Diese Stadt ist natürlich immer eine Reise wert, schließlich hat sie den Stephansdom und die Hofreitschule zu bieten, Schloss Schönbrunn und Schloss Belvedere. Aber in diesem Jahr wird auch noch die Ringstraße 150 Jahre alt, und das feiert man gleich mit mehreren Ausstellungen. Im Jüdischen Museum gibt es noch bis 18. Oktober „Ringstraße. Ein jüdischer Boulevard“ und im wunderschönen Prunksaal der Nationalbibliothek „Wien wird Weltstadt. Die Ringstraße und ihre Zeit“ bis zum 1. November zu sehen.

Der Bau des Prachtboulevards  begann 1857, als Kaiser Franz Josef I. beschloss, die mittelalterlichen Festungsanlagen rund um die Innenstadt und das davor entstandene Glacis mit Alleebäumen, Fußwegen und Laternen abzureißen, denn die Stadt wuchs und brauchte mehr Platz. „Es ist Mein Wille…“ begann das Dekret seiner Majestät, mit dem er das gewaltige Projekt für die nächsten 50 Jahre in Gang setzte. Zur Finanzierung der offiziellen Bauten wie dem Parlament und dem Burgtheater wurden Grundstücke an Privatleute verkauft, und so entstanden jede Menge Prachtbauten an der Ringstraße.
Stadtsp.Urania_NachtAm

Zitat 2015-06-18 um 16.14.30Unattended children will be given an espresso and a free puppy.“

Unbeaufsichtigten Kindern spendieren wir einen Espresso und einen kostenlosen jungen Hund.
Warnhinweis an einem Café in New York.
Foto: CO

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Der Berliner Zeichner lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Hotel Sofitel-14Strahlendweiß ist das Zimmer. Wände, Möbel, Badausstattung, Bettwäsche und auch der Fußboden, alles ist wunderbar weiß. Man kann aber auch ein Zimmer ganz in lichtem Grau oder elegantem Schwarz haben. Das Hotel Sofitel am Wiener Schwedenplatz ist ziemlich schick. Der berühmte französische Architekt Jean Nouvel hat 18 Stockwerke mit 182 Zimmern, mit Konferenzräumen, einem Wellness-Bereich und riesigem Foyer gefüllt. Und oben drauf hat er ein Restaurant gesetzt mit zehn Meter hohen Fenstern und gigantischem Blick auf Stephansdom, Hofburg und Rathaus. Dort, im Le Loft, bereitet der drei-Sterne-Koch Antoine Westermann französische und österreichische Spezialitäten zu. Eine richtige Luxusherberge also!

Sofitel, Wien DZ ab 212 Euro Foto: Sofitel

Bücher AlicePhantasievoll: Hätte der britische Mathematiker Charles Lutwidge Dodgson (1832 bis 1898) im Jahre 1862 nicht eine Bootsfahrt auf der Themse unternommen, bei der er drei kleine Mädchen mit Geschichten zu unterhalten versuchte, dann wäre er nicht als Lewis Carroll, Autor von „Alice im Wunderland“, weltberühmt geworden. Seinen Zuhörerinnen gefiel die Geschichte von der kleinen Alice, die einem weißen, sprechenden Kaninchen hinterher läuft, in ein tiefes Loch fällt und in einer Phantasiewelt herauskommt, nämlich so gut, dass Dodgson alias Carroll sie aufschrieb und auch selbst illustrierte. Sie erschien erstmals am 4. Juli 1865. Genau hundertfünfzig Jahre später hat der Gerstenberg-Verlag jetzt „Alice im Wunderland“ und die Fortsetzung „Alice hinter den Spiegeln“ als Wendebuch in der Übersetzung von Christian Enzensberger wieder herausgebracht. Neu sind die zauberhaften Zeichnungen der holländischen Illustratorin Floor Rieder, die der Heldin einen Hut, eine runde Nickelbrille und ein Kleid mit Käfermuster verpasste. Ein ganz großes Vergnügen!

Lewis Carroll, Übersetzer Christian Enzensberger, Illustrationen von Floor Rieder: Alice im Wunderland & Alice hinter den Spiegeln. 384 Seiten, farbig illustriert, Gerstenberg, 25 Euro. Foto: Gerstenberg

biographie-200buchSie haben viel erlebt. Haben viel zu erzählen. Wir hören zu und schreiben es auf.

