Stadtsp 2 der-hauptmann-von-koepenickStadtsp 1 alt_koep_luft_vollbildDa steht er. Direkt am Eingang zum Rathaus lehnt er an der Treppe. Der Hauptmann von Köpenick ist zwar eher klein, aber er wirkt stolz und selbstbewusst und ist nicht zu übersehen. Der „geniale Kerl“, wie ihn Kaiser Wilhelm II. angeblich genannt hat, ist jetzt aus Bronze, aber er bringt noch immer jeden zum Lächeln und der Stadt eine Menge Touristen.
Friedrich Wilhelm Voigt (1849 bis 1922) war eigentlich Schumacher und schon mehrfach im Gefängnis gewesen, als er am 16. Oktober 1906 in der Uniform eines Hauptmannes des preußischen Garde-Regiments, die er bei einem Trödler erstanden hatte, mit einem Trupp Soldaten ins Rathaus eindrang, den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse raubte. Ganz Preußen lachte, Voigt bekam vier Jahre Gefängnis, wurde aber vom Kaiser nach zwei Jahren begnadigt. Mittwochs und samstags um 11 Uhr marschiert er übrigens immer noch mit seinen Mannen zum Ratskeller!
IFStadtsp 3a wikipedia-Köpenick_-_Rathaus_3Der (und der übrige Tatort) entstand 1901 bis 1904 im Stil der Backsteingotik, dekoriert mit schönen Jugendstilelementen
 Ausstellung 21. Balloon Dog (Magenta), 1994-2000 ∏ Jeff KoonsEr gilt als der letzte der großen „Pop Art“-Künstler und ist höchst umstritten: Jeff Koons, geboren 1955, ist spätestens seit seiner Ehe (1991-98) mit der italienischen Porno-Queen Cicciolina, bürgerlich Illona Staller, und der damals entstandenen Bilder-Serie „Made in Heaven“ das enfant terrible, der Igittigitt-Künstler der Gegenwart. Trotzdem (oder gerade deshalb?) werden für seine quietschbunten Bilder und überdimensionalen Skulpturen – Hunde, Hasen, Herzen oder Popeye – astronomische Summen gezahlt.
Das Centre Pompidou zeigt jetzt in Zusammenarbeit mit dem Whitney Museum in New York und dem Guggenheim Museum in Bilbao eine Retrospektive mit rund einhundert Exponaten.
Buster Keaton.tifMit dabei sind der „Hoover“-Staubsauger von 1980 und das „Lifeboat“ aus Bronze (1985), „Buster Keaton“ (1988) und das „Hanging Heart“ (1994), genau wie der „Glass Dildo“ von 1990, der „Lobster“(2003) und der „Gazing Ball“ von 2013. Man muss Koons’ Kunst wirklich mal im Original gesehen haben, um den Hype um ihn wenigstens ansatzweise zu verstehen. Sie ist schon eindrucksvoll. Übrigens: Sponsor H&M bringt extra zur Ausstellung eine „Ballon Dog“ Tasche heraus, die es nur im Store an den Champs Elysées und auf
Produkte 1 Artek-Lights-Golden-Bell-golden-bells-1000Produkte 2  Artemide choose_gallery2129277-960x540Artek: Zeitlos schön ist sie, die Hängeleuchte „Golden Bell“, die das finnische Architekten- und Designer-Paar Aino und Alvar Aalto schon 1937 für das Restaurant Savoy in Helsinki entworfen hat. Heute gibt es die „Glocke“ auch in verchromtem Stahl und in Schwarz oder Weiß.

Artemide: Deutlich jünger ist die Leuchten-Serie „Choose“ des italienischen Designers Matteo Thun. Die Steh-, Hänge-, Wand- und Tischleuchte mit einem Schirm aus rotem Polycarbonat oder Pergamentpapier stammt von 2005, ist aber schon ein Klassiker.

