Zitat 220px-Paul_Auster_BBF_2010_Shankbone„Die Wahl dieser gefährlichen, verrückten Person, deren Namen ich nicht einmal aussprechen kann, weil mir davon schlecht wird, ist das Schlimmste, das ich als amerikanischer Bürger jemals erlebt habe.“

Der amerikanische Autor Paul Auster im Stern 6/2017 über den neuen Präsidenten der USA.

Foto: wikipedia

Cartoon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Hotel Schloss UlrichshusenWer Karten für das Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano im Rahmen der „Festspiele Mecklenburg Vorpommern“ im Schloss Ulrichshusen und auch noch eines der 19 Gästezimmer ergattert hat, der darf sich wahrlich geadelt fühlen.
Das Wasserschloss von 1562, das 1624 abbrannte, wieder aufgebaut wurde, 1987 wieder Opfer des Feuers wurde, und nach wechselnden Eigentümern durch die Jahrhunderte nach der Wende von der Erbauerfamilie von Maltzahn wieder gekauft und wunderschön restauriert wurde, gilt als eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke Mecklenburgs. Außer im Schloss gibt es in den umliegenden Gebäuden Zimmer, Suiten und Ferienwohnungen, alle edel und liebevoll eingerichtet. Das Restaurant „Am Burggraben“ bietet regionale Wildgerichte, im Frühstückszimmer hat man den freien Blick auf den Ulrichshuser See und den Schlosspark. Einfach königlich!

Schloss Ulrichshusen/Mecklenburg-Vorpommern. DZ ab ca. 130 Euro. Foto: Schloss Ulrichshusen

 

Bücher art_record_covers_ju_int_3d_03430_1612221147_id_1080892Bilder-Musik. Ach, waren das noch Zeiten, als man Musik auch deswegen kaufte, weil einem der Umschlag, der die Platte barg, so gut gefiel! Und tatsächlich war das 30-Zentimeter-Quadrat so attraktiv, dass sogar Künstler wie Dali oder Andy Warhol sich damit auseinandersetzten. Mit der CD wurde das Motiv schon unwichtiger, und heute, im Zeitalter des mp3-Formats, ist das Bild zum Ton auf die Größe eines Daumennagels geschrumpft – wenn es überhaupt noch mitgeliefert wird. Zu schade, wie ein prächtiger kiloschwerer Band beweist, der auf über 400 Seiten und natürlich im Original-LP-Format versammelt, was zwischen den 1950ern und heute, da die Vinyl-Platte ein bescheidenes Comeback erlebt, alles an Kunst auf Covern erschienen ist. Versteht sich, dass soviel Opulenz von Theorie begleitet sein muss, und so gibt es denn auch einen Essay und ein paar Interviews. Aber die stören nicht weiter, denn was wirklich zählt, das sind die Bilder.

Francesco Spampinato: Art Record Covers. 448 S., mehrsprachige Ausgabe, Taschen. 49,99 Euro Foto: Taschen


 

BÜCHER ertl-angelika-jetzt-haben-wir-den-salat-130738-deErnteglück. Was – Sie haben noch nie von Smoothies fürs Gemüsebeet gehört? Oder von Dickmaulrüsslern, Gundelrebe und

Sie brauchen noch ein paar Anlässe, um mal wieder richtig zu feiern? Bitte sehr, hier sind sie:
nice to know tag-der-tiefkuehlkostNice to know Barbie CJF52_ViewerDer 6.März ist der Tag der Tiefkühlkost – er wurde 1984 vom amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan zur Erinnerung an die Erfindung gefrorener Lebensmittel 1930 als „National Frozen Food Day“ eingeführt. * 9.3. Barbies Geburtstag. 1959 trat die Plastikpuppe erstmals auf und kommt damit jetzt langsam ins Rentenalter.* 20.3.  Frühlingsanfang – und Internationaler Tag des Glücks, den es seit 2012 gibt. Beschlossen wurde der Feiertag von den Vereinten Nationen zur Förderung des Strebens nach Glück.* Am 31.3. feiern Wissenschaftler weltweit den Tag des Bunsenbrenners, der nach dem deutschen Chemiker Robert Wilhelm Bunsen (1811-1899) benannt ist.
Und warum wird der gefeiert? Warum nicht, man begeht schließlich auch den Tag der Taschenlampe (21. Dezember) und den Tag des Waffeleisens (29. Juni)!
 

