Ausstellungen

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln, noch bis 24.3. 2019:

Es war einmal in Amerika

300 Jahre US-Amerikanische Kunst

120 Werke aus dreihundert Jahren amerikanischer Kunst-Geschichte – von 1650 bis 1950 – zeigt man jetzt in Köln erstmals in Deutschland. Mit dabei sind Gemälde von Edward Hopper, Mark Rothko, George Bellows, Jackson Pollock und Georgia o´Keeffe, Fotografien von Alfred Stieglitz und Skulpturen von Quincy Adams Ward und vielen anderen mehr. 130 Werke sind Leihgaben aus den USA, gezeigt werden auch Beispiele der Native American Art. Eine wirklich sehenswerte Show.

 

Geöffnet Di-So 10-18 Uhr, 1. + 3. Do bis 22 Uhr.…

Staatsgalerie, Stuttgart, 23.11. bis 10.3. 2019:
Marcel Duchamp
100 Fragen. 100 Antworten.

Henri-Robert-Marcel Duchamp (1887 bis1968) war ein französisch-amerikanischer Maler und Bildhauer, der auch exzessiv Schach spielte.
Besonders bekannt wurde er durch seine Readymades, zum Kunstobjekt erklärte Alltagsgegenstände. In Stuttgart zeigt man jetzt die vielen dem Museum gehörenden Werke wie zum Beispiel den bekannten „Flaschentrockner“ neben bedeutenden Leihgaben aus großen Museen.
Ergänzt wird die spannende Ausstellung mit dem Duchamp-Archiv des Schweizer Forschers Serge Stauffer, der dem Künstler 1960 100 Fragen gestellt, und 100 Antworten erhalten hatte.

Geöffnet Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr.
Foto: Marcel Duchamp, La Bagarre dÁusterlitz (Die Schlägerei von Austerlitz), 1921. Öl auf Holz, Glas, Objekt: 62,8 x 28,7 x 6,3; Holzsockel: 5x 33 x20,2; Gesamthöhe: 67,8cm, Staatsgalerie Stuttgart,
@ Association Marcel Duchamp/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Gropius Bau, Berlin, noch bis 7.1. 2019.:
Bestandsaufnahme Gurlitt
Ein Kunsthändler im Nationalsozialismus

Es war ein unglaublicher Fund, den die Staatsanwaltschaft 2012 in der Wohnung von Cornelius Gurlitt (1932-2014), dem Sohn und Erben des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895-1956) machte. 1280 Kunstwerke beschlagnahmte man in Gurlitts Münchener Wohnung, später dann noch einmal 220 Werke in Salzburg. In der Ausstellung, die die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern zusammen organisiert haben, werden jetzt etwa 250 Werke aus Gurlitts Sammlung gezeigt, die unter dem Verdacht standen, NS-Raubkunst zu sein. Mit dabei sind Bilder von Otto Dix, Marc Chagall, Henri Matisse, Auguste Renoir, Emil Nolde und Max Liebermann, viele davon galten 1937/38 als „entartete Kunst“. Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit dem Begriff der Provenienz und dem Schicksal der Vorbesitzer, zum Beispiel von Georges Mandel, geborenem Rothschild, dem das „Porträt einer jungen Frau“ von Thomas Couture zugeordnet werden konnte, oder der Familie Wolffson, die einige Blätter von Adolph von Menzel an Hildebrand Gurlitt verkaufen musste, um 1941 fliehen zu können.…

Museum Ludwig, Köln, 15.9. bis 13.1. 2019.:

Gabriele Münter – Malen ohne Umschweife

Erstmals wird das umfangreiche Werk der Malerin Gabriele Münter (1877-1962), die als zentrale Figur des deutschen Expressionismus und der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ gilt, mit hundert Gemälden gezeigt. Ergänzt wird die Ausstellung durch selten gezeigte Fotografien, die Gabriele Münter auf einer USA-Reise um das Jahr 1900 aufgenommen hat.
Zur großen Expressionismus-Sammlung des Museums Ludwig gehörten bisher keine Arbeiten der Künstlerin. Nun wird das Museum ihr Bild „Knabenkopf“ von 1908 erwerben.

geöffnet Di-So 10-18 Uhr, erster Do im Monat 10 – 22 Uhr. Foto: Museum Ludwig

Museum für Angewandte Kunst, Köln, 31.8. bis 24.3. 2019.:
Andy Warhol – Pop goes Art

