Wenn ich überhaupt einen Funken Talent habe – was ich nie von mir behaupten würde -, dann liegt er in der Fähigkeit, dort zu sein, wo ich bin, und das zu tun, was ich gerade tue. Wenn ich auf einer Stoffmesse in Paris bin, dann bin ich dort und nirgendwo anders. Das Gleiche ist es, wenn ich eine Rolle spiele.

Der mehrfach für den Oscar nominierte amerikanische Schauspieler John Malkovich in einem Interview mit dem Stern vom 2.3.2017 anlässlich seines Auftritts in der Elbphilharmonie mit dem Stück „Just call me God“.

Foto: wikipedia


 

 

 

Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Hotel Elch, Nürnberg. Mögen Sie modernes Design im Hotelzimmer? Oder soll es lieber gediegen elegant eingerichtet sein? Oder etwas skurril mit Holztäfelung, rosa Wänden und Geweih-Leuchte an der Decke? Im Hotel Elch gibt es jede Kategorie, dazu freundliches Personal und ein leckeres Frühstückbüfett. Und dann liegt das Hotel auch noch mitten in der Altstadt nicht weit von der Kaiserburg, dem Albrecht Dürer- und dem Stadtmuseum Fembo-Haus, und sogar die berühmten Rostbratwürstchen im Bratwursthäusle sind zu Fuß zu erreichen.
DZ ab ca.89 Euro. Foto: Hotel Elch

Ziemlich windig. Erfunden wurden sie, um den Menschen abzukühlen: die ersten Fächer der frühen Hochkulturen, die aus Blättern und Vogelfedern entstanden. Bald aber entdeckte man, dass mit ihnen auch Gefühle ausgedrückt und schlechte Zähne verborgen werden konnten. Königin Elisabeth I. von England (1533-1603) besaß eine Sammlung von 27 Fächern und ließ sich meist mit einem der schönsten Exemplare porträtieren. Zur gleichen Zeit brachten portugiesische Seefahrer aus Fernost die ersten Faltfächer mit nach Europa, wahrscheinlich aus Elfenbein, denn Papier hätte die lange Fahrt übers Meer wohl nicht überstanden. Die exotischen Windmacher waren sofort sehr begehrt, so dass die Produktion in China speziell für den Export angekurbelt wurde.
In seinem Buch „Mehr Wind!“ stellt der Autor Hans Merkle seine beachtliche Sammlung wunderschöner Exemplare vor und erzählt die spannende Kultur-Geschichte dieses kleinen Accessoires.
 
Hans Merkle (Hg.): Mehr Wind! Ein Streifzug durch die Welt der Fächer. 200 S., 189Abb. Hirmer. 34,90 Euro
Foto: Hirmer                                                                                                                                                                                               

Ziemlich berühmt. Er hat gerade mal 35 Gemälde hinterlassen, und die sind meist eher klein. Jan, Johannes oder Johan Vermeer (1632-1675) war zu Lebzeiten nur in seiner Heimat

12. Mai: Die Stadt Pforzheim feiert in diesem Jahr den 250. Geburtstag ihrer Schmuck- und Uhrenindustrie mit mehr als 300 Veranstaltungen. Los geht es am 12. Mai mit einem Galaabend, bei dem der Weltstar José Carreras auftreten wird.

 

14. Mai: Muttertag! In den Swarovski-Kristallwelten in Wattens in Tirol werden Mütter von 10 bis 13 Uhr mit einem riesigen Frühstück verwöhnt. Klar, dass sie sich hinterher noch in den Glitzerhallen und im Shop umtun können!

