Ausstellungen

Royal Museums der schönen Künste, Brüssel, 11.10. bis 9.2.2020:
Dali & Magritte in Brüssel

Im Frühling 1929 lernten sie sich kennen: Der Katalane Salvador Dalí traf den Belgier René Magritte in Paris. Im selben Jahr besuchte Magritte Dali in seinem Heimatort Cadaqués und lernte dort auch Paul Éluard, Joan Miró und Luis Buñuel kennen. Es wurde ein surrealistischer Sommer. Das Brüsseler Museum zeigt jetzt mehr als hundert Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Filme und Objekte der beiden, und dokumentiert damit, wie sehr sich die großen Surrealisten beeinflussten.

Foto: Salvador DALÍ – “The Path of the Enigma” (ca. 1981) | Work loaned by the Fundació Gala- Salvador Dalí, Madrid |
© Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí, Figueres

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Deichtorhallen, Hamburg, 13.9. bis 5.1.2020:
Baselitz, Richter, Polke, Kiefer –
Die jungen Jahre der alten Meister

Mehr als hundert Gemälde der vier großen Maler zeigt die Ausstellung in den Deichtorhallen, die vorher in Stuttgart bewundert wurde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war jedenfalls schwer begeistert, als er die Ausstellung dort eröffnete. Thema sind die Frühwerke der Künstler, beginnend 1959 mit Georg Baselitz und endend 1977 mit Anselm Kiefer; der Schwerpunkt liegt in den 60er Jahren.
Mit dieser Ausstellung feiern die Deichtorhallen nicht nur ihr 30-jähriges Jubiläum, sondern auch 30 Jahre deutsche Einheit.

Foto: Georg Baselitz, Ein Grüner zerrissen, 1967 
Öl auf Leinwand, 162 x 131,5 cm
Staatsgalerie Stuttgart
© Georg Baselitz 2019

Kunsthaus, Zürich, 30.8. bis 8.12.2019:
Matisse-
Metamorphosen

Der große Franzose Henri Matisse (1869 bis 1954) war nicht nur Maler, Grafiker, Zeichner und Meister der Scherenschnitts, er schuf auch 82 Skulpturen, die meisten zwischen 1900 und 1910. Er wurde dabei vom Bildhauer Auguste Rodin (1840 bis 1917) inspiriert und nutzte für sein Werk „Der Knecht“ dasselbe Modell wie Kollege Rodin.
Das Kunsthaus Zürich dokumentiert jetzt anhand von über 70 Werken die bildhauerische Methode des Franzosen, der, von einer naturalistischen Darstellung seines Objektes ausgehend, immer weiter abstrahierte und dabei jeden Schritt in einer eigenen Skulptur festhielt. Dieser Verwandlungsprozess seiner Bronzen findet Parallelen in seinen Gemälden und Zeichnungen, die hier auch zu sehen sind. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotografien des Meisters bei der Arbeit und Fotos seiner Inspirationsquellen aus Afrika und aus der Antike, z.B. Aktbilder.

Fotos: matisse__jeannette_III_paris.jpg

Metropolitan Museum, New York, 3.7. bis 22.9.2019.:
Apollo’s Muse
The moon in the age of photography
                       und
Museum der Moderne, Salzburg, 20.7. bis 3.11.2019:
Fly me to the moon. 50 Jahre Mondlandung

 

In New York feiert man den 50. Jahrestag der Mondlandung am 20. Juli 1969 mit einer großen Foto-Ausstellung, in der Bilder des Erdtrabanten vom Beginn der Fotografie an bis heute gezeigt werden. Ergänzt werden die beeindruckenden Aufnahmen mit Drucken, Gemälden, Filmen und astronomischen Geräten.

In Salzburg zeigt man aus dem selben Anlass die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Mond durch die Jahrhunderte, beginnend in der Zeit Galileo Galileis und der Erfindung des Teleskops. Ein wichtiger Teil beschäftigt sich aber auch mit der politischen Situation, die der Mondlandung voraus ging, also zum Beispiel der ersten Erdumkreisung des sowjetischen Sputniks 1957, die eindrucksvoll Moskaus damaligen Vorsprung in der Raumfahrt zeigte. Zu sehen sind u.a. Werke von Coop Himmelb(l)au, Max Ernst, Hannah Höch, Andy Warhol, Niki de Saint Phalle, Pipilotti Rist, René Magritte, Fritz Lang und Ernst Ludwig Kirchner.…

