Elisabeth Raether

Auch in der Küche kann es nicht schaden, wenn das Selbstbewusstsein ein kleines bisschen größer ist als das Talent.

Die Redakteurin Elisabeth Raether im Zeit Magazin Nr. 36/2018 vom 29. August zum Thema „Hühnchen für Geduldige.“
Foto: m-vg

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Spree Balance, Burg im Spreewald

Hotel Spree Balance

Wer den ganzen Tag durch die romantischen Kanäle des Spreewalds gepaddelt ist, der braucht sicher eine ergiebige Dusche, ein behagliches Bett, herrliche Ruhe und was Leckeres auf dem Teller. Im Hotel Spree Balance am Rande von Burg wird all das geboten, übrigens auch für Nichtpaddler, die sich lieber durch die Kanäle staken lassen. Die Zimmer sind groß und in warmen Farben eingerichtet, die Bäder einladend, die Betten breit, die Matratzen genau richtig hart und im Restaurant gibt es ein reichhaltiges Frühstück. Abends kann man sich einen „Spreewälder Gurkenteller“ mit Griebenschmalzstulle oder ein Meerrettichschnitzel mit Bratkartoffeln gönnen.
DZ ab ca. 130 Euro. Foto: spree balance

Havanna ist blau

Havana-short shadows

Die touristischen Highlights von Havanna hat die deutsche Fotografin Eva-Maria Fahrner-Tutsek gleich links liegen gelassen. Weit musste sie nicht gehen, schon im Stadtteil „La Habana Vieja“, dem alten Havanna, fand sie das Kuba der Kubaner. Für ihren Band „Havana – Short Shadows“ hat sie Szenen des alltäglichen Lebens eingefangen, echte Straßenfotografie eben. Da hängen frisch gewaschene, strahlend weiße Laken in einer Ruine, eine Sonnenblumenverkäuferin hockt auf einem Schemel am Straßenrand, ein vergilbtes Foto von Fidel Castro klebt in einem schmutzigen Schaufenster. Die Bilder sind kommentarlos abgedruckt, nur hinten im Buch findet man Angaben zur Straße oder zum Gebäude der jeweiligen Aufnahme. Ergänzt werden die stillen Bilder von einem kleinen Einführungstext der Fotografin und einem Essay über das Wesen und die Geschichte der Dokumentarfotografie von Fotograf Michael Freeman und einem über das Leben in Havanna des Schriftstellers Leonardo Padura, beide sind ein Muss zum Verständnis der Bilder. Denn Leonardo Padura bekennt: “Mein Havanna klingt nach Musik und alten Autos, es riecht nach Gas und Meer, und seine Farbe ist das Blau.“

Eva-Maria Fahrner-Tutsek: Havana – short shadows, 164 S., Hirmer, 39,90 Euro Foto:

Menashe

Menashe (rechts) mit Sohn, Rabbi und Gemeinde

Er schlurft etwas nachlässig durch sein schwieriges Leben: Menashe Lustig ist gerade Witwer geworden, hat permanent Ärger mit seinem Chef im Supermarkt und seine jüdische Gemeinde in Brooklyn und sein Rabbi wollen ihn zwingen, schnell neu zu heiraten, sonst muss sein pfiffiger Sohn Lieven in einer Pflegefamilie aufwachsen. Menashe wehrt sich.

Der stille Film des liberalen Juden Joshua Weinstein, der eigentlich Dokumentarfilmer ist, wurde mit Laiendarstellern gedreht, und der unkonventionelle, witzige Menashe Lustig spielt sich selbst. Ein beklemmender Blick in die völlig fremde Welt einer geschlossenen, jüdisch-orthodoxen Gemeinde im heutigen New York.

Wo der Film wann gezeigt wird finden Sie hier: http://mindjazz-pictures.de/kinotermine/

Foto: Veranstalter

Hamburg: Er ist wieder da! Das Gemälde Caspar David Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“ ist zurück in der Kunsthalle, nachdem es – eine große Ausnahme – nach Berlin ausgeliehen war. Das Bild zählt zu den wichtigsten Werken Deutschlands und sein Maler gilt als hervorragender Vertreter der deutschen Romantik. Das Gemälde ist seit 1970 eine Dauerleihgabe der „Stiftung Hamburger Kunstsammlungen“ an die Kunsthalle.

