
Kathedrale mit Glockenturm
Die Busse in Litauens Hauptstadt Vilnius zeigen nicht immer das Ziel der Fahrt an, oft sieht man ein rotes Herz und daneben steht „Ukraine“. Die gelbblaue Fahne der Ukraine weht überall im Stadtbild, an vielen Lokalen steht „Ukrainer willkommen“. Und weit oben an einem Hochhaus kann man sogar in großen Lettern lesen: Putin The Hague is waiting for you – Den Haag wartet auf Dich, Putin.Der Krieg ist hier allen sehr bewußt, trotzdem strahlt die Stadt Lebensfreude und Fröhlichkeit aus.

Standbild von Großfürst Gediminas
Und das nicht nur in Uzupis, was „jenseits des Flusses“ bedeutet, denn das Künstlerviertel erreicht man von der Altstadt aus über den Fluss Vilnia. Das Viertel, das seit den neunziger Jahren Künstler und Bohemiens anzog, erklärte sich 1997 zu einem unabhängigen Narrenstaat mit eigener Verfassung, die auf einem Schild an der Zugangsbrücke nachzulesen ist – auch auf Deutsch. Wer will, kann gegen kleines Geld sogar einen Stempel in seinen Pass bekommen. Die vielen Galerien, Kunsthandwerker, Cafés und Restaurants laden zum Bummel ein.
Zurück in die Innenstadt geht man die schmale Straße Latako hoch und erreicht die Pilles, von der gleich rechts die Literatvu Gatve ab. Hier würdigen die Bewohner ihre litauischen Schriftsteller mit Bildern und kleinen Kunstwerken an den Wänden.

Straße der Literatur
Durch die Pilles geht es dann vorbei an schönen Fassaden, kleinen Geschäften und vielen Cafés und Restaurants in Richtung Kathedrale. Falls Sie aber gerade Hunger haben, können Sie in der Pilles auch erstmal Traditionelles in guter Qualität probieren, die köstliche kalte Rote Beete Suppe zum Beispiel oder die Zeppeline, lecker gefüllte Kartoffelklöße.
Die Kathedrale, die mit ihren sechs dorischen Säulen vor dem Portal eher wie ein Schloss anmutet, stammt aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Der Architekt, der die vorherige Kirche renovieren sollte, schwärmte für den Klassizismus und verordnete der Vorhalle die 20m hohen Säulen, innen blieb es bei gotischen und barocken Elementen, besonders sehenswert ist die Kasimirkapelle, die dem litauischen Nationalheiligen gewidmet ist.
Der Glockenturm auf dem Kathedralenplatz ist mit Kreuz 57m hoch und kann bestiegen werden. Zwischen Kathedrale und Glockenturm ist eine Bodenplatte verlegt mit der Inschrift „Stebuklas“ (Wunder), sie soll Wünsche erfüllen, wenn man sich auf der Platte um sich selbst dreht. Aber sie soll auch daran erinnern, dass hier im August 1989 die Menschenkette begann, die sich dann 600 km durch das ganze Baltikum zog, um den Freiheitswillen der Balten zu dokumentieren. Der „Baltische Weg“, bei dem sich zwei Millionen Menschen aus Litauen, Lettland und Estland an den Händen fassten und sangen, führte schließlich 1991 zur Unabhängigkeit der drei Staaten.
Mehr aus Vilnius berichten wir im nächsten KuNo am 1.9.26 Foto: CO

In meiner Branche muss man im Herzen…immer Kind bleiben. Wenn wir aufhören, Kind zu sein, hören wir auf, zu imaginieren und zu empfinden. Unsere Vorstellungskraft altert schnell. Wir müssen uns erinnern, wie es war, im Garten herumzurennen und im Regen in eine Schlammpfütze zu springen.“
Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, kann mitmenschliche Probleme gut nachvollziehen.n
Gut zu Fuß zu sein ist von Vorteil, denn dieses Hotel liegt etwas außerhalb der schönen Altstadt von Vilnius, und der Bus fährt nur bis an den Fluß Neris. Die Zimmer sind praktisch eingerichtet und fröhlich dekoriert. Unseres zum Beispiel tat so, als wäre die Wand eine mit Kreide beschriebene Tafel, war sie aber nicht.