Wissen Sie noch? Es gab mal so schwarze, runde Scheiben mit Rillen, da war Musik drauf, die hießen Schallplatten und hatten eine Papphülle. Mit diesen leeren Flächen beschäftigten sich natürlich auch Künstler, Andy Warhol (1928-1987) etwa, der geniale amerikanische Pop-Artist, der in 40 Jahren Covers für die unterschiedlichsten Genres, für Klassik, Pop, Rock, Jazz und Filmmusik entwarf. Das bekannteste ist wohl „Sticky Fingers“ für die Rolling Stones, aber in der Ausstellung im Kölner Museum für Angewandte Kunst werden auch Umschläge für LPs von Diana Ross, John Lennon, Paul Anka und das NBC Symphony Orchestra gezeigt. Ein weiteres Schmankerl:

Das Debütalbum der Gruppe „The Velvet Underground & Nico“, das Warhol auch produzierte und das bis heute Kultstatus genießt. Die Sängerin Nico (1939-1988) stammte aus Köln, und so wird die Ausstellung mit einem Wochenende (31.8. bis 2.9.) voller Konzerte begonnen: als Hommage an Nico, die dieses Jahr 80, und Warhol, der 90 geworden wäre.…

Hamburger Kunsthalle, bis Ende 2019.: >>mit+ein-ander<<

Der dänische Künstler mit isländischen Wurzeln, Olafur Eliasson, geboren 1967 in Kopenhagen, hat für die Hamburger Galerie der Gegenwart ein ausgesprochen geistreiches Steckspiel erfunden, mit dem Kinder ihre eigenen Skulpturen entwerfen, zusammenbauen und ausstellen können. Darüber hinaus gibt es im „Hamburger Kinderzimmer“ ein paar versteckte Spielstationen und unterschiedliche Kunstwerke. Jedes Kind bekommt außerdem eine Wanderkarte quer durch das Museum zu verschiedenen Rätseln und Abenteuern. Großartige Idee!

Geeignet für Kinder ab sechs Jahren mit Familie, geöffnet Di-Fr 15-18 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr.  Foto: Kunsthalle

Fotografiska, Stockholm, 1.6. bis 2.9.: Mother Daughter,

Linda McCartney & Mary McCartney

Linda McCartney fotografierte ab Mitte der 60er Jahre Aretha Franklin und Jimi Hendrix, die Stones und die Beatles. Tochter Mary porträtierte 40 Jahre später Eric Clapton, Vivienne Westwood, Helen Mirren und Queen Elisabeth II.

Die Ausstellung ‚Mother Daughter’, zuerst gezeigt in der Gagosian Gallery in New York, stellt die Arbeiten der Frauen gegenüber und gibt die enge, familiäre Verbundenheit der beiden preis, die ihre Arbeit beeinflusst hat. Beide wurden Vegetarierinnen, schrieben Kochbücher und engagierten sich für Tierrechte, und auch das wird in der Ausstellung dokumentiert.…

Reisefreudige Kunstfreunde können diesen Sommer viel unterwegs sein – von New York nach Paris, von London nach Rom und Edinburgh.

In New York zeigt das Metropolitan Museum (noch bis 29. Juli) „Public Parks, Private Gardens – Paris to Provence“ mit Werken u.a. von Camille Corot und Henri Matisse, die auch gern selbst gärtnerten.

In Paris präsentiert das Picasso Museum (noch bis 29. Juli) die Ausstellung „Guernica“ , in der die Entstehungs- und die Rezeptionsgeschichte des 1937 entstandenen Anti-Kriegs-Bildes von Pablo Picasso dargestellt wird.

„Picasso 1932 – Love, Fame, Tragedy“ heißt eine Show in der Londoner Tate Modern (noch bis 9. September), mit mehr als hundert Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Familienfotos des Ausnahmekünstlers.

Auch in London ist (noch bis 29. Juli) in der National Gallery „Monet & Architecture“ sehen. Der Fokus liegt in den 75 gezeigten Bildern auf den Gebäuden, die Claude Monet gemalt hat.

Am 16. Juni eröffnet (bis 4. November) im Londoner Victoria and Albert Museum die Schau „Frida Kahlo: Making Her Self Up“ , in der persönliche Alltagsdinge der Künstlerin – Kleidung, Schmuck, Nagellack, ihre Beinschiene – gezeigt werden, die dem Betrachter die Person der Mexikanerin näher bringen sollen.…

4.3. bis 22.7.: Kunstmuseum Wolfsburg

Robert Lebeck. 1968

Der Fotograf Robert Lebeck (1929-2014) behauptete zwar immer, er sei im Schicksalsjahr 1968 bei den wichtigen Ereignissen – den brennenden Barrikaden in Paris etwa, den Protesten vor dem Springer-Hochhaus in Hamburg oder dem Einmarsch der Russen in Prag – nicht dabei gewesen, doch seine Kontaktbögen aus dem Jahr zeigen, daß es so nicht ganz richtig war. Und so kann das Kunstmuseum in Wolfsburg nun beispielsweise seine eindrucksvollen Bilder von Rudi Dutschke in Prag präsentieren, von Robert Kennedys Beerdigung oder von Joseph Beuys auf der Documenta in Kassel. Die meisten der Fotos, die für den „Stern“ entstanden sind, wurden noch nie zuvor veröffentlicht.

