Bücher

bu%cc%88cher-wienand-this-was-tomorrow_su_finalZukunft von gestern. Da heißt es schon mal Platz gemacht im Regal: Stolze 24 mal 31 Zentimeter misst dieser Band, und gut 4 Zentimeter ist er dick. Es wird aber auch reichlich was geboten – so umfassend und verschwenderisch bebildert wie in diesem Katalog zu der Wolfsburger Ausstellung „This Was Tomorrow“ ist die britische Pop Art wohl noch nie präsentiert worden. Zwar sind so bahnbrechende Werke wie Richard Hamiltons große Installation „Fun House“ im Buch notgedrungen nur unvollkommen wiedergegeben, doch die frechen Collagen von Eduardo Paolozzi, die subtilen Coming-Out-Bilder von David Hockney oder die raffiniert naiven Arbeiten von Peter Blake dokumentieren auch heute noch höchst eindrucksvoll, wie unbekümmert und einfallsreich in den Swinging Sixties (und schon einige Jahre davor) mit konventionellen Kunstvorstellungen gebrochen wurde. Dass Musik und Film auch ihren Beitrag zu dieser Entwicklung leisteten, wird dabei nicht unterschlagen.
Hg. Ralf Beil und Uta Ruhkamp: This Was Tomorrow. 420 S., ca.

lieblingsessen-schneider-mestromschneider-mestrom-gazpacho schneider-mestrom-curryUnsere liebste Kollegin kann nicht nur Marketing, Werbung und Event-Management (und allmonatlich KuNo produzieren), eindrucksvoll fotografieren und hübsche Texte schreiben, sie kann auch noch köstlich kochen.

In einem zehntägigen Symposium mit zehn internationalen Künstlern hat sie die Chance genutzt und aus ihren Lieblingsessen ein kleines persönliches Büchlein gemacht. Nun wissen wir endlich, wie sie ihre leckeren Frikadellen würzt und welches Geheimnis hinter ihrem sensationellen Thaicurry steckt, dass sie sogar Käse selbst macht und Mais ploppen lässt. Wenn Sie Interesse an Michaela Schneiders Lieblingsrezepten haben, sollten Sie sich beeilen: Es gibt nur noch 30 nummerierte und signierte Exemplare.

Michaela Schneider-Mestrom: Lieblingsessen, 68 Seiten, A5, Paperback, 15 Euro, zu bestellen bei: msm@schneiders-werbeagentur.de, Fotos: MSM

PS.: Mit dem genialen Kartoffelsalat-Rezept konnte ich schon die gesamte Doppelkopfrunde unseres Textchefs begeistern!…

biographie-200buchSie haben viel erlebt. Haben viel zu erzählen. Wir hören zu und schreiben es auf.

Wir, das sind zwei sehr erfahrene und erfolgreiche Magazin-Journalisten (ehem. STERN und LIVING AT HOME). Ob Biographie, Familiengeschichte oder Firmenchronik – wir schreiben Ihr Buch. Spannend, interessant und faktenreich. Lassen Sie uns darüber reden.

Rufen Sie uns (Christiane Osterhof und Peter Meyer) gern an unter 040 – 46 07 27 65 oder schicken Sie uns eine E-Mail an christiane@oster-meyer.de Oder schauen Sie zuerst auf unsere Website „Biographien nach Maß“. Ganz, wie Sie möchten. Fotos: Horst Conrad

Und wenn Sie unseren informativen Flyer bestellen möchten – wir schicken ihn gern per Post zu Ihnen nach Hause. Sagen Sie einfach kurz Bescheid christiane@oster-meyer.de

bu%cc%88cher-zimtWürzig. Klar, Zimtsterne kennt bei uns jeder. Aber marokkanische Möhren mit Zimt, Kreuzkümmel und Minze oder Spinat-Linsen-Dhal mit Kokosmilch, Zimt und Koriander dürfte nicht vielen bekannt sein. Das kleine Büchlein „Zimt“ bietet 35 tolle Rezepte mit diesem weihnachtlich duftenden Gewürz und darüber hinaus eine kleine Geschichte des Zimtes. Wo er herkommt zum Beispiel ( meist aus Sri Lanka), was er botanisch ist (die Innenrinde der Zimtbäume) und wo er kulturell auftaucht (in Filmen, Songs und auch in der Mode). Schon 1680 kleidete sich nämlich der älteste Sohn des Sonnenkönigs Ludwig XIV. in „zimtfarbigem, zur Gänze silbern besticktem Tuch“. Eine Zimtwanze gibt es auch, sie riecht zart nach Zimt, saugt aber nur an Pflanzen. Und die Zimtzicke? Die hat ursprünglich gar nichts mit dem Gewürz zu tun, denn Zimt bedeutete auch einmal Geld oder Gold.
Rita Henss: Zimt. Mandelnbaum Verlag, 60 S., 12 Euro. Foto: Mandelbaum Verlag

