also!

Sofitel, Wien DZ ab 212 Euro Foto: Sofitel
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Stadtsp. 01 Whitney Museum NYC 2014 - JobstWer jetzt das Glück hat, nach New York reisen zu können, der muss unbedingt das neue Whitney besuchen. Seit 1. Mai ist der fabrikähnliche Bau vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano für die Öffentlichkeit geöffnet, und jeden Morgen stehen lange Schlangen vor dem „Whitney Museum of American Art“ und warten auf Einlass. Denn das, was von außen wie aufeinander gestapelte Kästen mit Feuerleitern und Kränen aussieht, verbirgt grandiose Ausstellungsräume voller Atmosphäre mit großen Terrassen davor, die spektakuläre Ausblicke auf Manhattan erlauben. Tout New York ist sich einig: Der Umzug aus dem einst von Marcel Breuer gebauten, einschüchternden Kollossalbau an der Madison Avenue an das Ende der Highline, der begrünten Hochbahntrasse, macht das Whitney zum angesagten Hotspot. Bis Ende September wird auf den rund 4600 Quadratmetern des 422 Millionen Dollar teuren Neubaus die höchst sehenswerte Ausstellung „America is hard to see“ mit etwa 400 Werken aus den eigenen Depots gezeigt. Absolut sehenswert!
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Hotel 2015-05-23 um 14.15.49Fein ist die Gegend nicht unbedingt, aber dafür liegt das Helvetia Hotel nur zwei Minuten vom Hauptbahnhof entfernt, und der Karlsplatz, genannt Stachus, ist auch nicht weit. Hat man die winzige Eingangshalle erst einmal hinter sich und ein Stockwerk erreicht, geht man über lange, freundliche Flure und steht dann völlig überrascht in einem der 43 hellen, schmucken Zimmer mit Bergpanorama überm Bett und Kaffeekocher daneben. Das Frühstücksbüfett in dem hübschen Raum über der Rezeption ist reichhaltig, von mehreren Sorten Müsli über Quark und Orangensaft, Rührei, Schinken und köstliche Marmeladen wird alles stets frisch aufgefüllt. Wer in einer Messe- oder Oktoberfest-freien Zeit anreist, zahlt 105 Euro für das Doppelzimmer. Aber es kann – so der Aushang – auch mal 349 Euro kosten. Helvetia Hotel, München Foto: CO…

Hopp-Hopp. Erst „hop on“, dann „hop off“. So heißen in den meisten Metropolen dieser Welt die Doppeldeckerbusse, die Touristen zu den Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Stadt schaukeln. So natürlich auch in Istanbul. Wenn das Wetter schön ist, muss man unbedingt einen Platz auf dem oberen Deck ergattern, dann kann man den Einheimischen im zweiten Stock so schön in die Fenster schauen. Praktischerweise fahren die Busse direkt vor dem Topkapi-Palast, der Hagia Sophia und der blauen Moschee ab, die ja alle dicht bei einander liegen.

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Stadtsp 1 Hagia  2015-05-25 um 08.24.06

Aber vor der Stadtrundfahrt erst mal die Hagia Sophia besichtigen. Natürlich gibt es immer Warteschlangen vor den Tickethäuschen, und auch am Metalldetektor muss man anstehen, aber dann ist man drin in diesem gewaltigen Gotteshaus, das heute Museum ist. Die Hagia Sophia oder Sophienkirche wurde 537 fertig gestellt, und ab 641 war sie Krönungskirche der (christlichen) byzantinischen Kaiser. 1453 eroberten die Osmanen das damalige Konstantinopel: Die Hagia Sophia wurde Moschee und bekam vier Minarette.…

Leberkäse 2015-04-16 um 15.41.08Zuallererst muss es ein Leberkäse bei Vinzenz Murr sein! Den Traditionsmetzger gibt es in München seit 110 Jahren, und bereits 1911 bot er zum allerersten Mal Leberkäse an. Heute gehört das Unternehmen mit Filialen in ganz Bayern den Urenkeln der Gründer Vinzenz und Rosa Murr. Aber auch heute noch kommt weder Leber noch Käse in den Leberkäs, nach dem Original-Rezept sind nach wie vor nur Schweine- und Rindfleisch, Speck, Zwiebeln und Gewürze enthalten. Erfunden hat ihn vor mehr als zweihundert Jahren übrigens der Hofmetzger von Max III. Joseph von Bayern, als er eine Fleischmasse backte wie ein Brot, weshalb er „Laibkas“ genannt wurde, Kas hieß damals eine kompakte Masse. Und heute schmeckt er mit viel Senf zwischen zwei Brötchenhälften auch morgens um zehn!