Foto: Robert Lebeck, Rudi Dutschke, Wortführer der deutschen Studentenbewegung, bei einer Rede in der Prager Karls-Universität, 3. April 1968 © Archiv Robert Lebeck

16.3. bis 24.6.: Albertina, Wien

Keith Haring

In diesem Jahr wäre er 60 Jahre alt geworden, der amerikanische Ausnahmekünstler Keith Haring (1958 bis 1990).…

14.2. bis 24.6.: Kunstforum, Wien

Man Ray

Den meisten ist er wohl als Fotograf bekannt, der amerikanische Künstler Man Ray (1890 bis 1976), der als Emmanuel Radnitzky in Philadelphia geboren wurde. Aber er malte auch, zeichnete, filmte, entwarf Objekte, kreierte Schriften und konzipierte Bücher und Magazine. Das Wiener Kunstforum stellt den Künstler, der nach ein paar Jahren in New York ab 1921 bis zu seinem Tod in Paris lebte, mit 150 Werken als Gesamt-Persönlichkeit vor und will damit zeigen, dass Man Ray einen der Grundsteine dafür legte, was wir heute als Kunst betrachten.

Foto: Man Ray, Gabrielle Chanel, 1935/36, Silbergelatineprint, Museum Ludwig, Köln © Rheinisches Bildarchiv, Köln © MAN RAY TRUST/ Bildrecht, Wien, 2017/18

19. 1. bis 18.3.: Photobastei. Zürich
Meister des 20. Jahrhunderts – der andere Blick
Ein Streifzug durch private Sammlungen und die Fotogeschichte

Einen eindrucksvollen Überblick über die Fotografie im vergangenen Jahrhundert geben die jetzt in Zürich gezeigten 140 Bilder von 90 Kamerakünstlern. Der Bogen reicht von dem Pariser Eugène Atget, der seine Stadt am liebsten an unscheinbaren Orten festhielt, bis zu Porträtisten unserer Zeit wie Martin Parr, Modefografen wie F.C. Gundlach und Sozialdokumentaren wie Sebastiao Salgado. Die Aufnahmen stammen aus verschiedenen privaten Sammlungen in Deutschland und der Schweiz. Mit dabei sind auch Werke von Berenice Abbott, Diane Arbus, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Robert Lebeck, Ruth Orkin, August Sander, Karin Szèkessy und Wim Wenders.
Foto:

Noch bis 18.3.: Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
Madame d’Ora. Machen Sie mich schön!

Sie hatte sie alle vor der Kamera, die Schönen ihrer Zeit. Die Wienerin Dora Philippine Kalmus (1881-1963), die sich später Madame d’Ora nannte, fotografierte die Primaballerina Anna Pawlowa, den Operettenstar Fritzi Massary, die Modeikone Coco Chanel, den Schriftsteller Arthur Schmitzler und viele andere.…

Noch bis 4. März: Unteres Belvedere, Wien

Die Kraft des Alters

Wie gehen wir mit dem Altern um? Die Betroffenen nennt man einerseits Best Agers, andererseits werden sie aus dem Arbeitsmarkt aussortiert. „Siebzig ist das neue Fünfzig“, stellte die „Welt“ schon 2013 fest; Anti-Aging-Produkte sind der boomende Beleg für anhaltende Jugendlichkeit.
Mit dem Thema haben sich natürlich auch Künstler auseinander gesetzt.
In Wien zeigt man jetzt mit 174 Werken alte und neue Perspektiven, Chancen und auch Grenzen des Alterns auf. Mit dabei sind u.a. Arbeiten von Rosemarie Trockel, Daniel Spoerri und Egon Schiele, Pablo Picasso, Annie Leibovitz und Käthe Kollwitz, Gustav Klimt, Johannes Grützke und Lovis Corinth. Die Kuratorin Sabine Fellner möchte mit der Ausstellung u.a. die Frage beantworten: „Hat die Kunst neue „Alter-native“ Entwürfe anzubieten?
Foto:: Margot Pilz, Anti Aging, 2010, Daniela Beranek, © Margot Pilz

