Allgemein

Luma, Arles

Vielleicht gehören Sie ja auch zu den Menschen, die Fuhlsbüttel nur im Zusammenhang mit dem Hamburger Flughafen „Helmut Schmidt“ kennen? Ja, der Airport gehört zum Stadtteil Fuhlsbüttel, aber es gibt dort noch einiges mehr zu entdecken. Die Alster zum Beispiel, die hier noch ein Fluss ist und erst in der Innenstadt zur Außen- und zur Binnenalster aufgestaut wurde. 37 km fließt die Alster von ihrer Quelle in Kayhude bis in die Elbe. In Fuhlsbüttel mäandert sie noch gemächlich durch üppig bewachsene Parkanlagen, durch die der lange Alsterwanderweg führt. Und direkt an der breiten Brücke findet man ein schönes, traditionelles Restaurant, „Zur Ratsmühle“ mit einer großen Terrasse direkt am Wasser.

Von dort aus ist man auch in wenigen Minuten zu Fuß auf dem Friedhof Ohlsdorf , dem größten Parkfriedhof der Welt: 389 Hektar. 1877 wurde er eröffnet, heute gibt es. ca. 235 000 Grabstellen, 19 Mausoleen von Hamburger Familien, 12 Kapellen und 3 Feierhallen, 36 000 Bäume, 15 Teiche, 17km Straßen, zwei Buslinien, 1,2 Millionen Besucher jährlich und einen Naturlehrpfad auch noch.

„Qualität hat ihre Berechtigung und kommt den Menschen zugute. Nur, wer sie nicht kennenlernen durfte, verzichtet auf sie. Wer sie erfahren hat, weiß, dass es sich lohnt, für sie zu sparen. Qualitativ hochwertige Dinge erziehen uns zu weniger Konsum, denn man bleibt ihnen treu und möchte sie nicht austauschen.“

Die Mode-Designerin Jil Sander in einem Interview mit der Zeitschrift „Arcade“ (www.arcade-xxl.de). Foto: NYT

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, findet, Weihnachten kann gern etwas modernisiert werden.
.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

Hotel Best Western Créqui, Lyon 

Schon die Lage ist ein angenehmer Kompromiss: In Lyons attraktive Altstadt jenseits der Rhone fährt man vom Best Western Créqui bequem mit der Straßenbahn, das Haus liegt in der Mitte zwischen dem Fluss und dem Bahnhof Part Dieu, an dem man aus Deutschland meist ankommt.
Das Hotel hat einen schön begrünten Innenhof, in dem man gerne sitzt und gut Kaffee trinken kann. Die Zimmer sind ruhig, gemütlich eingerichtet, die Bäder praktisch. Und zur berühmten Markthalle „Paul Bocuse“ sind es nur fünf Minuten zu Fuß, dort gibt es überaus leckere Spezialitäten.

DZ ab ca 120 Euro. Foto: CO

Kunst: Die Heroen

Sie waren Zeitgenossen, sind einander jedoch nie begegnet, aber der eine konnte sich immerhin bereits 1933 eine Ausstellung vorstellen, bei der beider Arbeiten zu sehen sind. Jetzt, über 90 Jahre später, ist sie endlich zustande gekommen, und siehe da: Ernst Ludwig Kirchner (Jahrgang 1880) und Pablo Picasso (Jahrgang 1881) sind zwei Heroen der Klassischen Moderne, deren Werk bemerkenswerte Parallelen aufweist. Nicht nur, dass sich beide als Originale ohne Vorbild verstanden, ihr künstlerisches Interesse galt auch ähnlichen Motiven. So entdeckten beide das Großstadtleben (mitsamt seinen dunkleren Seiten), einfühlsame Porträts entstanden, und ihre Bilder tanzender, badender, nackter Frauen zeugen von unbeschwerter Lebenslust. Und selbst bei der Hinwendung zur Abstraktion sind Gemeinsamkeiten unverkennbar: Ganz gaben sie die Figürlichkeit nie auf. Es gibt also viel Spannendes zu sehen in dieser Ausstellung (bis 18.1. in Münster, 15.2.-3.5.2026 in Davos); schade nur, dass die  Beiträge im Katalog das Vergnügen oft allzu hölzern geraten sind.