Britische Postämter arbeiten seit 1868 mit Katzen, die Mäuse und Ratten vertreiben sollen, weil die Nager Briefe und Päckchen anknabberten. In Spanien sieht man Spinnennetze in Weinkellern gern, weil die Spinnen korkfressende Motten von den Weinflaschen fernhalten. In Portugal wiederum leben Fledermäuse in Bibliotheken, die sich von den Insekten ernähren, die sonst Bücher zerstören. Die britische Illustratorin Jess Hayman hat in ihrem liebevoll gezeichneten Buch „Tiere bei der Arbeit“ für Menschen ab sieben Jahren zusammengetragen, was vielen unbekannt ist. Wußten Sie zum Beispiel, dass medizinische Spürhunde Krankheiten am Geruch erkennen können? Oder dass Schneidervögel ihre Nester aus Blättern mit Pflanzenfasern regelrecht zusammen nähen?
Waren Sie schon mal auf Lanzarote? Wenn ja, dann verstehen Sie sicherlich die Faszination, die diese kanarische Insel auf den Berliner Architekten und Designer Fabian Freytag ausübt. Er liebt das Licht, den hohen Himmel, die Farben der Vulkanlandschaft, die Palmren und die struppigen kurzen Pflanzen – und nicht zuletzt die strahlend weißen, flachen Häuser, die dem Maler, Bildhauer, Bauingenieur und Umweltschützer César Manrique (1919 bis 1992) zu verdanken sind. Manrique, geboren auf Lanzarote, studierte in Madrid, ging später nach New York, wo er den Künstlern Jackson Pollock, Mark Rothko, Andy Warhol und Robert Rauschenberg begegnete.
vor 20 Jahren stellte Foscarini die grazile Leuchte des Designers Marc Sadler vor. Die Idee zu der ebenso schlanken wie eleganten Lampe kam Sadler jedoch nicht durch das englische Model aus den sechziger Jahren sondern, so behauptet er, durch eine Angelschnur. Egal: Noch heute wird das strahlende Stück hergestellt und gern gekauft.
mit Blüten, Bäumen, ganzen Wäldern, mit breiten Streifen und großen Karos sind wieder im Trend. Aber Obacht – am besten zuerst nur eine Wand tapezieren und ein paar Tage ausprobieren, ob man das wirklich so will.
Eigentlich unglaublich: Seit 2000 Jahren steht das Amphitheater in Nimes, erbaut nach dem Vorbild des römischen Kolosseums aus zu Quadern geformten 50 000 Tonnen Kalkstein von 5000 Arbeitern in fünf Jahren – ganz ohne Beton, Mörtel, Kräne oder Lastwagen.
Er hat Iggy Pop, Rammstein, Sting und Bono fotografiert, Thomas Kretschman, Nick Cave, Kate Blanchett und Daniel Brühl. Der Berliner Fotograf Olaf Heine, 1968 in Hannover geboren, inszeniert seine kunstvollen Bilder am liebsten in Schwarz/Weiß. Auch für seine Architektur-Aufnahmen in Brasilien verzichtete er auf Farbe, zeigte den großen Architekten Oscar Niemeyer (1907 – 2012) und dessen spektakuläre Bauten in klarem Schwarz/Weiß. Nebenher begann er Filme zu drehen, sein wichtigster – natürlich auch monochrom – ist die zwölfminutige Hommage an das Tacheles, das einst besetzte, dann abgerissene Kulturzentrum in der Berliner Oranienburger Straße.
