„Wir haben uns schon an zu vieles gewöhnt, an einen rauen, unverschämten Ton, Shitstorms, Beleidigungen, Lügen, an eine Maßlosigkeit im Urteil über andere. Die grundlegenden Regeln menschlichen Anstands stehen in Frage. Aber was ist das eigentlich genau: Anstand?“

Der Autor Axel Hacke zu seinem neuen Buch „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“ in der Literaturbeilage der Zeit vom Oktober 2017. Foto: wikipedia

Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

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Hotel Fischerklause, Lütjensee

Die schöne Terrasse direkt am See wird man im November natürlich kaum nutzen können, als Trost liegt oft ein feiner Nebel über dem Lütjensee und macht ihn sehr geheimnisvoll. Ganz schön romantisch ist es also in der Fischerklause!
Am besten hat man eines der Zimmer mit Seeblick. Eingerichtet sind alle behaglich, frisch und hell mit praktischem Bad und bequemen Betten, in die man nach einem großartigen Abendessen nur zu gerne sinkt. Denn Hotelier Gerhard Retter serviert köstliche Forellen und Aal aus dem See oder Bratwurst vom Wildschwein und Rehkeule mit Birnen und Bohnen. Aber lassen Sie unbedingt noch Platz für einen Marillenknödel mit Vanilleeis!
Foto: CO

Zum Sammeln

In der „Kleinen Reihe der Künstlerbiografien“ des Wienand Verlages sind jetzt die Bände 9 und 10 „Max Liebermann“ und „Egon Schiele“ erschienen. Und hoch willkommen sind sie, denn die erfolgreiche Serie bringt uns Nicht-Fachleuten die Lebensgeschichten bekannter Künstler näher, ordnet ihre Arbeiten ein und erklärt ihre Bedeutung auf ebenso kurze wie unterhaltsame Weise. Kleine Exkurse etwa zur „Wiener Secession“ (Egon Schiele) oder zur „Liebermann Villa als Künstlerhaus“ ergänzen die knapp 100 Seiten umfassenden Bücher. Formatbedingt (9,5 x 6,5 cm) sind die Abbildungen der Gemälde natürlich begrenzt. Aber wenn die Bände ihre Leser dazu bringen, mal wieder ins Museum zu gehen, haben sie ihr Ziel doch wirklich erreicht.

Martin Fass: Max Liebermann, ca. 98 S., Wienand Verlag, 12,95 Euro
Martina Padberg: Egon Schiele, ca. 98 S., Wienand Verlag, 12,95 Euro
Foto: Wienand Verlag

Abu Dhabi: Am 11. November wird der Louvre Abu Dhabi eröffnet, den sein Architekt, der Franzose Jean Nouvel, bescheiden als „einen besonderen Ort des Lichts“ bezeichnet. Dabei ist er ein ausgewachsenes Spektakel: das 180m breite Kuppeldach über dem Flachbau besteht aus 8000 Metallsternen, die das einfallende Sonnenlicht wie einen Lichtregen wirken lassen. Ausgestellt wird die gesamte menschliche Geschichte, von prähistorischen Objekten, weltweiten Begräbnisritualen, den unterschiedlichen Religionen, verschiedenen Impressionisten bis zu Installationen von Ai Weiwei und anderen.

Hamburg: 25 Euro kostet der neue 3-Tage-Kunstmeilenpass, mit dem man an drei auf einander folgenden Tagen die Kunsthalle, das Museum für Kunst und Gewerbe, das Bucerius Kunst Forum, die Deichtorhallen und den Kunstverein besuchen kann. Nach dem 12-Monate-Kunstmeilenpass, der eher Hamburger angesprochen hat, ist damit ein verbilligter Zutritt für die Hamburg-Touristen geschaffen.

Foto: Louvre Abu Dhabi

Bis Jahresende, Kahla/Thüringen: Zum siebten Mal schreibt die Günther Raithel Stiftung ihren internationalen Porzellanworkshop aus, bei dem sich 12 Teilnehmer im Sommer 2018 in Kahla mit Fragen zu Geschmack und Nahrung der Zukunft beschäftigen sollen. Ein Jahr vor dem 100jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses sollen „neue Formen der Verbindung von Kochen und Essen, Arbeiten und Leben probiert und dafür neue Gegenstände entwickelt werden“ – soweit die Ausschreibung. Bewerben können sich Designer, Keramiker und bildende Künstler über www.kahla-kreativ.com

Gehören Sie zu der seltenen Spezies, die schon im August Weihnachtsgeschenke besorgt? Wir auch nicht. Aber jetzt haben wir uns mal umgeschaut und gleich ein paar Vorschläge für Sie gesammelt.

