Zitat B. v. Suttner wikipedia 2016-01-10 um 11.16.19„Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.“

Bertha Sophia Felicita Freifrau von Suttner (1843 bis 1914), Schriftstellerin und Friedensforscherin, erhielt 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis. Zitiert auf der Website des Frauenmuseums in Meran.
Foto: wikipedia

Peter-Butschkow-CartoonPeter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Hotel-DoubletreedoubletreeEs sind nur drei Stationen mit der U-Bahn (oder sechs mit dem Bus) vom Hotel bis ins Zentrum, aber Touristen trifft man wenige, hier findet das normale Leben statt. Die Zimmer im Hotel sind groß und hell, was man nach dem langen schwarzen Flur gar nicht erwartet. Das Frühstücksbüfett ist gut und sehr reichlich bestückt, das Personal absolut reizend, die Cocktails in der hübschen Bar sind exzellent gemixt, obwohl man dort immer Fußball gucken muss, und wenn man zufällig Geburtstag hat, während man im Doubletree nächtigt, dann findet man abends ein Fläschchen Portwein und eine kleine Schokoladentorte auf seinem Zimmer vor. Wie nett ist das denn!

Alles gut also im Hilton in Lissabon? Nicht ganz, das Bad im dunkel getönten Glaskasten muss man schon mögen. Beim Duschen (mit einer total unpraktischen Armatur) hat man Blickkontakt zum Bett, Ablagefläche um den Waschtisch gibt es fast gar nicht, das Licht reicht nicht zum Schminken, ein Vergrößerungsspiegel wird schmerzlich vermisst, und die Tür zum dunklen Glaskasten verschließt entweder das

Bücher Dackel KnesebeckVom Wuffmeister und seinen Menschen. Er verließ mich, um mit Picasso zu leben“, erzählte der Fotograf David Douglas Duncan über seinen Dackel Lump, der sich während eines Besuchs seines Herrchens bei dem großen Künstler wohl in diesen verguckte, und da das auf Gegenseitigkeit beruhte, gehörte Lump fortan bis zu seinem Lebensende zu Pablo Picasso. Der berühmte Maler galt als Macho und Frauenheld, aber seinem Dackel war er treu. Zehn Tage nach Lumps Tod verstarb auch der Künstler.

Nachzulesen in dem wunderbaren Buch „Der Dackel“, das zudem mit lustigen, anrührenden und großartigen Fotos illustriert ist und die Kulturgeschichte einer Rasse erzählt, die es wahrscheinlich schon vor 2.000 Jahren gab, aber erstmals 1560 in einem Hundebuch beschrieben wurde.

In fünf weiteren Kapiteln geht es um den Charakter des kurzbeinigen Wühlers und darum, wie man seine Wohnung dackelsicher macht, und warum das Tier unbedingt eine Hundeschule besuchen muss. Es geht um die erste Autofahrt und um Impfungen, es geht um Ernährung, Bewegung und die Körperpflege – und es geht darum, wer hier eigentlich wen abrichtet.

Eve Schwender, Petra Spoerl-Strohmenger: Der Dackel. 175

Bücher Urlaubsarchitektur_dtArchitektur für die Ferien. Für Architekturliebhaber, die eine große Familie haben oder gern mit vielen Freunden zusammen Ferien machen, ist dieses Buch gedacht. Die Autoren stellen vierzig außergewöhnliche Häuser und Wohnungen in ganz Europa vor, in denen man mit bis zu 30 Leuten Urlaub machen kann. Dabei sind hochmoderne Neubauten und restaurierte Altbauten, Fincas und ausgebaute Scheunen, kleine Schlösschen, Berghütten und auch ein Wasserturm. Alle werden mit informativen Fotos, detaillierten Hausbeschreibungen und notwendigen Adressen vorgestellt. So beginnt der Urlaub schon mal auf dem heimischen Sofa.