Statdtsp 2 St. Peter 17048601So gestärkt kann man sich dann mal ganz üppigen Barock anschauen. In St. Peter, oder auch dem „Alten Peter“, strahlt alles in Weiß und Gold. Der Hauptaltar stammt von 1730-34, das Langschiff wurde 1753-56 barock ausgestaltet, und die Deckenfresken hat man gerade erst, im Jahre 2000, restauriert.…

Hotel in München_z Hotel in MünchenDas Hotel in München
Wer Kunst in München gucken möchte, der ist hier richtig. Zur Neuen Pinakothek und zum Museum Brandhorst sind es nämlich nur wenige Schritte, und im Frühstücksraum des Hotels hängen auch immer wieder unterschiedliche Werke zeitgenössischer Künstler. Die Zimmer sind ruhig, geräumig und alle unterschiedlich gemütlich bis plüschig eingerichtet, die Räume im Neubau haben alle einen Balkon und sind farblich mediterran dekoriert. Die kleinen Bäder bieten alles, was man & frau so braucht, und ein feines Frühstücksbüfett ist im Preis enthalten. Für längere Aufenthalte hat das Hotel im Boardinghouse große Zimmer auf Wunsch mit mobiler Küche oder ein Apartment. DZ ab 98 Euro. Foto: Hotel in München…

Stadtsp. 1a._staatsgal05Die Postmoderne ist ja nun auch schon lange nicht mehr modern. Aber es macht immer noch Freude, die Staatsgalerie in Stuttgart zu besuchen. Der britische Architekt James Stirling (1926 – 1992) hatte 1977 den internationalen Wettbewerb zur Erweiterung der Alten Staatsgalerie gewonnen, die von 1838 bis 42 gebaut worden war. Die Neue Staatsgalerie gilt als sein Meisterwerk, in dem er viel baugeschichtlich, regional und überregional zitierte. Mit Travertin und Sandstein verkleideten, historisierenden Bauformen setzte er grasgrüne Fenster, pinkfarbene und blaue Handläufe und bunte Stahlträger entgegen, wodurch das schwungvolle Haus leicht und verspielt – eben postmodern – wirkt. Selbstverständlich war es umstritten. Die Besucher aber lieben das Museum auch heute noch.

Steht man vor seinem etwas erhöhten Eingang, dann hat man derzeit einen guten Blick auf die gigantische Baustelle „Stuttgart 21“ zum Umbau des Hauptbahnhofs und der Verlegung der Bahntrassen unter die Erde. 2022 soll das Projekt fertig gestellt sein – heißt es zur Zeit, dann wird es insgesamt 6,526 Milliarden Euro gekostet haben – hieß es 2013, nachdem man 2009 noch mit 4,526 Milliarden gerechnet hatte.…

Hotel Maritim STU_055_Bar_ulm_[5726]Von der hässlichen Riesenbaustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof sind es nur zwei Stationen mit der schicken Stadtbahn bis zum Berliner Platz, dann vorbei an der Liederhalle noch 300 Meter in die „Seidenstraße“ – und schon ist man am Glitzerpalast „Maritim Hotel“. Die großzügige Lobby hat eine verspiegelte Decke und viele Messinggeländer, im Café L’Espresso ist der kleine Schwarze stark und heiß, und in der einladenden Piano Bar schmecken die Drinks schon am frühen Abend. Die 555 Zimmer sind bis zu 85 qm groß, mit viel Holz und warmen Naturtönen geschmackvoll eingerichtet, die Bäder bieten ausreichend Abstellfläche, das Frühstücksbüfett ist vielseitig bestückt. Ins benachbarte Cinemaxx mit seinen sechs Kinosälen sind es nur hundert Meter, und Jogger und Spaziergänger haben den Hoppenlau-Park in unmittelbarer Nähe. Dort war von 1626 bis 1961 ein Friedhof, einige Grabstellen sind noch zu sehen, zum Beispiel die vom Verleger Johann Friedrich Cotta, gestorben 1832, und vom Schriftsteller Wilhelm Hauff, gestorben 1827.
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Stadtsp. 1 wikipediaBei der Ankunft merkt man noch nichts. Erst, wenn man Rotterdams Hauptbahnhof durch die große Halle verlässt und sich sofort umdreht, entfährt einem unwillkürlich ein „Wow“. „Die Spitztüte“ nennen die Einheimischen ihr gerade fertig gestelltes Wahrzeichen – eines von mehreren, dazu später mehr, die Centraal Station mit Metro, Nah- und Fernverkehr, mit Ladenstraße und Fahrrad-Parkhaus, die das niederländische Architektenteam „CS“ mit einem 250 m breiten, dynamisch emporragenden Dach versehen hat. Einfach gigantisch! Der Blick wird natürlich noch besser, wenn man über  den „Kruisplein“ bis zur Westersingel spaziert.

Stadtsp. 2 640px-Rodin_Rotterdam_01Zwischen Westersingel und der Parallelstraße Mauritsweg/Eendrachtsweg gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts einen Wassergraben, an dem entlang seit 2001- da war Rotterdam europäische Kulturhauptstadt – Skulpturen von Rodin und Picasso, Artschwager, Coop Himmelb(l)au und vielen anderen stehen, die sogenannte „Beeldenroute“  (Bilderroute).
Nach etwa achthundert Metern „Beelden“ erreicht man den Museumspark mit dem Architekturinstitut, dem Naturmuseum, der Kunsthalle – einem der ersten Bauten vom heute weltberühmten Rem Koolhaas – und dem Museum „Boijmans van Beuningen“,  einem gewichtigen 30er-Jahre-Bau mit vielen niedrigen Räumen und Kabinetten, in denen Rembrandt, Rubens und van Gogh neben  Monet, Manet, Picasso und Magritte hängen.
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