Auf jeder Möbelmesse stehen die Sitzmöbel im Mittelpunkt, so natürlich auch auf der in Mailand im April. Wir haben ein paar Beispiele zusammengestellt:
 

Hülsta: Der Designer Martin Ballendat hat den Ohrensessel neu interpretiert: Im „Cuello“ (der Kragen) kann man sich vornehm zurückziehen, aber – mit heruntergeklapptem Kragen – auch munter kommunizieren. In vier Farben lieferbar.
Manerba: Der Finne Ilka Suppanen und die Italienerin Raffaella Mangiarotti haben zusammen das Sofa „Undecided“ – unentschieden – entwickelt. Geschützt wie von einer dicken Steppjacke kann man sich hinter der hohen Rückenlehne verstecken und darauf konzentrieren, Entscheidungen zu fällen oder Probleme zu lösen.
Moooi: „Canal“ heißt der neue Sessel von Designer Luca Nichetto, der Studios in Stockholm und Venedig hat. Inspirieren ließ er sich dafür von der Form historischer Boote auf den Kanälen Venedigs und ihrer farbenfrohen Bemalung.
Bemz: Der britische Designer Tom Dixon hat einen haarigen Bezug aus Schaffell für das Sofa/Bett „Delaktig“ von Ikea entwickelt und jetzt vorgestellt: Plötzlich wird das Möbel zur Skulptur. Den Bezug wird es aber erst ab Februar 2018 in den Ikea-Häusern geben. Ziemlich schade!

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Viel Feind, viel Ehr‘. Zu viel Feind kann unangenehm werden. Die Masche ist so alt, dass sie für denkende Menschen schon ärgerlich ist: Hier ist der Feind, dort ist der Feind! Aber keine Angst, ich rette Euch! Lieblingsfeind des ungarischen Ministerpräsidenten ist der ungarisch stämmige amerikanische Unternehmer Georg Soros (mit dessen Stipendium Viktor Orbán in Oxford studiert hat). Außer Soros gab es aber vor drei Jahren auch noch Hochwasser von Donau und Theiß, wogegen die Nation, mit Orbán an der Spitze, einen siegreichen Kampf führte. Dann kamen die Flüchtlinge. Die staatliche Plakataktion, „Die Einwanderer arbeiten nicht – und sie nehmen uns die Arbeit“, war einleuchtend und erfolgreich. Schließlich haben schon die alten Griechen die Xenophobie erfunden und geübt. Ein würdiger Feind war ferner das Heineken Bier mit dem ekelhaften roten Stern auf den Flaschen. Selbst die EU, samt ihren Millionen-Zahlungen, ist für Orbán willkommen als Bösewicht. Die Fabriken der Klubländer lassen preiswert in

10. Mai bis 10. September: Tate Modern, London

Giacometti

Man Pointing

Es wird die erste große Retrospektive in England seit 20 Jahren sein, die dem Schweizer Bildhauer, Maler und Grafiker Alberto Giacometti (1901 -1966) gewidmet wird. 250 Skulpturen, Gemälde, Radierungen und Zeichnungen aus seiner gesamten Schaffenszeit gibt es zu sehen, beginnend mit „Head of a Woman“ von 1926 bis zu den „Walking Men“ der späten Jahre. Mit dabei sind auch Werke aus privaten Sammlungen, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt wurden. Den Hauptteil hat die Fondation Alberto und Annette Giacometti in Paris ausgeliehen. So werden auch die sechs „Women of Venice“ zu sehen sein, die Giacometti 1956 für die Biennale in Venedig aus Gips gestaltet hat und die seither niemals wieder zusammen gezeigt wurden.

Foto: Alberto Giacometti Man Pointing 1947 Bronze, 178 x 95 x 52 cm Tate, Purchased 1949 © Alberto Giacometti Estate, ACS/DACS, 2017

 