 

 

 

 

 

 

Greenleaf: Sie sind so was von out – die Duftkerzen. Nicht zuletzt dank wohlriechender Konkurrenz: Duftsachets von Greenleaf mit bedufteter Tonerde in Papiertüten, so klein wie Teebeutel, für die Handtasche zum Beispiel, oder als Mini-Mitbringsel. Bekommt man ab 2,75 Euro.
Städter: Süße Gaben kommen immer gut an. Mit den Schablonen von Städter lassen sich einfache Kekse in kleine Kunstwerke verwandeln. Einfach die Schablone auflegen und mit Puderzucker oder Kakao bestäuben oder Zuckerguss verwenden. Schablonen-Sets kosten ab ca. 3,50 Euro.

Tescoma: Und noch mehr Kekse! Ruckzuck stechen Sie hübsch dekorierte mit dem Stempel Delicia von Tescoma aus dem Teig. Sechs leicht auszutauschende Motive werden für etwa 11,90 Euro im Stempel mitgeliefert.

Gmundner: „Herzerl Rosa“ nennt die Gmundner Keramik Manufaktur ihre limitierte Weihnachtsedition aus Becher, Schale, Teller und Espressotasse mit

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Jagen auf Ungarisch oder Bitte antreten zum Heldentod

Für Jäger ist Ungarn seit jeher verlockend. Schon vor Jahrhunderten schossen hier die Reichen und Mächtigen (Männer) auf wilde Tiere. Mit Kaiser Franz Josef I., den Esterházis und Batthyányis kam der gesamte europäische Hochadel. Selbst in den dunklen Zeiten des Kommunismus traf sich hier der Geldadel aus dem Westen mit dem politischen Adel aus dem Osten, darunter János Kádár und Erich Honecker. Karl Friedrich Flick erlegte in den 1970er Jahren südlich des Balaton/Plattensees unzählige Wildgänse, während die nach ihm benannte Steueraffäre Westdeutschland erschütterte. Schließlich kaufte Carlo Benetton 2008 bei einem Jagdausflug eines der schönsten Jagdschlösser, früher Eigentum der Adelsfamilie Széchenyi (deren Spross István die Kettenbrücke erträumte). Der Prunkbau liegt in Westungarn in einem weitläufigen Eichenpark.

Verführerisch für das Jägerherz waren und sind die gut gehegten Hirsche mit stattlichen Geweihen, Rehe, Wildschweine und Mufflons aber auch die wahrhaft unzähligen Wildgänse. Die

18. November bis 4. März: Museum Ludwig, Köln

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Natürlich laufen auch in Quimper in der Westbretagne reichlich Menschen gestreift herum. Sie sind eben schick, die bunten Ringel-Shirts, und von sehr guter Qualität. Jedenfalls, wenn man sie bei der Traditionsfirma Armor Lux kauft, die nördlich von Quimper ihren Sitz hat. Angeblich retteten gestreifte Hemden früher ins Meer gespülten Seeleuten das Leben, weil sie in den Wellen besser zu sehen waren. Egal, heute laufen Jean und Marie, James und Mary, Hans und Maria geringelt durch die Bretagne.
Im kleinen Quimper (ca 63 000 Einwohner) gibt es allein vier Armor Lux-Läden, einen genau gegenüber des Musée des beaux-arts von 1867 am Place Saint Corentin. Das Museum ließ der Comte Jean-Marie de Silguy (1785 bis 1864) für seine Sammlung aus Gemälden, Zeichnungen und Drucken aus mehreren Jahrhunderten errichten. Gleich nebenan steht die Kathedrale Saint-Corentin aus dem 12. Jahrhundert, die ab 1239 im gotischen Stil zu Ende gebaut wurde. Schon mit bloßem Auge kann man innen ihre Besonderheit erkennen: Sie hat einen Knick in der Hauptachse. Möglicherweise hat man dadurch beim Bau einen sumpfigen Untergrund umgangen.

Mir gefällt es nicht, dass die Presse immer über die furchtbaren Leute sprechen will.
Es gibt viele furchtbare Leute. Aber die Presse sollte auf die tollen Leute aufmerksam machen.“

Die britische Schauspielerin Vanessa Redgrave, 80, die sich als Menschenrechtsaktivistin für Flüchtlinge einsetzt, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 28. September 2017. Foto: wikipedia

 

 

 

 

 

Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

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Hotel Radisson, Wien

Es riecht nach Pferd. Natürlich nicht drinnen, aber kaum tritt man vor die Tür des Hotel Radisson in der Wiener Herrengasse, hat man sie in der Nase. Es sind aber nicht die Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule, sondern die tapferen Tiere vor den Fiakern, die hier ihre Duftmarken setzen. Auch das Getrappel ist oft zu hören. Die Lage des Hotels ist nämlich optimal zum Erkunden der wunderbaren Stadt.
Die Zimmer sind ansprechend eingerichtet und mit mindestens 23 qm angenehm groß, W-Lan ist selbstverständlich kostenlos. Hotelhalle, Bar und Restaurant sind mit modernem Design ziemlich stylisch möbliert. DZ ab ca. 159 Euro. Foto: CO