European University Film Award: Zum dritten Mal wird der Filmpreis vergeben, für den eine Jury aus 49 Spielfilmen und 15 Dokumentarfilmen fünf Beiträge nominiert hat. Das sind die Filme „Foxtrot“, eine Gemeinschaftsproduktion aus Israel, Deutschland, Frankreich und der Schweiz; „Glücklich wie Lazzaro“ aus Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz; „Styx“ aus Deutschland und Österreich; „Tarzans Testicles“ aus Rumänien und Frankreich; „Utoya 22. Juli“ aus Norwegen. Die fünf Filme werden jetzt in 23 Universitäten in 23 Ländern angeschaut und der jeweilige Favorit gekürt. Am 15. Dezember wird der Gewinner in Sevilla verkündet. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, die europäische Idee zu verbreiten und Studenten das europäische Kino näher zu bringen.

Helsinki: Die Hauptstadt Finnlands ist gerade mit dem Titel – zusammen mit Lyon – „European Capital of Smart Tourism 2019“ von der Europäischen Kommission ausgezeichnet worden. Damit wird

7. bis 13. 10., Helsinki: Falls Sie nach einem zweiten Grund suchen – der erste siehe oben -, mal nach Helsinki zu fahren, hier ist er: Der „Baltic Herring Market“ findet seit 1743 statt und auch in diesem Jahr gibt es wieder Hering-Verkostungen in verschiedenen Restaurants, eine Paddel-Tour von Fischern direkt von ihren Fischerbooten aus, eine Ruderregatta begleitet von einer Blaskapelle und Vorträge, Diskussionen und Kochshows rund um den Hering und das Meer.

Kartell: „Venice“ heißt der neue Stuhl von Philippe Starck, den er dem Besitzer von Harrys Bar in Venedig gewidmet hat. Das Sitzmöbel ist aus Kunststoff gegossen, in Weiß, Grau, Grün, Rot und Schwarz lieferbar und sieht so selbstverständlich aus, als wäre es schon immer da gewesen.

Intertime: Der Sessel „Kite“ von Designer This Weber wird vollständig von Hand in der Schweiz produziert. Kite ist um 360 Grad drehbar, mit Chrom-, Aluminium- oder Holzfüßen und in mehreren pudrigen Farbtönen lieferbar.

Varier: Genau, den kennt man! Den Sessel „Ekstrem“ gibt es nämlich schon seit 1984, entworfen von dem Norweger Terje Ekstrom, Schreiner, Polsterer und Designer und schnell zur Ikone aufgestiegen. Nun hat der Produzent Varier ihn in fünf neuen Farben vorgestellt.

Torquato: Er erinnert an die Formen der 50er Jahre – der Cocktail-Sessel „Madison“ ist 77 cm hoch, in drei Farben lieferbar und hat Füße aus dunklem Gummibaumholz.

Fritz Hansen: Das Sofa „Plenum“ hat der spanische Designer Jaime Hayon für Hotelhallen, Lounges und Büros entworfen. Als Zwei- oder Dreisitzer und auch als Einzelsessel lieferbar und für diskrete Gespräche oder konzentriertes Arbeiten geeignet.

Venice von Kartell

Nachrichten aus einem kleinen Land

Unser Autor

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Roma, Zigeuner, Statistik 2018, Julikas Traum, Menuhin und die Gänseleber:

Hurra, die Zigeuner kommen!

Mein Großvater mütterlicherseits war der Gutsverwalter des Grafen Bethlen in Sesarma, Siebenbürgen. Die schönste Erinnerung an ihre Kindheit war für meine Mutter der regelmäßige Besuch einer Zigeunersippe. Jeweils etwa 20 – 25 Menschen zogen in den baumbeschatteten weiten Gutshof, umgeben von den ebenerdigen weißen Gebäuden, der Ställe und den Behausungen der Bauern.

