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noch bis 1. Februar 2026: Das Barberinizeigt das „Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst.“ Seit der Antike glauben Menschen an die Existenz des Einhorns und schreiben ihm die unterschiedlichsten Eigenschaften zu. In Potsdam zeigt man jetzt 150 Gemälde, Grafiken, Skulpturen von u.a. Albrecht Dürer, René Magritte und Rebecca Horn.
noch bis 22. März 2026: In Köln beschäftigt sich das  Museum Ludwig mit der „Geschichte des Lächelns“ anhand von Porträtfotos seit der Erfindung der Fotografie. Besonders spannend: den Mundwinkeln zuschauen, wie sie sich im Lauf der Zeit nach oben schieben.

Fälschermuseum, Wien
 

Sehr groß ist das Museum nicht, aber in dem Souterrain in der Wiener Löwengasse 28 kann man so einige Kleinode entdecken. Da hängt zum Beispiel Rembrandts „Selbstbildnis mit Saskia“ neben Vermeers „Christus und die Ehebrecherin“, und in einer Glasvitrine liegt eine Stradivari-Geige. Was für Schätze!
Und die haben eins gemeinsam: Sie sind allesamt gefälscht.
Auf jede echte Stradivari – so erfährt man hier – sind etwa 200 Kopien in Umlauf. Der Rembrandt etwa stammt von Edgar Mrugalla (1938 bis 2016), der zugab, etwa 3000 Gemälde nachgemalt zu haben. Und den Vermeer malte Han van Meegerens (1889 bis 1947) 1942 und verkaufte ihn an Hermann Göring. Als der Maler nach dem Krieg wegen Feindbegünstigung angeklagt wurde, gestand er seine Fälschungen ein.
Auch Konrad Kujau (1938 bis 2000) , dem Fälscher der Hitler-Tagebücher für das Magazin Stern von 1983, ist eine Vitrine gewidmet.
Ein durchaus interessanter, vielfältiger Museums-Besuch also, der mit einem Einkauf lustiger Postkarten, Accessoires und Bücher im Shop ergänzt werden kann.

Definiert wird eine Brücke als „Bauwerk, das als Teil eines Weges der Überquerung eines physischen Hindernisses dient“. Danach ist die berühmteste Brücke Frankreichs gar keine Brücke. Denn auf der Pont Saint-Bénezet, besser bekannt als Pont d’Avignon, kann man die Rhone schon lange nicht mehr überqueren. Von den im 12. Jahrhundert erbauten 22 Bögen sind nur noch 4 erhalten. Und so steht man zwar „sur le pont d’Avignon“ und schaut auf  den schnellen Fluß hinab, kann aber nicht ans andere Ufer gelangen.
Der Legende nach befahl eine Stimme einst dem einfachen Hirten Benedikt, in Avignon eine Brücke zu bauen. Mit einer gewaltigen Kraft, die ihm plötzlich verliehen wurde, setzte er einen riesigen Felsbrocken eigenhändig ans Ufer, baute dann mit der begeisterten Bevölkerung jene 900m lange Brücke, und so wurde der kleine Hirte zum Heiligen Bénézet. Sein Meisterwerk wurde allerdings im Laufe der Zeit durch Hochwasser und Kriege so sehr beschädigt, dass man sie im 17.

„Ich koche mit Wein. Manchmal gebe ich ihn sogar ins Essen.“

Der amerikanische Schauspieler, Komiker und Drehbuchautor W.C. Fields (1880-1946), zitiert in vielen Zitatsammlungen.

Foto: wikipedia

Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, bewundert den Mut der ganz Kleinen!

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

Super 8 by Windham, Chemnitz

Zwei Haltestellen mit dem Bus oder der Straßenbahn vom Hauptbahnhof und nur 300m von der Altstadt entfernt befindet sich das Super 8 Hotel mit schlichten Zimmer, festen Matratzen und guten Duschen. Auch ein Frühstücksbüfett wird angeboten. 
Und bis zum berühmten überdimensionalen Karl-Marx-Kopf  sind es nur 150m! DZ ab ca 85 Euro. Foto: Hotel Super 8

Grand Palais, Paris, noch bis 4. Januar 2026
Niki de Saint Phalle, Jean Tinguely, Pontus Hulten
       