Aufklärend

Wer von uns Wessies weiß schon, was Tempoerbsen waren (verkürzte Garzeit). Oder wie die Schrankwand „Carat“ aussah (mit künstlichem Rüsterdekor) und der SR1 funktionierte (der Schulrechner). Das DDR Museum in Berlin hat jetzt einen Führer zu seiner ständigen Ausstellung herausgebracht, der eine gute Einführung ins Alltagsleben der einstigen DDR bietet. In knappen, aber reich bebilderten Kapiteln werden Bückware und Trabi, Speicherchip und Wandlitz, Stasi und Westbesuch ebenso erklärt und eingeordnet wie Gleichberechtigung und Kittelschürze oder Ernährung und Mode. Entstanden ist so ein lesenswertes Kompendium, das gerade auch für nach 1989 geborene Menschen ein widriges Stück deutscher Geschichte dokumentiert.

Sören Marotz, Elke Sieber, Dr. Stefan Wolle: DDR MUSEUM FÜHRER – Das Buch zur Dauerausstellung, ca. 200 S., DDR Museum Verlag Verlag, 5,90 Euro

Foto: DDR Museum Verlag

 

 

Sehenswert

Ganz schön üppig, wie dieser neue Band daherkommt. Ist aber auch verlockend zu dokumentieren, wie der Jazz in den vergangenen 150 Jahren die Bildende Kunst inspiriert hat. Die Ernte, welche die New Yorker Kunsthistorikerin Sharon Jordan zusammengetragen hat, ist jedenfalls eindrucksvoll: Heroen der Klassischen Moderne wie Pablo Picasso, Piet Mondrian und

Berlin: In der Bülowstraße in Schöneberg hat jetzt das „Urban Nation Museum“ eröffnet, in dem vor allem Street Art zu sehen sein wird. Das Gründerzeit-Gebäude hat dafür von den Architekten des „Graft“-Büros moderne Ausstellungsräume bekommen; für die Eröffnungsausstellung haben 150 nationale und internationale Künstler Werke beigesteuert. Mit vielen Aktionen und Veranstaltungen sollen auch die Anwohner Schönebergs in die neue Kunst-Szene mit einbezogen werden.

Kassel: Den mürben Charme der 50er Jahre kann man im Hotel Days INN im Zentrum der Documenta-Stadt noch einmal schaudernd nacherleben. Ein Zimmer, die Lobby und der Frühstücksraum sind original mit Nierentisch und Holzlamellen ausgestattet, und die geschwungene Treppe hat noch das 1953 entworfene Geländer.

Europa: Ist es nicht immer wieder wichtig, ein Zeichen für Europa zu setzen? Das sagen sich schon seit fast zwanzig Jahren die Weihnachtssternzüchter in ganz Europa, und Brüssel unterstützt sie dabei. So heißt es auch in der diesjährigen Adventszeit wieder: „Sterne verbinden Europa!“ und die Initiative ruft dazu auf, die Pflanze, die es in Rot, Weiß, Rosa, Pink, Creme, Apricot und Lachs gibt, kontinentweit zu verschenken und mit ihr zu dekorieren. Mehr dazu: www.starsuniteeurope.eu

Jetzt ist eindeutig Herbst, und besonders in Nordeuropa ist es wichtig, bequem zu sitzen – auch beim Arbeiten – und gutes Licht zu haben. Dafür gibt es ein paar Neuheiten, bzw. Neuaufgelegtes.

 

 

 

 

 

 

 

 

Carl Hansen & Son: Den Klassiker CH25 , vom dänischen Designer Hans J. Wegner bereits 1950 entworfen und seither immer aus 400 Metern Papierkordel in 10 Stunden Handarbeit gefertigt, hat der Hersteller jetzt erstmals in Nussbaum vorgestellt.

COR Lab: Ganz neu hat der Polstermöbler sich mit dem Arbeitsplatz auseinander gesetzt und vier Designteams Sofas, Hocker, einen höhenverstellbaren Tisch, einen Mini-Trolley und ein Raumteilungssystem entwickeln lassen. Dabei sollte die Idee des gemeinsamen, aber ungestörten Arbeitens im Vordergrund stehen.

Ikea: Er erinnert an die grazilen Sesselchen der 50er Jahre und ist mit Samt bezogen: Den Remsta gibt es in Dunkelgrau, Blaugrün und Beigegelb.

Ingo Maurer: Blow me up heißt die geniale, aufblasbare Leuchte aus Kunststofffolie von Theo Möller und Maurers Designteam. Überall einsetzbar und schnell auseinandergerollt!

