Zitat Mo Asumang„Deutschland war für mich wie eine Großfamilie. Ich habe mich hier wohl gefühlt. Alle leben hier: Deutsche, Syrer, Türken, Bayern, ich. Und jetzt schwillt die Nazimasse an. Die wollen einen ausschließen, das kann ich nicht zulassen.“

Die Autorin, Moderatorin und Filmemacherin Mo Asumang in einem Interview in Brigitte Woman 4/2016 anlässlich des Erscheinens ihres Buches „Mo und die Arier. Allein unter Rassisten und Neonazis“ im Fischer Verlag. Foto: Mo Asumang

peter-butschkow-copyright

Butschkow Buch FahrradPeter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Übrigens: Es gibt einen neuen, sehr lustigen, Butschkow. Überleben auf dem Fahrrad, Lappan Verlag, 9,99 Euro

Hombergen101_ClaraHöfs012 Hombergen101_ClaraHöfs008Hotel Hombergen 101, Nettetal. Zugegeben – der Nabel der Welt ist anderswo. Aber wer zum Radeln oder Wandern an den Niederrhein fährt, wer Venlo erkunden oder in Roermond shoppen möchte, der ist bei Elisabeth Schneider gut aufgehoben. Ihre drei Appartements bieten Boxspringbetten und Sitzgruppen, W-Lan und Terrassen, großzügige Bäder und ein liebevolles, ganz persönliches Frühstück. Und dann noch diese Ruhe! DZ ab ca. 75 Euro. Foto: Jutta Höfs

Bildschirmfoto 2016-04-25 um 16.24.56Bildschirmfoto 2016-04-25 um 16.25.10Bildschirmfoto 2016-04-25 um 16.38.12Promotion. Das Palm Garden Resort findet man in Zentralvietnam, im Ort Hoi An, das zum Weltkulturerbe gehört. Das Resort liegt inmitten eines tropischen Gartens. Die traumhafte Anlage ist traditionell gebaut, aber mit zeitgemäßem Luxus ausgestattet. Das Fünf-Sterne-Hotel hat insgesamt 214 Zimmer und Bungalows, die zwischen 35 und 70qm groß sind. Strandbar und Restaurant laden zu romantischen Stunden unterm Sternenhimmel ein. Auch massiert wird am Strand. Wer es lieber privater mag, kann sich im schönen Spa verwöhnen lassen. Oder man legt sich einfach an den Strand unter schattenspendende Palmen, wenn man vom Shoppen aus dem wuseligen, farbenfrohen Städtchen Hoi An mit dem Hotelshuttle zurück gekehrt ist. Wie herrlich!
 
Hotel Palm Garden Resort, Lac Long Quan Straße, Cua Dai Meer, Stadt Hoi An, Provinz Quang Nam, Vietnam, Telefon: (84.510) 3.927.927, Fax: (84.510) 3.927.928, Email: info@pgr.com.vn

buch_als_granny_aupair_in_die_welt_kleinOmas für die Welt. „Runter von der Couch, raus in die Welt, rein ins Chaos – aber es war ein unvergessliches Abenteuer und die spannendste Zeit überhaupt.“ So zitieren die Autorinnen und Gründerinnen der Agentur „Granny Aupair“ eine der „Omas auf Zeit“ in ihrem Buch, in dem sie Fallbeispiele erzählen, das Für und Wider ihres Projektes darstellen, Altersforscher zu Wort kommen lassen und praktische Tipps geben. Wer also weiblich, über 50 ist und nicht als Tourist andere Kulturen erleben möchte, der ist bei Michaela Hansen und ihrer Vermittlungsagentur richtig. „Granny Aupair“ www.granny-aupair.com/de existiert seit 2010 und hat schon über 1.000 Leihomas für Familien mit Kindern in mehr als 40 Länder vermittelt. Das Buch ist ein guter Einstieg für alle Interessierten.