Alle zehn Minuten rasselt, klingelt, schnarrt die zimmergroße kinetische Skulptur los. Da drehen sich Räder, heben sich Gießkannen und Puppenköpfe, scheppern Blechdosen, Licht geht an und wieder aus.
Das Werk des Schweizer Künstlers Jean Tinguely (1925 – 1991) ist derzeit im Grand Palais in Paris zu sehen, kombiniert mit  Arbeiten seiner Frau Niki de Saint Phalle (1939 – 2002), ihren fröhlich bunten Skulpturen und ihren Nanas aus Polyester. Dritter in dieser Ausstellung ist Pontus Hulten (1924 – 2006), der Gründungsdirektor des Moderna Museet in Stockholm und später des Centre Georges Pompidou in Paris, der das kreative Paar von Beginn an förderte und hier mit gewürdigt wird.
Noch bis zum 4. Januar 2026 ist diese muntere Ausstellung, die so richtig Spaß macht, zu sehen. Foto: Grand Palais

Thonet: Vor hundert Jahren zog das Bauhaus von Weimar nach Dessau. Zum Jubiläum bietet Thonet die Satztische von Bauhaus-Lehrer Marcel Breuer, kombiniert mit dem (jetzt von der Schweizer Manufaktur Naef produzierten) Schachspiel seines Kollegen Josef Hartwig, als Set an.
Foscarini: Die italienische Designerin Francesca Lanzavecchia hat den Kronleuchter ganz neu gedacht. Leicht und poetisch ist ihr Entwurf für „Tilia“ (Linde auf Lateinisch) geworden.
Foto: Foscarini

noch bis 19. Oktober: In Hamburg findet das Harbour Front Literaturfestival mit vielen illustren Gästen statt.  So stellen u.a. Donna Leon, Eckart von Hirschhausen und Konstantin Wecker ihre neuen Bücher vor. Tickets sind noch zu bekommen: www.harbourfront-hamburg.com/tickets/ 
 3. Oktober: Zum 35. Jubiläum der Deutschen Einheit singt Deutschland wieder  – diesmal u.a. „We shall overcome“ und „Go down, Moses“. Die Hauptveranstaltung findet in Saarbrücken statt, wird im Saarländischen Rundfunk übertragen – und ganz Deutschland kann mitsingen.
12. Oktober bis 25. Januar 2026: In Riehen bei Basel zeigt die Fondation Beyeler  eine Retrospektive der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (geb. 1929), die für ihre Spiegelräume und Polka Dots bekannt ist. Die Ausstellung geht anschließend nach Köln ins Museum Ludwig (14.3. bis 2. 8.26) und ins Stedelijk Museum in Amsterdam.

Foto: Kusama with yellow tree/living room at the aichi Triennale 2010/ YaYoi Kusama, Courtesy of Ota Fine Arts, Victoria Miro, David Zwirner

Industriemuseum, Chemnitz

Was für eine Vielfalt: Gleich am Eingang stehen Autos auf einem silbernen Band, darunter ein Trabbi mit Zelt auf dem Dach neben einem Cabrio vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Untergeschoss kann man später eine Textilstraße mit den unterschiedlichsten Spinnmaschinen und Webstühlen besichtigen.
Das großartige Industriemuseum in Chemnitz residiert in einer ehemaligen Giesserei, 3500 qm groß, das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Zu besichtigen in dem 1992 eröffneten Museum ist die 220jährige sächsische Industriegeschichte mit einer Lokomotive, einer Karosserieschweißanlage, mit der Melitta-Filtertüte, einem Knopfannähautomaten und vielen anderen erstaunlichen Dingen. Unbedingt besuchen! Foto: CO