Guggenheim, Bilbao, noch bis 9.9.2019.:
Gerhard Richter

Seestücke

 

Falls es einen Grund mehr braucht, diese großartige Stadt (siehe unten) zu besuchen, hier ist er: Das Guggenheim Bilbao zeigt Gerhard Richters „Seestücke“. Der Künstler (geb. 1932) gilt als „Picasso des 21. Jahrhunderts,“ seine Werke erzielen gigantische Preise auf Auktionen. Bereits 1968 entstanden die ersten Seestücke, nach Fotos in Schwarzweiß gemalt und dann verwischt, bis 1998 sollten es insgesamt 22 werden, in verschiedenen Größen und Formaten, später auch in Farbe und unterschiedlichen Stilen. „Einige meiner Bilder“, sagte Richter 1999 in einem Interview, „sind eine Hommage an Caspar David Friedrich.“

Geöffnet Di bis So 10 bis 20 Uhr.
Foto: Gerhard Richter, Seascape [Seestück], 1998 Oil on canvas 290 x 290 cm Guggenheim Bilbao Museoa © Gerhard Richter, VEGAP, Bilbao, 2019

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Bundeskunsthalle, Bonn, 17.5. bis 15.9.2019.:
Goethe – Verwandlung der Welt +
Goethes Gärten

Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832) war bekanntlich nicht nur Deutschlands größter Dichterfürst, er war auch Jurist und Minister, beschäftigte sich mit Farbenlehre, Mineralogie, Botanik und Geologie. Nur folgerichtig also, dass die Bundeskunsthalle seiner Persönlichkeit, seinem Werk und seiner Nachwirkung jetzt eine große Schau widmet, in der Beispiele aus Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Theater, Film und Musik gezeigt werden. Mit dabei sind Werke von Caspar David Friedrich, Auguste Rodin, William Turner, Paul Klee, Andy Warhol und Ólafur Elíasson.
Gleichzeitig gibt es auf dem Dach der Bundeskunsthalle eine Landschaft zu sehen, die die zentralen Motive der Gärten Goethes in Weimar nachempfindet. In seinem Anwesen an der Ilm legte der Dichterfürst damals nicht nur einen Nutzgarten mit Obst und Gemüse an, er plante auch einen kleinen englischen Landschaftsgarten und Blumenbeete für seine botanischen Experimente.

Geöffnet Di + Mi 10 – 21 Uhr, Do bis So 10 bis 19 Uhr bis 22 Uhr.…

Victoria & Albert Museum, London, 6.4.19. bis16.2.2020.:
Mary Quant

Das Zentrum der „Swinging Sixties“, als in Politik, Kultur und Mode so ziemlich alles ins Rutschen kam, war London mit seiner Carnaby Street, dem spargeldünnen Model Twiggy, dem Kultfilm „Blow Up“ – und der Modemacherin Mary Quant (geb. 1934), die mit ihren Miniröcken und Hotpants die Gesellschaft schockte. Ihr hat jetzt das Victoria & Albert Museum eine Ausstellung gewidmet.
Sie erzählt eine spannende Geschichte: Die Lehrertochter eröffnete schon 1955 ihre Boutique „Bazaar“ in der Kings Road, im selben Haus betrieb sie mit Ihrem Mann Alexander Plunkett-Greene und einem Freund das Restaurant „Alexander“, das rasch sehr beliebt wurde. Weil die Standard-Mode, die Quant für ihre Boutique kaufen konnte, sie zunehmend langweilte, begann sie, eigene Entwürfe produzieren zu lassen, die ihr schnell aus den Händen gerissen wurden. Ihre Miniröcke, farbigen Strumpfhosen, ihre Kosmetik-Linie und nicht zuletzt ihre Hot Parts machten sie zum Star Londons.…

Tate Britain, 27.3. bis 11.8.2019
Van Gogh und Großbritannien

Die berühmte Sonnenblumen-Serie, die Vincent van Gogh (1853-1890) 1888 in Arles malte und von der heute ein Gemälde der National Gallery in London gehört, werden selten ausgeliehen, da der gelbe Farbton durch UV-Licht langsam bräunlich wird. Aber in dieser Ausstellung, in der 45 Gemälde van Goghs seine Beziehung zu Großbritannien dokumentieren, sind sie dabei. Der Maler hat zwischen 1873 und 1876 in London gelebt und sich dort für britische Kultur begeistert, er ließ sich von Malern wie John Constable und John Everett Millais und Autoren wie William Shakespeare und Charles Dickens inspirieren. Ergänzt wird die Ausstellung mit Bildern von Francis Bacon, die nach dem Selbstportrait van Goghs entstanden sind.