Wir, das sind zwei sehr erfahrene und erfolgreiche Magazin-Journalisten (ehem. STERN und LIVING AT HOME). Ob Biographie, Familiengeschichte oder Firmenchronik – wir schreiben Ihr Buch. Spannend, interessant und faktenreich. Lassen Sie uns darüber reden.

Rufen Sie uns (Christiane Osterhof und Peter Meyer) gern an unter 040-46072765 oder schicken Sie uns eine E-Mail an christiane@oster-meyer.de Oder schauen Sie zuerst mal auf unsere Website „Biographien nach Maß“. Ganz, wie Sie möchten. Fotos: Horst Conrad, MSM

Und wenn Sie unseren informativen Flyer bestellen möchten – wir schicken ihn gern per Post zu Ihnen nach Hause. Sagen Sie einfach kurz Bescheid christiane@oster-meyer.de

 

Detailliert: „Schauen Sie hin, schauen Sie immer wieder hin“, rät der renommierte amerikanische Kunstsammler Mickey Cartin in seinem Geleitwort zu dem fulminanten Prachtband „Meisterhaft“ seines Freundes Till-Holger Borchert, Chefkurator am Groeningemuseum in Brügge.  Meisterhaft nennt Borchert die Werke der altniederländischen Malerei vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, die er auf knapp 500 Seiten in großzügigen Abbildungen mal total, mal im Detail darstellt und kenntnisreich erläutert. Zu sehen sind etwa Hieronymus Bosch mit seinem „Garten der Lüste“ und Pieter Bruegel, d.Ä. mit dem „Turmbau zu Babel“, Peter Paul Rubens mit dem „Liebesgarten“ und Jacob Jordaens mit seinem „Fest des Bohnenkönigs“. Auch wer bisher nicht viel mit den alten Niederländern anfangen konnte, wird in diesem beeindruckenden Buch „sehen lernen“ und dann hoffentlich zu ihnen reisen, nach Amsterdam, Brüssel, Wien oder Madrid, denn Prachtband hin oder her: man muss, so Cartin, immer wieder vor den Originalen stehen.
Till-Holger Borchert: Meisterhaft. Altniederländische Malerei aus nächster Nähe. 496 Seiten, 350 farbige Abbildungen, Prestel, 79 Euro Foto: Prestel

 
 

ntk Strasser 2015-06-13 um 17.22.11Erfurt: Full House“ heißt die Ausstellung auf Schloss Molsdorf (noch bis 20. September), in der dreizehn internationale Künstler „ihre Kommentare zum höfischen Leben unter Graf Gustav Adolf Gotter“ (1692 bis 1762) vorstellen, der erst Staatsrat in Berlin, später Minister in Wien und Besitzer des Schlosses Molsdorf war. Mit dabei: Die Porzellandesignerin Laura Strasser mit ihrer Installation „Porzellan Schwarm“. Am 9. August sprechen sie und die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Silke Opitz, über das Thema: „Tafeln wie beim alten Gotter? Was von der Tischkultur übrig blieb“.

Köln: Das Museum Ludwig hat 48 Fotografien von Andy Warhol von der Andy Warhol Foundation geschenkt bekommen. 35 Polaroids, 5 Silbergelatine-Abzüge und 8 weitere Fotoarbeiten aus der Zeit um 1970 – meist Porträts von Freunden und Selbstporträts – werden nun in die umfangreiche Sammlung des Museums Ludwig zur amerikanischen Popart integriert.
 
Produkte Designers Guild 2015-06-09 um 14.36.43Designers Guild: Patricia Guild hat in der neuen Kollektion „The Edit“ wieder einmal ins Volle gegriffen. Die Tapeten und Stoffe haben üppige, wilde Muster in kraftvollen Farben. Da braucht man schon britischen Mut, um ein ganzes Zimmer so zu dekorieren!
 

Vitamin Design: Der Tisch „Vivus“ mit dem intelligenten Auszugssystem „Butterfly“ hat jetzt nicht nur den „Interior Innovation Award 2015“ erhalten, er wurde auch bereits für den „German Design Award 2016“ nominiert. Vivus gibt es in Eiche, Esche, Buche, Ahorn, Nuss- und Kirschbaum und kann bis auf 340 cm Länge ausgezogen werden. Platz für richtig viele Gäste also!

 
Produkte LintelooLinteloo: „Take it easy“ heißt die aktuelle Kollektion der italienischen Designerin Paola Navone für den holländischen Hersteller Linteloo, die auf der Mailänder Möbelmesse unter dem Begriff „Delcatessen – Furniture, Food and Fun“ vorgestellt wurde. Sofa, Sessel und Recamiere sind denn auch schnörkellos einladend.
 