Fotos: Kleiner Kalender/Mattel

Produkte FORMvorRAT-YALLA_2

Produkte Donna Wilson Bettwäsche blablabla 2017-02-14 um 18.16.02

FormvorRat: Der Tisch „Yalla“ hat ein Untergestell aus Stahldraht und eine Platte aus Schichtstoff in Weiß oder Schwarz, mit transparenter oder Rauchglasplatte oder aus Alu-Blech.

Donna Wilson: Nach Decken und Kissen hat die britische Designerin jetzt auch Bettwäsche mit ihrem „blahblah“-Schriftzug bedruckt. Da schläft man garantiert bald ein.

 

Produkte Bonaldo_Up and Down_2

Bonaldo: „Up and down“ heißt das lackierte Holzregal des Designers Andrea Lucatello, das es auch mit integrierter Leuchte gibt.

 

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All+: Die bis zu 240 cm lange Aluminiumbank „Filo“ für den Garten kann man in vielen neuen Farben bekommen, auch in schwarzweiß gemustert.

 
 

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Kristalia: Ein pechschwarzer Solitär mit ovalem Loch ist der Schreibtisch „Holo“ des Japaners Kensaku Oshiro. Der spezielle Kunststoff fühlt sich warm und weich an und ist antireflektierend.
 

 

 

Produkte Riviera maison 323330_2

MelegyUnser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com 

Die Mama und die Süße Mutter. In den 1980er Jahren, in der Zeit des politischen Frühlings in Osteuropa, bekam ich in Hamburg viel Besuch von jungen Leuten aus meiner Verwandtschaft in Budapest. Für sie war es aufregend, im Westen zu sein, für mich schön, mein Ungarisch aufzufrischen. 

Bei ihren Berichten kamen häufig die Begriffe „Mama“ und die „Süße Mutter“ vor. Letztere kannte ich natürlich, denn sie ist die einzig anerkannte Bezeichnung für eine Mutter. Auf Ungarisch einfach „Deine Mutter“ zu sagen, gilt als unverzeihliche Grobheit. Gut: Es gibt auch einen „süßen Vater“.  Aber was hatte es mit der „Mama“ auf sich?
Zu Beginn der Unterhaltungen mit meinen jungen ungarischen Besuchern dachte ich, die „Mama“ und die „Süße Mutter“ seien eine Person. Und als ich aus einem Zusammenhang erriet, dass es zwei sind, erklärte mir eine meiner Großnichten: Die „Mama“ ist in den 70er Jahren auf die Welt gekommen. Angefangen

Auisstellung Rodin_404-1958-6_Pomona_Foto Schünemann (Small)Zum Gedächtnis an den französischen Bildhauer Auguste Rodin, der vor 100 Jahren starb, gibt es Ausstellungen www.rodin100.org in Paris, New York und San Francisco, in Philadelphia, Portland und Dallas, in Mexico City, Adelaide – und in Bremen. Dort zeigt man Skulpturen aus der eigenen Sammlung, darunter die Figur „Johannes der Täufer“ und einige verkleinerte Ausführungen dreier „Bürger von Calais“. Ergänzt werden die Werke Rodins mit Skulpturen von Camille Claudel, Clara Rilke-Westhoff und anderen. Dazu gibt es Aufnahmen der deutschen Fotografin Candida Höfer zu sehen, die sie von der Gruppe „Bürger von Calais“ an ihren zwölf Standorten weltweit gemacht hat.
Auguste Rodin. Meisterwerke zum 100. Todestag Foto: Auguste Rodin, Pomona, um 1886, Bronze, dunkelbraun patiniert, 33,5 x 11,5 x 10 cm © Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen / Foto: Schünemann

 

Stadtsp 1Gar keine schlechte Idee! Erst mal eine kleine Stärkung im Bratwursthäusle  am Rathausmarkt, in dem seit 1313 Rostbratwürste auf Buchenholzfeuer gegrillt und auf Zinntellern serviert werden. Ob man sich aber für die sechs, acht oder zwölf kleinen Würste mit Weinsauerkraut entscheidet oder doch lieber für Knöchle (Eisbein) oder Schäufele (gebackene Schweinschulter) mit Kloß, ist eigentlich wurscht, auf jeden Fall ist man schon mal kulinarisch in Franken und seiner geschichtsträchtigen Kapitale angekommen.