Die kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern wird gern als „Versailles des Nordens“ oder auch als „Barockstadt des Nordens“ bezeichnet, dabei ist das Schloss Ludwigslust eine klassizistische Dreiflügelanlage, erbaut 1772 – 1776 als Residenz der mecklenburgischen Herzöge. Zuvor stand hier in dem damals Klenow genannten Ort ein kleines Jagdschloss, dann aber plante der Architekt Johann Joachim Busch nach dem Vorbild französischer Anlagen ein großes Schloss mit einer kostbaren Sandsteinfassade, und Klenow bekam den Namen „Ludwigslust“.
 Auf dem Schlossplatz entstanden 1780 -1785  Kaskaden in einem Bassin, über die das Wasser eines Kanals zwischen den Flüssen Lewitz und Sude sehr attraktiv vor sich hinsprudelt. Der 28 km lange Kanal wurde von 1756 bis 1760 angelegt, um darauf Baumaterial zu transportieren. Hinter dem Bassin verbindet eine große Grünfläche den Schlossplatz mit der 1770 vollendeten Stadtkirche, die von sechs mächtigen Säulen dominiert wird und mit Evangelistenstatuen auf dem Dach dekoriert ist. Innen wird der Raum von einem Riesengemälde dominiert, das die Verkündung der Geburt Christi an die Hirten auf dem Felde zu Bethlehem darstellt.

„Wenn die Kinder größer werden, wird man selbst ein bisschen kleiner. Und trotzdem bleibt man abhängig: Wenn sie straucheln, strauchelt man mit. Wenn sie traurig sind, ist man es auch. Man fängt als Held an – und endet als Don Quijote.“

Der Journalist Tillmann Prüfer in seiner Kolumne „Prüfers Töchter“ im Zeit Magazin vom 30. April 2025.
Foto: Tillmann Prüfer

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Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, schätzt echte Hühnereier.
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Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.peter-butschkow.de

AC Hotel Burgos by Marriott, Burgos, Spanien

   
Wer die phantastische Kathedrale von Burgos besuchen möchte, ist hier richtig: Das Hotel liegt direkt am Fluss Arlanzón an der herrlichen Platanenpromenade, und bis zur Kathedrale sind es gerade mal 300 Meter. Das prächtige Art Deco-Gebäude ist innen ganz modern. Die Zimmer sind mit edlen Materialien schlicht gestaltet, die Bäder funktional und großzügig. In der dreieckigen Halle wird das leckere Frühstück im abgeteilten Barbereich serviert. DZ ab ca 118 Euro. Foto: Hotel AC Burgos

Der große Hockney

An die neunzig geht er allmählich, aber ans Aufhören denkt er noch immer nicht. Dabei hat David Hockney bis heute schon ein ebenso großes wie großartiges Werk vollbracht – aktuell nachzuprüfen nicht nur in der Pariser Fondation Louis Vuitton (bis zum 31. August), sondern auch in diesem veritablen Klotz von einem Buch. Und was hat der nimmermüde Brite nicht alles in seinem langen Leben ausprobiert. Mit Pop-Art-Bildern wurde er in den Sechzigern bekannt, internationalen Ruhm trugen ihm ein paar Jahre später seine Swimming-Pool-Gemälde aus dem sonnendurchfluteten Kalifornien ein. Dann entdeckte er die Möglichkeiten der Fotografie, setzte aus Hunderten von Polaroids raffinierte Collagen zusammen. Und dazwischen entstanden immer wieder intime Porträts, von seinen homosexuellen Freunden, von seiner Familie und (oft richtig bunte) Landschaften, für die der Technik-Freak Hockney im Alter auch das ipad nutzte. Eine überwältigende Vielfalt also – hier ist sie handlich und vom Künstler selbst kommentiert versammelt.

Bundeskunsthalle, Bonn, 1. August bis 11. Januar 2026
W.I.M. Die Kunst des Sehens
      
Zum 80. Geburtstag des Filmemachers und Fotografen Wim Wenders (am 14. August) widmet ihm die Bundeskunsthalle eine große Ausstellung, in der Szenen seiner Filme, Fotoarbeiten und auch Collagen und Zeichnungen von ihm gezeigt werden.
Und so kann man noch einmal Ausschnitte aus „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ von 1972 sehen, „Der Amerikanische Freund“ von 1977, „Der Himmel über Berlin“ von 1987 und den mit einer Oscar-Nominierung geehrten Film „Buena Vista Social Club“ von 1999, aber auch aus seiner Dokumentation über Anselm Kiefer „Anselm – das Rauschen der Zeit“ von 2023. Requisiten, Produktionsunterlagen und ein „Audiowalk“, in dem Wenders einzelne Stationen seiner Karriere kommentiert, runden den Überblick über ein eindrucksvolles Werk ab, das nun schon mehr als fünf Jahrzehnte umfasst. Foto: Bruno Ganz im „Der Himmel über Berlin“