 
Ausstellung 1Mehr als 400 Arbeiten aus den letzten dreißig Jahren präsentiert das Centre Pompidou und gibt so einen detaillierten Überblick über die Entwicklungen der verschiedenen Kunstgattungen. Gezeigt werden Gemälde und Skulpturen, Installationen und Videos, Filme und Zeichnungen, Fotografien, Designobjekte und Architektur-Modelle von etwa 180 Künstlern und 50 Architekten und Designern aus 55 Ländern. Die politischen Veränderungen der späten Achtziger hatten natürlich auch Auswirkungen auf die Kunst, so gab es beispielsweise plötzlich Biennalen nicht nur in Europa, sogar in Korea und den Arabischen Emiraten fanden sie fortan regelmäßig statt. Auch von dort kamen Arbeiten jetzt nach Paris. Zu sehen sind unter anderem Bilder von Jean-Michel Basquiat, Fotos von Wolfgang Tillmans und Zhang Huan und Architektur von Jean Nouvel. Eine ziemlich eindrucksvolle Schau.
Eine Zeitgeschichte Kunst, Architektur und Design von den 1980er Jahren bis heute Centre Pompidou, täglich 11 bis 21 Uhr, Eintritt 14 Euro Foto: Centre Pompidou
Ausstellung 3 Klimt150 Jahre wird die Ringstraße in diesem Jahr alt. Sie gilt als der Inbegriff der Gründerzeit in Wien, denn Kaiser Franz Josef hatte die mittelalterlichen Stadtmauern ab 1858 abreißen und dort einen Prachtboulevard errichten lassen. Mehr als 50 Jahre lang wurde gebaut, bis die Neue Burg, das Kunsthistorische Museum, das Naturhistorische Museum, die Staatsoper und das Burgtheater errichtet waren. Aber auch viele Privatleute folgten der kaiserlichen Aufforderung, Grundstücke zu kaufen und Paläste zu bauen. Die manchmal bis zu 700 qm großen Wohnungen auf der Bel Etage wurden natürlich angemessen eingerichtet und üppig dekoriert. Das Untere Belvedere zeigt jetzt die Kunst der Ringstraßenzeit, ihre Sammler und deren Kollektionen. Anhand von Fotos der Interieurs und Gemälden aus der Zeit, sowie Ausstattungsbildern des Burgtheaters und des Kunsthistorischen Museums und Entwürfen für prunkvolle Räume in den verschiedenen privaten Palais wird ein faszinierender Blick auf diese glanzvolle Epoche Wiens geworfen. Und damit der Titel der Ausstellung nicht ganz zur Mogelpackung wird: einige Werke vom jungen Gustav Klimt werden tatsächlich auch gezeigt.
Klimt und die Ringstraße Unteres Belvedere, täglich 10 bis 18 Uhr, mittwochs 10 bis 21 Uhr Eintritt 11 Euro.
Ausstellung 2 CapaRobert Capa. Kriegsfotografien 1943-1945 Er war einer der bedeutendsten Kriegsfotografen und prägte eine neue Sichtweise des Fotojournalismus: Robert Capa (1913 bis 1954), in Budapest geboren als Endre Friedmann, ging mit 18 nach Berlin, um dort sein Metier zu lernen. 1933 verließ er Deutschland, landete schließlich in Paris und änderte seinen Namen in Robert Capa. In fünf Kriegen fotografierte er und gründete 1947 zusammen mit Henri Cartier-Bresson und anderen die Foto-Agentur Magnum; 1954 zerriss ihn in Vietnam eine Mine. Anlässlich des Kriegsendes vor 70 Jahren gibt es in Dresden nun 110 Fotografien Capas aus den Jahren 1943 bis 1945 zu sehen, als er mit den Truppen der Alliierten durch Europa zog. Ein nach wie vor beeindruckendes Dokument der Zeitgeschichte.
Kupferstich-Kabinett, Mi-Mo 10 bis 18 Uhr, Eintritt 12 Euro. Foto: Redner. Palermo, Sizilien, Juli 1943, Silbergelatinepapier © Robert Capa/International Center of Photography, Magnum Photos
Stadtsp. 01 Whitney Museum NYC 2014 - JobstWer jetzt das Glück hat, nach New York reisen zu können, der muss unbedingt das neue Whitney besuchen. Seit 1. Mai ist der fabrikähnliche Bau vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano für die Öffentlichkeit geöffnet, und jeden Morgen stehen lange Schlangen vor dem „Whitney Museum of American Art“ und warten auf Einlass. Denn das, was von außen wie aufeinander gestapelte Kästen mit Feuerleitern und Kränen aussieht, verbirgt grandiose Ausstellungsräume voller Atmosphäre mit großen Terrassen davor, die spektakuläre Ausblicke auf Manhattan erlauben. Tout New York ist sich einig: Der Umzug aus dem einst von Marcel Breuer gebauten, einschüchternden Kollossalbau an der Madison Avenue an das Ende der Highline, der begrünten Hochbahntrasse, macht das Whitney zum angesagten Hotspot. Bis Ende September wird auf den rund 4600 Quadratmetern des 422 Millionen Dollar teuren Neubaus die höchst sehenswerte Ausstellung „America is hard to see“ mit etwa 400 Werken aus den eigenen Depots gezeigt. Absolut sehenswert!

