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Bücher lockwood_castro_cuba_fo_gb_3d_05756_1604271744_id_1023471Fidels Welt. Der amerikanische Fotojournalist Lee Lockwood (1932-2010) kam 1958 gerade rechtzeitig nach Kuba, um die Machtübernahme Fidel Castros hautnah mitzuerleben. In den folgenden zehn Jahren hatte er immer wieder Gelegenheit, den „Maximo Lider“ zu treffen, ihn auf Reisen zu begleiten und ihn schließlich sieben Tage lang zu interviewen. Dabei sprachen die beiden über Castros Reisen in die Vereinigten Staaten und seine Redekunst, sein persönliches Verhältnis zur Macht und Gemüseanbau , über Bildung und Zigarren, über kubanischen Kommunismus, Che Guevara und die Revolution – eben über alles, was zu der Zeit auf Kuba wichtig war. Der Verlag Taschen hat jetzt aus dem leicht gekürzten Marathon-Interview und den besten – zum Teil noch nie veröffentlichten – Fotos dieser zehn Jahre ein umfangreiches Buch gemacht, ergänzt mit zwei Essays von Saul Landau, Politik-Professor der California State University, zur Weltlage in jenen Jahren. Ein großartiges zeitgeschichtliches Dokument.

Lee Lockwood: Castro’s Cuba – Ein Amerikaner in Kuba, Reportagen aus den Jahren 1959-1969, 360 Seiten, Taschen, 49,99 Euro.

Lebensräume. Wohnfans kennen natürlich viele Living-Bücher und denken bestimmt manchmal: Ach, nicht schon wieder lauter Reportagen über Wohnprofis und ihre coolen Behausungen. Oft sicher zu recht, aber für dieses Buch haben die Journalistin Kerstin Rose und der Fotograf Christian Schaulin in ganz Europa relativ unbekannte Architekten, Designer, Möbelbauer und Einrichtungsexperten besucht, deren Wohnungen nicht geleckt, kaum möbliert und kühl sind. In diesen Räumen wird wirklich gelebt, da wird improvisiert, steht mal was rum, passt mal was gar nicht zusammen. Zu jeder der neunzehn sehenswerten Reportagen gibt es einen Text über die Bewohner, ausführliche Bildtexte inklusive Quellenangabe für die Möbel, ein bis zwei Mottos zum Stil und ein typisches Zitat. Wie zum Beispiel dieses der Hamburgerin Céline Grassmann-Duphil, die sich selbst als Sachensucherin bezeichnet: „Manche Dinge sind nur auf der Durchreise.“

Kerstin Rose, Christian Schaulin: Rooms – Zuhause bei Kreativen, 192 Seiten, DVA, 39,99 Euro. Foto: DVA

biographie-200buchSie haben viel erlebt. Haben viel zu erzählen. Wir hören zu und schreiben es auf.

Wir, das sind zwei sehr erfahrene und erfolgreiche Magazin-Journalisten (ehem. STERN und LIVING AT HOME). Ob Biographie, Familiengeschichte oder Firmenchronik – wir schreiben Ihr Buch. Spannend, interessant und faktenreich. Lassen Sie uns darüber reden.

Rufen Sie uns (Christiane Osterhof und Peter Meyer) gern an unter 040 – 46 07 27 65 oder schicken Sie uns eine E-Mail an christiane@oster-meyer.de Oder schauen Sie zuerst auf unsere Website „Biographien nach Maß“. Ganz, wie Sie möchten. Fotos: Horst Conrad

Und wenn Sie unseren informativen Flyer bestellen möchten – wir schicken ihn gern per Post zu Ihnen nach Hause. Sagen Sie einfach kurz Bescheid christiane@oster-meyer.de