bu%cc%88cher-romjpgLecker. Vielleicht werden Sie sagen: Schon wieder ein Buch über italienische Küche?

bu%cc%88cher-ginEin Hoch dem Schnaps. Für Winston Churchill war die Sache noch klar: „Gin und Tonic hat mehr Engländern Leben und Verstand gerettet als sämtliche Ärzte im Empire.“ Ganz so einfach ist es heute nicht mehr; seit Beginn des jüngsten Gin & Tonic-Booms vor gut zwei Jahren ist eine derartige Vielzahl von einschlägigen Flaschen auf dem Markt, dass sich selbst erfahrene Trinker fragen: Welcher  Gin und welches Tonic dürfen es denn bloß sein? Da kommt ein Buch wie das von dem Spirituosen-Kenner Frederic du Bois und der Food-Journalistin Isabel Boots gerade recht. Akribisch beschreiben sie über 400 Gin-Sorten, mehr als 50 Tonics und empfehlenswerte Kombinationen, fügen auch noch eine kleine Geschichte des Wacholder-Schnaps hinzu, und wenn ihnen damit auch vielleicht nicht unbedingt das „ultimative Handbuch für den perfekten Mix“ gelungen ist, wie der Untertitel vollmundig behauptet, ein famoser Anlass, gleich mal wieder den einen oder anderen Mix auszuprobieren, ist der schöne Band allemal.…

bu%cc%88cher-brausjpgGewohnte Kunstgeschichte. Für viele ist ein Besuch von Museen oder Kunstausstellungen beliebter Programmpunkt auf einer Städtereise – warum nicht auch einmal Orte aufspüren, wo die Künstler gelebt haben, deren Werke wir bewundern? So traf sich der rheinische Expressionist August Macke im Dachatelier seines Bonner Hauses mit Künstlerkollegen wie Max Ernst, Franz Marc oder Robert Delaunay. In Nürnberg stehen bis heute die stattlichen Fachwerkbauten, in denen Maria Sibylla Merian oder Albrecht Dürer gelebt haben. Und in Frankfurt-Sachsenhausen residierte Max Beckmann mit seiner Frau Quappi in einer noblen Etagenwohnung.
Die Autorin und Kunsthistorikerin Christiane Kruse hat sich diesen besonderen Reiseführer ausgedacht: Er begleitet uns zu den Wohnorten von 59 Künstlern in ganz Deutschland – von der imposanten Stadtvilla in Berlin (Max Liebermann) bis zum verschwiegenen Refugium am Bodensee (Hermann Hesse). Jeweils eine Doppelseite ist mit knappem, aber kenntnisreichem Text einer Künstlervita gewidmet. Und am Ende gibt es ein Ortsregister (mit vollständigen Adressen!), damit sich beim nächsten Ausflug leicht ein Maleratelier einplanen lässt.…

lieblingsessen-schneider-mestromUnsere liebste Kollegin kann nicht nur Marketing, Werbung und Event-Management (und allmonatlich KuNo produzieren), sie kann auch noch köstlich kochen, eindrucksvoll fotografieren und hübsche Texte schreiben.

In einem zehntägigen Symposium mit zehn internationalen Künstlern hat sie jetzt die Chance genutzt und aus ihrem Lieblingsessen ein Buch gemacht. Nun wissen wir endlich, wie sie ihre leckeren Frikadellen würzt und welches Geheimnis hinter ihrem sensationellen Thaicurry steckt, dass sie sogar Käse selbst macht und Mais ploppen lässt. Wenn Sie Interesse an Michaelas Lieblingsrezepten haben, sollten Sie sich beeilen: Es gibt nur 100 nummerierte und signierte Exemplare.
Michaela Schneider-Mestrom: Lieblingsessen, A5, 68 Seiten, Paperback, 18 Euro, zu bestellen bei: msm@schneiders-werbeagentur.de, Foto: MSM

PS.: Mit dem Kartoffelsalat-Rezept konnte ich schon die gesamte Doppelkopfrunde unseres Textchefs begeistern!