Geöffnet täglich 10-18 Uhr.
Foto: Fünfzehn Sonnenblumen vom August 1888, National Gallery , London

Fondation Beyeler, Basel/Riehen, 13.1. bis 26.5. 2019:
Picasso Panorama (13.1. bis 5.5.) und
Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode (3.2. bis 26.5.)

Über dreissig Werke des Ausnahme-Künstlers Pablo Picasso (1883 bis 1973) besitzt die Fondation Beyeler und hat damit eine der besten Picasso-Sammlungen überhaupt. Seit dem 13. Januar (noch bis 5. Mai) wird sie bei Beyeler prominent gezeigt. In der zweiten Ausstellung werden Werke aus der Blauen und der Rosa Periode zu sehen sein, die zwischen 1901 und 1906 entstanden sind und zu den bedeutendsten Bildern am Anfang der Klassischen Moderne zählen.
Geöffnet täglich 10-18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr.
Foto: Pablo Picasso, Femme en chemise (Madeleine), 1904–1905, Öl auf Leinwand, 72,7 x 60 cm, London, Tate, Hinterlassen C. Frank Stoop, 1933 © Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich, Foto: © Tate, London 2018

Tate Modern, London, 23.1. – 6.5. 2019:

Pierre Bonnard – The Colour of Memory.

Nach zwanzig Jahren widmet man sich in London wieder einmal dem französischen Maler Pierre Bonnard (1867 bis 1947) und konzentriert sich auf seinen außergewöhnlichen Umgang mit Farben nach 1912. Da Licht eine zentrale Rolle in seinen Gemälden spielte, zählt man ihn zu den Post-Impressionisten, obwohl er eigentlich einen ganz eigenen Stil entwickelte, dem er zeitlebens treu blieb.

Die Ausstellung wurde zusammen mit der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen und dem Kunstforum in Wien organisiert und wird in Wien vom 10.10.2019 bis 12.1.2020 zu sehen sein.

Geöffnet täglich 10-18 Uhr, Fr + Sa bis 22 Uhr. Foto: Tate Modern

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln, noch bis 24.3. 2019:

Es war einmal in Amerika

300 Jahre US-Amerikanische Kunst

120 Werke aus dreihundert Jahren amerikanischer Kunst-Geschichte – von 1650 bis 1950 – zeigt man jetzt in Köln erstmals in Deutschland. Mit dabei sind Gemälde von Edward Hopper, Mark Rothko, George Bellows, Jackson Pollock und Georgia o´Keeffe, Fotografien von Alfred Stieglitz und Skulpturen von Quincy Adams Ward und vielen anderen mehr. 130 Werke sind Leihgaben aus den USA, gezeigt werden auch Beispiele der Native American Art. Eine wirklich sehenswerte Show.

 

Geöffnet Di-So 10-18 Uhr, 1. + 3. Do bis 22 Uhr.…

Staatsgalerie, Stuttgart, 23.11. bis 10.3. 2019:
Marcel Duchamp
100 Fragen. 100 Antworten.

Henri-Robert-Marcel Duchamp (1887 bis1968) war ein französisch-amerikanischer Maler und Bildhauer, der auch exzessiv Schach spielte.
Besonders bekannt wurde er durch seine Readymades, zum Kunstobjekt erklärte Alltagsgegenstände. In Stuttgart zeigt man jetzt die vielen dem Museum gehörenden Werke wie zum Beispiel den bekannten „Flaschentrockner“ neben bedeutenden Leihgaben aus großen Museen.
Ergänzt wird die spannende Ausstellung mit dem Duchamp-Archiv des Schweizer Forschers Serge Stauffer, der dem Künstler 1960 100 Fragen gestellt, und 100 Antworten erhalten hatte.