Produkte 3a MaurerI_Ricchi_Poveri_Silver_Bzzzz_Detail_4C Produkte 3b MaurerI_Ricchi_Poveri_Toto_black_web1400Bildschirmfoto 2014-11-25 um 17.25.51Ingo Maurer: Auch der „Lichtpoet“ aus München hat einen alten Entwurf neu aufgelegt. Seine Leuchte „WillyDilly“ von 1983 mit dem gedrehten Schirm aus weißem Karton, ist jetzt innen in Pink oder Orange zu haben. Sieht schick aus! Auch seinen schlichten Entwurf einer Glühlampe auf stabilem Draht, genannt „I Ricchi Poveri“ gibt es jetzt neu: mit Micky- Maus-Ohren, genannt  “Toto”oder mit aufgesteckter Libelle,

Keine Lust mehr, sich im Museum in die lange Schlange vor der Kasse zu stellen? Oder gar quer durch die Republik zu reisen, um eine hochgelobte und spannende Ausstellung zu besuchen? Und sich statt dessen lieber daheim auf dem Sofa an Kunst (Fotografie, Design oder auch Mode) delektieren? Da weiß KuNo Rat. Aus dem Füllhorn der herbstlichen Neuerscheinungen haben wir jetzt, da andere Buchvorstellungen zunehmend scheuen, beherzt und mit sicherem Blick eine gute Handvoll Titel ausgewählt, die – nun ja – den Museumsbesuch nicht ganz ersetzen, aber zumindest den Spaß an der Kunst wachhalten. Und da Weihnachten vor der Tür steht: Verschenken lassen sich diese Bände auch ganz vortrefflich.

Bildschirmfoto 2014-11-25 um 17.18.54Gesichter. Zur Kamera greifen sie schon seit einiger Zeit kaum noch, jedenfalls nicht aus beruflichen Gründen – aber das müssen sie auch nicht: Barbara Klemm, geboren 1939, und Stefan Moses, geboren 1928, zählen längst zu den großen Fotografen der Nachkriegszeit. Über Jahrzehnte prägten ihre Bildreportagen den optischen Auftritt von Magazinen und Zeitungen wie dem Stern und der Frankfurter Allgemeinen; vor allem ihre einfühlsamen Porträts, in denen sie Prominenz ebenso genau und unsentimental darstellten wie unbekannte Mitmenschen, verschafften ihren rasch Ansehen und

Hotel AchatEs ist nicht gerade in der Innenstadt gelegen, das Hotel Achat, um genau zu sein sind es – laut Hotel-Homepage – 8 km in die City, 9 km zum Hauptbahnhof und 46 km zum Flughafen von München. Aber da es nur 200 Meter zur nächsten U-Bahn Station sind, ist man doch relativ schnell in der Stadt. Und das Hotel ist schön ruhig mit Blick ins Grüne, die Zimmer sind gemütlich, die Bäder intelligent eingerichtet, das Personal sehr, sehr freundlich und im Restaurant serviert man doch tatsächlich Steckrübeneintopf und Bachforelle, Quitten-Ingwer-Risotto und Blaubeerquiche mit Zimtparfait.  Und Ihren vierbeinigen Liebling dürfen Sie auch mitbringen!

DZ ab 105 Euro, Foto: Achat Hotels

butschkowBildschirmfoto 2014-11-25 um 17.09.31Der Berliner Zeichner lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat schon weit mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft. Cartoon-Abdruck kostenpflichtig 040-870956-57. Übrigens: 24 Postkarten mit Butschkows Karrikaturen gibt es jetzt auch als Adventsaufsteller für nur 9,99 Euro! Zu Bestellen über www.butschkow.de

Zitat Ingo Maurer by Artcurial„Ich bin überzeugt, dass Menschen, die abends in trübe Stimmung verfallen, zu Hause ein trübes Deckenlicht haben.“

Der als „Lichtpoet“ bekannte Designer Ingo Maurer, 82, in einem Interview mit dem Zeitmagazin vom 16. Oktober 2014. Foto: c/Ingo Maurer

biographie-200buchSie haben viel erlebt. Haben viel zu erzählen. Wir hören zu und schreiben es auf.

Wir, das sind zwei sehr erfahrene und erfolgreiche Magazin-Journalisten (ehem. STERN und LIVING AT HOME). Ob Biographie, Familiengeschichte oder Firmenchronik – wir schreiben Ihr Buch. Spannend, interessant und faktenreich. Lassen Sie uns darüber reden.