Die Ausstellung zum erwähnten Symposium können Sie im Atelier Busch8 sehen, und zwar vom 15. bis 30.10. (Sa von 15-18 Uhr, So von 11-18 Uhr), Galerie und Atelier, Busch 8, 41334 Nettetal.

Bücher Woolf_Leben_Cover_w190Trauer mit Niveau. Schon ein Blick auf ihr schmales, fein gezeichnetes Gesicht mit den großen, dunklen Augen und der fast immer melancholischen Miene reicht um zu ahnen, wie verletzlich Virginia Woolf gewesen sein muss. Doch ihre Sensibilität wusste die größte Schriftstellerin Englands im 20. Jahrhundert und Mitbegründerin des exquisiten Intellektuellen-Zirkels Bloomsbury Group durchaus zu nutzen: Bis zu ihrem Freitod 1941 verfasste die häufig von depressiven Schüben gequälte Woolf eine ganze Reihe von Romanen, Erzählungen und Essays, in denen sie die komplexe Befindlichkeit des modernen Menschen in immer neuen Anläufen und mit so revolutionären Stilmitteln wie dem inneren Monolog schilderte. Die Kunsthistorikerin Frances Spalding hat der empfindsamen Autorin jetzt eine besonders schön ausgestattete Biografie gewidmet, die vor allem zeigt, welche Bedeutung die Kunst für Woolfs umfangreiches Werk hat.
Frances Spalding: Virginia Woolf. Leben, Kunst & Visionen. 200 S., 145 Abb. Sieveking Verlag. 39,90 Euro
. Foto: Sieveking

Die Farben in der Kunst von Silke VryBunt mit Botschaft. Wo sind die Farben in der Nacht? Warum ordnete Isaac Newton einst die Farben des Regenbogens zu einem Kreis? Und was haben Schnecken mit der Farbe Purpur zu tun? Dieser und noch viel mehr Fragen hat sich die Autorin Silke Vry gestellt und sie für Menschen ab acht Jahren beantwortet. Dass Grün in der Mitte des Farbspektrums angesiedelt ist zum Beispiel und deshalb ausgeglichen, für manche sogar langweilig wirkt, oder dass Warnschilder und Briefkästen gelb sind, weil Gelb sofort ins Auge springt. Jeder Farbe ist ein Kapitel gewidmet, angereichert mit vielen Bildern, Zeichnungen und Experimenten zum Mitmachen. In farbig passenden Kreisen stehen Aufgaben, die Kindern bestimmt Spaß machen. Aber auch Erwachsene werden ihre Freude mit dem Buch haben und sicher noch das eine oder andere lernen können.
Silke Vry: Die Farben in der Kunst – entdecken…spielen…verstehen, 116 Abbildungen, Prestel, 14,99 Euro. Foto: Prestel

bl-reiterPferde mit Geschichte. Als erwachsener Leser ist man erst einmal irritiert: Keine Einleitung, keine Erklärung, wer die blauen Reiter sind und was das Buch erreichen möchte. Aber als unvoreingenommenes Kind (empfohlen: ab acht Jahren) steigt man mitten hinein in die Geschichte vom (fiktiven) Schreinersohn Georg, der im Städtchen Murnau die Künstler Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, August Macke und Franz Marc, Paul Klee und Alfred Kubin kennen lernt. Und der miterlebt, wie sie den „Blauen Reiter“ gründen, ihre Ausstellung konzipieren und einen Almanach zusammenstellen. Kunstgeschichte aus kindlicher Sicht also, illustriert mit den wichtigsten Werken der Gruppe, mit vielen Fotos und einigen Vorschlägen, selbst zu malen (siehe auch weiter unten die Ausstellung in der Fondation Beyeler).
Anne Funck: Die Blauen Reiter – wild,frei, gegen den Wind, 32 Seiten, Klinkhardt & Biermann, 15,90 Euro. Foto: Klinkhardt & Biermann