 Stadtspaziergang diesmal: Cluny, Frankreich

Die meisten Besucher kommen entweder wegen der berühmten Pferdezucht oder wegen der riesigen Abtei, die im Mittelalter als Zentrum des geistlichen Lebens in Europa galt. Die Pferde hat Cluny, eine Kleinstadt von knapp 5000 Einwohnern 90 km nördlich von Lyon, Kaiser Napoleon zu verdanken. Der nämlich beschloss 1806, dass er für seine Kriegszüge mehr Pferde an verschiedenen Standorten brauchte. Und so kann man bis heute wunderschöne Tiere – Vollblüter, Ponys und Zugpferde – in den 200 Jahre alten Ställen des Nationalgestüts bewundern.
Für die Ställe ließ Napoleon übrigens Teile der Abtei, die 910 von Wilhelm dem Frommen, Herzog von Aquitanien und Graf von Macon, gegründet worden war, abreißen. In unserer Zeit kann man von der durch die Jahrhunderte immer wieder erweiterten Kloster-Anlage nur noch den kleineren Teil besichtigen. Die letzte Messe, die in der Abteikirche von zwölf Mönchen gefeiert wurde, fand am 25. Oktober 1791 statt, danach fielen große Teile den Wirren der Französischen Revolution zum Opfer. 1866 stellte man dann die kläglichen Überreste unter Denkmalschutz.

Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

„Meine Devise ist: Saisonal, regional, von Nord bis Süd, von Ost bis West, inklusive Nord- und Ostsee und die Binnenseen…Pasta mit Sauce käme natürlich schon wegen der extremen Kleckergefahr für Staatsgäste überhaupt niemals infrage.“

Jan-Göran Barth, seit 17 Jahren Küchenchef im Amtssitz des Bundespräsidenten, in einem Interview im Magazin „Der Feinschmecker“ April 2017.

Foto: jan-göran-barth.de

Ausstellung Bresson 2017-03-22 um 17.03.18noch bis 20.8.: Museum Ludwig, Köln

Henri Cartier-Bresson und Heinz Held. Menschen mit Bildern

70 000 Fotos hat das Kölner Museum Ludwig gesammelt. Damit wenigstens ein Teil zu sehen ist, hat das Institut jetzt einen Raum in der ständigen Sammlung eingerichtet, wo fortan nur Fotografien gezeigt werden.

Los geht es mit Bildern des Franzosen Henri Cartier-Bresson (1908-2004) und des Kölners Heinz Held (1918-1990), die sich wohl nur zweimal begegnet sind. Beide arbeiteten bevorzugt mit kleinen Kameras, unauffällig aber beharrlich auf den richtigen Moment wartend. Und so  werden nun noch bis August unbekannte Menschen auf der Straße, im Museum, in verschiedenen Alltagsszenen gezeigt – und die Magie des Augenblicks ist einfach nicht zu übersehen.

Foto: Museum Ludwig/Henri Cartier-Bresson,Paris, 1932
Fotografie, Druck: Pierre Gassmann, 1967 Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
© Henri Cartier-Bresson / Magnum Photos / Agentur Focus

Bücher Sibylle 2017-03-17 um 15.05.44Glanzlicht des Ostens. Stimmt schon: An Biederkeit und Langeweile ließ sich die DDR schwer übertreffen. Dem ersten deutschen Arbeiter- und Bauernstaat war eben mehr an Aufmärschen und Kampfgeist gelegen als an Parties und Spaß. Aber halt: Mitten im spießigen Ost-Berlin erschien ab 1956 ein Blatt, das sich wenig scherte um Linientreue und Fünf-Jahres-Plan und statt dessen lieber versuchte, dem real-sozialistischen Alltag ein paar Farbtupfer und Glanzlichter abzugewinnen – und das gelang der Frauenzeitschrift „Sibylle“ so gut, dass sie bis heute einen geradezu legendären Ruf genießt. Vor allem Fotografinnen wie Ute Mahler und Sibylle Bergemann prägten, mit Kollegen wie Arno Fischer und Roger Melis, einen ganz eigenen, oft kessen, manchmal sogar frechen Stil, der neben der westlichen Konkurrenz locker bestehen konnte. Die Kunsthalle Rostock erinnert noch bis zum 17. April an das 1995 eingestellte Blatt – danach geht die Ausstellung nach Rüsselsheim; im schönen, großformatigen Katalog kann man die Geschichte der „Sibylle“ auch daheim betrachten und nachlesen.
Ute Mahler (Hg.): Sibylle 1956-1995 – Zeitschrift für Mode und Kultur. 336 S., 570 Abb. Hartmann Books. 39,80 Euro
Foto: Hartmann
 