Biographie-nach-Maß-SCHNEIDERS-WerbeagenturRufen Sie uns (Christiane Osterhof und Peter Meyer) gern an unter 040-46072765 oder schicken Sie uns eine E-Mail an christiane@oster-meyer.de Oder schauen Sie zuerst mal auf unsere Website “Biographien nach Maß”. Ganz, wie Sie möchten. Fotos: Horst Conrad, MSM

Und wenn Sie unseren informativen Flyer bestellen möchten – wir schicken ihn gern per Post zu Ihnen nach Hause. Sagen Sie einfach kurz Bescheid christiane@oster-meyer.de

 

Bildschirmfoto 2014-10-27 um 09.48.55Bildschirmfoto 2014-10-27 um 09.48.43„Wir wehren uns gegen die Haltung in unserer Gesellschaft, alles Alte zu zerstören, nur um etwas Neues zu bauen. Das Neue muss nicht immer besser sein.“
Das chinesische Designer-Duo Lyndon Neri und Rosanna Hu, das auf der Kölner Möbelmesse im Januar seinen Entwurf zum „Haus 2015“ vorstellen wird, zitiert im Einrichter-Magazin „arcade“, Oktober 2014. Foto: neri&hu

Cartoon-ButschkowHonorarpflichtiges Copyright: Peter Butschkow. Der Berliner Zeichner und Cartoonist lebt und arbeitet in Nordfriesland und hat bereits mehr als 2 Millionen Bücher, Kalender und unzählige Postkarten verkauft. www.butschkow.de.

IFDas Pferd ist natürlich lange tot. Aber die Liese, einst Lieblingspferd von Friedrich Wilhelm, dem illegitimen Sohn des schwedischen Königs Frederik I., das von seinem Wagenknecht Behrens bis ans Lebensende liebevoll versorgt wurde, ist Namensgeberin des Hotels „Ole Liese“. Behrens erhielt nämlich von dem dankbaren Königssohn die Schanklizenz.
Und so residiert das Hotel seit 200 Jahren auf Gut Panker neben einer Trakehnerzucht, dem Herrenhaus mit Kapelle und mehreren attraktiven Shops in verschiedenen wunderschön restaurierten Häusern.

Das junge Pächterpaar Birthe und Oliver Domnick hat die 22 großzügigen Zimmer – mit schicken Betten von „Panker Design“ – alle hell in nordischen Pastelltönen eingerichtet. In den beiden Restaurants des Gutes tischt der junge Chefkoch Volker Fuhrwerk regionale Köstlichkeiten wie gerösteten Ostsee-Dorsch und Rehbock mit Pfefferkirsche auf. Man muss Loriot, der sich im Gästebuch verewigt hat, wirklich recht geben: „Hier möchte ich nie wieder weg …“ Hotel Ole Liese DZ ab 129 Euro. Foto: CO

Bücher matisse_cut_outs_trade_va_gb_3d_04807_1405210943_id_769366Schnipp-schnapp. Ein stabiler Tisch muss schon her, um dieses Trumm von einem Buch angemessen zu würdigen, aber das ist den Aufwand wert: Alle Scherenschnitte von Henri Matisse, einem der bedeutendsten Meister der Klassischen Moderne, sind in diesem mächtigen Band versammelt, über 130 Arbeiten. „Zeichnen mit der Schere“ nannte der 1869 geborene Künstler diese Technik; auf einer Reise nach Tahiti 1930 experimentierte er zum ersten Mal damit. Doch erst als der fast 80-Jährige so krank wurde, dass er den Pinsel nicht mehr halten konnte, konzentrierte er sich ganz auf die „Cut-Outs“, und bis zu seinem Tod 1954 schuf er Werke, die mit ihren kühnen Linien und intensiven Farben zu den Höhepunkten seiner Kunst zählen. In diesem Sommer waren sie in der Londoner Tate Modern zu sehen; wer die Ausstellung versäumt hat, bekommt hier einen ganz ordentlichen Ersatz, zumal auch ein Blick auf das restliche Werk des großen Franzosen geworfen wird.
Henri Matisse: Cut-Outs. Zeichnen mit der Schere. 334 Seiten, 49,99 Euro, Taschen. Foto: Taschen

Bücher Prestel_xlQuiiiiiietsch. Karl Drais, der deutsche Erfinder, der 1817 eine Laufmaschine – später genannt Draisine – gebaut und damit den Vorläufer des heutigen Fahrrades erfunden hatte, würde sich bestimmt freuen über den Kultstatus, den Zweiräder zur Zeit haben. Und über all die Auswirkungen wie schicke Shops und intelligente Parkplätze, wie extra Fahrwege und spezielle Brücken. Es tut sich viel rund ums Fahrrad. Der Londoner Autor Gavin Blyth, selbst leidenschaftlicher Radler, hat sich in der Welt umgeschaut und dabei eine grandiose Brücke des spanischen Architekten Santiago Calatrava in Kanada gefunden, in Lissabon entdeckte er ein geniales, graphisches System zur Auszeichnung von Fahrradwegen, und in den USA verblüffte ihn eine „Bike Fix Station“, an der man sein Rad selbst reparieren kann. In seinem Buch „Velo City“ hat er all diese zukunftsorientierten Ideen zusammen getragen. Zum Beispiel auch die: Fahrradständer aus bunten Metallbuchstaben, genannt „Goodmorning Technology“.
Gavin Blyth: Velo City, 160 Seiten, 200 farbige Abbildungen, 29,95 Euro, Prestel Foto: Prestel