4314 Reisehunger_Umschlag_mp_26mm.inddLeckere Mitbringsel. Aus Italien hat sie natürlich Rezepte für Pasta mitgebracht, aber auch für einen Melonensalat mit Pesto, Käse-Gnocchi und Marsalapilze. Die Autorin Nicole Stich, die schon lange mit ihrem Food-Blog www.deliciousdays.com erfolgreich ist, sammelt auf ihren vielen Reisen herrliche Rezepte: Curry-Noodles in Singapur zum Beispiel und Fischfilet mit Zimtlinsen in Dubai,  Nuss-Tahini-Schnecken in der Türkei und Kochlöffelkuchen in Portugal. Daraus hat sie jetzt ein Buch gemacht, in dem sie auch kleine Anekdoten erzählt und ihre persönlichen Tipps für kulinarische Mitbringsel weiter gibt. Schöne Fotos der Rezepte und von Land und Leuten und hübsche Illustrationen von Julia Hollweck ergänzen das feine Buch. Und das Allerbeste: Die Rezepte lassen sich auch von Ungeübten nachkochen.
Nicole Stich: Reisehunger – Die besten Rezepte zwischen USA & Singapur, 240 Seiten, GU, 24,99 Euro. Foto: GU

Bücher WeltreiseLeckere Reiseziele. Nicht weniger als sechsunddreissig Autoren haben ihre Lieblingsrezepte aus aller Welt für dieses Buch zusammengetragen. Da lernt man Hakata Ramen ( Nudelsuppe) in der japanischen Stadt Fukuoka kennen und Meze in Istanbul, Churros in Madrid, Clam Chowder in Boston und Mole Pobblano (Hühnchen mit Chili-Schokoladensosse) im mexikanischen Puebla. Jedem Rezept ist eine Doppelseite gewidmet, immer ergänzt mit tollen Fotos, praktischen Informationen für das Reiseziel, und Restaurants, wo man das spezielle Gericht kosten kann. So lässt sich die Reise im heimatlichen Sessel schon mal vor- oder eben später nachschmecken. Allerdings: Da die Adressen bereits drei Jahre alt sind, sollte man sie noch mal überprüfen, bevor man hinfährt.
Weltreise für Feinschmecker, 336 Seiten, DK, 14,95 Euro. Foto: Dorling Kindersley

Bücher MediterraneoLeckeres Italien. Wenn Sie demnächst nach Süditalien aufbrechen, schauen Sie vorher in dieses Buch! Hier finden Sie nicht nur wunderbare Rezepte aus Apulien, Kalabrien, Kampanien und Basilikata, es gibt auch einen einfühlsamen Text zu Land und Leuten jeder Region und eine ausführliche Darstellung der typischen Produkte jedes Gebietes und viele schöne Fotos. Dann wissen Sie schon, was sich hinter Gnocchi alla Sorrentina verbirgt, und was wohl alles in einer Neapolitanischen Fischsuppe schwimmt. Und nach der Reise hilft Ihnen das Buch Paprika zu gratinieren, Tintenfische zu füllen oder beschwipste Germteigküchlein zu backen. Was, Sie fahren gerade gar nicht nach Italien? Sehr schade, aber mit diesem Buch können Sie sich zumindest hinträumen!
Elisabetta de Luca, Rezepte von Luigi Barbaro: Mediterraneo – eine kulinarische Reise durch Süditalien, 272 Seiten, Pichler Verlag, 29,90 Euro. Foto: Verlagsgruppe Styria

Bücher lockwood_castro_cuba_fo_gb_3d_05756_1604271744_id_1023471Fidels Welt. Der amerikanische Fotojournalist Lee Lockwood (1932-2010) kam 1958 gerade rechtzeitig nach Kuba, um die Machtübernahme Fidel Castros hautnah mitzuerleben. In den folgenden zehn Jahren hatte er immer wieder Gelegenheit, den „Maximo Lider“ zu treffen, ihn auf Reisen zu begleiten und ihn schließlich sieben Tage lang zu interviewen. Dabei sprachen die beiden über Castros Reisen in die Vereinigten Staaten und seine Redekunst, sein persönliches Verhältnis zur Macht und Gemüseanbau , über Bildung und Zigarren, über kubanischen Kommunismus, Che Guevara und die Revolution – eben über alles, was zu der Zeit auf Kuba wichtig war. Der Verlag Taschen hat jetzt aus dem leicht gekürzten Marathon-Interview und den besten – zum Teil noch nie veröffentlichten – Fotos dieser zehn Jahre ein umfangreiches Buch gemacht, ergänzt mit zwei Essays von Saul Landau, Politik-Professor der California State University, zur Weltlage in jenen Jahren. Ein großartiges zeitgeschichtliches Dokument.