Hotel 1Hotel Sachsenhof, Klingenberg, Schleswig-Holstein
Meistens muss man zweimal hinschauen, denn dass der weiße Baumwollschirm über der Hängeleuchte eine Oma-Unterhose aus dem vorvorigen Jahrhundert ist und die Bettdecke ein Frosch ziert oder der Lampenstiel eigentlich ein Flamingo ist, merkt man nicht sofort. Lichterketten hängen an den Gardinen und Engelbilder an den Wänden. Die Bettwäsche ist rotweiß kariert oder mit Schäferszenen geschmückt. Manche Gäste des Hotels Sachsenhof finden das Ambiente und die üppige Dekoration vielleicht kitschig, wir fanden es lustig und romantisch. Dass sich je zwei Zimmer ein Bad auf dem Flur teilen, ist auch nicht weiter schlimm. Der Sonntags-Brunch nämlich ist phantastisch, reichhaltig, lecker und sehr liebevoll gemacht. Da fahrn wir wieder hin!
DZ ab ca.55 Euro
 

Foto: CO

Auf der Mailänder Möbelmesse im April gibt es wieder neue Sofas und Sessel, Schrankwände und Esstische, Stühle und Regale aus Holz, Metall und Rattan, aus Glas, Keramik und Stoff in riesigen Mengen zu sehen. Ein paar Highlights zeigen wir schon mal vorab:
 

Linteloo: Das international arbeitende kanadische Designduo Yabu Pushelberg, gegründet 1980 von George Yabu und Glenn Pushelberg, heute mit Büros in New York und Toronto, hat für den holländischen Hersteller Linteloo zwei Möbelserien entwickelt. „Heath“ besteht aus einem Sofa in verschiedenen Längen mit passendem Sessel und ovalem Kaffeetisch mit Marmorplatte und der filigranen Serie „Oiseau“ aus Stuhl und Bank, Ess- und Kaffeetisch.

Bonaldo: Draußen und drinnen kann „The Duck“, der lustige Beistelltisch des Designers Alessandro Busana, gute Dienste leisten. Das Entchen aus Polyethylen ist 43 cm hoch, in vielen Farben, auch in Gold und auch beleuchtet zu haben. Ein tierischer Spaß!

5VIE: An der Piazza Gorani zeigt in diesem Jahr die 2014 entstandene Non-profit-Organisation 5VIE, die auf alte Stadtteile Mailands aufmerksam machen möchte, Arbeiten von vier jungen Designern. Mit dabei ist der Mailänder Matteo Cibic, der 2016 täglich eine Porzellanvase mit Rüssel fertigte, genannt „Vaso Naso“ . So entstanden 365 Einzelstücke, die sofort zum Verkauf angeboten wurden; den

save the date Milano_o4. bis 9. April: In Mailand versammelt sich alles, was im Living-Bereich Rang und Namen hat zum „Salone del Mobile Milan 2017“ , der internationalen Möbelmesse, und der großen Leuchtenshow „Euroluce“. Aussteller aus 165 Ländern erwarten bis zu 380 000 Besucher, darunter ca. 5600 Journalisten.

13. April bis 15. Oktober: Unter dem Namen „Ein Mehr aus Farben“ präsentiert sich im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf die Internationale Gartenausstellung mit spektakulären Bauten, darunter eine Seilbahn und eine Freilichtbühne, mit Spiellandschaften, Wassergärten und natürlich einer Blumenhalle, einem Rosen-, einem Dahliengarten und einem Rhododendronhain. Dazu gibt es jede Menge Veranstaltungen.