Verpan:

Nachrichten aus einem kleinen Land

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Glück sollte man haben. Und zur Krönung ein Schätzchen

Die Familie Blaskovich war vom niederen Adel ohne Titel und züchtete Pferde. (Sie durfte nur ihren Namen anders schreiben, als man ihn aussprach – das war schon etwas Besseres.) Sie hatte auf dem Flachland, 60 Kilometer südöstlich von Budapest ein weiß gekalktes Schlösschen mit hohen Fenstern und zwei Türmchen, die so niedrig waren, dass kein Zimmerchen darunter Platz hatte. Ein Blaskovich sammelte bezahlbare bäuerliche Malerei, ein anderer unbrauchbare hübsche, alte Waffen.

Doch das wichtigste, was sie nicht sammeln mussten: Sie hatten immer Glück.

Als im Zweiten Weltkrieg versprengte Sowjetsoldaten nach dem Weg zur Hauptstadt fragten, wurden sie mit Brot, Paprikawurst und Aprikosenschnaps bewirtet. Sie aßen, tranken, dankten, belächelten die Waffen in der Vitrine – und zogen weiter. Auch im nachfolgenden Kommunismus, als die adligen Familien aus den Städten aufs Land zur Umerziehung geschickt wurden, hat man die Blaskovichs in Ruhe gelassen. Sie

30.September bis 25. Februar: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Charles & Ray Eames. The Power of Design

Sie waren das Super-Paar des Design: Die Amerikaner Charles (1907 bis 1978) und Ray Eames ( 1912 bis 1988) lernten sich 1940 beim Studium kennen. 1947 eröffneten sie ihr eigenes Design-Büro, und schon bald wurden der Architekt und die studierte Malerin durch ihre Möbelentwürfe, zuerst aus Sperrholz, später aus Kunststoffen, international bekannt. Viele ihrer Arbeiten, wie der Lounge Chair, sind zu Klassikern geworden. Vitra zeigt jetzt mit mehr als 500 Exponaten – Möbeln, Rauminstallationen, Modellen, Filmen, Zeichnungen – das gesamte Werk dieser Ausnahme-Designer.
Foto: Vitra

7. Oktober bis 4. März: Bundeskunsthalle, Bonn

Wetterbericht

Über Wetterkultur und Klimawissenschaft

Einem überaus wichtigen Thema, das längst die ganze Welt angeht, aber immer noch nicht überall gleich ernst genommen wird, widmet sich jetzt die Bundeskunsthalle mit ihrem „Wetterbericht“. Mit etwa 400 Objekten soll die Ausstellung Wetterphänomene und -Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen. So werden etwa Gemälde von William Turner, Gerhard Richter und Olafur Eliasson mit den ersten wasserdichten Gummischuhen und Fotos, Zeichnungen und

Sie sind schon eine lobenswerte Erfindung, diese „Hop-on-hop-off“- Busse. Da lässt man sich bequem durch eine Stadt schaukeln, schaut von oben auf Straßen und Plätze und in Wohnungen hinein, steigt mal aus und wieder zu, und bekommt auch noch in verschiedenen Sprachen alles Wichtige erzählt. Klasse!

In Kopenhagen zum Beispiel fahren mehrere Linien schräg gegenüber vom Hauptbahnhof ab, direkt am Tivoli. Einmal im Leben muss man sich übrigens die „Tivoli Gardens“ anschauen, die es seit 1843 gibt und die mit ihren Karussellen, Kettenschaukeln, Achterbahnen, Imbissbuden, Piratenschiff und Drachenbooten im Jahre 2016 etwa 4,6 Millionen Besucher anlockten. Eintritt: 110 dänische Kronen (ca. 14,80 Euro).

Der Bus bringt uns als nächstes zum „Carlsberg Glyptoteket Museum“ , das unbedingt einen Zwischenstopp wert ist. Gegründet wurde es 1897 vom Bierbrauer Carl Jacobsen (1842-1914), der ein passionierter Sammler war und seine Gemälde und Skulpturen bereits 1888 der Öffentlichkeit gestiftet hatte. Seit ein paar Jahren gibt es einen beeindruckenden Anbau, in dem wunderbare Bilder von Impressionisten wie Monet, Renoir und Cézanne, und Post-Impressionisten wie van Gogh, Toulouse-Lautrec und Gauguin hängen. In das Gebäude ließ Jacobsen auch einen spektakulären Wintergarten mit subtropischen Pflanzen

„Kürzlich sagte ein amerikanischer Politiker, er sehe keinen Grund, warum Männer für die Kosten einer Geburt aufkommen sollten. Mir fiele da ein entscheidender Grund ein.“

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (geb. 1939) in einem Interview anlässlich des Erscheinens ihres neuen Buches „Das Herz kommt zuletzt“ in der Zeit vom 6. April 2017. Foto: wikipedia