Lee Lockwood: Castro’s Cuba – Ein Amerikaner in Kuba, Reportagen aus den Jahren 1959-1969, 360 Seiten, Taschen, 49,99 Euro.

Lebensräume. Wohnfans kennen natürlich viele Living-Bücher und denken bestimmt manchmal: Ach, nicht schon wieder lauter Reportagen über Wohnprofis und ihre coolen Behausungen. Oft sicher zu recht, aber für dieses Buch haben die Journalistin Kerstin Rose und der Fotograf Christian Schaulin in ganz Europa relativ unbekannte Architekten, Designer, Möbelbauer und Einrichtungsexperten besucht, deren Wohnungen nicht geleckt, kaum möbliert und kühl sind. In diesen Räumen wird wirklich gelebt, da wird improvisiert, steht mal was rum, passt mal was gar nicht zusammen. Zu jeder der neunzehn sehenswerten Reportagen gibt es einen Text über die Bewohner, ausführliche Bildtexte inklusive Quellenangabe für die Möbel, ein bis zwei Mottos zum Stil und ein typisches Zitat. Wie zum Beispiel dieses der Hamburgerin Céline Grassmann-Duphil, die sich selbst als Sachensucherin bezeichnet: „Manche Dinge sind nur auf der Durchreise.“

Kerstin Rose, Christian Schaulin: Rooms – Zuhause bei Kreativen, 192 Seiten, DVA, 39,99 Euro. Foto: DVA

Literarische_Hotels_SU_160119_rlDichter auf Reisen. Und dann ist da noch die Torte, die Grundstein eines Hotels wurde und in dieser kurzweiligen literarischen Spurensuche natürlich nicht fehlen darf. Gemeint ist die Sachertorte, die der 16jährige Franz Sacher 1832 dem Fürsten von Metternich und seinen Gästen als Dessert servierte. Die machte ihn berühmt und reich und später zum Eigentümer des weltbekannten Hotel Sacher in Wien. Seine Schwiegertochter, Anna Sacher, war mindestens genauso geschäftstüchtig: Sie ließ alle Promis, die bei ihr logierten, auf einem Damast-Tischtuch unterschreiben – ein Gästebuch war ihr zu profan – und stickte die Namen aus. Dort sind nun die Unterschriften gekrönter Häupter neben denen von Curd Jürgens und Herbert von Karajan, Romy Schneider und John Lennon, Gerhart Hauptmann und Carl Zuckmayer zu finden.

Auch Schloss Elmau hat schon etliche Berühmtheiten gesehen. Und nicht nur die vom G7-Gipfel 2015; im idyllischen Oberbayern bietet man auch Lesungen bekannter Literaten an, von T.C. Boyle zum Beispiel, von Ian McEwan oder Zeruya Shalev.

Bücher Palmer_Marokko_3D-442x566Rezept-Sammler. Eine kulinarische Reise quer durch Marokko hat das australisch-marokkanische Paar Sophia und Rob Palmer zu diesem Buch voller Rezepte und deren Geschichten inspiriert. So berichten sie von einem Frühstück unter Orangenbäumen, wo eine Bauernfamilie afrikanische Crepes servierte, und von der Köchin Fatimah, die ihnen eine traumhafte Hähnchen-Mandel-Pastete zubereitete. Ali, der Ziegenhirte, lehrte sie, typischen Minztee zu kochen, und bot dazu Pistazien-Rosen-Plätzchen an. Und in der Wüste bei Erg Chebbi durften sie einen Rindfleischeintopf mit Aubergine, Paprika und Ei kosten. Alle Rezepte werden genau erklärt und können auch bei uns gut nachgekocht werden.
Der Fotograf Rob machte aber nicht nur Bilder von allen Speisen und deren Köchen, er fotografierte zudem Straßenszenen und große Feste, Moscheen, alte Fischerboote und luxuriöse Riads mit ihren prachtvollen Gärten. Wer noch nie in Marokko war, der kann mit diesem Buch eintauchen in die Farben, Gerüche und Genüsse dieses exotischen Landes. Und wer schon mal da war, der wird sich sehnsüchtig daran erinnern.…