Geöffnet Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr.
Foto: Marcel Duchamp, La Bagarre dÁusterlitz (Die Schlägerei von Austerlitz), 1921. Öl auf Holz, Glas, Objekt: 62,8 x 28,7 x 6,3; Holzsockel: 5x 33 x20,2; Gesamthöhe: 67,8cm, Staatsgalerie Stuttgart,
@ Association Marcel Duchamp/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Gropius Bau, Berlin, noch bis 7.1. 2019.:
Bestandsaufnahme Gurlitt
Ein Kunsthändler im Nationalsozialismus

Es war ein unglaublicher Fund, den die Staatsanwaltschaft 2012 in der Wohnung von Cornelius Gurlitt (1932-2014), dem Sohn und Erben des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895-1956) machte. 1280 Kunstwerke beschlagnahmte man in Gurlitts Münchener Wohnung, später dann noch einmal 220 Werke in Salzburg. In der Ausstellung, die die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern zusammen organisiert haben, werden jetzt etwa 250 Werke aus Gurlitts Sammlung gezeigt, die unter dem Verdacht standen, NS-Raubkunst zu sein. Mit dabei sind Bilder von Otto Dix, Marc Chagall, Henri Matisse, Auguste Renoir, Emil Nolde und Max Liebermann, viele davon galten 1937/38 als „entartete Kunst“. Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit dem Begriff der Provenienz und dem Schicksal der Vorbesitzer, zum Beispiel von Georges Mandel, geborenem Rothschild, dem das „Porträt einer jungen Frau“ von Thomas Couture zugeordnet werden konnte, oder der Familie Wolffson, die einige Blätter von Adolph von Menzel an Hildebrand Gurlitt verkaufen musste, um 1941 fliehen zu können.…

Museum Ludwig, Köln, 15.9. bis 13.1. 2019.:

Gabriele Münter – Malen ohne Umschweife

Erstmals wird das umfangreiche Werk der Malerin Gabriele Münter (1877-1962), die als zentrale Figur des deutschen Expressionismus und der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ gilt, mit hundert Gemälden gezeigt. Ergänzt wird die Ausstellung durch selten gezeigte Fotografien, die Gabriele Münter auf einer USA-Reise um das Jahr 1900 aufgenommen hat.
Zur großen Expressionismus-Sammlung des Museums Ludwig gehörten bisher keine Arbeiten der Künstlerin. Nun wird das Museum ihr Bild „Knabenkopf“ von 1908 erwerben.

geöffnet Di-So 10-18 Uhr, erster Do im Monat 10 – 22 Uhr. Foto: Museum Ludwig

Museum für Angewandte Kunst, Köln, 31.8. bis 24.3. 2019.:
Andy Warhol – Pop goes Art

Wissen Sie noch? Es gab mal so schwarze, runde Scheiben mit Rillen, da war Musik drauf, die hießen Schallplatten und hatten eine Papphülle. Mit diesen leeren Flächen beschäftigten sich natürlich auch Künstler, Andy Warhol (1928-1987) etwa, der geniale amerikanische Pop-Artist, der in 40 Jahren Covers für die unterschiedlichsten Genres, für Klassik, Pop, Rock, Jazz und Filmmusik entwarf. Das bekannteste ist wohl „Sticky Fingers“ für die Rolling Stones, aber in der Ausstellung im Kölner Museum für Angewandte Kunst werden auch Umschläge für LPs von Diana Ross, John Lennon, Paul Anka und das NBC Symphony Orchestra gezeigt. Ein weiteres Schmankerl:

Das Debütalbum der Gruppe „The Velvet Underground & Nico“, das Warhol auch produzierte und das bis heute Kultstatus genießt. Die Sängerin Nico (1939-1988) stammte aus Köln, und so wird die Ausstellung mit einem Wochenende (31.8. bis 2.9.) voller Konzerte begonnen: als Hommage an Nico, die dieses Jahr 80, und Warhol, der 90 geworden wäre.…

Hamburger Kunsthalle, bis Ende 2019.: >>mit+ein-ander<<

Der dänische Künstler mit isländischen Wurzeln, Olafur Eliasson, geboren 1967 in Kopenhagen, hat für die Hamburger Galerie der Gegenwart ein ausgesprochen geistreiches Steckspiel erfunden, mit dem Kinder ihre eigenen Skulpturen entwerfen, zusammenbauen und ausstellen können. Darüber hinaus gibt es im „Hamburger Kinderzimmer“ ein paar versteckte Spielstationen und unterschiedliche Kunstwerke. Jedes Kind bekommt außerdem eine Wanderkarte quer durch das Museum zu verschiedenen Rätseln und Abenteuern. Großartige Idee!

Geeignet für Kinder ab sechs Jahren mit Familie, geöffnet Di-Fr 15-18 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr.  Foto: Kunsthalle

Fotografiska, Stockholm, 1.6. bis 2.9.: Mother Daughter,

Linda McCartney & Mary McCartney

Linda McCartney fotografierte ab Mitte der 60er Jahre Aretha Franklin und Jimi Hendrix, die Stones und die Beatles. Tochter Mary porträtierte 40 Jahre später Eric Clapton, Vivienne Westwood, Helen Mirren und Queen Elisabeth II.

