Archiv für die Rubrik ‘Ausstellung’

Ziemlich ungewöhnlich: Eine Schuhausstellung im Design-Museum. Aber nein, gar nicht. Es geht doch um den Designer der Schuhe, und das ist schließlich der Franzose Christian Louboutin. Ja, der Louboutin, der mit den Highhigh-Heels und der roten Sohle, der seit zwanzig Jahren Pumps, Stiefel, Sneakers und Sandalen macht. Tatsächlich soll im Museum sogar gezeigt werden, wie so eine Skulptur für die Füße erdacht, gezeichnet, konstruiert und schließlich produziert wird und welche Materialien überhaupt in Frage kommen. Bestimmt interessant für den, der’s wirklich wissen will. Wir anderen werden brav stundenlang Schlange stehen vorm Museum und dann einfach schreien vor Begeisterung! Design

Pablo Picassos Leidenschaft für Frauen ist hinreichend bekannt, sie hat seinen Stil stark beeinflusst. Aber er hat sich nicht nur mit der Erotik seiner Geliebten auseinander gesetzt. Wie bei Max Beckmann und Willem de Kooning sind auch viele seiner Frauenfiguren unabhängig und selbstbewusst. Die Pinakothek der Moderne stellt jetzt mit mehr als 90 Gemälden die Sichtweisen der drei Maler dar, zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf und dokumentiert die Biografien der drei Künstler.…

1948 fand in London die erste Olympiade nach dem Krieg statt, genannt „The Austerity Games“ die sparsamen Spiele, denn die Stadt war zerstört, überall herrschte Mangel. Das Thema der Zeit war Rekonstruktion. 2012 ist die Olympia-Gemeinde wieder auf dem Weg in die britische Hauptstadt, wo sich das Umfeld grundlegend gewandelt hat. Und weil das nicht zuletzt britische Kreative aus Architektur und Kunst, aus Mode und Fotografie erreicht haben, zieht das Victoria & Albert Museum eine umfassende Bilanz und zeigt mehr als 350 Objekte – Mode und Möbel, Textilien, Keramik und Glas, Theater-Design, Graphiken und Skulpturen – aus den letzten 54 …

Von 1912 bis 1928 war die Galerie „Der Sturm“ in Berlin eine der ersten Adressen für moderne Kunst. Die Maler des „Blauen Reiter“ stellten dort ebenso aus wie Futuristen, Kubisten und Konstruktivisten. Der Gründer der Galerie, Herwarth Walden, gab außerdem die Zeitschrift „Der Sturm“ heraus und war in erster Ehe mit der Wuppertaler Lyrikerin Else Lasker-Schüler verheiratet. So wurde die Galerie auch zu einem Mittelpunkt für avantgardistische Literaten und Musiker. …

Verblüffend ist diese Kombination schon, doch in den Spätwerken des Briten William Turner (1775 bis 1851), des Franzosen Claude Monet (1840 bis 1926) und des Amerikaners Cy Twombly (1928 bis 2011) sind durchaus beeindruckende Ähnlichkeiten in Thematik und Bildsprache zu entdecken. In Stuttgart soll das mit etwa 70 Gemälden belegt werden.

Staatsgalerie Stuttgart, Mi, Fr, Sa 10 bis 18 Uhr, Di + Do 10 bis 20 Uhr
Bild: Claude Monet, Nymphéas, 1916-1919, Öl auf Leinwand, 200.00 x 180.00 cm, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Foto: Robert Bayer, Basel…

Mit riesigen Alltagsobjekten wie einer Eiswaffel oder einer Spitzhacke wurde der schwedische Künstler Claes Oldenburg bekannt, der später mit seiner niederländischen Frau Coosje van Bruggen, zusammen arbeitete, ehe sie 2009 starb. In Wien wird es nun seine Ikonen der Pop-Geschichte zu sehen geben, so etwa Zeichnungen und „The Store“, Oldenburgs Laden-Installation von 1961, mit Konsumartikeln.

Beliebt wurde er besonders durch seine sinnlichen Darstellungen der Liebe, die er immer prächtig und mit viel Gold inszenierte: der Maler Gustav Klimt, der 1862 in Wien geboren wurde und dort 1918 starb. Sein Bild „Der Kuss“ von 1908 wird längst als Inbegriff erotischen Glücks interpretiert. Zum 150. Geburtstag des bedeutendsten Vertreter des österreichischen Jugendstils wird es 2012 in Wien eine ganze Reihe von Ausstellungen geben. Zum Beispiel:

24. Februar bis 27. August: Klimt persönlich – Bilder, Briefe, Einblicke
Das Leopold Museum zeigt Bilder aus dem eigenen Bestand und mehr als 400 Postkarten, die Klimt seiner Lebensgefährtin Emilie Flöge …

                                     Der Künstler Jörgen Habedank aus Tornesch bei Hamburg zeichnet wunderschöne Porträts von Musikern. Er sitzt auf seinem Platz im Konzert und skizziert mit schnellen Strichen einzelne Gitarristen, Saxophonisten und Cellisten, während sie spielen. Die Aktivität ist ihm wichtig, nur so findet er eine Verbindung zu dem Menschen auf der Bühne. „Pianisten sind schwierig, die haben so eine Distanz zu ihrem Instrument.“ Natürlich zeichnet Jörgen Habedank nur Interpreten, deren Musik er mag. Rapper oder Schlagersänger hat er deshalb noch nicht verewigt.

Bleistiftzeichnungen kosten ab etwa 130 Euro. www.joergenhabedank.de . Fotos: Jörgen Habedank

Und hier sieht man einen Film mit Herrn Habedank …

Für uns Deutsche hat die Tanne natürlich etwas mit Weihnachten zu tun. Für viele Nicht-Deutsche ist die knorrige Eiche Symbol deutscher Mentalität. Wald und Bäume besitzen eine hohe Symbolkraft, die jetzt im Deutschen Historischen Museum in Berlin mit über 450 Exponaten ergründet werden soll. Natürlich fehlen auch Aspekte wie der Wald als Wirtschaftsfaktor und als Trimm-Dich-Pfad, als Idealbild von Natur und als Gegenstand von Dichtung, Malerei und Musik nicht. Vom Waldsterben in den 80er Jahren ist ebenfalls die Rede und von der Bedeutung des Waldes für die globalen Wasser- und Stoffkreisläufe, das Klima und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Ein …

René Lalique (1860 bis 1945) war einer der bedeutendsten Schmuck- und Glasdesigner des Art Deco und des Jugendstil. Seine phantastischen Flakons, die er für die großen französischen Parfümhäuser schuf, sind heute begehrte Sammelobjekte. Mit seinen Arbeiten begann der Kult um die Duftfläschchen. Das Museum Bellerive hat jetzt Flakons aus Privatsammlungen und dem eigenen Bestand zu einer großen Übersichtschau zusammen getragen, von Baccarat über Chanel bis zu Jean-Paul Gaultiers Torsos. Ergänzt wird die Ausstellung durch Plakate und Spots. Und schnuppern darf man auch. Di bis So 10 – 17 Uhr, Foto: Museum Bellerive, Ógscollection Bild: Salvador Dali für Elsa Schiaparelli, Le Roi …