Vorne marschierte der Zigeuner-Baron, der älteste Mann der Sippe, auf zwei seiner Töchter gestützt, dahinter die Musiker, dann die Frauen und die lärmenden schwarzhaarigen und dunkelhäutigen Kinder. Je nach Jahreszeit wurden Lämmer, Schweine und Hühner geschlachtet, viel Brot gebacken. Jeweils etwa eine Woche lang gab es für alle Essen, Trinken, Musik, Tanz und Spiele. Dann bekam der Baron etwas Geld und die Gruppe zog zum nächsten größeren Gut.

Etwas Statistik: die Roma in Ungarn 2018

In Ungarn leben

Gropius Bau, Berlin, noch bis 7.1. 2019.:
Bestandsaufnahme Gurlitt
Ein Kunsthändler im Nationalsozialismus

Es war ein unglaublicher Fund, den die Staatsanwaltschaft 2012 in der Wohnung von Cornelius Gurlitt (1932-2014), dem Sohn und Erben des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895-1956) machte. 1280 Kunstwerke beschlagnahmte man in Gurlitts Münchener Wohnung, später dann noch einmal 220 Werke in Salzburg. In der Ausstellung, die die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern zusammen organisiert haben, werden jetzt etwa 250 Werke aus Gurlitts Sammlung gezeigt, die unter dem Verdacht standen, NS-Raubkunst zu sein. Mit dabei sind Bilder von Otto Dix, Marc Chagall, Henri Matisse, Auguste Renoir, Emil Nolde und Max Liebermann, viele davon galten 1937/38 als „entartete Kunst“. Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit dem Begriff der Provenienz und dem Schicksal der Vorbesitzer, zum Beispiel von Georges Mandel, geborenem Rothschild, dem das „Porträt einer jungen Frau“ von Thomas Couture zugeordnet werden konnte, oder der Familie Wolffson, die einige Blätter von Adolph von Menzel an Hildebrand Gurlitt verkaufen musste, um 1941 fliehen zu können. Gurlitt erwarb u.a. das Bild „Blick über die Dächer von Schandau“ für 300 Reichsmark und verkaufte es ein Jahr

Lyon ist viel zu groß – mehr als 500 000 Einwohner – , um die Stadt zu Fuß kennen zu lernen. Nur den Altstadt-Kern rund um den riesigen Platz Bellecour auf der Halbinsel zwischen Saone und Rhone sollte man auf einem Spaziergang erkunden. Der Bellecour ist 62 000 qm groß und damit der drittgrößte Platz Frankreichs. In der Mitte des sonst leeren Areals steht ein Reiterstandbild König Ludwig XIV, von den Lyonern nur „das Pferd“ genannt. Im Winter dient der Platz als Eisbahn und für ein Riesenrad, im Sommer finden hier Konzerte, Feste und auch mal Demonstrationen statt.

Place des Jacobins mit Brunnen

Direkt am Platz ist das Tourismusbüro und dort fahren auch die Hop-on-hop-off-Busse ab. Zuerst geht es dann zum Place des Jacobins, der 1556 gebaut und 1856 mit einem kolossalen Brunnen geschmückt wurde. Er gilt als der schönste Platz Lyons und wurde ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Auf den Bänken rundherum trifft man sich abends und schaut den privaten Tanzgruppen zu, die hier auch mal Tango tanzen.

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Ich habe ein Problem mit dem Begriff Alltagsrassismus. Es geht eher um eine unterschwellige, oft auch gedankenlose Form der Diskriminierung. Ein Beispiel: Ich war kürzlich Speaker auf einer Managerveranstaltung, hatte den Hauptvortrag zu digitalen Geschäftsmodellen zu halten. Ich war also auch entsprechend angezogen. Kurz vor dem Auftritt bin ich noch mal auf die Toilette gegangen – im Waschraum bin ich dann von einem angesprochen worden. “Da fehlt Toilettenpapier.“ Der Mann hat nicht groß reflektiert, dem war einfach klar: Ein Mann mit dieser Hautfarbe in dieser Umgebung – das muss der Toilettenmann sein. Das ist schon maximal herabwürdigend.