Die Ausstellung ‚Mother Daughter’, zuerst gezeigt in der Gagosian Gallery in New York, stellt die Arbeiten der Frauen gegenüber und gibt die enge, familiäre Verbundenheit der beiden preis, die ihre Arbeit beeinflusst hat. Beide wurden Vegetarierinnen, schrieben Kochbücher und engagierten sich für Tierrechte, und auch das wird in der Ausstellung dokumentiert.…

Reisefreudige Kunstfreunde können diesen Sommer viel unterwegs sein – von New York nach Paris, von London nach Rom und Edinburgh.

In New York zeigt das Metropolitan Museum (noch bis 29. Juli) „Public Parks, Private Gardens – Paris to Provence“ mit Werken u.a. von Camille Corot und Henri Matisse, die auch gern selbst gärtnerten.

In Paris präsentiert das Picasso Museum (noch bis 29. Juli) die Ausstellung „Guernica“ , in der die Entstehungs- und die Rezeptionsgeschichte des 1937 entstandenen Anti-Kriegs-Bildes von Pablo Picasso dargestellt wird.

„Picasso 1932 – Love, Fame, Tragedy“ heißt eine Show in der Londoner Tate Modern (noch bis 9. September), mit mehr als hundert Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Familienfotos des Ausnahmekünstlers.

Auch in London ist (noch bis 29. Juli) in der National Gallery „Monet & Architecture“ sehen. Der Fokus liegt in den 75 gezeigten Bildern auf den Gebäuden, die Claude Monet gemalt hat.

Am 16. Juni eröffnet (bis 4. November) im Londoner Victoria and Albert Museum die Schau „Frida Kahlo: Making Her Self Up“ , in der persönliche Alltagsdinge der Künstlerin – Kleidung, Schmuck, Nagellack, ihre Beinschiene – gezeigt werden, die dem Betrachter die Person der Mexikanerin näher bringen sollen.…

4.3. bis 22.7.: Kunstmuseum Wolfsburg

Robert Lebeck. 1968

Der Fotograf Robert Lebeck (1929-2014) behauptete zwar immer, er sei im Schicksalsjahr 1968 bei den wichtigen Ereignissen – den brennenden Barrikaden in Paris etwa, den Protesten vor dem Springer-Hochhaus in Hamburg oder dem Einmarsch der Russen in Prag – nicht dabei gewesen, doch seine Kontaktbögen aus dem Jahr zeigen, daß es so nicht ganz richtig war. Und so kann das Kunstmuseum in Wolfsburg nun beispielsweise seine eindrucksvollen Bilder von Rudi Dutschke in Prag präsentieren, von Robert Kennedys Beerdigung oder von Joseph Beuys auf der Documenta in Kassel. Die meisten der Fotos, die für den „Stern“ entstanden sind, wurden noch nie zuvor veröffentlicht.

Foto: Robert Lebeck, Rudi Dutschke, Wortführer der deutschen Studentenbewegung, bei einer Rede in der Prager Karls-Universität, 3. April 1968 © Archiv Robert Lebeck

16.3. bis 24.6.: Albertina, Wien

Keith Haring

In diesem Jahr wäre er 60 Jahre alt geworden, der amerikanische Ausnahmekünstler Keith Haring (1958 bis 1990).…

14.2. bis 24.6.: Kunstforum, Wien

Man Ray

Den meisten ist er wohl als Fotograf bekannt, der amerikanische Künstler Man Ray (1890 bis 1976), der als Emmanuel Radnitzky in Philadelphia geboren wurde. Aber er malte auch, zeichnete, filmte, entwarf Objekte, kreierte Schriften und konzipierte Bücher und Magazine. Das Wiener Kunstforum stellt den Künstler, der nach ein paar Jahren in New York ab 1921 bis zu seinem Tod in Paris lebte, mit 150 Werken als Gesamt-Persönlichkeit vor und will damit zeigen, dass Man Ray einen der Grundsteine dafür legte, was wir heute als Kunst betrachten.

Foto: Man Ray, Gabrielle Chanel, 1935/36, Silbergelatineprint, Museum Ludwig, Köln © Rheinisches Bildarchiv, Köln © MAN RAY TRUST/ Bildrecht, Wien, 2017/18