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Neu ist die Idee natürlich nicht, reizvoll bleibt sie trotzdem: Einzelne Künstler schmücken ein ganzes Hotel mit ihren Werken. Im Leipziger Art’otel ist das die Malerin Anna Tessenow, geboren 1978 in Mecklenburg und bis 2005 Meisterschülerin bei Prof. Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Ihre intensiven Porträts bekannter und unbekannter Menschen und ihre fröhlich-pastelligen Gebäude-Bilder hängen in Fluren und Räumen des Hotels.

Die Zimmer sind funktional und modern-schlicht eingerichtet (Allerdings fragt man sich, warum der Brückenschrank, unter dem man schläft, ein Rollbrett für den Fernseher hat, wenn der sinnvoller Weise auf dem Schreibtisch steht). Das Hotel liegt direkt an der viel befahrenen Ausfallstraße zur Messe, in die schöne Altstadt (siehe Stadtspaziergang) läuft man in zehn Minuten.

DZ ab 85 Euro . www.artotel-leipzig.com . Foto: Art’otel Leipzig

Unsere Badezimmer sind einfach zu klein. Wer hat schon den Platz, eine Wanne mitten in den Raum zu stellen – wie eine Skulptur. Dabei hätte „Silhouette“ es verdient, sieht die 180 cm lange, ovale Wanne mit der nahtlosen Schürze doch wirklich aus wie ein Kunstwerk. Ihr Preis allerdings macht klar, dass sowieso nur Menschen mit großen Bädern sich darin aalen werden: ab ca. 3.000 Euro (Bette).

Wer wenig Platz hat, ist mit dem Waschtisch „RX325QS“ (diese Namen!), einer 90 cm hohen, quadratischen Säule (32,5 cm) aus Porzellan bestens bedient. Für die Gästetoilette jedenfalls, denn einen Zahnputzbecher abstellen kann man natürlich nicht. Aber Puristen werden „RX soundso“ lieben. Ca. 1.380 Euro (Alape).
Piraten und Aquanauten würden sich bestimmt

Geruchsproben, wie pervers. Nach 1989 hat man gelacht, weil es so unglaublich war. Da hat die Stasi doch wahrhaftig Klamotten unter Glas gebunkert, um gegebenenfalls Schäferhunde daran schnüffeln zu lassen und so Verdächtige zu identifizieren. Und jetzt steht man hier vor Vitrinen mit solchen Geruchsproben. Wirklich irreal.
Im Museum in der „Runden Ecke“, der ehemaligen Bezirksverwaltung der Staatssicherheit der DDR in Leipzig, die am 4. Dezember 1989 von Bürgerrechtlern besetzt wurde, stehen solche Geruchsproben neben Akten und Uniformen, Orden und Fahnen, Wanzen und kontrollierter Post, altmodischer Fototechnik und bizarren Maskierungen. Hier ist nicht viel verändert worden seit damals, es ist noch immer trist und grau und riecht nach Muff und Angst. Ein winziges ödes Büro ist zu besichtigen, eine Gefängniszelle, Fotos von Paraden und Stasieinsätzen, von Honecker, Mielke und Co. Und an die Hingerichteten der DDR wird

Ziemlich ungewöhnlich: Eine Schuhausstellung im Design-Museum. Aber nein, gar nicht. Es geht doch um den Designer der Schuhe, und das ist schließlich der Franzose Christian Louboutin. Ja, der Louboutin, der mit den Highhigh-Heels und der roten Sohle, der seit zwanzig Jahren Pumps, Stiefel, Sneakers und Sandalen macht. Tatsächlich soll im Museum sogar gezeigt werden, wie so eine Skulptur für die Füße erdacht, gezeichnet, konstruiert und schließlich produziert wird und welche Materialien überhaupt in Frage kommen. Bestimmt interessant für den, der’s wirklich wissen will. Wir anderen werden brav stundenlang Schlange stehen vorm Museum und dann einfach schreien vor Begeisterung! Design Museum . täglich 10 bis 17.45 Uhr . Foto: Louboutin

 

Faszinierend . Das Bauhaus gab es nur wenige Jahre, von 1919 bis 1933, und doch beeinflusst es weltweit das Design und die Architektur unseres täglichen Lebens bis heute – und sicherlich noch viel länger. Ludwig Mies van der Rohe, der letzte Bauhausdirektor, erklärte das Phänomen des Bauhauses so: „Nur eine Idee hat die Kraft, sich so weit zu verbreiten.“