Stadtsp 2Ein guter Auftakt, um sich danach das „Stadtmuseum Fembohaus“  ein paar Schritte die Burgstraße hinauf anzuschauen. In dem Prachtbau aus der Renaissance, er entstand zwischen 1591 und 1596, residiert seit 1953 das Stadtmuseum. Früher ließ hier die „Homännische Landkartenoffizin“ Karten in Kupfer stechen.

Den Rundgang sollte man im vierten Obergeschoss beginnen, dort steht das „Tönende Stadtmodell“, ein Mini-Nürnberg aus Holz, dazu gibt es eine zwölfminütige Inszenierung mit Lichteffekten und erzählter Geschichte. Sehr eindrucksvoll!

Und dann wandert man durch die schön restaurierten Räume und informiert sich über die spannende Geschichte der Stadt an der Pegnitz: Von der Macht der

Zitat jpg„Es gibt in der Welt noch Menschen, die nicht wissen, wo in Deutschland Hamburg liegt. Das wird sich wahrscheinlich ändern.“

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz anlässlich der Eröffnung der Elbphilharmonie am 11. Januar im Hamburger Abendblatt.

Foto: hafencitynews

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Hotel_hamptonbreakfastbuffet_26_425x303_FitToBoxSmallDimension_CenterHotel Hampton by Hilton, Berlin. Wo gibt es denn so was? Kostenfreies Frühstück! Und dann auch noch mit Rühr- oder Spiegelei, Speck und Würstchen, Pancakes und Ahornsirup, mit Kaffee, Tee und Sekt, Obst, Müsli und Joghurt und selbstverständlich frischen Brötchen. Dass mehrere TV-Geräte gleichzeitig stummgeschaltete Nachrichten übertragen, ist sicher den amerikanischen Gästen zu verdanken. Die Zimmer des Hotels sind großzügig, die Betten bequem, die Bettwäsche ist extrem einladend und die Bäder sind mit allem ausgestattet, was der Reisende so braucht. Und dann liegt das Hotel auch noch keine 200 Meter vom Savigny-Platz und 500 Meter vom Bahnhof Zoo entfernt. Nichts Negatives? Doch, in einigen Zimmern sollte man die Fenster nicht öffnen, da rattert nämlich keine zehn Meter entfernt die S-Bahn vorbei. DZ ab ca. 84 Euro. Foto: Hampton

Bücher callwey mortag_braatz_fashionathome_1Der Wohnstil der Stil-Päpste. „Ein Zuhause muss sich verändern dürfen“, meint die Modemacherin Tamara Comolli. Julian Zigerli, der in der Schweiz Männer anzieht, sagt: „Bücher sind ein gutes Deko-Element, auch wenn man sie nicht liest.“ „Naturmaterialien schaffen Behaglichkeit. Viel Holz im Haus macht einfach glücklich und zufrieden“, bekennt der Lederkleidung-Designer Markus Meindl. Diese und andere „Stilgeheimnisse“ ergänzen die Porträts der neunzehn Modemacher, die in diesem Buch ihre Wohnungen zeigen und ihre Lebensart erläutern. Das geht von edlen, farblich zurückhaltenden Räumen (Talbot/Runhof) über einen wahrlich hochherrschaftlichen, antiquitätenlastigen Palast (Mafalda von Hessen) bis zu einer farbenfroh skurrilen Münchener Wohnung (Renate Schrems). Und weil die Texte durchweg informativ und flott geschrieben sind, macht das Buch nicht nur Spaß, es gibt auch viele Tipps für die eigenen Räume.

Christine Mortag, Dennis Braatz: Fashion at home – Wo die Deutsche Mode zu Hause ist. 192 S., Callwey. 39,95 Euro. Foto: Callwey