Der Gründer und Manager mehrerer Start Ups Richy Ugwu in einem Interview mit dem Stern Nr. 33 vom 9.8.18.  Foto: Linkedin

Peter Butschkow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in  Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

 

Ponte Sisto, Rom

Die Dachterrasse

Wie der Name schon vermuten lässt, liegt das Hotel in der Gasse gegenüber der gleichnamigen Brücke über den Tiber und so nur zehn Gehminuten vom Ausgehviertel Trastevere entfernt. Die Zimmer sind groß, mit edlen Materialien eingerichtet und haben elegante Bäder. Das Frühstück ist typisch italienisch, also hauptsächlich süß. Absolut großartig aber ist die Dachterrasse, von der man den Petersdom und die Engelsburg wunderbar sehen kann und auf der zum Aperitif in der Dämmerung kleine Häppchen gereicht werden.
DZ ab ca. 130 Euro. Foto: Hotel Ponte Sisto

Irremachende Tapete

Es ist nur ein kleiner, schmaler Band von nicht mal 100 Seiten – je eine auf Deutsch und das englische Original auf der gegenüberliegenden Seite, aber er hat es in sich. Die Geschichte einer Frau, die in ihrem Raum mit der gelben Tapete langsam verrückt wird, wurde 1892 von der Amerikanerin Charlotte Perkins Gilman aufgeschrieben und basiert wohl auf persönlichen Erfahrungen. Eine beklemmende, lesenswerte Geschichte.

Charlotte Perkins Gilman: Die gelbe Tapete, 96 S., Dörlemann, 14 Euro Foto: Dörlemann

 

 

Lesende Kinder

Die Geschichte der Kindererzählungen beginnt lange vor Erfindung des Drucks. Eltern haben ihren Kindern immer schon etwas erzählt oder ihnen vorgesungen. Zu allererst waren das wahrscheinlich Schlaflieder; das wohl älteste erhaltene ist auf einer Keilschrifttafel der Sumerer gefunden worden, das aus der Zeit 2500 vor Christi stammt. Die beiden Briten Roderick Cave und Sara Awad haben für ihre „Geschichte des Kinderbuchs“ Informationen aus aller Welt zusammen getragen und beschäftigen sich mit hundert Kinderbüchern im Einzelnen – mit Bilderbüchern und Erziehungsratgebern, mit Vorlesebüchern und dem ersten Lesestoff für Kleine, Jugendliche und junge Erwachsene. Ihre

Die vier Bücherfreundinnen

Book Club:

Vier lesefreudige Freundinnen im besten Alter, gespielt von Jane Fonda (81), Diane Keaton (72), Candice Bergen (72) und Mary Steenburgen (65), besprechen seit vielen Jahren Bücher miteinander, die sie gelesen haben. Als es dann um den Sado-Maso-Bestseller „Fifty Shades of Grey“ geht, verändert sich das (Liebes)Leben der vier grundlegend – nicht zuletzt, weil die männlichen Parts von bewährten Alt-Stars wie Andy Garcia, Don Johnson, Ed Begley Jr. und Craig T. Nelson gespielt werden. Schön, sie alle mal wieder zu sehen. Die flotte Komödie hat ihren Kinostart am 12. September.