Jan Hamer, Christiane Pfau: Urlaubsarchitektur. 194 S., Edition Urlaubsarchitektur. 24,95 Euro. Foto: Urlaubsarchitektur

Bücher 30 000 Jahre Kunst,320_Kunst im Überblick. Nicht ganz 30 Euro kostet dieser kompakte Buchziegel – macht knapp 1 Euro pro 1.000 Jahre Kunst. Und dafür wird einem wirklich ordentlich was geboten: Von der Venus von Willendorf (um 25000 v. Chr.) über Ägyptens Nofretete (um 1340 v. Chr.), einen Bronzekrug aus Nigeria (um 900) und Boticellis Madonna von 1478 bis hin zu Maurizio Cattelans gestürztem Papst (La Nona Ora, 1999) geht die ebenso bunte wie spannende Kunstreise, quer über alle Kontinente und durch alle Epochen. Über die Auswahl kann man – wie immer – streiten, und speziell die letzten paar Jahrzehnte wirken ziemlich zufällig, aber für einen ersten Überblick reicht es allemal, zumal Glossar, Register und Zeittafel die Orientierung erleichtern. Bloß auf dem Bauch lesen, das kann man den Kilo-Klotz nicht.

30.000 Jahre Kunst, 656 Seiten, 605 Abb., Phaidon Verlag, 29,95 Euro Foto: Phaidon

NTK Museum Brüssel adam_permanent1Brüssel hat ein neues Museum: Das ADAM – Art & Design Atomium Museum – in der Nähe des Atomiums besitzt eine Sammlung von etwa 2000 Designobjekten, allesamt aus Kunststoff  und von Künstlern wie Joe Colombo, Verner Panton, Eero Aarnio, Philippe Starck und vielen anderen. Dazu werden Sonderausstellungen gezeigt, ab 10. März zum Beispiel „Eames & Hollywood“. Dort gibt es Fotos zu sehen, die das legendäre Designer-Ehepaar Ray and Charles Eames am Set von Billy Wilders Filmen gemacht hat.

 

 

NTK_Weishäupl_ForestNTK _Lexington_Baseball_Jacket_VerityDas amerikanische Farbinstitut Pantone legt für jedes Jahr eine weltweite Leitfarbe fest, die „die allgemeine Stimmung und das Lebensgefühl widerspiegelt“  – so die Behauptung. Und tatsächlich orientieren sich daran etliche Hersteller, Architekten, Designer, Modemacher und Kosmetikfirmen bei ihren Produkten. Für 2016 sind zwei Farben ausgewählt: „Rose Quartz“ und „Serenity“, ein sanftes Rosa und ein ruhiges Hellblau. Wer also im Trend sein möchte, muss Rosa und Hellblau tragen, auch wenn es ihm nicht steht.

NTK label_vegetarisch_2color_50mmR-RGBUngebrochen ist auch der Trend

„Das Haus – Interiors on Stage“ ist die Simulation eines Wohnhauses auf der Kölner Möbelmesse: eine Bühne, auf der sich jedes Jahr ein anderer Designer präsentieren darf. Die vergangene Woche gezeigte Installation stammt von dem jungen deutschen, der bereits für viele verschiedene Firmen Entwürfe geliefert hat. Sein „Haus“ ist rund und hat keine festen Wände. Die einzelnen Bereiche – Garten, Wohnen, Essen, Kochen – sind mit transparenten, fließenden Stoffen abteilbar, nur für Bad und Schlafraum wählte Herkner blickdichte Vorhänge, alle Stoffe sind beweglich und können neben- oder voreinander gezogen werden. Herkner plädiert damit gegen Abschottung und für ein Wohnen, das für jeden offen ist. Eine bewohnbare Willkommenskultur sozusagen.

 
Purebed-Calm

Purebed-Calm

Dimora

Dimora

Palais

Palais

Lounge

Lounge

Diese Idee entspricht so gar nicht dem Trend der übrigen Messeneuheiten. Dort geht es mehr ums Einigeln in den eigenen vier Wänden, um behagliches, nicht gerade offenes Wohnen.
Dafür hat Sebastian Herkner auch ein Beispiel geliefert:

Einer der dramatischsten Fälle der ungarischen Kriminalgeschichte in der Nachkriegszeit ist zu Ende. Das oberste Gericht Ungarns verurteilte am 12. Januar 2016 in letzter Instanz drei Männer zu verschärften lebenslangen Haftstrafen*, das heißt, bis zu deren Lebensende. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Die Richter sahen es als erwiesen, dass die Täter in den Jahren 2008 und 2009 in neun verschiedenen Dörfern Roma-Familien überfielen. Sie töteten dabei ein Kind, sechs Erwachsene und verletzten fünf weitere Menschen schwer. Der Fahrer der Gruppe bei den letzten beiden Straftaten wurde zu 13 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Beweggrund der Täter: ihre Neonazi-Gesinnung und der pure Hass auf Roma. 