U_2130_1A_DAS_KOCHBUCH.IND11Ein ultimatives Pflanzen-Kochbuch. Vor etwa 4700 Jahren soll das Blatt einer Pflanze vom Wind in das Wasser geweht worden sein, das gerade für den chinesischen Kaiser Shennong gekocht wurde. Das schmeckte dem Herrscher: Der Tee war geboren und verbreitete sich über den Land- und Seeweg auf der ganzen Erde. Eher regional dagegen, aber auch erstaunlich, dieser Bericht über den Knoblauch: Für die Bauarbeiter, die in Ägypten die Pyramiden von Gizeh errichteten, wurden der Legende nach 680 000 Kilogramm davon herangeschafft. Die Mitarbeiter der Londoner Kew Gardens, einem der führenden Botanischen Gärten weltweit mit einer der größten Pflanzensamen-Banken überhaupt, haben jetzt ein Buch über essbare Pflanzen herausgebracht, in dem sie erzählen, woher, wann und wie sich Obst und Gemüse auf der Welt verbreitete und welche Geschichten über sie überliefert sind. Rezepte der entsprechenden Regionen wurden gesammelt und mit wunderschönen Pflanzen-Zeichnungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert illustriert.
Eigentlich möchte man sofort in die Küche und Senfmakrele mit warmer Rhabarber-Tamarinden-Sosse oder karamellisiertes Knoblauchdressing zubereiten.
Linde Wiesner: Kew Gardens – Das Kochbuch, 101 Rezepte mit Pflanzen aus aller Welt, 160 S., Gerstenberg, 24,95 Euro. Foto: Gerstenberg

Nice to know Bemz KLI1 T206Trendfarbe Grün. Das amerikanische Pantone Colour Institut legt jedes Jahr eine Trendfarbe fest. 2017 ist das „Greenery“, ein lebensbejahender Ton und Signal für einen Neuanfang, wie das Institut findet. Kleidung, Accessoires, Autos und Fahrräder, Wohntextilien und sogar Möbel sollen wir jetzt in diesem Farbton kaufen. Aber will man das wirklich, quietschgrüne Vorhänge im Schlafzimmer, Sessel in schreiendem Maigrün? Wie auch immer – für Ikea-Sofa-Besitzer hat die Firma Bemz einen Vorschlag: maßgefertigte Möbelbezüge in 31 Grüntönen. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

DDR Museum. Das Berliner Museum wünscht sich, dass alle ehemaligen DDR-Bürger in ihre Keller und auf ihre Dachböden steigen und Ausstellungstücke aus ihrem früheren Leben spenden, um so seine eigene Sammlung zu ergänzen. Gesucht werden u.a. Schulhefte und Gastronomie-Beschwerdebücher, Westpakete und originalverpackte Konserven, Firmenschilder und Bienchenstempel, Gartenzwerge – und Stasi-Überwachungstechnik. Großartige Idee!

Holzfällerkurse. Das ist das ultimative Geschenk für richtige Männer: Baumfällen mit Motorsäge und Beil, saunieren in der Südpfalz-Therme, übernachten in einem stilvollen Hotel und regional speisen mit Weinen aus der Gegend. Ein Dreitages-Kurs (ab 199 Euro pro Person) für maximal sieben angehende Holzfäller

Save the date Umbrien marsciano_1000000422_panorama_marscianese___servizio_communicazione_istituzionale_della_regione_umbriaUmbrien: In Terni, auf halber Strecke zwischen Perugia und Rom, wurde der heilige Valentin im Jahre 175 geboren. Er soll Wunder gewirkt, Liebende geschützt und Kranke geheilt haben. Am 14. Februar 269 – seither sein Namenstag – soll er den Märtyrertod gestorben sein. Terni aber wird seit langem die Stadt der Liebe genannt, und die wird dort den ganzen Februar über gefeiert, vom 11. bis 14. zum Beispiel mit einer Schokoladenmesse und am 19. Februar mit einem Marathon „Run for Love“, der an dem 165 m hohen Wasserfall „Cascate delle Marmore“ vorbei führt.

Foto: Tourismus Umbrien

Die angebliche Trendfarbe des Jahres „Greenery“ war auf der Kölner Möbelmesse denn doch eher vereinzelt zu sehen, überwiegend blieb es wieder bei zurückhaltenden Tönen, und auch der Hang zu superbequemen Sofas und Sesseln ist immer noch ungebrochen. Das ist doch mal eine durch und durch gute Nachricht, finden wir.

Produkte Cor ROC_2Produkte Tom Dixon Wingback & Micro Wingback ChairCOR: In „Roc“ von Uwe Fischer fühlt man sich geborgen, weil das Sitzkissen gewölbt und der Rücken hoch und schräg ist. Den kompakten Sessel gibt es auf Gleitern oder einem Drehteller.
 
Tom Dixon: Die Sessel „Wingback“ und „Micro Wingback“ orientieren sich an Formen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und sind doch absolut modern. Die beiden gibt es mit 100 bzw. 128 cm Rückenhöhe, mit Holz- oder Stahlbeinen, in vielen Farben und Stoffen.