Trend: Wie leben wir in 40 Jahren? fragte Ikea anlässlich seines 40. Geburtstages einige Designer, Architekten und Medienmenschen und versammelte die Antworten in einem „Trendbook 2054“. Technik wird dann noch mehr das Leben bestimmen, meinen die einen, die anderen sehen Nachhaltigkeit weiterhin als Hauptthema. Einfacher wird das Leben werden, weil die Ressourcen für unsere Luxusleben dann erschöpft sind, aber wir werden mobiler und risikobereiter sein, behaupten einige. Ein spannend gemachtes Heft zum Stöbern, Schmunzeln und auch zum Nachdenken – hier kann man es herunterladen.

Nice to know- MonsKulturhauptstadt: Von der kleinen belgischen Stadt Mons 65 km südlich von Brüssel haben sicher noch nicht viele gehört. Sie ist Kulturhauptstadt 2015 und spätestens dann eine Reise wert. Was es da zu sehen gibt? Ein Rathaus von 1458 an einem großartig restaurierten Platz; ein Haus, in dem van Gogh gelebt hat; eine Stiftskirche; ein Museum der schönen Künste mit einer großen Van Gogh-Ausstellung; Musikfeste und Installationen in alten Gassen; Theateraufführungen draußen und in einem Congress-Center, gebaut von Daniel Libeskind. Das Motto des Jahres in Mons heißt: „Where Technology meets Culture!“ Also nichts wie hin! Mehr … »

Bildschirmfoto 2014-10-24 um 14.37.49 Sabine-Engel-groß-klein„groß & klein“ heißt die neue Ausstellung der Künstlerin Sabine Engel. Das Motto bezieht sich nicht nur auf die Formate von 100x70cm bis 4×4 cm, sondern auch auf die Inhalte.

„Ich bearbeite bestimmte Fotos von meinen Reisen, ich verwische sie teilweise, verdecke einiges und hole Teile wieder heraus. Die Bilder werden dann vergrößert, wieder bearbeitet, zum Teil verkleinert und wieder vergrößert. Meist sitze ich am Tisch und benutze Farben und Schere oder einen Kopierer. So kann es sein, dass sich aus einem Weinfass eine Landschaft entwickelt oder im Prozess  etwas ganz anderes entsteht, als es ursprünglich war. Etwas Kleines kann zu etwas Großem werden und umgekehrt.“ Mehr … »

save the date Artfair 4_Galerie Jens Goethel_Hamburg_Barbara McQueen_In Silhouette1978_Piezo Print_2012_42 x 60 cm_1.750 EuroimagesAls Alternative zum abgedrehten und total überteuerten Kunstmarkt versteht sich diese Messe: Gemälde, Grafiken, Fotografien und Skulpturen gibt es für Preise zwischen 100 und 7.500 Euro. 75 Galerien aus aller Welt machen mit und bieten Arbeiten von Daniel Richter, Damien Hirst, Barbara McQueen und Günther Uecker, aber auch von vielen Unbekannten an. Seit drei Jahren gibt es „Affordable Artfair“ in Hamburg, 16500 Besucher sorgten im letzten Jahr für einen Umsatz von 2 Millionen Euro. Foto: PR

save the date Literaturfest Muc LesendAmPoolrand2_800In Bayerns Hauptstadt geht es gleich mit einem Paukenschlag beim Literaturfest los: Am 20. November kommt Günter Grass und spricht über seine „Hundejahre“, die jetzt 50 Jahre alt wurden. Am 25. kommt Martin Walser, gefolgt von Judith Hermann (27.11), Tim Parks (29.11.), Hakan Nesser (4.12.) und Nino Haratischwili (7.12.), drumherum gibt es wieder ein Mitmach-Programm und natürlich die Münchner Bücherschau im Gasteig mit Ausstellungen, Preisträgern und einer Bücherbox. Keine Frage: München liest – und wie! Foto: PR

Produkte 1 Boombox fresh_colors_doubleBerlin Boombox: Da ist er wieder, der gute alte Ghettoblaster, diesmal aber aus Pappe. Der Berliner Designer Axel Pfaender bietet einen Bausatz mit Elektronik und Pappgehäuse, den jeder zusammenstecken kann. Dann nur noch den MP3-Player oder das Smartphone anschließen, und ab geht die Mucke! Kostenpunkt: 65 Euro.