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18. November bis 4. März: Museum Ludwig, Köln

James Rosenquist – Eintauchen ins Bild

In den 60er Jahren pinselte James Rosenquist (1933 – 2017) noch riesige Plakate auf die Werbeflächen am New Yorker Times Square, ehe er mit seinen großformatigen Bildpanoramen, die sein intensives Interesse an gesellschaftlichen und politischen Ereignissen seiner Zeit dokumentierten, zu einem der Heroen der Pop Art wurde. Das Museum Ludwig zeigt jetzt die erste große Ausstellung von Rosenquists Werken nach seinem Tod. Mit dabei sind die drei raumgroßen Installationen „F-111“ (1964) , „Horse Blinders“ (1968/69) und „Horizon Home Sweet Home“ (1970), die der Künstler einst für die Castelli Galerie in New York schuf; das 27m lange Bildensemble, das 1997/98 für Berlin entstand, wird ebenfalls zu sehen sein. Die Ausstellung hat der Künstler noch selbst autorisiert und auch private Leihgaben nach Köln gesandt. Zusätzlich konnten Werke aus dem MoMA , dem Guggenheim, dem Centre Georges Pompidou und aus dem Stockholmer Moderna Museet ausgeliehen werden.…

30.September bis 25. Februar: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Charles & Ray Eames. The Power of Design

Sie waren das Super-Paar des Design: Die Amerikaner Charles (1907 bis 1978) und Ray Eames ( 1912 bis 1988) lernten sich 1940 beim Studium kennen. 1947 eröffneten sie ihr eigenes Design-Büro, und schon bald wurden der Architekt und die studierte Malerin durch ihre Möbelentwürfe, zuerst aus Sperrholz, später aus Kunststoffen, international bekannt. Viele ihrer Arbeiten, wie der Lounge Chair, sind zu Klassikern geworden. Vitra zeigt jetzt mit mehr als 500 Exponaten – Möbeln, Rauminstallationen, Modellen, Filmen, Zeichnungen – das gesamte Werk dieser Ausnahme-Designer.
Foto: Vitra

7. Oktober bis 4. März: Bundeskunsthalle, Bonn

Wetterbericht

Über Wetterkultur und Klimawissenschaft

Einem überaus wichtigen Thema, das längst die ganze Welt angeht, aber immer noch nicht überall gleich ernst genommen wird, widmet sich jetzt die Bundeskunsthalle mit ihrem „Wetterbericht“. Mit etwa 400 Objekten soll die Ausstellung Wetterphänomene und -Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen.…

15.September bis 21. Januar: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Pure Gold – Upcycled! Upgraded!

Die meisten halten es für Müll, aber immer mehr Designer in aller Welt erschaffen neue Objekte aus Weggeworfenem. Die Ausstellung „Pure Gold“, kuratiert von Professor Volker Albus im Auftrag des Instituts für Auslandsbeziehungen, zeigt etwa 75 Produkte, die aus bereits einmal verarbeiteten Materialien entstanden sind, darunter Tische und Stühle, Hocker, Regale und Raumteiler. Rund 40 Arbeiten stammen aus Europa, der Rest kommt aus Brasilien, Ägypten, China, Zimbabwe und Thailand. Begleitet wird die Ausstellung von Workshops unter der Leitung des Berliner Designers Professor Axel Kufus.

Im Bild ein Objekt aus recycelten Flip Flops von Diederik Schneemann.

Foto: Schneemann

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noch bis 8. Oktober: Met Breuer Museum New York

Ettore Sottsass – Design Radical

Die rote Valentine hat ihn bekannt gemacht. 1968 entwarf der österreichisch-italienische Designer Ettore Sottsass (1917-2007) die kleine rote Reiseschreibmaschine für Olivetti, die schon bald Kultstatus erlangte. 1957 hatte er seine Laufbahn mit dem Entwurf eines Computers begonnen, bereits 1965 stellte er seine erste Möbelkollektion für den italienischen Hersteller Poltrona Frau vor, 1978 begann er für Alessi zu arbeiten. Auch als Architekt von Privathäusern in Italien, England, Japan und den USA war er anerkannt, im Jahre 2000 baute er den Mailänder Flughafen Malpensa. Seine radikalsten Entwürfe entstanden aber ab 1980 für die von ihm mitbegründete Gruppe Memphis – benannt nach dem Song „Stuck inside of mobile with the Memphis Blues again“ von Bob Dylan..