Literarische_Hotels_SU_160119_rlDichter auf Reisen. Und dann ist da noch die Torte, die Grundstein eines Hotels wurde und in dieser kurzweiligen literarischen Spurensuche natürlich nicht fehlen darf. Gemeint ist die Sachertorte, die der 16jährige Franz Sacher 1832 dem Fürsten von Metternich und seinen Gästen als Dessert servierte. Die machte ihn berühmt und reich und später zum Eigentümer des weltbekannten Hotel Sacher in Wien. Seine Schwiegertochter, Anna Sacher, war mindestens genauso geschäftstüchtig: Sie ließ alle Promis, die bei ihr logierten, auf einem Damast-Tischtuch unterschreiben – ein Gästebuch war ihr zu profan – und stickte die Namen aus. Dort sind nun die Unterschriften gekrönter Häupter neben denen von Curd Jürgens und Herbert von Karajan, Romy Schneider und John Lennon, Gerhart Hauptmann und Carl Zuckmayer zu finden.

Auch Schloss Elmau hat schon etliche Berühmtheiten gesehen. Und nicht nur die vom G7-Gipfel 2015; im idyllischen Oberbayern bietet man auch Lesungen bekannter Literaten an, von T.C. Boyle zum Beispiel, von Ian McEwan oder Zeruya Shalev.

Bücher Palmer_Marokko_3D-442x566Rezept-Sammler. Eine kulinarische Reise quer durch Marokko hat das australisch-marokkanische Paar Sophia und Rob Palmer zu diesem Buch voller Rezepte und deren Geschichten inspiriert. So berichten sie von einem Frühstück unter Orangenbäumen, wo eine Bauernfamilie afrikanische Crepes servierte, und von der Köchin Fatimah, die ihnen eine traumhafte Hähnchen-Mandel-Pastete zubereitete. Ali, der Ziegenhirte, lehrte sie, typischen Minztee zu kochen, und bot dazu Pistazien-Rosen-Plätzchen an. Und in der Wüste bei Erg Chebbi durften sie einen Rindfleischeintopf mit Aubergine, Paprika und Ei kosten. Alle Rezepte werden genau erklärt und können auch bei uns gut nachgekocht werden.
Der Fotograf Rob machte aber nicht nur Bilder von allen Speisen und deren Köchen, er fotografierte zudem Straßenszenen und große Feste, Moscheen, alte Fischerboote und luxuriöse Riads mit ihren prachtvollen Gärten. Wer noch nie in Marokko war, der kann mit diesem Buch eintauchen in die Farben, Gerüche und Genüsse dieses exotischen Landes. Und wer schon mal da war, der wird sich sehnsüchtig daran erinnern.…

buch_als_granny_aupair_in_die_welt_kleinOmas für die Welt. „Runter von der Couch, raus in die Welt, rein ins Chaos – aber es war ein unvergessliches Abenteuer und die spannendste Zeit überhaupt.“ So zitieren die Autorinnen und Gründerinnen der Agentur „Granny Aupair“ eine der „Omas auf Zeit“ in ihrem Buch, in dem sie Fallbeispiele erzählen, das Für und Wider ihres Projektes darstellen, Altersforscher zu Wort kommen lassen und praktische Tipps geben. Wer also weiblich, über 50 ist und nicht als Tourist andere Kulturen erleben möchte, der ist bei Michaela Hansen und ihrer Vermittlungsagentur richtig. „Granny Aupair“ www.granny-aupair.com/de existiert seit 2010 und hat schon über 1.000 Leihomas für Familien mit Kindern in mehr als 40 Länder vermittelt. Das Buch ist ein guter Einstieg für alle Interessierten.

Michaela Hansen, Eva Goris: Als Granny Aupair in die Welt, 220 Seiten, dtv, 12,99 Euro. Foto: dtv