Michaela Hansen, Eva Goris: Als Granny Aupair in die Welt, 220 Seiten, dtv, 12,99 Euro. Foto: dtv

Buch Knallbunt_3DnTierisch bunt. Wahrscheinlich gibt es nicht sehr viele, die schon mal eine schwarz-gelb-rote Zahnspinnerraupe im peruanischen Regenwald oder ein knallrotes Erdbeerfröschchen in Mittelamerika sehen konnten. Auch der Andenfelsenhahn mit seinem purpurroten Puschel auf dem Kopf und der blaugrüne Stirnlappenbasilisk – eine Echse – konnten erst von wenigen  live gesehen werden. Für alle anderen hat der Fotograf Konrad Wothe herrliche Bilder von farbenprächtigen Tieren rund um den Globus in seinem neuen Buch zusammengestellt. Der Journalist Martin Raspe erläutert dazu in unterhaltsamen Texten, dass Farbe bei Tieren zum Werben, aber auch zum Tarnen und Warnen dient. So wie bei der Krabbenspinne, die eigentlich weiß ist, sich aber auf einer gelben Blüte gelb färbt, um von ihrer Beute, anfliegenden Insekten, nicht erkannt zu werden. Und der Perlkauz, eine kleine Eule, hat auf seinen Federn am Hinterkopf Flecken, die wie Augen aussehen und so Belästigungen im Rücken verhindern sollen. Ein großartiges, spannendes Buch!

Konrad Wothe, Martin Rasper: Knallbunt & unsichtbar – Farbenpracht und Tarnung in der Tierwelt, 192 Seiten, Knesebeck Verlag, 34,95 Euro. Foto: Knesebeck

Buch Henschel_SugarGirls_3D-442x566Süße Mädels. Wieviele gemütliche Cafés es wohl gäbe, wenn alle Frauen, die es mal vorhatten, auch wirklich eines eröffneten? In ihrem Buch „Sugar Girls“ erzählen die Autorinnen von 20 Mutigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ihren Traum wahr gemacht haben. Sie berichten von „Brits Kwisin“ in Mainz, wo man sich wie in der Kultserie „Mad Man“ fühlt, und von „Fein“ in einer ehemaligen Frankfurter Trinkhalle, die Elke Löscher in ein Open-Air-Café mit Jazzkonzerten verwandelt hat. In München hat Christina Doms ihren „White Rabbit’s Room“ mit selbst gefällten Bäumen und die Dresdnerin Anke Hoppert ihr „England, England“ mit Rosenstoffen, Bildern der Queen  und Plüschsofas ausgestattet. Ergänzt wird das schöne Buch mit den schwelgerischen Fotos durch viele Deko-Tipps und Rezepte und eine Starthilfe für Nachahmerinnen. Vielleicht gibt es ja dann bald noch ein paar mehr Sehnsuchts-Cafés.

Jana Henschel, Ulrike Schacht, Meike Werkmeister: Sugar Girls – 20 Frauen und ihr Traum vom eigenen Café, 192 Seiten, Callwey Verlag, 29,95 Euro Foto: Callwey

Save the date Buchhandlung2. bis 17. Mai: Im Münchener Lesecafé „Lost Weekend“ in der Schellingstraße 3 präsentiert der Sieveking Verlag sein gesamtes Programm zum Stöbern, zum Schwelgen, zum Kennenlernen. Guten Kaffee und bequeme Stühle gibt es auch.

save the date Eurovision14. Mai: In Stockholm findet das Finale des „Eurovision Song Contest“ statt, da muss man einfach dabei sein. Entweder am Fernseher – das Erste überträgt ab 20 Uhr 15 live – oder beim Public Viewing in ganz vielen Städten – siehe Website. Für Deutschland schmettert Jamie-Lee Kriewitz ihren Song „Ghost“, bestimmt wieder in einem phantasievollen, von japanischen Mangas inspirierten Outfit. Also Daumen drücken, damit es möglichst oft heißt: „Allemagne – douze points.“

save the date Chelsea (rhs.org.uk24. bis 28. Mai: Die „Chelsea Flower Show“  in London bietet auch in diesem Jahr wieder viele, viele bunte Blumen und einige Sensationen: So wird es Gärten mit Namen wie „Health, Happiness and Horticulture“ (Gesundheit, Glück und Gartenbau), „Artisan Gardens“ (Kunsthandwerker Garten) oder „Acoustic Garden“ (akustischer Garten) zu sehen geben. Klingt

Nice to know HelgaStoedterPreisNice to know Lügen 2016-04-19 um 16.19.12Preiswürdig! Der Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg für Mixed Leadership wurde gerade zum fünften Mal vergeben. Die Helga-Stödter-Stiftung verfolgt das Ziel einer „ausgewogenen Repräsentanz von Frauen und Männern in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft“ und zeichnete in diesem Jahr die VHH-Verkehrsbetriebe-Hamburg-Holstein und die Hamburger Feuerkasse für ihre spezielle Förderung von Frauen aus. Besonders gelobt wurden u. a. die Weiterbildungsangebote, Jobsharing, flexible Arbeitszeiten und Home-Office Möglichkeiten bei VHH und die Frauennetzwerke und das Mentoring-Programm bei der Feuerkasse.