Es war ein langer, schwieriger Prozess. Denn bereits die ersten Ermittlungen wurden schlampig geführt: Stammten die Verletzungen von Schusswaffen oder von Nägeln? Wurde der Brand, der den Tod des einen Opfers verursachte, nicht doch durch einen kaputten Kocher verursacht? Ein Polizist urinierte auf Spuren vor einem Haus, in dem ein Roma erschossen wurde. Vor Gericht sagte er, irgendwo habe er sich doch erleichtern müssen. 
Die Verdächtigten waren bei den Verhandlungen gut informiert über ihre Rechte, leugneten die Taten, benahmen sich höflich. Ihre Anwälte nutzten die ungenauen Polizeiberichte. Die Roma-Zeugen dagegen weinten, wenn sie sprechen konnten, fluchten, fielen den Verteidigern
Ausstellung Brügge bruegelhoch1Pieter Bruegel der Ältere (um 1525 bis 1569) lebte zur Hochzeit der Hexenprozesse in den Niederlanden und hat sicher reale Motive in seine Bilder übernommen. Er gilt aber auch als der Erste, der den verdächtigten Frauen einen Besen zur Fortbewegung verpasste, der später von vielen Malern übernommen wurde. In Brügge zeigt man jetzt etwa 40 Hexen-Gemälde des Meisters und anderer holländischer und flämischer Maler – so richtig zum Gruseln.
 
Museum Brugge, Brügge Belgien, 25.02. bis 26.06.2016: Die Hexen von Bruegel. Museum Brugge im Sint-Janshospital, Di – So 9 Uhr 30 – 17 Uhr, Eintritt 8 Euro. Foto: Museum Brugge.
Ausstellung Flensburg 5UhrTee_72Es war eine wilde, lebendige, amüsante Zeit, und eine neue Musikgattung machte in den Zwanzigern schnell Furore: der Schlager, der zu schmissigen Melodien lustige, manchmal auch bissige Texte bot. In Flensburg zeigt man jetzt künstlerisch gestaltete Grafiken für Schlager, Kabarett und Revue, auf denen der Mode und den Tänzen jener Zeit ein Denkmal gesetzt wird. Ein Rahmenprogramm bietet Konzerte, Filmklassiker, Tanzkurse und Workshops fürs Cocktail-Mixen an.
 

Museumsberg Flensburg, 07.02. bis 08.05.201: In der Bar zum Krokodil – Die Schlagerwelt der Zwanzigerjahre. Museumsberg Flensburg, Di – So 10 – 17 Uhr, ab April donnerstags bis 20 Uhr, Eintritt 6 Euro. Foto: Museum Flensburg

Ausstellung Horst 6_Corset_by_Detolle_for_Mainbocher_1939_Copyright_Conde_Nast_Horst_EstateEr hieß eigentlich Horst Paul Albert Bohrmann, wurde 1906 in Weissenfels in Sachsen-Anhalt geboren und starb 1999 in Palm Beach Gardens, Florida. Er studierte in Frankfurt und Hamburg Sinologie und Architektur, arbeitete in Paris für den Architekten Le Corbusier, begann 1932 zu fotografieren, ging 1939 nach New York und nannte sich, als er 1943 Amerikaner wurde: Horst P. Horst. Und unter diesem Namen kam er zu Ruhm – als König der Modefotografie, dem in seinen Bildern meisterliche Arrangements von Licht und Schatten gelangen. In Düsseldorf werden jetzt neben seinen wichtigsten Modeaufnahmen und Porträts auch selten gesehene Naturbilder und Wohnreportagen gezeigt.