Produkte 2  Wannenbuch cover_pizzaEdition Wannenbuch: Spannende Idee, ein Kurzkrimi auf sechs plastizierten Seiten, genau richtig für ein gemütliches Wannenbad. Der Vorteil: Feuchte Finger tun dem Buch nichts an, und der Mörder ist gefunden, bevor das Badewasser kalt wird. Jeder Fall 5 Euro.

Produkte 3 _barTee_Dose_14_300T-Bar: Was fehlt noch zu Musik aus dem Ghettoblaster und einem aufregenden Buch? Genau, eine schöne Tasse Tee! Zum Beispiel diese: Golden Cut schmeckt nach Datteln und Orangen, Feigen und Annanas, gewürzt mit einem Hauch Zimt! Einfach köstlich! 140 g gibt’s in der schönen Dose für 9,95 Euro.

Bildschirmfoto 2014-10-24 um 14.49.11B&B: Und nach dem Bad ab aufs superbequeme Sofa „Husk“ von Patricia Urquiola mit hoher Lehne

Ausstellung Schlemmer_Oskar_Fuenf_Akte_Weil seine Erben sich stritten, konnte das Werk des Malers, Bildhauers und Bühnenbildners Oskar Schlemmer (1888 bis 1943) in der letzten Zeit nicht mehr gezeigt werden. Zuletzt gab es 1977 eine Retrospektive. Doch nun, 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers, ist das Urheberrecht der Erben ausgelaufen, und prompt zeigt die Staatsgalerie seiner Geburtsstadt in einer großen Landesausstellung rund 250 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und einige Originalkostüme seines berühmten „Triadischen Balletts“. Dabei werden lange in Europa nicht gezeigte Werke aus den USA erwartet.
Schon in seinem Frühwerk beschäftigte Schlemmer sich mit dem menschlichen Körper im Raum; wie – stark typisierte – Puppen sahen seine Figuren bald aus. 1920 wurde er von Walter Gropius ans Bauhaus berufen, wo er Leiter der Klasse „Wandbildmalerei“ wurde und sich auch mit Bühnenbildern befasste. 1929 ging Schlemmer nach Breslau und gestaltete die Bühnenbilder für zwei Kurzopern von Igor Strawinsky. In der Nazizeit wurde seine Kunst als „entartet“ bezeichnet, und der Verfemte musste sich ab 1940 in Wuppertal mit Auftragsarbeiten in einer Lackfabrik über Wasser halten. 1943 starb er in Baden-Baden.

Staatsgalerie Stuttgart, Di bis So 10–18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Eintritt 12 Euro Foto:

IF IF IFAlte und neue Geschichte, wohin man blickt in dieser ehrwürdigen Hansestadt mit ihrer über 1000-jährigen Historie: So kann Lech Walesa, der ehemalige Elektriker der Danziger Lenin-Werft und Vorsitzender der Gewerkschaft „Solidarnosc“, später polnischer Präsident und Friedensnobelpreisträger, der heute im „Grünen Tor“ sein Büro hat, aus dem im flämischen Manierismus 1568 errichteten Bau auf den „Langen Markt“ mit Rathaus und angrenzender „Langen Gasse“ und auf der anderen Seite auf den Fluss Mottlawa und die Speicherinsel sehen. Den spektakulären Ausblick hat er sich reichlich verdient. Er gehörte schon 1970 zu den Streikenden auf der Lenin-Werft, 80 Arbeiter wurden damals bei der blutigen Niederschlagung umgebracht. Trotzdem traten die Schiffbauer 1980 wieder in den Streik – der Grund waren (wie 1970) drastisch erhöhte Lebensmittelpreise und zudem die Entlassung einer aufmüpfigen Kollegin – und gründeten unter Walesas Führung die Gewerkschaft „Solidarnosc“. Mehr … »