nice to know MälzerEhrlich? 58 % der Deutschen lügen täglich. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 1.024 Personen zwischen 18 und 69 Jahren von myMarktforschung.de ergeben. Meistens wird im direkten Gespräch (73 %) geflunkert, um jemanden aufzumuntern (49 %) oder um dazu zu gehören (26 %). Am häufigsten werden Bekannte (44,4 %), am wenigsten Vorgesetzte (19,2 %) angelogen.  Allerdings: Je älter wir werden, desto weniger schwindeln wir. Das ist doch auch schon was!

Seetüchtig!  Der Boom der Kochsendungen auf allen Kanälen ist ungebrochen, deshalb setzt

fabrik1 fabrik-neu figur1 gemälde-hildediez2Terminankündigung – Promotion: In der „Alten Fabrik“ in Nettetal-Kaldenkirchen findet die Ausstellung „Expo“ noch bis zum 8. Mai 2016 bereits zum 21. mal statt. Es ist ein wahrhaft großstädtischer Charakter, der sich einem zeigt, wenn man die weitläufige „Alte Fabrik“ betritt. Also, wer noch nie da war und im Großraum Düsseldorf wohnt, sollte sich das unbedingt einmal ansehen. In 14 Räumen wird auf 3.650 qm Kunst gezeigt. Und zwar von 17 Ausstellern: Sef Berkers, Suzanne Berkers, Nina Bogat, Hilde Dietz, Ralf Henne, Raffaele Hostmann, Sven Hornscheidt, Mathieu Knippenbergh, Ruth Konsten, Christel Kremser, Heinz Lanser, Heiko Pippig, Elisabeth Schlanstein, Holger Seeling, Nicole Terstappen, Peter Verheijden, Till Bernesga.
 
„Alte Farbrik“, Venloer Str. 38, 41334 Nettetal, Öffnungszeiten an den Wochenenden und Christi Himmelfahrt zwischen 13:00 und 20:00 Uhr – noch bis zum 8. Mai 2016, Ansprechpartnerin: Nicole Terstappen. Eintritt kostenfrei. Fotos: MSM

Produkte Barcelona Design Campana 2016-04-19 um 16.51.16Die brasilianischen Design-Brüder Fernando und Humberto Campana  stellten auf der Mailänder Möbelmesse im April ihre erste Arbeit für das spanische Label Barcelona Design vor, das „Aquario Cabinet“, ein Sideboard aus warmem Holz und kühlem Glas, das an ein Aquarium erinnern soll. Fragt sich nur, ob es voll beladen auch noch so spektakulär wirkt.

capelliniEin Spektakel gab es auch mal wieder bei Cappellini zu sehen: Der Sessel „Drum“ vom polnischen Designer Mac Stopa sieht aus wie eine Skulptur in Ritterrüstung, denn der Bezugsstoff ist mit einem schuppigen 3D Muster bedruckt.

Produkte Grcic SCP_Furniture_7-09-15196194_1024x1024Konstantin Grcic – heißt es – sitzt nicht gern auf Sofas, alles viel zu weich, vielleicht hat er deshalb eines entworfen, übrigens schon in den 1990er Jahren, auf dem man mehr liegt als sitzt. Das britische Label SCP hat „Pasha“  jetzt im Programm.
 
 
 
 
Produkte Bonaldo_BlazerProdukte JOY-ZanottaEin ganz normales Sofa, einfach nur zum Sitzen hat

Wasserstandsmeldungen. Ich ging in den 1950er-Jahren in Budapest zur Schule. Es war die dunkle Zeit des stalinistischen Kommunismus mit Schauprozessen, Todesurteilen, Deportierungen, über die das Radio regelmäßig berichtete. Doch wenn ich gegen Mittag nach Hause kam, duftete es aus der Küche nach einer himmlischen Gemüsesuppe, und wenn ich das Radio einschaltete, hörte ich die Wasserstandsmeldungen. Von immer demselben Sprecher. Er hatte eine freundliche, sanfte Baritonstimme, mit der er mir beispielsweise mitteilte, dass die Donau bei Schärding zwei Dezimeter höher sei als der mittlere Wasserstand. Anders die Theiss bei Szeged, wo der Pegel um eben diesen Wert sank. Natürlich auch: Wo „Schiffsbegegnungen“ verboten waren, besonders bei „Berg-“ und „Talfahrten“ und ähnliches mehr. Für einen Budapester Schuljungen waren es keine existenziellen Nachrichten. Trotzdem war für mich hinter diesen Sätzen etwas Freundliches, wie das ruhige, normale Leben. Es war mein kleiner Frieden am Mittag.