Wittmann: Den 1910 von Josef Hoffmann entworfenen Sessel „Kubus“, den perfekten Würfel aus vielen Quadraten, bietet der österreichische Hersteller zum 115. Jubiläum in einer Limited Edition, begrenzt auf 115 handgefertigte Exemplare in drei Lederfarben an. Foto: Wittmann

noch bis 2. November: Im Berliner Brücke Museum kann man das Werk der deutsch-afrikanischen Expressionistin Irma Stern (1894 – 1966) wieder entdecken, die in Berlin und Weimar studierte, 1933 Nazi-Deutschland verließ und nach Südafrika ging, wo sie seit langem als eine der wichtigsten Vertreterinnen der Moderne gilt.
noch bis 5. Oktober: Das Kunstmuseum in Ahrenshoop auf dem Darß zeigt das facettenreiche Werk von T. Lux Feininger (1910 – 2011), einem Sohn von Lyonel Feininger, der am Bauhaus studierte und ab 1936 in den USA lebte. Unter dem Titel „Moderne Romantik. Versuche zu einer archetypischen Szenerie“ gibt es oft traumhaft anmutende Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und kleine Skulpturen zu sehen.
10. August bis 2. November: Die Kunstsammlungen in Chemnitz widmen sich dem Thema „Edvard Munch. Angst“ mit einer großen Ausstellung, in der auch der Aufenthalt des norwegischen Künstlers 1905 in Chemnitz herausgestellt wird.

Gut Hohen Luckow, Mecklenburg Vorpommern

1707 ließ Christoph von Bassewitz das repräsentative Herrenhaus in Hohen Luckow ca. 20 km von Rostock entfernt im barocken Stil errichten. Mit etwa 1000 Hektar Land gehörte das Gut schon damals zu einem der größten in Mecklenburg.
Heute bewirtschaftet man hier 2700 ha Acker, 65 ha Grünland und 65 ha Wald, außerdem gibt es 3000 Milchkühe.
Das gelb gestrichene Herrenhaus mit roten Fensterumrandungen bekam im 18. Jahrhundert zwei Seitentürme, in einem befinden sich heute Gästezimmer.
Unbedingt sehenswert ist der Rittersaal im zweiten Stock mit seiner herrlichen Stuckdecke und dem vergoldeten Kamin. Hier finden regelmäßig Konzerte statt. Im ersten Stock kann man eine große Fayencen- und Terrinen-Sammlung aus dem 17. und 18. Jahrhundert bewundern, die prächtigen Gefäße waren einst der Mittelpunkt jeder barocken Tafel.
Und auch im öffentlich zugänglichen Park rund ums Herrenhaus gibt es Sehenswertes: Hier stellen überwiegend Mecklenburger Künstler ihre Skulpturen aus. Foto: Gut Hohen Luckow

Die wenigsten kennen wohl die gar nicht so kleine Stadt in Spanien, dabei ist sie die Hauptstadt des Baskenlandes. 1181 gründete der navarrische König Sancho VI. Nueva Victoria auf einer kleinen Anhöhe, auf der auch heute noch mittelalterliche Gassen zu entdecken sind. Ganz oben steht die Alte Kathedrale „Santa Maria“ aus dem 13. Jahrhundert, 1496 wurde sie Stiftskirche und 1861 Kathedrale. Zur Zeit wird sie restauriert und ist selten geöffnet, aber wenigstens von außen sollte man sie anschauen. Damit der Weg zur Kirche für heutige Menschen nicht zu beschwerlich ist, gibt es mehrere überdachte Rolltreppen, die die Gassen hinauffahren. Sehr praktisch!
Beim Herumschlendern kann man die uralte Stadtmauer entdecken (Calle de Correria), das Kulturzentrum „Palacio de Montehermoso“ (Santa Maria), das archäologische Museum „Bibat“ (Calle. de Santa  Ana) und das Museum für Moderne Kunst „Artium“ (Francia).
Über die „Plaza del Machete“ und  die „Plaza de Espania“ aus dem 18. Jahrhundert erreicht man dann den schönsten Platz der Stadt: die „Plaza de la Virgen Blanca“ mit einem Denkmal, das an die Schlacht vom 21.