Dieser Idee, dass die Architektur als Gesamtkunstwerk mit allen anderen Künsten verbunden werden müsse, wird in dem Bauhaus Reisebuch von Weimar über Dessau nach Berlin, den drei Stationen des Instituts, nun nachgereist. Im Kapitel über Weimar schildert die Autorin Susanne Knorr die Entstehung der Bauhaus-Universität, stellt u.a. das Nietzsche-Archiv, das Haus am Horn, Goethes Wohnhaus und auch das Konzentrationslager Buchenwald aus Bauhaus-Sicht vor. Mehr … »

Auch ein Hafen hat Geburtstag. Der Hamburger zum Beispiel wird dieses Jahr 823, deshalb gibt es vom 11. bis 13. Mai eine schicke Feier mit großer Einlaufparade am 11. um 15 Uhr, Taufe des Kreuzfahrers AIDAmar und Schlepperballett am 12. um 18 Uhr, Feuerwerk am 12. um 22 Uhr 30 und Auslaufparade am Sonntag den 13. ab 16 Uhr 30. An Land gibt’s Elbjazz vom feinsten und eine Amüsiermeile am Hafenrand. Jede Menge große Segelschiffe und die Queen Mary 2 sind wieder dabei. Und Sie?

www.hamburg-tourismus.de . Foto links: Hamburg Tourismus, Foto rechts: bilderwerk Hamburg . weitere tolle, historische Hafenfotos finden Sie beim bilderwerk Hamburg

 

Der „Hilfe zur Selbsthilfe“ hat sich die Initiative „Cotton made in Africa“ (CMIA) verschrieben.
Sie kauft die nachhaltig angebaute Baumwolle von Kleinbauern in Benin, Sambia, Burkina Faso, Malawi, Mosambik und der Elfenbeinküste. Die Pflanzen werden dabei im sogenannten Regenfeldanbau, also ohne künstliche Bewässerung und im Wechsel mit anderen Nutzpflanzen, dem „Fruchtwechsel“, mit möglichst wenigen Pestiziden und Düngern groß gezogen und von Hand geerntet, so erübrigt sich der Einsatz von Entlaubungsgiften, die man für die maschinelle Ernte braucht. Bisher kommen nur acht Prozent der weltweiten Baumwollproduktion aus Afrika – überall sonst wird auf riesigen Plantagen mit künstlicher Bewässerung, vielen Pestiziden und Entlaubungsgiften angebaut, die Erträge streichen Großunternehmen ein. „Cotton made in Africa“ möchte Kleinbauern eine Existenzgrundlage sichern und gleichzeitig die Umwelt schützen. Mehr … »

„Der Begriff Design ist vor allen Dingen in den letzten Jahren seit der Wende fast auf den Hund gekommen. Es gibt Haardesign, Wurstdesign, Drogendesign.“

Der Designer Clauss Dietel, der von 1986 bis 1990 Direktor der Fachschule für angewandte Kunst in Schneeberg war, zitiert in einem Extra der Leipziger Volkszeitung vom 3. März 2012

Foto: wikipedia

“Heute nehme ich deeeeen …. Spanferkelbraten mit Rosmarinkruste!”

 

(Copyright Peter Butschkow www.butschkow.de)

Spannend . Reiseführer im herkömmlichen Sinne sind auch die „Literarischen Stadtpläne“ der Verlegerin Ute Fritsch nicht. Die junge Frau ist Germanistin und hat Stadtführungen in ihrer Heimatstadt Jena gemacht, dabei stellte sie fest, dass Touristen neugierig danach fragen, wer wo gewohnt hat. Daraus entstand die Idee, Autoren mit einer Kurzbiografie vorzustellen und in einem Stadtplan einzuzeichnen, wo sie gelebt haben. Mittlerweile gibt es literarische Stadtpläne zu Paris und St. Petersburg, Hannover und Heidelberg und viele mehr. Das Programm  wird ständig erweitert, so zum Beispiel um den „Filmstadtplan Berlin“, das „Gelehrte Freiburg“ und die „Künstlerkarte Hiddensee“. Die Stadtpläne kosten ab ca. 10 Euro. Foto: Verlag Jena 1800