Viele Jahre später, in den 1980-ern, ich lebte längst in Hamburg, fuhr ich wegen einer Reportage nach Budapest. Ich wohnte dort, wie so oft, im ehrwürdigen Grand Hotel auf der Margareteninsel. Damals gab es in den Hotels Radios. Im Sender Kossuth wurde von einem (hörbar) jungen Redakteur ein (wie ich erfuhr) berühmter Sprecher im Ruhestand interviewt. Ich merkte zunächst nichts.
Ausstellung whitneyDas von der Bildhauerin und reichen Erbin Gertrude Vanderbilt Whitney (1875 bis 1942) gestiftete Museum sammelt seit seiner Gründung 1931 auch Porträts. Jetzt zeigt das Museum mehr als hundert von ihnen aus den letzten hundert Jahren – Gemälde, Skulpturen und Fotos, auch Selfies aus der Gegenwart sind dabei. Zu sehen sind Werke von Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat, Bruce Naumann und Edward Hopper, Cindy Sherman und vielen anderen.
 
Human Interest: Portraits from the Whitney’s Collection: Whitney Museum, Mi-Mo 10-18 Uhr, Freitags und Samstag bis 22 Uhr 22 Uhr, Eintritt 22 Dollar
Foto: Edward Hopper, A Woman in the Sun, 1961. Oil on linen, 40 1/8 × 60 3/16 in. (101.9 × 152.9 cm). Whitney Museum of American Art, New York; 50th Anniversary Gift of Mr. and Mrs. Albert Hackett in honor of Edith and Lloyd Goodrich 84.31 © Whitney Museum of American Art, NY
Ausstellung Manet_Le_balconDer französische Maler Édouard Manet (1832 bis 1883) gilt heute als Wegbereiter der Moderne.  Er zeichnete schon als Schüler Karikaturen von Lehrern und Klassenkameraden. Für die von den Eltern gewünschte juristische Ausbildung waren seine Leistungen zu schwach, also machte er die Aufnahmeprüfung zur Marineschule – und fiel durch. Bis zum zweiten Versuch hatte er ein halbes Jahr Zeit, schiffte sich nach Brasilien ein, und auf dieser Reise entschloss er sich, Maler zu werden.
Er lernte im Atelier des Malers Thomas Couture und begann, Gemälde im Louvre zu kopieren. Im „Salon de Paris“, einer alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellung, hatte er mit dem Porträt „Der spanische Sänger“ 1860 erstmals Erfolg, obwohl ihm von einigen Kritikern übertriebener Realismus vorgeworfen wurde. Besonders irritiert war man, weil erstmals die Porträtierten ihre Betrachter direkt anschauten, und eines seiner berühmtesten Gemälde, „Das Frühstück im Garten“ von 1863, wurde damals als eine „Sammlung hässlicher, nackter Frauen“ bezeichnet.
Die Kunsthalle Hamburg zeigt jetzt einen Überblick über Manets Werk und hat dazu ihre eigenen Bilder ergänzt um Leihgaben aus dem Folkwang Museum in Essen, der Neuen Pinakothek in München, dem Musée d’Orsay in Paris und dem Art Institute in Chicago.
 

biographie-200buchSie haben viel erlebt. Haben viel zu erzählen. Wir hören zu und schreiben es auf.

Wir, das sind zwei sehr erfahrene und erfolgreiche Magazin-Journalisten (ehem. STERN und LIVING AT HOME). Ob Biographie, Familiengeschichte oder Firmenchronik – wir schreiben Ihr Buch. Spannend, interessant und faktenreich. Lassen Sie uns darüber reden.