buch_als_granny_aupair_in_die_welt_kleinOmas für die Welt. „Runter von der Couch, raus in die Welt, rein ins Chaos – aber es war ein unvergessliches Abenteuer und die spannendste Zeit überhaupt.“ So zitieren die Autorinnen und Gründerinnen der Agentur „Granny Aupair“ eine der „Omas auf Zeit“ in ihrem Buch, in dem sie Fallbeispiele erzählen, das Für und Wider ihres Projektes darstellen, Altersforscher zu Wort kommen lassen und praktische Tipps geben. Wer also weiblich, über 50 ist und nicht als Tourist andere Kulturen erleben möchte, der ist bei Michaela Hansen und ihrer Vermittlungsagentur richtig. „Granny Aupair“ www.granny-aupair.com/de existiert seit 2010 und hat schon über 1.000 Leihomas für Familien mit Kindern in mehr als 40 Länder vermittelt. Das Buch ist ein guter Einstieg für alle Interessierten.

Michaela Hansen, Eva Goris: Als Granny Aupair in die Welt, 220 Seiten, dtv, 12,99 Euro. Foto: dtv

Buch Knallbunt_3DnTierisch bunt. Wahrscheinlich gibt es nicht sehr viele, die schon mal eine schwarz-gelb-rote Zahnspinnerraupe im peruanischen Regenwald oder ein knallrotes Erdbeerfröschchen in Mittelamerika sehen konnten. Auch der Andenfelsenhahn mit seinem purpurroten Puschel auf dem Kopf und der blaugrüne Stirnlappenbasilisk – eine Echse – konnten erst von wenigen  live gesehen werden. Für alle anderen hat der Fotograf Konrad Wothe herrliche Bilder von farbenprächtigen Tieren rund um den Globus in seinem neuen Buch zusammengestellt. Der Journalist Martin Raspe erläutert dazu in unterhaltsamen Texten, dass Farbe bei Tieren zum Werben, aber auch zum Tarnen und Warnen dient. So wie bei der Krabbenspinne, die eigentlich weiß ist, sich aber auf einer gelben Blüte gelb färbt, um von ihrer Beute, anfliegenden Insekten, nicht erkannt zu werden. Und der Perlkauz, eine kleine Eule, hat auf seinen Federn am Hinterkopf Flecken, die wie Augen aussehen und so Belästigungen im Rücken verhindern sollen. Ein großartiges, spannendes Buch!

Konrad Wothe, Martin Rasper: Knallbunt & unsichtbar – Farbenpracht und Tarnung in der Tierwelt, 192 Seiten, Knesebeck Verlag, 34,95 Euro.

Buch Henschel_SugarGirls_3D-442x566Süße Mädels. Wieviele gemütliche Cafés es wohl gäbe, wenn alle Frauen, die es mal vorhatten, auch wirklich eines eröffneten? In ihrem Buch „Sugar Girls“ erzählen die Autorinnen von 20 Mutigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ihren Traum wahr gemacht haben. Sie berichten von „Brits Kwisin“ in Mainz, wo man sich wie in der Kultserie „Mad Man“ fühlt, und von „Fein“ in einer ehemaligen Frankfurter Trinkhalle, die Elke Löscher in ein Open-Air-Café mit Jazzkonzerten verwandelt hat. In München hat Christina Doms ihren „White Rabbit’s Room“ mit selbst gefällten Bäumen und die Dresdnerin Anke Hoppert ihr „England, England“ mit Rosenstoffen, Bildern der Queen  und Plüschsofas ausgestattet. Ergänzt wird das schöne Buch mit den schwelgerischen Fotos durch viele Deko-Tipps und Rezepte und eine Starthilfe für Nachahmerinnen. Vielleicht gibt es ja dann bald noch ein paar mehr Sehnsuchts-Cafés.

Jana Henschel, Ulrike Schacht, Meike Werkmeister: Sugar Girls – 20 Frauen und ihr Traum vom eigenen Café, 192 Seiten, Callwey Verlag, 29,95 Euro Foto: Callwey