Bildschirmfoto 2017-03-26 um 11.37.41Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com

Badengehen in Budapest.Die Beleuchtung ist spärlich, der Dampf reichlich, der Ort fremd und märchenhaft zugleich. Acht hohe Steinsäulen tragen eine flache Kuppel mit bunten, runden Glassteinen, durch die das Sonnenlicht wie durch Scheinwerfer auf das zitternde Wasser fällt. Aus einem dicken Hahn mit uralter Steinablagerung strömt 36 Grad warmes Quellwasser in das achteckige zentrale Becken. Darin sitzen, liegen und dösen die Badegäste. Oder sie wandeln um die Säulen herum von einem der kleineren Tauchbecken zum anderen, in denen das Wasser zwischen 28 und 42 Grad warm ist. An den meisten Tagen der Woche sind die Besucher Männer (noch vor zehn Jahren war das Bad nur für Herren zugänglich). Sie tragen hinten offene Lendenschürze, die man vom Personal bekommt. Der interessante Anblick ist montags und von Mittwoch bis Freitag zu genießen – dienstags tragen Damen die Schürze. Und am Wochenende baden beide Geschlechter in ordentlichem Badekostüm gemeinsam.

Nice to know Hockney 2017-03-23 um 10.30.46David Hockney & Mouton Rothschild: Anfang April kommt ein „Chateau Mouton Rothschild“ auf den deutschen Wein-Markt, für den der britische Künstler David Hockney das Etikett gestaltet hat. Sein Bild mit dem gefüllten und dem leeren Weinglas hat er der 2014 verstorbenen Baronin Philippine de Rothschild gewidmet. (Quelle: Gourmetwelten www.nikos-weinwelten.de )
 
Kunstmuseum Wolfsburg: „Art Mobil“ heißt der Bus, der seit fünfzehn Jahren mit Unterstützung von VW Schüler und Senioren aus ganz Niedersachsen nach Wolfsburg ins Museum fährt. Bisher konnten so mehr als 66000 Schüler und 7500 Senioren aus weit entfernten Orten Kunst in Wolfsburg anschauen. Nachahmenswert! (mehr Infos über presse@kunstmuseum-wolfsburg.de)
 
Nachgespielte DDR: Mit einem einfachen aber originellen Kartenspiel namens Wendepunkte kann man DDR-Biografien nachspielen. Dabei muss jeder Spieler folgenschwere Entscheidungen treffen, wie etwa: Lasse ich mich konfirmieren oder gehe ich zum Studium nach Moskau? Die 96 Karten bilden typische Ereignisse ostdeutscher Biografien ab. Für Lehrer gibt es Spiel und begleitendes Material kostenlos, Privatleute zahlen 6,95 Euro.
 
 
Fotos: Hersteller

STADTSP. wikipedia2017-03-21 um 13.33.43
Wer beruflich in Mailand ist – zum Beispiel zur Möbelmesse „Salone del Mobile“ vom 4. bis 9. April – , hat selten eine Chance, viel mehr als das Messegelände und ein paar Showrooms nicht weit vom Dom zu sehen. Meist ist nicht mal genügend Zeit, sich in die Schlange vor dem Gotteshaus einzureihen, um den riesigen Marmorpalast von 1386, in dem 40 000 Menschen Platz haben, zu besichtigen und auf die Dachterrasse hinauf zu steigen. Der Dom ist übrigens die einzige Kirche in Mailand, wo Sie Eintritt bezahlen müssen! Gar nichts – außer dem Preis für einen Espresso vielleicht – kostet Sie hingegen der Besuch des Dachterrassen-Cafés im Kaufhaus „La Rinascente“ genau gegenüber, von wo Sie einen Stadtsp. 2herrlichen Blick auf den Dom und halb Mailand haben. Nach dem Kaffee sind es nur wenige Schritte zur berühmten Galleria Vittorio Emanuele II mit den Luxus-Boutiquen und der Glaskuppel über dem achteckigen Platz  und dem unmittelbar dahinter liegenden Opernhaus „La Scala“, dessen Ruf gigantisch, dessen Anblick aber eher bescheiden ist.

Wer mehr als diese Standard-Touri-Blicke auf Mailand werfen möchte,

Zitat 220px-Paul_Auster_BBF_2010_Shankbone„Die Wahl dieser gefährlichen, verrückten Person, deren Namen ich nicht einmal aussprechen kann, weil mir davon schlecht wird, ist das Schlimmste, das ich als amerikanischer Bürger jemals erlebt habe.“

Der amerikanische Autor Paul Auster im Stern 6/2017 über den neuen Präsidenten der USA.

Foto: wikipedia