NRW Forum, Düsseldorf, 12.02 bis 22.05.2016: Horst – Photographer of Style. NRW Forum, Düsseldorf, Di – So 11 -20 Uhr, Freitag bis 22 Uhr, Eintritt 6 EuroFoto: Corset by Detolle for Mainbocher, 1939 © Condé Nast / Horst Estate

Ausstellung Pop IP IMAGE 4 - Standard StationBekannt ist natürlich vor allem die Pop Art aus den USA und Großbritannien, aber in Philadelphia will man jetzt global ausstellen und zeigt etwa 320 Werke aus Brasilien, Argentinien, Italien, Frankreich, Japan und auch aus Deutschland – zum großen Teil aus privaten Sammlungen. Und so kann man nun noch einmal neben Gemälden auch Skulpturen, Installationen, Drucke und Filme von Claes Oldenburg und Andy Warhol, Peter Blake und Sigmar Polke, Gerhard Richter und Yves Klein, Niki de Saint Phalle und anderen bewundern.

Philadelphia Museum of Art, USA, 02.02 bis 15.05.2016: International Pop. Philadelphia Museum of Art, Di – So 10 -17 Uhr, Mi + Fr bis 20 Uhr 45, Eintritt 20 Dollar. Foto: Standard Station, Amarillo, Texas, 1963, Edward Ruscha, American, born 1937, Oil on canvas, 64 15/16 Å~ 121 13/16 inches (164.9 Å~ 309.4 cm)
Hood Museum of Art, Dartmouth College, Hanover, New Hampshire. Gift of James Meeker, Class of 1958, in memory of Lee English, Class of 1958, scholar, poet, athlete and friend to all © Edward Ruscha, courtesy Gagosian Gallery

biographie-200buchSie haben viel erlebt. Haben viel zu erzählen. Wir hören zu und schreiben es auf.

Wir, das sind zwei sehr erfahrene und erfolgreiche Magazin-Journalisten (ehem. STERN und LIVING AT HOME). Ob Biographie, Familiengeschichte oder Firmenchronik – wir schreiben Ihr Buch. Spannend, interessant und faktenreich. Lassen Sie uns darüber reden.

Rufen Sie uns (Christiane Osterhof und Peter Meyer) gern an unter 040 – 46 07 27 65 oder schicken Sie uns eine E-Mail an christiane@oster-meyer.de Oder schauen Sie zuerst auf unsere Website „Biographien nach Maß“. Ganz, wie Sie möchten. Fotos: Horst Conrad

Und wenn Sie unseren informativen Flyer bestellen möchten – wir schicken ihn gern per Post zu Ihnen nach Hause. Sagen Sie einfach kurz Bescheid christiane@oster-meyer.de

 

Wenn das Wetter mitspielt, hat Meran eigentlich alles, was man so braucht. Ringsum ziemlich beeindruckende Berge, Wasser, das mitten durch den Ort rauscht und an dem es sich vortrefflich spazieren lässt, eine beschauliche Altstadt mit vielen hübschen Lädchen unter ehrwürdigen Arkaden und jede Menge gemütliche Kneipen, wo Tiroler Speck und Spinatknödel noch die meisten glücklich gemacht haben.
Fährt man mit dem Zug nach Meran, dann nähert man sich der Stadt in einem großen Bogen rund um den berühmten Pferderennplatz, der eine 5 km lange Bahn hat und auf dem 1935 das erste Rennen stattfand. Jeden Ostermontag und jeden letzten Sonntag im September gibt es hier ganz große internationale Veranstaltungen.
 
Der Zug – hochmodern, super pünktlich und gut ausgelastet – zuckelt mittlerweile in den hübschen kleinen Hauptbahnhof ein. Am besten ist man übrigens mit der Mobilcard unterwegs, da kann man für 15 Euro am Tag durch ganz Südtirol – vom Brenner bis nach Kaltern, von Reschen bis nach Innichen – fahren.
 