Wenn Sie in die Provence fahren wollen, planen Sie am besten so, dass Sie am 1. Mai in St. Remy de la Provence sind. Am Tag der Arbeit, an dem in ganz Frankreich traditionell Maiglöckchen-Sträuße verschenkt werden, findet in St. Remy eine großartige Parade statt. Dabei ziehen zehn Esel einen blumengeschmückten Karren, eine Gruppe peitschenknallender Einwohner geht vorneweg, Kinder reiten auf Ponys hinterher, und ein Trachtenverein spaziert in historischen Kostümen vorbei. Der Umzug führt um die Altstadt herum und beginnt immer um 10 Uhr 30.
blieb van Gogh dort und malte etwa 150 Bilder. An der Avenue de Durand Maillane kann man einige seiner Werke als Reproduktionen betrachten, die genau an dieser Stelle gemalt wurden.
ehemaligen Augustinerkloster. Ein paar Schritte weiter lohnt sich ein Blick in die „
man sich mit den leckersten Käsesorten eindecken kann. Wenn Sie also noch kein Abendessen geplant haben, Baguette gibt es um die Ecke.
Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen zu seinem Kampf gegen die Deep-Fakes, in denen er angeblich Schlankheitspillen anpreist, im Stern Nr 19 vom 7. Mai 2026.
Unser Lieblings-Cartoonist Peter Butschkow, der in Berlin geboren wurde und heute in Nordfriesland lebt und arbeitet, kennt sich auch in Bayern aus..
Zu Oslos Hauptbahnhof sind es gerade mal 300 m, alles Wichtige
Vor dem Urlaub in der Bretagne oder danach: Dieses Buch ist zum Schwelgen gemacht. Es gibt nämlich richtig schöne Fotos von Städten, Landschaften und Gerichten zum Nachkochen wie Kartoffeln mit Muscheln und Thymianöl oder gegrillten Sardinen mit Aubergine und Miso-Sauce. Außerdem hat die Autorin Verena Mayer die Rezepte in ganz besonderen Restaurants eingesammelt, die alle vorgestellt
Sehr lange wußte man praktisch nichts über unser Gehirn. Erst ab dem späten 19. Jahrhundert, als Röntgen, später Ultraschall und andere Verfahren erfunden waren, konnte man unserem Kopf bei der Arbeit zuschauen.
Ikea – hat die zehnte PS Kollektion vorgestellt. PS heißt Postskriptum und bedeutet bei Ikea eine designorientierte, exeperimentelle Extra-linie. Dieses Mal sind es 44 neue Produkte – von Sofa und Sessel bis zu Vasen, Schränken und Tischen, die Lust machen auf die kleinen Veränderungen in der eigenen Wohnung. Zum Beispiel der Servierwagen auf Rollen und der Sessel mit aufblasbaren Polstern.
Bis 1984 wurden hier Lokomotiven von 1800 Arbeitern gewartet, dann lag das Areal brach und viele Menschen in Arles waren arbeitslos. 2013 kaufte die Schweizer Milliardärin Maja Hoffmann, die in der südfranzösischen Stadt aufgewachsen ist, das gesamte Industriegelände, gründete die (nach ihren Kinder Lucas und Marina benannte) Luma Stiftung und engagierte den amerikanischen Architekten Frank Gehry zum Bau des Luma Museums. Für die Gestaltung des Parks gewann sie den belgischen Landschafts-architekten Bas Smets, der einen Teich anlegen, 500 Bäume und mehrere zehntausend Pflanzen setzen ließ. Dazwischen platzierte man ungewöhnliche Skulpturen.
Ein großer Name in einer kleinen Stadt: Gerhard Richter (geb. 1932 in Dresden), der als bedeutendster zeitgenössischer Maler gilt, zeigt im LUMA seine übermalten Fotos. In einem riesigen Saal, nur möbliert mit zwei Bänken in der Mitte, hängen mehr als hundert identisch gerahmte, gleich große Bilder auf Augenhöhe. Porträts, Naturaufnahmen und Wolkenformationen sind mit dicken Pinselstrichen, zarten Streifen oder feinen Punkten dekoriert, oft sind die Fotos darunter nicht mehr zu erkennen. Die Folge: Nicht wenige Besucher kommen irritiert oder sogar enttäuscht aus dieser Ausstellung.