Entweder erholt man sich anschließend auf der Highline und genießt das üppige Grün dieses Parks auf Stelzen oder man schaut sich im angesagten Gansevoort

Zitat 2015-05-23 um 14.31.43Lange Meetings, wo es nur darum geht, sich selbst zu präsentieren, empfinden Frauen als Zeitvergeudung.“

Die Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens Hannelore Kraft in einem Gespräch mit der Zeitschrift Brigitte über Macht, Männer, Karneval und die Mutter, die ihre Wäsche bügelt.
Foto: Hannelore Kraft

cartoon-copyright-butschkowDer Berliner Zeichner lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft.

Cartoon-Abdruck kostenpflichtig www.butschkow.de

Hotel 2015-05-23 um 14.15.49Fein ist die Gegend nicht unbedingt, aber dafür liegt das Helvetia Hotel nur zwei Minuten vom Hauptbahnhof entfernt, und der Karlsplatz, genannt Stachus, ist auch nicht weit. Hat man die winzige Eingangshalle erst einmal hinter sich und ein Stockwerk erreicht, geht man über lange, freundliche Flure und steht dann völlig überrascht in einem der 43 hellen, schmucken Zimmer mit Bergpanorama überm Bett und Kaffeekocher daneben. Das Frühstücksbüfett in dem hübschen Raum über der Rezeption ist reichhaltig, von mehreren Sorten Müsli über Quark und Orangensaft, Rührei, Schinken und köstliche Marmeladen wird alles stets frisch aufgefüllt. Wer in einer Messe- oder Oktoberfest-freien Zeit anreist, zahlt 105 Euro für das Doppelzimmer. Aber es kann – so der Aushang – auch mal 349 Euro kosten. Helvetia Hotel, München Foto: CO

Buch 2015-05-23 um 14.13.00Grüner schreiben: Die Idee zum Kinderbuch „Peter Pan“ kam dem Schotten James Mathew Barrie (1860-1937)  in einem verwunschenen Garten. Agatha Christie (1890-1976) ließ ihren belgischen Detektiv Hercule Poirot durch ihren eigenen Garten „Greenway“ spazieren und Roald Dahl (1916-1990) seinen freundlichen Riesen aus dem Kinderbuch „Danny oder die Fasanenjagd“ im Obsthain seines „Gipsy House“ leben. Gärtnern machte Beatrix Potter (1866-1943) und George Bernard Shaw (1856-1950) ebenso glücklich wie Henry James (1843-1916) und sogar die depressive Virginia Woolf (1882-1941) und regte ihre Kreativität an, wie die britische Gartenarchitektin und Journalistin Jackie Benett behauptet. Sie hat 25 Dichter-Gärten zusammengetragen, und der Fotograf Richard Hanson hat sie höchst einfühlsam dokumentiert. Die lesenswerten Texte schildern, welche Rolle ihre Grünanlagen für Schriftsteller spielten, wenn man auch gelegentlich mehr erfahren möchte: Wussten Sie zum Beispiel, dass der britische Premierminister und Literatur-Nobelpreisträger Winston Churchill (1874-1965) eigenhändig die Steinwand seines Küchengartens neu aufgemauert, einen Obstgarten geplant und seinen Kindern ein Baumhaus gezimmert hat?