Das Met Breuer zeigt jetzt zum 100. Geburtstages einen Überblick seines Lebenswerks, bestehend aus Zeichnungen, Einrichtungen, Möbeln, Gemälden, Keramiken, Glasobjekten, Stoffen, Tapeten und Schmuck.…

noch bis 24. September: Design Museum London

Breathing Colour by Hella Jongerius

Die in Berlin lebende und arbeitende holländische Designerin Hella Jongerius (geb. 1963) zeigt in London verschiedene Installationen ihrer Möbel und Objekte. Die Show ist eingeteilt in Morgen, Mittag und Abend und lotet den Einfluss des Tageslichts auf unsere Wahrnehmung von Farbe aus. Dabei gibt es unterschiedliche Materialien und verschiedene Strukturen zu sehen.

Foto: Hella Jongerius

 

noch bis 3. Oktober: Kunsthaus Stade:

Wolfgang Herrndorf

Bekannt ist Wolfgang Herrndorf (1965-2013) als Autor von Büchern wie „Tschick“ oder „Sand“ geworden, dass er aber auch ausgebildeter Maler war, ist nicht so vielen präsent. Nach seinem Kunststudium in Nürnberg ging er als Zeichner zur Satirezeitschrift Titanic und gab drei Jahre später, 1997, einen viel beachteten Kalender heraus, u.a. mit Karikaturen von Helmut Kohl. In Stade zeigt man jetzt mehr als 140 Gemälde aus seinem Nachlass, der gerade erst aufgearbeitet wird. Mit dabei sind mehrere Selbstbildnisse, Buchillustrationen, Comics und Karikaturen, die seine enorme Spottlust dokumentieren.

noch bis 7. Juli: Dänische Botschaft, Berlin

Much more than one good chair

Wer sich für Design interessiert, der kennt natürlich den Schwan, die Ameise oder das Ei, Sitzmöbel des Dänen Arne Jacobson (1902-1971), die längst Klassiker geworden sind. In der Botschaft ihres Landes in Berlin werden sie und viele andere jetzt als Beispiele für Dänemarks Designgeschichte seit 1945 gezeigt. Neben den Ikonen sind auch verblüffende Neuheiten wie ein wasserreinigender Strohhalm oder eine App für Blinde zu bestaunen. Foto: Hansen

 

10. Mai bis 10. September: Tate Modern, London

Giacometti

Es wird die erste große Retrospektive in England seit 20 Jahren sein, die dem Schweizer Bildhauer, Maler und Grafiker Alberto Giacometti (1901 -1966) gewidmet wird. 250 Skulpturen, Gemälde, Radierungen und Zeichnungen aus seiner gesamten Schaffenszeit gibt es zu sehen, beginnend mit „Head of a Woman“ von 1926 bis zu den „Walking Men“ der späten Jahre. Mit dabei sind auch Werke aus privaten Sammlungen, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt wurden. Den Hauptteil hat die Fondation Alberto und Annette Giacometti in Paris ausgeliehen. So werden auch die sechs „Women of Venice“ zu sehen sein, die Giacometti 1956 für die Biennale in Venedig aus Gips gestaltet hat und die seither niemals wieder zusammen gezeigt wurden.

Foto: Alberto Giacometti Man Pointing 1947 Bronze, 178 x 95 x 52 cm Tate, Purchased 1949 © Alberto Giacometti Estate, ACS/DACS, 2017…

Ausstellung Bresson 2017-03-22 um 17.03.18noch bis 20.8.: Museum Ludwig, Köln

Henri Cartier-Bresson und Heinz Held. Menschen mit Bildern

70 000 Fotos hat das Kölner Museum Ludwig gesammelt. Damit wenigstens ein Teil zu sehen ist, hat das Institut jetzt einen Raum in der ständigen Sammlung eingerichtet, wo fortan nur Fotografien gezeigt werden.

Los geht es mit Bildern des Franzosen Henri Cartier-Bresson (1908-2004) und des Kölners Heinz Held (1918-1990), die sich wohl nur zweimal begegnet sind. Beide arbeiteten bevorzugt mit kleinen Kameras, unauffällig aber beharrlich auf den richtigen Moment wartend. Und so  werden nun noch bis August unbekannte Menschen auf der Straße, im Museum, in verschiedenen Alltagsszenen gezeigt – und die Magie des Augenblicks ist einfach nicht zu übersehen.

Foto: Museum Ludwig/Henri Cartier-Bresson,Paris, 1932
Fotografie, Druck: Pierre Gassmann, 1967 Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
© Henri Cartier-Bresson / Magnum Photos / Agentur Focus…