Wir verlosen je fünf CDs von

Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, gelesen von Gert Westphal. Der Audio Verlag, 20 Euro.

Der einzige Roman von Rainer Maria Rilke erschien 1910 als „fingiertes Tagebuch“ des Malte Laurids Brigge mit Aufzeichnungen über seine Kindheit, seine Zeit in Paris und seine Gedanken zu historischen Ereignissen. Der Roman wurde von der Zeit-Bibliothek und auch von Le Monde in die 100 Bücher des Jahrhunderts aufgenommen.

und 5 CDs von:
Rainer Maria Rilke: Weihnachten mit Rilke. Briefe und Gedichte, 
gelesen von August Diehl. Der Audio Verlag, 14 Euro.

Für Rilke war Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres. Seine schönsten Weihnachtsgedichte und seine liebevollen Briefe an Familie und Freunde werden hier von August Diehl vorgetragen.

Wer eine CD gewinnen möchte schickt bitte eine Email an: christiane@oster-meyer.de,
Betrifft: Rilke. 
Das Los entscheidet. Der Gewinn geht Ihnen per Post zu.

Museé Orsay, Paris

Was für eine Pracht! Und das war einmal ein Bahnhof mitten in Paris!
Entstanden ist er auf einem Grundstück direkt an der Seine, wo einst das Palais d’Orsay stand, das 1871 abbrannte. Am 14. Juli 1900 wurde der pompöse Neubau während der Weltausstellung eingeweiht, samt Hotel, in dem große Bankette und Tagungen stattfanden. Hotel und Bahnhof wurden auch gern als Kulisse genutzt, so drehte Orson Welles 1962 hier seinen Film „Der Prozess“ nach Franz Kafka. 
Der Zugverkehr nahm allerdings – nicht zuletzt dank zu kurzer Bahnsteige – immer mehr ab, sodass man Mitte der siebziger Jahre tatsächlich darüber diskutierte, das Gebäude abzureißen und ein modernes Hotel zu errichten. 1977 dann initiierte der französische Präsident Giscard d’Estaing die Umwandlung in ein Museum, und 1978 wurde das Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt.
Das Innere gestaltete die italienische Architektin und Designerin Gae Aulenti sehr behutsam um. Die große Bahnhofshalle bekam mehrere Nebengalerien mit darüber liegenden begehbaren Balkonen; unterm Dach und im ehemaligen Hotel entstanden große Ausstellungssäle.

Das Schloss von Tournon kann man schon von Weitem sehen, die massive Burg thront auf einem hohen Felsen über der Rhone, etwa 80km südlich von Lyon. Seit dem 10. Jahrhundert stand hier immer eine Burg, in der die Könige Frankreichs auf ihren Reisen übernachteten. Im 16. Jahrhundert wurden eine Kapelle und neue Wohnräume angebaut, dort gibt es heute ein Museum
Das Schloss hat eine wunderbare Terrasse über dem Fluss, aber leider kein ständiges Restaurant. Am besten gehen Sie deshalb über die Place du Marche zur Grand Rue mit seinen gut restaurierten, mittelalterlichen Fassaden. Dort findet man auch eine sehr feine Chocolaterie mit herrlichen Spezialitäten, eine Patisserie mit leckeren Croissants, süßen Teilchen und üppigen Tortenstücken und eine Fromagerie mit dem besten Käse der Region. Am Ende der Grand Rue steht das letzte noch existierende Stadttor, das die Zerstörung der Stadtmauern 1787 überstanden hat.
Sollte es gerade Samstag sein, dann machen Sie noch einen Abstecher zur Place Jean Jaures, denn samstags findet hier von 6 Uhr 30 bis 12 Uhr 30 ein  regionaler Markt statt, wo man frisches Obst und Gemüse direkt vom Bauern kaufen kann.