Buch Knallbunt_3DnTierisch bunt. Wahrscheinlich gibt es nicht sehr viele, die schon mal eine schwarz-gelb-rote Zahnspinnerraupe im peruanischen Regenwald oder ein knallrotes Erdbeerfröschchen in Mittelamerika sehen konnten. Auch der Andenfelsenhahn mit seinem purpurroten Puschel auf dem Kopf und der blaugrüne Stirnlappenbasilisk – eine Echse – konnten erst von wenigen  live gesehen werden. Für alle anderen hat der Fotograf Konrad Wothe herrliche Bilder von farbenprächtigen Tieren rund um den Globus in seinem neuen Buch zusammengestellt. Der Journalist Martin Raspe erläutert dazu in unterhaltsamen Texten, dass Farbe bei Tieren zum Werben, aber auch zum Tarnen und Warnen dient. So wie bei der Krabbenspinne, die eigentlich weiß ist, sich aber auf einer gelben Blüte gelb färbt, um von ihrer Beute, anfliegenden Insekten, nicht erkannt zu werden. Und der Perlkauz, eine kleine Eule, hat auf seinen Federn am Hinterkopf Flecken, die wie Augen aussehen und so Belästigungen im Rücken verhindern sollen. Ein großartiges, spannendes Buch!

Konrad Wothe, Martin Rasper: Knallbunt & unsichtbar – Farbenpracht und Tarnung in der Tierwelt, 192 Seiten, Knesebeck Verlag, 34,95 Euro.

Buch Henschel_SugarGirls_3D-442x566Süße Mädels. Wieviele gemütliche Cafés es wohl gäbe, wenn alle Frauen, die es mal vorhatten, auch wirklich eines eröffneten? In ihrem Buch „Sugar Girls“ erzählen die Autorinnen von 20 Mutigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ihren Traum wahr gemacht haben. Sie berichten von „Brits Kwisin“ in Mainz, wo man sich wie in der Kultserie „Mad Man“ fühlt, und von „Fein“ in einer ehemaligen Frankfurter Trinkhalle, die Elke Löscher in ein Open-Air-Café mit Jazzkonzerten verwandelt hat. In München hat Christina Doms ihren „White Rabbit’s Room“ mit selbst gefällten Bäumen und die Dresdnerin Anke Hoppert ihr „England, England“ mit Rosenstoffen, Bildern der Queen  und Plüschsofas ausgestattet. Ergänzt wird das schöne Buch mit den schwelgerischen Fotos durch viele Deko-Tipps und Rezepte und eine Starthilfe für Nachahmerinnen. Vielleicht gibt es ja dann bald noch ein paar mehr Sehnsuchts-Cafés.

Jana Henschel, Ulrike Schacht, Meike Werkmeister: Sugar Girls – 20 Frauen und ihr Traum vom eigenen Café, 192 Seiten, Callwey Verlag, 29,95 Euro Foto: Callwey

Bücher Wienand SturmfrauenZiemlich stürmisch. Sie sind fast alle vergessen worden von der Kunstgeschichte: Außer vielleicht Sonia Delaunay, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin kennt kaum noch jemand eine der vielen Künstlerinnen, die zwischen 1910 und 1932 in Berlin zur Avantgarde gehörten. Höchst ungerecht, hat nun kürzlich eine große Ausstellung in der Frankfurter Schirn verkündet, und auch der dazu gehörige Katalog zeigt in Bild und Wort eindrucksvoll, mit welchem Elan insgesamt 18 Frauen damals zur Sache gingen. Ihre Bühne war die legendäre Sturm-Galerie des großen Kultur-Pioniers Herwarth Walden, und ob Expressionismus, Kubismus oder Neue Sachlichkeit, die Werke von Marcelle Cahn, Marthe Jonas oder Alexandra Exner muten noch heute genauso wagemutig und bahnbrechend an wie die ihrer berühmteren männlichen Zeitgenossen.

Hrsg. Ingrid Pfeiffer und Max Hollein: Sturm-Frauen – Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910-1932 . 400 S., 400 Abb. Wienand. 39,80 Euro. Foto: Wienand Verlag

Gastgeben leicht gemacht. Wer gern Freunde zum Essen einlädt, freut sich immer über ein paar realistische Tipps zur Planung, zum Ablauf und zur Dekoration. Die Journalistin Stefanie Luxat hat deshalb für ihr Buch „Herzlich Willkommen“ ganz viele kleine Anregungen und große Ideen gesammelt und sie mit einigen leckeren Rezepten, Interviews mit Experten wie einem Bäcker, einer Innenarchitektin und einem Barmann und ein paar hübschen Deko-Ideen ergänzt. Dazu erläutert sie Gastlichkeits-Trends – zum Beispiel blauweißes Geschirr oder farbiges Glas, stellt schöne Beispiele vor und liefert auch Bezugsadressen. Und das Ganze würzt sie mit einer Handvoll flotter Sprüche: „Das Ziel? Das Schnurren der Gäste.“