 

 

 

 

 

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Weißhäupl: Da kann man den Frühling wirklich nicht mehr abwarten: Den Klappstuhl „Ahoi“ – an Bord so schick wie

Unser Kolumnist, der Ungar Péter Pál Meleghy, ist Autor vieler Reiseführer und Kochbücher und schreibt für verschiedene deutsche Zeitschriften. Er lebt in Hamburg und Budapest und betreibt die Website www.ungarnaktuell.de, außerdem die beiden Literaturseiten www.phantastisch-realistische-literatur.de und www.ein-oscar-fuer-hitler.com 

Oper für Bettler. Ungarn verwendet knapp drei Prozent seines Brutto-Inlands-Produkt für soziale Zwecke. Deutschland 28, Frankreich 32 Prozent.  So gibt es in Ungarn viele Arme, dafür ist das Land reich an Bettlern – zumal Budapest.
Der unangenehmste unter ihnen ist ein Ambulanter, der die Passanten auf der Straße anpöbelt, damit sie ihm etwas „Kohle ‚rüber schieben“. Ich bin mir nicht sicher, ob er davon leben kann. Geradezu märchenhaft wirkt die kleine, gebeugte Frau, die im grauen Kopftuch und passendem Umhang zwischen den Touristen vor dem prächtigen Opernhaus auf und ab schlurft und die bereits erbettelten Münzen in einem glasierten Tonbecher schüttelt. Dazu sagt sie mit ihrer angenehm weichen Stimme abwechselnd in fünf Sprachen Guten Tag oder Guten Abend, je nach Tageszeit. Der Frechste ist ein junger Mann, der im Schneidersitz hinter einer handgeschriebener Papptafel sitzt, auf der zu lesen ist: „Ich sammele fürs Saufen!“ Gut: Auf Ungarisch bedeutet es nicht unbedingt Alkohol. Sein Geschäft läuft

Ausstellung Hockney 2017-01-17 um 11.09.16Alle Sonderführungen und Vorträge zu dieser Ausstellung sind bereits ausgebucht, London erwartet ein Mega-Event: David Hockney satt! Der britische Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Fotograf, der mal in Kalifornien, mal in England lebt und dessen 80. Geburtstag naht, wird mit einer großen Retrospektive geehrt. Gezeigt werden seine Porträts, seine Swimmingpool-Bilder, seine Landschaften, Gärten und Polaroid-Collagen. Die Ausstellung wird anschließend in Paris und New York zu sehen sein.

09.02. bis 29.05.2017: Tate Britain, London David Hockney. Tate Britain, täglich 10 bis 18 Uhr, freitags bis 22 Uhr, samstags bis 20 Uhr, Eintritt 19,50 £.
Foto: David Hockney, A Bigger Splash 1967, Acrylic on canvas support: 2425 x 2439 x 30 mm, Purchased 1981© David Hockney 2010

Es gibt viele Gründe, nach Colmar zu fahren, allen voran natürlich Matthias Grünewalds großartiger Isenheimer Altar von 1515. Aber auch das Münster und das Pfisterhaus, überhaupt die ganze Altstadt mit ihren wunderschönen Fachwerkbauten und auch La Petite Venise, Klein-Venedig, die Brunnen und die vielen schönen Plätze mit Kneipen und Restaurants sind einen Besuch wert. Am einfachsten ist es übrigens, wenn man mit „Le petit train blanc“, der kleinen weißen Eisenbahn, durch Colmar zuckelt. Das kostet etwa 7 Euro, dauert knapp 35 Minuten, und man bekommt alles zu sehen und in sechzehn Sprachen zu hören, was wichtig ist. Und danach besucht man alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß.

Stadtsp5Zuerst natürlich den Isenheimer Altar: Fünfhundert Jahre sind die drei sogenannten Wandelbilder alt, die auf zwei festen und vier drehbaren Flügeln die Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung Jesu und alle Apostel als Schnitzplastiken zeigen. Auf einem Seitenflügel ist der Heilige Antonius dargestellt, der Schutzpatron des Klosters war, für das der Altar entstand. Man brachte damals alle Kranken vor der Behandlung im Kloster zu ihm, weil man hoffte, dass der Heilige die Krankheit heilen würde. Niemals vorher waren Bilder von so einer Detailgenauigkeit, Phantasie