„Es geht nicht darum, aus welchem Land ein Genozid kommt. Es geht darum, was Menschen anderen Menschen antun. Als Mensch trage ich auch Verantwortung für andere Menschen, ich denke, es ist zu einfach zu sagen: “Das ist nicht mein Problem.“ Das geht uns alle an. Da bin ich fest von überzeugt.“
Der Regisseur Fatih Akin in einem Interview anlässlich seines neuen Films „Amrum“ mit dem Magazin „Sleek“ Nr 86/ Herbst 2025. Foto: wikipedia

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, hat noch nie etwas für Selfies übrig gehabt.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

Hotel Josefshof am Rathaus, Wien

Theaterfreunde sind hier richtig, fünf Gehminuten entfernt vom komfortablen Hotel Josefshof befindet sich das Burg-Theater, und das älteste englischsprachige Theater Europas, „Vienna’s English Theatre“  ist genau nebenan. Und auch zum berühmten „Theater in der Josefstadt“  kann man zu Fuß gehen.
Die Zimmer sind in warmen Farben gestaltet, haben gemütliche Betten und schöne Holzböden. Das Frühstücksbüfett läßt keine Wünsche offen, frisch gepresster Orangensaft ist Standard, und auch Kaiserschmarrn oder Weißwürste werden angeboten.

DZ ab ca 119 Euro. Foto: Josefshof

Ist Weben weiblich?

Das zumindest fanden die Meister am Bauhaus. Entgegen ihrer eigenen Statuten, dass nämlich „jede Person ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht aufgenommen werden könne, deren Begabung anerkannt wurde“, drängten die Meister rund um Walter Gropius die Studentinnen in die Weberei-Werkstatt und hielten sie aus Tischlerei, Metallwerkstatt und Architekturklasse heraus.
Die Berliner Autorin Unda Hörner hat aus den Biografien von elf „Frauen am Bauhaus Dessau“ eine überaus lesenswerte Geschichte der Hochschule zusammengestellt. Die Frauen waren Künstlerinnen, Partnerinnen der Meister oder auch selbst Meisterinnen, und die Autorin zeigt ihren gemeinsamen Kampf gegen äußere und innere Widrigkeiten.

Unda Hörner: Frauen am Bauhaus Dessau, 144 S., ebersbach & simon, 20 Euro 

 


Zeit für Suppe!

Der November ist der Monat der Suppe. „Zitronige Hühnersuppe“ mit Grünkohl zum Beispiel wärmt so richtig durch, und die „Cremige Selleriesuppe“ mit knusprigem Salbei macht satt und glücklich. Dass man aber auch die übrigen elf Monate genussvoll löffeln kann, beweist das neue Buch der Londoner Feinschmeckerin Emily Ezekiel, in dem etwa auf eine leckere Frühlings-Minestrone eine sommerliche Garnelen-Gumbo und eine „Miso-Ingwer-Ramen“ im Herbst folgt.

Ja, es kommt schon wieder auf uns zu, das Fest aller Feste! Also sollte man sich spätestens jetzt schon mal Gedanken über Weihnachtsgeschenke machen, damit es dann nicht wieder holterdipolter gehen muss!  Wir haben ein paar Vorschläge für Sie zusammengestellt:
1. Nostalgisch: Sie sieht aus wie eine alte Petroleumlampe, ist aber eine LED Leuchte mit Akkus von Feuerhand. 
2. Lecker: Handgekochte Chutneys von Susann aus Stade machen Lust auf würzige Experimente, mal mit Walnuss, mal mit Feige-Pflaume.
3. Schmückend: Mit dem 3D Drucker entstehen bei Recozy neben Vasen, Leuchten und Kleinmöbeln jetzt auch sehr feine Baumanhänger. 
4. Süß: Der dicke Schneemann macht einfach Freude! Einfach zu backen in einer dreidimensionalen Form von Städter.
5. Scharf: Perfekt gewürzt  – zum Beispiel mit „Fiesta“, wenn es nach Chili und Mexiko schmecken soll. Wiberg verfeinert auch Pizzen, Gegrilltes oder Kartoffeln.
6. Niedlich: Räder ist schon lange bekannt für seine dekorativen Porzellanobjekte, auch dieses Jahr gibt es neue weihnachtliche Produkte.