Jackie Bennett/Richard Hanson: Die Gärten der Dichter – 25 grüne Oasen, die Schriftsteller inspirierten. Gerstenberg. 29,95 Euro Foto: Gerstenberg
„Designjunction“, die kleine, feine Messe, die immer parallel zum Londoner Design-Festival im September, zur Messe in Mailand im April und zu den „Design Tagen“ in New York im Mai stattfindet, und die ursprünglich mal in London erfunden wurde, ist immer einen Besuch wert – auch, wenn man sich manchmal fragt, was bitte schön, ist das denn?
Produkte 1 Undo 2015-05-17 um 00.58.13In New York zum Beispiel präsentierte das Istanbuler Designbüro Undo eine winzige Metallröhre, mit der Schuhbänder (!) eingefädelt, während gleichzeitig die alten Bänder herausgezogen werden! Witzig! Aber braucht das die Welt?
Produkte 2 2014 2015-05-17 um 00.35.18Twenty-Fourteen hat da mehr zu bieten. Die beiden Firmengründer Kelvin Chin und Thierry Georges zerschneiden Bambus, die am schnellsten wachsende Pflanze überhaupt, in schmale Streifen und leimen daraus Platten zusammen. Die ersten Produkte von verschiedenen Designern – Tische, Regale, Kommoden und ein schickes Sideboard mit Spiegel – sind vielversprechend.
Produkte 3 Chalk 2015-05-18 um 03.01.48Chalk Die Firma ist noch ganz jung, aber die beiden Designer aus London haben schon jede Menge Erfahrung. Kerry
Ausstellung 1 Robert_Longo_Ohne_Titel__Drachenkopf___2005Wer jemals lange und ausgiebig aufs Meer geschaut hat, konnte sehen, wie viele Farben Wasser hat. Mal ist es silbertürkis oder dunkelblau, mal hellgrau oder braunweiß. Es kann sanft und erfrischend sein, aber auch wütend und stürmisch. Wasser ist lebensnotwendig für Mensch, Tier und Pflanze – und wird ein immer wichtigeres Thema, seit globale Erwärmung, Umweltverschmutzung und Bevölkerungswachstum sauberes Wasser zu einem raren Gut machen.
Das Bucerius Kunst Forum widmet dem kostbaren Nass jetzt eine ganze Ausstellung. 30 Gemälde und 130 Fotografien von Gustave Courbet und Caspar David Friedrich, von Andreas Gursky und Yves Klein, von Claude Monet, William Turner und Olafur Eliasson zeigen die unterschiedlichsten Arten, das Thema Wasser künstlerisch zu erfassen. Ob Tropfen, Schneeflocke oder Eis, ob Regen, Bäche oder Wasserfälle, ob Wellen, Strudel oder Spiegelungen – mit so gut wie jeder Erscheinungsform von Wasser haben sich Künstler in den letzten zweihundert Jahren auseinander gesetzt. Ein durch und durch spannendes Thema.
Bucerius Kunst Forum, täglich 11 bis 19 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr, Eintritt 8 Euro. Foto: Robert Longo (geb. 1953): Ohne Titel (Drachenkopf), 2005, aus der Serie „Monster“, DZ BANK Kunstsammlung, © VG Bild-Kunst, Bonn
Ausstellung 2 Köln 2015-05-23 um 14.09.36Dass Wasser schon immer und überall ein großes Thema war, lässt sich auch bei den alten Römern dokumentieren. Was ihre Ingenieure damals schon konnten, wie sie etwa kilometerlange Wasserleitungen für Frischwasser konstruierten, die über Gefälle führten, das zeigt jetzt das Römisch-Germanische Museum in Köln. Als nahes Beispiel dient die Eifelwasserleitung, die aus der Eifel nach Köln führte und deren Brücken, Sammel- und Absetzbecken mittlerweile am Rande eines Wanderweges zu besichtigen sind. Noch heute staunt man über die absolute Messgenauigkeit, die schon damals erreicht wurde. Ein weiteres Phänomen waren die Ablagerungen in den Leitungen, denn das Wasser war extrem kalkhaltig. Sie wurden im Mittelalter von Steinmetzen regelrecht abgebaut und als „Aquäduktmarmor“ in Kirchen und Schlössern als Schmuckelemente genutzt. Alles jetzt zu sehen in der Ausstellung, die neben der Technik der römischen Aquädukte auch Modelle, Zeichnungen und Fotos der Eifelwasserleitung präsentiert.
Römisch-Germanisches Museum, Di-So 10 bis 1 Uhr, erster Donnerstag im Monat bis 22 Uhr, Eintritt 9 Euro. Foto: wikimedia.org