Stefanie Luxat: Herzlich Willkommen – Mit Gästen zuhause, Tischdekorationen & kreative Ideen, 192 Seiten, Callwey Verlag, 29,95 Euro. Foto: Callwey

Ein Würstchen geht seinen Weg. Ein ziemlich interessantes Thema: Wie haben Lebensmittel unsere Welt verändert? Dass die Gier nach Zucker den Sklavenhandel in Gang brachte, ist eigentlich bekannt. Die Kartoffel löste die verheerende Hungersnot in Irland 1854 aus, weil damals fast nur Erdäpfel angebaut und diese durch die Kartoffelfäule zerstört wurden. Das in Frankfurt erfundene Würstchen wiederum machte als Wiener und Hot Dog weltweit Karriere und entwickelte sich zum Imbiss für die Massen. Und die Dosensuppen von Campbell gelten heute in der Version von Andy Warhol als Ikone der globalen Pop-Art Begeisterung. Der britische Autor Bill Price berichtet in seinem Buch von fünfzig Lebensmitteln und ihrer Geschichte. Er erzählt von Coca Colas Beziehung zum amerikanischen Militär, berichtet von der Erfolgsgeschichte des Hamburgers, der wahrscheinlich Mitte des 19. Jahrhunderts von Deutschen nach Amerika gebracht wurde, und erläutert den Einfluss des Gin auf die britische Politik: der wurde nämlich 1690 per Gesetz so billig, dass kollektives Komasaufen einsetzte.…

Musik fürs Auge. Er inspirierte Max Beckmann, faszinierte Piet Mondrian, motivierte Otto Dix: der Jazz. Jene eigenwillige Musik, die viele bis heute für Amerikas genuinsten Beitrag zur Kultur dieser Welt halten und die, kaum dass sie in den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts die Clubs, Konzertsäle und Tanzschuppen rund um den Globus eroberte, auch zahlreiche Künstler interessierte. Wie fruchtbar und vielfältig diese Auseinandersetzung bis in die Gegenwart ist, belegt nun eine höchst sehenswerte Ausstellung im Stuttgarter Kunstmuseum samt ebenso informativem Katalog. Über 100 Arbeiten zeigen aufs Kurzweiligste, dass Blue Notes nicht nur die Ohren, sondern auch die Augen begeistern können.

I Got Rhythm. 288 S. 119 Abb. Prestel. 49,95 Euro. Foto: Prestel

Bücher Was geschah wann?Was wann geschah. Wann wurde eigentlich das Klavier erfunden? (1709 in Italien). Wo landeten die ersten britischen Sträflinge in Australien? (1788 in der Botany Bay, dem heutigen Sydney). Wie alt ist Memphis? (Die Stadt am Nil entstand um 3100 v. Chr. und war danach lange vermutlich die größte der Welt). Gedacht ist das wunderbare Buch „Was geschah wann?“ für Kinder ab 10 Jahren, aber auch Erwachsene werden sich an der mit vielen Karten erzählten Welt-Geschichte, den detaillierten Infografiken und den hübschen Zeichnungen erfreuen und gern durch die Frühzeit, das Mittelalter, die Neuzeit und das 20. und 21. Jahrhundert blättern. Natürlich sind einige Ereignisse verkürzt dargestellt, was gelegentlich auch ärgerlich ist. Aber es macht einfach Spaß, den Piraten durch die Karibik oder den Goldsuchern von Kalifornien nach Südafrika und Australien zu folgen. Und sicher kann man auch noch das eine oder andere lernen – oder haben Sie gewusst, dass die Zeit erst mit dem „Gesetz betreffend die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung“ vom 12.…