noch bis 1. Februar 2026: Das Barberinizeigt das „Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst.“ Seit der Antike glauben Menschen an die Existenz des Einhorns und schreiben ihm die unterschiedlichsten Eigenschaften zu. In Potsdam zeigt man jetzt 150 Gemälde, Grafiken, Skulpturen von u.a. Albrecht Dürer, René Magritte und Rebecca Horn.
noch bis 22. März 2026: In Köln beschäftigt sich das  Museum Ludwig mit der „Geschichte des Lächelns“ anhand von Porträtfotos seit der Erfindung der Fotografie. Besonders spannend: den Mundwinkeln zuschauen, wie sie sich im Lauf der Zeit nach oben schieben.

Fälschermuseum, Wien
 

Sehr groß ist das Museum nicht, aber in dem Souterrain in der Wiener Löwengasse 28 kann man so einige Kleinode entdecken. Da hängt zum Beispiel Rembrandts „Selbstbildnis mit Saskia“ neben Vermeers „Christus und die Ehebrecherin“, und in einer Glasvitrine liegt eine Stradivari-Geige. Was für Schätze!
Und die haben eins gemeinsam: Sie sind allesamt gefälscht.
Auf jede echte Stradivari – so erfährt man hier – sind etwa 200 Kopien in Umlauf. Der Rembrandt etwa stammt von Edgar Mrugalla (1938 bis 2016), der zugab, etwa 3000 Gemälde nachgemalt zu haben. Und den Vermeer malte Han van Meegerens (1889 bis 1947) 1942 und verkaufte ihn an Hermann Göring. Als der Maler nach dem Krieg wegen Feindbegünstigung angeklagt wurde, gestand er seine Fälschungen ein.
Auch Konrad Kujau (1938 bis 2000) , dem Fälscher der Hitler-Tagebücher für das Magazin Stern von 1983, ist eine Vitrine gewidmet.
Ein durchaus interessanter, vielfältiger Museums-Besuch also, der mit einem Einkauf lustiger Postkarten, Accessoires und Bücher im Shop ergänzt werden kann.

Definiert wird eine Brücke als „Bauwerk, das als Teil eines Weges der Überquerung eines physischen Hindernisses dient“. Danach ist die berühmteste Brücke Frankreichs gar keine Brücke. Denn auf der Pont Saint-Bénezet, besser bekannt als Pont d’Avignon, kann man die Rhone schon lange nicht mehr überqueren. Von den im 12. Jahrhundert erbauten 22 Bögen sind nur noch 4 erhalten. Und so steht man zwar „sur le pont d’Avignon“ und schaut auf  den schnellen Fluß hinab, kann aber nicht ans andere Ufer gelangen.
Der Legende nach befahl eine Stimme einst dem einfachen Hirten Benedikt, in Avignon eine Brücke zu bauen. Mit einer gewaltigen Kraft, die ihm plötzlich verliehen wurde, setzte er einen riesigen Felsbrocken eigenhändig ans Ufer, baute dann mit der begeisterten Bevölkerung jene 900m lange Brücke, und so wurde der kleine Hirte zum Heiligen Bénézet. Sein Meisterwerk wurde allerdings im Laufe der Zeit durch Hochwasser und Kriege so sehr beschädigt, dass man sie im 17.

„Ich koche mit Wein. Manchmal gebe ich ihn sogar ins Essen.“

Der amerikanische Schauspieler, Komiker und Drehbuchautor W.C. Fields (1880-1946), zitiert in vielen Zitatsammlungen.

Foto: wikipedia

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, bewundert den Mut der ganz Kleinen!

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de