 

Zitat Klaussner portrait„Ich kann es einfach nicht fassen, dass es keine zwei Menschen gibt, die gleich sind. Das ist ein Fundus des größten Glücks und der größten Möglichkeiten für mich als Schauspieler.“

Burghart Klaußner, Sänger und Schauspieler, war zuletzt im Kinofilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“ zu sehen. Er spielt den Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der dem israelischen Geheimdienst half, Adolf Eichmann zu fassen. Das Zitat stammt aus einem Gespräch mit dem evangelischen Magazin Chrismon Nr. 10/2015. Foto: burkartklaussner.de

peter-butschkow-cartoon-neujahr-copyrightPeter Butschow, der Berliner Zeichner, lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft. Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Hotel gefühlte-400qm-Halle-WiltchersPlötzlich Prinzessin! Kaum hat man das Hotel Steigenberger Wiltcher’s in Brüssel, einen beeindruckenden Art-Deco-Bau, betreten, fühlt man sich augenblicklich als Königliche Hoheit. Schon die Halle ist extrem stilvoll, Marmorfußboden, üppige Vorhänge, warme Farbtöne, viele bequeme Sitzgruppen. Die 225 Zimmer und 42 Suiten sind mit schicken Sesseln, kleinen Schreibtischen und gutem Leselicht am geräumigen Bett ausgestattet, die Marmorbäder außerordentlich elegant. Nur den Wasserdruck hätte man sich etwas stärker gewünscht. Das Frühstück auf der Terrasse ist ein Erlebnis. Überhaupt, wäre nicht Brüssel vor der Tür zu besichtigen, könnte man das 5-Sterne-Haus durchaus mehrere Tage rund um die Uhr genießen.

Hotel Steigenberger Wiltcher’s, Brüssel. DZ ab 150 Euro, fragen Sie nach Sonderangeboten. Foto: Michaela Schneider-Mestrom

Mondrian. Schon immer wieder spannend nach zu verfolgen, wie ein Künstler nach konventionellen Anfängen seinen eigenen (manchmal revolutionären) Stil findet. Einen besonders spektakulären Weg hat der Holländer Piet Mondrian genommen. Der 1872 geborene Lehrersohn begann seine Malerlaufbahn mit ziemlich braven Landschaftsbildern, doch nachdem er 1911 in Paris den Kubismus entdeckte, änderte er seine Malweise so radikal, dass er zu einem der großen Pioniere der klassischen Moderne wurde. Weil er fand, dass der rechte Winkel die „einzige konstante Verwandtschaft zur reinen Realität“ darstelle, komponierte er bis zu seinem Tod 1944 in New York immer neue rhythmische Raster, in denen monochrome farbige Flächen von streng waage- und senkrecht angeordneten Linien eingefasst sind – ein Verfahren, dass der bekennende Theosoph auch in zahlreichen Schriften erläuterte. In dem jetzt von dem niederländischen Mondrian-Experten Cees W. de Jong herausgegebenen Band werden der Künstler und sein Werk eingehend und reich illustriert vorgestellt.

Cees W. de Jong: Piet Mondrian. 392 S., 240 Abb. Prestel Verlag. 69 Euro Foto: Prestel

Bücher Worpswede 2015-12-23 um 12.20.28Worpswede. Es ist das soundsovielte Buch über Worpswede und seine Künstlerkolonie. Aber Frauke Berchtig hat nicht nur Biografien der Lokal-Heroen Fritz Mackensen, Paula Modersohn-Becker, Otto Modersohn, Hans am Ende, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler an einander gereiht, sie ordnet die Entstehung und Entwicklung der Gruppe auch ins Zeitgeschehen ein und stellt ihre Kunst derer anderer Maler gegenüber. Ein ganzes Kapitel widmet sie den unterschiedlichen Lieben innerhalb der Gruppe und gibt zum Schluss einen Überblick, was man heute in Worpswede entdecken kann. Neben vielen Abbildungen von Kunstwerken und Fotos lässt die Autorin auch die Künstler selbst zu Wort kommen. Zum Beispiel Otto Modersohn über seine Frau: „… und an der Seite Paula mit ihren meisterlichen Stillleben und Skizzen, das Kühnste und Beste an Farben, was hier in Worpswede je gemalt … Die Anderen zählen nicht …“

Frauke Berchtig: Künstlerkolonie Worpswede. 128 S., 130 Abb. Edition Braus. 14.95 Euro Foto: Edition Braus