Bücher Mug CakesKlein und köstlich. Es geht ratzfatz und schmeckt sehr lecker: Tassenkuchen sind schnell zusammengerührt und brauchen nur 2 bis 5 Minuten in der Mikrowelle. Die Foodstylistin Antje Küthe stellt in ihrem schmalen Büchlein etwa 30 Rezepte mit Zutatenliste, detaillierter Zubereitung und schönen Fotos vor und hat sich für jedes süße und salzige Küchlein auch noch eine Extra-Dekoration einfallen lassen. Trotzdem: Bevor Sie eins der Backwerke Ihren Gästen servieren, probieren Sie es unbedingt aus!

Antje Küthe: Glamour Mug Cakes, 64 Seiten, Thorbecke Verlag, 9,99 Euro. Foto: Thorbecke

Wortwalz_Cover_151123_02_cb.inddWandern und lernen. Eine junge Frau geht auf die Walz. Für eine Handwerkerin ist das heutzutage schon ungewöhnlich, aber für eine Journalistin? Jessica Schober ist hundert Tage lang ohne Geld und ohne Handy durch Deutschland gewandert und getrampt, hat in Lokalredaktionen ausgeholfen und viele freundliche Menschen getroffen. In ihrem Buch erzählt sie von ihren Begegnungen, von Schlafplätzen im Wald und überraschenden Einladungen zum Essen, und sie berichtet von den Geschichten, die sie unterwegs für ihre jeweilige Zeitung schreibt. Außerdem erläutert sie sehr spannend die Tradition und die Rituale der Walz und was sie für Handwerker bedeuten. So ist aus einem spannenden Projekt ein wirklich lesenswertes Buch geworden, bei dem man immer wieder denkt: Ist die mutig!
Natürlich ist Jessica Schober verändert zurück gekommen. Und kann jetzt die alte Erfahrung der Wandergesellen bestätigen: Heimkommen ist schwerer als losgehen.

Jessica Schober: Wortwalz – Von einer die schreibt und nirgends bleibt – eine Reporterin auf Wanderschaft, 256 Seiten, Edel Verlag, 14,95 Euro.…

Bücher Dackel KnesebeckVom Wuffmeister und seinen Menschen. Er verließ mich, um mit Picasso zu leben“, erzählte der Fotograf David Douglas Duncan über seinen Dackel Lump, der sich während eines Besuchs seines Herrchens bei dem großen Künstler wohl in diesen verguckte, und da das auf Gegenseitigkeit beruhte, gehörte Lump fortan bis zu seinem Lebensende zu Pablo Picasso. Der berühmte Maler galt als Macho und Frauenheld, aber seinem Dackel war er treu. Zehn Tage nach Lumps Tod verstarb auch der Künstler.

Nachzulesen in dem wunderbaren Buch „Der Dackel“, das zudem mit lustigen, anrührenden und großartigen Fotos illustriert ist und die Kulturgeschichte einer Rasse erzählt, die es wahrscheinlich schon vor 2.000 Jahren gab, aber erstmals 1560 in einem Hundebuch beschrieben wurde.

In fünf weiteren Kapiteln geht es um den Charakter des kurzbeinigen Wühlers und darum, wie man seine Wohnung dackelsicher macht, und warum das Tier unbedingt eine Hundeschule besuchen muss. Es geht um die erste Autofahrt und um Impfungen, es geht um Ernährung, Bewegung und die Körperpflege – und es geht darum, wer hier eigentlich wen abrichtet.

Bücher Urlaubsarchitektur_dtArchitektur für die Ferien. Für Architekturliebhaber, die eine große Familie haben oder gern mit vielen Freunden zusammen Ferien machen, ist dieses Buch gedacht. Die Autoren stellen vierzig außergewöhnliche Häuser und Wohnungen in ganz Europa vor, in denen man mit bis zu 30 Leuten Urlaub machen kann. Dabei sind hochmoderne Neubauten und restaurierte Altbauten, Fincas und ausgebaute Scheunen, kleine Schlösschen, Berghütten und auch ein Wasserturm. Alle werden mit informativen Fotos, detaillierten Hausbeschreibungen und notwendigen Adressen vorgestellt. So beginnt der Urlaub schon mal auf dem heimischen Sofa.