Foto: Veranstalter

7. bis 16. September, Berlin: Die Kunstwoche der Kommunalen Galerien Berlin  – kurz KGB – findet diesmal in 30 Galerien in 12 Bezirken statt. Mit dabei sind Berliner und internationale Künstler, die in der Hauptstadt leben. Auf insgesamt 10 000 Quadratmetern werden Ausstellungen, Performances, Lesungen und Filme präsentiert. Am 9.9. gibt es Bustouren zwischen den Galerien, am 12. findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kultur in nervösen Zeiten – Zum Umgang mit (Rechts-) Populismus im Kontext von Kunst und Kultur“ statt, und am 15. wird im Ballhaus Berlin die legendäre Nacht der Künstler/innen-Bands gefeiert. Ein ausführliches Programm findet man hier: www.kgberlin.net. Fotos: Hersteller

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com  

 

                                  

Ungarische Sommerschauer

Die Ungarn trinken
Eine nagelneue repräsentative Umfrage des Ungarischen Statistik-Amtes, Abteilung Lebensmittel-Verbrauch, ergab geradezu Revolutionäres: Die Ungarn trinken in der Sommerhitze wesentlich mehr als im Herbst oder Winter!

 Dies wurde auch von Herstellern und Händlern bestätigt. Seien es Wasser, Milch, Wein – oder Schnaps. Allerdings ist die Verifikation des Verbrauches an hochprozentigen Alkoholika schwierig. Ja ungenau. Denn bereits die erste Orbán-Regierung ab 2010 erlaubte wieder per Gesetz die heimische Alkoholherstellung. Bis zur Jahrtausendwende war dies bei den Ostbauern üblich. Kenner (Ärzte) schätzen, dass zumindest ein Drittel der Magyaren regelmäßig, zu oft und zu viel Alkohol trinkt. Somit selten nüchtern ist. Ob es hinter der Gesetzesänderung gar irgendeine Absicht gab?

Rumänische Bären ante portas
In Rumänien vagabundieren seit jeher Bären. Selbst in Bukarest suchen sie in den Abfalleimern nach Nahrung. Daran sind die Menschen schon gewöhnt, zumal die Tiere (meist) nicht aggressiv sind. Doch im Norden, nahe der Südgrenze von Ungarn, treiben zurzeit

Museum Ludwig, Köln, 15.9. bis 13.1. 2019.:

Gabriele Münter – Malen ohne Umschweife

„Knabenkopf“

Erstmals wird das umfangreiche Werk der Malerin Gabriele Münter (1877-1962), die als zentrale Figur des deutschen Expressionismus und der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ gilt, mit hundert Gemälden gezeigt. Ergänzt wird die Ausstellung durch selten gezeigte Fotografien, die Gabriele Münter auf einer USA-Reise um das Jahr 1900 aufgenommen hat.
Zur großen Expressionismus-Sammlung des Museums Ludwig gehörten bisher keine Arbeiten der Künstlerin. Nun wird das Museum ihr Bild „Knabenkopf“ von 1908 erwerben.

geöffnet Di-So 10-18 Uhr, erster Do im Monat 10 – 22 Uhr. Foto: Museum Ludwig

Bierfreunde müssen natürlich Guinness an der James Street im Westen von Dublin besuchen. Und dort an der „Vermächtnistour“ teilnehmen, einem Rundgang durch die Brauerei, auf dem man von einem Tag im Jahre 1759 hört, an dem Arthur Guinness mit der Stadt einen Pachtvertrag über 9000 Jahre für das Gelände abschloss. Seither wird hier „Stout“ gebraut. Die Tour endet selbstverständlich mit einem schwarzen Pint in der „Gravity Bar“ im 7. Stock und einem grandiosen Rundblick über Dublin.
Wer weiter stechenden Durst hat, geht von der James Street einfach nach Osten die High Street und die Lord Edward Street entlang vorbei an City Hall und Dublin Castle direkt ins schwer angesagte Amüsierviertel Temple Bar, mit einer im übrigen Europa kaum zu übertreffenden Kneipendichte.

St. Patricks Cathedral

Alle anderen biegen von der High Street in die Patrick Street ab und besuchen erst einmal St. Patrick’s Cathedral , Irlands größte Kirche, erbaut 1191 bis 1270. Das Gotteshaus wurde lange Zeit wenig genutzt und verfiel,  der Lordprotektor Oliver Cromwell (1599 bis 1658) nutzte es sogar als Pferdestall. 1860 schließlich finanzierte Sir Benjamin Guinness