Rufen Sie uns (Christiane Osterhof und Peter Meyer) gern an unter 040 – 46 07 27 65 oder schicken Sie uns eine E-Mail an christiane@oster-meyer.de Oder schauen Sie zuerst auf unsere Website „Biographien nach Maß“. Ganz, wie Sie möchten. Fotos: Horst Conrad

Und wenn Sie unseren informativen Flyer bestellen möchten – wir schicken ihn gern per Post zu Ihnen nach Hause. Sagen Sie einfach kurz Bescheid christiane@oster-meyer.de

Tatsächlich – sie klappern. Silves, die kleine Stadt in Südportugal, nicht weit von Faro an der Algarve, ist ein Hotspot für Störche. Und die klappern mit ihren langen Schnäbeln! Die Adebare sind in erster Linie nicht ihren Partnern treu, sondern ihren Nestern, und davon gibt es in Silves auf praktisch jedem Turm, jedem Pfeiler, jeder hohen Mauer bisweilen ziemlich ausladende Exemplare. Im April sind jeweils zwei fleißige Tiere dabei, ihre Nester auszubauen und für die Brut vorzubereiten. Und nähert sich ein fremder Artgenosse, dann wird geklappert, was die Schnäbel hergeben!
Silves liegt am Fluss Arade, der sich 75 km lang durch das Hinterland der Algarve bis zum Atlantik schlängelt und den Störchen ausreichend Nahrung bietet. Wenn man von der Küste nach Silves fährt, hat man kurz vorm Überqueren der Arade einen phantastischen Blick auf die Stadt mit ihren alten Gassen und dem riesigen Castelo dos Mouros aus rotem Sandstein, dem Maurenkastell, hoch oben am Berg. Die Burg wurde während der islamischen Besetzung von 711 bis Ende des 9. Jahrhunderts erbaut. Im 15. Jahrhundert

Zitat juli_zeh_autorin„Leute, die glauben, die Provinz sei eine Idylle, leben grundsätzlich in Städten.“

Die Autorin Juli Zeh in einem Interview im Stern vom 3.3.16 zu ihrem neuen Buch „Unter Leuten“.

Foto: Juli Zeh

peter-butschkow-cartoon-copyright-wlan

 

Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Tatsächlich – man wohnt mitten im Dschungel. Die zweigeschossigen Häuschen des Hotels auf der Halbinsel Cancun mit riesigen Terrassen oder Balkonen, mit offenen Bädern, in denen salziges Wasser aus der Dusche kommt, und Küchen mit Gasherd und großem Kühlschrank, stehen unter Schatten spendenden Fächerpalmen so weit aus einander, dass man die nächste Hütte nur schemenhaft sieht. Trotzdem sind es zum weißen Sandstrand nie mehr als hundert Meter. Und dort schwingen Matratzen für zwei sanft unter geflochtenen Palmendächern. Himmlisch!

Das Hotel wird ökologisch geführt, und da wird natürlich der Müll getrennt, Strom und Wasser gespart, lediglich eine Steckdose pro Hütte hilft dabei. Das Personal ist reizend und sehr aufmerksam, so wird morgens am Strand ganz früh auch noch das letzte Fitzelchen angeschwemmtes Plastik – Flaschen, Flipflops, Tüten – sorgfältig aus den Algen gesammelt, und die werden kompostiert. Nur das immer gleiche Frühstück – Weißbrot und Butter, Obstsalat, Rührei und schwarzer Bohnenbrei – mag man nach ein paar Tagen nicht mehr so gerne. Obwohl – der Kaffee ist köstlich.

Hotel Nueva Vida de Ramiro, Tulum, Mexiko. DZ ab

Bücher Wienand SturmfrauenZiemlich stürmisch. Sie sind fast alle vergessen worden von der Kunstgeschichte: Außer vielleicht Sonia Delaunay, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin kennt kaum noch jemand eine der vielen Künstlerinnen, die zwischen 1910 und 1932 in Berlin zur Avantgarde gehörten. Höchst ungerecht, hat nun kürzlich eine große Ausstellung in der Frankfurter Schirn verkündet, und auch der dazu gehörige Katalog zeigt in Bild und Wort eindrucksvoll, mit welchem Elan insgesamt 18 Frauen damals zur Sache gingen. Ihre Bühne war die legendäre Sturm-Galerie des großen Kultur-Pioniers Herwarth Walden, und ob Expressionismus, Kubismus oder Neue Sachlichkeit, die Werke von Marcelle Cahn, Marthe Jonas oder Alexandra Exner muten noch heute genauso wagemutig und bahnbrechend an wie die ihrer berühmteren männlichen Zeitgenossen.

Hrsg. Ingrid Pfeiffer und Max Hollein: Sturm-Frauen – Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910-1932 . 400 S., 400 Abb. Wienand. 39,80 Euro. Foto: Wienand Verlag