Jan Hamer, Christiane Pfau: Urlaubsarchitektur. 194 S., Edition Urlaubsarchitektur. 24,95 Euro. Foto: Urlaubsarchitektur

Bücher 30 000 Jahre Kunst,320_Kunst im Überblick. Nicht ganz 30 Euro kostet dieser kompakte Buchziegel – macht knapp 1 Euro pro 1.000 Jahre Kunst. Und dafür wird einem wirklich ordentlich was geboten: Von der Venus von Willendorf (um 25000 v. Chr.) über Ägyptens Nofretete (um 1340 v. Chr.), einen Bronzekrug aus Nigeria (um 900) und Boticellis Madonna von 1478 bis hin zu Maurizio Cattelans gestürztem Papst (La Nona Ora, 1999) geht die ebenso bunte wie spannende Kunstreise, quer über alle Kontinente und durch alle Epochen. Über die Auswahl kann man – wie immer – streiten, und speziell die letzten paar Jahrzehnte wirken ziemlich zufällig, aber für einen ersten Überblick reicht es allemal, zumal Glossar, Register und Zeittafel die Orientierung erleichtern. Bloß auf dem Bauch lesen, das kann man den Kilo-Klotz nicht.

30.000 Jahre Kunst, 656 Seiten, 605 Abb., Phaidon Verlag, 29,95 Euro Foto: Phaidon

Mondrian. Schon immer wieder spannend nach zu verfolgen, wie ein Künstler nach konventionellen Anfängen seinen eigenen (manchmal revolutionären) Stil findet. Einen besonders spektakulären Weg hat der Holländer Piet Mondrian genommen. Der 1872 geborene Lehrersohn begann seine Malerlaufbahn mit ziemlich braven Landschaftsbildern, doch nachdem er 1911 in Paris den Kubismus entdeckte, änderte er seine Malweise so radikal, dass er zu einem der großen Pioniere der klassischen Moderne wurde. Weil er fand, dass der rechte Winkel die „einzige konstante Verwandtschaft zur reinen Realität“ darstelle, komponierte er bis zu seinem Tod 1944 in New York immer neue rhythmische Raster, in denen monochrome farbige Flächen von streng waage- und senkrecht angeordneten Linien eingefasst sind – ein Verfahren, dass der bekennende Theosoph auch in zahlreichen Schriften erläuterte. In dem jetzt von dem niederländischen Mondrian-Experten Cees W. de Jong herausgegebenen Band werden der Künstler und sein Werk eingehend und reich illustriert vorgestellt.

Cees W. de Jong: Piet Mondrian.

Bücher Worpswede 2015-12-23 um 12.20.28Worpswede. Es ist das soundsovielte Buch über Worpswede und seine Künstlerkolonie. Aber Frauke Berchtig hat nicht nur Biografien der Lokal-Heroen Fritz Mackensen, Paula Modersohn-Becker, Otto Modersohn, Hans am Ende, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler an einander gereiht, sie ordnet die Entstehung und Entwicklung der Gruppe auch ins Zeitgeschehen ein und stellt ihre Kunst derer anderer Maler gegenüber. Ein ganzes Kapitel widmet sie den unterschiedlichen Lieben innerhalb der Gruppe und gibt zum Schluss einen Überblick, was man heute in Worpswede entdecken kann. Neben vielen Abbildungen von Kunstwerken und Fotos lässt die Autorin auch die Künstler selbst zu Wort kommen. Zum Beispiel Otto Modersohn über seine Frau: „… und an der Seite Paula mit ihren meisterlichen Stillleben und Skizzen, das Kühnste und Beste an Farben, was hier in Worpswede je gemalt … Die Anderen zählen nicht …“

Frauke Berchtig: Künstlerkolonie Worpswede. 128 S., 130 Abb. Edition Braus. 14.95 Euro Foto: Edition Braus